{"id":29937,"date":"2023-06-05T11:03:13","date_gmt":"2023-06-05T09:03:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2023\/06\/ein-neuer-blick-auf-den-anarchismus-in-oesterreich\/"},"modified":"2023-09-21T00:19:12","modified_gmt":"2023-09-20T22:19:12","slug":"ein-neuer-blick-auf-den-anarchismus-in-oesterreich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2023\/06\/ein-neuer-blick-auf-den-anarchismus-in-oesterreich\/","title":{"rendered":"Ein neuer Blick auf den Anarchismus in \u00d6sterreich"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Andreas Gautsch: Beginnen wir mit einer grundlegenden Frage: Wer war eigentlich Pierre Ramus?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gerhard Senft: F\u00fcr die Geschichte des Anarchismus in \u00d6sterreich ist Ramus von herausragender Bedeutung. Seine Pr\u00e4gung hatte er in den USA erhalten, wo er bereits als junger Mensch in anarchistische Kreise geraten war. Rudolf Gro\u00dfmann (1882\u20131942), wie <a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2018\/09\/freude-ueber-die-pierre-ramus-werkausgabe\/\">Pierre Ramus<\/a> eigentlich hie\u00df, stammte aus einem handwerklichen Haushalt in Wien. Bereits als Jugendlicher aufm\u00fcpfig, schickte ihn seine Familie als \u201eBesserungsma\u00dfnahme\u201c zu Verwandten nach Amerika. Der Umstand, dass dort der Kapitalismus gerade in ein neues Stadium eintrat, trug nichts zu einer nachhaltigen Verbesserung der Lebensverh\u00e4ltnisse der Arbeiterschaft bei. Abgesto\u00dfen vom Elend in den industriellen Ballungszentren, begann sich Ramus innerhalb proletarischer Organisationen zu engagieren. Um einem Verfahren nach der Niederschlagung einer Streikbewegung zu entgehen, verlie\u00df er die USA und kehrte \u00fcber Umwege nach \u00d6sterreich zur\u00fcck. Hier fand er direkten Anschluss an ein bestehendes oppositionelles Sozialmilieu. Vor allem publizistisch aktiv, entwickelte er eine N\u00e4he zum revolution\u00e4ren Syndikalismus. Wesentlich erschien ihm auch die Ideenwelt einer libert\u00e4ren P\u00e4dagogik, in der Hauptsache aber trat er als Antimilitarist hervor. In der Zwischenkriegszeit war es vor allem die Kommunebewegung, die Ramus und seine Anh\u00e4ngerschaft begeisterte. Im Jahr 1938 gelang es ihm, sich dem Zugriff des NS-Regimes zu entziehen, einen sicheren Zielort erreichte er jedoch nicht mehr. Er verstarb w\u00e4hrend der \u00dcberfahrt an Bord jenes Schiffes, das ihn nach Mexiko bringen sollte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Gautsch: Welche Bedeutung k\u00f6nnte Ramus jedoch f\u00fcr die heutige Zeit haben?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Senft: Ramus war weniger ein Theoretiker als ein Multiplikator anarchistischer Ans\u00e4tze. Als solcher hat er auch einiges vorausgedacht, das heute etwa unter dem Begriff <a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2012\/02\/praktisches-fur-eine-welt-der-zukunft\/\">Commons<\/a> ventiliert wird. Dabei geht es um selbstorganisierte Prozesse, um ein bedarfsgerechtes Produzieren. In diesem Zusammenhang w\u00e4ren auch Open-Source-Initiativen zu erw\u00e4hnen. Ramus war letztendlich \u00fcberzeugt, dass der Staat und der kapitalistische Markt keine Sicherheiten zu bieten imstande sind \u2013 die Kommune aber funktioniert immer, da die Menschen im direkten Kontakt aufeinander angewiesen seien und sie sich auch respektvoller begegnen. Zentral war bei Ramus der Gedanke, sich dem kapitalistisch-militaristischen Getriebe zu entziehen, indem man schlicht die Gefolgschaft verweigert. Das beginnt damit, keinen (medialen) Manipulationen auf den Leim zu gehen, das unabh\u00e4ngige Denken zu bewahren und mutig eine eigenst\u00e4ndige Position zu vertreten. Besonders in Zeiten des Krieges und der Aufr\u00fcstung scheint dies angebracht. Ramus hat danach gehandelt und dabei bewusst die \u00c4chtung durch Teile der Gesellschaft, Gef\u00e4ngnisaufenthalte und die Verbannung in Kauf genommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Gautsch: Die Palette seiner Arbeiten und Schriften ist sehr umfangreich. Sie umfasst Theaterst\u00fccke, einen Roman, theoretische Arbeiten, biographische Schriften \u00fcber bekannte Anarchist:innen, historische und einf\u00fchrende Arbeiten zum Thema Anarchismus und unz\u00e4hlige Artikel und Beitr\u00e4ge, die er f\u00fcr diverse anarchistische Zeitschriften verfasst hat. Was wird in den Gesammelten Schriften alles zu finden sein und wie bereitest du das auf?