{"id":31458,"date":"2024-06-07T09:58:20","date_gmt":"2024-06-07T07:58:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2024\/06\/erich-muehsam-und-der-deutsche-kolonialismus\/"},"modified":"2024-08-28T22:31:43","modified_gmt":"2024-08-28T20:31:43","slug":"erich-muehsam-und-der-deutsche-kolonialismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2024\/06\/erich-muehsam-und-der-deutsche-kolonialismus\/","title":{"rendered":"Erich M\u00fchsam und der deutsche Kolonialismus"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">\u201eIch verstehe nichts von Kolonialpolitik \u2013 zugegeben! \u2013 Ich will auch gar nichts von Kolonialpolitik verstehen.\u201c Diese Aussage von Erich M\u00fchsam aus der sechsten Ausgabe des ersten Jahrgangs seines \u201eKain\u201c gibt nur die halbe Wahrheit preis.<br \/>\nEs stimmt, dass M\u00fchsam sich sp\u00e4t und nur sehr wenig \u2013 verglichen mit anderen politischen Geschehnissen \u2013 zur (deutschen) Kolonialpolitik \u00e4u\u00dferte. Dass er aber nichts verst\u00fcnde, ist kaum gelten zu lassen. Er durchblickt die Brutalit\u00e4t und den Gegensatz zur herrschaftsfreien Gesellschaft, die er sich ertr\u00e4umt, sehr deutlich. Und seine Auseinandersetzung mit und seine harsche Kritik an dem Kolonialismus hatte \u00e4hnlich wie sein Engagement w\u00e4hrend der M\u00fcnchener R\u00e4terepublik oder f\u00fcr die Rote Hilfe etwas Konkretes \u2013 und nicht nur Tr\u00e4umerisches. \u00dcber Erich M\u00fchsam wurde vieles gesagt und geschrieben. Seine anti-kolonialen Gedanken sind bisher kaum aufgegriffen worden. Sie mit seinem politischen Leben und Denken ansatzweise zu vernetzen, soll im Folgenden versucht werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sechs Jahre nach seiner Geburt in L\u00fcbeck am 6. April 1878 wurde das Deutsche Reich eine weitere europ\u00e4ische Kolonialmacht. 1884 wurden die ersten Kolonien, \u2013 euphemistisch als \u201eSchutzgebiete\u201c bezeichnet \u2013, gegr\u00fcndet. In den folgenden Jahren schloss M\u00fchsam Schule und Ausbildung in L\u00fcbeck ab und seine ersten Jahre in Berlin und auf Wanderschaft waren vorwiegend von seinem Lebensstil der Boh\u00e8me gepr\u00e4gt. Seine schriftstellerischen und politischen T\u00e4tigkeiten nahmen dennoch Fahrt auf, wie die Mitarbeit an der neugegr\u00fcndeten Zeitschrift \u201eDer arme Teufel\u201c (1902) oder die abgefassten Gedichte f\u00fcr andere Zeitungen bezeugen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie sind es auch, die eine erste tiefere Hinwendung und Befassung mit der kolonialen Thematik zeigen. In den Gedichten, abgedruckt im \u201eWahren Jacob\u201c, nimmt er sich des OvaHerero-Nama-Krieges und der deutschen milit\u00e4rischen Reaktion an.<br \/>\nAus Gedichten wie \u201eDer friedliche Michel\u201c oder \u201ePolitikaster\u201c spricht der Spott und der Sarkasmus gegen die Heuchelei des deutschen B\u00fcrgertums und die Politik. Nach au\u00dfen hin, ganz offiziell, g\u00e4be sich das Deutsche Reich friedlich, jedoch wenn unterdr\u00fcckte V\u00f6lker wie die OvaHerero bewaffnet rebellieren, dann. so M\u00fchsam, \u201eschickt [man] Herrn von Trotha!\u201c. Damit zielt M\u00fchsam auf Lothar von Trotha, der nach seiner Ankunft in der deutschen Kolonie S\u00fcdwestafrika den ber\u00fcchtigten Vernichtungsbefehl zum ersten (deutschen) V\u00f6lkermord im 20. Jahrhundert gab. Antimilitarismus, eines seiner Themen, verkn\u00fcpft M\u00fchsam mit seiner antikolonialen Agitation. Er kritisierte die Brutalit\u00e4t eines Carl Peters, eines Lettow-Vorbecks oder von Trotha, wenn sie die vermeintlichen Zivilisierungsmissionen brutal durchsetzten. Und er schreibt Gedichte zur Abrechnung mit der Obrigkeit. So wird F\u00fcrst von B\u00fclow, der die Phrase des \u201ePlatzes an der Sonne\u201c gepr\u00e4gt hat, mit Hohn aufgrund seiner kolonialen Abenteuer \u00fcberzogen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">M\u00fchsams Zeit in M\u00fcnchen ab 1909 ist gepr\u00e4gt durch die Herausgabe seines boh\u00e8me-anarchistischen Magazins \u201eKain\u201c, das von 1911 bis zum Verbot 1914 monatlich mit einer Auflage von 3.000 Exemplaren und dem Untertitel \u201eZeitschrift f\u00fcr Menschlichkeit\u201c erscheint und 1918 eingestellt wird. Den Titel w\u00e4hlt M\u00fchsam, weil er in der biblischen Figur des Kain den \u201eersten Rebellen der Menschheit\u201c sieht.