{"id":25323,"date":"2021-06-21T12:36:32","date_gmt":"2021-06-21T10:36:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2021\/06\/sie-draengen-auf-die-entscheidung\/"},"modified":"2021-07-23T13:47:52","modified_gmt":"2021-07-23T11:47:52","slug":"sie-draengen-auf-die-entscheidung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2021\/06\/sie-draengen-auf-die-entscheidung\/","title":{"rendered":"Sie dr\u00e4ngen auf die Entscheidung&#8230;"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Hallo liebe Leute an den Endger\u00e4ten. Es steht 1:0 f\u00fcr die profitorientierte Immobilienwirtschaft, den BBU, gegen die ausgelaugten Berliner Mieter*innen Amateure. Die Immobilienwirtschaft war \u00fcber die gesamte Spieldauer \u00fcberlegen. Steil ansteigende Mieten gingen dem Gegnerteam m\u00e4chtig ans Zahnfleisch. In der Anfangszeit gab es viel Betrieb \u00fcber den Wirtschaftsfl\u00fcgel, der immer wieder die linke Seite der Amateur*innen zerpfl\u00fcgte. Bis dato war der \u201elinke Angriff\u201c der Berliner*innen f\u00f6rmlich untergetaucht. Dies lag vielleicht auch an der bisweilen sehr r\u00fcden Gangart in der Partie seitens des Favoriten. Ohne R\u00fccksicht auf fremde Verluste wurde der eigene Stiefel runtergespielt. Die unparteiischen (Schieds)Richter mit einem sehr weiten Regelverst\u00e4ndnis sahen sich nicht veranlasst den teilweise unfairen Zweikampf-Methoden ein Ende zu setzen.<br \/>\nDie Trib\u00fcne folglich aufgrund des Spielverlaufs sichtlich nerv\u00f6s, viel Gemecker von den R\u00e4ngen. Es wurde ja der zuvor als Hoffnungsbringer gefeierte Gerhard Schr\u00f6der, nach jahrelangem Misserfolgen gegen die jetzt-Langzeittrainerin Merkel ausgetauscht. Sie vermochte aber auch keinen frischen Wind in die Angelegenheit zu bringen, sondern setzte den destruktiven Spielstil Schr\u00f6ders fort. Trotz permanentem Gegenhalten der aufopferungsvollen linken Verteidigungsseite musste sich die Abwehr in der 80. Minute dann dem neoliberalen Durchbruch geschlagen geben. Das Tor wurde wie folgt herausgespielt:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine zu schwache Organisation auf der linken Seite und das Kapital, als Spielmacher und 10er von den Schiedsrichtern gerne mit gewissen Superstarvorz\u00fcgen behandelt, kann sich in aller Seelenruhe seine Anspielstation aussuchen. Die Mannschaft im Angriffspiel moralisch sehr flexibel, aber auch auf der Bank befindet sich genug weiteres internationales Kapital. Das Spielger\u00e4t gelangt zu dem internationalen schwedischen Schwergewicht Akelius, die gerissene Gesetzesl\u00fccke wird erbarmunglos ausgenutzt. Die CDU gleicherma\u00dfen dort zu finden. Geschickt werden sich die B\u00e4lle hin und her gespielt \u2013 das wirkt einstudiert. Der rechte Innenverteidiger Sarrazin begleitet nur. Er zieht ja in der kommenden Saison f\u00fcr eine doch hohe Abl\u00f6se das Trikot des Gegnerteams an. \u00dcber die Summe wurde jedoch von beiden Seiten Stillschweigen vereinbart. Auch die gr\u00fcne Innenverteidigung wohl nur vermeintlich hinten links, kann der Abwehr der Mieter*innen nicht aushelfen. Wir halten fest, die profitorientierte Wohnungswirtschaft h\u00e4mmert in der 80. Minute aus halbrechter Position das Ding zur F\u00fchrung in die Gamaschen. Clever gemacht, obwohl eigentlich unverdient. Die Mieter*innen und Steuerzahler*innen hatten viel Motivation und Kreativit\u00e4t auf den Platz gebracht, konnten den Mehrwert ihrer Arbeit aber nicht vollends aussch\u00f6pfen und m\u00fcssen sich im eigenen Haus d\u00fcpieren lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die sp\u00e4te F\u00fchrung stellte sich kurzzeitig als sehr komfortabel heraus. Im Anschluss fast schon arrogantes Auftreten seitens der profitorientierten Wohnungswirtschaft, so dominant wurde das \u00f6ffentliche Feld bespielt und die Diskussionsr\u00e4ume eng gehalten. In der Folge aber der freie Markt im Zentrum ineffektiv, unterirdische Reinvestitionsquote, mangelnde Mietvertragsabschl\u00fcsse. Es reichte jedoch um das mitgebrachte Kapital scheinbar gewinnbringend zu verwalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jetzt jedoch \u00fcbernimmt in der Schlussphase dieses Spiels die von \u201eExperten\u201c so lange verschm\u00e4hte linke Seite die Initiative. An der Grundgesetzeslinie ein starker juristischer Kniff. Die Juristen hinten rechts auf der Gegnerseite haben M\u00fche und Not sich zu verteidigen. Die dreifach Sechs aus Springer, Merz und Karrenbauer wirkt ratlos. DWE hat den Kopf oben f\u00fcr die demonstrativ mitgelaufenen Berliner*innen, die das Ding fertig bringen. 1:1 Ausgleich! M\u00fchelos machen die Mieter*innen das Tor. \u00dcberzahl in Objektn\u00e4he, alle spielen mit, sehr viele Akteure involviert und das Verteidigungsbollwerk der profitorientierten Wohnungsunternehmen f\u00e4llt. Diese waren wohl gedanklich schon bei der Champagner-Dusche mit dem Hardcore-Fanblock der wenigen mitgereisten Gro\u00dfaktion\u00e4re. Die Nachspielzeit war fast abgelaufen und dann so eine Wendung. Es riecht nach Verl\u00e4ngerung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn auch du eine Verl\u00e4ngerung sehen m\u00f6chtest, dann:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Unterst\u00fctze das Volksbegehren zur Gesetzesinitiative \u201eDeutsche Wohnen und Co. Enteignen\u201c!<\/strong><br \/>\nEs sind 175.000 Unterschriften bis zum 25. Juni n\u00f6tig.<br \/>\nAm 26. September ist das R\u00fcckspiel bei der Wahl.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.dwenteignen.de\">www.dwenteignen.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo liebe Leute an den Endger\u00e4ten. Es steht 1:0 f\u00fcr die profitorientierte Immobilienwirtschaft, den BBU, gegen die ausgelaugten Berliner Mieter*innen Amateure. Die Immobilienwirtschaft war \u00fcber die gesamte Spieldauer \u00fcberlegen. Steil ansteigende Mieten gingen dem Gegnerteam m\u00e4chtig ans Zahnfleisch. 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