{"id":25711,"date":"2021-09-07T10:11:36","date_gmt":"2021-09-07T08:11:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2021\/09\/ein-langer-weg-zum-frieden\/"},"modified":"2021-10-18T21:54:57","modified_gmt":"2021-10-18T19:54:57","slug":"ein-langer-weg-zum-frieden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2021\/09\/ein-langer-weg-zum-frieden\/","title":{"rendered":"Ein langer Weg zum Frieden"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Mitte Juni 2021. Wir fahren durch die Berge der Autonomen Region Kurdistan im Nordirak. Unsere Busse sind voller Internationalist_innen. Das Rattern der Motoren mischt sich mit dem Hupen \u00fcberholender Pickups, dem Klicken von Kameras, Sprachfetzen angeregter Diskussion auf Englisch, Deutsch, Kurmandschi und Franz\u00f6sisch. Die Busse winden sich die steilen Schotterstra\u00dfen des Zagros-Gebirges (\u00c7iyay\u00ean Zagros\u00ea) hinauf, wir sind keine 20 Kilometer von der Front entfernt. Als Gewerkschafter_innen der Freien Arbeiter*innen Union (FAU) sind wir Teil einer internationalen Delegation zur Unterst\u00fctzung der kommunalistischen Bewegungen der Region und zum Protest gegen einen drohenden t\u00fcrkischen Invasionskrieg im Nordirak. Unsere heterogene Delegation soll auf \u00fcber 150 Vertreter_innen verschiedenster Organisationen, Parteien, Gewerkschaften und Medien aus \u00fcber 20 L\u00e4ndern anwachsen. Wir sollen uns mit Vertreter_innen von Parteien und Zivilgesellschaft, aber auch mit Gefl\u00fcchteten und Kriegsopfern treffen. Ziel ist es, einen Eindruck von der Lage in der Autonomen Region Kurdistan zu bekommen, wo seit dem 24. April 2021 (Jahrestag des t\u00fcrkischen V\u00f6lkermords an den Armenier_innen) eine gro\u00df angelegte t\u00fcrkische Milit\u00e4roffensive begonnen hat. Offiziell gilt diese der Niederschlagung der PKK im Zagros-Gebirge, viele Beobachter_innen bef\u00fcrchten indes dar\u00fcber hinaus eine dauerhafte t\u00fcrkische Besetzung, Vertreibungs- und Umsiedlungspolitik in den attackierten Gebieten.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\">Blick zur\u00fcck<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">2012: Mit \u00fcber 25 Freund_innen sind wir auf dem anarchistischen Weltkongress in St. Imier (Schweiz). In diesem Schmelztiegel libert\u00e4rer Bewegungen macht eine Nachricht die Runde: Die kurdische PKK, verkn\u00fcpft mit parteiinternen Machtk\u00e4mpfen und S\u00e4uberungen, habe eine Kehrtwende gemacht. Von einer marxistisch-leninistischen Kaderpartei soll sie sich den anarchistischen Ideen des Anarcho-Kommunismus und Kommunalismus angen\u00e4hert haben. Langj\u00e4hrige Freund_innen, exilierte Anarchist_innen aus der T\u00fcrkei, best\u00e4tigen, dass sich die Entwicklung schon mehrere Jahre vollziehe und dass die kommunalistisch-kurdische Bewegung mittlerweile gr\u00f6\u00dfere Teile Nordsyriens und auch Teile der T\u00fcrkei unter Kontrolle halte. Zu Hause beginne ich zu recherchieren. Ein paar Artikel im Internet geben sehr unterschiedliche Einsch\u00e4tzungen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-25842\" src=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/4096-2723-max-4klein.jpg\" alt=\"\" width=\"100%\" height=\"100%\" srcset=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/4096-2723-max-4klein.jpg 600w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/4096-2723-max-4klein-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/4096-2723-max-4klein-150x100.jpg 150w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Foto: Steff Brenner<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zwei Jahre sp\u00e4ter: Die nordsyrische Stadt Koban\u00ea wird vom