{"id":19891,"date":"2019-04-02T23:54:42","date_gmt":"2019-04-02T21:54:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/?p=19891"},"modified":"2022-01-07T11:17:19","modified_gmt":"2022-01-07T09:17:19","slug":"oekologie-und-anarchismus-in-polen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2019\/04\/oekologie-und-anarchismus-in-polen\/","title":{"rendered":"\u00d6kologie und Anarchismus in Polen"},"content":{"rendered":"<p align=\"justify\"><strong><span lang=\"de-DE\">Graswurzelrevolution (GWR): Du bist eine Anarchistin, die sich seit Jahren f\u00fcr die Verteidigung von Natur und Klima einsetzt. Warum sind dir diese Probleme so wichtig?<\/span><\/strong><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Ludwika Wykurz: Bevor ich mit \u00d6kologie angefangen habe, hatte ich Interesse am fairen Handel und der Globalisierungskritik, also an sozialen Themen, entwickelt. Die Natur habe ich immer geliebt. Ich f\u00fchlte mich weit weg von der Zivilisation gut, aber erst nachdem ich mich mit Problemen der Globalisierung auseinandergesetzt habe, begann ich, diese beiden Dinge zu verbinden. So bin ich zum Anarchismus gekommen. Ich war bereits in Permakultur involviert und begann einen \u00f6kologischen Blog zu betreiben.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><strong><span lang=\"de-DE\">GWR: Ist das Interesse an \u00f6kologischen Themen in Polen gr\u00f6\u00dfer als noch vor einigen Jahren?<\/span><\/strong><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Ludwika: In Polen gab es in den achtziger Jahren eine echte \u00f6kologische Bewegung. Bis vor kurzem war dies eine marginale Bewegung. Menschen, die an direkten Aktionen zur Verteidigung der Natur interessiert waren, galten als \u201eKrawallmacher\u201c oder idealistische \u201eTierfreunde\u201c. Die offiziell gef\u00f6rderte \u00d6kologie war ein weiteres Marketinginstrument. <\/span>\u201e<span lang=\"de-DE\">\u00d6ko\u201c zu sein, bedeutete, die richtigen Produkte zu kaufen.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Abgesehen davon entwickelte sich jedoch eine Bewegung, die immer mehr spezialisierte Gruppen umfasste. Einige befassten sich mit der Entwicklung der \u00f6kologischen Lebensweise, andere widmeten sich dem Kampf f\u00fcr den Schutz bedrohter Arten oder gegen Industrieprojekte an wertvollen Naturst\u00e4tten. Die \u00f6kologische Bewegung stand auch in engem Zusammenhang mit dem Widerstand gegen Atomkraftwerke. Im Anti-Atom-Lager gab es Anh\u00e4nger*innen des Naturbaus, \u201eVeteranen\u201c von Blockaden wie \u201eTama tamie\u201c (dt. \u201eDer Damm dem Damm\u201c) von 1991-92 gegen den Bau eines Damms an der Dunajetz. Parallel entwickelte sich die Tierrechtsbewegung. \u00d6kologie, die sich nicht auf den Titelseiten der Zeitungen finden l\u00e4sst, ist ein sehr breites Thema in Polen \u2013 von den ersten biodynamischen Bauernh\u00f6fen bis zu direkten Aktionen, die mit Gerichtsverhandlungen endeten. <\/span><span lang=\"de-DE\">Es ist schwer alles zu erw\u00e4hnen. Unter zahlreichen kleinen Initiativen und Organisationen ist sicherlich das \u201eLabor f\u00fcr alle Wesen\u201c (pl. Pracownia na Rzecz Wszystkich Istot) zu erw\u00e4hnen, das als Verein seit 1990 existiert und Initiator vieler \u00f6kologischer Projekte war.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">F\u00fcr die Pr\u00e4senz \u00f6kologischer direkter Aktionen in den Medien war 2008-2009 die Verteidigung des Bia<\/span><span lang=\"de-DE\">\u0142<\/span><span lang=\"de-DE\">owie<\/span><span lang=\"de-DE\">\u017c<\/span><span lang=\"de-DE\">a-Urwaldes (pl. Puszcza Bia<\/span><span lang=\"de-DE\">\u0142<\/span><span lang=\"de-DE\">owieska) definitiv ein Durchbruch. Eine der meistgelesenen Zeitungen mit einem liberalen Profil in Polen, \u201eGazeta Wyborcza\u201c, und der bekannte Journalist Adam Wajrak engagierten sich in der \u00d6ffentlichkeitsarbeit. Das Verh\u00e4ltnis der Medien zu direkten Aktionen war erwartungsgem\u00e4\u00df unterschiedlich. <\/span><span lang=\"de-DE\">Zum einen unterst\u00fctzten Liberale die \u00d6kolog*innen aus dem Bia<\/span><span lang=\"de-DE\">\u0142<\/span><span lang=\"de-DE\">owie<\/span><span lang=\"de-DE\">\u017c<\/span><span lang=\"de-DE\">a-Urwald, zum anderen lachten sie \u00fcber die \u00c4ngste vor der Atomenergie. Den Widerstand gegen die Verbreitung transgener Pflanzen nahmen sie nicht ernst und im Allgemeinen diskreditierten sie den \u00f6kologischen Landbau. Schlie\u00dflich ging die Diskussion dar\u00fcber, was \u00d6ko ist und was nicht, an die Medien und in die K\u00f6pfe des gew\u00f6hnlichen Kowalski [wie Otto Normalb\u00fcrger \u2013 M.K.]. Einerseits freut es mich, denn es kann bedeuten, dass wir uns als Gesellschaft immer mehr der Chancen und Gefahren bewusst werden, die mit unserer Einstellung zur Umwelt verbunden sind, andererseits sehe ich den Versuch von Staaten und Unternehmen die Kontrolle \u00fcber die \u00d6kologie zu \u00fcbernehmen. Manchmal gegen Umweltsch\u00fctzer*innen. Es gibt verschiedene Versuche, \u201ewissenschaftliche\u201c, \u201eechte\u201c \u00d6kologie gegen die \u201e\u00d6ko-Fanatiker\u201c oder \u201e\u00d6ko-Terroristen\u201c, wie sie uns nennen, auszuspielen.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Der gew\u00f6hnliche Mensch nimmt uns ein bisschen wie Verr\u00fcckte und sogar gef\u00e4hrliche Menschen wahr. In letzter Zeit kann man immer \u00f6fter lesen, dass eigentlich Umweltsch\u00fctzer*innen an allem schuld sind. Ich fand sogar einen Artikel, in dem der Autor bewies, dass die Schuld an der Abholzung im Bia<\/span><span lang=\"de-DE\">\u0142<\/span><span lang=\"de-DE\">owie<\/span><span lang=\"de-DE\">\u017c<\/span><span lang=\"de-DE\">a-Urwald bei den Umweltsch\u00fctzer*innen lag. Schwierigkeiten macht die Politisierung des Themas. Umweltsch\u00fctzer*innen werden von den konservativen Politikern und ihren W\u00e4hlern als Werkzeug der Liberalen betrachtet. Liberale dagegen betrachten uns als gef\u00e4hrliche Radikale. F\u00fcr den durchschnittlichen Kowalski bedeutet \u00d6kologie jedoch M\u00fche, M\u00fcll zu sortieren und zwischen \u00d6ko-Gem\u00fcse und gew\u00f6hnlichem, billigerem Gem\u00fcse zu w\u00e4hlen. Es macht mir Sorgen. Ich mache mir keine Illusionen, dass es langfristig m\u00f6glich sein wird, mit Politiker*innen, Unternehmen und Medien zusammenzuarbeiten, da Umweltsch\u00fctzer*innen das bestehende System letztlich nicht aufrechterhalten wollen. Hoffen wir jedoch, dass wir die Schwierigkeiten, die normalen B\u00fcrger*innen zu erreichen, \u00fcberwinden k\u00f6nnen, weil wir nicht viel Zeit haben, um unser Denken zu \u00e4ndern \u2013 der Klimawandel ist jetzt schon bereits ernsthaft sp\u00fcrbar und das sechste gro\u00dfe Massenaussterben hat bereits begonnen.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><strong><span lang=\"de-DE\">GWR: Wie sieht die Organisation von Menschen im Kampf f\u00fcr das Klima aus? Welche Gruppen sind besonders aktiv?<\/span><\/strong><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Ludwika: In letzter Zeit wurde es wirklich interessant. Initiativen wie der \u201eEarth Strike\u201c (pl. Strajk dla Ziemi) sind etwas, was vorher nicht da war. Soweit ich wei\u00df wurde diese Initiative von unten irgendwo am Vorabend des Klimagipfels in Kattowitz im Dezember 2018 (vgl. GWR 436 &amp; 437) geboren und dank sozialer Medien in Polen sofort angenommen. Das Hauptziel ist die Organisation von Streiks und Demonstrationen, durch die die Politiker*innen und Unternehmen gezwungen werden sollen, endlich wirksame Bestimmungen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen, der Abholzung der Regenw\u00e4lder, der Zerst\u00f6rung nat\u00fcrlicher Lebensr\u00e4ume sowie der Unternehmensmacht zu ergreifen. Der