{"id":19056,"date":"2019-01-28T19:26:52","date_gmt":"2019-01-28T17:26:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/?p=19056"},"modified":"2019-02-04T11:36:08","modified_gmt":"2019-02-04T09:36:08","slug":"utlaginn-der-ausgestossene","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2019\/01\/utlaginn-der-ausgestossene\/","title":{"rendered":"\u00datlaginn \u2013 der Ausgesto\u00dfene"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\" align=\"left\">\u201eGanz sicher mein Lieblingsb\u00fcrgermeister. Es gibt tats\u00e4chlich keine Konkurrenz.\u201c (Noam Chomsky)<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"justify\">W\u00e4re J\u00f3n Gnarr 2010 nicht als anarchistischer B\u00fcrgermeister Reykjav\u00edks, der Hauptstadt Islands (Hauptwohnsitz der ca. 347.000 Einwohner*innen des Inselstaates), zu Ber\u00fchmtheit gelangt, w\u00fcrde vermutlich kaum ein Hahn nach diesem Buch einer problematischen Jugend fernab des europ\u00e4ischen Festlandes kr\u00e4hen. Auch das giftgr\u00fcne Buchcover l\u00e4dt kaum zum Lesen ein \u2013 warum das tr\u00fcbe Foto noch einen Weichzeichner brauchte, bleibt das Geheimnis des Grafikers.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"justify\">Sch\u00f6ner wird das miserable Cover (siehe Abb. auf dieser Seite) auch nicht durch die warenf\u00f6rmige Verzierung mit dem Strichcode unserer Konsumwelt, offenbar eine Vorgabe des Verlags. Doch die Pers\u00f6nlichkeit des J\u00f3n Gnarr, des Punks, Kabarettisten und Zufallspolitikers ist zu illuster, als dass mensch dar\u00fcber nicht mehr wissen m\u00f6chte. Es ist aber nur die Vor-Vor-Geschichte eines ebenso bemerkenswerten wie von Allen unvorhergesehenen libert\u00e4ren Coups, der die isl\u00e4ndische Gesellschaft ver\u00e4nderte und der bis heute Kreise zieht. Eine Links-Gr\u00fcne ist jetzt, 2018, Isl\u00e4ndische Ministerpr\u00e4sidentin. J\u00f3n hingegen hat die Brocken fallen lassen, seine Spa\u00df-Partei \u201eBesti flokkurinn\u201c (Beste Partei) aufgel\u00f6st und dem Establishment echt punky den Stinkefinger gezeigt. Er schreibt jetzt, nach vier Jahren guter Regierung, mit R\u00fcckenwind seiner guten Taten wieder B\u00fccher, wie seit seinem 19. Lebensjahr. (1)<\/p>\n<p>Dieses Buch ist der zweite Teil der Jugend-\u201eSaga\u201c J\u00f3ns, dem \u201eschwarzen Schaf der Familie\u201c. Den ersten Teil \u00fcber seine Kindheit, \u201eIndianer und Piraten\u201c (2) wollte er explizit nicht als Sachbuch oder Biografie verstanden wissen, weil da einiges dazugedichtet sei, da wo er sich nicht mehr so recht erinnere. Seltsam, dass \u201eDer Outlaw\u201c nun als Sachbuch figuriert. \u201eMemoiren sind Fiktionen.\u201c J\u00f3ns\u00b4 Pa ist ewiger Streifen-Cop und Kommunist (Version Moskau). Seine Ma sieht die Dinge etwas anders, mainstreamig liberal-konservativ, rechts. Das birgt Konfliktstoff. \u201eIch m\u00f6chte, dass man bei diesem Buch weint. Ich m\u00f6chte auch, dass man lacht. Aber das ist keine Pflicht\u201c, schreibt Gnarr, inzwischen selbst mehrfacher Vater, \u00fcber das Buch seiner Kindheit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"justify\">Eigentlich hei\u00dft das zweite autobiografische Buch von J\u00f3n Gnarr \u201e\u00datlaginn\u201c, Der Ge\u00e4chtete. Dieser Titel fu\u00dft auf der mythischen isl\u00e4ndischen Figur des listigen G\u00edsli S\u00farsson, einem wegen ver\u00fcbter Blutrache vogelfrei Ausgesto\u00dfenen, der vor gut tausend Jahren 13 Jahre gejagt und dann erschlagen wurde. Von der Saga und ihrem Protagonisten gibt es ein anschauliches Bild in Form einer Skulptur und einen Film von 1981. J\u00f3n identifizierte sich im Internat als Jugendlicher mit der Lage dieses Ge\u00e4chteten (Outlaw ist eine wirklich