{"id":21266,"date":"2019-12-03T16:28:27","date_gmt":"2019-12-03T14:28:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/?p=21266"},"modified":"2019-12-12T17:42:35","modified_gmt":"2019-12-12T15:42:35","slug":"habibi-works","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2019\/12\/habibi-works\/","title":{"rendered":"Habibi.Works"},"content":{"rendered":"<h5><span lang=\"de-DE\">Das Fl\u00fcchtlingscamp Katsik\u00e1s<\/span><\/h5>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">F\u00e4hrt man von Io\u00e1nnina, der Hauptstadt von \u00c9pirus im Nordwesten Griechenlands, Richtung S\u00fcden durch die kleinen St\u00e4dte Anatol\u00ed und Katsik\u00e1s und dann weiter, so kann man rechts der Landstra\u00dfe eine Anordnung von \u00fcberwiegend grauen, alten Hangars sehen. Das ist das Fl\u00fcchtlingscamp Katsik\u00e1s, ein ehemaliges Milit\u00e4rlager mit dem Status eines Milit\u00e4rgebiets. Es beherbergt rund 900 Fl\u00fcchtlinge und wird vom ASB im Auftrag des griechischen Staats geleitet, mit Unterst\u00fctzung des UNHCR.<\/span><\/p>\n<h5><span lang=\"de-DE\">Habibi.Works<\/span><\/h5>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">In unmittelbarer N\u00e4he zum Fl\u00fcchtlingscamp Katsik\u00e1s, links der Landstra\u00dfe, befindet sich Habibi.Works, untergebracht in einer ehemaligen Lagerhalle. <\/span><span lang=\"de-DE\">Dieses Fl\u00fcchtlingsprojekt wurde 2016 von dem deutschen Verein \u201eSoup &amp; Socks\u201c initiiert (1). Es versteht sich nach eigenen Angaben als interkultureller \u201eMakerspace\u201c. Es stellt den BewohnerInnen des Fl\u00fcchtlingscamps (aber auch lokalen Griechen) eine Plattform f\u00fcr Bildung, Empowerment und Begegnungen zur Verf\u00fcgung, da sie ansonsten kaum Zugriff auf Bildung, psychologische Betreuung, den Arbeitsmarkt, w\u00fcrdevolle Lebensbedingungen oder die griechische Gesellschaft haben.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Mittels verschiedener Workshops sollen ihnen Perspektiven geschaffen werden. Zum Beispiel gibt es eine Holzwerkstatt, eine metallverarbeitende Werkstatt, eine Schneiderei, ein Kreativ-Atelier, ein Media Lab mit IT-Bereich, 3D-Drucker und Laser-Cutter, eine Fahrradwerkstatt in einem Schuppen neben dem Hauptgeb\u00e4ude, eine Bibliothek in einer Holzh\u00fctte sowie einen im Freien gelegenen umz\u00e4unten Bereich f\u00fcr Gymnastik, wo unter anderem gespendete Fitness-Ger\u00e4te zur Verf\u00fcgung stehen. Zu Habibi.Works geh\u00f6ren au\u00dferdem noch ein Gem\u00fcsegarten, der auch von Fl\u00fcchtlingen betreut wird, G\u00e4nse, H\u00fchner sowie zwei zugelaufene Hunde.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Hier begegnet man gefl\u00fcchteten Menschen auf Augenh\u00f6he. Denn man m\u00f6chte in ihnen nicht hilflose Opfer sehen, sondern ihre Talente und Expertisen erkennen und f\u00f6rdern. Bildung und Bet\u00e4tigung &#8211; etwas selber tun &#8211; stehen also im Vordergrund. Habibi.Works sieht sich als lebendiges Beispiel f\u00fcr Werte wie Respekt, Solidarit\u00e4t und Gleichheit, die man gerne in der ganzen Gesellschaft gelebt sehen m\u00f6chte. Habibi.Works ist bewusst unabh\u00e4ngig von allen staatlichen Geldern, finanziert sich deshalb nur \u00fcber Spenden. Deren Akquise ist m\u00fchsam und zeitaufw\u00e4ndig, aber es werden zirka zw\u00f6lftausend Euro pro Monat f\u00fcr die Unterhaltung von Habibi.Works ben\u00f6tigt.