Klimawandel wurde als separates Hauptproblem wahrgenommen, das direkt angegangen werden muss. Immer mehr engagieren sich kleine Gruppen von \u00d6kolog*innen, die bisher in Bildungsaktivit\u00e4ten, der F\u00f6rderung \u00f6kologischer Anbaumethoden, Upcycling oder kleinen lokalen Problemen involviert waren. Die sichtbarste Aktion des letzten Jahres war der Kampf um den Hambacher Forst. Den Kampf der Aktivist*innen mit der Polizei hat die ganze Welt gesehen. Auch die Umweltsch\u00fctzer*innen und Anarchist*innen aus Polen beteiligten sich daran, indem sie \u2013 je nach der M\u00f6glichkeit \u2013 vor Ort waren, und das Thema in ihrem Land an die gro\u00dfe Glocke h\u00e4ngten.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">In Polen haben wir ein Problem mit dem Gesetz des fr\u00fcheren Umweltministers \u2013 Jan Szyszko \u2013, das das F\u00e4llen von B\u00e4umen in privaten Gebieten erleichtert. Die Auswirkungen sind deutlich sichtbar. In Schutzgebieten wie der Mierzeja Wi<\/span><span lang=\"de-DE\">\u015b<\/span><span lang=\"de-DE\">lana (dt. Frische Nehrung), sowie in Stadtparks und entlang der Alleen wurde eine schnelle Abholzung durchgef\u00fchrt. Manchmal sterben gesunde alte B\u00e4ume unter der S\u00e4ge. Vielleicht bedeutet die Massivit\u00e4t dieses Angriffs auf die Natur, dass immer mehr Menschen sich bei der Verteidigung der Bia<\/span><span lang=\"de-DE\">\u0142<\/span><span lang=\"de-DE\">owie<\/span><span lang=\"de-DE\">\u017c<\/span><span lang=\"de-DE\">a- und Karpatenurw\u00e4lder engagieren werden und auch gegen die Abholzung, die in St\u00e4dten und an landesweiten Stra\u00dfen stattfinden, k\u00e4mpfen. Sie sind sich der Beziehung zwischen der Abholzung und dem Klima bewusst \u2013 es ist bekannt, dass B\u00e4ume einerseits vor extremen Temperaturen sch\u00fctzen und andererseits Kohlendioxid absorbieren, wodurch die Emissionsbilanz verringert wird. Die Verbreitung der Haltung von Greta Thunberg \u2013 der schwedischen Sch\u00fclerin, die vor dem schwedischen Parlamentsgeb\u00e4ude einen eigenen Streik f\u00fcr das Klima angefangen hat \u2013 und ihre Pr\u00e4senz auf der COP24 in Kattowitz hatte f\u00fcr Politiker*innen und Lobbyist*innen wahrscheinlich kaum eine Bedeutung, aber sie hatte eine Auswirkung auf die gew\u00f6hnlichen Menschen. <\/span><span lang=\"de-DE\">Sie haben gesehen, dass ein gew\u00f6hnlicher Mensch, ein Kind, so radikal handeln kann und dass es in der Situation akzeptiert und sogar gelobt wird.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Eine wehm\u00fctige Geschichte \u00fcber ein M\u00e4dchen, das um das Klima k\u00e4mpft, das von den Medien gierig verfolgt wurde, k\u00f6nnte sich als fruchtbarer erweisen, als es sich selbst die Propagandist*innen w\u00fcnschen. Die Menschen brauchen keine F\u00fchrer*innen, aber sie brauchen Vorbilder und Symbole. Greta ist zu einem Symbol f\u00fcr den Kampf f\u00fcr das Klima geworden, hat aber keinen Anspruch, die Bewegung anzuf\u00fchren.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><strong><span lang=\"de-DE\">GWR: Kommt der Klimawandel als Thema in der sozialen Debatte vor?<\/span><\/strong><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Ludwika: Ja, das Thema ist vom Nicht-Vorhandensein zum Gegenstand von Artikeln in vielgelesenen Zeitungen und Diskussionen in den sozialen Medien geworden. Immer mehr Menschen \u00e4u\u00dfern sich \u00fcber den Klimawandel. <\/span><span lang=\"de-DE\">Es ist schade, dass es oft bei Aussagen in den sozialen Medien oder der \u00c4u\u00dferung von Meinungen in der Warteschlange im Laden bleibt. Aber auch die Mobilisierung f\u00fcr Ereignisse wie \u201eEarth Strike\u201c verbesserte sich.<\/span><span lang=\"de-DE\">Vor einigen Jahren wurde eine solche Initiative wahrscheinlich nur von den Gruppen getragen, die t\u00e4glich in \u00f6kologischen Fragen t\u00e4tig sind. Heute tauchen h\u00e4ufiger Menschen auf, die sich einfach f\u00fcr den gemeinsamen Raum verantwortlich f\u00fchlen.