{"id":21479,"date":"2020-01-03T12:39:38","date_gmt":"2020-01-03T10:39:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/?p=21479"},"modified":"2020-03-08T19:04:32","modified_gmt":"2020-03-08T17:04:32","slug":"mokka-mukke-muckefuck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2020\/01\/mokka-mukke-muckefuck\/","title":{"rendered":"MokkA, Mukke, Muckefuck"},"content":{"rendered":"<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Auf dem Lehrplan im Humanistischen Gumminasium standen immerhin schon ein paar 1848er Songs: \u201eDie Gedanken sind frei&#8230;\u201c, wenn das auch das einzige damals war, was frei war, PERSIL- und gehirngewaschen von den Pfaffen, wie wir waren. \u201eOh Haupt voll Blut und Wunden&#8230;\u201c, Kopfn\u00fcsse, Waatschen, Wangenkneifen, Ohrenziehen. Was wussten wir schon von 1848, von Revolution? Wir wussten ja nicht mal was von 1918 oder gar 1938. Aber das Lied von den Studenten sangen wir verst\u00e4ndnislos nach: \u201eUnd wenn sie mich dann fragen, wo ist Absalom, dann werd\u2018 ich ihnen sagen: Ach, der h\u00e4nget schon! Er h\u00e4ngt an keinem Baume, er h\u00e4ngt an keinem Strick, sondern an dem Traume der freien Republik.\u201c Von der freien Republik weit und breit nichts. Grau in graues Adenauerland. Res Publica. Im Lateinunterricht war es immer noch \u201e&#8230;sch\u00f6n und ehrenvoll, f\u00fcr das Vaterland zu sterben.\u201c Des Caesars (Kaisers) \u201eDe Bellum Gallicum\u201c (man konnte es auch mit \u201eFrankreichfeldzug\u201c \u00fcbersetzen) als Leittext. In Erdkunde: \u201eDreigeteilt \u2013 NIEMALS!\u201c Und die erste Strophe des Deutschlandliedes war in den jungen Jahren dieser scheinbefreiten Republik keineswegs out.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Aber, pubertierend kriegte man langsam mit, da gab es diese Rocker, US-Rock \u201an\u2018 Roll, meist in irgendwelchen verrufenen Kaschemmen mit proletarischen Besuchern und ihren Girls. No-Go-Area f\u00fcr B\u00fcrgerkinder. Discos gabs noch nicht. Nur versteckte einzelne Jazz-Keller. Und in unserer Musiktruhe, f\u00fcr die sich der Heranwachsende zu interessieren begann, neben der \u201eSchwarzwaldmarie\u201c mysteri\u00f6ser Weise auch ein paar Jazz-Scheiben: Glenn Miller, der irgendwo im Krieg entschwebt war und wundersamerweise Louis Armstrongs gro\u00dfartiger \u201eBasin Street Blues\u201c und noch ein paar andere Ohr\u00f6ffner. \u201eNegermusik\u201c. Nat\u00fcrlich h\u00f6rte ich das ganze beschr\u00e4nkte Angebot. Sp\u00e4ter kam ein wilder Mix von Singles aus Tantis Musikbox in der bami\u2011Eis\u2011Bar dazu. Mein Musikgeschmack blieb lange breitbandig von Operette \u00fcber Schlager bis zum Beat \u2013 \u201eMach doch mal die Urwaldmusik aus! Oder wenigstens leiser!\u201c<\/span><\/p>\n<h5 align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Sixteen<\/span><\/h5>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Mit 16 (1968) nannte ich einen abgelegten Plattenspieler und ein bassstarkes R\u00f6hrenradio mein eigen, das zum endlich autonomen Musikh\u00f6ren ermutigte. Die Einkaufsm\u00f6glichkeiten waren jedoch mangels cash begrenzt, also Radio. Als ich zu Whynachten ne \u201eTelefunken TD 300\u201c tragbare Tonbandmaschine bekam, wurde mit heissen Ohren abgepasst und aufgenommen, mit Mikro, analog und nat\u00fcrlich mono. Stereo war noch hochteurer Luxus. Im Radio klingelte ein wenig Revolution in meine Ohren: \u201eTwee-Null-Acht op volle Kracht! Radio Hilversum driiijjjjjj\u2026.