{"id":30243,"date":"2023-09-13T00:52:42","date_gmt":"2023-09-12T22:52:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/?p=30243"},"modified":"2024-04-15T16:16:14","modified_gmt":"2024-04-15T14:16:14","slug":"ueber-militarisierung-ukrainesolidaritaet-und-luegengebaeude","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2023\/09\/ueber-militarisierung-ukrainesolidaritaet-und-luegengebaeude\/","title":{"rendered":"\u00dcber Militarisierung, Ukrainesolidarit\u00e4t und L\u00fcgengeb\u00e4ude"},"content":{"rendered":"<p>Dass autorit\u00e4re Kommunist*innen gegen ein Plakat sind, das sich \u201eGegen jeden Krieg\u201c positioniert, d\u00fcrfte auch schnell einleuchten. Wer f\u00fcr einen sozialistischen Staat ist, braucht Repressionsstrukturen und nat\u00fcrlich auch ein Milit\u00e4r. Au\u00dferdem ist f\u00fcr die Freunde der untergegangenen Sowjetunion nebst der DDR der kriegsrechtfertigende Hauptfeind immer noch und bis in alle Ewigkeiten die NATO. Der Angriff Russlands auf die Ukraine wird folglich als gerechtfertigter Krieg umgedeutet.<\/p>\n<p>Dass die deutschen Gr\u00fcnen gegen ein Plakat sind, das sich antimilitaristisch positioniert und einen zerst\u00f6rten Panzer abbildet, ist auch klar. Die von der Macht korrumpierten Gr\u00fcnen gehen \u00fcber Leichen. Das war im Kosovokrieg so, das ist jetzt auch nicht anders. 100 Milliarden f\u00fcr Waffen wurden von einer Regierung durchgewunken, in der die Gr\u00fcnen das Au\u00dfen- und das Wirtschaftsministerium stellen. Die Abwehr der russischen Aggression f\u00fchrt diese Partei wieder in den gerechten Krieg, an der Seite der NATO.<\/p>\n<p>Soweit, so klar.<\/p>\n<p>Dass aber auf einem anarchistischen Treffen eben dieses Plakat, auf welchem \u201eF\u00fcr eine antifaschistische und antipatriarchale Antikriegsbewegung\u201c geworben wird, von teilnehmenden Menschen herunter gerissen wurde, das ist erstaunlich.<\/p>\n<p>Wir spoilern: Wer das Aufh\u00e4ngen des oben beschriebenen Plakats auf einem anarchistischen Treffen als Angriff umdeutet, sich der anschlie\u00dfenden Diskussion um den Unterschied zwischen Krieg und sozialer Revolution verweigert, und Antimilitarist*innen k\u00f6rperlich angeht, hat auf keinem anarchistischen Treffen etwas zu suchen. Der*die positioniert sich als Feind*in eines Anarchismus, der historisch Kadavergehorsam, Obrigkeit, Befehl und Gehorsam, Milit\u00e4r, Vergewaltigung und Nationalismus, Mord aus niederen Beweggr\u00fcnden und Militarisierung ablehnt. Der versucht, den antiautorit\u00e4ren Charakter einer anarchistischen Praxis in die Sch\u00fctzengr\u00e4ben zu treiben.<br \/>\nWer es nicht aush\u00e4lt, wenn Menschen das Sammeln von Geldern f\u00fcr Ausr\u00fcstung und Waffen f\u00fcr militarisierte M\u00e4nner, sprich Soldaten unter anderem in den Sch\u00fctzengr\u00e4ben, ablehnen, der hat gebrochen mit dem Anarchismus. Wir reden hier konkret von \u201eSolidarity Collectives\u201c und deren Umfeld.<\/p>\n<p>Und es ist unerheblich, ob es sich um jene handelt, die ihre \u201eBetroffenheit\u201c als subjektivistische Begr\u00fcndung f\u00fcr eine militarisierte Position vor sich her schieben, um damit anarchistische Positionen abzuw\u00fcrgen. Oder ob es sich um jene handeln, die aus einem schr\u00e4gen, identit\u00e4ren Verst\u00e4ndnis von \u201cSolidarit\u00e4t\u201c bedingungslos und unterw\u00fcrfig die \u201eBetroffenen\u201c unterst\u00fctzen.<br \/>\nWir finden deren Positionen in der WOZ wieder, einer alternativen, in Richtung sozialdemokratisch tendierenden, schweizerischen Wochenzeitung. Oder in den Katakomben und Blasen der Szenetreffs oder in hippen Cafes der akademischen linken Bourgeoisie.<br \/>\nAuf den Punkt gebracht hat die Kritik an \u201eSolidarity Collectives\u201c zum Beispiel bereits eine Gruppe, die eine Absage der Teilnahme am ABC-Festes in Wien anl\u00e4sslich der Teilnahme von \u201eSolidarity Collectives\u201c formulierte (u.a. in Autonomes Bl\u00e4ttchen No. 53, Seite 52).<\/p>\n<p>Nun kann sich Eine zu Recht fragen: Warum an Menschen abarbeiten, die eine militarisierte Position vertreten?