{"id":31861,"date":"2024-10-29T18:23:12","date_gmt":"2024-10-29T16:23:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2024\/10\/wie-kommen-wir-in-die-initiative\/"},"modified":"2024-11-24T21:54:45","modified_gmt":"2024-11-24T19:54:45","slug":"wie-kommen-wir-in-die-initiative","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2024\/10\/wie-kommen-wir-in-die-initiative\/","title":{"rendered":"Wie kommen wir in die Initiative?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Die andere Variante dieser f\u00fcr Kriegslogik \u00fcblichen Polarisierung findet sich bei vielen kommunistischen Wiederg\u00e4ngern, die gerade Zulauf haben. Die Antworten sind auch dort einfach: Der russische Angriffskrieg wird relativiert, die NATO ist der Hauptgegner. Auch in Bezug auf den Nahost-Konflikt erleben wir stereotype Schubladen, welche die patriarchale Logik von Freund und Feind best\u00e4ndig zementieren. Die eine Seite feiert den 7.Oktober mit seinen Massakern und Vergewaltigungen durch die Hamas als Befreiungskampf. Die andere Seite massakriert \u2013 im staatlichen Auftrag als Akt der Selbstverteidigung \u2013 \u00fcber 40.000 Menschen und wird von einer deutschen Staatsr\u00e4son gedeckt, die Menschenleben ungleich wertet. Das Morden bleibt in der patriarchalen Logik eines Freund-Feind-Denkens gefangen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Viele, die sich nicht in diese Kriegslogik hinein begeben wollen, stehen fassungslos am Rand und werden zu Zuschauer*innen degradiert. Im Get\u00f6se der Kriegspolarisierungen f\u00fchlt man sich bisweilen verloren und vereinzelt. Wir merken, der Versuch, so weiter zumachen wie bisher, funktioniert nicht. Entweder wir blenden die Ausweitung von Krieg, Militarisierung und patriarchaler Formierung in allen Teilen der Gesellschaft aus Gr\u00fcnden des Selbstschutzes aus, resignieren und ziehen uns zur\u00fcck. Oder wir verfallen in einen Aktionismus, der den Ereignissen auch nur hinterher rennt. M\u00fcssten wir nicht stattdessen innehalten und \u00fcberpr\u00fcfen, worum es gehen k\u00f6nnte, um \u201evor die Kriege\u201c zu kommen? Einen anarchistischen, antimilitaristischen und queer-feministischen Kongress w\u00fcrden wir uns w\u00fcnschen, der die Vereinzelung durchbricht und die Fundamentalist*innen beiderseitig entwaffnen will. Ein Austausch fehlt uns, in der Fragen einen Platz haben, die wir hier nur verk\u00fcrzt aufwerfen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anstatt uns in Analysen \u00fcber spezielle Kriegsgr\u00fcnde zu verlieren, oder die besonderen geopolitischen Konfliktlinien zu studieren oder den weniger schlimmen Akteur ausfindig zu machen, wollen wir einige Ansatzpunkte skizzieren. \u201eVor die Kriege zu kommen\u201c, das hei\u00dft f\u00fcr uns, jederzeit Milit\u00e4r, Militarismus und Patriarchat zusammen zu denken und ihre Entwaffnung in allen L\u00e4ndern der Welt voranzutreiben. Frieden ist nicht nur die Abwesenheit von Krieg, sondern auch von <a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2020\/10\/gegen-krone-und-patriarchat\/\">Patriarchat<\/a>, Kolonialismus und allen Klassenunterschieden. Eine queere, feministische und antimilitaristische Analyse von Krieg und Militarisierung mit einer Prise Anarchismus zu w\u00fcrzen, um zur sozialen Revolution zu schreiten \u2013 darum geht es uns. Eine soziale Revolution ist alternativlos, wenn wir dem Militarismus auf allen Seiten die Waffe aus den H\u00e4nden schlagen wollen. Dieser Beitrag wird sich nicht aufhalten mit den Fragen der Mittel, dies zu tun.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Soziale Revolution, auch gegen eine gewaltige, gewaltt\u00e4tige konterrevolution\u00e4re Entwicklung innerhalb und au\u00dferhalb Europas, wieder denkbar zu machen, tritt aus der Zuschauer*innenrolle heraus. Das hie\u00dfe, jene Komfortzonen zu verlassen, in denen wir uns eingerichtet haben, um sich den Fragen und Praxen zu stellen, die diese offensiven Schritte beinhalten. F\u00fcllen wir also den Begriff der \u201eSozialen Revolution\u201c praktisch.