\u201c und andere Piratensender vor der Holl\u00e4ndischen K\u00fcste l\u00f6sten das brave \u201eRadio Luxemburg\u201c ab, das wir immerhin im westlichsten Westen empfangen konnten. Spielte Luxemburg nur ab und zu ne halbwegs tolle Scheibe und nat\u00fcrlich st\u00e4ndig Beatles, so kriegten wir \u00fcber die Piratensender die volle Packung Stones, Hendrix, Ten-Years-After, Exception, Nice, Deep Purple, The WHO: \u201eWe won\u2018t be fooled again\u2026\u201c &#8230;<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Und dann gab es da noch diesen Plattenladen Gottschalk am Markt mit seinen H\u00f6rkabinen, wo sich beim kostenlosen, zuf\u00e4lligen, weil nicht von Kenntnis getr\u00fcbten Reinh\u00f6ren in LPs v\u00f6llig neue Musikwelten erschlossen \u2013 nie Dagewesenes, nie Geh\u00f6rtes, \u201eUnderground\u201c. King Crimson mit \u201eIn the Court of the Crimson King \u2013 21st Century scizoid man\u201c mit dem abgefahrenen legend\u00e4ren Cover, Matching Mole\u2018s little red Record, die politisierende Edgar Broughton Band mit \u201eOut Demons out!\u201c, Pink Floyd, alle Sorten Kraut-Rock (dabei so\u2018n Fund wie Eulenspiegel mit \u201eIch zeig dir den Staub auf deinem Haar\u201c, fr\u00fcher Umweltprotest als Deutschrock) und psychedelic Music, Amon D\u00fc\u00fcl 2, Can, Witth\u00fclser &amp; Westrup und ziemlich exotisch: Burundi Black \u2013 die afrikanische Trommlcombo, b\u00e4ng-b\u00e4ng-b\u00e4ng, jede Scheibe ne neue Dr\u00f6hnung nie geh\u00f6rter Musikwelten. Das war Revolution! Das nahm mich mit, in jeder Beziehung in dieser beziehungsarmen Zeit. <\/span><span lang=\"de-DE\"><span lang=\"en-US\">Love, Peace &amp; Happiness. Cooler Spruch, aber wenig Realit\u00e4t. Scott McKenzie \u201eGoing to San Francisco &#8230;with some flowers in the hair\u201c, der Hippie-Song. <\/span><\/span><span lang=\"de-DE\">Freier Sex \u2013 nur theoretisch. Alle waren klemmig und mussten erst lernen. Aufkl\u00e4rung? Fehlanzeige. Auch da gabs was auf die Ohren: \u201eJe t\u2018aime\u201c mit Jane Birkin, der Aufreger in der Erwaxenen-Welt, Skandal! Wir kamen voll auf provo und das war verdammt n\u00f6tig, uns freizuboxen. \u201eGeh doch erstmal zum Friseur! Bei Adolf h\u00e4tts das nicht gegeben. Euch m\u00fcsste man alle vergasen. Geht doch mal ARBEITEN! Geht doch nach DR\u00dcBEN!\u201c H\u00e4? Doch nicht zu denen.<\/span><\/p>\n<h5 align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Haar<\/span><\/h5>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">\u00dcberhaupt: HAIR, das Musical \u2013 ne v\u00f6llig neue Welt, Haare gegen die kurzgeschorenen Militarismusk\u00f6pfe der \u00c4lteren (und Jungangepassten). Als zur Schau getragener live Protest, der allenthalben gemobbt wurde. <\/span><span lang=\"de-DE\">Die \u201ePilzk\u00f6pfe\u201c waren bald nur harmloser Party-Putz, Haare bis zum Arsch, das war cool und provo. HAIR \u2013 das war ein ganzes Konzept, wenn auch in den deutschen Texten arg verw\u00e4ssert. <\/span><span lang=\"de-DE\">Und dann an der niederl\u00e4ndischen K\u00fcste, auf Schouwen-Duiveland, das Mega-Erlebnis mit 17: WOODSTOCK, der Film in \u00dcberl\u00e4nge im Gro\u00dfzelt. Das ging ab! Neue Welten taten sich auf. Easy Rider mit seinem genialen Soundtrack gro\u00dfartiger Bands wie Steppenwolf, Hendrix, The Band, Dylon, Byrds mit \u201eWasn`t born to follow\u201c usw. mit ner echten Message: \u201e\u2026 all I wanted was to be free!\u201c Und die Biker-abknallenden Rednacks waren damals bittere Realit\u00e4t. Freaks wurden gekillt.