{"id":290,"date":"1996-05-01T00:00:15","date_gmt":"1996-04-30T22:00:15","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/?p=290"},"modified":"2022-07-26T14:26:40","modified_gmt":"2022-07-26T12:26:40","slug":"die-ausgegrenzten-ergreifen-das-wort","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/1996\/05\/die-ausgegrenzten-ergreifen-das-wort\/","title":{"rendered":"Die Ausgegrenzten ergreifen das Wort"},"content":{"rendered":"<p><cite>Aktive Gewaltfreiheit<\/cite>, <cite>st\u00e4ndige Unnachgiebigkeit<\/cite> oder <cite>befreiender moralischer Druck<\/cite> sind einige der gebr\u00e4uchlichen Begriffe zur Benennung der verschiedenen Formen der Konfrontation und des Widerstandes des brasilianischen und lateinamerikanischen Volkes gegen jahrhundertealte Formen der Unterdr\u00fcckung auf diesem Kontinent.<\/p>\n<p>Wenn man von Brasilien spricht, mu\u00df man dies im lateinamerikanischen Zusammenhang tun, denn der Ursprung und die Entwicklung der Nationen dieses Kontinents haben eine gemeinsame Geschichte. Ihre Geschichte des Widerstandes beginnt mit der europ\u00e4ischen Invasion, die f\u00fcr dieses Volk die ersten Katastrophen brachte. Sie f\u00fcgte V\u00f6lkern gro\u00dfe Verluste zu und begann einen Proze\u00df der Versklavung und der Gewalt. 1995 wurde in Brasilien 300 Jahren des schwarzen Widerstandes in der Person von Zumbi dos Palmares gedacht. Es gab viele Versuche des selbstverwalteten Gemeinschaftslebens geflohener Sklaven, Quilombos ((1)) genannt. Hervorzuheben ist der Quilombo dos Palmares im nord\u00f6stlichen Bundesstaat Alagoas. Er war der bl\u00fchendste von ihnen und hatte am l\u00e4ngsten Bestand. Er erfuhr auch die st\u00e4rkste Repression der Geschichte. Seine EinwohnerInnen wurden verfolgt und ermordet. Ihr Anf\u00fchrer, Zumbi, wurde zur Abschreckung \u00f6ffentlich enthauptet, um jedem m\u00f6glichen Versuch des Volkes, sich nach dem Vorbild der Quilombos zu organisieren, vorzubeugen. Auch wurden Ureinwohner und alle diejenigen, die sich au\u00dferhalb des geltenden Machtsystems zu organisieren versuchten, verfolgt und ermordet. Die vielen fr\u00fcheren Versuche, aber auch diejenigen, die trotz der Repression von seiten der in Brasilien eingef\u00fchrten Staatsmodelle, der Streitkr\u00e4fte und der letzten Milit\u00e4rdiktatur nach wie vor noch durchgef\u00fchrt werden, zeugen vom Kampfeswillen des brasilianischen Volkes und der F\u00e4higkeit zum Widerstand.<\/p>\n<h3>Strukturelle und direkte Gewalt<\/h3>\n<p>Nach neueren Daten der UNO h\u00e4lt Brasilien aufgrund seiner Geschichte der Ungerechtigkeiten derzeit den ersten Platz bei sozialen Ungleichheiten. Es gibt hier sehr reiche Menschen, auf Kosten der sehr Armen, was zu schwerwiegenden Widerspr\u00fcchen f\u00fchrt: Brasilien ist ein Nation, die sehr reich an Bodensch\u00e4tzen und sehr fruchtbar ist, eine riesige Fl\u00e4che einnimmt und unter den Volkswirtschaften der Welt an achter Stelle steht. Trotzdem ist die Bev\u00f6lkerung semi-analphabetisch, und das Elend zeigt sich in der un\u00fcberschaubaren Menge der BettlerInnen, der Stra\u00dfenkinder, der LandarbeiterInnen ohne eigenen Landbesitz sowie in den schwerwiegenden Problemen des Strafvollzugssystems und einem gewaltt\u00e4tigen Polizeisystem.