schlechte \u00dcbersetzung daf\u00fcr) und dessen abenteuerlich-tragischer Geschichte, zumal sie sich im selben Landesteil zutrug, in dem J\u00f3n einen Teil seiner Jugend verbringen musste. (3)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"justify\">J\u00f3n oder \u201eJ\u00f3nsi Punk\u201c mit seinem fable f\u00fcr die britische Anarchopunkband CRASS und nur f\u00fcr CRASS, die er f\u00fcr ihre anarchopazifistischen Texte abg\u00f6ttisch bewunderte, wurde nach chaotischer Kindheit von seinen ratlosen Eltern aus Reykjav\u00edk in das Landschulinternat N\u00fapur (heute eine Touristenunterkunft), am Arsch der Welt, eher eine Anstalt f\u00fcr schwer Erziehbare, abgeschoben. Seinen Cop-Vater schildert er aus seiner damaligen Wahrnehmung als einen langweiligen Zur-Arbeit-Geher und seine Mutter, eine strenge Krankenhausangestellte, als eine zwar schwer respekteinfl\u00f6\u00dfende, aber seinen Eskapaden gegen\u00fcber letztlich ebenso resignierende Domama.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"justify\">F\u00fcr J\u00f3n beginnt im abgelegenen, eisigen N\u00fapur ein neues, hartes Leben, immerhin ohne die bisherige elterliche Daueraufsicht. Luxus oder Wohlbeh\u00fctetheit gibt es dort nicht, daf\u00fcr vergitterte Fenster und die Hierarchie der Krassen. In ihr findet er seine Nische als immer lustiger Clown, der sich zwar nichts gefallen l\u00e4sst \u2013 die Schwachen werden untergebuttert und schikaniert \u2013 der aber auch f\u00fcr fast alles zu haben ist. Die harsche Landschaft rundum findet er \u00f6de, treibt sich aber doch verbotener Weise darin herum. Das kann leicht lebensgef\u00e4hrlich werden, da wo die Temperaturen niedrig und die Weglosigkeiten die Regel sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"justify\">Wie in alle Kn\u00e4ste der Welt, findet auch bis hier in die Ein\u00f6de die Droge ihren Weg. Es wird (selten) gekifft und dann mangels Kif auch geschn\u00fcffelt bis zur Gehirnerweichung. Hustensaft und geklaute Pillen sind Ersatzstoffe. Alk gibt es kaum, aber wenn mensch an ihn rankommt, wird gesoffen bis zur Bewusstlosigkeit. Und weil das Zeug rar ist, wird es auch gef\u00e4hrlicher Weise gefixt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"justify\">J\u00f3n bedr\u00e4ngen Komplexe und als unaufgekl\u00e4rter Heranwachsender hat er seine liebe M\u00fche mit dem Ding zwischen seinen Beinen. Zwar h\u00e4tte er durchaus Chancen bei den im Internat auch vorhandenen M\u00e4dchen, aber er ist zu verklemmt und wichst, als es pl\u00f6tzlich bei ihm anf\u00e4ngt, heimlich und h\u00e4ufig, mit schlechtem Gewissen. Sein krumm gewachsener Penis macht ihn nicht gerade mutiger zur Kontaktaufnahme zum anderen Geschlecht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"justify\">Dennoch verliebt er sich in eine neu angekommene Punkerin, die jedoch nicht wie er auf der CRASS-Superschmalspur ist, die er so fundamental-missionarisch vertritt. Seine neue Freundin findet zu seinem Entz\u00fccken CRASS gut \u2013 aber auch Anderes, sogar Nicht-Punkiges. J\u00f3n entdeckt durch sie John Lennon und dessen Song \u201eImagine\u201c, der inhaltlich ebenso cool ist wie CRASS-Texte. Sogar eine Lennon-Matte l\u00e4sst er sich nun wachsen. Im Laufe der Erz\u00e4hlung verstehen wir, dass J\u00f3nsis damaliger Anarchismus ebenso schmalspurig ist wie sein Musikverst\u00e4ndnis und erleben ihn bei allerhand, teils lebensgef\u00e4hrlichen Dummheiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"justify\">Schlie\u00dflich, als er gerade sein Talent zum Schauspielern entdeckt hat und darin aufgeht, versaut er mit dem N\u00fapur-Ensemble auf Tournee alles. Trunken vom pl\u00f6tzlichen Erfolg und angesoffen dazu, knacken und pl\u00fcndern die