{"id":29787,"date":"2023-05-04T17:42:16","date_gmt":"2023-05-04T15:42:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2023\/05\/alles-gruen\/"},"modified":"2023-05-30T09:09:31","modified_gmt":"2023-05-30T07:09:31","slug":"alles-gruen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2023\/05\/alles-gruen\/","title":{"rendered":"Alles gr\u00fcn?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Es gibt aber auch gravierende negative: \u201eDie Mengen an \u00d6kostrom, die f\u00fcr die Herstellung ben\u00f6tigt werden, sind enorm. Bei der Elektrolyse gehen laut der Internationalen Energieagentur (IEA) nach aktuellem Stand der Technik je nach Verfahren 20 bis 40 Prozent der Energie verloren. Dazu kommen in der weiteren Verarbeitung Verluste bei der Verdichtung (bis zu 15 Prozent) oder Verfl\u00fcssigung (bis zu 25 Prozent) f\u00fcr den Transport. Schon bevor Wasserstoff als Energietr\u00e4ger tats\u00e4chlich eingesetzt wird, geht also ein erheblicher Teil der gr\u00fcnen Prim\u00e4renergie verloren\u201c ((1)).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da in der BRD nicht so viel Wasserstoff f\u00fcr den von der Regierung veranschlagten zuk\u00fcnftigen Eigenbedarf selbst produziert werden kann, wurden in den letzten Jahren Wasserstoff-Kooperationen mit L\u00e4ndern des globalen S\u00fcdens in die Wege geleitet. Insbesondere Afrika und S\u00fcdamerika sollen hier eine besondere Rolle spielen. Es wird von verschiedenen Seiten davon ausgegangen, dass in Zukunft 15 bis 30 Prozent des deutschen Energiebedarfs in diesen L\u00e4ndern gewonnen werden m\u00fcssten.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\">Hoher Energieverbrauch bleibt<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese bereits in Angriff genommene strategische Ausrichtung geht davon aus, dass in der BRD (und der EU) der Energie- und Rohstoffverbrauch, sowie der Konsum von Waren und die Fixierung auf den Autoverkehr weiterhin sehr hoch bleiben werden. Im Grunde soll nach diesem Modell mit mehr eingesetzter Alternativenergie so weiter gewirtschaftet werden wie vorher. Lediglich die Art der Energiegewinnung w\u00fcrde dann bei dieser \u201eimperialen Lebensweise\u201c ((2)) ausgetauscht werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die nun ins Auge gefassten Wirtschaftskooperationen w\u00e4ren keine, die zwischen gleichberechtigten Partnern bestehen w\u00fcrden. Jahrhundertealte ungerechte Macht- und Ausbeutungsverh\u00e4ltnisse zwischen den Kolonialm\u00e4chten und Kolonien haben bis heute tiefe Spuren hinterlassen. Jetzt sollen ausgerechnet die Leidtragenden dieser Entwicklung den Hauptverursachern der Klimakatastrophe aus dem globalen Norden durch Produktion und Lieferung von Gr\u00fcnem Wasserstoff aus der Patsche helfen, um ihnen bei den sich anbahnenden zuk\u00fcnftigen Katastrophen trotzdem noch mit sehr viel Energieeinsatz einen komfortablen Lebensstandard zu sichern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Bundesministerium f\u00fcr Forschung und Bildung (BMBF) hat f\u00fcr eine Kooperation zur Produktion von Gr\u00fcnem Wasserstoff aus Alternativenergie seit einigen Jahren ihre F\u00fchler ausgestreckt. Unter dem Label \u201eH2Atlas-Africa Projekt\u201c hat die Zusammenarbeit mit dem s\u00fcdlichen Afrika (16 Mitgliedsstaaten, SADC) und Westafrika (15 Mitgliedsstaaten, ECOWAS) bereits begonnen. Die zuk\u00fcnftige Entwicklung wird vom Ministerium als Win-win-Situation f\u00fcr beide Seiten dargestellt: \u201eEs wird Arbeitspl\u00e4tze schaffen, das sozio\u00f6konomische Wohlergehen der Menschen verbessern und die Auswirkungen des Klimawandels infolge der Abh\u00e4ngigkeit von fossilen Brennstoffen und der Verbrennung von Biomasse verringern\u201c ((3)).<br \/>\nDoch wie soll diese Zusammenarbeit mit den Menschen in Afrika in Zukunft konkret aussehen? Wer hat das Sagen, wer gibt das Geld, wer bestimmt die Ziele, welche betroffenen Gruppen vor Ort werden einbezogen? \u2013 Und warum wird nicht auf Initiativen von unten eingegangen, wo die Geldgeber im Gegensatz zur Vergangenheit gerade so verd\u00e4chtig \u201espendabel\u201c sind?