{"id":30161,"date":"2023-09-04T17:33:27","date_gmt":"2023-09-04T15:33:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2023\/09\/ausgezeichnet\/"},"modified":"2023-09-04T21:20:53","modified_gmt":"2023-09-04T19:20:53","slug":"ausgezeichnet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2023\/09\/ausgezeichnet\/","title":{"rendered":"Ausgezeichnet"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Liebe Leser:innen,<br \/>\nnach der allj\u00e4hrlichen GWR-Sommerpause flattert Euch die Zeitschrift f\u00fcr eine gewaltfreie, herrschaftslose Gesellschaft ab sofort wieder Monat f\u00fcr Monat in die Briefk\u00e4sten. Vorausgesetzt, Ihr seid Abonnent:innen. Falls das noch nicht der Fall ist, abonniert bitte jetzt. ((1)) Die Zukunft dieses seit 1972 erscheinenden Organs gewaltfrei-anarchistischer und anderer sozialer Bewegungen ist in Zeiten von Inflation und Prekarisierung unsicher. Anders als andere Printmedien, finanziert sich die GWR fast ausschlie\u00dflich \u00fcber Eure Abos und Spenden (siehe Seite 24). Dadurch k\u00f6nnen wir unabh\u00e4ngig berichten, solidarisch, von unten, aus der Sicht von antikapitalistischen Bewegungsaktivist:innen aus aller Welt.<br \/>\nAlso, wenn bisher Euer Lieblingscaf\u00e9 oder Eure Stammkneipe noch kein GWR-Abo hat und weder Euer liebster Buchladen noch der \u00f6rtliche Bahnhofskiosk die GWR verkauft, schlagt ihnen bitte vor, sie zu abonnieren oder in den Vertrieb zu nehmen. Wir bem\u00fchen uns, mehr Menschen zu erreichen, aber f\u00fcr ein kleines Bewegungsorgan ohne Werbeetat ist das schwierig.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\">Graswurzelrevolution meets Bundeswehr im ZDF<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch mit der Hoffnung, die GWR und graswurzelrevolution\u00e4re Positionen bekannter zu machen, habe ich eine Einladung des ZDFs angenommen und als antimilitaristischer Anarchist mit einem Bundeswehr-Hauptmann in einer \u201eSag&#8217;s mir \/ unbubble\u201c-Sendung des ZDF \u00fcber die Bundeswehr diskutiert. Von der vierst\u00fcndigen Aufzeichnung wurden Ende Juli 2023 leider nur 22 Minuten im ZDF und auf ZDF kultur ausgestrahlt. Die Sendung findet Ihr in der ZDF-Mediathek unter dem Titel \u201e\u2018Es gibt keine gute Armee\u2019 | Pazifist trifft Bundeswehr Offizier | Sag\u2019s mir | unbubble\u201c. Auf YouTube wurde sie in den ersten Wochen zus\u00e4tzlich von 177.000 Menschen angeguckt und von 1.550 Leuten unterschiedlichst (!) kommentiert ((2)). Gefreut haben wir uns beispielsweise \u00fcber Konstantin Weckers Reaktion, der nach dem Gucken der ZDF-Sendung begeistert in der GWR-Redaktion angerufen und pers\u00f6nlich 100 GWRs f\u00fcr seine Tournee bestellt hat. Am\u00fcsant und sehenswert ist das 70min\u00fctige \u201eReact\u201c zur \u201eSag\u2019s mir\u201c-Sendung, das das anarchistische Dortmunder Podcast-Kollektiv Uebertage am 2. August produziert hat ((3)). In den Sommermonaten war die GWR auch Thema oder Teil der Berichterstattung in anderen deutschen ((4)) und internationalen ((5)) Medien. Prima.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\">Solidarit\u00e4t mit Olga, Yurii und allen Antimilitarist:innen weltweit!<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Graswurzelrevolution ist seit \u00fcber 50 Jahren Teil der War Resisters\u2019 International (WRI) und viele unserer Autor:innen kommen aus aller Welt. Im Moment machen wir uns gro\u00dfe Sorgen um unsere Freund:innen in Russland, f\u00fcr die die Luft in Putins Autokratie von Tag zu Tag d\u00fcnner wird. Aber auch in der \u201elupenreinen Demokratie\u201c Ukraine wird das politische Leben immer mehr vom Militarismus bestimmt.<br \/>\nSo wurde der ukrainische Friedensaktivist Yurii Sheliazhenko am 15. August in Kiew zu Hausarrest verurteilt, um seine antimilitaristischen Aktivit\u00e4ten zu unterbinden (siehe Seite 20). Die belarussische Menschenrechtsverteidigerin Olga Karatch lebt im Exil in Litauen und schreibt regelm\u00e4\u00dfig auch in der GWR. Nachdem die litauischen Beh\u00f6rden ihr jetzt Asyl verweigert haben, beteiligen wir uns an der internationalen Kampagne #protection4olga, um Schutz und Asyl f\u00fcr die Leiterin der Organisation \u201eUnser Haus\u201c zu fordern. Bitte beteiligt Euch an der Soli-Kampagne (siehe Artikel auf dieser Seite).