Daesh (\u201eIslamischer Staat\u201c, IS) bedr\u00e4ngt. In meiner Stadt kommt es am 10. Oktober 2014 zu einer ersten gro\u00dfen Demonstration. F\u00fcr viele der aufgetauchten deutschst\u00e4mmigen Linken ist es der erste Kontakt mit den kurdischen Genoss_innen der Stadt. Wir sind verbl\u00fcfft und ber\u00fchrt von der Masse und der Stimmung der Demonstration. ((1)) Wie mir ging es vielen in und au\u00dferhalb unserer Gewerkschaftsbewegung. Wir begannen Reportagen, Einsch\u00e4tzungen und Dokus zu sichten und uns ein Bild von der Situation zu machen. Gleichzeitig wurde die Bewegung durch ihren erfolgreichen Bodenkampf gegen den Daesh weltber\u00fchmt, Rojava ein Schlagwort, welches vielen Menschen auch au\u00dferhalb der linken Bewegung ein Begriff wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Daneben hielten uns als ostdeutsche Linke in dieser Zeit aber v.\u00a0a. auch lokale Geschehnisse auf Trab: Die Zahl rechter Anschl\u00e4ge und Gewalttaten schoss in die H\u00f6he, weit \u00fcber ein Jahr waren 35 rechtsradikale Demonstrationen pro Woche\u00a0(!) in Sachsen keine Seltenheit. Meine Genoss_innen und ich fuhren mehrmals die Woche los, vor irgendeine Gefl\u00fcchteten-Unterkunft, wo wir mit den Betroffenen, nur mit ein paar Fahnenstangen und Pfefferspray bewaffnet, notd\u00fcrftig den Selbstschutz gegen einen besser bewaffneten und weit gr\u00f6\u00dferen rechten Mob organisierten. Heidenau, Freital, Bautzen, Dresden und Clausnitz sind nur einige der Ortsnamen, die uns zu dieser Zeit mehr im Ohr klangen als Koban\u00ea, Dirb\u00easiy\u00ea, Qami\u015flo oder Afr\u00een. ((2))<br \/>\nGerade in dieser Zeit lernten wir immer wieder Menschen kennen, die vor Ort gewesen waren, die in uns ein differenzierteres Bild von den gesellschaftlichen Dynamiken entstehen lie\u00dfen, die sich im Nord-Osten Syriens und wenig sp\u00e4ter auch im Sindschar-Gebirge (\u00c7iyay\u00ea \u015eingal) abspielten.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\">Eigene Verantwortung<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den Jahren 2016 und 2017 besch\u00e4ftigten wir uns in unserem Syndikat (lokale Gewerkschaft der FAU) intensiv mit der bevorstehenden Gr\u00fcndung unserer neuen Gewerkschaftsinternationale, der Internationalen Konf\u00f6deration der Arbeiter_innen, ((3)) und im Zuge dessen auch mit den Gemeinsamkeiten und Unterschieden der <a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2004\/01\/die-ezln-eine-gewaltfreie-guerilla\/\">zapatistischen<\/a>, kommunalistischen und syndikalistischen Bewegungen. Diese drei Str\u00f6mungen versuchen gerade, mit libert\u00e4r orientierten Konzepten Tausende von Menschen zu organisieren und sich dabei weltweit mit anderen Bewegungen zu koordinieren.<br \/>\nEin gro\u00dfes Problem f\u00fcr die kommunalistischen Bewegungen in der T\u00fcrkei, in Nord-Ost-Syrien, im Iran und Nordirak ist, dass ihnen internationale Aufmerksamkeit meist nur w\u00e4hrend akuter Kriegszeiten zuteilwurde und -wird. Ich war da leider zun\u00e4chst keine Ausnahme. Mit dem 19. Januar 2018 sah sich die Revolution in Nord-Ost-Syrien einer neuerlichen t\u00fcrkischen Invasion gegen\u00fcber. Anders als bei vorherigen Konflikten nahm ich diesmal sehr aktiv an der Solidarit\u00e4tsarbeit teil, lernte Menschen vor Ort kennen, sichtete t\u00e4gliche Berichte \u00fcber Frontverl\u00e4ufe und Menschenrechtsverletzungen. Nat\u00fcrlich hatte mich all dies schon vorher besch\u00e4ftigt, doch diesmal verzweifelte ich ob unserer Machtlosigkeit und der Desinteressiertheit der deutschen \u00d6ffentlichkeit, deren Regierung den t\u00fcrkischen Diktator deckte, Panzer und Drohnentechnologie lieferte, um im n\u00e4chsten Moment wieder etwas von humanistischen Werten und Rechtsstaatlichkeit zu faseln.