{"id":2990,"date":"1999-11-01T00:00:11","date_gmt":"1999-10-31T22:00:11","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/?p=2990"},"modified":"2022-07-26T14:16:59","modified_gmt":"2022-07-26T12:16:59","slug":"auf-den-spuren-von-sacco-vancetti","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/1999\/11\/auf-den-spuren-von-sacco-vancetti\/","title":{"rendered":"Auf den Spuren von Sacco &#038; Vancetti"},"content":{"rendered":"<p>Sacco &amp; Vanzetti &#8211; das sind mehr als die Namen zweier italienischer Immigranten, die einem Justizmord in Boston zum Opfer fielen. Sacco &amp; Vanzetti &#8211; diese Namen sind das Symbol f\u00fcr eine weltweite Solidarisierung innerhalb der ArbeiterInnenbewegung der 20er Jahre. Sie sind das Symbol f\u00fcr viele \u00e4ltere GenossInnen, durch das sie den Anarchismus als eine leidenschaftliche, hingebungsvolle, verzweifelte, aber auch zur Emp\u00f6rung f\u00e4hige soziale Bewegung kennenlernten. Andr\u00e9 B\u00f6siger, ein schweizer Maurer, der in einem Aktionsnetz f\u00fcr illegale Grenz\u00fcbertritte zuerst spanische Revolution\u00e4rInnen in den 30er Jahren, dann algerische Freiheitsk\u00e4mpferInnen und franz\u00f6sische Kriegsdienstverweigerer in den 50er Jahren \u00fcber die franz\u00f6sisch-schweizerische Grenze brachte &#8211; er erz\u00e4hlte mir, da\u00df seine erste Demo als Jugendlicher im Jahre 1927 eine Solidarit\u00e4tsdemo in Genf f\u00fcr Sacco &amp; Vanzetti gewesen sei. Von da an sei er sein Leben lang Anarchist gewesen. Und so ging es vielen. Der Stoff wurde 1970 von Giuliano Montaldo verfilmt und Joan Baez sang den herzzerrei\u00dfenden Titelsong dazu. Wem da nicht die Tr\u00e4nen kommen, wei\u00df nicht, wof\u00fcr das Leben lohnt gelebt zu werden!<\/p>\n<p>1927, als Sacco &amp; Vanzetti hingerichtet wurden, gab es den ersten internationalen Boykott gegen die USA. Der Wiener Anarchist Pierre Ramus rief in <cite>Erkenntnis und Befreiung<\/cite>dazu auf, keine US-amerikanischen Waren zu kaufen. In Paris nahmen die Taxifahrer keine US-amerikanischen TouristInnen mit.<\/p>\n<p>Wie das? Noch bis zum ersten Weltkrieg hatten die USA den Ruf der Hoffnungstr\u00e4gerin, sie galten als das sprichw\u00f6rtliche Zufluchtsland f\u00fcr verarmte europ\u00e4ische ProletarierInnen. Die Solidarit\u00e4t mit Sacco &amp; Vanzetti drehte dieses Bild zum ersten Male um. Es war ein Boykott der ArbeiterInnenklasse, nicht anti- amerikanisch, aber einer spontanen Emp\u00f6rung Ausdruck gebend &#8211; der Emp\u00f6rung \u00fcber die Barbarei der Todesstrafe. In den Augen der Protestierenden hatte sich die USA als zivilisierte Nation verabschiedet, gerade als sie zur Weltmacht aufstieg. Die gewerkschaftlich und parteipolitisch organisierte ArbeiterInnenklasse in den USA hatte (mit Ausnahme der anarchosyndikalistischen IWW\/ Industrial Workers of the World) versagt, als sie das antiitalienische Ressentiment in den US-Medien gegen Sacco &amp; Vanzetti aufgriff und fortan nichts zu deren sozialer Verteidigung unternahm.