<\/span><\/p>\n<h5 align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Befreiung<\/span><\/h5>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Wir befreiten uns nach und nach nicht nur von den alten Musik-Schlacken und floateten zu neuen, <\/span><span lang=\"de-DE\">absolut<\/span><span lang=\"de-DE\"> neuen Horizonten, die die angesagte POP\u2011Art uns farbenfroh ausmalte \u2013 Schluss mit dem Nachkriegsgrau und den genormten beige-besch. Klamotten. Ich malte jetzt auch \u2013 knallige POP-Plakate f\u00fcr die neu er\u00f6ffnete Tanzschulendisko, hei\u00df begehrt und erstes mit Malen verdientes G.E.L.D., das nat\u00fcrlich gleich in Vinyl umgesetzt wurde. <\/span><span lang=\"de-DE\"><span lang=\"en-US\">Eric Burden \u201eMother Earth\u201c, \u201eIn-A-Gadda-Da-Vida\u201c von Iron Butterfly, \u201eAtomheart Mother\u201c von Pink Floyd, Hendrix mit \u201eAll along the Watchtower\u201c (mensch, hab ich geheult als der hin war), Brainticket, Emerson, Lake and Plamer, Creedence Clearwater Revival (Ci-Ci-aR), Santana, Grand Funk Railroad, Joe Cocker, Jethro Tull, Doors, Led Zeppelin, Janis Joplin\u2026 <\/span><\/span><span lang=\"de-DE\">Ich entwickelte einen exzellenten Geschmack, wie sich Jahre und Jahrzehnte sp\u00e4ter zeigte \u2013 kein Kauf der zu bereuen war, w\u00e4hrend die meisten den immer flacheren Mainstream und Glam-Rock h\u00f6rten. Schon war der Kommerz dem Protest auf den Hacken. Und auch die Protagonist*inn*en des Protests wurden kommerzieller. <\/span><span lang=\"de-DE\">Wer noch einen Abglanz dieser Zeiten erleben will fahre nach Burg Herzberg auf das gr\u00f6sste Hippie-Festival Europas mit seiner temor\u00e4ren Freak-City. (1)<\/span> <span lang=\"de-DE\">2020 mit Guru-Guru!<\/span><\/p>\n<h5><span lang=\"de-DE\">Deutschsprachige Protestmusik <\/span><\/h5>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Ganz sp\u00e4t kam dann die deutschsprachige Protestmusik, \u201eLiedermacher\u201c \u2013 erst um Mitte der 1970er zu mir (mangels Kaufkraft auch \u00fcber die Stadtbibliothek, die neuerdings LPs auslieh): der fundamental wichtige fr\u00fche Franz Josef Degenhardt \u201eSpiel nicht mit den Schmuddelkindern\u201c (sp\u00e4ter leider zunehmend uninspirierter DKPist), Hannes Wader, der subtile Georg Kreisler, der gewesene Star-Kabarettist und dann Anarchist Wolfgang Neuss, der noch revolution\u00e4r-rebellische Wolf Biermann \u201eChausseestra\u00dfe\u201c, der mitreissende Anti-AKW-Barde Walter Mossmann, der bis heute unverw\u00fcstliche \u201eKlaus der Geiger\u201c (aktuell mit Salossi), sein Pendant der M\u00fcnchener \u201eTommi und die Stra\u00dfenmusikanten\u201c\u2026 und noch im Ausklang die Liedermacher-Pfingsttreffen auf Burg Waldeck und die Umsonst-und-draussen-Festivals f\u00fcr Alle. Ne coole Zeit mit tats\u00e4chlich etwas Woodstock-Feeling in Germoney. Ohne \u00fcberzogenes Styling, ohne truckweise Technik und ohne Ordnervisagen.<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_21540\" aria-describedby=\"caption-attachment-21540\" style=\"width: 298px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/gwr445_Cochise_Plattencover.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-21540 size-medium\" src=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/gwr445_Cochise_Plattencover-298x300.jpg\" alt=\"Ockerfarbenes Cover mit diversen Eintrittskarten von Cochisekonzerten\" width=\"298\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/gwr445_Cochise_Plattencover-298x300.jpg 298w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/gwr445_Cochise_Plattencover-300x302.jpg 300w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/gwr445_Cochise_Plattencover-100x100.jpg 100w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/gwr445_Cochise_Plattencover-600x603.jpg 