<\/span><span lang=\"de-DE\">Die Polen wurden nach 1989 zu einer sehr zerstrittenen Gesellschaft, wenn es um soziale, \u00f6kologische oder politische Fragen geht. Es ist also nicht so einfach, jemanden f\u00fcr eine Demo zu gewinnen.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><strong><span lang=\"de-DE\">GWR: Wie reagieren Politiker*innen auf das Thema? Sehen sie ein Problem?<\/span><\/strong><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Ludwika: Das Klima hat sich zu einem modischen Thema entwickelt, es zeigt sich in der H\u00e4ufigkeit des Auftretens von Artikeln zu diesem Thema in den Mainstream-Medien. Es taucht auch in der Narration von Korporationen auf, selbst denen, die bisher bereit waren, Millionen f\u00fcr das Stummschalten der Sache zu zahlen. Bei Unternehmen ist dies nat\u00fcrlich ein weiterer Versuch, ihre eigenen Produkte zu bewerben und sich in einem guten Licht zu pr\u00e4sentieren. Trotz allem bedeutet es, dass es heute profitabler ist sich als \u201eklimafreundlich\u201c zu zeigen, statt als Klimawandel-Leugner. So haben Medien und Unternehmen das Thema aufgegriffen, und genauso Politiker*innen. Weniger tr\u00f6stlich ist, wie dieses Thema auf der politischen B\u00fchne behandelt wird. Die polnische Regierung setzt vorrangig auf Kohle, zweitens auf das Atom. Die zum Beispiel in den amerikanischen Medien verf\u00fcgbaren Aussagen zeigen, dass es darum geht, mit Hilfe von pro-Atom-Aussagen die Genehmigung f\u00fcr die weitere Verbrennung von Kohle zu erhalten als f\u00fcr den echten Klimaschutz. Nach dem Motto: Grunds\u00e4tzlich haben wir die EU-Bedingungen erf\u00fcllt, also k\u00f6nnen wir uns jetzt um unsere bew\u00e4hrten Ideen f\u00fcr Energie k\u00fcmmern. Die Regierungspartei vermeidet eher das Thema Klimawandel, da viele Aktivit\u00e4ten des derzeitigen Ministeriums der empfohlenen Klimapolitik zuwiderlaufen. Die wichtigste Antwort ist das Versprechen riesiger Waldbepflanzungen. Leider sehen wir im Moment haupts\u00e4chlich Abholzung, wie ich schon erw\u00e4hnt habe.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Das Klimathema tauchte auch in Oppositionsprogrammen vor den Wahlen auf. Die Gr\u00fcnen (pl. \u201eZieloni\u201c) schlagen traditionell den \u00dcbergang zu 100% erneuerbarer Energiequellen vor, die sozial-demokratische Partei \u201eRazem\u201c [dt. \u201eZusammen\u201c, die sog. polnische \u201ePodemos\u201c \u2013 M.K.] scheint auf eine Kombination aus erneuerbaren Energiequellen und Atomkraft zu setzen. <\/span><span lang=\"de-DE\">Im Programm der zentrallinken \u201eWiosna\u201c [dt. \u201eFr\u00fchling\u201c, eine in diesem Jahr neugegr\u00fcndete Partei \u2013 M.K.] von Robert Biedro<\/span><span lang=\"de-DE\">\u0144<\/span><span lang=\"de-DE\"> erschien ein Postulat zur Schlie\u00dfung aller Bergwerke, was zeigt, dass Politiker*innen immer noch nicht genau verstehen, wo die Ursache des Problems liegt. Nat\u00fcrlich sind Bergwerke eine Quelle von Emissionen und Umweltverschmutzung, aber ihre Schlie\u00dfung wird nur dazu f\u00fchren, dass die kohlebetriebene Wirtschaft gezwungen wird, sie aus dem Ausland zu importieren. Die Ursache f\u00fcr Luftverschmutzung und Treibhausgasemissionen ist die Wirtschaft, die auf \u00d6l und Kohle basiert, nicht die Minen selbst, von denen \u00fcbrigens nicht viele in Polen \u00fcbrig geblieben sind.