<\/p>\n<p>Vor rund 80 Jahren, am 24.12.1919, mi\u00dflang ein bewaffneter Raub\u00fcberfall auf einen Lohngeldtransporter einer Schuhfabrik in Bridgewater, einen s\u00fcdlichen Vorort von Boston. Am 15.4.1920 aber gelang ein Raub\u00fcberfall auf die Lohnt\u00fcten einer weiteren Schuhfabrik, diesmal in South Braintree, dem s\u00fcdlichen Stadtende von Boston. Diesmal wurden dabei zwei Wachm\u00e4nner ermordet.<\/p>\n<h3>Der Justizmord und seine Aktualit\u00e4t<\/h3>\n<p>Wegen dieser \u00dcberf\u00e4lle wurden Sacco &amp; Vanzetti vier Wochen sp\u00e4ter verhaftet, zum Tode verurteilt und sieben Jahre sp\u00e4ter hingerichtet, obwohl ihnen die Schuld niemals nachgewiesen werden konnte. Die Prozesse waren eine Farce: ZeugInnen der Anklage wurden zur Falschaussage verleitet, w\u00e4hrend italienische EntlastungszeugInnen, die zum Beispiel mehrfach beschworen, Vanzetti habe ihnen an den Tagen der \u00dcberf\u00e4lle ganz woanders Fisch verkauft, aus rassistischen Gr\u00fcnden als unglaubw\u00fcrdig eingestuft wurden. Richter Thayer und die reaktion\u00e4re Presse von Massachusetts verfolgten nicht die T\u00e4ter &#8211; auf der Anklagebank sa\u00df der Anarchismus ((1)).<\/p>\n<p>Viele machten sich damals schuldig, unter anderen auch der damalige Pr\u00e4sident der ehrw\u00fcrdigen Havard University, der in einer au\u00dferordentlichen Untersuchungskommission das Urteil noch einmal best\u00e4tigte. Doch immerhin: es kommt selten vor, da\u00df ein solch offensichtlicher Justizmord selbst offizielle Stellen Jahrzehnte sp\u00e4ter zur Einsicht bringt: Am 19.7.1977 erkl\u00e4rte der Gouverneur von Massachusetts, Michael Dukakis, den Fall nachtr\u00e4glich zum Justizverbrechen und rehabilitierte die Opfer.<\/p>\n<p>Trotzdem hat das Establishment aus diesem Fall offenbar nichts gelernt: das Strafvollzugssystem der USA geh\u00f6rt nach wie vor zu den schlimmsten &#8211; es sind ca. 1,8 Mio. Menschen hinter Gittern. Bezogen auf die Gesamtbev\u00f6lkerung ist das der h\u00f6chste Prozentsatz weltweit ((2)). Im Moment wird dieses riesige Gef\u00e4ngnissystem zudem privatisiert, was schon allein aus Kostenersparnisgr\u00fcnden zur weiteren Verschlechterung und Brutalisierung der Situation der Gefangenen beitragen wird. Und auch die Todesstrafe hat in den 90er Jahren eine traurige Renaissance in den USA erfahren. Eben erst hat der Oberste Gerichtshof den Antrag von Mumia Abu Jamal auf Neuaufnahme seines Verfahrens abgelehnt, ein neuer Hinrichtungstermin f\u00fcr den schwarzen Journalisten kann festgesetzt werden. Die Parallelen zwischen Sacco &amp; Vanzetti und Abu Jamal sind vielf\u00e4ltig und springen sofort ins Auge: Abu Jamal ist zwar kein Anarchist, aber die Tat ist auch bei ihm keineswegs zweifelsfrei erwiesen und angeklagt ist ein schwarzer Aktivist und Journalist &#8211; ein politischer Proze\u00df mit stark rassistischen Tendenzen. Nach 80 Jahren hat sich also grunds\u00e4tzlich nichts ver\u00e4ndert. In einem Staat mit dem Anspruch, die F\u00fchrungsmacht der zivilisierten Welt zu sein, regiert nach wie vor die institutionalisierte Barbarei.