{"id":26446,"date":"2021-12-20T19:08:48","date_gmt":"2021-12-20T17:08:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2021\/12\/corona-folgen-fuer-frauen-im-laendlichen-simbabwe\/"},"modified":"2022-01-20T02:34:23","modified_gmt":"2022-01-20T00:34:23","slug":"corona-folgen-fuer-frauen-im-laendlichen-simbabwe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2021\/12\/corona-folgen-fuer-frauen-im-laendlichen-simbabwe\/","title":{"rendered":"Corona-Folgen f\u00fcr Frauen im l\u00e4ndlichen Simbabwe"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Als wir im Oktober 2021 beginnen, mit Matron Muleya \u00fcber die Pl\u00e4ne zum vorliegenden Artikel zu sprechen, finden wir sie, wie so oft, in der Werkstatt; und schon schickt sie uns ein Foto von der Arbeit, die vor ihnen liegt. Matron leitet das Jatropha-Seifen-Projekt, und die Kollegin auf dem Bild, Engeline, ist die wunderbar erfahrene Produktionsleiterin der Manufaktur. Die beiden Frauen geh\u00f6ren zum engeren Team von Zubo Trust, einer Nichtregierungsorganisation (NRO) in der Kleinstadt Binga im Norden Simbabwes. ((1)) Gerade verpacken sie Seifenst\u00fccke f\u00fcr die anstehende Landwirtschaftsmesse in der Hauptstadt Harare. Hohe Infektionszahlen im Land hatten den Termin um einen Monat auf Ende Oktober verschoben. Aber nun hat sich die Lage entspannt, und Zubo wird mit einem Stand f\u00fcr handgemachte <a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2016\/01\/haende-weg-von-vio-me\/\">Seife<\/a> und K\u00f6rbe der Frauen sowie frische Tamarinde aus Binga vertreten sein. Vor der Pandemie wurden zwei Teams von je sechs Frauen abwechselnd f\u00fcr jeweils drei Wochen in der Produktion besch\u00e4ftigt und bezahlt. In diesem Moment finden wir Matron und Engeline allein bei der Arbeit in der Werkstatt. Sind geltende Hygienevorschriften ein Grund? ((2))<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den abgelegenen l\u00e4ndlichen Gebieten des Sambesi-Tals im Grenzgebiet zu Sambia lebt das indigene Volk der BaTonga, eine marginalisierte ethnische Minderheit in Simbabwe. Eine Gruppe engagierter, gut ausgebildeter Frauen aus dem Tal gr\u00fcndete die NRO vor zw\u00f6lf Jahren, um die Lebenssituation der Frauen vor Ort zu verbessern und ihre Rechte zu vertreten; und zwar proaktiv und mit System. Nach Zubos langj\u00e4hriger Erfahrung ist die wirtschaftliche Teilhabe der Frauen ein Schl\u00fcssel f\u00fcr sozialen Wandel, und das Empowerment, d. h. die Selbst-Findung in der kollektiven Arbeit, ist eine Voraussetzung f\u00fcr die schrittweise soziale und politische Integration der Frauen in das \u00f6ffentliche Leben vor Ort. Im Zentrum von Zubos Arbeit steht daher immer auch dieser soziale Raum der gegenseitigen St\u00e4rkung der Frauen.\u00a0((3))<\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\">Covid-19 in Simbabwe und im Sambesi-Tal<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Sambesi-Tal wird zurzeit weniger \u00fcber Corona als \u00fcber die Hitze geklagt. Die Temperaturen sind tags\u00fcber um die 42 Grad und k\u00fchlen, je nach Windlage, erst sp\u00e4t und sehr langsam ab. Das Tal ist f\u00fcr seine hohen Temperaturen ber\u00fcchtigt. Die Infektionszahlen im Land sind im Vergleich zum Klima unaufdringlich. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) meldet zurzeit f\u00fcr Covid-19 in Simbabwe 136.379 best\u00e4tigte F\u00e4lle und 4.707 Todesf\u00e4lle (Stand: 5. Dezember 2021). Als wir mit dem Artikel beginnen, Ende Oktober, liegen die t\u00e4glichen Neuinfektionen zumeist zwischen 1 und 30; aber ab Anfang Dezember wird ein sprunghafter Anstieg auf \u00fcber 1.000 verzeichnet. Auf der H\u00f6he der kalten Jahreszeit, im Juli und August 2021, lagen die t\u00e4glichen Neuinfektionen jedoch bei \u00fcber 4.000. Dies war die dritte und bisher st\u00e4rkste Welle im Land. ((4))<br \/>\nWir fragen nach Covid-Erkrankungen unter den mehr als 700 Frauen in den D\u00f6rfern, mit denen Zubo arbeitet. Niemand im Zubo-Team wei\u00df von Erkrankten \u2013 so eine erste Information. Bedeutet dies ein \u201eLet\u02bcs not talk about it\u201c? Im Weiteren erfahren wir mehr: Zwei Mitarbeiter waren w\u00e4hrend der dritten Welle infiziert und im Krankenhaus. Ein Gro\u00dfteil der Erkrankten, vor allem auf dem Land, wird wohl still in Selbst-Quarant\u00e4ne gehen und die Symptome mit g\u00e4ngigen Hausmitteln wie bei Grippe und Erk\u00e4ltung behandeln, so eine Vermutung aus dem Team. Inzwischen sind einige Mitarbeiter*innen im B\u00fcro geimpft.<br \/>\nAbgesehen von den wahrscheinlich wenig pr\u00e4senten Testm\u00f6glichkeiten im Bezirk Binga ist das Infektionsgeschehen schon durch die weit verstreuten Ansiedlungen im Sambesi-Tal verlangsamt; auch findet das t\u00e4gliche Leben der Frauen drau\u00dfen statt, auf dem Feld, im Garten, unter einem Baum, im \u201eyard\u201c (dt. Hof). Die folgenden Informationen, die Matron uns gibt, k\u00f6nnen unser Verst\u00e4ndnis der Situation vor Ort vervollst\u00e4ndigen:<br \/>\nUmfassende Belege gebe es noch nicht, aber es seien einige Berichte von Frauen eingegangen, die klagten, dass Pflegepersonal vor Ort und in Gesundheitsstationen Hilfe suchenden Patient*innen abweisend begegneten; auf der anderen Seite h\u00e4tten Furcht und Unwissenheit Frauen aber auch davon abgehalten, medizinische Hilfe zu suchen, wo es notwendig gewesen w\u00e4re. ((5)) Die Erfahrungsberichte aus dem Zubo-Team k\u00f6nnen f\u00fcr uns zumindest ein Licht darauf werfen, was es konkret f\u00fcr die Menschen vor Ort bedeuten mag, wenn Statistiker*innen verallgemeinernd von \u201eDunkelziffern\u201c bei den Infektionszahlen in afrikanischen L\u00e4ndern reden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir h\u00f6ren aus dem Team Berichte \u00fcber den tiefen Schock und die Angst zu Beginn der Pandemie und im ersten Lockdown: Alles stand still, alle blieben zu Hause, niemand wusste, was tun, weder in den NROs noch den Gemeindeleitungen. Zwei bis drei Monate habe die furchtbare Ratlosigkeit gedauert, bis aufkl\u00e4rende Informationen Binga erreichten. Das Zubo-Team versucht, soweit m\u00f6glich, die gemeinsame Arbeit im Homeoffice fortzusetzen; erst ab Mitte Mai 2020 gibt es wieder sporadische Pr\u00e4senzkontakte unter den Mitarbeiter*innen; die Angst vor dem Virus ist gro\u00df; Sicherheitskr\u00e4fte in den Stra\u00dfen sind ein weiterer Angstfaktor.<br \/>\nDas Milit\u00e4r war und ist \u2013 selbst im abgelegenen Binga \u2013 pr\u00e4sent, um die Einhaltung der Covid-19-Verordnungen und des Lockdowns zu sichern. ((6)) So gilt auch zurzeit immer noch \u2013 zumindest laut einschl\u00e4giger Internetseiten der Regierung und der Botschaften \u2013 neben Maskenpflicht und Sicherheitsabstand eine Ausgangssperre zwischen 22.00 Uhr und 5.30 Uhr, eine 50-prozentige Reduktion der Angestellten in B\u00fcros oder Betrieben bei Arbeitszeiten von maximal 8.00 Uhr bis 19.00 Uhr; Restaurants d\u00fcrfen nur Take-Away anbieten; Kneipen und Nachtclubs m\u00fcssen geschlossen bleiben, Versammlungen \u00fcber 100 Teilnehmende sind untersagt.