<br \/>\nVielleicht, weil es jeder Mensch wert ist, nicht in den realen oder ideologischen Sch\u00fctzengr\u00e4ben zu landen?<br \/>\nVielleicht, weil wir nicht brechen wollen mit Menschen, um die wir es wert finden zu k\u00e4mpfen?<br \/>\nVielleicht, weil wir andere Mittel gegen Krieg zur Hand haben, als den Militarismus und die Militarisierung der m\u00e4nnlichen Psyche \u2013 denn es sind vorwiegend M\u00e4nner, die gerade in den Sch\u00fctzengr\u00e4ben als \u201eAnarchisten\u201c liegen(die Ausnahmen best\u00e4tigen die Regel). Und es sind auch viele Frauen, die diese lautstark unterst\u00fctzen. Die \u201ePropaganda der Tat\u201c ist f\u00fcr diese Menschen gerade nationalistische, staatliche Landesverteidigung zu propagieren und umzusetzen.<br \/>\nWarum sich also abarbeiten?<br \/>\nVielleicht, weil der Feminismus schon mal weiter war, was die Analyse von Milit\u00e4r, Krieg, Vergewaltigung und Patriarchat betrifft.<br \/>\nVielleicht, weil wir etwas zu verteidigen haben; Eine Zukunft, die Milit\u00e4r nicht braucht und nicht die patriarchale Schei\u00dfe in st\u00e4ndig neuem Gewandt wieder und wieder aufkocht.<br \/>\nVielleicht, weil wir letztlich nicht hinnehmen, dass sich momentan Patriarchat und Militarismus neu formieren, sowohl in der Gesellschaft als auch in der Blase der identit\u00e4ren Anarchist*innen.<br \/>\nViele haben mit dem \u201eSolidarity Collectives\u201c und ihrem Umfeld abgeschlossen. Zu Recht finden wir. Wir aber haben bisher diese Menschen, bei allen Widerspr\u00fcchen, als Teil einer anarchistischen Bewegung wahrgenommen. An diesen Anspr\u00fcchen messen wir sie.<br \/>\nUnd so nehmen wir einen Vorfall und \u00dcbergriff in St. Imier und dessen Rezeption von Kriegsbef\u00fcrworter*innen in den sozialen Medien und in der WOZ und in der taz nicht hin und zum Anlass, auch daran unsere Position zu verdeutlichen.<\/p>\n<p>Kein Fu\u00dfbreit dem Militarismus! Kein Frieden f\u00fcr Kriegsbef\u00fcrworter*innen auf allen Seiten der Front. Gegen jeden Krieg!<\/p>\n<p>Zum Vorfall und \u00dcbergriff in St. Imier<\/p>\n<p>Wir befinden uns auf dem anarchistischen Treffen in St. Imier 2023. \u00dcber 4000 Besucher*innen. Mehrere hundert Workshops, spannende Diskussionen und Begegnungen. Organisatorisch eine gro\u00dfartige Leistung! (auch wenn die Orga irgendwann \u00fcberfordert wurde mit den Konflikten entlang von Queerness, Kolonialismus, Islamophobie und nat\u00fcrlich der Frage von Krieg und Militarisierung).<br \/>\nUnser Bericht beschreibt die Veranstaltung des \u201eSolidarity Collectives\u201c zum Thema: \u201cAnarchisten im Krieg: Kritische Analyse der Solidarit\u00e4t im Kontext des Krieges in der Ukraine\u201c.<\/p>\n<p>Der \u201eSaal des Spektakels\u201c war ungef\u00e4hr gef\u00fcllt mit um die 150 Menschen. Auf dem Podium sa\u00dfen bereits die Veranstalter*innen, unter anderem eine Journalistin der WOZ, von der noch sp\u00e4ter die Rede ist. Direkt am Eingang hatte \u201eSolidarity Collectives\u201c einen Stand mit Merchandising aufgebaut. (3000,- Euro sind insgesamt am Ende des Treffens in St. Imier in die Kriegskasse von \u201eSolidarity Collectives\u201c gesp\u00fclt worden, um u.a. die Soldaten an der Front in der Ukraine zu versorgen.)<\/p>\n<p>Als ein Mensch das Plakat \u201eGegen jeden Krieg\u201c an einem eigens herbeigetragenen Tisch abseits des Merchandisingstands aufh\u00e4ngte, wurde damit eine Lawine losgetreten, die das ganze Dilemma militarisierter Praxis aufzeigt. Denn all jene, die den russischen Angriffskrieg in der Ukraine in klassischer Kriegslogik beantworten wollen, m\u00fcssen zwangsl\u00e4ufig jede grunds\u00e4tzliche antimilitaristische Perspektive verteufeln, damit ihr eigenes Selbstverst\u00e4ndnis nicht ins Wanken ger\u00e4t. Dies zeigt auf, in welche Sackgasse sich \u201eSolidarity Collectives\u201c bereits hinein man\u00f6vriert hat.