<\/p>\n<h3>Boston &#8211; damals und heute<\/h3>\n<p>Acht Jahre lang, von 1919-1927, war Boston eine Stadt im Ausnahmezustand &#8211; verursacht die ganze Zeit \u00fcber weniger durch eine starke sozialistische Bewegung denn durch eine erzreaktion\u00e4r-puritanische Oberschicht, die im altehrw\u00fcrdigen Viertel &#8222;Beacon Hill&#8220; residiert, das sich auf einem H\u00fcgel direkt hinter dem Sitz des Gouverneurs, dem State House, befindet. Die von Beacon-Familien geleiteten Banken von Boston hatten am ersten Weltkrieg pr\u00e4chtig verdient, der nachfolgende Friede brachte jedoch Spekulations- und Profiteinbu\u00dfen. Au\u00dferdem dr\u00e4ngten die r\u00fcckkehrenden Kriegsfreiwilligen auf die weniger werdenden Arbeitspl\u00e4tze und entwickelten dabei einen Rassismus, der sich insbesondere gegen italienische ImmigrantInnen richtete. Nach der russischen Revolution gr\u00fcndete die Angst der besitzenden Schichten vor einem linksradikalen Umsturz eher auf eigenen Projektionen und Phobien, denn auf irgendeiner realen St\u00e4rke und Solidarit\u00e4t der Ausgebeuteten. Das hielt die Beacon Society keineswegs davon ab, gerade in Boston eine Welle des &#8222;Wei\u00dfen Terrors&#8220; zu entfachen, die auch weltweit ihresgleichen suchte. Kriegsdienstverweigerer des Ersten Weltkriegs, unter anderem Emma Goldman und Alexander Berkman, wurden als Vaterlandsverr\u00e4ter bespuckt und nach Ru\u00dfland abgeschoben. Niccola Sacco und Bartolomeo Vanzetti wurde im Proze\u00df ebenfalls ein Strick daraus gedreht, da\u00df sie nach Mexiko flohen, als sie Gefahr liefen, f\u00fcr den Krieg rekrutiert zu werden. Doch damit nicht genug: 1919 inszenierten die Reichen von Beacon Hill mit ihren eigenen Geldern einen militanten Riot! Im &#8222;Boston Common&#8220;, dem Stadtpark, direkt vor dem State House gelegen, organisierten sie einen bezahlten Mob, der dann pl\u00fcndernd und marodierend durch die Stra\u00dfen zog. Um die wahllose Zerst\u00f6rung m\u00f6glichst auszudehnen, bewegte die Beacon Society die Bostoner Polizei, an diesem Tag vollst\u00e4ndig in ihren Unterk\u00fcnften zu bleiben! Das Ergebnis war wie gew\u00fcnscht: anderntags \u00fcberschlug sich die b\u00fcrgerliche Presse vor Horrordarstellungen, wie es w\u00fcrde, wenn in den USA der Sozialismus die Macht \u00fcbern\u00e4hme. In der Folge wurde jegliche Polizeiaufr\u00fcstung bewilligt und w\u00e4hrend der sieben Jahre des Prozesses gegen Sacco &amp; Vanzetti glich Boston einer Polizeifestung.<\/p>\n<p>Unmittelbar nach dem 22.8.1927, dem Tag der Hinrichtung, begann der bekannte sozialkritische US-Schriftsteller Upton Sinclair mit seinem 800-seitigen Monumentalroman &#8211; mit dem Titel &#8222;Boston&#8220; &#8211; \u00fcber Sacco &amp; Vanzetti und ihren vergeblichen Kampf gegen die Bostoner Beacon Society ((3)). Wenige Monate sp\u00e4ter war Sinclair fertig, er hatte wie im Fieber seine Wut und seine Emp\u00f6rung herausgeschrieben. Es ist ein St\u00fcck Weltliteratur, ein dokumentarischer Roman, der ein beeindruckendes und umfassendes Bild der damaligen Auseinandersetzung gibt, auch was die