<\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\">GWR 481 mit vier Schwerpunkt-Themen<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der internationale Antimilitarismus ist immer ein wichtiger Teil der Graswurzelrevolution. Diesmal berichten wir z.B. \u00fcber den Widerstand der Gruppe Feminist Anti-War Resistance (FAR) aus Russland gegen den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine (Seite 12), \u00fcber militaristische \u201eAnarchisten\u201c (Seite 15) und den Kriegsdienstzwang in der Schweiz (Seite 17). Unter dem Titel \u201eEin \u201aneuartiger Mut\u2018 innerhalb des t\u00fcrkischen Antimilitarismus\u201c pr\u00e4sentieren wir Euch einen Vorabdruck aus der Autobiografie der gewaltfreien Anarchistin und Feministin P\u0131nar Selek. Ihr Buch erscheint im Oktober 2023 unter dem Titel \u201eDie Unversch\u00e4mte\u201c im Verlag Graswurzelrevolution. ((6)) Die im franz\u00f6sischen Exil lebende Antimilitaristin wird seit 25 Jahren vom autokratischen t\u00fcrkischen Regime verfolgt.\u00a0((7)) Der n\u00e4chste Prozess gegen sie findet am 29. September in Istanbul statt. ((8))<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der deutsche Kolonialismus und seine Verbrechen gegen die Menschlichkeit wurden lange geleugnet. Dabei wurde in \u201eDeutsch-S\u00fcdwestafrika\u201c, dem heutigen Namibia, an den Herero und Nama der erste V\u00f6lkermord des 20. Jahrhunderts ver\u00fcbt. In dieser GWR beleuchten wir mit einem Schwerpunkt die deutsche Politik des Verdr\u00e4ngens und des \u201egr\u00fcnen\u201c Neo-Kolonialismus in Zeiten der \u201eEnergiekrise\u201c (S. 1, 6 ff.).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 11. September werden die Massenmedien wieder der fast 3000 bei den Terroranschl\u00e4gen 2001 in New York get\u00f6teten Menschen gedenken. Wir m\u00f6chten in dieser GWR auch an den weitgehend vergessen gemachten 11. September 1973 erinnern, dem in Chile Zigtausende zum Opfer gefallen sind (S. 3 ff.). Vor 50 Jahren putschte dort mit Hilfe der USA das Milit\u00e4r. Unz\u00e4hlige Linke wurden verhaftet, gefoltert und ermordet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein vierter Schwerpunkt dieser Ausgabe sind die Diskussionen um die im Sommer 2023 abgehaltenen anarchistischen Kongresse in St. Imier und Chemnitz (S.13 ff.). Vier der f\u00fcnf Beitr\u00e4ge dieses Schwerpunkts beleuchten aus unterschiedlichen Perspektiven die Geschehnisse und Probleme auf dem anarchistischen Kongress in der Schweiz, an dem sich vom 19. bis 23. Juli 5.000 Anarchist:innen beteiligt haben. Einen weiteren Diskussionsbeitrag dazu haben wir f\u00fcr Euch unter dem Titel \u201eAnarchy 2023 in Saint-Imier\u201c auf graswurzel.net gestellt.\u00a0((9))<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schockierend ist der Bericht \u00fcber die Polizeigewalt in Frankreich (S. 1 und 9), w\u00e4hrend der Artikel \u00fcber den Widerstand gegen den franz\u00f6sischen Atomstaat in Bure (S. 10) Hoffnung auf weitere Bausteine einer solidarischen Gesellschaft macht. Den zweiten Teil des Interviews mit Organisatorinnen des Sozialen Frauenkongresses in Polen findet Ihr auf Seite 11. Auf Seite 20 erinnern wir an Wolfram Treiber (27.1.1954 \u2013 4.6.2023), auf Seite 21 geht es um Polizeigewalt gegen die schwerbehinderte Aktivistin und GWR-Mitherausgeberin C\u00e9cile Lecomte. Alex Kempfle berichtet auf Seite 22 \u00fcber seine Erlebnisse in der GWR-Redaktion. Sein Artikel kann als Ermutigung f\u00fcr zuk\u00fcnftige GWR-Praktikant:innen gelesen werden. Rosalia Krenn macht mit ihrer Glosse auf Seite 22 die SP\u00d6 zum Thema. Als Vorgeschmack auf die Libert\u00e4ren Buchseiten, die im Oktober als Supplement der GWR 482 erscheinen werden, findet Ihr in dieser Ausgabe einige Rezensionen, au\u00dferdem Leser:innenbriefe (S.\u00a023) und einen Ausblick auf den World Congress for Climate Justice in Mailand (S. 24).<\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\">We did it again<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von 358 nominierten Verlagen werden am 22. September in Berlin 64 Verlage mit dem Deutschen Verlagspreis 2023 ausgezeichnet. Zum zweiten Mal nacheinander geht dieser renommierte Preis auch an den Verlag Graswurzelrevolution. ((10)) Das hat angesichts der Erw\u00e4hnung des 50 Jahre Graswurzelrevolution-Kongresses 2022 im neuen Verfassungsschutzbericht einen leicht ironischen Klang. Es freut uns trotzdem. Ausgezeichnete An-archist:innen!<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><strong>Viel Spa\u00df beim Lesen, Anarchie und Gl\u00fcck,<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><strong>Bernd Dr\u00fccke (GWR-Koordinationsredakteur)<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Leser:innen, nach der allj\u00e4hrlichen GWR-Sommerpause flattert Euch die Zeitschrift f\u00fcr eine gewaltfreie, herrschaftslose Gesellschaft ab sofort wieder Monat f\u00fcr Monat in die Briefk\u00e4sten. Vorausgesetzt, Ihr seid Abonnent:innen. Falls das noch nicht der Fall ist, abonniert bitte jetzt. 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