<br \/>\nF\u00fcr mich begann eine intensive Auseinandersetzung mit mir selbst, mit den eigenen Privilegien, die wir als Mitglieder von linken Bewegungen in Konsuml\u00e4ndern wie Deutschland genie\u00dfen, wie diese Gesellschaftsformen unsere Aushandlung von individuellen und kollektiven Zielen und unser Verantwortungsgef\u00fchl pr\u00e4gen. Am Ende der \u00dcberlegungen stand der Entschluss, mich im Internationalen Komitee der FAU-Bundesf\u00f6deration zu engagieren und mich durch Korrespondenz und Recherche so gut wie m\u00f6glich mit den Verh\u00e4ltnissen vertraut zu machen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-25843\" src=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/4096-2723-max-7-1024x681.jpg\" alt=\"\" width=\"100%\" height=\"100%\" srcset=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/4096-2723-max-7-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/4096-2723-max-7-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/4096-2723-max-7-600x399.jpg 600w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/4096-2723-max-7-768x511.jpg 768w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/4096-2723-max-7-1536x1021.jpg 1536w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/4096-2723-max-7-2048x1362.jpg 2048w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/4096-2723-max-7-150x100.jpg 150w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/4096-2723-max-7-scaled.jpg 1600w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Foto: Steff Brenner<\/em><\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\">Auf dem Weg\u2026<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist der 10 Juni. Nach 40 Grad im staubig-abgasbelasteten Erbil und f\u00fcnf Stunden Busfahrt atmen wir endlich k\u00fchle Bergluft. Wir blicken auf die angrenzenden iranischen Berge und den Cheekha Dar (den h\u00f6chsten Berg des Iraks). Es ist mein dritter Tag in Kurdistan, und unsere Gastgeber_innen wollen uns zun\u00e4chst die Sch\u00f6nheit des Landes nahebringen. Das ist gelungen! Mit Blick auf das zerkl\u00fcftete Gebirge, die leidvolle Geschichte der Minderheiten der Region und die immer mangelhafte Unterst\u00fctzung f\u00fcr diese wird mir die Tragweite des kurdischen Sprichworts \u201eKeine Freunde au\u00dfer den Bergen\u201c voll bewusst.<br \/>\nDie Fahrt geht weiter, es werden Projekte besprochen, Pressemitteilungen geschrieben, Perspektiven aus verschiedenen L\u00e4ndern ausgetauscht. Unterbrochen wird das rege Treiben von Checkpoints der Peschmerga-Einheiten, die meist entweder der st\u00e4rksten Regierungspartei PdK (auf deutsch KDP abgek\u00fcrzt) oder der zweitgr\u00f6\u00dften YNK (auf deutsch PUK abgek\u00fcrzt) unterstehen. Innerhalb von zwei Tagen sehe ich so viele Sturmgewehre wie vermutlich in meinem ganzen Leben zuvor nicht. Schon am gestrigen Tag wollte eine Abordnung unserer Delegation zum Parlament fahren und sich mit Vertreter_innen der verschiedenen kurdischen Parteien treffen. Daraus wurde nichts, vorm Hotel hielten bewaffnete Kr\u00e4fte die Fahrt auf. Auch wir machten erste Bekanntschaft mit Milit\u00e4r-Transportern und Agent_innen in Zivil, die uns begleiten.<br \/>\nW\u00e4hrend unserer heutigen Fahrt beginnen Sicherheitskr\u00e4fte der Autonomen Region Kurdistan, am Flughafen Erbil ankommenden Mitgliedern unserer Delegation die Einreise zu verweigern. Zum Schluss werden es weit \u00fcber 50 sein. Viele sitzen tagelang bei mangelnder Versorgung im Transit-Bereich fest, manche gehen in den Hungerstreik. Das deutsche Konsulat in Erbil schweigt zu den Vorg\u00e4ngen. Am selben Tag werden drei Mitglieder der syrischen PKK-Schwesterpartei PYD, teils offizielle Vertreter in der Autonomen Region Kurdistan, in Erbil festgenommen und ohne Gerichtsverfahren und Beistand oder Informationen \u00fcber ihren Verbleib in Haft genommen. Zwei kommen nach 50 Tagen ohne Erkl\u00e4rung wieder frei. Der dritte Aktivist ist Anfang August weiterhin vermisst.