<\/p>\n<p>Denn kaum hatte die Person das Plakat \u201eGegen jeden Krieg\u201c (siehe Anhang) aufgeh\u00e4ngt, da st\u00fcrmte ein aggressiver Jungmann vom Merchandisingensstand herbei und forderte die Transgenderperson auf, das Plakat abzunehmen und zu verschwinden. Allen Ernstes glaubte der aggressive Jungmann eigenm\u00e4chtig Anarchist*innen des Raumes verweisen zu k\u00f6nnen. Die Transperson sagte ihm, dass sie nicht gehen werde und dass das Plakat hier h\u00e4ngen bliebe und wie er dazu k\u00e4me \u00fcber die Anwesenheit von Menschen zu entscheiden. Der Typ fing sofort an laut zu werden, seine K\u00f6rpersprache war gewaltt\u00e4tig und er machte \u00fcberhaupt keine Anstalten irgendwie zu argumentieren. Stattdessen riss er das angeklebte Plakat ab und schrie, dass die Person mit den Plakaten verschwinden solle und bedrohte sie k\u00f6rperlich.<\/p>\n<p>Plakat:\u00a0<a href=\"https:\/\/deref-gmx.net\/mail\/client\/AxZgpWA6aFg\/dereferrer\/?redirectUrl=https%3A%2F%2Fde.indymedia.org%2Fsites%2Fdefault%2Ffiles%2F2023%2F08%2F94445.jpeg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/de.indymedia.org\/sites\/default\/files\/2023\/08\/94445.jpeg<\/a><\/p>\n<p>Nun gibt es im Feminismus einige Binsenweisheiten. Wenn Du angegriffen wirst, rufe um Hilfe, um eine Situationsver\u00e4nderung herbeizuf\u00fchren und den Angriff aus der \u201ePrivatheit\u201c herauszuholen und Gewaltt\u00e4tigkeit durch lautes Rufen sichtbar zu machen. Lautes Rufen stellt \u00d6ffentlichkeit her, die eine sch\u00fctzende Wirkung hat oder haben kann. Genau so verhielt sich die Transperson. Sie eskalierte nicht die Situation, sie machte sie \u00f6ffentlich.<\/p>\n<p>Sie nahm ein weiteres Plakat vom Tisch, hielt es in den Raum Richtung Podium und rief laut und f\u00fcr alle h\u00f6rbar in den Saal, dass sie angegriffen werde, dass man dieses Plakate heruntergerissen habe, dass das nicht gehe und rief um Hilfe.<br \/>\nDas Podium eilte der Angegriffenen verbal nicht zur Hilfe, sondern verweigerte sie. Eine Frau vom Podium von ABC-Dresden deutete den Vorfall sogar um und forderte auf, die \u201eSt\u00f6rung\u201c zu unterlassen.<\/p>\n<p>Es bildete sich schnell eine Traube um den kleinen Stehtisch herum und auch andere Menschen von \u201eSolidarity Collectives\u201c griffen die Transperson verbal und k\u00f6rperlich an. Sie rissen Plakate vom Tisch, beschimpften die Aufh\u00e4ngerin des Plakates als Deutsche, \u201edie hier nichts zu sagen h\u00e4tte\u201c. Die Angegriffene reagierte mit; \u201eIch bin nicht deutsch, ich bin arabisch.\u201c \u201eAber Du lebst in Deutschland.\u201c, war die Antwort einer Frau aus der Ukraine, die sp\u00e4ter auch auf dem Podium sitzen sollte. Nationalistische, reaktion\u00e4re Zuschreibungen waren nun das Letzte, was eine auf einem Anarchistischen Treffen erwartet h\u00e4tte. Einer der Angreifer trug ein T-Shirt von \u201eSolidarity Collectives\u201c mit einer Kalaschnikow und so verhielt er sich auch, indem er der erste war, der die Plakate vom Tisch riss.<\/p>\n<p>Nun kamen aber auch andere Menschen aus dem Publikum und eilten der Angegriffenen zur Hilfe und intervenierten, wieso sie da nicht mit den Plakaten stehen d\u00fcrfe. Nur die \u00d6ffentlichkeit und das Eingreifen anderer Menschen sch\u00fctzte vor weiteren k\u00f6rperlichen \u00dcbergriffen.<br \/>\nEine Frau von der Gesamtorga stellte sich zwischen die aggressive Meute, gab sich als Orgafrau zu erkennen und versuchte zu vermitteln. Sie forderte die Angegriffene auf, das Plakat einzupacken, und nahm die Position der Angreifer ein. Die Angegriffene erwiderte, dass das \u00fcberhaupt nicht einzusehen sei, schlie\u00dflich sei das ein Antikriegsplakat und das m\u00fcsse hier ausgehalten werden. Dann beschuldigte man die Angegriffene, sie h\u00e4tte die Plakate auf den Tisch von \u201eSolidarity Collectives\u201c geworfen, was laut Transperson totaler Quatsch war, sie h\u00e4tte den runden St\u00e4ndertisch selber aus einem tiefer gelegenen Stockwerk hochgeschleppt und zwei Meter von deren Tisch entfernt aufgestellt, um gerade nicht mit einer militarisierten Position in Verbindung gebracht zu werden.