{"id":2004,"date":"1998-06-01T00:00:56","date_gmt":"1998-05-31T22:00:56","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/?p=2004"},"modified":"2022-07-26T13:56:59","modified_gmt":"2022-07-26T11:56:59","slug":"alltaglicher-institutioneller-rassismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/1998\/06\/alltaglicher-institutioneller-rassismus\/","title":{"rendered":"Allt\u00e4glicher institutioneller Rassismus"},"content":{"rendered":"<p>Ich bin Kameruner, bin am 17. M\u00e4rz 1970 in Jaunde geboren und lebe seit 1993 in Deutschland, zun\u00e4chst in Frankfurt\/M. Ich wohne jetzt in Offenbach. Ich bin zum Zweitstudium im Fach griechische Philosophie an der Universit\u00e4t Frankfurt\/M. eingeschrieben. Im Februar dieses Jahres erlangte ich in den F\u00e4chern Germanistik und Theaterwissenschaft den Grad eines Doktor phil. Ich bin au\u00dferdem Schrifsteller und habe einen Gedichtband, einen Roman und zahlreiche Artikel ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<h3>Eine ganz normale Kontrolle<\/h3>\n<p>Am 21. April 1998 habe ich um 12 Uhr von Offenbach Hauptbahnhof den Regionalexpress bis zur Station Frankfurt S\u00fcdbahnhof genommen. Um 12.10 Uhr habe ich dann eine der Linien U 1,2 oder 3 (ich wei\u00df nicht mehr genau, welche) von Frankfurt S\u00fcd bis zur Hauptwache genommen.<\/p>\n<p>Ich wurde zwischen den Stationen Frankfurt S\u00fcd und Schweizerplatz um 12.11 Uhr (so steht es auf dem Strafzettel) kontrolliert. Ich hatte mein Semester-Ticket dabei, das auch als Studienausweis f\u00fcr alle StudentInnen der Universit\u00e4t Frankfurt gilt. Der Kontrolleur (er hat sich geweigert, mir seinen Namen zu geben und hat mir nur seine Personalnummer gegeben: die ist 569) verlangte aber dazu noch nach meinem Personalausweis, denn auf dem Studentenausweis steht: &#8222;dieser Ausweis gilt nur in Verbindung mit dem Personalausweis.&#8220; Ich sagte ihm zur Erkl\u00e4rung, da\u00df ich meinen Personalausweis vergessen hatte und f\u00fcgte hinzu, da\u00df das Semester- Ticket auch als Studienausweis gilt. Hier sei angemerkt, da\u00df all dies auf der Bescheinigung fett gedruckt steht, und da\u00df die Studienausweise mit Pa\u00dfbild mit der Einf\u00fchrung des Semester-Tickets an der Universit\u00e4t Frankfurt\/M. abgeschafft wurden und durch die Bescheinigung &#8222;Studienausweis\/Semester-Ticket&#8220; ersetzt wurden. Ich bin immer mit dieser Bescheinigung gefahren und habe nie Probleme bei der Kontrolle gehabt. Als ich sagte, da\u00df das Semester-Ticket auch als Studentenausweis gilt, sagte mir der Kontrolleur in einem wirklich beleidigenden Ton: &#8222;Sie sind doch Student und sagen, sie k\u00f6nnen lesen. Gucken Sie doch, was da steht!&#8220;, und verlangte meinen Personalausweis, mit der Drohung, er k\u00f6nnte die Polizei einschalten.<\/p>\n<p>Ich bin immer davon ausgegangen, da\u00df man als Nicht-Krimineller vor der Polizei keine Angst haben mu\u00df, und habe mich von dieser Aussage nicht beeindrucken lassen, zumal ich nichts B\u00f6ses getan hatte: ist es b\u00f6se seinen Ausweis zu vergessen, wenn man in Eile etwas erledigen mu\u00df? Ich war au\u00dferdem bereit die Strafe zu zahlen, die man f\u00fcr einen vergessenen Fahrschein immer zahlen soll: 10 Mark. Wir sind auf der Hauptwache ausgestiegen, wo er und einer seiner Kollegen mich zur Kontrollstelle gef\u00fchrt haben. Der Kontrolleur hatte mein Semester-Ticket in seine Tasche gesteckt und gesagt, ich w\u00fcrde es nur bei den Stadtwerken Frankfurt zur\u00fcckbekommen, wenn ich meinen Personalausweis zeige. Und dabei hatte er noch keinen Strafzettel ausgestellt. Zwischendurch hat sich ein anderer (deutscher) Student eingeschaltet und gesagt, da\u00df der gleiche Kontrolleur bei ihm auch nur die Bescheinigung &#8222;Studienausweis\/Semester-Ticket&#8220; (die ich hatte) gesehen hatte, und als g\u00fcltigen Fahrschein anerkannt hatte.