600w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/gwr445_Cochise_Plattencover-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/gwr445_Cochise_Plattencover.jpg 714w\" sizes=\"auto, (max-width: 298px) 100vw, 298px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-21540\" class=\"wp-caption-text\">Cochise<\/figcaption><\/figure>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Folk und Folkrock mit Anarch@bands wie COCHISE, Klassikern der Musik von unten von \u201eZupfgeigenhansel\u201c und anderen, \u201eBernies Autobahnband\u201c mit \u201eSind wir noch zu retten\u201c &#8211; sehr aktuell, \u201eRockvogel\u201c, \u201eRotglut\u201c, \u201eGeier Sturzflug\u201c (genau: die mit dem \u201eBruttosozialprodukt\u201c), \u201eSchroeder Roadshow\u201c und wie sie alle hie\u00dfen. Die meisten vergessen oder fast. Zeilenweise k\u00f6nnte hier Namedropping betrieben werden, das bei kaum jemand der j\u00fcngeren Generationen noch etwas zum Klingeln bringen w\u00fcrde. Der fr\u00fche Agit-Prop-Rock der DKP\u2011lastigen Band \u201eFloh de Cologne\u201c (1966-83) wusste immerhin schon: \u201e\u2026der Kapitalismus stinkt, wer stinkt, der Kapitalismus stinkt&#8230;\u201c, mein Lieblingssong aus der Rockoper \u201eProfitgeier\u201c (1971) in einem sehr coolen beweglichen Albumcover. A propos Rockoper, auch aus \u00d6sterreich kamen solche Kl\u00e4nge, die \u201eSchmetterlinge\u201c. Ihr Song \u201eDie Apokalyptischen Reiter\u201c (Album \u201eDie letzte Welt\u201c) w\u00fchlt mir immer noch im Bauch: \u201eCommander Madman und General Freak&#8230;\u201c Ganz aktuell zu empfehlen: \u201eDie Genzg\u00e4nger\u201c-CD \u201eKeine Bange Leschinsky\u201c \u00fcber den Kapp-Putsch 1920. (2) <\/span><span lang=\"de-DE\">Nicht zu vergessen die gro\u00dfen Vorbilder aus den USA: Dylan und Joan Baez, Pete Seeger, Woody Guthrie (\u201eThis machine kills Fascists\u201c stand auf der Klampfe), sein Sohn Arlo Guthrie, bekannt durch den kultigen Freak-Film um Kriegsdienstverweigerung \u201eAlices Restaurant\u201c (3) und der unsterbliche Neil Young mit seiner aufr\u00fcttelnden, subtilen Rockmusik. Und Joe Hill.<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_21539\" aria-describedby=\"caption-attachment-21539\" style=\"width: 293px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/gwr445_Ton_Steine_Scherben_Plattencover.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-21539 size-medium\" src=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/gwr445_Ton_Steine_Scherben_Plattencover-293x300.jpg\" alt=\"Schwarz auf wei\u00dfem Grund der Slogan &quot;Keine Macht f\u00fcr Niemand&quot; und der Name der Band &quot;Ton Steine Scherben&quot;\" width=\"293\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/gwr445_Ton_Steine_Scherben_Plattencover-293x300.jpg 293w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/gwr445_Ton_Steine_Scherben_Plattencover-300x307.jpg 300w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/gwr445_Ton_Steine_Scherben_Plattencover-600x613.jpg 600w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/gwr445_Ton_Steine_Scherben_Plattencover-768x785.jpg 768w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/gwr445_Ton_Steine_Scherben_Plattencover-1002x1024.jpg 1002w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/gwr445_Ton_Steine_Scherben_Plattencover.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 293px) 100vw, 293px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-21539\" class=\"wp-caption-text\">Ton Steine Scherben.