<\/p>\n<p>Das Podium versagte politisch. Dass sich einzelne Frauen des Podiums im sp\u00e4teren Verlauf zum Teil als feministisch darstellten aber keine Anstalten machten den militarisierten Mann von \u201eSolidarity Collectives\u201c zurecht zu weisen, obwohl toxische M\u00e4nnlichkeit eines der Probleme ist, mit dem sich Feminist*innen in der Regel herumschlagen m\u00fcssen, spricht B\u00e4nde \u00fcber das taktische Einsetzen des Feminismus zur Begr\u00fcndung der eigenen Militarisierung im Ukrainekonflikt.<\/p>\n<p>Dann kam ein Mensch, der als eine treibende Kraft hinter \u201eSolidarity Collectives\u201c bekannt ist und nachher als Boris von ABC-Belarus auf dem Podium sitzen sollte (kleine Polemik am Rande: obwohl auch er schon seit geraumer Zeit in Deutschland wohnt) und schlug ebenfalls vor, die Plakate im Foyer unten auszulegen, um anfangen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nDa es ja um eine kritische Bewertung der Solidarit\u00e4tsarbeit in Bezug zur Ukraine gehen sollte und nicht darum, einen transphoben \u00dcbergriffe von von testosterongesteuerten patriarchalen M\u00e4nnern abzuwehren, packte die Transperson die Plakate ein und der Tumult l\u00f6ste sich auf.<\/p>\n<p>Doch dieser denkw\u00fcrdige \u00dcbergriff fasste eigentlich schon die ganze Problematik zusammen. Ein Plakat \u201eGegen jeden Krieg\u201c, das aus einer queeren, antimilitaristischen, anarchistischen, migrantischen und feministischen Position kommt, wurde von Menschen zensiert und als Provokation empfunden, weil es ihre militarisierte Position und Identit\u00e4tspolitik zum Angriffskrieg Russland gegen die Ukraine in Frage stellt. Die Plakate wurden bereits schon Tage vorher in St. Imier von dem Umfeld von \u201eSolidarity Collectives\u201c immer wieder abgerissen.<br \/>\n\u00dcber den oben beschriebenen Vorfall wurde ein falsches unvollst\u00e4ndiges Narrativ verbreitet, unter anderem von der WOZ, \u00fcber das noch weiter unten genauer zu reden sein wird.<\/p>\n<p>Im weiteren Verlauf der Veranstaltung sah sich die Podiumsfrau, die anfangs der Transperson wegen deren Herkunft den Mund verboten hatte, emotional nicht imstande, das Podium zu besetzen. Nachdem die Menschen von \u201eSolidarity Collectives\u201c mit ihr geredet hatten, nahm sie auf dem Podium Platz und die Veranstaltung konnte beginnen. Zu ihr sei gesagt, dass sie in Bezug auf den Vorfall zur\u00fcckruderte und auf dem Podium sagte, dass sie \u00fcberreagiert habe, um dann aber hinzuzuf\u00fcgen, das gehe ihr so immer, wenn Ukrainerinnen angegriffen w\u00fcrden. Was zu keinem Zeitpunkt stattgefunden hatte.<\/p>\n<p>Nachdem das Podium drei Runden zu verschiedenen Fragestellungen absolviert hatte, konnte das Publikum Nachfragen stellen, Anmerkungen machen oder auch Kritik \u00e4u\u00dfern. Doch Kritik schien nur vordergr\u00fcndig erw\u00fcnscht, sobald diese inhaltlich tiefer wurde, wurde zum Beispiel einer \u00e4lteren italienischen Anarchistin versucht, das Mikrophon aus der Hand zu nehmen. Diese lie\u00df sich aber nicht mundtot machen und hielt in der einen Hand das Sauerstoffger\u00e4t zu ihrer Atemversorgung fest und in der anderen das Mikro. Also stoppte man die \u00dcbersetzung ihres Beitrages.<br \/>\nAuch hier sprang der militarisierte Mann ein und rannte die zehn Stuhlreihen nach vorne und sah zum Schlagen bereit aus, zumindest vermittelte das seine K\u00f6rpersprache, als es gegen einen anderen italienischen Aktivisten der anarchistischen F\u00f6deration ging, der sich aus dem Saal zur\u00fcckzog aufgrund des \u00dcbergriffes.<\/p>\n<p>Bevor aber die Diskussion losging wurde schon mal der Rahmen gesteckt:<br \/>\n\u201eHier wird heute nicht \u00fcber Antimilitarismus geredet. \u00dcber Antimilitarismus reden w\u00e4re Zensur, weil es hier nur um die Perspektive der Betroffenen geht.\u201c; so die Moderation. Zur Erinnerung; wir reden \u00fcber einen anarchistischen Kongress und \u00fcber eine Veranstaltung zum Krieg in der Ukraine. Aus diesem Satz spricht die Angst vor inhaltlicher Konfrontation und ein identit\u00e4rer Konformismus zugunsten der politischen Linie von ABC-Dresden. Hier wurde der Zensur das Wort geredet, bevor die Anarchie sich zu Wort melden konnte.