<\/p>\n<p>Als Folge der gro\u00dfen sozialen und wirtschaftlichen Ungerechtigkeiten hat sich die Gewaltspirale ungebremst weiter gedreht. Ihre starke Beschleunigung h\u00e4ngt mit verschiedenen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Faktoren zusammen, und es lassen sich auch verschiedene Formen der Gewalt erkennen. So gibt es eine ausgepr\u00e4gte strukturelle Gewalt, wenn wegen der Struktur des Staatsapparates keine \u00f6ffentliche Politik mehr betrieben wird und die notwendigen Grundvoraussetzungen f\u00fcr die Aus\u00fcbung der staatsb\u00fcrgerlichen Rechte fehlen. Dieses ausgrenzende Staatmodell schafft ein Klima der Unsicherheit und der Unzufriedenheit, welches unter den Ausgebeuteten zu einer Gleichg\u00fcltigkeit gegen\u00fcber dem Leben ihrer LeidensgenossInnen f\u00fchrt. Kurz gesagt: der Kampf ums \u00dcberleben und der Mangel an Perspektiven in Verbindung mit den h\u00e4ufigen Korruptionsskandalen in vielen Regierungsbereichen f\u00fchren zu einer Entfremdung und zu einem Mangel an Volksbeteiligung an den politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsprozessen, die die Zukunft dieser Nation betreffen.<\/p>\n<p>Die Medien spielen eine grundlegende Rolle bei der Schaffung dieser &#8222;Kultur der Gewalt&#8220; in dieser Gesellschaft, da sie die gro\u00dfen Interessentr\u00e4ger der verm\u00f6genden sozialen Schichten sind und Gewalt durch Programme, Filme, Nachrichten und Seifenopern gleicherma\u00dfen verbreiten. Die Gewalt besetzt durch moderne Kommunikationsm\u00f6glichkeiten alle Lebensbereiche und wird scheinbar zur einzigen Form der Konfliktl\u00f6sung. Das \u00dcbel der Gewalt erreicht verschiedene Aspekte des Menschen: den physischen und den psychologischen Aspekt, den einzelnen Menschen, die Familien, organisierte Gruppen und alle sozialen Schichten. Die gewaltsame Erziehung beginnt sehr fr\u00fch, zu Hause mit dem Fernsehen, in der Schule mit den Beziehungen zwischen den Kindern und LehrerInnen und mit den Spielen unter den Kindern. Es gibt viele verschiedene Mechanismen, die Gewalt hervorrufen oder unterst\u00fctzen. Das Tragen von Waffen beispielsweise unterliegt keiner Kontrolle, jeder kann ganz ohne Probleme eine einfache oder hochentwickelte Waffe kaufen. Das militaristische Denken ist im Volk stark verbreitet und hat das eindeutige Ziel, die g\u00fcltige &#8222;Ordnung&#8220; aufrechtzuerhalten. Aus diesem Grund ist in Brasilien die Polizei zu einem Feind des Volkes geworden; sie ist f\u00fcr einen Gro\u00dfteil der Gewalt verantwortlich, und ihre Aufgabe liegt in der Unterdr\u00fcckung des friedlichen Kampfes von ArbeiterInnen, StudentInnen oder von jeder\/m, die\/der es wagt, sich aufzulehnen, um ihre\/seine Rechte einzufordern.<\/p>\n<h3>Waffenproduktion auf Kosten der Armen<\/h3>\n<p>Der Militarismus ist eine der gro\u00dfen St\u00fctzen der institutionalisierten Gewalt. Er ist weltweit einer der Bereiche mit den h\u00f6chsten Investitionen und der umfassendsten technologischen Forschung, so da\u00df er furchtbare Katastrophen und Ungl\u00fccke f\u00fcr die Umwelt und f\u00fcr unschuldige Menschen verursacht; diese erbringen immer die gr\u00f6\u00dften Opfer, da sie angesichts eines strukturellen Krieges vollkommen wehrlos sind. Brasilien besitzt von allen &#8222;unterentwickelten&#8220; L\u00e4ndern die fortschrittlichste industriell-milit\u00e4rische Spitzentechnologie und ist der gr\u00f6\u00dfte Waffenproduzent Lateinamerikas &#8211; es stellt alles her, von schweren Panzern zu Raketen und konventionellen Waffen.