<\/span><\/p>\n<h5 align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Der Arbeitsalltag bei Habibi.Works<\/span><\/h5>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Der Tag beginnt bei Habibi.Works mit einem gemeinsamen Fr\u00fchst\u00fcck der Teammitglieder. Habibi.Works ist an f\u00fcnf Tagen in der Woche von 11 bis 18 Uhr ge\u00f6ffnet. Die Workshops werden zur Mittagszeit unterbrochen. Denn dann wird eine aus T\u00fcchern und Decken gebildete lange Bodentafel entlang der ganzen Halle ausgebreitet. Hier wird das Mittagessen von den zirka 60 bis teilweise \u00fcber 100 G\u00e4sten verspeist. Es wird in der Habibi.Kitchen von einigen Freiwilligen und G\u00e4sten gemeinsam gekocht. Regelm\u00e4\u00dfig gibt es ein \u201eBig Community Meeting\u201c: Hierbei wird in mehreren Sprachen das Konzept von Habibi.Works erl\u00e4utert, dass das zum Beispiel ein offener Ort ist, der allen zur Verf\u00fcgung steht. Die Anwesenden sind aufgefordert, \u00fcber Probleme zu sprechen. <\/span><span lang=\"de-DE\">Au\u00dferdem werden die neuen tempor\u00e4ren Workshops vorgestellt.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Sechzig Kilometer s\u00fcdlich von Io\u00e1nnina gibt es ein weiteres Fl\u00fcchtlingscamp: Filippiada in der N\u00e4he von Arta, mit etwa 300 Fl\u00fcchtlingen. Da es dort keine entsprechenden Angebote gibt, werden Interessierte zweimal die Woche mit Bussen zu Habibi.Works gefahren. Da insbesondere in den Werkst\u00e4tten Kinder von f\u00fcnf bis 15 Jahren eher st\u00f6ren w\u00fcrden, steht ihnen Habibi.Works nicht zur Verf\u00fcgung. Das gilt au\u00dfer samstags, denn das ist der \u201eKids Day\u201c, wo gerade sie eingeladen sind. An den Samstagen geht es dann auch ziemlich turbulent zu.<\/span><\/p>\n<h5 align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Repair (Caf\u00e9) Workshop<\/span><\/h5>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Bei Habibi.Works habe ich zwei Wochen lang einen Repair (Caf\u00e9) Workshop angeboten. <\/span><span lang=\"de-DE\">Also die Reparatur von kaputten Elektronikger\u00e4ten gemeinsam mit den BesucherInnen gemacht. Die Resonanz bei ihnen war sehr gut. Ich war \u00fcberrascht, dass es sich bei den kaputten Ger\u00e4ten fast ausschlie\u00dflich um Smartphones und deren Zubeh\u00f6r gehandelt hat. <\/span><span lang=\"de-DE\">Aber das liegt auf der Hand, da Gefl\u00fcchtete in Massenunterk\u00fcnften keinen eigenen Hausstand besitzen. <\/span><span lang=\"de-DE\">Manches konnten wir reparieren, aber vieles auch nicht, da die Ersatzteilbeschaffung vor Ort schwierig war, vor allem Displays und \u00b5-USB-Buchsen.<\/span><span lang=\"de-DE\">Obwohl ich ja anfangs fremd f\u00fcr die Fl\u00fcchtlinge gewesen bin, haben viele von ihnen mit mir das Gespr\u00e4ch gesucht &#8211; meist in gebrochenem Englisch. <\/span><span lang=\"de-DE\">Mir ist erst nach und nach klar geworden, dass dieser pers\u00f6nliche Austausch vielleicht sogar wichtiger ist als ein repariertes Handy.<\/span><\/p>\n<h5 align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Gespr\u00e4che mit Gefl\u00fcchteten<\/span><\/h5>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Im Gespr\u00e4ch mit zahlreichen G\u00e4sten bei Habibi.Works konnte ich gut nachvollziehen, was sich gerade in Griechenland bez\u00fcglich Fl\u00fcchtlinge abspielt. Dass n\u00e4mlich die wieder verst\u00e4rkte Ankunft von Gefl\u00fcchteten auf den ost\u00e4g\u00e4ischen Inseln diesen Sommer dazu gef\u00fchrt hat, dass auch vermehrt Fl\u00fcchtlinge von dort aufs Festland von Griechenland gebracht werden (mussten).<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_21347\" aria-describedby=\"caption-attachment-21347\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/gwr444_Griechenland_Fl\u00fcchtlinge_Mittagessen_HabibiWorks.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-21347\" src=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/gwr444_Griechenland_Fl\u00fcchtlinge_Mittagessen_HabibiWorks-300x225.jpg\" alt=\"Eine Gruppe von Fl\u00fcchtlingen beim Mittagessen in Habibi.Works\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/gwr444_Griechenland_Fl\u00fcchtlinge_Mittagessen_HabibiWorks-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/gwr444_Griechenland_Fl\u00fcchtlinge_Mittagessen_HabibiWorks-600x450.jpg 600w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/gwr444_Griechenland_Fl\u00fcchtlinge_Mittagessen_HabibiWorks-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/gwr444_Griechenland_Fl\u00fcchtlinge_Mittagessen_HabibiWorks.