<\/p>\n<p>In der Folge wurden kritische Nachfragen mit Polemiken abgewehrt oder es wurde darauf nicht eingegangen.<\/p>\n<p>Im weiteren Verlauf wurde vom Podium und aus dem Publikum aber st\u00e4ndig Bezug genommen auf den Vorfall zu Beginn und die Plakatperson als St\u00f6rfaktor diffamiert. Als diese Stellung beziehen wollte und um das Mikro bat, fiel auf, wie die Frau von der Gesamtorga von St. Imier, die den sich Meldenden im Publikum das Micro zukommen lie\u00df , nun um die betroffene Transgenderperson herummoderierte. Sie machte die Redner*innenliste nach machtpolitischen Gesichtspunkten. Alle sich Meldenden bekamen das Mikro, nur nicht die sich meldenden Transperson. Diese intervenierte so lange beim Mikrotr\u00e4ger, lehnte dessen Redebeschr\u00e4nkungen ab, was sie sagen d\u00fcrfte und was nicht, bis sie dann endlich in R\u00fccksprache des Mikrotr\u00e4gers mit der Orgafrau Redem\u00f6glichkeit bekam.<\/p>\n<p>Zuerst bedankte sich die Person bei den russischen und ukrainischen Statements vom Podium. Dann erg\u00e4nzte sie noch in, bei uns h\u00e4ngengebliebenem ungef\u00e4hrem Wortlaut: \u201eWir wollen die Erfahrungen von Euch und Eure Sichtweisen h\u00f6ren. Wir wollen auch, dass die Menschen in Russland und Belarus, die gegen das Regime k\u00e4mpfen, aus dem Knast kommen, wie \u00fcberall. Das steht gar nicht in Frage. Aber das Plakat, das hier ausgeh\u00e4ngt wird, ist keine Provokation und keine St\u00f6rung. Hier wurde behauptet, wir seien zum St\u00f6ren gekommen. Das ist eine L\u00fcge. Ich wurde hier k\u00f6rperlich angegriffen, weil ich dieses Plakat aufgeh\u00e4ngt habe. Das geht nicht. Ein solches Plakat m\u00fcsst Ihr einfach aushalten.\u201c Bezogen auf ein Statement vom Podium (\u201ewir sind offen f\u00fcr andere Perspektiven\u201c) sagte die Person in ungef\u00e4hrem Wortlaut: \u201eWir m\u00fcssen aber \u00fcber inhaltliche Differenzen reden. Anarchisten haben aus unserer Sicht nichts in Uniformen zu suchen, nicht als Soldaten, nicht an der Waffe eines Milit\u00e4rs. Wir unterscheiden zwischen Militarisierung und Krieg und sozialer Revolution und Selbstverteidigung.\u201c<\/p>\n<p>Boris von \u201eABC Belarus\/Dresden\u201c kommentierte den Beitrag: \u201ezwischen Krieg und sozialer Revolution unterscheiden\u201c mit dem Satz: \u201egeh doch nach Russland und mach dort soziale Revolution, oder nach Belarus\u201c und wischte jeden Br\u00fcckenbau zu einer Diskussion weg. F\u00fcr uns ist diese Art der Erwiderung eine taktische Abwertung\/Abwehrung, um sich einer kritischen Diskussion zu entziehen.<\/p>\n<p>Die Betroffene berichtete sp\u00e4ter, wie sie einen Tag danach angesprochen wurde von einer Frau aus Deutschland: \u201eIhr habt jetzt mindestens sieben Mal Veranstaltungen von \u201eSolidarity Collectives\u201c gest\u00f6rt. Warum?\u201c Die Betroffene erwiderte: \u201eIch habe nicht gest\u00f6rt.\u201c Die Frau: \u201eWarum gehst Du nicht nach Russland, geh doch nach Belarus.\u201c Auf dem Niveau l\u00e4sst sich nicht mehr reden. (\u201eGeh doch nach dr\u00fcben\u201c hie\u00df das in den 80ern gegen westdeutsche Linke).<\/p>\n<p>Wenn ein Plakat mit einem antimilitaristischen Inhalt auf einem anarchistischen Kongress so einen Sturm ausl\u00f6st, war es zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Der damit deutlich gewordene Skandal und \u00dcbergriff besteht darin, dass Kriegsbef\u00fcrworter*innen einen anarchistischen Kongress als Ort nutzen, um Gelder f\u00fcr die Front zu sammeln und ihre militaristische Propaganda in die anarchistische Szene einstreuen. Der \u00dcbergriff besteht darin, eine Person anzugreifen, die im Sinne des Anarchismus ein Plakat aufh\u00e4ngt.<br \/>\nDas Abrei\u00dfen des Plakat und der Angriff auf die aufh\u00e4ngende Person wurde von der gesamten Struktur von \u201eSolidarity Colletives\u201c mitgetragen. Die Gruppe hat sich dadurch selbst disqualifiziert. Die Verdrehung von Angreifern und Angegriffenen ist die \u00fcbliche Umkehrung des T\u00e4ter-Opfer-Diskurses, um von der eigenen Gewaltaus\u00fcbung abzulenken.