<\/p>\n<p>Ich wurde zur Kontrollstelle gef\u00fchrt, von wo aus der Kontrolleur mit der Personalnummer 569 die Polizei angerufen hat. Zwischendurch haben er und sein Kollege immer wieder beleidigende Worte gesagt: &#8222;Sie wollen uns f\u00fcr dumm verkaufen!&#8220;, &#8222;Sie halten uns doch nicht f\u00fcr bl\u00f6d!&#8220; Weitere (f\u00fcnf) Kontrolleure sind in den Raum gekommen und haben angefangen zu rauchen. Da ich kein Raucher bin, habe ich gefragt, ob ich in den danebenliegenden Raum gehen k\u00f6nnte, rechts von dem Raum, in dem wir waren. Der Kontrolleur mit der Personalnummer 569 hat gesagt, ich darf mich nicht von der Stelle r\u00fchren, worauf ich gesagt habe: &#8222;Ich habe nur meinen Personalausweis vergessen. Ich sitze doch nicht im Gef\u00e4ngnis!&#8220; Ein rauchender Kollege mit der Personalnummer 578, der die ganze Zeit etwas aus dem Telefonbuch rausgeschrieben hatte, hat mich angeschrieen, w\u00e4hrend er aufstand: &#8222;Das was Sie Gef\u00e4ngnis nennen, k\u00f6nnen Sie mich am Arsch!&#8220;<\/p>\n<p>Ein Kontrolleur, der auch mittlerweile in den Raum gekommen war, hat mir nach langer Zeit doch erlaubt, zum anderen, leeren Nichtraucherraum zu gehen. Ich habe insgesamt eine Stunde lang in diesem kleinen Raum gewartet. Da ich gelangweilt war, bin ich aufgestanden und auf und ab gelaufen. Dabei habe ich an der Wand einen Vermerk bez\u00fcglich des Semester-Tickets gesehen. Bevor ich ihn aber lesen konnte, ist der Kontrolleur mit der Dienstnummer 569 gekommen. Er hat gesagt, da\u00df ich nicht herumlaufen darf und hat verlangt, ich solle zum Raucherraum zur\u00fcckkommen. Dies sagend hat er mich geschubst, worauf ich ihm gesagt habe, da\u00df er mich doch nicht ber\u00fchren darf. Seine Begr\u00fcndung war au\u00dferdem: ich darf nichts lesen, was auf der Wand steht, denn es sei innerbetrieblich. Im Raucherraum angekommen hat mich der Kontrolleur mit der Personalnummer 578 mit den Worten ausgeschimpft: &#8222;du glaubst du bist etwas, und dabei bist du nichts! Du bist nichts!&#8220; Und dies, ohne da\u00df ich etwas gesagt h\u00e4tte. In dem Raucherraum, wo ich schon vorher war, habe ich dann die restliche Zeit gewartet, d.h. zwei Stunden lang: bis ungef\u00e4hr 14.30 Uhr. Der Kontrolleur, der selber unruhig wurde, hat die Polizei w\u00e4hrend dieser Zeit dreimal angerufen und hat mir immer gesagt, da\u00df sie unterwegs war. Der Kontrolleur hat mir auch gesagt, da\u00df wir den Raum nicht verlassen d\u00fcrften, da er sonst seinen Kontrollbereich verlassen w\u00fcrde. Ich habe gefragt, ob ich anrufen k\u00f6nnte, um einen Freund zu informieren, worauf er gesagt hat, da\u00df ich es in dem Raum, wo wir waren, nicht tun d\u00fcrfte. Da ich den Raum auch nicht verlassen durfte, war klar, da\u00df ich gar nicht telefonieren durfte.