<\/p>\n<p>Besonders hervorzuheben sind unter den verschiedenen milit\u00e4rischen Anlagen die Kernkraftwerke von Angra dos Reis im S\u00fcdosten des Landes, die Waffenfabriken in S\u00e3o Jos\u00e9 dos Campos im S\u00fcden und das SIVAM\/\u00dcberwachungssystem von Amazonien (letzteres ist ein Projekt des Luftverkehrsministeriums, das sich auf die Technologie der Vereinigten Staaten st\u00fctzen kann und in dem derzeit Anzeigen wegen Korruption und Einflu\u00dfnahme auf Mitglieder der brasilianischen und US-amerikanischen Regierung laufen). Brasilien hat den Vertrag von Tlatelolco unterzeichnet, der Atomtests, die Herstellung, den Gebrauch, die Installation, die Lagerung und den Besitz von Atomwaffen in Lateinamerika und in der Karibik verbietet. Trotzdem h\u00e4lt es sich nicht an diesen Vertrag. Die Regierung spricht derzeit sogar von Abkommen mit Indien und Argentinien; dieses hat den Erfahrungsaustausch zur milit\u00e4rischen Nutzung von Atomenergie zum Gegenstand. Dieses Land beginnt vielleicht keine Kriege, aber es f\u00f6rdert sie, denn es exportiert seine Waffen in die ganze Welt, mit der Ausrede, Devisen zur Entwicklung der lokalen Wirtschaft zu ben\u00f6tigen. Es handelt sich dabei um ein derart lukratives Gesch\u00e4ft, da\u00df einige Unternehmen sich an die neuen Formen des Baus von Kriegsmaterial anzupassen beginnen und zu Waffenproduzenten &#8222;umgewandelt&#8220; werden. Es sei hier der Fall der N\u00e4hmaschinenfabrik Vigorelli genannt, die jetzt auch Maschinengewehre produziert. Was in einer Marktwirtschaft schlie\u00dflich z\u00e4hlt, ist der Gewinn.<\/p>\n<h3>Kampf f\u00fcr Menschenrechte<\/h3>\n<p>Die gro\u00dfen \u00dcbel, die die Weltwirtschaftsordnung den &#8222;unterentwickelten&#8220; L\u00e4ndern aufzwingt, f\u00fchren t\u00e4glich zum Tod tausender unschuldiger Menschen. Das neoliberale System, das in unserem Land eingef\u00fchrt wird, ist f\u00fcr die Versch\u00e4rfung der wirtschaftlichen Ungleichheiten verantwortlich und verurteilt die Armen immer unwiderruflicher zu einem Leben im Elend. Was kann man angesichts solcher Gewalt noch tun? Gibt es Alternativen? In einer Untersuchung, die k\u00fcrzlich von einer Gruppe des Servi\u00e7o Paz e Justi\u00e7a-SERPAJ\/Samambaia in einer sehr armen Region durchgef\u00fchrt wurde, in der die meisten Menschen AnalphabetInnen und Lohnempf\u00e4ngerInnen sind, finden sich Antworten auf diese Fragen. Diese Antworten basieren kurz gesagt auf folgendem Satz: wenn die Regierenden den politischen Willen haben, lassen sich die Probleme Brasiliens l\u00f6sen. Selbstverst\u00e4ndlich wissen die befragten Personen nichts von den wissenschaftlichen und technischen Grundlagen der Wirtschaft, vom internationalen politischen Beziehungsgeflecht und von der Weltpolitik, die das Schicksal der