<\/p>\n<p>Wir fordern:<br \/>\nErstens:<br \/>\nEine \u00f6ffentliche Entschuldigung von \u201eSolidarity Collectives\u201c bei der Transperson f\u00fcr den \u00dcbergriff.<\/p>\n<p>Zweitens:<br \/>\nWir fordern \u201eSolidarity Collectives\u201c auf, die Unterst\u00fctzung von Soldaten an der Front einzustellen und alle Anarchist*innen aus den Sch\u00fctzengr\u00e4ben rauszuholen. Uns ist klar, dass das nicht sofort geht, vor allem, wenn ein verpflichtender Milit\u00e4rvertrag besteht. Aber dazu fordern wir die Diskussion ein.<\/p>\n<p>(Anarchist*innen haben nichts im Sch\u00fctzengraben nationalstaatlicher Milit\u00e4rs zu suchen \u2013 oder sie sind keine mehr. F\u00fcr uns sind die Menschen in den Sch\u00fctzengr\u00e4ben keine \u201eComrades\u201c sondern Soldaten, die wir aus beiden Seiten der Front rausholen und f\u00fcr die soziale Revolution gewinnen m\u00fcssen. Der st\u00e4ndige Vergleich zu Spanien und den anarchistischen Milizen ist gerade das Gegenbeispiel zur Ukraine. Die Milizen k\u00e4mpften ohne feste Befehlsstrukturen auf der Basis der Freiwilligkeit und f\u00fcr die soziale Revolution. Die Ukraine befindet sich in einem Krieg, die Soldaten k\u00f6nnen nicht einfach die Front verlassen oder als M\u00e4nner ausreisen aus der Ukraine. Das ist ein militarisiertes Zwangsverh\u00e4ltnis, festgemacht am K\u00f6rper. Antifeministischer geht\u2019s nicht. Und dar\u00fcber k\u00f6nnen auch Frauen im Milit\u00e4r nicht hinwegt\u00e4uschen.)<\/p>\n<p>Drittens:<br \/>\nWir fordern die WOZ auf, die L\u00fcge der beiden Journalisten Kaspar Surber und Anna Jikhareva (siehe Ende diesen Beitrages) einzur\u00e4umen und kenntlich zu machen und der Wahrheit Platz einzur\u00e4umen \u00fcber den oben beschriebenen Vorgang.<br \/>\nAlle, die unsere Kritik teilen werden gebeten diese Forderung massiv an die WOZ und deren Umfeld heranzutragen. Bitte sendet Mails, sprecht mit allen Mitarbeiter*innen der WOZ. Wir wollen eine antimilitaristische WOZ und nicht ein Mittelstandsblatt, das dem Militarismus T\u00fcr und Tor \u00f6ffnet.<\/p>\n<p>Viertens:<br \/>\nWir fordern anarchistische Strukturen auf, nicht nur in der Beobachter*innenposition zu verharren, sondern sich zu diesem und anderen Kriegen jenseits der Kriegslogik und den Polarisierungen zu verhalten.Im Sinne des Plakates fordern wir eine selbstbewusste radikale Antikriegsbewegung gegen jeden Krieg ein, die den autorit\u00e4ren Kommunist*innen, der AfD, den Gr\u00fcnen und der Pro-NATO-Position, den Islamisten, etc. das Wasser abgr\u00e4bt und vor allem andere Perspektiven aufzeigt und umsetzt. Resignation und Ohnmacht spielt nur der Kriegslogik in die H\u00e4nde<\/p>\n<p>F\u00fcnftens:<br \/>\nWenn es Leute gibt, die Geld sammeln f\u00fcr Waffen und milit\u00e4rische Ausr\u00fcstung von \u201eComrades\u201c in der Ukraine, fordert sie auf, selbst in die Sch\u00fctzengr\u00e4ben zu steigen. Wer Geld sammelt und andere krepieren oder morden l\u00e4sst, verdient die Uniform, die Waffe und muss an die Front. Die Bellizist*innen auf allen Seiten, die mit Text und Partys(!) Gelder akquirieren, sich vermeintlich die H\u00e4nde nicht schmutzig machen und die andere krepieren lassen, kotzen und widern uns an. Sorry, aber so krass muss das mal ausgesprochen werden.<\/p>\n<p>Sechstens:<br \/>\nWir haben nicht nur das Recht \u201eSolidarity Collectives\u201c f\u00fcr ihre militaristische, nationalistische, patriarchale derzeitige Praxis zu kritisieren, sondern wir haben auch die Verantwortung dazu. Der Anarchismus ist in seinen gewaltfreien bis bewaffneten sozialrevolution\u00e4ren Auspr\u00e4gungen und in seinen politischen Organsiationsformen, von Individualanarchist*innen bis hin zu Syndikalismus immer unterschiedlich gewesen. Die Ablehnung von Herrschaft, Staat, Milit\u00e4r und Krieg waren und bleiben klare Bezugspunkte. Wer Staat, Milit\u00e4r und Krieg und somit Herrschaft das Wort redet ist alles m\u00f6gliche, aber kein*e Anarchist*in mehr.