angehenden Schauspieler*innen einen Kiosk und schwelgen in erbeuteten S\u00fc\u00dfigkeiten, die sie irgendwie meinen verdient zu haben. Das jedoch beendet das Theaterexperiment abrupt, ebenso wie J\u00f3ns Aufenthalt in N\u00fapur: er landet wieder bei seinen Eltern und in seinem geliebten Reykjav\u00edk, das er ver\u00e4ndert vorfindet. Ebenso wie sein Zimmer \u2013 die lieben Eltern haben seine Punk-Plakate abgeh\u00e4ngt, seine Sachen wegger\u00e4umt und es als \u201eG\u00e4stezimmer\u201c steril renoviert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"justify\">Nach einigen vergeblichen halbherzigen Erziehungsversuchen kapitulieren die Alten erneut und lassen den Dingen ihren Lauf. J\u00f3n zieht nach l\u00e4ngerem Rumh\u00e4ngen bei ihnen aus und unterzieht sich nach dem Scheitern einer intensiv-romantischen aber beischlaflosen Liebesaff\u00e4re einer schmerzhaften Penisoperation, die ihn f\u00fcr die n\u00e4chste Zeit die Lust auf Sex vergessen l\u00e4sst. Daf\u00fcr schluckt er umso mehr Rohypnol-Pillen, die der Arzt ihm bereitwillig verschreibt und verpennt zu Hause den Tag. Bis sich unverhofft sein reparierter Schwanz wieder meldet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"justify\">Angespitzt durch ein trotzkistisches Blatt versucht J\u00f3nsi sich nun als Proletarier und wartet vergeblich darauf, beim Steinekloppen am Bau seine echten Arbeiterhelden zu treffen. Die Arbeiter haben aber nur das \u00dcbliche im Kopf \u2013 Schei\u00df konsumieren, Soaps glotzen und Schnulzen h\u00f6ren. Sie machen sich \u00fcber J\u00f3ns\u00b4 Proletkult lustig. Der h\u00e4lt noch eine Weile eisern durch, bis er hinschmei\u00dft und als Jungprolet erst mal von St\u00fctze lebt. In seinem neuen Kellerzimmerchen f\u00fchlt er sich wohl und autonom. Er freundet sich mit den schr\u00e4gen Nachbarn an, lernt von einem Tao und Kung Fu. Die Bude tapeziert er mit Anarchokram und korrespondiert mit politischen Gefangenen. Aber das verblasst neben seiner Gier nach z\u00fcgellosem Leben.<\/p>\n<figure id=\"attachment_19067\" aria-describedby=\"caption-attachment-19067\" style=\"width: 241px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/gwr435_Jon-gnarr-2011-ffm-098.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-19067 size-medium\" src=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/gwr435_Jon-gnarr-2011-ffm-098-241x300.jpg\" alt=\"J\u00f3n Gnarr wurde 1967 in Reykjav\u00edk als Sohn eines Polizeibeamten geboren. Mit 19 schrieb er seinen ersten Roman. Bekannt wurde er als Bassist einer Punkrockband; er wirkte in mehreren Filmen und Talkshows mit. Bei der Kommunalwahl 2010 erzielte seine Partei \u201eBesti flokkurinn\u201c die meisten Stimmen, und er wurde neuer Oberb\u00fcrgermeister. Dieses Amt bekleidete er bis zum Sommer 2014. Er selbst bezeichnet sich weiterhin als Anarchist. Foto: Wikipedia 2011\" width=\"241\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/gwr435_Jon-gnarr-2011-ffm-098-241x300.jpg 241w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/gwr435_Jon-gnarr-2011-ffm-098-300x374.jpg 300w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/gwr435_Jon-gnarr-2011-ffm-098.jpg 449w\" sizes=\"auto, (max-width: 241px) 100vw, 241px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-19067\" class=\"wp-caption-text\">J\u00f3n Gnarr wurde 1967 in Reykjav\u00edk als Sohn eines Polizeibeamten geboren. Mit 19 schrieb er seinen ersten Roman. Bekannt wurde er als Bassist einer Punkrockband; er wirkte in mehreren Filmen und Talkshows mit. Bei der Kommunalwahl 2010 erzielte seine Partei \u201eBesti flokkurinn\u201c die meisten Stimmen, und er wurde neuer Oberb\u00fcrgermeister. Dieses Amt bekleidete er bis zum Sommer 2014. Er selbst bezeichnet