<br \/>\nAuch die Gr\u00fcndung der \u201eGruppe Tat\u201c vor dem Ersten Weltkrieg lassen seinem Leben und politischen Aktionen etwas Stetigkeit geben. W\u00e4hrend er seine antikoloniale Haltung anfangs noch \u00fcber Spottgedichte transportiert, bietet ihm \u201eKain\u201c den notwendigen Raum f\u00fcr seine abrechnenden Texte. Und gerade an den Pl\u00e4nen von Politikern wie Gustav Stresemann, des v\u00f6lkischen Alldeutschen-Verbands oder der Mannesmann-Br\u00fcder, mit \u201eWestmarokko\u201c eine weitere deutsche Kolonie zu begr\u00fcnden, kann er sich abarbeiten. Kolonialpolitik ist f\u00fcr ihn staatlich gelenkte Unterdr\u00fcckung, Ausbeutung und Bevormundung, ein komplettes Gegenbild zum herrschaftsfreien Agieren und Denken. Er ist angewidert, wie der Kolonialismus als westliche Zivilisierungsmission gerechtfertigt wird. \u201eWem geh\u00f6rt Marokko? Den Franzosen? Den Deutschen? Den Spaniern? Allen dreien? Meine Auffassung mag weltfremd sein; ich finde, Marokko geh\u00f6rt den Marokkanern\u201c, formuliert er 1911. Aber der Griff nach Marokko unterliegt vor allem \u00f6konomischen Interessen und ist Streitobjekt zwischen franz\u00f6sischem und deutschem Kapital. M\u00fchsam sieht darin \u2013 so scheint es \u2013 einen Vorgriff auf den Ersten Weltkrieg. Aber B\u00f6rsianer und Politiker streiten zwar, k\u00e4mpfen wollen sie jedoch nicht. Daf\u00fcr gibt es das Volk, die Armen auf beiden Seiten, die sich in der Armee durch ihre Not verdingen m\u00fcssen. Er verkn\u00fcpft die Kolonialpolitik mit der Aufforderung an Rebellion und Verweigerung in Europa.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sein antikoloniales Verst\u00e4ndnis traf ebenso auf seine Ablehnung der Sozialdemokratie und des Parlamentarismus zu. In seinem bekannten Text \u201eHumbug der Wahlen\u201c kritisiert er, dass trotz der hohen Anzahl sozialdemokratischer Parlamentarier zwischen 1903 und 1907 sie nichts verhindert h\u00e4tten: \u201eDie Sozialdemokraten haben es mit all ihrem Krakeel nicht zu verhindern vermocht, dass Herr v. Tirpitz uns ein Flottengesetz nach dem andern bescherte. Das B\u00fcrgerliche Gesetzbuch, das Vereinsgesetz, s\u00e4mtliche Kolonialgesetze mit all ihren milit\u00e4rischen Folgerungen sind trotz ihres Widerspruchs in ihrer Anwesenheit beschlossen worden.\u201c Auch als die sozialdemokratische Gallionsfigur August Bebel stirbt, benennt er dessen Schwenk von der fundamentalen Ablehnung der deutschen Kolonialpolitik hin zu einer Kolonisation Marokkos unter \u201egeeigneten Mitteln\u201c als Kennzeichen des sp\u00e4ten Bebels und der sozialdemokratischen Politik, die sich weder dem wirtschaftlichen Interesse noch dem patriotischen Taumel entziehen will.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sein Egalitarismus ist M\u00fchsam wichtig. In seiner letzten \u201eKain\u201c-Ausgabe vor dem Ersten Weltkrieg schreibt er unter selbstgemachtem und von au\u00dfen beeinflusstem Druck jedoch: \u201eAber ich wei\u00df mich mit allen Deutschen einig in dem Wunsch, dass es gelingen werde, die fremden Horden von unseren Kindern und Frauen, von unseren St\u00e4dten und \u00c4ckern fernzuhalten\u201c. Dieser Satz bringt ihm nicht nur Kritik von anarchistischer und linker Seite, er besch\u00e4ftigt M\u00fchsam selbst intensiv. Wenige Monate sp\u00e4ter, im Januar 1915, bringt er seine Besch\u00e4ftigung zum Ausdruck, lehnt seine Worte ab und betont die Gleichheit aller, auch aller Opfer, wenn er schreibt: \u201eEs ist nicht wahr, dass unsere Frauen und Kinder, unsere St\u00e4dte und Felder mehr wert w\u00e4ren als die der Galizier, Kaukasier, Polen, Bosnier, Siebenb\u00fcrger, Wallonen, Franzosen, Els\u00e4sser, \u00c4gypter, Marokkaner, Buren oder Zulukaffern. \u2013 Ich sch\u00e4me mich meiner selbstischen Wallung und will sie \u00f6ffentlich widerrufen, sobald es geht.