<br \/>\nDie politische Trag\u00f6die, die wir in der derzeitigen Ausrichtung von \u201eSolidarity Collectives\u201c sehen, verdringlicht es f\u00fcr uns, den Grundsatz \u201eGegen jeden Krieg\u201c praktisch werden zu lassen. \u201eBlockieren, boykottieren, desertieren, sabotieren\u201c steht auf dem Plakat. Zum Teil wird dies bereits getan. So geht es um die Unterst\u00fctzung von Deserteuren aller Fronten und Fluchthilfe z.B. von BIPoCs aus der Ukraine und auch von kriegsm\u00fcden M\u00e4nnern. Doch da ist noch Luft nach oben. Zum Beispiel f\u00fcr antimilitaristische Arbeit in die Reihe der Milit\u00e4rs hinein. Und Blockaden vor Waffenschmieden. Besetzung von Truppen\u00fcbungspl\u00e4tzen. Anp\u00f6beln von Soldat*innen in der \u00d6ffentlichkeit. St\u00f6rung von Gel\u00f6bnissen\u2026.<\/p>\n<p>Siebtens:<br \/>\nWenn \u201eSolidarity Collectives\u201c weiterhin Geld f\u00fcr Waffen und Ausr\u00fcstung an die Front, an Soldaten schickt, die in einer Verteidigungslinie mit ukrainischen Faschos stehen, die sich einem Milit\u00e4r und staatlicher Verf\u00fcgungsgewalt unterstellen, dann fordern wir die gesamte antiautorit\u00e4re, anarchistische und queer-feminstische Szene auf, \u201eSolidarity Collectives\u201c und deren Umfeld weder Orte noch Strukturen zu stellen.<br \/>\nWeiterhin fordern wir auf, alle Veranstaltungen von \u201eSolidarity Collectives\u201c zu besuchen, dort die Diskussion einzufordern. Wir fordern auf, kein Geld mehr zu spenden sondern es Gruppen zur Verf\u00fcgung zu stellen, die weltweit Deserteure unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Anarchist*innen<\/p>\n<p>Nun noch ein paar Worte Zur WOZ Nr.31 3 August 2023 \u201eIm Zweifel f\u00fcr die Praxis\u201c. Nachgedruckt in der taz unter dem Titel \u201eAnst\u00e4ndiger Anarchismus\u201c<br \/>\nGeschrieben haben den Artikel : Kaspar Surber und Anna Jikhareva.<\/p>\n<p>Wie die Zensur des Plakates und dessen publizistisches Narrativ Hand in Hand gehen:<br \/>\nWider besseren Wissens bediente die WOZ aus taktischen und ideologischen Gr\u00fcnden in oben genanntem Artikel zum Anarchistischen Kongress in St. Imier ein Narrative, das die Leader um \u201eSolidatity Collectives\u201c in die Welt setzten. Das vor sich her getragene Bekenntnis \u201ewir als privilegierte Menschen\u201c m\u00fcssen den \u201eBetroffenen zuh\u00f6ren und d\u00fcrfen nichts in Frage stellen, was die Betroffenen sagen\u201c ist eine Bankrotterkl\u00e4rung des Politischen.<br \/>\nDer Vorfall des \u00dcbergriffes gegen die Transperson, die Zensur eines simplen, selbstverst\u00e4ndlichen antimilitaristischen Plakates in St. Imier, die Kumpanei des Plenums von \u201eSolidartity Collectives\u201c mit dem Angreifer auf die Transperson auf dem Anarchistischen Kongress machte die WOZ dagegen nicht zum Thema.<br \/>\nDem Anarchsimus aber sind Werte zu eigen, die umfassende Herrschaftsfreiheit implizieren. So einfach ist das. Wenn WOZ-Redakteur*innen dem Militarismus eine Lanze brechen wollen, d\u00fcrfen sie das gerne tun, aber auf einem anarchistischen Treffen haben sie nichts zu suchen. Sie tarnen sich als Anarchist*innen (oder als der Bewegung zugeh\u00f6rige Menschen) ohne welche zu sein. Sie wanzen sich an soziale Bewegungen ran, ohne dazu ein Verh\u00e4ltnis zu haben, sie saugen von der Existenz des anarchistischen Widerstandes, weil wir ihr Job sind, sie betreiben Karriere und vergiften mit Artikeln eine Welt, die sich radikal jedwedem Militarismus verweigern m\u00fcsste.<\/p>\n<p>Wie machen die beiden Schreibtischt\u00e4ter*innen das? Die WOZ leitet zu dem oben von uns beschriebenen Vorfall folgenderweise ein:<br \/>\n\u201eWie arrogant die westliche Weltsicht auch unter Anarchist:innen sein kann, m\u00fcssen insbesondere Teilnehmer:innen aus Russland, Belarus und der Ukraine erfahren. An praktisch jedem Workshop kommt es zu Belehrungen \u00fcber den wahren Antimiltarismus.