Menschheit bestimmt. Aber sie wissen aus ihrer eigenen Erfahrung und Realit\u00e4t, da\u00df der Wille und das Interesse ausschlaggebend bei der L\u00f6sung jedes Problems sind. Der Engpa\u00df liegt in den auseinanderklaffenden Interessen: die Interessen des Volkes gegen die Interessen der herrschenden Macht. Der Kampf f\u00fcr die Menschenrechte gewinnt Bedeutung und Vitalit\u00e4t, wenn er dem Schutz der Interessen einer unterjochten Klasse dient, die ihre Rechte nicht aus\u00fcben kann, denn er wird dadurch erweitert und unterst\u00fctzt die Aus\u00fcbung der staatsb\u00fcrgerlichen Rechte und die Wiederherstellung der W\u00fcrde des Menschen.<\/p>\n<p>In Brasilien haben die Rechte seit den siebziger und achtziger Jahren einen &#8222;Popularisierungsproze\u00df&#8220; begonnen, sie sind aus der formal-b\u00fcrgerlichen Anschauung eines reinen staatsb\u00fcrgerlichen Rechts herausgetreten und haben wirtschaftliche, soziale und kulturelle Dimensionen angenommen. Daher ergreifen nun auch die &#8222;Ausgegrenzten&#8220; das Wort, die fr\u00fcher gar nicht wu\u00dften, da\u00df sie Rechte besa\u00dfen. Die Bewu\u00dftseinsfindung der Unterdr\u00fcckten und ihr Kampf f\u00fcr ihre Grundrechte auf Leben und W\u00fcrde ist eines der besten Beispiele f\u00fcr den gewaltfreien Kampf im historischen Zusammenhang dieses Landes; es handelt sich um einen dauernden Kampf f\u00fcr die Beteiligung am demokratischen Aufbau.<\/p>\n<p>Der Kampf f\u00fcr die Menschenrechte bedeutet die Anerkennung einer Masse von Ausgebeuteten und wird nun zu einem umfassenden Begriff, der aus dem vom Volk ausge\u00fcbten Druck hervorgegangen ist, und damit eine Geschichte demokratischer K\u00e4mpfe und Eroberungen hat. Diese demokratische Beteiligung vollzieht sich \u00fcber ein Konzept der Gewaltfreiheit, das die ausgebeuteten Massen erreicht und diese sich der ihr verweigerten Rechte bewu\u00dft werden l\u00e4\u00dft. Diese Rechte beinhalten das Recht auf Wohnung, auf Gesundheit, auf Erziehung, auf Arbeit, die Rechte der Frauen, der Kinder und Jugendlichen. Der Druck der organisierten Gruppen f\u00fchrte schlie\u00dflich zur fortschrittlichsten Verfassung Lateinamerikas, der Verfassung von 1988, die leider nie ganz umgesetzt wurde. Derzeit wird eine Verfassungsreform durchgef\u00fchrt, und zwar mit der Absicht, einige der Errungenschaften wieder abzuschaffen, die den pers\u00f6nlichen Interessen einiger historisch herrschender Eliten entgegenstehen, wie den Gro\u00dfgrundbesitzerInnen, UnternehmerInnen und anderen, die stark im Nationalkongre\u00df vertreten sind, um ihre Interessen zu sch\u00fctzen und sich weiter an der Macht zu halten. Aber trotz der Apathie bei der Mobilisierung gro\u00dfer nationaler Bewegungen, haben sich einige Bereiche organisiert und sind wachsam, wie die LandarbeiterInnen, die Gewerkschaften, die UreinwohnerInnen, die Frauengruppen und die Volksbewegungen insgesamt. Der heutige demokratische Proze\u00df ist Teil einer gemeinsamen Anstrengung von sozialen Organisationen, die ihr Grundrecht auf ein w\u00fcrdiges Leben einfordern. Er entstand dar\u00fcberhinaus aufgrund internationaler Zw\u00e4nge.