\u201c<br \/>\nHier kommt sein Gleichheitsgedanke zum Vorschein, ebenso seine eigene Reflexions- und Kritikf\u00e4higkeit. Sp\u00e4ter wird er die Toten unter Schwarzen Soldaten in Europa und in den Kolonien betonen \u2013 jedoch bedient er sich gleichzeitig einer rassistischen Sprache und ist somit auch Kind seiner Zeit. In mehreren Ausf\u00fchrungen seines Tagebuches nutzt er das N-Wort. Zweischneidig sind seine \u00c4u\u00dferungen, welche Afrikaner*innen eine Zivilisiertheit absprechen. Gleichzeitig aber den Deutschen ebenso. Denn das Abschlagen und die Mitnahme des Sch\u00e4dels von Sultan Mkwawa, der sich den deutschen Kolonialtruppen in Ostafrika widersetzte, empfindet er als inhumanen Akt. Fast lassen sich \u00c4hnlichkeiten zu den heutigen \u00c4u\u00dferungen deutscher Politiker*innen und Museolog*innen feststellen, wenn M\u00fchsam anl\u00e4sslich von Forderungen, den Sch\u00e4del nach dem Ende des Ersten Weltkriegs nach England weiterzugeben, notiert: \u201eAber interessant ist das Gepl\u00e4rr dar\u00fcber, dass es eine Dem\u00fctigung vor dem N-Wort sei, was man uns da zumutet. Soweit sind die Begriffe schon verwirrt. Einem N-Wort-F\u00fcrsten den Kopf abhauen und ihn als Siegesbeute mit sich fortf\u00fchren in das europ\u00e4ische Kulturland Deutschland, das ist keine Dem\u00fctigung, aber den Sch\u00e4del denen wieder zuf\u00fchren, die darin wahrscheinlich einen in Piet\u00e4t verehrten Gegenstand sehen, das f\u00fchlt das republikanische Deutschland als Herabw\u00fcrdigung.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr seine prominente Rolle w\u00e4hrend der kurzzeitigen M\u00fcnchener R\u00e4terepublik wird er verhaftet und zu 15 Festungshaft verurteilt. Nach f\u00fcr f\u00fcnf Jahren wird er amnestiert. Im M\u00e4rz 1921, im Gef\u00e4ngnis Niedersch\u00f6nenfeld einsitzend, erscheint \u201eDas schwarze Schmachlied\u201c. Die letzte Strophe lautet:<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eStr\u00f6mt herbei in schwarzer Masse<br \/>\nund schie\u00dft los mit lautem Krach<br \/>\nS\u00e4ubert die Germanenrasse.<br \/>\nSei willkommen, schwarze Schmach.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Gedicht ist Produkt der Tschekagruppe, einer Gruppe von linksradikalen H\u00e4ftlingen. M\u00fchsam \u2013 geistiger Kopf der Gruppe \u2013 hat den Text nie selbst ver\u00f6ffentlicht, dennoch wurde er bekannt. Der Text, weniger Ausdruck einer k\u00e4mpferisch-revolution\u00e4ren Haltung, sondern Lust an der derben Provokation, nimmt die rassistische Propaganda der \u201eSchwarzen Schmach\u201c aufs Korn. Ein Gro\u00dfteil der Deutschen \u2013 nicht nur v\u00f6lkische und nationalistische Kreise \u2013 sehen in der Besetzung des Rheinlandes durch Schwarze Soldaten eine Schande. Dass mit dem Gedicht ein empfindlicher Nerv rechter Kreise getroffen wurde, zeigen die bis heute in sozialen Medien kursierenden Abscheubekundungen aus den entsprechenden Kreisen. ((1)).