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Die Diskussion zwischen Fans und Gegner*innen der Atomkraft, die in letzter Zeit an Bedeutung gewonnen hat, ist besorgniserregend. Bef\u00fcrworter*innen sehen in der Atomkraft \u201edie einzig echte\u201c L\u00f6sung f\u00fcr das Klima, treten immer \u00f6fter bei \u00f6kologischen Demonstrationen auf, die von den Gr\u00fcnen oder Basisorganisationen organisiert werden (wie der \u201eMarsch f\u00fcr das Klima\u201c). Und es w\u00e4re nichts Falsches daran, wenn die Modelle des Kohleausstiegs sich nicht gegenseitig ausschlie\u00dfen w\u00fcrden. Die Anh\u00e4nger*innen des Atoms betreten die \u00d6kobewegung mit etwas Neuem und sind beleidigt, dass ihre Idee seit Jahrzehnten von der traditionellen \u00f6kologischen Bewegung bek\u00e4mpft wird. Ich habe mit Leuten aus dieser Bewegung gesprochen, die sich beleidigt f\u00fchlen dadurch, dass der Vorsitzende der polnischen Gr\u00fcnen das Banner \u201eDon\u2018t Nuke the Climate\u201c gehalten hat. Ich bef\u00fcrchte, dass jemand auf diese Weise versucht die \u00f6kologische Bewegung zu entsch\u00e4rfen, indem er sie mit ihren eigenen Waffen besiegt. Anstatt sich auf den Kampf gegen den Klimawandel und den Druck auf Politiker*innen und Unternehmen zu konzentrieren, werden wir uns dar\u00fcber streiten, ob Windkraftanlagen oder Atomkraftwerke eingesetzt werden sollen. Hoffen wir, dass wir uns gegen eine solche Perspektive wehren k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><strong><span lang=\"de-DE\">GWR: Wie reagieren die Menschen auf eine \u00f6ffentliche Debatte \u00fcber Klimafragen? K\u00f6nnen wir \u00fcber ein wachsendes soziales Bewusstsein f\u00fcr Klimaprobleme sprechen?<\/span><\/strong><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Ludwika: Neben dem Thema der globalen Erw\u00e4rmung ist auch das Thema Smog aufgetaucht. Immer mehr Organisationen thematisieren dieses Problem, es erscheinen Poster und Informationstafeln. Die Menschen sp\u00fcren die Auswirkungen der Luftverschmutzung auf ihrer Haut. Vielleicht wird ihnen dadurch klar, dass diese \u00d6kolog*innen Recht haben. Leider trifft die Debatte die Armen mehr. Ein gutes Beispiel ist Krakau. Ich hatte letztes Jahr die Gelegenheit, entlang der Stra\u00dfe zu spazieren, die Zakopane \u00fcberblickt. Es ist eine der meistbefahrenen Stra\u00dfen von Krakau. Die Luft war so dicht, dass ich kaum hundert Meter weit sehen konnte. Aus dem Smog tauchte langsam ein Poster auf, das uns mitteilte, dass wir durch den Rauch aus einem alten Ofen unsere Kinder ersticken. Was f\u00fcr eine Kampagne ist das? Es gibt dort fast nur Wohnbl\u00f6cke und Einkaufszentren. Vielleicht gibt es ein mit einem Ofen beheiztes Haus. Aber es kann nicht gesagt werden, dass dieser nicht modern und emissionsarm war. Aber die Luft war dort schrecklich. Dies zeigt, wie einfach es ist, die \u00c4rmsten in einer Kampagne zu beschuldigen. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Unter den Nutzer*innen von \u00d6fen in polnischen St\u00e4dten sind die meisten Bewohner*innen vernachl\u00e4ssigter Altbauten. Sie k\u00f6nnen sich eine Renovierung nicht leisten. Vor ihren Fenstern fahren viele dicke Autos, in jedem nur eine Person \u2013 zum Einkaufen, zum Gesch\u00e4ftstreffen, zum Date \u2013 egal wohin, immer nimmt man das Auto. Aber niemand redet laut dar\u00fcber. Manchmal dr\u00e4ngen Aktivist*innen nur auf die F\u00f6rderung des \u00f6ffentlichen Personennahverkehrs, auf Stadtfahrr\u00e4der und den Ausschluss bestimmter Stadtzonen vom Autoverkehr. Einige in Polen tragen Masken und rechnen nicht damit, dass das Smog-Problem gel\u00f6st wird. Viele sind entt\u00e4uscht.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Was den Klimawandel anbelangt, h\u00e4ngt vieles von den politischen Ansichten ab. Menschen in Polen verbinden leider alles mit Politik. Deshalb sind die Anh\u00e4nger*innen der Linken und der Liberalen immer mehr in den Kampf gegen das Klima involviert, w\u00e4hrend die Anh\u00e4nger*innen der konservativen Parteien entweder das Thema umgehen oder gar die globale Erw\u00e4rmung bestreiten. <\/span><span lang=\"de-DE\">Obwohl die Anzahl der letzteren in den letzten Jahren drastisch gesunken ist.