<\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\">Forschungszentrum J\u00fclich<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das gesamte Projekt wird geleitet und koordiniert von dem Forschungszentrum (FZ) J\u00fclich, das in den letzten Jahrzehnten schon oft bewiesen hat, dass es in engster Zusammenarbeit mit Energiekonzernen und diktatorischen Staaten f\u00fcr die F\u00f6rderung und Entwicklung gro\u00dftechnologischer und menschenfeindlicher Projekte (z. B. Atomkraftwerke) steht, die von Oben geplant und durchgesetzt werden ((4)). Dem FZ J\u00fclich wird also die Vorentscheidung f\u00fcr die \u201eEignung von Landfl\u00e4chen f\u00fcr erneuerbare Energien und Wasserstoffinfrastruktur\u201c sowie die Beurteilung des \u201esoziopolitischen Kontextes und der Entwicklungsm\u00f6glichkeiten\u201c ((5)) \u00fcberlassen!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die jeweils f\u00fcnfk\u00f6pfige nationale Projektgruppe wird hierbei \u201eaus verschiedenen relevanten Organisationen ausgew\u00e4hlt\u201c. Von wem und wer entscheidet, bleibt nebul\u00f6s. Desweiteren gibt diese Projektgruppe einem \u201eregionalen technischen Komitee Bericht. Das Komitee tr\u00e4gt die Beitr\u00e4ge aus den verschiedenen L\u00e4ndern zusammen und vertritt die Interessen der Region sowohl in technischer als auch in anderer\u00a0(!) Hinsicht. Dies spiegelt sich auch in der Besetzung des Komitees wider, das f\u00fcr die Projektdurchf\u00fchrung mit der deutschen Arbeitsgruppe der Forschungszentrum J\u00fclich GmbH zusammenarbeitet\u201c ((6)). Eingesetzte Projektgruppen und Komitees, die direkt vom FZ J\u00fclich und damit von den Interessen der deutschen Bundesregierung abh\u00e4ngig sind, zeigen deutlich, dass es sich hierbei nicht um eine basisdemokratische Veranstaltung handelt!<\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\">Green Grabbing in Afrika<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch wie sehen die bisher gemachten Erfahrungen bei der Gewinnung von Gr\u00fcnem Wasserstoff in Afrika aus? Die geographische N\u00e4he von Marokko zu Europa macht das nordafrikanische Land besonders interessant. Wegen der oft kollektiven Form der gemeinschaftlichen, gewohnheitsrechtlichen Landnutzung der B\u00e4uerInnen k\u00f6nnen Energiekonzerne besonders einfach angeblich nicht genutztes Weide- und Ackerland f\u00fcr sich reklamieren, um dort riesige Solaranlagen zu bauen ((7)). Der Kampf der Souliate-Frauen gegen diesen Landraub ist \u00fcber Marokko hinaus bekannt geworden. Etwa 3000 Hektar Land wurde 2016 den Amazigh-Gemeinden geraubt, um ein Solarkraftwerk in Ouarzazate zu bauen. F\u00fcr die K\u00fchlung und Sp\u00fclung der Solarpanele kommt in dieser trockenen Gegend noch ein immenser Wasserverbrauch hinzu. Hierdurch werden die Folgen des Klimawandels in Marokko verschlimmert.<\/p>\n<figure id=\"attachment_29907\" aria-describedby=\"caption-attachment-29907\" style=\"width: 354px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-29907\" src=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/OuarzazateSolar.jpeg\" alt=\"\" width=\"354\" height=\"560\" srcset=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/OuarzazateSolar.jpeg 354w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/OuarzazateSolar-300x475.jpeg 300w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/OuarzazateSolar-190x300.jpeg 190w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/OuarzazateSolar-95x150.jpeg 95w\" sizes=\"auto, (max-width: 354px) 100vw, 354px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-29907\" class=\"wp-caption-text\"><span class=\"mw-mmv-title\">Ouarzazate Solar Power Station im M\u00e4rz &#8211;\u00a0 2019<\/span>Foto: Contains modified Copernicus Sentinel data 2019, CC BY-SA 3.0 IGO &lt;https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/3.0\/igo\/deed.en&gt;, via Wikimedia Commons<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ebenfalls wird bei Midelt in Marokko eines der gr\u00f6\u00dften Solarkraftwerke der Welt errichtet. Auftraggeber ist das Bundesministerium f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ); der deutsche Finanzierungsanteil betr\u00e4gt 604,21 Millionen Euro ((8)). Der algerische Journalist Hamza Hamouchene schreibt hierzu: \u201eUnd nat\u00fcrlich werden die Anlagen auf Tausenden von Hektar kommunalen Landes gebaut, das den eigentlichen Eigent\u00fcmer*innen entzogen worden ist. Der Hirtenstamm von Sidi Ayad, der das Land seit Jahrhunderten zum Weiden seiner Tiere nutzt, protestiert gegen dieses Projekt und bezeichnet es zu Recht als \u201aBesetzung\u2018\u201c ((9)).