{"id":20280,"date":"2019-06-07T13:32:29","date_gmt":"2019-06-07T11:32:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/?p=20280"},"modified":"2019-06-27T12:35:41","modified_gmt":"2019-06-27T10:35:41","slug":"rechte-reden-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2019\/06\/rechte-reden-nicht\/","title":{"rendered":"Rechte reden nicht"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_20437\" aria-describedby=\"caption-attachment-20437\" style=\"width: 467px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/2019_05_Demo_Regierungssturz_HaHa_2.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-20437\" src=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/2019_05_Demo_Regierungssturz_HaHa_2-1024x768.jpeg\" alt=\"\" width=\"467\" height=\"350\" srcset=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/2019_05_Demo_Regierungssturz_HaHa_2-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/2019_05_Demo_Regierungssturz_HaHa_2-300x225.jpeg 300w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/2019_05_Demo_Regierungssturz_HaHa_2-600x450.jpeg 600w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/2019_05_Demo_Regierungssturz_HaHa_2-768x576.jpeg 768w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/2019_05_Demo_Regierungssturz_HaHa_2.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 467px) 100vw, 467px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-20437\" class=\"wp-caption-text\">Demonstration gegen die extrem rechte Regierung von \u00d6VP und FP\u00d6 in \u00d6sterreich. Wien, Mai 2019 &#8211; Foto: Jens Kastner<\/figcaption><\/figure>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Die Differenzierung \u2018Rechte\u2019 und \u2018Linke\u2019 geht auf die Sitzordnung von 1814 im nachrevolution\u00e4ren Frankreich im Abgeordnetenhaus zur\u00fcck. Zur Rechten des Pr\u00e4sidenten des Abgeordnetenhauses sa\u00df der Adel, der die vordemokratisch-monarchistischen Verh\u00e4ltnisse wieder herstellen wollte, w\u00e4hrend links der b\u00fcrgerliche \u2018Dritte Stand\u2019 mit seinen demokratisch-sozialen Fortschrittsambitionen (Freiheit, Gleichheit, Br\u00fcderlichkeit) sa\u00df. <\/span><span lang=\"de-DE\">Unter \u2018Rechte\u2019 verstehe ich hier entsprechend Vertreter*innen von Parteien\/Organisationen, die autorit\u00e4re Gesellschaftsverh\u00e4ltnisse wiederherstellen und den demokratisch-sozialen Fortschritt stoppen wollen.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Zum Begriff \u2018reden\u2019: Es gibt verschiedene Formen des Redens. Das pers\u00f6nlich-intime \u201eLass uns mal reden\u201c-Reden unterscheidet sich vom logisch-argumentativen Reden eines philosophischen Seminars oder vom Halten einer Tischrede. Ich beziehe mich auf das \u2018reden\u2019 in der Frage \u201eSollen wir mit Rechten reden?\u201c. Dieses \u201ereden\u201c meint die kritische Auseinandersetzung in Form des politisches Argumentierens. <\/span><span lang=\"de-DE\">Vielleicht deutet sich mit diesen Definitionen bereits an, was ich unter der provokant erscheinenden These verstehe, dass Rechte nicht reden. Gemeint ist, dass die autorit\u00e4re Rechte zu einer kritischen Auseinandersetzung gar nicht bereit ist und dass dies von ihren Anh\u00e4nger*innen und W\u00e4hler*innen auch gar nicht erwartet wird. <\/span><span lang=\"de-DE\">Ich m\u00f6chte zun\u00e4chst ein aktuelles Beispiel anf\u00fchren und werde dann auf Fragen der Kollektivsymbolik eingehen.<\/span><\/p>\n<h5 align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Das Ph\u00e4nomen Strache<\/span><\/h5>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">W\u00e4hrend ich diesen Artikel schreibe, ist die Regierung in \u00d6sterreich aufgel\u00f6st worden. \u00dcber die \u00d6VP-FP\u00d6-Koalition ist auch der Bundeskanzler Kurz gest\u00fcrzt. Hintergrund war der \u201eIbiza-Skandal\u201c, das \u00f6ffentlich gewordene Gespr\u00e4ch der FP\u00d6-Funktion\u00e4re Gudenus und Strache. Strache war die zentrale Figur der FP\u00d6. Ganz offen wurde \u00fcber illegale Spenden, Einfluss f\u00fcr russische Oligarchen, Vereinnahmung und \u00dcbernahme einer Mainstream-Zeitung und Austausch unliebsamer Journalist*innen, Lancierung von kompromittierendem Material \u00fcber \u00f6sterreichische Politiker*innen in ausl\u00e4ndische Zeitungen usw. gesprochen. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Gudenus trat nach Bekanntwerden des Videos sofort zur\u00fcck und verlie\u00df die FP\u00d6, Strache wurde als Vizekanzler und Bundesminister entlassen, die \u00d6VP beendete die Koalition mit der FP\u00d6. Da die FP\u00d6 mit Strache als die Partei gegen Parteienfilz und Korruption angetreten ist, h\u00e4tte die FP\u00d6 bei den nur eine Woche sp\u00e4ter erfolgenden Europawahlen massiv verlieren m\u00fcssen. Tats\u00e4chlich verlor die FP\u00d6 nur zwei Prozentpunkte gegen\u00fcber den letzten Wahlen, Strache gewann sein Mandat, gleichzeitig gewann der Koalitionspartner \u00d6VP \u00fcber sieben Prozentpunkte hinzu. <\/span><span lang=\"de-DE\">Bei einigen Bekannten von mir, die in \u00d6sterreich leben, l\u00f6ste dieses unbeirrte Weiterw\u00e4hlen der FP\u00d6 und der Stimmenanstieg des Koalitionspartners \u00d6VP Entsetzen aus. Es wurde in den Sozialen Netzwerken von der \u201egrenzenlosen Bl\u00f6dheit\u201c der FP\u00d6-W\u00e4hler*innen gesprochen. \u00dcbersetzen wir \u201egrenzenlose Bl\u00f6dheit\u201c mit Unempf\u00e4nglichkeit gegen\u00fcber Kritik, n\u00e4hern wir uns wieder der These des Artikels: Kritisches Argumentieren ist in der autorit\u00e4ren Rechten bedeutungslos. Warum?<\/span><\/p>\n<h5 align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Kollektivsymbolik, Metaphern und Sprache<\/span><\/h5>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Sprache ist in der Regel keine Verkettung logischer Aussages\u00e4tze. Wie George Lakoff in seinen B\u00fcchern immer wieder hervorhebt, besteht unsere Sprache vielmehr aus einer Verkettung von Metaphern, die unbewusst benutzt werden und \u00fcber eine \u201aEigenlogik\u2018, eine eigene Passf\u00f6rmigkeit verf\u00fcgen und \u00fcber den Kontext der Bilder angenehme oder unangenehme Gef\u00fchle hervorbringen. Deutlich wird dies an den bekannten Metaphern der Flut, des Krebsgeschw\u00fcrs, der Ratte, der Kakerlake \u2013 Bilder, mit denen Menschen oder Menschengruppen bezeichnet werden. W\u00e4hrend solche krassen Metaphern von kritischen Menschen bewusst reflektiert und vermieden werden, benutzen wir in fast jedem Satz Metaphern, die wir nicht reflektieren (z.B. \u201ereflektieren\u201c: Metapher des Spiegels). <\/span><span lang=\"de-DE\">Eine gute \u00dcbung w\u00e4re ein Spiel mit dem Ziel, am l\u00e4ngsten zu reden, ohne eine Metapher zu verwenden.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Neben den Metaphern pr\u00e4gt die Kollektivsymbolik als \u201esynchronisiertes System\u201c unsere Sprache. W\u00e4hrend wir uns heute die Gesellschaft in der Entwicklung entlang eines Zeitstrahls vorstellen, der von links nach rechts unaufhaltsam voranschreitet, weil die meisten Menschen Rechtsh\u00e4nder*innen sind und daher von links nach rechts geschrieben wird, spielte im Mittelalter das Fortschrittsdenken kaum eine Rolle. Das Mittelalter war kollektivsymbolisch gepr\u00e4gt von der Vertikalen mit Himmel und H\u00f6lle als antagonistische Kr\u00e4fte. Die politische Sprache galt im Mittelalter nicht der Anforderung, mit den besten Argumenten die Gesellschaft voran zu entwickeln, sondern klar zu machen, wer welchen Rang in der gesellschaftlichen Vertikalen einnimmt. Ebenso galt das Strafsystem nicht der Verbesserung bzw. Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung der Betroffenen, sondern der Verdeutlichung der Macht der Machthaber.