Unterst\u00fctzungskampagne f\u00fcr Sacco &amp; Vanzetti betrifft, in der sich praktisch permanent die US- amerikanischen Gem\u00e4\u00dfigten, die alles legal M\u00f6gliche versuchten, und die italienischen AnarchistInnen bek\u00e4mpften, die allein auf direkte Aktionen weltweit setzten. Sinclair beschreibt die Vorg\u00e4nge aus der Perspektive einer altehrw\u00fcrdigen Frau aus der Beacon Society (Cornelia Thornwell), die die Fronten wechselt, von Zuhause wegl\u00e4uft und ein Leben unter ArbeiterInnen f\u00fchrt. Sie lernt die bedr\u00fcckenden Arbeitsbedingungen und schlie\u00dflich auch Bartolomeo Vanzetti kennen, bevor er zusammen mit Sacco festgenommen wird. Sie lernt die selbstlose Hingabe der italienischen Anarchisten im Alltag kennen und kann sie mit der Egozentrik der Upper Class konfrontieren. Sp\u00e4ter \u00fcbernimmt sie mit ihrer Tochter die Gr\u00fcndung des Verteidigungskomitees f\u00fcr Sacco &amp; Vanzetti. Berichtet wird \u00fcber deren vergebliche K\u00e4mpfe und ihr permanentes Scheitern an den Barrieren des Gesetzes. Real ist an dieser Geschichte die Tatsache, da\u00df viele Aktivistinnen der damaligen Suffragettenbewegung, der radikal-b\u00fcrgerlichen Frauenbewegung, an den Solidarit\u00e4tsaktionen teilnahmen &#8211; sozusagen in Stellvertretung der US-amerikanischen ArbeiterInnenklasse. Typisch f\u00fcr die soziale Basis des Verteidigungskomitees, das ihren Sitz im ersten Stock eines Hotels direkt gegen\u00fcber dem State House untergebracht hatte, war auch die Beteiligung von K\u00fcnstlerInnen und Intellektuellen. Viele davon kamen extra aus New York, vor allem dem K\u00fcnstlerInnenviertel Greenwich Village, angereist &#8211; was noch weiter zur Festungsmentalit\u00e4t der Bostoner reaktion\u00e4ren Kreise beitrug, weil es den Minderwertigkeitskomplex von Boston gegen\u00fcber New York n\u00e4hrte: die New Yorker DemonstrantInnen wurden despektierlich &#8222;New York Nuts&#8220; (etwa: &#8222;New Yorker Nu\u00dfk\u00f6pfe&#8220;) genannt. Dieses Konglomerat von Frauenbewegten, K\u00fcnstlerInnen und italienischen EinwandererInnen bildete schlie\u00dflich eine der ersten &#8222;picket-lines&#8220; in der Geschichte der USA, direkt vor dem von der Polizei besetzten State House, wo der damalige Gouverneur Fuller jegliches Gnadengesuch abgelehnt hatte. Eine &#8222;picket-line&#8220; ist eine permanente Demonstration, die sich t\u00e4glich wiederholt und bei der die Demonstrierenden schweigend mit Schildern oder Transparenten vor einem Objekt, hier dem State House, hin- und herlaufen. Mehrere Wochen vor der Hinrichtung begann damals diese picket-line und sie wurde trotz mehrfacher Verbote aufrechterhalten: viele wurden festgenommen, wieder entlassen und demonstrierten erneut &#8211; ein klassischer Fall zivilen Ungehorsams, der dann erst w\u00e4hrend der schwarzen B\u00fcrgerInnenrechtsbewegung in den 60er Jahren zum \u00fcblichen Aktionsmittel wurde. Damals war die picket-line neu &#8211; und die t\u00e4glichen Demonstrationen machten Boston und das US-Justizsystem zum Skandal, weltweit. Kurz vor der Hinrichtung wurde eine 10.000 Menschen z\u00e4hlende Demonstration \u00fcber den Charles River zum Gef\u00e4ngnis von Charlestown, wo Sacco und Vanzetti gefangen waren, von einer Streitmacht aus Armee und Polizei gestoppt.