\u201c<br \/>\nDas ist nat\u00fcrlich albern, weil es die Ukrainer*innen, die Russ*innen , die Belarus*innen nicht gibt. Ein identit\u00e4res und nationalistisches Konstrukt bedient Zuschreibungen, die jede*r zum Beispiel Ukrainer*in unterstellen die gleiche Position zu haben. Blo\u00df weil die einen lauter sind, sind ihre Positionen nicht richtiger als andere, die es auch gibt und die sich dem Zwang entziehen dem ukrainischen Nationalismus und der Militarisierung das Wort zu reden.<br \/>\nUnd um diese Einleitung, die nicht der Realit\u00e4t in St. Imier entsprach, zu untermauern, kommt jetzt der Vorfall: \u201eSo l\u00e4sst sich eine Teilnehmerin aus Deutschland auch an einem Podium zu anarchistischen Positionen zum Krieg nicht nehmen, als Erstes lautstark ein Plakat mit dem Slogan \u201eGegen jeden Krieg\u201c anzubringen.\u201c<br \/>\nDavon abgesehen, dass das Podium von dem Aufh\u00e4ngen des Plakates v\u00f6llig unber\u00fchrt war, weil das Plakat am Ausgang des Raumes aufgeh\u00e4ngt wurde und zum Podium mindestens zehn Stuhlreihen dazwischen lagen, ist es aberwitzig, ein antimilitaristisches Plakat zu skandalisieren, was auf einem Podium zu anarchistischen Positionen zum Krieg\u201c (WOZ) aufgeh\u00e4ngt wurde. Wie bl\u00f6d muss man sein, so etwas Absurdes zu schreiben, wenn es nicht um was ganz anderes geht. Es dreht sich darum, ein antimilitaristisches Plakat als solches schon zu einer St\u00f6rung umzudeuten \u2013 weil es eine promilitarisierte Auseinandersetzung und eine identit\u00e4re, nationalistische Haltung grundlegend in Frage stellt. Die Existenz eines solchen Plakates, und das ist die bedeutsame Information f\u00fcr uns Anarchist*innen, ist f\u00fcr Einige schon eine ernsthafte St\u00f6rung und Provokation, die zensiert, unsichtbar und letztlich ausgemerzt werden soll. Weil die Parole \u201eGegen jeden Krieg\u201c die Kraft hat, die Bef\u00fcrworter*innen von Militarisierung, Kriegslogik und letztlich Krieg zu entlarven, weil sie als \u201eAngriff\u201c empfunden wird und genauso darauf reagiert wird. Mit Zensur.<\/p>\n<p>F\u00fcr uns best\u00e4tigt sich einmal mehr, diese Leute aus anarchistischen Strukturen auszuschlie\u00dfen, wenn sie ihre fortschreitende Militarisierung nicht unterbrechen.<br \/>\nDie WOZ auf jeden Fall, hat sich in diesem Fall mehr als daneben verhalten, sie l\u00fcgt, und verdeckt den \u00dcbergriff.Und tr\u00e4gt ihn somit mit. Beide Journalist*innen geh\u00f6ren aus unseren Orten rausgeschmissen, wenn sie ihre L\u00fcgen nicht \u00f6ffentlich zur\u00fccknehmen.<\/p>\n<p>Ein weiteres pikantes Detail: Auf dem Podium sa\u00df eine Journalistin der WOZ! Diese wird selbstredend von Kaspar Surber zitiert. Ohne ihre Funktion kenntlich zu machen. Hier wird die Medienmacht manipulativ eingesetzt, um Meinungen zu erzeugen. Man besetzt Podien mit Positionen, die einem genehm sind und zitiert vermeintlich neutral von diesen Menschen, die hier auch noch als \u201eBetroffene\u201c eine exklusive Sprechposition verk\u00f6rpern sollen, um dem gesagten mehr Gewicht zu geben. (Es w\u00fcrde nicht verwundern wenn die Journalistin Anna Jikhareva, die den Artikel mit Kaspar geschrieben hat, sogar identisch mit der WOZ-Frau auf dem Podium war)<br \/>\nDem Schreibtisch-Bellizisten scheint jedes sch\u00e4bige Mittel recht um die Diskurshoheit in der Linken \u00fcber den Krieg zu erlangen.<\/p>\n<p>Der Anarchismus hat schon viele Wirrungen \u00fcberstanden, er wird auch diese kriegslogikgeleitete Auslegung durch \u201eSolidarity Collectives\u201c hinter sich lassen.<\/p>\n<p>Beitrag auf Indymedia:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/deref-gmx.net\/mail\/client\/_vwNzuCxYUc\/dereferrer\/?redirectUrl=http%3A%2F%2Fdvqlamnbbzli62qfyt5faspxunueqdxc4csrslhcp2z3haiflnrn6dqd.onion%2Fnode%2F301314\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/dvqlamnbbzli62qfyt5faspxunueqdxc4csrslhcp2z3haiflnrn6dqd.onion\/node\/301314<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dass autorit\u00e4re Kommunist*innen gegen ein Plakat sind, das sich \u201eGegen jeden Krieg\u201c positioniert, d\u00fcrfte auch schnell einleuchten. 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