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Senft: Mit der Frage ist ein gewichtiges Problem angeklungen: Wie kann es gelingen, die unglaubliche Vielfalt des Ramus\u02bcschen \u0152uvres zu bew\u00e4ltigen? Es bleibt wohl kein anderer Weg, als das Gesamtwerk eingehend zu sondieren, dabei zu versuchen, das vorhandene Material sinngebend zusammenzustellen, und zudem ausf\u00fchrlich zu kommentieren. Es reicht zweifellos nicht, etwa Texte \u00fcber William Godwin, Michail Bakunin, Francisco Ferrer u.a. perlenartig aufzureihen und abzudrucken. Im ersten Band der Gesamtausgabe war es daher wichtig, eine zumindest komprimierte Geschichte des modernen Anarchismus beizuf\u00fcgen, um so eine historische Einordnung der behandelten Personen zu erm\u00f6glichen. Es ist ja auch nicht davon auszugehen, dass die geschlossene Leserschaft firm in der Geschichte der libert\u00e4ren Bewegung ist. Im zweiten Band ging es darum, Ramus\u02bc Position hinsichtlich einer staatlichen Rechtsordnung herauszuarbeiten. Ramus selbst hat zu dem Themenbereich sehr viel hinterlassen. In seiner Auseinandersetzung z. B. mit der Chicagoer <a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2019\/05\/chicago-und-der-1-mai\/\">Haymarket-Aff\u00e4re<\/a> 1887, mit den Hinweisen zum Prozessverlauf gegen die M\u00f6rder Gustav Landauers oder anhand des Falles Sacco und Vanzetti in den 1920er Jahren, hat er zu zeigen versucht, dass Recht absolut nichts mit Gerechtigkeit zu tun hat, dass das Rechtswesen stets als Teil einer Herrschaftsordnung zu begreifen ist. Auch in diesem Band schien es unumg\u00e4nglich, einleitend auf den jeweiligen geschichtlichen Kontext einzugehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Gautsch: Gerade eben ist der dritte Teil der Werkausgabe erschienen. Welchen Themenkreis widmet sich dieser Band?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Senft: Er enth\u00e4lt den Versuch, das Wirken Ramus\u02bc in unterschiedlichen Bereichen auszuleuchten: Dabei geht es um die Frage internationaler Zusammenschl\u00fcsse, um die Gestaltung revolution\u00e4rer Gewerkschaftsarbeit, um die Agitation auf dem Lande und um seine Beitr\u00e4ge zum Kulturkampf (Stichwort: Frauenrechte). Der vierte Band, der im n\u00e4chsten Jahr erscheinen wird, wird Ramus\u02bc kritische Stellungnahmen zu den autorit\u00e4ren sozialistischen Str\u00f6mungen beinhalten. Ich denke, dass sich mit kommentierten Materialiensammlungen dieser Art ein neuer Blick auf den modernen Anarchismus in \u00d6sterreich ergeben wird. Noch immer dominieren in diesem Zusammenhang falsche Vorstellungen, z. B. Anarchismus als Terrororganisation. Dabei zeigt gerade die Geschichte der libert\u00e4ren Bewegung im Raum der Donaumonarchie ein anderes Bild. Die Phase der Attentate beschr\u00e4nkte sich wesentlich auf die 1870er Jahre, wichtiger waren zweifellos die Aktivit\u00e4ten im l\u00e4ndlichen Bereich in Ungarn in den 1880er Jahren (Erntestreiks, Bodenbesetzungen); das Aufkommen des Anarchosyndikalismus, welcher f\u00fcr die gem\u00e4\u00dfigte Sozialdemokratie eine Herausforderung darstellte. Nicht vergessen sollten wir die Anarcho-Boh\u00e8me in den urbanen R\u00e4umen, die in erheblichem Ausma\u00df aufkl\u00e4rerisch gewirkt hat. Die Zentren des Anarchismus in \u00d6sterreich-Ungarn waren Wien, Budapest, Prag und Triest<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Gautsch: Du selbst hast \u00fcber viele Jahre an der Wirtschaftsuniversit\u00e4t in Wien gelehrt und geforscht. Wie erging es dir als Anarchist an dieser Uni, die ja eher f\u00fcr ihre liberal bis neoliberalen Positionen bekannt ist?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Senft: Die Wirtschaftsuniversit\u00e4t hatte, als ich zu Beginn der 1980er Jahre \u00d6konomie zu studieren begonnen habe, keine einheitliche Ausrichtung. Dominierend waren liberalkonservative Kr\u00e4fte, es gab noch einzelne Vertreter der alten Othmar Spann-Schule (Stichwort: St\u00e4ndestaat), sp\u00fcrbar war aber auch bereits das Erstarken einer sozialdemokratisch-keynesianischen Richtung. Mein Gl\u00fcck war, dass sich der kulturelle Umbruch der 1960er\/70er Jahre in \u00d6sterreich bis in meine Studienzeit hinein erstreckte, und so grunds\u00e4tzlich eine Bereitschaft vorhanden war, \u201eexotische\u201c