<\/figcaption><\/figure>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Musik, mit ihren oft guten Lyrics, brachte mich echt voran, gab mir\u2018n Kick und st\u00e4rkte meine rebellierende zerknitterte Seele, die immer noch voll Wut auf die vermurkste Kindheit und Jugend war und nat\u00fcrlich auf die chronisch weggeschwiegene Nazi-Pest an deren Traumata die ganze Gesellschaft litt. Wenns mir dreckig ging, griff ich zwischen die Scheiben und fischte den passenden Seelenbalsam raus. Das brachte mich wieder hoch und lud die Akkus auf. TSS (Ton-Steine-Scherben) kam eher zuf\u00e4llig zu mir, aber nat\u00fcrlich packten die mich sofort. Da war drive und spirit drin, die lebten das. Und davon war beim TRIKONT-Label aus M\u00fcnchen, bis heute das wichtigste alternative Musiklabel in D-Land, noch mehr zu holen. (4) Wie mir gings Zehntausenden. Die entb\u00e4ndigte Musik wurde zu unserem Soundtrack der Ver\u00e4nderung. Wir spuckten auf Mode, Konsum und verlogene Moral und machten erstmals unser eigenes Ding. Im Spie\u00dfrutenlauf, versteht sich. Aber auf die Dauer haben wir immer mehr gewonnen, wirklich und anscheinend \u2013 und unsere Musik!<\/span><\/p>\n<h5><span lang=\"de-DE\">Punk<\/span><\/h5>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Dann kam der <a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2019\/02\/der-groesste-trick-des-punkers\/\">PUNK<\/a> von GB r\u00fcbergeschwappt \u2013 war mir meist zu trashig, aber Bands wie Hans-A-Plast, Dead Kennedys, \u2026 konnte ich ne Menge abgewinnen. Bei uns im Hof vom besetzten Haus spielten \u201a81 Punx aus den USA, da wohnte ne Rock-Band aus GB, \u201eLeningrad-Sandwich\u201c und unsere Freunde von \u201eKrawalla Schrott\u201c, die mit dem Street-Hit \u201eSteine-Steine-Steine-Steine&#8230;\u201c (einer machte sp\u00e4ter etwas Musikkarriere mit \u201eZigan-Tzigan\u201c). Die Musik war jetzt echt auf der Stra\u00dfe, hunderte Bands. Darunter auch die altgedienten \u201eCheckpoint Charlie\u201c z.B. (seit 1967!!! Skandal mit dem Schwein Franz-Josef auf der B\u00fchne! Kommune und Indi-Label \u201eSchneeball Records\u201c mit vielen Rebellen). (5) Und die Mukke war aufm\u00fcpfig und unkommerziell. Sie nistete sich in den Freir\u00e4umen der Squatts Berlins ein \u2013 KOB und sp\u00e4ter nach Mauerfall z.B. in der K\u00f6pi, Hinterh\u00f6fen und Kellern. Und nat\u00fcrlich seit den 1970ern schon im legend\u00e4ren selbstverwalteten Jugendzentrum und Punkschuppen DRUGSTORE Berlin-Sch\u00f6neberg, das erst k\u00fcrzlich abserviert wurde. TSS und \u201eRauchhaussong\u201c sind ja fast Synonyme. Das waren die fr\u00fchen 1980er bis Anfang 1990er, von wo ab sich alles immer mehr diversifizierte, spezialisierte und kommerzialisierte. Aber bis dahin war noch was los und alles NEU, kein Retro und Repro im x-ten Remix. Der Grunge und die neuen Indi-Labels kamen sp\u00e4ter, auch mit der neuen dezentraleren Technik. Erste Auflage davon die Kassetten-Tapes die jede*r easy und billig erstellen konnte (STECHAPFEL war so ne Tape-Manufaktur, Archiv leider verloren) und die im noch brandneuen Walkman mitgenommen werden konnten. Das konnte selbst die trashigste Punk-Band. Sp\u00e4ter wurde das Medium getoppt durch zun\u00e4chst s\u00fcndhaft teure CD-Walkman (und gratis Sampler-CDs z.B. im \u201eWahrschauer\u201c) und dann USB-Sticks. Inzwischen sind wir beim Online-Streaming nach Wahl und Beliebigkeit. Hast du alle Wahl, hast du keine mehr. Du wirst zugesuppt. Audio-Zapping. Aber du kannst auch oft die alten Bands \u201efischen\u201c. Und manche neue. <\/span><span lang=\"de-DE\">Deutsch-Punk wie die \u201eGoldenen Zitronen\u201c, \u201eDie Toten Hosen\u201c und andere schafften es sogar ganz hoch in die Charts. Slime, Fehlfarben und Teile der NDW wie \u201eExtrabreit\u201c waren oft der Soundtrack der 1980er-Jahre Demos. Nicht zu vergessen der SKA \u2013 geile g\u00f6ttinger skA-Band: \u201eNo Respect\u201c (1994-2008).