<br \/>\nHier nur in K\u00fcrze zur Brisanz eines mit Sicherheitskr\u00e4ften garantierten strikten Lockdowns: In Simbabwe lebt die Mehrheit der Bev\u00f6lkerung vom so genannten informellen Handel. Ausgangssperren bedeuten kein Einkommen und Hunger! Die anhaltende Hyperinflation im Land hat im \u00dcbrigen dazu gef\u00fchrt, dass auch Krankenpfleger*innen und Lehrer*innen sich gezwungen sehen, im \u201einformal trade\u201c f\u00fcr lebensnotwendige Eink\u00fcnfte zu sorgen.<br \/>\nEnde Oktober und im November 2021 hat sich mit den r\u00fcckl\u00e4ufigen Infektionszahlen zum Ende der kalten Jahreszeit die Situation etwas entspannt. Doch tut man weiterhin gut daran, sich unauff\u00e4llig zu verhalten und die Maske zumindest in der Tasche zu tragen, sonst kann es Strafgelder geben. Im strikten Lockdown konnte man die Stra\u00dfensperren nur mit offiziellem Schreiben und wegen zuvor definierter wichtiger Besorgungen passieren. Ende November ist es Zubo sogar m\u00f6glich, einer Einladung von ZimTrade zur Intra-African Trade Fair 2021 nach Durban zu folgen, um die Produkte der Frauen wie K\u00f6rbe und Seifen zu pr\u00e4sentieren.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\">Zubo hilft, das Informationsdefizit vor Ort \u00fcberwinden<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den Communities, mit denen Zubo arbeitet, sind drei Viertel der Haushalte ohne Informationsversorgung durch Internet oder \u00f6ffentliche Medien. Zubo hat \u00fcber die Jahre eine eigene Organisations- und Kommunikationsstruktur, zumindest in den sechs Unterbezirken (Wards), in denen die NRO t\u00e4tig ist, aufgebaut. Es gibt u. a. sechs Frauenforen, deren je 25 Mitglieder verschiedene d\u00f6rfliche Gemeinschaften repr\u00e4sentieren. So wird schon seit Jahren die Arbeit vor Ort begleitet und vorangebracht, werden Probleme aufgedeckt und besprochen und Fortbildung vermittelt. Wie Bulemu im Gespr\u00e4ch mit der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung h\u00f6rt, konnte Zubo in der Ausnahmesituation der Pandemie neue wegweisende Partnerschaften entwickeln, und zwar in Zusammenarbeit mit der \u00f6rtlichen Stelle des Gesundheitsministeriums (Ministry of Health and Child Care). Mithilfe von Zubos strukturiertem Zugang zu den Gemeinden auf dem Land konnten so aktuelle Informationen, aber auch dringend notwendige medizinische Grundausstattung in die abgelegenen Communities getragen werden. Das Zubo-Team beteiligt sich auch direkt an der aufkl\u00e4renden Informationsarbeit der medizinischen Fachkr\u00e4fte in den Communities; Info-Videos werden produziert, und eine WhatsApp-Gruppe wurde zum Corona-Informationsaustausch eingerichtet \u2013 Informationsmittel allerdings, die, wie erw\u00e4hnt, nur einen kleinen Teil der Bev\u00f6lkerung auf dem Land erreichen; das \u00dcbrige leisten dann die von Zubo einberufenen Dorfversammlungen vor Ort.<br \/>\nDie Organisation unterstreicht diese Arbeit mit dem Gesundheitsministerium als eine trotz allem positive Entwicklung in der Pandemie; Zubo habe die Zusammenarbeit mit neuen Partnern erweitern k\u00f6nnen und zudem neue und weitere Kreise in den Communities erreicht.