<\/p>\n<p>Nach ungef\u00e4hr drei Stunden Wartezeit sind zwei uniformierte PolizistInnen gekommen, eine Frau und ein Mann mit den Namen Schimmer und Seifert (die Namen haben sie mir sp\u00e4ter gegeben) vom 1. Polizeirevier. Ohne mich zu gr\u00fc\u00dfen, und nachdem er sich mit dem Kontrolleur unterhalten hatte (ich habe das Gespr\u00e4ch nicht geh\u00f6rt), hat der Polizist nach meinem Personalausweis gefragt. Ich habe gesagt, ich dachte, da\u00df das Problem schon zwischen dem Kontrolleur und ihm er\u00f6rtert wurde, n\u00e4mlich da\u00df ich meinen Ausweis zu Hause vergessen hatte. Darauf hat er meinen Studienausweis\/Semester-Ticket vom Kontrolleur genommen, hat ihn sich angeschaut und gefragt, ob der Kontrolleur mich schon durchsucht hatte, um sicherzustellen, da\u00df ich &#8222;wirklich keinen Personalausweis dabei habe.&#8220; Der Kontrolleur hat gesagt, da\u00df er dies doch nicht tun darf. Daraufhin hat die Polizistin meine Jacke, die auf dem Tisch lag, durchsucht und alle Papiere aus meinem Geldbeutel auf den Tisch geworfen. Mein Geldbeutel beinhaltete nicht nur meine Krankenversicherungskarte, sondern auch meine Bankkarten, meinen Leseausweis von der Stadt- und Universit\u00e4tsbibliothek Frankfurt\/M., meinen Leseausweis von der Deutschen Bibliothek, eine Kopie einer Auslandsanweisung, die ich gemacht hatte, \u00dcberweisungsauftr\u00e4ge an die Deutsche Bank f\u00fcr meine Monatsmiete und einen \u00dcberweisungsauftrag f\u00fcr die Universit\u00e4tskasse. Auf all diesen Papieren stand mein Name drauf. Trotzdem hat er nochmals nach meinem Namen gefragt und nach meiner Adresse, die ich ihm gegeben habe. Daraufhin hat der Kontrolleur mit der Dienstnummer 569 gesagt, ich h\u00e4tte ihm falsche Angaben gegeben. Er hat gesagt, ich h\u00e4tte ihm eine falsche Hausnummer angegeben, was nicht stimmt. Ich kenne schlie\u00dflich meine Adresse. Die Polizistin hat daraufhin meine Schl\u00fcssel in ihre Tasche gesteckt. Ich habe sie darauf aufmerksam gemacht, da\u00df die Schl\u00fcssel doch mir geh\u00f6ren und sie hat sie wieder auf den Tisch gelegt. Der Polizist hat mir w\u00e4hrenddessen immer wieder merkw\u00fcrdige Fragen gestellt: er hat gefragt, was mein Name ist, was ich in Deutschland mache, wann ich geboren bin, was die Adresse von der Universit\u00e4t ist (obwohl er meinen Studienausweis der Universit\u00e4t Frankfurt\/M. in seinen H\u00e4nden hatte), ob ich schon in Frankreich studiert habe. Ich habe ihn darauf hingewiesen, da\u00df all diese Daten auf meinem Studienausweis\/Semester-Ticket, den er in seinen H\u00e4nden hatte, gedruckt stehen, und er hat gesagt, er m\u00f6chte meine Personalien sicherstellen.<\/p>\n<h3>Eine krimineller Akt der Entw\u00fcrdigung<\/h3>\n<p>Dann hat er verlangt, da\u00df ich mich an die Wand stelle, mit dem R\u00fccken zu ihm, was ich auch gemacht habe. Er (der Polizist) hat meine Taschen geleert und mich am ganzen K\u00f6rper abgetastet, als w\u00e4re ich ein Krimineller: mehrmals an den Beinen, mehrmals an den Handgelenken, sogar am Handr\u00fccken, mehrmals an den Achselh\u00f6hlen, und auch mehrmals im Genitalbereich. Ich habe ihn daraufhin gefragt, ob es immer noch der Personalausweis sei, wonach er an meinen ganzen K\u00f6rper suche. Darauf hat er nicht geantwortet, sondern gel\u00e4chelt. Seine Kollegin hat gesagt, da\u00df sie nicht diskutieren m\u00f6chten und der Polizist hat mir seinen Namen und den Namen seiner Kollegin aufgeschrieben mit der Bemerkung: &#8222;wenn Sie sich beschweren wollen, hier ist unsere Adresse!