Ideenwelten zuzulassen. Au\u00dferdem war ein \u201ewildes Denken\u201c in Studierendenkreisen damals sehr verbreitet. Ich habe mich mit meinen Ans\u00e4tzen also nie besonders als Au\u00dfenseiter empfunden, habe eher versucht, in Lehrveranstaltungen mit provokanten Wortmeldungen hervorzutreten, und habe daher nach Studienabschluss rasch eine erste Assistentenstelle erhalten. \u2013 \u00dcbriges in einer Abteilung des Volkswirtschaftsinstituts, die der marxistischen Seite zugerechnet wurde. Danach gelang es mir, mich zu habilitieren und mich dadurch langfristig zu setteln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Gautsch: Welche aktuellen \u00f6konomischen Ans\u00e4tze oder Diskussionen findest du gerade interessant? Welche haben f\u00fcr dich das Potential, den gegenw\u00e4rtigen multiplen Krisen, zumindest inhaltlich etwas entgegenzusetzen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Senft: Auch wenn der Anarchismus f\u00fcr seine Theorieoffenheit im Bereich der \u00d6konomie bekannt ist, in seiner programmatischen Ausrichtung ist er klar: Zentral ist der antimonopolistische Gedanke, es geht also um die Eliminierung von Machtpositionen in der Wirtschaft. Wenn z. B. hinsichtlich eines unvermehrbaren Faktors wie Grund und Boden (verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig) Wenige verf\u00fcgungsberechtigt sind, wie dies in einer Privateigentumsordnung der Fall ist, leidet die Gesellschaft unter steigenden Bodenrenten und -preisen und damit unter explodierenden Mieten. Hier k\u00f6nnte also eine Kommunalisierung Abhilfe schaffen. \u00c4hnliches gilt auch f\u00fcr andere Bereiche, etwa den Sektor der Produktionsmittel, wo eine verst\u00e4rkte Arbeiter:innenkontrolle ganz andere Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse herzustellen imstande w\u00e4re. Die Herrschaft des rentierenden Kapitals hat ja gerade hier grauenhafte Entwicklungen hervorgebracht. Im Wesentlichen geht es also darum, dass sich die Menschen wieder mehr Spielr\u00e4ume f\u00fcr ihr eigenes Leben verschaffen k\u00f6nnen. Das funktioniert am besten im lokalen Rahmen. Dezentralisierung, direkte Demokratie und f\u00f6derativer Aufbau erscheinen damit unverzichtbar. Der <a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/1999\/02\/der-citoyen-als-protoanarchist\/\">libert\u00e4re Kommunalismus<\/a> einer Janet Biehl und eines Murray Bookchin bietet in dem Zusammenhang wertvolle Ans\u00e4tze. Wir m\u00fcssen uns letztlich damit abfinden: der Markt und der Staat sind Versager. Man denke nur an die Finanzmarktkrise 2008 und ihre Folgewirkungen oder an die unertr\u00e4gliche Kriegstreiberei der Staatsf\u00fchrungen heute, die auch die Hauptursache der Teuerungswelle ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Gautsch: Du bist in der Pierre-Ramus-Gesellschaft aktiv. Gibt es neben dem gro\u00dfen Publikationsprojekt weitere Pl\u00e4ne?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Senft: Nun, wir haben in der Vergangenheit zehn gut besuchte Symposien organisiert und eine Reihe weiterer Vorhaben verwirklicht. Im Zuge ihrer Aktivit\u00e4ten sind der Ramus-Gesellschaft mehrere Nachl\u00e4sse zugewachsen. Z. B. haben wir einiges \u00fcber den Freiwirtschaftler Franz Newerkla (1896\u20131973) gesammelt, oder auch die Tagebuchaufzeichnungen des Pazifisten Otto Friedl\u00e4nder (1889\u20131963). Aus letzteren k\u00f6nnte sich ein interessantes Publikationsprojekt ergeben, weil darin etwa die Pogromnacht in Wien vom 9.\/10. November 1938 aus der Sicht eines Verfolgten geschildert wird. Bei Monte Verit\u00e0 m\u00f6chten wir heuer noch die \u201eEnteignung\u201c von Peter Kropotkin in einer Neu\u00fcbersetzung herausbringen. Au\u00dferdem w\u00e4re es reizvoll, Rudolf Rockers Buch \u201ePioneers of American Freedom\u201c endlich in einer kommentierten deutschen Fassung zu ver\u00f6ffentlichen. Dies jedoch bedarf sicher noch einer l\u00e4ngeren Planungsphase.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Andreas Gautsch: Beginnen wir mit einer grundlegenden Frage: Wer war eigentlich Pierre Ramus? Gerhard Senft: F\u00fcr die Geschichte des Anarchismus in \u00d6sterreich ist Ramus von herausragender Bedeutung. Seine Pr\u00e4gung hatte er in den USA erhalten, wo er bereits als junger Mensch in anarchistische Kreise geraten war. 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