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\">Folgen des Lockdowns<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Folgen der Lockdowns und periodischen, lang anhaltenden Einschr\u00e4nkungen in der Bewegungsfreiheit und im Transportwesen haben zu R\u00fcckschl\u00e4gen in Zubos Arbeit gef\u00fchrt, mit denen man noch lange wird k\u00e4mpfen m\u00fcssen. Das Ausma\u00df und die weiteren gesellschaftlichen Folgen, zum Beispiel die Zunahme von h\u00e4uslicher Gewalt und fr\u00fchen Schwangerschaften, kann man zurzeit, in der anhaltenden Notstandssituation, nur ahnen. Im ersten Lockdown waren, wie Matron uns berichtet, drei der sechs Unterbezirke (Wards), in denen Zubo t\u00e4tig ist, nicht mehr mit den eh schon sporadischen \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Kontakt, Kommunikation und Hilfeleistungen wurden extrem schwierig bis unm\u00f6glich. In einigen der Communities in Zubos Wirkungskreis ist der Zugang zu Trinkwasser mit so weiten Transportwegen verbunden, dass die Frauen \u00f6ffentliche Verkehrsmittel dazu nutzen; im Lockdown wurde auch diese Situation noch unhaltbarer. Wir fragen nach den offiziell gepriesenen \u201eguten Regenf\u00e4llen\u201c in der letzten Saison. Es sei gut f\u00fcr den See, die Fische und die Fischerei; doch was die Wasserversorgung der Familien durch die Frauen in Binga angehe, werde es nur bedeuten, dass sich der Zeitpunkt, zu dem sich erfahrungsgem\u00e4\u00df die Wege zum Wasser verl\u00e4ngern, vielleicht um einen Monat weiter nach hinten verschieben wird. Matron verweist hier explizit auf eine gef\u00e4hrliche und entrechtende Situation f\u00fcr die Frauen.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: right;\"><em><strong>Nach Zubos langj\u00e4hriger Erfahrung ist die wirtschaftliche Teilhabe der Frauen ein Schl\u00fcssel f\u00fcr sozialen Wandel, und das Empowerment, d. h. die Selbst-Findung in der kollektiven Arbeit, ist eine Voraussetzung f\u00fcr die schrittweise soziale und politische Integration der Frauen in das \u00f6ffentliche Leben vor Ort.<\/strong><\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">\nAlle Frauen, mit denen Zubo arbeitet \u2013 ob Fischerinnen, Korbflechterinnen oder Seifenproduzentinnen \u2013 erwirtschaften ihr kleines Einkommen im Handel. Transportbeschr\u00e4nkungen unterbrechen oder verlangsamen die Beschaffung bzw. das Sammeln der Rohmaterialien ebenso wie die Vermarktung und Lieferung der Waren. Nach dem kompletten Stillstand zu Beginn der Pandemie 2020 k\u00f6nnen sich die Gruppen der Korbflechterinnen zurzeit zumindest wieder dort, wo sie wohnen, zusammenfinden und wie gewohnt gemeinsam arbeiten. Die zwei mal sechs Produktionsassistentinnen in Zubos Seifenmanufaktur stammen aus den erw\u00e4hnten sechs Wards; einige haben lange, komplizierte Anfahrten bis Binga Center und damit zu Zubos Standort. Im strikten Lockdown f\u00e4llt die Seifenproduktion flach bzw. wird stark verlangsamt fortgesetzt, mit vielleicht nur einer der Assistentinnen, die in der N\u00e4he wohnt. In diesem Falle wird die ideenreiche Produktionsleiterin Engeline den leeren Workshop auch oft f\u00fcr neue Experimente nutzen, wie Matron uns berichtet; so werden Kunst- und Naturfarben ausprobiert oder verschiedene herbale Zus\u00e4tze in den Seifen getestet.<br \/>\nDas Ausma\u00df der Not und Verarmung in Folge von Pandemie und Lockdowns mag die folgende Entwicklung vor Augen f\u00fchren: Die Kapitalanlage der Frauen auf dem Land ist \u201elivestock\u201c, also Nutztiere; dies hat Zubo mit die Einrichtung von Mikrokredit-Gruppen unter den Frauen schon seit Jahren gef\u00f6rdert. Der Ausfall des Einkommens im Lockdown hat dazu gef\u00fchrt, dass die Frauen seit Beginn der Pandemie nun buchst\u00e4blich ihr gesamtes Kapital, so z. B. auch Saatgut f\u00fcr die n\u00e4chste Saison, aufgegessen haben. Es gibt kaum R\u00fccklagen mehr; die Bev\u00f6lkerung ist auf Nahrungsmittel-Zuwendungen durch die Regierung angewiesen. Wie soll die Arbeit von Zubo in dieser Situation weitergehen? \u2013 Das ist die gr\u00f6\u00dfte Sorge der Organisation.