&#8220; Ich habe gefragt, ob ich auch die Namen der beiden Kontrolleure, die dabei waren, haben k\u00f6nnte, und er hat gesagt, da\u00df er sie nicht dazu zwingen k\u00f6nne, worauf diese mir nur ihre Personalnummern gegeben haben. Der Polizist hat mir dazu gesagt, da\u00df er die Namen von diesen Kontrolleuren notieren w\u00fcrde, und da\u00df ich sie bei ihm jederzeit erfahren k\u00f6nnte, wenn ich mich beschweren wollte. Danach hat er die Polizeistation angerufen, um nach der Richtigkeit meines Namens zu fragen, und um zu sehen &#8211; wie er sagte -, ob ich &#8222;wirklich in Offenbach gemeldet bin.&#8220; Die Polizistin hat dann gesagt, ich solle meine Jacke anziehen und hat meine Schl\u00fcssel eingesteckt. Ich habe gefragt, ob ich jemanden anrufen k\u00f6nnte und der Polizist hat gesagt, ich d\u00fcrfte dies nicht tun. Dann hat er gesagt, ich solle meine H\u00e4nde hinter meinen R\u00fccken bringen und hat mir Handschellen angelegt. Ich habe ihn gefragt, warum er mich so erniedrigen mu\u00df, woher er das Recht nimmt, mich so zu entw\u00fcrdigen, worauf er antwortete, da\u00df er seine Arbeit mache. Ich habe daraufhin geantwortet, da\u00df ich doch ein Student und kein Krimineller bin, und er hat gefragt, ob ich ihn denn nie verstehen w\u00fcrde. Wenn ich denke, da\u00df sogar Vergewaltiger und Serienkiller ihr Gesicht in diesem Land vor der \u00d6ffentlichkeit verstecken d\u00fcrfen, dann ist meine \u00f6ffentliche Vorf\u00fchrung durch Frankfurt mehr als ein rassistischer Akt, es ist ein krimineller Akt der deutschen Polizei an einem Menschen. Beide PolizistInnen haben mich n\u00e4mlich von der Kontrollstelle auf der D-Ebene der Hauptwache (wo die Linien U1-3 fahren) \u00fcber die U-Bahnstation der U6- 7 und am Kaufhof vorbei auf die Zeil gef\u00fchrt, wo ihr Polizeiwagen stand. Ich bin diesen ganzen Weg mit Handschellen gegangen, und Leute haben mich angestarrt, manchmal nickend und grinsend, als w\u00e4re ich ein vulg\u00e4rer Verbrecher.<\/p>\n<p>Auf dem Weg von Frankfurt\/M. nach Offenbach haben die beiden PolizistInnen angefangen zu rauchen. Ich habe sie darauf aufmerksam gemacht, da\u00df ich kein Raucher bin, worauf die Polizistin erst dann sagte, mich jetzt duzend: &#8222;Hoffentlich st\u00f6ren wir dich nicht. Entschuldigung.&#8220; Dann haben sie zusammen gelacht. Ich habe gefragt, warum sie mir das Ganze antun, warum sie unbedingt darauf bestehen, mich zu erniedrigen. Sie haben nicht geantwortet. Ich habe au\u00dferdem gesagt, da\u00df mir die Handschellen weh tun. Ich habe \u00fcbrigens noch nie Handschellen getragen. Der Polizist hat nur gefragt, ob ich denn nicht verstehen kann, da\u00df er seine Arbeit macht. Er hat bemerkt, da\u00df das Wetter zu sch\u00f6n ist, um solche Arbeiten zu erledigen. Daraufhin habe ich gefragt, ob dieses Ganze doch vielleicht etwas mit meiner Hautfarbe zu tun h\u00e4tte. Beide haben laut gelacht und die Polizistin hat gesagt: &#8222;Aha, dies habe ich doch l\u00e4ngst erwartet!&#8220; Dabei hatte ich mich gefragt: h\u00e4tten die beiden PolizistInnen Seifert und Schimmer einen deutschen Studenten, der die U-Bahn mit Semester-Ticket f\u00e4hrt und seinen Personalausweis zu Hause vergessen hat, genauso wie mich \u00f6ffentlich entw\u00fcrdigt und mit Handschellen nach Hause eskortiert? In Offenbach angekommen haben die PolizistInnen ihren Wagen weit weg von meinem Haus geparkt und mich, immer noch in Handschellen, den langen B\u00fcrgersteig entlang bis zu meiner Haust\u00fcr gef\u00fchrt. Die Polizistin hat versucht die Haust\u00fcr zu \u00f6ffnen. Erst dann hat mich der Polizist von den Handschellen befreit. In meiner Wohnung angekommen habe ich alles gemacht, um meine Nerven nicht zu verlieren: ich habe ihnen sogar angeboten Platz zu nehmen, was der Polizist gemacht