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-21347\" class=\"wp-caption-text\">Gefl\u00fcchtete beim Mittagessen in Habibi.Works. Foto: Peter Oehler<\/figcaption><\/figure>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Anders als bei den im Mittelmeer zwischen Libyen und Italien aufgegriffenen Fl\u00fcchtlingsbooten, denen die Einfahrt in italienische oder maltesische H\u00e4fen verweigert wurde, was zu einer Diskussion \u00fcber die Verteilung der betroffenen Gefl\u00fcchteten auf ganz Europa gef\u00fchrt hat, wird Griechenland mit \u201eseinen\u201c Fl\u00fcchtlingen doch von der EU ziemlich alleine gelassen.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Ich habe dabei fast ausschlie\u00dflich mit Afghanen gesprochen. Von denen war fast jeder f\u00fcr gewisse Zeit in dem \u201eHotspot\u201c Moria auf Lesbos untergebracht gewesen. <\/span><span lang=\"de-DE\">Viele waren erst seit zehn Tagen oder einem Monat von Lesbos hierher gebracht worden. Mir wurde berichtet von Verwandten, die von den Taliban umgebracht worden sind. Das hat dazu gef\u00fchrt, dass eine ganze afghanische Familie in den Iran gefl\u00fcchtet ist. <\/span><span lang=\"de-DE\">Aber der Iran ist schlecht f\u00fcr Afghanen. Denn sie d\u00fcrfen weder ein Haus, noch ein Auto kaufen. <\/span><span lang=\"de-DE\">Das wurde mir von einem anderen Afghanen best\u00e4tigt: Sie d\u00fcrften dort noch nicht einmal eine SIM-Karte kaufen. Sie br\u00e4uchten daf\u00fcr einen Iraner als Mittelsmann. So ist es nicht verwunderlich, dass sich viele der Afghanen, die zun\u00e4chst in den Iran gefl\u00fcchtet sind, weiterziehen, \u00fcber die T\u00fcrkei nach Griechenland, nach Europa.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">\u00d6fters habe ich von den BewohnerInnen des Fl\u00fcchtlingscamps geh\u00f6rt, dass Griechenland zwar ein sch\u00f6nes Land sei. Aber nur f\u00fcr die TouristInnen. Da es kaum Arbeit gibt &#8211; selbst f\u00fcr die Griechen nicht -, ist es f\u00fcr sie unattraktiv, hier zu bleiben. <\/span><span lang=\"de-DE\">Sie m\u00f6chten weiterziehen, nach Deutschland oder Frankreich oder andere L\u00e4nder im Norden. Englischkurse sind begehrt, aber es werden nicht viele Kurse angeboten. Hierf\u00fcr gibt es \u201eSecond Tree\u201c (secondtree.org), eine befreundete NGO aus Io\u00e1nnina, die Sprachkurse in Englisch und Griechisch anbietet, aber auch einen Kindergarten betreibt und sich um jugendliche Gefl\u00fcchtete k\u00fcmmert. Also genau das, was bei Habibi.Works nicht auf dem Programm steht.<\/span><\/p>\n<h5 align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Das Team und diverse Workshops<\/span><\/h5>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Habibi.Works wird \u00fcberwiegend von j\u00fcngeren Menschen auf freiwilliger Basis betrieben, zum einen Langzeit-Volunteers, die stellenweise schon \u00fcber Jahre hier in Vollzeit arbeiten, zum anderen Kurzzeit-Volunteers f\u00fcr drei Wochen und mehr. <\/span><span lang=\"de-DE\">Die Teammitglieder kommen dabei \u00fcberwiegend aus Deutschland, aber w\u00e4hrend meines Aufenthalts waren auch welche aus Griechenland, den Niederlanden, Spanien, Pal\u00e4stina, Jordanien, England und den USA dabei. Der feste Stamm des Teams leitet dabei \u00fcberwiegend die etablierten Workshops. Daneben werden tempor\u00e4re Workshops angeboten, zu meiner Zeit waren das einer zum Thema Health Care sowie ein Soap-Workshop, also Seifenherstellung. Au\u00dferdem war eine dreik\u00f6pfige Artistengruppe aus Io\u00e1nnina ein paar Tage hier. Sie haben vor der Lagerhalle einen kleinen, offenen Dom, der aus Metallstangen und Gelenken zusammengeschraubt wird, aufgebaut, und mit den G\u00e4sten Artistisches ge\u00fcbt: Jonglierb\u00e4lle, Diabolos, Hula-Hoop-Reifen etc.