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><strong><span lang=\"de-DE\">GWR: Welche Ma\u00dfnahmen sind notwendig, um die Klimaerw\u00e4rmung zu stoppen? F\u00fchren die polnischen Beh\u00f6rden dies durch?<\/span><\/strong><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Ludwika: Die polnischen Beh\u00f6rden setzen haupts\u00e4chlich auf Kohle. Zwar gibt es Programme wie die Unterst\u00fctzung von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien, aber unter dem Banner der Bek\u00e4mpfung von Smog. Das ist schon nicht schlecht. Die Investitionen in erneuerbare Energiequellen im Haushalt werden sicherlich f\u00fcr die Verringerung der Emissionen von gro\u00dfer Bedeutung sein. Es ist nur schade, dass die Regierung den Kampf gegen Smog lieber zugibt als die Klimaerw\u00e4rmung. In dieser Angelegenheit ergreift sie keine umfassenderen Ma\u00dfnahmen.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Ich sehe ein gr\u00f6\u00dferes Problem in der Landwirtschaft, die sich immer noch in Richtung Liquidation kleiner, traditionell fast autarker Bauernh\u00f6fe in gro\u00dfe spezialisierte Farmen verwandelt. Abgesehen davon, dass es unethisch und f\u00fcr die lokalen Gemeinschaften sch\u00e4dlich ist, tr\u00e4gt es zus\u00e4tzlich zur Erh\u00f6hung der Kohlendioxid- und Methanemissionen bei. Es gibt eine ganze Reihe von Emissionsfaktoren \u2013 zum Beispiel aufgrund der Konzentration einer gro\u00dfen Anzahl von Tieren auf kleinem Raum, abgeschnitten vom lokalen \u00d6kosystem. F\u00fcr die notwendigen \u00c4nderungen, um die globale Erw\u00e4rmung zu stoppen, w\u00fcrde ich erneuerbare Energiequellen z\u00e4hlen, aber es w\u00e4re notwendig zu pr\u00fcfen, welche genau (um nicht die Biomasse aus W\u00e4ldern zu verbrennen). Der Vorteil von erneuerbaren Energiequellen ist, dass sie auf kleinen lokalen Installationen basieren k\u00f6nnen, die an die Bedingungen in einem bestimmten Gebiet angepasst sind und f\u00fcr eine bestimmte Gemeinschaft von Nutzen sind. Leider werden unter diesem Banner viele Kilometer Solarparks gebaut, Monokulturen von Energiepflanzen angebaut und die Abholzung von W\u00e4ldern betrieben. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Deshalb sollten wir auf erneuerbare Energiequellen setzen, aber mit K\u00f6pfchen. Dar\u00fcber hinaus ist es notwendig, das Modell von Landwirtschaft, Verkehr und Produktion in ein lokaleres, weniger energieintensives Modell umzuwandeln. Das Ideal ist das Permakulturmodell, das die lokale Autarkie sicherstellt und gleichzeitig die Denkweise ver\u00e4ndert. Dies ist eine Kombination von Kropotkins Idee der Gegenseitigen Hilfe mit dem Traum eines \u00f6kologischen \u201eParadieses\u201c. Verlockend f\u00fcr uns Anarchist*innen und beunruhigend f\u00fcr Politiker*innen.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><strong><span lang=\"de-DE\">GWR: Was kann Kowalski tun?<\/span><\/strong><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Ludwika: Kowalski kann die Produktion von Abf\u00e4llen reduzieren, vor allem schwierig zu verarbeitende, z. B. Kunststoff. <\/span><span lang=\"de-DE\">Dies bedeutet, dass man nicht bei jedem Einkauf neue Plastikt\u00fcten mitnehmen soll und nicht jedes Produkt in die Folie einpacken muss, Einschr\u00e4nkung den Einkauf von Wasser und Getr\u00e4nken in Plastikflaschen, den Kauf auf freien M\u00e4rkten oder in L\u00e4den, die keine Fertigprodukte anbieten. Allgemein soll man den Konsum, die Eink\u00e4ufe reduzieren, und wenn m\u00f6glich, sich auf die Produkte aus dem eigenen Garten verlassen. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Eine gute Initiative ist die Sozial Unterst\u00fctzte Landwirtschaft (pol. Rolnictwo Wspierane Spo<\/span><span lang=\"de-DE\">\u0142<\/span><span lang=\"de-DE\">eczno<\/span><span lang=\"de-DE\">\u015b<\/span><span lang=\"de-DE\">ciowo). Sie besteht darin, Gruppen zu organisieren, die gr\u00f6\u00dfere Mengen von Produkten bei lokalen Landwirten bestellen. Dadurch umgehen beide Seiten die Zwischenh\u00e4ndler, der Bauer hat eine bessere Umsatzgarantie und ein besseres Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Bed\u00fcrfnisse der Kunden, und der Verbraucher wei\u00df, wof\u00fcr er\/sie bezahlt. <\/span><span lang=\"de-DE\">Nach diesem Prinzip sind Lebensmittelgenossenschaften in mehreren St\u00e4dten in Polen t\u00e4tig. Es gibt jedoch immer noch zu wenige und sie sind oft kurzlebig. Trotzdem ist es ein Schritt in die richtige Richtung. <\/span><span lang=\"de-DE\">Es w\u00e4re gro\u00dfartig, wenn sich mehr Menschen unseren Demos und Streikposten anschlie\u00dfen w\u00fcrden. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><strong><span lang=\"de-DE\">GWR: Wie sah die Mobilisierung f\u00fcr den \u201eMarsch f\u00fcr das Klima\u201c in Kattowitz aus?<\/span><\/strong><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Ludwika: Schlecht. Es h\u00e4tte besser sein k\u00f6nnen, wenn es um die Teilnahme ging. Selbst wenn man in Betracht zieht, dass einige Gruppen noch vor Erscheinen vor Ort von der Polizei angehalten wurden. Ich kann die Gr\u00fcnde nicht erkl\u00e4ren. Vielleicht gibt es noch zu wenige von uns \u2013 die am Klima interessiert sind. Wir m\u00fcssen Bewusstsein entwickeln. Sicher gab es mehrere von uns als die offiziellen Medien zugeben (das Normalste bei solchen Demos), aber weniger Menschen wurden mobilisiert als im Fall des Hambacher Forsts. Wir haben Fehler gemacht, zum Beispiel, dass der radikalste und antikapitalistische Teil am Ende des Marsches lief, was uns zu einer leichten Beute f\u00fcr die Polizei machte. Wichtig jedoch war die Solidarit\u00e4t des gesamten Marsches mit mehreren Personen, die willk\u00fcrlich aus der Menge herausgezogen und von der Polizei festgenommen wurden. Eine friedliche, aber entschlossene Reaktion auf die Provokation der Polizei haben wir gut hingekriegt. (siehe GWR 437)<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Es ist schwer zu sagen, wie es in anderen Teilen des Marsches war, aber der antikapitalistische Block bestand gr\u00f6\u00dftenteils aus Anarchist*innen und radikalen \u00d6kolog*innen, Diese Kreise \u00fcberschneiden sich. Ich bin mir nicht sicher, wie viele gew\u00f6hnliche B\u00fcrger*innen sich dem Marsch angeschlossen haben. <\/span><span lang=\"de-DE\">Einige winkten uns aus den Fenstern der H\u00e4user zu, einige schlossen sich uns auf der Stra\u00dfe an. Wie viele verdeckte Ermittler dabei waren, kann ich nicht absch\u00e4tzen.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><strong><span lang=\"de-DE\">GWR: Machen solche Aktionen deiner Meinung nach Sinn? Werden sie bemerkt?<\/span><\/strong><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Ludwika: Ja, obwohl es besser funktionieren w\u00fcrde, wenn wir mehr w\u00e4ren. Trotzdem wurde \u00fcber den Marsch und die Provokation der Polizei in den Mainstream-Medien berichtet. Wir wurden bemerkt. Gro\u00dfe Portale wie gazeta.pl haben sich freundlich \u00fcber uns ge\u00e4u\u00dfert. Konsterniert waren die Atomkraft-Anh\u00e4nger*innen, die von den Organisator*innen des \u201eMarsches f\u00fcr das Klima\u201c mit ihrem Banner hinauskomplimentiert wurden. Auf den Stra\u00dfen von Kattowitz haben wir Neugier geweckt. Viele, die von der PiS-Regierung entt\u00e4uscht sind, schauten freundlicher als noch vor einigen Jahren auf von der Polizei umringte Demonstranten. Im Marsch liefen auch die Vertreter*innen der Oppositionsparteien (nat\u00fcrlich incognito) und polnische B\u00fcrger*innen, dank dessen, dass es andere Kan\u00e4le gab, um die Angelegenheit bekannt zu machen. <\/span><span lang=\"de-DE\">Auch soziale Medien helfen, unsere Sichtweise zu ver\u00f6ffentlichen. Das hat beim \u201eMarsch f\u00fcr das Klima\u201c in Kattowitz und bei den Beschreibungen der Solidarit\u00e4tsaktionen gut funktioniert.