<\/p>\n<h3>Eine Frage der nationalen Identit\u00e4t<\/h3>\n<p>In Boston ist Upton Sinclairs Roman heute in keinem Buchladen mehr erh\u00e4ltlich, weder in der City noch am Havard Square. Um Restexemplare der Hardcover-Ausgabe zu bestellen, mu\u00df man\/frau vier Wochen warten. In den Annalen der Stadt ist die Erinnerung an die Zeit zwischen 1919 und 1927 getilgt. An keinem der historischen Orte wird an Sacco und Vanzetti erinnert.<\/p>\n<p>Und doch ist die Erinnerung lebendig &#8211; jede Person \u00fcber 50 Jahre, die wir in Boston nach Sacco und Vanzetti fragten, kannte den Namen und den Fall. Er hat Boston ein ganzes Jahrzehnt in Atem gehalten, das pr\u00e4gt das kollektive Ged\u00e4chtnis. Das mu\u00dfte nicht offiziell aufgeschrieben werden, es wurde m\u00fcndlich von einer zur n\u00e4chsten Generation \u00fcberliefert. Im s\u00fcdlichen Stadtteil Dedham steht heute noch das Justizgeb\u00e4ude, das Dedham Court House, in dem damals der Proze\u00df stattfand. Und weiter s\u00fcdlich, in South Braintree, in der dortigen Pearl Street, wo das Verbrechen stattfand, f\u00fcr das Sacco &amp; Vanzetti sterben mu\u00dften, kann sich noch jede\/r daran erinnern. In der Pearl Street ist heutzutage keine Schuhindustrie mehr ans\u00e4ssig. Vor Jahren wurden die alten Industriegeb\u00e4ude abgerissen, am Ort des Verbrechens entstand eine Einkaufsmeile mit Parkplatz. Dort fragten wir \u00f6rtliche BewohnerInnen &#8211; und alle kannten die Geschichte. Ein reaktion\u00e4rer Alter sagte gar: &#8222;Ja, und ich sag euch, sie waren es! Mein Vater war Anwalt und er sah das Verbrechen zuf\u00e4llig als kleiner Junge, er hat sie damals erkannt!&#8220; So weit treiben die Mythen &#8211; und so wird der Justizmord nationalistisch verarbeitet: was nicht sein darf, war auch nicht passiert. Die US-Justiz kann sich nicht irren, also hat sie auch damals nicht geirrt. Eine Welt w\u00fcrde zusammenst\u00fcrzen, der Glaube an die Gerechtigkeit im System der USA!<\/p>\n<p>Doch auch auf andere Weise bleibt der Fall lebendig. Ein Automechaniker, der seit 16 Jahren in der Pearl Street arbeitet, erz\u00e4hlte uns, immer wieder k\u00e4men Leute hierher, StudentInnen, ForscherInnen, HistorikerInnen. Sie wollten wissen, wo genau das Verbrechen stattfand und ob sich noch jemand daran erinnere, wie Eltern oder Gro\u00dfeltern davon erz\u00e4hlten. Sacco &amp; Vanzetti sind nicht tot &#8211; in unserem kollektiven Ged\u00e4chtnis werden sie nie sterben!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sacco &amp; Vanzetti &#8211; das sind mehr als die Namen zweier italienischer Immigranten, die einem Justizmord in Boston zum Opfer fielen. Sacco &amp; Vanzetti &#8211; diese Namen sind das Symbol f\u00fcr eine weltweite Solidarisierung innerhalb der ArbeiterInnenbewegung der 20er Jahre. 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