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Interessant fand ich auch das l\u00e4nger angelegte Projekt Home.Work von Thomas, einem Produktdesign-Student an der Hochschule f\u00fcr Gestaltung in Offenbach. Er hat daf\u00fcr eine Box aus Holz entwickelt, die mit diversen Werkzeugen gef\u00fcllt ist (die er sich von Werkzeugherstellern spenden l\u00e4sst), und die so aufgestellt werden kann, dass sie als stabiler Tisch zum Arbeiten benutzt werden kann. Er m\u00f6chte damit Gefl\u00fcchtete erm\u00e4chtigen, auf sich selbst gestellt \u00fcberlebensf\u00e4hig zu sein. <\/span><span lang=\"de-DE\">Sich n\u00e4mlich mit diesen Werkzeugen und (notfalls Abfall-)Materialien Sachen zum Leben selber herstellen zu k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Johannes, ein Journalist aus Berlin, war eine Woche bei Habibi.Works, um die Aufnahmen f\u00fcr einen Film \u00fcber Habibi.Works zu machen. Dazu hat er Interviews mit insgesamt sechs Teammitgliedern gemacht. Eines auch mit mir. Rory, ein englischer Journalist, war zur gleichen Zeit bei Habibi.Works. Er hat dem Team in drei Pr\u00e4sentationen aktuelle Informationen und Hintergrundwissen zur Fl\u00fcchtlingsproblematik erl\u00e4utert. Die Entwicklung der \u201eDublin Convention\u201c, Teil 1, 2 &amp; 3 hat er mit dem englischen Sprichwort \u201eThe proof of the Pudding is in the Eating\u201c verglichen. Der EU-T\u00fcrkei-Deal ist illegal, insbesondere auch die Vereinbarung mit der t\u00fcrkischen Polizei und K\u00fcstenwache, Menschen am Ausreisen zu hindern. <\/span><span lang=\"de-DE\">Mit aktuellen Zahlen zeigte er, das<\/span><span lang=\"de-DE\">s in den letzten Monaten nicht nur wieder viel mehr Fl\u00fcchtlinge auf den ost\u00e4g\u00e4ischen Inseln angekommen sind, sondern dass ebenfalls das Abfangen der Fl\u00fcchtlingsboote durch die t\u00fcrkische K\u00fcstenwache zugenommen hat. Man kann also nicht behaupten, dass Erdo\u011fa<\/span><span lang=\"de-DE\">n \u201edie Tore ge\u00f6ffnet\u201c hat.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Julia aus den USA war ein paar Wochen bei Habibi.Works. Sie hat sich dabei Gedanken gemacht bez\u00fcglich Besch\u00e4ftigungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Gefl\u00fcchtete, und das auch in einer Pr\u00e4sentation dem Team zur Diskussion vorgestellt. Da es nur wenige Jobs in Griechenland gibt, gingen ihre Vorschl\u00e4ge darum, wie man sie unterst\u00fctzen kann, um sich selbst\u00e4ndig zu machen. Beispielsweise in Form einer B\u00e4ckerei oder eines Internet-Angebots f\u00fcr Photoshop-Arbeiten. Es wurde die M\u00f6glichkeit diskutiert, ob Habibi.Works als Arbeitgeber auftreten k\u00f6nnte, um Gefl\u00fcchtete als Subunternehmer mit ihren kleinen Gesch\u00e4ften zu besch\u00e4ftigen und zu bezahlen. Eine durchaus kritische Idee, da Habibi.Works \u201enon Profit\u201c arbeitet. Auch stellt sich die Frage, ob man auf solche Weise mit viel Aufwand einigen Wenigen auf die Beine helfen soll, oder ob es nicht besser sei, Viele ein wenig zu unterst\u00fctzen. Auch hier wurde mir wieder bewusst, dass die Anforderungen an die Fl\u00fcchtlingshilfe sich zum Teil erheblich unterscheiden zu denen in Deutschland. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Zu guter Letzt noch der Hinweis, dass sowohl Habibi.Works auf Spenden angewiesen ist (habibi.works\/donate), als auch das Home.Work-Projekt vom Thomas (2).<\/span><\/p>\n<p align=\"right\"><strong><span lang=\"de-DE\">Peter Oehler, November 2019<\/span><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Fl\u00fcchtlingscamp Katsik\u00e1s F\u00e4hrt man von Io\u00e1nnina, der Hauptstadt von \u00c9pirus im Nordwesten Griechenlands, Richtung S\u00fcden durch die kleinen St\u00e4dte Anatol\u00ed und Katsik\u00e1s und dann weiter, so kann man rechts der Landstra\u00dfe eine Anordnung von \u00fcberwiegend grauen, alten Hangars sehen. Das ist das Fl\u00fcchtlingscamp Katsik\u00e1s, ein ehemaliges Milit\u00e4rlager mit dem Status eines Milit\u00e4rgebiets. 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