<br \/>\nDamit sind wir bei der zweiten These: Eine soziale Revolution, die nicht antipatriarchal ist, ist keine. Die Geschichte beweist uns diesen Fakt; in der Regel waren Revolutionen nur ein Sprungbrett zu neuen Machtformen. Beispielhaft drei Anregungen, die unser offensives Eingreifen br\u00e4uchte.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\">Geschlechterkonstruktion als Voraussetzung f\u00fcr permanenten Krieg<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die soziale Rollenzuweisung entlang zweier angenommener Geschlechter ist eine der Voraussetzungen von Kriegsf\u00e4higkeit. Ausgehend von Unterschieden zwischen den Geschlechtern wird entlang der Biologie ein soziales Geschlecht zu Angriff, Dominanz und Mord ausgebildet. Dem m\u00e4nnlich gelesenen K\u00f6rper werden kriegerische Eigenschaften zugesprochen. Die gesellschaftliche Formierung des Kindes zum <a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2024\/10\/der-krieg-in-der-ukraine-und-die-krise-der-maennlichkeit\/\">Mann<\/a> ist eine Voraussetzung, auf die sich eine patriarchale Mobilisierung zum Krieg jederzeit st\u00fctzen kann. Dieser Zugriff auf den m\u00e4nnlich gelesen K\u00f6rper ist so alt wie unser Wissen um historische Kriege. Einhergehend mit den Rollenzuschreibungen \u201eFrau\u201c und \u201eMann\u201c kommt es auch nicht darauf an, ob wir uns gerade in einem Krieg befinden und ob der Krieg anderswo gut oder schlecht l\u00e4uft. Es braucht den Kriegszustand selbst, egal wo. Jeder Krieg anderswo ber\u00fchrt auch uns. Jede Militarisierung, wie wir sie derzeit erleben, begrenzt sich nicht nur in Kriegsdienstpflicht, Aufr\u00fcstung, Sozialk\u00fcrzungen, Angriffe auf Arme und steigende Repression nach innen, sondern in einer mentalen Mobilmachung auf der Grundlage patriarchaler, z.T. gewaltt\u00e4tiger Konditionierungen, Disziplinierungen und Rollenzuweisungen entlang sozial konstruierter Geschlechter. Der permanente Kriegszustand im Patriarchat braucht eine angemessene Mentalit\u00e4t, die permanent abrufbar ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schauen wir auf ein aktuell vermeintlich archaisches Schlachtfeld (trotz neuer hochtechnologischer Schlachten). Im <a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2022\/05\/es-ist-nicht-der-krieg-der-vergewaltigt-es-sind-konkrete-maenner\/\">Ukraine-Russlandkrieg<\/a> morden und krepieren mehrheitlich zu M\u00e4nnern sozialisierte Menschen. Beide Staaten haben sich einen Zugriff auf die m\u00e4nnlich gelesenen K\u00f6rper organisiert und verf\u00fcgen in Kriegszeiten \u00fcber diese. Kriegsdienstverweigerung oder gar Desertion werden in Deutschland als Fluchtgrund noch nicht mal anerkannt. Hierzulande ist die Kriegsdienstpflicht f\u00fcr M\u00e4nner nur ausgesetzt worden. Die \u201eWehrpflicht\u201c wird gerade wieder aktiviert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ukrainische Milit\u00e4r hat den h\u00f6chsten Frauenanteil (zwischen 15% und 20%) im Vergleich zu anderen europ\u00e4ischen Milit\u00e4rs (Bundeswehr z.B. 13%). Etwa 5.000 Frauen sind an der ukrainischen Front bei einer Truppenst\u00e4rke von 500.000 Soldaten eingesetzt \u2013 entsprechend der patriarchalen Sozialisation als Kampfsanit\u00e4terinnen. Im modernisierten Patriarchat kann eine Frau auch Soldat werden. Dies findet zu den Bedingungen statt, in denen das Patriarchat den \u00dcbergang organisiert hat. F\u00fcllt die als Frau Gelesene die patriarchale Rolle des \u201em\u00e4nnlichen\u201c Kriegers aus, ist der Grenz\u00fcbertritt kein Problem. Sie steigt in die patriarchal vorgefertigte Rolle, die dem m\u00e4nnlich gelesenen K\u00f6rper vorbehalten war, wenn sie Befehl und Gehorsam akzeptiert, die Uniform tr\u00e4gt, die Nation, das \u201eVaterland\u201c verteidigt, mordet oder sich ermorden l\u00e4sst, wenn dies den patriarchalen Kommandos sinnvoll erscheint. Soldatinnen stellen das patriarchale System nicht in Frage, sie stabilisieren es. Machen wir uns keine Illusionen: \u00c4hnlich wird es auch f\u00fcr Transgender oder nonbin\u00e4re Pers\u00f6nlichkeiten funktionieren.