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\">Treffen mit Vertretern der \u00caz\u00eed_innen<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wieder im Bus. Wir singen revolution\u00e4re Lieder oder blicken, unseren Gedanken nachh\u00e4ngend, aus dem Bus ins schwindende Tageslicht. Wir sind fertig vom Tag. Es sind die Widerspr\u00fcche des Erlebten, die an uns nagen und in unseren K\u00f6pfen ihre Kreise drehen.<br \/>\nAm Morgen des 4. Tages unseres Aufenthalts haben wir nach mehrst\u00fcndiger Fahrt das religi\u00f6se Oberhaupt der \u00caz\u00eed_innen getroffen, den \u201eBav\u00ea \u015e\u00eax\u201c Ali Elias, der seit Ende 2020 im Amt ist. Die \u00caz\u00eed_innen sind eine religi\u00f6se Minderheit, die seit Jahrhunderten verfolgt wird. Internationale Aufmerksamkeit erhielten sie ab dem 3. August 2014, als der Daesh vor ihrem Hauptsiedlungsgebiet, dem Sindschar-Gebirge, stand, mit der festen Absicht, s\u00e4mtliche \u00caz\u00eed_innen samt ihrer kulturellen St\u00e4tten zu vernichten. Das Sindschar-Gebirge im Westen des Nordirak, nahe der Autonomen Region Nord-Ost-Syrien, unterstand damals dem Schutz der Autonomen Region Kurdistan. Die Peschmerga der PdK, von der Bundesrepublik Deutschland sp\u00e4ter f\u00fcr die Abwehr des Daesh mit Waffen ausger\u00fcstet, r\u00e4umten die Stellungen des Sindschar-Gebirges, ohne einen einzigen Schuss abzugeben, und \u00fcberlie\u00dfen Zehntausende vorher entwaffnete \u00caz\u00eed_innen ihrem Schicksal. Schlussendlich waren es revolution\u00e4re Einheiten aus Nord-Ost-Syrien und der PKK, die mit US-Luftunterst\u00fctzung einen Fluchtkorridor freik\u00e4mpften. F\u00fcr Tausende kam diese Hilfe allerdings zu sp\u00e4t.<br \/>\nDie Audienz ist widerspr\u00fcchlich. Einerseits weil es um die Person Ali Elias wie auch anderer k\u00fcrzlich gew\u00e4hlter Oberh\u00e4upter innerhalb der \u00eaz\u00eedischen Gemeinschaften Streit gibt. Neben den tradierten Wahlverfahren (die F\u00fchrer der \u00caz\u00eed_innen sind prinzipiell M\u00e4nner, m\u00fcssen bestimmten Familien entstammen und werden meist nur von den Eliten gew\u00e4hlt) wurden bei den letzten Wahlen auch besondere politische Einflussnahme und eine N\u00e4he der Kandidaten zur Partei PdK unterstellt. Teile der \u00caz\u00eed_innen erkennen die Wahl nicht an. Weiterhin werden bis heute Kinder aus IS-Vergewaltigungen von der \u00eaz\u00eedischen F\u00fchrung nicht anerkannt, und viele betroffene Frauen f\u00fchlen sich ausgesto\u00dfen und stigmatisiert. Nach Aussagen von \u00caz\u00eed_innen und ehemaligen YPG-K\u00e4mpfer_innen, die ich treffe, befinden sich Hunderte betroffene Kinder in Waisenlagern der YPG in Nord-Ost-Syrien, zur\u00fcckgelassen von verzweifelten M\u00fcttern. Auch die Selbstmordrate unter \u00eaz\u00eedischen Frauen ist weiterhin hoch. Schlie\u00dflich kommt mir zu Ohren, dass weibliche K\u00e4mpfer_innen der \u00eaz\u00eedischen Selbstverteidigungseinheiten YB\u015e und YJ\u00ca (nach 2014 nach nord-ost-syrischem Vorbild von Kommunalist_innen aufgebaut) vom Bav\u00ea \u015e\u00eax aus der \u00eaz\u00eedischen Gemeinschaft ausgeschlossen worden sein sollen. Auf der anderen Seite vertritt der Bav\u00ea \u015e\u00eax immer noch Tausende \u00caz\u00eed_innen, bringt uns viele Probleme der Religionsgemeinschaft nahe und legitimiert mit seiner Audienz auch unsere Delegation auf dem diplomatischen Parkett der Autonomen Region Kurdistan.