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Da die kapitalistische \u00d6konomie der b\u00fcrgerlichen Gesellschaft aus dem Widerspruch der gesellschaftlichen Arbeit und der privaten Aneignung der Arbeitsprodukte besteht, haben wir noch eine Mischform der kollektivsymbolischen Spracharchitektur: Wir sprechen nicht einfach von Oben und Unten und auch nicht einfach von gesellschaftlichem Fortschritt, sondern von der H\u00f6herentwicklung. Und in dieser Kollektivsymbolik hat sowohl die Sprache der Macht als auch die Sprache des Fortschritts ihren Platz. Tats\u00e4chlich handelt es sich bei den Unterschieden von Machtsymbolik und Fortschrittssymbolik nicht um unterschiedliche Sprachen wie Englisch und Mandarin, sondern um unterschiedliche Funktionen von Sprachen: Dient die Sprache der Identifikation mit der Macht oder dient die Sprache der demokratischen Entwicklung?<\/span><\/p>\n<h5 align=\"left\"><span lang=\"de-DE\">Kollektivsymbolik und Gewalt<\/span><\/h5>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Die Gewaltf\u00f6rmigkeit der Gesellschaft pr\u00e4gt die Kollektivsymbolik aus der Perspektive der T\u00e4ter*innen. Traumatisierende Gewalt beeintr\u00e4chtigt die Symbolisierungsf\u00e4higkeit der Opfer. Und die T\u00e4ter*innen sind oftmals zudem in Machtpositionen. <\/span><span lang=\"de-DE\">Die verdr\u00e4ngte Gewalt wirkt weiter, generationen\u00fcbergreifend, vor allem wenn nicht nur Individuen, sondern gesellschaftliche Gruppen unter Gewalt leiden und derart nicht nur von einem individuellen, sondern von einem gesellschaftlichen Trauma gesprochen werden muss.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Selbst im Sozialstaat gilt die Machtsymbolik der Vertikalen: Die Angst vor dem Abstieg &#8211; wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen; wer sich nicht anpasst, wird krank vor einem Supermarkt erfrieren. Diese soziale Todesdrohung haben wir bei den Jugendlichen und Rentner*innen vor Augen, die schon lange keine Handschuhe mehr anziehen beim W\u00fchlen in M\u00fcllbeh\u00e4ltern nach Pfandgut. Wir k\u00f6nnten, wenn wir nicht immer funktionieren, auch in solche Lagen geraten. <\/span><span lang=\"de-DE\">Unsere Vorfahren erlebten Zeiten, die noch viel gewaltf\u00f6rmiger waren und die verdr\u00e4ngte Gewalt wirkt unbewusst weiter.<\/span><\/p>\n<h5 align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Koh\u00e4renzarbeit vs. Identifikation mit dem Aggressor<\/span><\/h5>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Wie gehen wir mit den Existenzbedrohungen und mit den verdr\u00e4ngten Gewalterfahrungen in den Familien um? <\/span><span lang=\"de-DE\">Wir k\u00f6nnen unsere Pers\u00f6nlichkeit als nicht-identisch verstehen, als widerspr\u00fcchlich, als Patchworkpers\u00f6nlichkeit, die in Anlehnung an \u2018schizophren\u2019 als \u2018mulitphrene\u2019 Identit\u00e4t bezeichnet wird. \u2018Gesund\u2019 w\u00e4re es, die F\u00e4higkeit zu entwickeln, die verschiedenen Ich-Zust\u00e4nde anzuerkennen und \u00fcber innere Diskussionen m\u00f6glichst koh\u00e4rent zu gestalten. Hierbei ist zugleich anzuerkennen, dass die inneren Widerspr\u00fcche oftmals die \u00e4u\u00dferen, gesellschaftlichen Widerspr\u00fcche spiegeln. Wenn ich als Arbeiter*innensohn nicht benachteiligt werden m\u00f6chte, kann ich nicht als Mann auf meine Privilegien gegen\u00fcber Nicht-M\u00e4nnern bestehen, das w\u00e4re nicht koh\u00e4rent. Dass ich als Arbeiter*innensohn benachteiligt werde, kann ich aber erst begreifen, wenn ich mich in den Benachteiligungen anderer Arbeiter*innenkinder erkennen kann. F\u00fcr meine innere Koh\u00e4renz ist die Erfahrung wichtig, dass nicht mein Verhalten und mein Empfinden, sondern eine gesellschaftliche Struktur falsch ist.