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Forschungszentrum J\u00fclich hat 2021 mitgeteilt, dass sich nach ihren Erkenntnissen in der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) 33 Prozent der Landfl\u00e4che f\u00fcr Photovoltaikanlagen und 76 Prozent f\u00fcr Onshore-Windkraftanlagen eignen w\u00fcrden ((10)). Die horrenden Dimensionen der m\u00f6glichen Enteignungen werden hier deutlich.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\">Ausbeutung und Raub<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der europ\u00e4ischen \u00d6ffentlichkeit wird nur zu gerne der falsche Eindruck erweckt, dass im n\u00f6rdlichen und westlichen Afrika haupts\u00e4chlich gro\u00dfe d\u00fcnn besiedelte und ungenutzte W\u00fcsten vorhanden w\u00e4ren, die problemlos gro\u00dffl\u00e4chig mit Solaranlagen best\u00fcckt werden k\u00f6nnten. Ohne etwas grundlegendes an Herrschaftsverh\u00e4ltnissen und Produktionsweisen zu \u00e4ndern beschw\u00f6ren europ\u00e4ische Regierungen und Konzerne den gemeinsamen Kampf gegen den Klimawandel, um daraus angeblich gemeinsame Interessen zwischen ungleichen Vertragspartnern zu betonen. Diesen Aussagen widerspricht Hamouchene: \u201eDie oberfl\u00e4chlich guten Absichten, die diesen Gro\u00dfprojekten zur F\u00f6rderung erneuerbarer Energien vorangestellt werden, besch\u00f6nigen letztlich nur die brutalen Formen von Ausbeutung und Raub, mit denen sie vorangetrieben werden. Wir haben es hier mit einem altbekannten kolonialen Schema zu tun: Billige Ressourcen (einschlie\u00dflich gr\u00fcne Energie) flie\u00dfen ungehindert aus dem globalen S\u00fcden in den reichen Norden, w\u00e4hrend die Festung Europa Mauern und Z\u00e4une hochzieht, die Menschen davon abhalten sollen, ihre K\u00fcsten zu erreichen\u201c ((11)).<br \/>\nHier zeigt sich deutlich, dass Alternativenergie eben nicht grunds\u00e4tzlich eine Alternative zu den herrschenden Verh\u00e4ltnissen darstellt, sondern von gegens\u00e4tzlichen Interessengruppen benutzbar ist. Hierauf hat der \u00d6koanarchist Murray Bookchin schon 1975 hingewiesen: \u201eDer L\u00f6wenanteil der Bundeszusch\u00fcsse f\u00fcr Sonnenenergie-Forschung geht an Projekte, die, w\u00fcrden sie verwirklicht, riesige W\u00fcstengebiete in Anspruch nehmen w\u00fcrden. Solche Projekte sind nichts anderes als eine Verhohnepiepelung von ,alternativer Technologie`. Aufgrund ihrer Dimensionen sind sie in geradezu klassischer Weise herk\u00f6mmlich. Das gilt sowohl im Hinblick auf ihre Riesenhaftigkeit als auch auf das Ausma\u00df, in dem sie eine bereits begonnene, b\u00fcrokratisch zentralisierte nationale Arbeitsteilung verschlimmern\u201c ((12)).<\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\">S\u00fcdamerika: Alternativenergie f\u00fcr \u201eMotorsport\u201c!<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Bundeskanzler Olaf Scholz Ende Januar 2023 S\u00fcdamerika bereiste, stand zwar der <a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2023\/03\/ein-jahr-ukraine-krieg\/\">Ukrainekrieg<\/a> im medialen Fokus, allerdings ging es ebenfalls um die zuk\u00fcnftige Zusammenarbeit in dem Bereich Gr\u00fcner Wasserstoffproduktion. Im chilenischen Teil von Patagonien (Punta Arenas) haben, gef\u00f6rdert vom deutschen Bundeswirtschaftsministerium, Siemens Energy und Porsche die weltweit erste kommerzielle Anlage von E-Fuels (synthetische Kraftstoffe) errichtet. Zu diesem Zweck sollen in dem Gebiet der Mapuche-Indianer tausende von Windkraftanlagen gebaut werden. Bemerkenswert ist der Verwendungszweck: \u201eGeplant ist die Herstellung von 130.000 Litern E-Fuels im Jahr 2023. Porsche will diese im Motorsport (!) und in Testfahrzeugen einsetzen. Bis Mitte des Jahrzehnts soll die Kapazit\u00e4t der Anlage auf 55 Mio. Liter pro Jahr wachsen, 2027 bereits auf 550 Mio. Liter\u201c ((13)).