<br \/>\nEs folgt ein eindr\u00fccklicher Besuch von Lalisch (Lali\u015f), dem h\u00f6chsten Heiligtum der \u00caz\u00eed_innen. Auch hier haben wir widerspr\u00fcchlichste Eindr\u00fccke, und wir treffen eine auff\u00e4llige Frau wieder, die uns schon beim Hinflug an den Fersen klebte und der wir noch verschiedentlich begegnen \u2013 ob sie BND-Agentin oder Mitglied eines anderen Geheimdienstes ist, l\u00e4sst sich schwer feststellen.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\">Besuch im Fl\u00fcchtlingslager Sheikhan<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anschlie\u00dfend fahren wir ohne offizielle Genehmigung ins \u00eaz\u00eedische Fl\u00fcchtlingslager Sheikhan. Sieben Jahre nach dem Genozid von 2014 leben hier ca. 12.000 Geflohene in Zelten \u2013 es ist nur eines von vielen Lagern in Syrien und Nordirak, und die \u00caz\u00eed_innen sind nur eine von vielen Betroffenengruppen. Allein im Gouvernement Dahuk (Dihok) leben einer \u00dcbersichtskarte in der Lagerverwaltung zufolge \u00fcber 700.000 \u201eDisplaced Persons\u201c. Nur ein Bruchteil unserer Delegation wird ins Lager gelassen, nur f\u00fcr kurze Zeit und mit Polizeibegleitung. Der Rest unserer zu diesem Zeitpunkt 60-k\u00f6pfigen Delegation wird von der Lagerleitung zum Tee eingeladen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-25844\" src=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/4096-2723-max-6klein-1024x681.jpg\" alt=\"\" width=\"100%\" height=\"100%&quot;\" srcset=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/4096-2723-max-6klein-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/4096-2723-max-6klein-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/4096-2723-max-6klein-600x399.jpg 600w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/4096-2723-max-6klein-768x511.jpg 768w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/4096-2723-max-6klein-1536x1021.jpg 1536w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/4096-2723-max-6klein-2048x1362.jpg 2048w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/4096-2723-max-6klein-150x100.jpg 150w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/4096-2723-max-6klein-scaled.jpg 1600w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Foto: Steff Brenner<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch hier Ambivalenz: Der Lagerleiter hat selbst Fluchtgeschichte, scheint sich sogar \u00fcber die Delegation zu freuen, und doch bleiben die Menschen hier in elenden Lagerbedingungen, weil das Barzani-Regime, welches f\u00fcr die Lagerf\u00fchrung verantwortlich zeichnet, weder materielle noch milit\u00e4rische Sicherheiten f\u00fcr die \u00caz\u00eed_innen garantiert. Viele von uns verzichten daher darauf, unter Barzani-Portr\u00e4ts und -Schriftz\u00fcgen die Tee-Rationen der Insass_innen wegzutrinken, und suchen am Rande des Camps das Gespr\u00e4ch mit den Betroffenen \u2013 so auch ich mit zwei Genoss_innen. Wir und andere erhalten in unseren Gespr\u00e4chen \u00e4hnliche Einsch\u00e4tzungen der aktuellen Lage: Die Leute trauen dem Barzani-Regime nicht, es waren PKK- und nord-ost-syrische Kr\u00e4fte, die sie sowohl milit\u00e4risch als auch humanit\u00e4r unterst\u00fctzt h\u00e4tten. Sie erz\u00e4hlen, dass sie keine Hoffnung haben, da der Daesh immer noch stark in der Region sei, auch sonst viele Muslim_innen den \u00caz\u00eed_innen feindlich gegen\u00fcberst\u00fcnden und nun sogar Daesh-Gefangene im selben Lagerkomplex untergebracht w\u00fcrden. Die PKK sei schlie\u00dflich