<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Alleine \u00fcber die RAP-Szene k\u00f6nnte man nen ganzen Artikel schreiben. Bands wie \u201eAnarchist Academy\u201c gabs in der linken Szene gleich im Haufen und sie versuchten sich erfolgreich vom Macho-Kult und tumbem Gangsta-RAP zu emanzipieren ohne langweilig zu werden. Als wir 1990 in Triest das erste anarchistische Ost-West-Treffen mit hunderten Teilnehmer*innen aus aller Herrn L\u00e4nder machten, sa\u00dfen wir mal am gro\u00dfen Tisch und ich fing aus ner Laune an englisch zu rappen und gabs an die Nachbarin weiter. Spontan ging das mehrmals rund um die gro\u00dfe Tafel und ausgerechnet ich hatte dann den H\u00e4nger und es brach ab. RAP lag in der Luft und machte Spa\u00df.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Immerhin gabs und gibts auf libert\u00e4rer Seite auch noch Leute wie YOK Quetschenpower, Geigerz\u00e4hler \/ Atze Wellblech Band, Konstantin Wecker, das Linksradikale Blasorchester oder die M\u00fchsam-Fest-Organisator*inn*en der Band \u201eDer Singende Tresen\u201c. Und dazwischen und daneben noch ne Reihe anderer, solo oder im pack. Tot ist der Protestsong in D-Land nicht und zuweilen hat er sogar k\u00fcnstlerische Qualit\u00e4t.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Aber was wirklich total in die Breite ging, das war BAP, ne k\u00f6lsche Band, die so saujut Dialekt sang, jeile Texte hatte und dabei einen Sound der in Ohr und Knochen ging, dass sie bundesweit schichten\u00fcbergreifend Geh\u00f6r fand, auch bei Leuten, die die H\u00e4lfte nicht kapierten. Rock am Ring &#8211; \u201e&#8230;et is t\u00e4schlisch Kristallnaaht\u201c. Das hat eigentlich nur noch einer sonst so mit Dialekt geschafft und nicht mit ganz so viel Reichweite: der Hans S\u00f6llner mit Band aus Bayern mit seinen bodenst\u00e4ndigen anarchisch-bairischen Reggae- und Rocksongs. Regional erfolgreich auch \u201eSparifankal\u201c und dar\u00fcber hinaus die \u201eBierm\u00f6sl Bloasn\u201c kongenial mit dem Kabarettisten Poldt. Und auch ein paar fr\u00fche Gr\u00f6nemeyer-Songs im Ruhr-Sound geh\u00f6ren, meine ich, in diese Kategorie.<\/span><\/p>\n<h5 align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Reggae<\/span><\/h5>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">A propos Reggae \u2013 der h\u00e4lt sich auch seit den 1960er Jahren und ist eine eigene Sparte der in gro\u00dfen Teilen politischen Protestmusik. \u201eGet up, stand up\u201c von Bob Marley steht ikonisch daf\u00fcr. Hier lie\u00dfen sich jetzt jede Menge Bands aufreihen wie die fr\u00fchen UB40 und das Betrachten der Reggaemusik weitet gleich unseren Blick nach Afrika (wie ja auch der Blues, Soul und Jazz, die alle in Elemente der Weltmusik \u00fcbergegangen sind). Ali Farka Tour\u00e9, da ein ganz gro\u00dfer Name mit einem gar nicht hoch genug einzusch\u00e4tzenden Einfluss. Die musikalischen Stimmen des Protests aus Afrika werden immer un\u00fcberh\u00f6rbarer. Mensch denke nur an S\u00fcdafrika und die Soli-Songs gegen die Apartheid.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Lateinamerika mit seinem Che-Mythos, Kubanischer Musik und hunderten von Protest-Songs auf dem ganzen Kontinent liegt uns da schon n\u00e4her. Schon wegen Nicaragua, El Salvador und den mexikanischen Zapatistas. Das Spanische ist ein eigener Musikkontinent, einschlie\u00dflich Mutterland, der sich vielf\u00e4ltig gegenseitig beeinflusst, auch hier mit einem afrikanischen, aber auch deutschen Einschlag, den die vielen Auswanderer mitbrachten. Aber das sei hier nur angekratzt. Kommen wir nach Germoney zur\u00fcck.