hat. Die Polizistin hat gesagt, sie m\u00f6chte lieber stehen. Ich habe meinen Pa\u00df hervorgeholt. Der Polizist hat ihn und meine Aufenthaltsbescheinigung genau und lange kontrolliert. Dann hat er gesagt, ich h\u00e4tte ihm auf der Hauptwache einen falschen Namen angegeben. Ich war entsetzt, zumal der Kontrolleur ihm den Studienausweis\/Semester-Ticket gegeben hatte, worauf auch mein Name stand, und zumal er selber meinen Namen von diesen Papieren abgeschrieben hatte. Daraufhin habe ich ihm noch einmal meinen Studienausweis\/Semester- Ticket gegeben.<\/p>\n<p>Ich habe gefragt, ob ich einen Anruf machen d\u00fcrfte, und er hat zugestimmt. Ich habe also meinen Freund angerufen und konnte aber kein Wort formulieren, um ihm den Vorfall zu erz\u00e4hlen. Tr\u00e4nen kamen mir in die Augen und ich bin in die K\u00fcche gegangen. Die Polizistin hat mir nachgerufen, ich solle mich nicht bewegen. Ich konnte ihr aber nicht mehr gehorchen. Beide sind mir in die K\u00fcche gefolgt. Ich sa\u00df am kleinen Tisch an dem Fenster zum Garten. Ich wollte mich bewegen, um etwas Wasser zu trinken und mich ein bi\u00dfchen zu beruhigen. Die Polizistin hat mir den Weg versperrt und gesagt, ich d\u00fcrfte es nicht tun. Daraufhin habe ich gesagt, da\u00df es doch mein Haus ist, und da\u00df ich hier trinke, wann ich will. Der Polizist hat es eingesehen und seiner Kollegin gesagt, da\u00df ich es tun kann. Was ich auch getan habe. Dann hat mir der Polizist gesagt, da\u00df ich ihm meine polizeiliche Anmeldung zeigen sollte. Ich habe sie aus meinen Unterlagen herausgesucht und vorgezeigt. Der Polizist hat sie kontrolliert, w\u00e4hrend seine Kollegin von meinem Haustelefon aus mehrere Anrufe machte (ich wei\u00df nicht, wen und wohin sie auf meine Kosten anrief). Sie hat dann gesagt, es w\u00e4re alles o.k. Ich habe mich im Selbstgespr\u00e4ch gefragt, was f\u00fcr ein Land es ist, wo solche Sachen passieren und der Polizist hat gesagt: &#8222;es gibt schlimmere L\u00e4nder!&#8220; Beide haben dann mein Haus verlassen. Es war 15 Uhr 40.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich bin Kameruner, bin am 17. M\u00e4rz 1970 in Jaunde geboren und lebe seit 1993 in Deutschland, zun\u00e4chst in Frankfurt\/M. Ich wohne jetzt in Offenbach. Ich bin zum Zweitstudium im Fach griechische Philosophie an der Universit\u00e4t Frankfurt\/M. eingeschrieben. Im Februar dieses Jahres erlangte ich in den F\u00e4chern Germanistik und Theaterwissenschaft den Grad eines Doktor phil. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/1998\/06\/alltaglicher-institutioneller-rassismus\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"slim_seo":{"title":"Allt\u00e4glicher institutioneller Rassismus - graswurzelrevolution","description":"Ich bin Kameruner, bin am 17. M\u00e4rz 1970 in Jaunde geboren und lebe seit 1993 in Deutschland, zun\u00e4chst in Frankfurt\/M. Ich wohne jetzt in Offenbach. Ich bin zum"},"footnotes":""},"categories":[19,1033],"tags":[],"class_list":["post-2004","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-230-sommer-1998","category-so-viele-farben"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2004","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2004"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2004\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2004"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2004"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2004"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}