abgezogen, um keine Legitimation f\u00fcr weitere t\u00fcrkische Angriffe auf die Region zu liefern, die \u00eaz\u00eedischen Selbstverteidigungseinheiten w\u00fcrden von der kurdischen und irakischen Regierung bek\u00e4mpft. Internationale Hilfen f\u00fcr den Aufbau \u00eaz\u00eedischer D\u00f6rfer w\u00fcrden von der kurdischen Regierung in die eigene Tasche gesteckt, der Wiederaufbau und der Verkehr in und aus \u00eaz\u00eedischen Ortschaften von Regierungsmilizen verhindert. Das Bild, das bleibt: Hunger, Elend, Trauma, Stillstand und Resignation. ((4))<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der f\u00fcnfte Tag beginnt mit einer \u00dcberraschung: Die Bundespolizei selbst ist am Flughafen D\u00fcsseldorf aktiv geworden und hat rund 20 unserer Delegierten an der Ausreise gehindert. Da davon auch deutsche Parlamentarier_innen betroffen sind und alles danach aussieht, dass die deutschen Sicherheitsorgane hier auf direkte Anfrage des t\u00fcrkischen Geheimdienstes handeln, erf\u00e4hrt die Geschichte eine gr\u00f6\u00dfere \u00d6ffentlichkeit in linken und konservativ-rechten Medien. Der Tag besteht f\u00fcr uns im Wesentlichen aus Pressearbeit im Hotel.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\">Treffen mit einem PdK-Offiziellen<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Durch die Medienberichte \u00fcber unsere Delegation \u00e4ndert die Regierungspartei PdK am n\u00e4chsten Tag ihre Taktik: Nach diversen Treffen einer unserer Abordnungen mit verschiedenen Parteien und Gewerkschaften der Autonomen Region sagt der Regierungsverantwortliche f\u00fcr ausw\u00e4rtige Angelegenheiten \u00fcberraschend ein kurzfristiges Treffen zu. Noch zwei Tage vorher hatte uns seine Partei in Pressestatements w\u00fcst als Terrorist_innen beschimpft.<br \/>\nDas Treffen findet bei uns im Hotel statt, \u00fcber 80 Mitglieder der Delegation sind anwesend. Nach diplomatischen Nettigkeiten beginnt der Quasi-Au\u00dfenminister einen l\u00e4ngeren Monolog und wiederholt die g\u00e4ngigen Erz\u00e4hlungen der PdK: Dass es sich bei der Autonomen Region Kurdistan um einen Rechtsstaat handele, die PKK diesen nicht anerkenne, dass die t\u00fcrkischen Angriffe die Schuld der PKK seien und sie au\u00dferdem daf\u00fcr verantwortlich sei, dass die \u00caz\u00eed_innen nicht in ihre Siedlungsgebiete zur\u00fcckkehrten. Manche Teilnehmer_innen werden in ihren Nachfragen eindringlicher: Ob nicht verschiedene Demokratie-Konzeptionen ihre Berechtigung h\u00e4tten \u2013 und in jedem Fall mehr als der t\u00fcrkische Despotismus? Ob der Feind nicht eher die aggressive t\u00fcrkische Autokratie sei als die PKK? Unser Gegen\u00fcber verf\u00e4llt in Realtalk: Welche Optionen die Autonome Region gegen das NATO-Land T\u00fcrkei denn h\u00e4tte? Ob die Regierungen unserer Herkunftsl\u00e4nder irgendetwas f\u00fcr den Schutz der irakischen Kurd_innen unternehmen w\u00fcrden, k\u00e4me es zum Krieg? Es fallen die Worte \u201ePolitik ist ein dreckiges Gesch\u00e4ft!\u201c, und auf die Nachfrage, ob nicht wenigstens die Grenzen nach Nord-Ost-Syrien ge\u00f6ffnet werden k\u00f6nnten, um die ausblutende Bev\u00f6lkerung dort mit dem N\u00f6tigsten zu versorgen, folgt die klare Antwort: \u201eNein, weil wir \u00fcberleben wollen!\u201c Nach diesem Wortgefecht verl\u00e4sst der Politiker nebst seiner Leibw\u00e4chter eilig und sichtlich w\u00fctend das Geb\u00e4ude.<br \/>\nNoch in der Nacht steigt die Pr\u00e4senz ziviler Agent_innen unertr\u00e4glich an. Schon in den letzten Tagen waren offensichtlich Hotelzimmer in unserer Abwesenheit durchsucht worden und immer einige Spitzel zugegen, doch ab jetzt bis zur Abreise der Delegation aus Erbil bev\u00f6lkern ganze Scharen die Lobbys der Hotels, in denen wir uns bewegen.