<\/span><\/p>\n<h5 align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Abfallprodukte<\/span><\/h5>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Inzwischen gab es ab den 1990ern als Abfallprodukt des rebellischen musikalischen Aufbruchs auf der Gegenseite ungute Ableger und Nachahmer: Nazi-Punk, rechter Jammer-Rock von \u201eB\u00f6hsen Onkelz\u201c &amp; Co. und Hass-Rap. Immer Schlimmeres \u2013 die widerw\u00e4rtigen Namen, inzwischen so viele an der Zahl, will ich gar nicht ausspucken und es nur bei diesem Hinweis bewenden lassen. Nicht jedoch ohne zu erw\u00e4hnen, dass die Faschos sogar anfingen auf Schulh\u00f6fen massiv ihren auf CDs gebrannten Sonderm\u00fcll an Sch\u00fcler*innen zu verteilen und zunehmend in D\u00fcstermuffhausen &amp; Co. ihre Rechtsrock-Konzerte organisieren. Es ist zu absurd, dass gerade die die emanzipatorische Kultur abkupfern und funktionalisieren.<\/span><\/p>\n<h5 align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Aber was war eigentlich mit den traditionellen Kampfliedern? <\/span><\/h5>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Wo wurde \u00fcberhaupt noch gesungen? Da haben wir die <a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2015\/05\/winter-der-friedensbewegung\/\">Friedensbewegung<\/a> seit den 1950er Jahren, die KPD-affinen K-Sekten der post68er-Zeit, die <a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2013\/10\/beton-im-gleis-aktionsformen-der-anti-akw-bewegung\/\">Anti-AKW-Bewegung<\/a>, die <a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2019\/09\/hausbesetzungen-als-kuehne-hypothese\/\">Hausbesetzer*innen-Bewegung<\/a>\u2026 Auch da gab es ne Menge Songs und nicht die schlechtesten. Wir h\u00f6rten sie auf Platten, Tapes, CDs. Mitgesungen wurde seltener, am meisten noch in der Anti-AKW-Bewegung.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Als ich 1976 auf den gro\u00dfen Brokdorf-Demo gen Itzehoe latschte, behelmt und vollvermummt (wir wussten ja was uns bl\u00fchen konnte \u2013 \u201eWehrt Euch, leistet Widerstand&#8230;\u201c) geriet ich aus unserem Sponti-Block in die hinter uns laufenden Reihen der Kommunisten, die lauthals rauf und runter die alten \u201eArbeiterlieder\u201c sangen: \u201e\u2026 der Rosa Luxemburg, der haben wirs geschworen&#8230;\u201c, \u201eArbeiter an die Gewehre\u201c, \u201eDie Internationale\u201c und so fort. In einer Sangespause kam ich mit dem untergehakten Genossen ins Gespr\u00e4ch und \u00e4u\u00dferte gewisse Zweifel am <a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2014\/02\/proletarischer-patriotismus\/\">altbackenen KP-Kult<\/a> und regte an, auch mal Bakunin zu lesen. Jahrzehnte sp\u00e4ter trafen wir uns unverhofft auf der FREIen HEIDe wieder \u2013 zu einem Konzert von LEBENSLAUTE. Mein damaliger Mitmarschierer war jetzt Musiker bei \u201eLebenslaute\u201c und \u2013 Anarchist! Wie weit doch Gesang und Musik tr\u00e4gt.