<\/p>\n<p>Es gibt unbestreitbar einen demokratischen Proze\u00df, denn das Volk ist auf die Stra\u00dfe gegangen und hat direkte Wahlen und seine staatsb\u00fcrgerlichen Rechte gefordert, aber es gibt immer noch Hindernisse bei der Aus\u00fcbung des Rechtes auf Freiheit. Dies beweist, da\u00df der Kampf wichtig war, da\u00df er aber noch nicht beendet ist, denn es mu\u00df noch vieles getan werden. Der Proze\u00df ist angelaufen und das Volk hat noch viel einzufordern.<\/p>\n<h3>Eine Gewaltfreiheit des Volkes<\/h3>\n<p>Die Gewaltfreiheit in Brasilien mu\u00df aus einer Perspektive der Umw\u00e4lzungen angegangen werden, die sich mit den K\u00e4mpfen der arbeitenden Klasse identifiziert und daher eindeutig f\u00fcr die unterdr\u00fcckte Seite eintritt und deren Interessen sch\u00fctzt. Sie st\u00fctzt sich au\u00dferdem auf eine praxisorientierte Methodologie zur Konfliktl\u00f6sung, die sich auf die Schaffung von Gerechtigkeit gr\u00fcndet und sich zu einer alternativen Lebensweise entwickeln soll, die gegen die aufgezwungene Kultur der Gewalt steht. Der Widerstand und die Unnachgiebigkeit dieses leidgepr\u00fcften Volkes, das trotz allem nach neuen Horizonten blickt, sollte der gesamten Welt als Beispiel f\u00fcr die M\u00f6glichkeit der Ver\u00e4nderung dienen. \u00dcber sein nationales und kontinentales Netz verfolgt der SERPAJ\/Brasilien das Prinzip der Gewaltlosigkeit aus \u00dcberzeugung. Er versucht m\u00f6glichst viele Menschen zu erreichen, indem er ihnen den Wert der W\u00fcrde des Menschen bewu\u00dft macht und die demokratischen Volksorganisationen unterst\u00fctzt. Wir m\u00fcssen mit den verschiedenen Sicht- und Denkweisen zusammenleben, denn das h\u00f6chste Gut der Menschheit war und ist die Freiheit eines erf\u00fcllten Lebens und eines harmonischen Zusammenlebens mit der Natur. Der SERPAJ verf\u00fcgt \u00fcber eine offene, demokratische, partizipatorische Struktur mit ausgepr\u00e4gtem Volkscharakter. Denn nur eine Organisation der historisch unterdr\u00fcckten Menschen kann sich der uns aufgezwungenen Realit\u00e4t auf der Grundlage ihrer Erfahrungen au\u00dferhalb der bestehenden Ordnung entgegenstellen und sie \u00e4ndern. Daher beruht die gesamte Arbeit dieser Organisation auf sechs Grundprogrammen: Erziehung zum Frieden in den Schulen und im Volk; Schutz und F\u00f6rderung der Menschenrechte, Entmilitarisierung und Wehrdienstverweigerung aus Gewissensgr\u00fcnden; nationale und internationale Beziehungen und Lateinamerikanische Integration; Ver\u00f6ffentlichung und Selbstfinanzierung<\/p>\n<p>Der Aufbau einer Gesellschaft ohne Ausbeutung der Menschen durch ihresgleichen oder durch Institutionen ist keine Utopie der wenigen Aufgekl\u00e4rten mehr, sondern das dringendste Bed\u00fcrfnis der historisch unterdr\u00fcckten Mehrheit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aktive Gewaltfreiheit, st\u00e4ndige Unnachgiebigkeit oder befreiender moralischer Druck sind einige der gebr\u00e4uchlichen Begriffe zur Benennung der verschiedenen Formen der Konfrontation und des Widerstandes des brasilianischen und lateinamerikanischen Volkes gegen jahrhundertealte Formen der Unterdr\u00fcckung auf diesem Kontinent. 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