<br \/>\nEine Auswertung der Gespr\u00e4che mit den restlichen Parteien und Organisationen kristallisiert sp\u00e4ter zwei Kernforderungen heraus, bei denen sich alle einig sind: 1. Die PKK muss von den internationalen Terrorlisten verschwinden, da diese Einordnung einerseits ungerechtfertigt ist und andererseits die internationale Legitimation f\u00fcr die t\u00fcrkischen Angriffskriege liefert. 2. Es darf zu keinerlei Gefechten zwischen PKK-Milizen und Peschmerga kommen.<br \/>\nAm darauffolgenden Tag wird unsere geplante Demonstration inklusive Pressekonferenz vor dem UN-Sitz in Erbil verboten. Unser Hotel wird von bewaffneten Kr\u00e4ften mit Sturmgewehren umstellt, wir d\u00fcrfen das Geb\u00e4ude nur einzeln f\u00fcr Besorgungen verlassen. Kurzerhand wird die Pressekonferenz unter Anwesenheit von Polizei und Peschmerga in der Hotellobby abgehalten. Ich schreibe eine Pressemitteilung, umringt von t\u00fcrkisch sprechenden Agenten und keine 20 Meter vom Lauf der n\u00e4chsten AK-47 entfernt. Trotz des Verbots des Protests bleibt ein Erfolg: Alle namhaften Medien der Region sind vertreten, das Thema ist in der lokalen \u00d6ffentlichkeit voll gesetzt, kritische Stimmen aus der Region, vorgetragen durch uns Internationalist_innen, k\u00f6nnen vom Barzani-Regime nicht zum Schweigen gebracht werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-25845\" src=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/4096-2723-maxklein.jpg\" alt=\"\" width=\"100%\" height=\"100%\" srcset=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/4096-2723-maxklein.jpg 700w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/4096-2723-maxklein-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/4096-2723-maxklein-600x399.jpg 600w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/4096-2723-maxklein-150x100.jpg 150w\" sizes=\"(max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Foto: Steff Brenner<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am achten Tag reise ich schweren Herzens ab, viele andere bleiben. Beim Flug treffen wir wieder auf die mutma\u00dfliche BND-Agentin. In D\u00fcsseldorf empfangen uns eine gro\u00dfe Solidarit\u00e4tskundgebung und ein ebenso gro\u00dfes Polizeiaufgebot, das sich aber zur\u00fcckh\u00e4lt \u2013 uns sch\u00fctzt vermutlich die gesteigerte Aufmerksamkeit deutscher Medien.<br \/>\nDer Rest der Delegation wechselt im Anschluss ins YNK-dominierte Gebiet, wo der Repressionsdruck nachl\u00e4sst. Es kommt zu Fahrten in direkte Frontn\u00e4he, Treffen mit Kriegsopfern, Demonstrationen und Auftritten in diversen kurdischen Medien. Je sp\u00e4ter unsere Mitdelegierten nach Deutschland zur\u00fcckkehren, desto unfreundlicher wird der Empfang. Zuletzt werden Gep\u00e4ckst\u00fccke illegal durchsucht und entwendet, R\u00fcckkehrer_innen teils zu Boden geworfen, mehrere Stunden festgehalten und befragt. Weitere Repression wird sicher folgen, wenn das Medieninteresse v\u00f6llig verebbt ist.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\">Relative Machtlosigkeit und fehlende Empathie<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unsere Delegationsreise kann sicher als ein Versuch begriffen werden, eine \u00f6ffentliche Debatte auch dort herzustellen, wo sie unterdr\u00fcckt wird. Sie war ebenso eine Suche nach neuen Konzepten in einer Situation, in der Gro\u00dfm\u00e4chte mit einer historisch nie dagewesenen milit\u00e4rischen \u00dcbermacht das Leben Zigtausender Menschen und eben auch die Hoffnung auf (basis-)demokratische und humanistische Gesellschaftsformen bedrohen.