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Von den traditionellen Kampfliedern der historischen Anarchist*innen ist in D\u2011Land nicht mehr viel zu merken. Wenn mensch bedenkt, dass es in D\u00fcsseldorf nach dem Ersten Weltgemetzel mal einen anarchosyndikalistischen Chor mit 200 S\u00e4nger*innen gab, der durchs ganze Reich tourte\u2026 Und wenn mensch sich vorstellt, wie tausende Anarchist*innen zwerchfellersch\u00fctternd laut die \u201eRavachole\u201c durch die Stra\u00dfen von Paris trugen (die \u201eMarseilleise\u201c und \u201eCa ira\u201c kennen wir ja alle). Oder Spaniens anarchosyndikalistische CNT aus zehntausenden Kehlen \u201eA las Barricadas\u201c schmetterte. Da sind wir heutigen Anarchist*innen, zumindest was D-Land betrifft, ziemliche Leisetreter*innen, die kleinlaut hinter wummernden Boxen herschlappen. In Italien ist dies noch anders. Das \u201eAvanti popolo\u201c wird dort durchaus auf rein anarchistischen Demos gesungen, aber statt \u201erossa\u201c mit \u201eBandiera Nera\u201c, und nicht nur das r\u00fchrselige Partisanenlied \u201eBella Ciao\u201c. Der Liedschatz ist da noch etwas gr\u00f6\u00dfer und bekannter \u2013 und er w\u00e4chst. Klar, auch da gibt es Punx, die aufspielen, Rapper*innen, Songwriter*innen, Rockbands und sogar Leute wie Gianna Nannini, die auch die anarchistische Bewegung unterst\u00fctzt hat. Aber da singen die Leute tats\u00e4chlich noch selber, singen mit \u2013 da ist (Sanges-)Stimmung, wie sonst vielleicht nur noch in deutschen Landen auf dem Karneval. Anarchie in Italien geht gar nicht ohne Musik. Hier wollen wir mal die internationalen Streifz\u00fcge beenden, viel w\u00e4re da noch zu sagen und zu schreiben.<\/span><\/p>\n<h5><span lang=\"de-DE\">Beethoven<\/span><\/h5>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">W\u00e4re es nicht angesagt, 250 Jahre nach dem auch mal revolution\u00e4r gesinnten Beethoven (Wagner 1848 lassnma ma lieber), mal wieder ana\u2011loger zu werden und in unseren musikalischen Truhen zu graben, um alte und weniger alte Lieder und Melodien wieder aus der Kiste und dem Vergessen zu holen? Und neue zu schreiben, die \u201eGassenhauer\u201c werden k\u00f6nnten und mit uns auf die Stra\u00dfen gehen? Haben nicht auch die \u201eLatscher\u201c = die antifaschistischen \u201eEdelweisspiraten\u201c sich am Singen gefreut und aufrecht gehalten? Auch im Gef\u00e4ngnis und Lager? Die <a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2019\/11\/ein-lebendiger-ort-der-geschichte\/\">Bakuninh\u00fctte<\/a> hat einen ganzen historischen Instrumentenladen geerbt. Es macht Spa\u00df zu singen und es ist befreiend, sich singend Luft, Lust und Mut zu machen. Sicher liegt es nicht daran, dass in D-Land zu wenig Liedgut aufzutreiben w\u00e4re. Aber nach dem Gegr\u00f6hle der SA-Horden und Wehrmachtstruppen, den tumben gebetsm\u00fchlenhaften KPD-Mythen mit \u201eDie Partei, die Partei hat immer recht&#8230;\u201c und dem abgleierten SPD-Parteitagsgesinge mochte wohl niemand mehr so recht zu deutschem tradierten Sangesgut greifen (das teils auch wirklich toxisch war).<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\">\u201e<span lang=\"de-DE\">Ein neues Lied, ein bess\u2018res Lied, Freunde, will ich Euch singen&#8230;\u201c \u2013 und da es noch immer um das Erringen des Himmelreiches hier auf Erden geht, wollen wir Altvater Henry Heine doch zustimmen und mal probieren aufs Neue anzuheben. Zarte Versuche gibt es schon.<\/span><\/p>\n<p align=\"right\"><strong><span lang=\"de-DE\">R@lf G. Landmesser \/ LPA Berlin<\/span><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf dem Lehrplan im Humanistischen Gumminasium standen immerhin schon ein paar 1848er Songs: \u201eDie Gedanken sind frei&#8230;\u201c, wenn das auch das einzige damals war, was frei war, PERSIL- und gehirngewaschen von den Pfaffen, wie wir waren. \u201eOh Haupt voll Blut und Wunden&#8230;\u201c, Kopfn\u00fcsse, Waatschen, Wangenkneifen, Ohrenziehen. Was wussten wir schon von 1848, von Revolution? 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