sich weiterhin als Anarchist. Foto: Wikipedia 2011<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"justify\">Jetzt will er nur noch leben und lustig sein, schei\u00df auf den Rest und auf den Punk. Sein l\u00e4dierter Pimmel hat sich geradegestellt wieder zur\u00fcckgemeldet. J\u00f3n will Sex. Und den kriegt er nicht als stinkiger Street-Anarchopunk. Lederjacke und CRASS-T-Shirt landen ohne Bedauern in der Tonne. J\u00f3n metamorphost lustgetrieben zum geschniegelten \u201eBauhaus\u201c-NewWaver in schnieken Modeklamotten. Eines Abends wird er von einer angetrunkenen Partyteilnehmerin seines Nachbarn entjungfert. Die Situation ist w\u00fcrdelos. Von da an macht er High Life. Das funktioniert eine Weile gut. Tanzen, V\u00f6geln und Saufen werden zum Lebenszweck. Den Rest machen Alk und Pillen, um den weggedr\u00fcckten Depri zu kompensieren und m\u00f6glichst wenig Schlaf zu brauchen. Ein Break ist die ABM, die er vom Amt auf die Nase gedr\u00fcckt bekommt, da sonst seine St\u00fctze versiegt. Erst leert er st\u00e4dtische M\u00fcllbeh\u00e4lter, dann landet er in der Gartenarbeit des psychiatrischen Pflegeheims Arnarholt. Die Arbeit macht ihm zunehmend Spa\u00df und er freundet sich mit Insassen an, Addi und anderen skurrilen Typen. Da es in der Anstalt auch h\u00fcbsche Frauen gibt, gef\u00e4llt es ihm so gut, dass er nach der ABM dort voll anheuert. Nach der Arbeit wieder High Life was das Zeug h\u00e4lt \u2013 zum Schlafen kaum Zeit. Das m\u00fcssen die Pillen regeln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"justify\">Dass J\u00f3n am Ende zusammenbricht, beinahe seinen Verstand und sein Leben verliert, nimmt die Lesenden dieses Exzess-Lebens nicht wunder. Aber nach dem Koma braucht es auch so etwas wie ein Wunder f\u00fcr J\u00f3n, wieder ins Leben zur\u00fcckzufinden und sich neu zu erfinden. Dabei helfen ihm seine herbeigeeilte Mutter und andere nette Menschen. Wie wir wissen, wird er am Happy End wieder ein sympathischer Punk und bekannter Spa\u00dfmacher. So sympathisch, dass ihn 34,7% der Einwohner*innen von Reykjav\u00edk 2010 zum B\u00fcrgermeister w\u00e4hlen \u2013 und daran taten sie offenbar gut. Nach abgeschlossener Lekt\u00fcre des streckenweise verst\u00f6renden Buches wissen wir: auch aus dem gr\u00f6\u00dften Hohlkopf kann noch ein guter B\u00fcrgermeister und Anarchist werden. Es gibt also noch Hoffnung f\u00fcr die Menschheit. Wer J\u00f3n Gnarr als B\u00fcrgermeister von Reykjav\u00edk erleben will, der als Schulabbrecher u.a. das Schulsystem seines Landes reformiert, darf sich durch sein drittes Buch lesen: \u201eH\u00f6ren Sie gut zu und wiederholen Sie!\u201c (4) \u2013 Spa\u00dffaktor garantiert. Vielleicht ist das eine Steilvorlage f\u00fcr den \u201eLibert\u00e4ren Kommunalismus\u201c, besser aber den von J\u00f3n, als den von \u201eApo\u201c \u00d6tscharlatan. Wer h\u00e4tte gedacht, dass der \u201eSteisstrommler\u201c-Verlag Klett eines Tages einen Anarchisten verlegt?<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong>J\u00f3n Gnarr \u2013 Der Outlaw, Klett-Cotta, TROPEN Sachbuch, Stuttgart 2017, 287 Seiten, ISBN 978-3-608-50153-7, 20 Euro, auch als eBook<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eGanz sicher mein Lieblingsb\u00fcrgermeister. Es gibt tats\u00e4chlich keine Konkurrenz.\u201c (Noam Chomsky) W\u00e4re J\u00f3n Gnarr 2010 nicht als anarchistischer B\u00fcrgermeister Reykjav\u00edks, der Hauptstadt Islands (Hauptwohnsitz der ca. 347.000 Einwohner*innen des Inselstaates), zu Ber\u00fchmtheit gelangt, w\u00fcrde vermutlich kaum ein Hahn nach diesem Buch einer problematischen Jugend fernab des europ\u00e4ischen Festlandes kr\u00e4hen. 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