<br \/>\nTrotzdem bleibt ein Gef\u00fchl relativer Machtlosigkeit in mir zur\u00fcck, denn der PdK-Vertreter hatte an einem Punkt recht: Die Autonome Region Kurdistan und die Autonome Administration Nord-Ost-Syrien allein h\u00e4tten gegen die NATO-Armee der T\u00fcrkei kaum eine Chance, selbst wenn sie effektiv zusammen k\u00e4mpfen k\u00f6nnten und wollten. Der Krieg wird in den L\u00e4ndern entschieden, die das Erdo\u011fan-Regime wirtschaftlich und politisch am Leben erhalten, also u.\u00a0a. in Deutschland.<br \/>\nJe l\u00e4nger ich mich mit den sozialen K\u00e4mpfen au\u00dferhalb von Europa befasse, Freund_innen und Genoss_innen kennenlerne, die im Kampf fallen oder mir ihre Geschichten des Verlusts und ihrer Entbehrungen erz\u00e4hlen, desto mehr befremdet mich, welche Urteile, welchen Luxus und welche Privilegien sich selbst eine radikale Linke in Deutschland als scheinbar selbstverst\u00e4ndlich herausnimmt. Diese mangelnde Empathie und das mangelnde Verantwortungsgef\u00fchl sind ein gro\u00dfes Problem. Ein anderes, noch schwerwiegenderes Problem ist, dass \u00d6ffentlichkeitsarbeit und Protest in Deutschland und anderswo wenig bis gar nichts bewirken werden, wenn die wirtschaftlichen Interessen in eine andere Richtung weisen. Als Belege f\u00fcr diese Aussage sei nur beispielhaft der Massenprotest gegen die Agenda 2010 (um 2004) genannt oder auf die v\u00f6llig verzerrten Reaktionen der Politik bez\u00fcglich der Forderungen der aktuellen Klimabewegung verwiesen.<br \/>\nAls Internationalist_innen und Humanist_innen bleibt uns in Deutschland aus meiner Sicht deshalb nichts anderes \u00fcbrig, als unsere eigenen Privilegien immer wieder kritisch zu \u00fcberpr\u00fcfen, uns in m\u00f6glichst breiten, globalen und radikaldemokratischen Organisationen zu engagieren und darauf hinzuarbeiten, dass wir selbst wirtschaftlichen Schaden in solch einem Ma\u00dfe verursachen k\u00f6nnen, dass wir gegen\u00fcber den wirtschaftlichen Interessen an der Unterst\u00fctzung der einen oder anderen Diktatur und Autokratie Geh\u00f6r finden m\u00fcssen. Dieser Weg ist lang, steinig, ein Kampf gegen die eigene Resignation und die Resignation der Mitmenschen. Auf diesem Weg sehen wir als Internationalist_innen immer wieder Freund_innen und Genoss_innen sterben. Ich kann daher nur alle Leser_innen bitten, sich den n\u00f6tigen Organisierungs- und Bildungsprozessen anzuschlie\u00dfen und sie zu beschleunigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Steff Brenner<br \/>\nMitglied des Internationalen Komitees der FAU<br \/>\nEin detaillierter Bericht wird auf <a href=\"https:\/\/direkteaktion.org\/\">Direkte Aktion<\/a> ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mitte Juni 2021. Wir fahren durch die Berge der Autonomen Region Kurdistan im Nordirak. Unsere Busse sind voller Internationalist_innen. Das Rattern der Motoren mischt sich mit dem Hupen \u00fcberholender Pickups, dem Klicken von Kameras, Sprachfetzen angeregter Diskussion auf Englisch, Deutsch, Kurmandschi und Franz\u00f6sisch. Die Busse winden sich die steilen Schotterstra\u00dfen des Zagros-Gebirges (\u00c7iyay\u00ean Zagros\u00ea) hinauf, &hellip; <a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2021\/09\/ein-langer-weg-zum-frieden\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":502,"featured_media":25840,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"slim_seo":{"title":"Ein langer Weg zum Frieden - graswurzelrevolution","description":"Mitte Juni 2021. Wir fahren durch die Berge der Autonomen Region Kurdistan im Nordirak. Unsere Busse sind voller Internationalist_innen. 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