<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: right;\"><em><strong> Jetzt sollen ausgerechnet die Leidtragenden dieser Entwicklung den Hauptverursachern der Klimakatastrophe aus dem globalen Norden durch Produktion und Lieferung von Gr\u00fcnem Wasserstoff aus der Patsche helfen<\/strong><\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Brasilien sprach sich Scholz daf\u00fcr aus, das umstrittene Mercosur-Freihandelsabkommen m\u00f6glichst bald zu unterzeichnen, damit Bergbauunternehmen am Amazonas das von der deutschen Industrie dringend ben\u00f6tigte Eisenerz f\u00fcr Windr\u00e4der, Photovoltaikanlagen und die Automobilindustrie noch g\u00fcnstiger liefern als bisher \u2013 und damit die Abholzung des Regenwaldes beschleunigen ((14))! Obwohl Brasilien 78,1 Prozent seiner Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien (haupts\u00e4chlich Wasserkraft) deckt ((15)), werden hier bereits Vorbereitungen getroffen, um in Zukunft Gr\u00fcnen Wasserstoff zu produzieren und nach Europa zu exportieren. Mit weitreichenden Konsequenzen: \u201eDa sich im Bundesstaat Bahia die demarkierten \u201eWindkorridore\u201c vorwiegend auf verf\u00fcgungsrechtlich nicht zugewiesenem \u00f6ffentlichem Land (terras devolutas) befinden, fokussieren neue Politiken explizit die Sicherung und Regulierung des Landzugangs f\u00fcr den Ausbau der Windkraft. Die inmitten der Covid\u201119 Pandemie erlassene normative Anweisung Nr. 01\/2020 unterst\u00fctzt diesen Prozess, indem Konzessionsvertr\u00e4ge f\u00fcr reale Nutzungsrechte an Windparkbetreiber vergeben werden k\u00f6nnen, selbst wenn diese historisch von traditionellen Gemeinschaften \u2013 wie Fundos e Fechos de Pasto oder Quilombolas \u2013 besetzte und kollektiv genutzte Gemeing\u00fcter darstellen. (&#8230;)<br \/>\nEine wichtige Rolle werden in Zukunft hinsichtlich dieser neuen Territorialisierungsprozesse und politisch\u2011\u00f6konomischen Auswirkungen vor allem die Produktion und der Export von gr\u00fcnem Wasserstoff einnehmen. Die Leitlinien im nationalen Wasserstoffprogramm (PNH2) verdeutlichen die energie\u2011 und wirtschaftsstrategische Priorit\u00e4t zur Dekarbonisierung und Entwicklung eines globalen Wasserstoffmarktes, was aktuell durch die Konstruktion der Hafenkomplexe Pec\u00e9m in Cear\u00e1, Suape in Pernambuco oder A\u00e7u in Rio de Janeiro weiter unterstrichen wird\u201c ((16)).<br \/>\nEs ist festzustellen, dass sich die aktuelle Handelspolitik der BRD unter Beteiligung von SPD, FDP und Gr\u00fcnen mit ihrer Fokussierung auf einseitigen Import von Rohstoffen und Energie kaum anders verh\u00e4lt als diejenige von China. Um eine Vorstellung von den Dimensionen der vorgesehenen Gr\u00fcnen Wasserstoffproduktion zu erhalten, sollten wir uns vergegenw\u00e4rtigen, dass beispielsweise f\u00fcr die extrem umweltsch\u00e4dliche Stahlgewinnung in den Hoch\u00f6fen von ThyssenKrupp in Duisburg in Zukunft 3.800 neue Windanlagen ben\u00f6tigt werden ((17)). Man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass diese energieintensive Produktionsweise und der hiermit einhergehende Verbrauch von Wirtschaftsg\u00fctern die <a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2020\/10\/agenda-fuer-klimagerechtigkeit\/\">Klimakatastrophe<\/a> weiter anheizen wird. Von Fairness und Gerechtigkeit in den Beziehungen zwischen dem Norden und dem Globalen S\u00fcden kann hierbei keine Rede sein!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt aber auch gravierende negative: \u201eDie Mengen an \u00d6kostrom, die f\u00fcr die Herstellung ben\u00f6tigt werden, sind enorm. Bei der Elektrolyse gehen laut der Internationalen Energieagentur (IEA) nach aktuellem Stand der Technik je nach Verfahren 20 bis 40 Prozent der Energie verloren. 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