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\">Lichtblicke und internationale Zusammenarbeit<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Zusammenarbeit mit internationalen Partnern wie Welthaus Bielefeld und \u201eAll We Can\u201c aus Gro\u00dfbritannien konnten schlie\u00dflich ab Mai 2020 F\u00f6rdergelder kurzfristig umgewidmet werden, um Zubo darin zu unterst\u00fctzen, in der Ausnahmesituation vor Ort wirksamer Hilfe leisten zu k\u00f6nnen. Seifen, die zu der Zeit nicht in den Export nach Deutschland gehen konnten, k\u00f6nnen nun als Spenden an die Communities in Zubos Wirkungsbereich ausgegeben werden und die nun so wichtigen Hygienebedingungen vor Ort st\u00fctzen. Auf Zubos Wunsch und Vorschlag hin wird mit den Geldern auch Salz eingekauft und an die Communities ausgegeben mit der Information, dass sie auch durch erh\u00f6hte Mundhygiene, durch Gurgeln, den Selbstschutz in ihren Familien verbessern k\u00f6nnen.<br \/>\nEs ist ein mutiger Kampf ums \u00dcberleben \u2013 auch der Organisation selbst \u2013, der hier t\u00e4glich aufs Neue von den Zubo-Frauen aufgenommen wird. Angesichts der schwindenden Kaufkraft lokal und im Land wird Zubos Seifenprojekt einige gr\u00f6\u00dfere Produktionsauftr\u00e4ge aus dem Ausland ben\u00f6tigen, um die derzeitige tiefe Krise zu \u00fcberwinden und aus eigener Kraft die wertvolle Arbeit vor Ort fortzusetzen.<br \/>\nTrotz aller Schwierigkeiten gibt es tats\u00e4chlich gerade aus dem ersten Lockdown 2020 noch \u00fcber eine ungew\u00f6hnliche Form kreativer, kontinent\u00fcbergreifender Zusammenarbeit zu berichten: Zubos beachtliches dokumentarisches Online-Tonarchiv erm\u00f6glicht den Beginn einer Korrespondenz in WhatsApp-Voicemails zwischen den Zubo-Frauen in Binga in Simbabwe, Radiomacher*innen in Sinazongwe auf der gegen\u00fcberliegenden Seite des Karibasees in Sambia und Anthropologie-Student*innen in New York City. Auch diese Co-Produktion in Voicemails ist online dokumentiert; Ausz\u00fcge daraus wurden als Radiosendung international ausgestrahlt. ((7))<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<style> #Kasten {color: #ffffff; background-color: #007F4E; border-radius: .5em;}<\/style>\n<div id=\"Kasten\">\n<h3 style=\"text-align: center;\">Spendenaufruf<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify; margin: 1.5em 1.5em 1.5em 1.5em;\">Die Autorinnen m\u00f6chten zur Unterst\u00fctzung von Zubo Trust in der Pandemie aufrufen. Spenden werden auf dem Konto des Baobab-Vereins in Kassel gesammelt:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 40px;\">Baobab e. V.<br \/>\nIBAN: DE67 4306 0967 4103 8566 00<br \/>\nBIC: GENODEM1GLS<br \/>\nGLS Bank<br \/>\nStichwort: \u201eZubo\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify; margin: 1.5em 1.5em 1.5em 1.5em;\">Spendenbescheinigungen werden ab 20 Euro verschickt. Bitte daf\u00fcr die Postadresse auf dem \u00dcberweisungstr\u00e4ger angeben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify; margin: 1.5em 1.5em 1.5em 1.5em;\"><a style=\"color: black;\" href=\"https:\/\/www.baobab-ev.org\/de-de\/\">https:\/\/www.baobab-ev.org\/de-de\/<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als wir im Oktober 2021 beginnen, mit Matron Muleya \u00fcber die Pl\u00e4ne zum vorliegenden Artikel zu sprechen, finden wir sie, wie so oft, in der Werkstatt; und schon schickt sie uns ein Foto von der Arbeit, die vor ihnen liegt. 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