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Verletzungen, \u00fcber die man nicht reden kann, f\u00fchren oftmals zu Inkoh\u00e4renzen. Die erfahrene Gewalt wirkt wie ein Introjekt im Opfer weiter, sie l\u00e4sst sich nicht aufl\u00f6sen, aber auch nicht mit dem Selbstbild vereinbaren, vor allem nicht, wenn dieses als \u2018unverletzlich\u2019 phantasiert wurde. In einem zweiten Schritt kann es bei verdr\u00e4ngter Gewalterfahrung dazu kommen, dass sich das Opfer dieser nicht einzuordnenden Gewalterfahrung unterordnet. Es identifiziert sich mit dem Gewaltt\u00e4ter oder besser mit den Posen des T\u00e4ters, was in der Traumaforschung als \u2018Identifikation mit dem Aggressor\u2019 bekannt wurde und in der Umgangssprache eher als \u2018Untertanenmentalit\u00e4t\u2019 kritisiert wird. Sie ist nicht auf eine Weiterentwicklung der Pers\u00f6nlichkeit ausgerichtet, sondern auf eine vertikale Identifikation mit der Macht. <\/span><\/p>\n<h5 align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Verbales Posing<\/span><\/h5>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Der inneren Diskussion als Methode zur Herstellung einer Koh\u00e4renz der Patchworkpers\u00f6nlichkeit entspricht die \u00e4u\u00dfere Diskussion als Aushandlung verschiedener Sichtweisen und Interessen in einem demokratischen Multiversum. Dieses ist auf st\u00e4ndigen Fortschritt ausgelegt und dies betrifft auch die Gestaltung der Sprache, die sich ebenfalls st\u00e4ndig kritisch reflektiert entwickelt im Ringen um die treffendsten Begriffe. Die Sprache ist wie die Gesellschaft auf Progression hin zur Gewaltfreiheit ausgelegt. <\/span><span lang=\"de-DE\">Wird das Ziel und die M\u00f6glichkeit einer gewaltfreien Gesellschaft verworfen, hat auch die Sprache eine andere Funktion. Die Sprache ist nicht mehr auf kritische Gesellschaftsver\u00e4nderung angelegt, sondern auf die Identifikation mit dem Aggressor. Interessant an der Sprache ist der Wiedererkennungswert, das Emblemische. Mit Emblemen wie Uniformen, Fahnen, Gesten und Ansteckern kann man seine Gruppenzugeh\u00f6rigkeit zum Ausdruck bringen \u2013 aber auch mit der Sprache. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Die Sprache der Rechten dient nicht zur kritischen Entwicklung einer gewaltfreien Gesellschaft, zum demokratischen Aufl\u00f6sen gesellschaftlicher Widerspr\u00fcche. Dass eine solche Gesellschaft \u00fcberhaupt m\u00f6glich ist, wird geleugnet. Daher hat die politische Sprache der Rechten einen anderen Zweck, sie dient der Freund-Feind-Scheidung, sie dient zur Identifikation. <\/span><span lang=\"de-DE\">Die Sprache der Rechten ist rein emblemisch, verbales Posen, sie soll nicht nach vorne bringen, sondern nach oben. <\/span><span lang=\"de-DE\">Wenn der AfD-Vorsitzende J\u00f6rg Meuthen vom \u201erot-gr\u00fcn-versifften 68er Deutschland\u201c spricht, dann benutzt er keine Sprache der Kritik, sondern stellt eine Diskurskoalition mit den Akteur*innen her, die ebenfalls das Versifftheits-Narrativ benutzen: \u201eRot-gr\u00fcn versifft\u201c ist ein Emblem. Im Diskursatlas Antifeminismus (Diskursatlas.de) konnten wir eine Reihe weiterer Embleme identifizieren, die in den \u00c4u\u00dferungen bekannter Antifeminist*innen miteinander verkettet ein selbstbez\u00fcgliches Netz bilden. <\/span><span lang=\"de-DE\">Auf Podien oder in Talkshows mit Rechten zu reden, um sie inhaltlich zu stellen, sie argumentativ in die Ecke zu dr\u00e4ngen, ist ein wenig aussichtsreiches Unterfangen, wenn deren W\u00e4hler*innen und Anh\u00e4nger*innen an Emblemen und Posen und nicht an Argumenten interessiert sind. <\/span><span lang=\"de-DE\">Es schadet vielmehr, da diesen rechten Emblemen und Posen eine B\u00fchne zur Identifikation geboten wird.<\/span><\/p>\n<p align=\"right\"><strong><span lang=\"de-DE\">Andreas Kemper<\/span><\/strong><\/p>\n<p align=\"left\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Differenzierung \u2018Rechte\u2019 und \u2018Linke\u2019 geht auf die Sitzordnung von 1814 im nachrevolution\u00e4ren Frankreich im Abgeordnetenhaus zur\u00fcck. 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