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach dem Ersten Weltkrieg l\u00e4sst M\u00fchsam seine Ber\u00fchrungs\u00e4ngste gegen\u00fcber der KPD, auch angesichts der revolution\u00e4ren Aktivist*innen wie Luxemburg, Liebknecht, Levin\u00e9 und anderen, etwas fallen, was in seiner kurzfristigen Mitgliedschaft kumuliert, ohne seine grunds\u00e4tzlichen Vorbehalte gegen\u00fcber Parteistrukturen, -apparat und -taktik aufzugeben. Am 11. September 1919 tritt M\u00fchsam der KPD bei, die er jedoch relativ schnell nach nur sechs Wochen wieder verl\u00e4sst. Auch in der Roten Hilfe wird M\u00fchsam aktiv, tritt 1929 aus, weil er in ihr eine Organisation der KPD sieht. \u00c4hnlich ist es mit einer anderen Organisation: Die kritische N\u00e4he zu der KPD sorgt sicherlich f\u00fcr sein Engagement in der \u201eLiga gegen koloniale Unterdr\u00fcckung\u201c. Diese wurde am 10.2.1926 gegr\u00fcndet. Wenig bekannt ist, dass M\u00fchsam ein Gr\u00fcndungsmitglied war und als gesch\u00e4ftsf\u00fchrendes Ausschussmitglied wirkte. Sein Engagement ist nur konsequent \u2013 immer wieder \u00e4u\u00dfert er seine \u201egro\u00dfe Freude [&#8230;] an dem prachtvoll tapferen Befreiungskampf der marokkanischen Rebellen\u201c und hofft, dass, wenn die Kolonisierten \u201eden Begriff der Sammlung im B\u00fcndnis erfasst haben\u201c, die Kolonialherren vertrieben werden. Neben linken Gr\u00f6\u00dfen wie den \u201eroten Medienzar\u201c Willy M\u00fcnzenberg, Georg Ledebour \u2013 der bereits 1905 die deutschen Kolonialverbrechen gegen die OvaHerero im Reichstag scharf kritisierte \u2013, Helene St\u00f6cker oder Virendranath Chattopadhyaya ist er im ersten Vorstand der Liga aktiv. Auf den ersten Blick erscheint das Gr\u00fcndungsmanifest verwirrend, steht auf dem Titelblatt als \u00dcberschrift: \u201eDeutschland braucht Kolonien\u201c und \u201eDeutschland ohne Kolonien \u2013 Ein Rumpf ohne Glieder\u201c. Was als vermeintlich propagandistisches Pamphlet daherkommt, ist in Wirklichkeit eine Abrechnung mit den kolonialrevanchistischen und -apologetischen Sichtweisen der Bef\u00fcrworter. Deren (vermeintliche) Argumente f\u00fcr Kolonien als notwendig f\u00fcr Handel, Weltprestige und Zivilisation werden widerlegt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er scheint aber auch hier nur ein kurzes Bet\u00e4tigungsfeld f\u00fcr ihn, den unstetigen Geist, zu finden. Auf einem Rundschreiben der Liga vom Juli 1926 ist er schon nicht mehr aufgef\u00fchrt. Ein Grund mag die Gr\u00fcndung seiner neuen Zeitschrift \u201eFanal\u201c im Oktober 1926 sein. Hier kann er \u2013 \u00e4hnlich wie im \u201eKain\u201c \u2013 frei schreiben was er denkt, bis seine \u201eAnarchistische Monatsschrift\u201c (Untertitel) im Juli 1931 wegen \u201eVer\u00e4chtlichmachung der Reichsregierung\u201c verboten wird. Der Sichtweise der \u201eLiga\u201c bleibt er zwar treu, wenn er \u00fcber deren ersten antikolonialen Kongress in Br\u00fcssel 1927 berichtet und betont: \u201eDer Befreiungskampf der Kolonialv\u00f6lker, dieser wichtige Teilkampf der Weltrevolution, hat begonnen\u201c. Damit setzt er den antikolonialen Kampf gleichberechtigt mit den K\u00e4mpfen der Arbeiter*innen in Europa. Dennoch finden sich in den folgenden Jahren kaum noch \u00c4u\u00dferungen zum Kolonialismus, wenn er auch immer wieder antikoloniale Bewegungen weltweit wie in Indien erw\u00e4hnt und sie mal kritisch, mal begeistert beschreibt. Dennoch, sein agitatorisches Bet\u00e4tigungsfeld wird zunehmend der Kampf gegen den zunehmenden Faschismus und f\u00fcr eine linke Gegenwehr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Enden m\u00f6chte ich mit dem erg\u00e4nzten Eingangszitat, bringt es doch die Ansicht M\u00fchsams auf den Punkt: \u201eDenn, scheint mir Politik selbst schon wahnwitziges Getue, so d\u00fcnkt mich Kolonialpolitik vollends unmenschliches Verbrechen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eIch verstehe nichts von Kolonialpolitik \u2013 zugegeben! \u2013 Ich will auch gar nichts von Kolonialpolitik verstehen.\u201c Diese Aussage von Erich M\u00fchsam aus der sechsten Ausgabe des ersten Jahrgangs seines \u201eKain\u201c gibt nur die halbe Wahrheit preis. 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