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><strong><span lang=\"de-DE\">GWR: Kann ein Treffen wie COP24 etwas Positives bringen?<\/span><\/strong><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Ludwika: Ich habe keine besonderen Illusionen. Solche Treffen dienen vor allem dazu, dass Diplomat*innen und Lobbyist*innen ihre St\u00fccke vom Kuchen bekommen. Auf der anderen Seite ruft das Treffen eine gesellschaftliche Diskussion und die Reaktion \u00f6kologischer, globalisierungskritischer und anarchistischer Kreise hervor. <\/span><span lang=\"de-DE\">Das ist wichtig. Die Tagung von Menschen aus verschiedenen L\u00e4ndern f\u00fcr eine solche Veranstaltung ist eine Gelegenheit, um Ideen und Erfahrungen auszutauschen. Nach dem Marsch fand in Kattowitz ein Aktivist*innentreffen statt. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><strong><span lang=\"de-DE\">GWR: Wie bewertest du das Treffen? Ist das Problembewusstsein der Organisator*innen allein ausreichend?<\/span><\/strong><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Ludwika: Nein, das Problembewusstsein reicht nicht aus, wenn keine vern\u00fcnftigen Ma\u00dfnahmen ergriffen werden. Die Politiker*innen sind immer noch von Unternehmen abh\u00e4ngig und verstehen das eigentliche Gewicht des Problems nicht. Sie wollen es nicht verstehen. Wahre Einsicht w\u00fcrde f\u00fcr sie die Vereinbarung bedeuten, das System vollst\u00e4ndig zu ver\u00e4ndern, und zwar die Notwendigkeit einer sofortigen Abkehr vom Kapitalismus. Als Anarchistin z\u00e4hle ich nicht darauf, dass Politiker*innen unsere Probleme l\u00f6sen. Wir sollten sie dazu bringen uns weniger zu st\u00f6ren, uns nicht zu Terroristen zu machen, das Gesetz nicht gegen \u00f6kologische Aktionen zu versch\u00e4rfen, \u00f6kologische Probleme nicht unter den Teppich zu kehren, die wir an die \u00d6ffentlichkeit bringen, Menschen mit falschen Informationen nicht verwirren, die Organisationen nicht von innen brechen. Was im Hambacher Forst passierte, im vermeintlich klimafreundlichen und demokratischen Deutschland, zeigte, dass der Umweltschutz und der Kampf gegen den Klimawandel noch weitgehend leere Versprechungen aus den M\u00fcndern der Politiker*innen sind.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><strong><span lang=\"de-DE\">GWR: Wie sollen die weiteren Aktionen von Aktivist*innen in Polen zur Verteidigung des Klimas aussehen?<\/span><\/strong><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Ludwika: Ich denke, wir sollten lauter, in den Medien und auf der Stra\u00dfe pr\u00e4senter und andererseits vorsichtiger sein. Viele \u00f6kologische und anarchistische Organisationen sch\u00e4tzen die M\u00f6glichkeit der Infiltration und Provokation durch verschiedene Dienste gering, die die Bewegung zerst\u00f6ren und die Wirksamkeit von Aktionen schw\u00e4chen. <\/span><span lang=\"de-DE\">Ich werde deshalb vielleicht nicht alle Ideen f\u00fcr bestimmte Aktivit\u00e4ten teilen. Treffen wir uns im Rahmen lokaler Umweltorganisationen, tauschen wir Informationen und Erfahrungen mit Organisationen aus der ganzen Welt aus, f\u00fchren wir Schulungen durch und organisieren wir gemeinsame Aktionen, haben wir keine Angst bei Demos zu erscheinen, aber prahlen wir nicht mit unseren Pl\u00e4nen, wenn dies nicht notwendig ist.<\/span><\/p>\n<p align=\"right\"><strong><span lang=\"de-DE\">Interview: A. S.<\/span><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Graswurzelrevolution (GWR): Du bist eine Anarchistin, die sich seit Jahren f\u00fcr die Verteidigung von Natur und Klima einsetzt. Warum sind dir diese Probleme so wichtig? Ludwika Wykurz: Bevor ich mit \u00d6kologie angefangen habe, hatte ich Interesse am fairen Handel und der Globalisierungskritik, also an sozialen Themen, entwickelt. Die Natur habe ich immer geliebt. 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