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\">Geschlechtsmerkmal: deutsch, m\u00e4nnlich, wei\u00df<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die vermeintliche Aufl\u00f6sung der sozialen Geschlechternormierungen hat einen Backlash zur Folge. Auf Seiten der AfD wird das \u201eGendern\u201c als Zersetzung betrachtet. Zersetzen ist ein Begriff aus dem Milit\u00e4rischen und kennzeichnet die Schw\u00e4chung der eigenen Kampfkraft. Im Sinne der <a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2019\/10\/der-faschistische-strom-der-afd\/\">AfD<\/a> werden klare patriarchale Strukturen zersetzt (Familie, Mann als Oberhaupt, wei\u00df, klare Rollenzuweisung). Die klare Polarit\u00e4t zwischen Mann und Frau mit den zugeschriebenen und zum Teil gewaltsam durchgesetzten Rollen werden f\u00fcr die Kriegs- und Mobilisierungsf\u00e4higkeit von m\u00e4nnlich gelesenen K\u00f6rpern gebraucht. Der AfD-Europaabgeordnete Krah auf tiktok: \u201eDu bist kein nonbin\u00e4res Einhorn, sondern ein Mann.\u201c Er riet jungen M\u00e4nnern dazu, sich nicht einreden zu lassen, \u201edass du lieb, schwach und links zu sein hast\u201c. Echte M\u00e4nner seien rechts, \u201edann klappt es mit der Freundin.\u201c<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: right;\"><em><strong>Eine queere, feministische und antimilitaristische Analyse von Krieg und Militarisierung mit einer Prise Anarchismus zu w\u00fcrzen, um zur sozialen Revolution zu schreiten \u2013 darum geht es uns.<\/strong><\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">1,3 Millionen Aufrufe. Junge M\u00e4nner goutieren diese \u201ekumpelhaften\u201c Tipps mit ihrem Kreuz auf dem Wahlzettel. Mann steht fast schon \u201eGewehr bei Fu\u00df\u201c.<br \/>\nIn dieser Logik mobilisieren die AfD und faschistische Kreise gegen queere Menschen, weil sie im kulturellen Kampf einer deutschen, wei\u00dfen und patriarchalen Identit\u00e4t im Wege stehen. Ihre Zuschreibung in Frau und Mann korrespondiert mit anderen patriarchalen Polarisierungen von gut-b\u00f6se, Freund-Feind, Schwarz-wei\u00df, Gesund-krank. Sie legitimiert die Abwertung bis hin zur Vernichtung der Abweichungen von der Norm. Ein Antifaschismus auf der H\u00f6he der Zeit zielt auf die Entmachtung und Entwaffnung patriarchaler Strukturen und Akteure.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\">Krieg ist Frieden \u2013 \u00fcber den bewaffneten Frieden<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Friedenszeiten findet t\u00e4glich ein Krieg gegen Frauen* und queere Menschen statt, sowie gegen M\u00e4nner*, die zu weich scheinen. Die Verf\u00fcgungsgewalt \u00fcber den K\u00f6rper der Frau* muss nicht \u00fcber alle \u201eM\u00e4nner\u201c durchgesetzt werden. Es reicht, als Teil der m\u00e4nnlich gelesenen K\u00f6rper und zu M\u00e4nnern formierter Menschen angesehen zu werden, die sexualisierte Gewalt bis hin zur Vergewaltigung gegen\u00fcber weiblich gelesener K\u00f6rper im Alltag, in der Familie, auf der Arbeit, in der Beziehung praktizieren, um als Signal an alle als Frauen sozialisierte Menschen zu gelten. Dieser Zustand ist ein permanenter Krieg inmitten sogenannter Friedenszeit und korrespondiert mit \u201eVergewaltigung als Kriegswaffe\u201c. Diese Gewalt garantiert die Geschlechterhierarchie und zwingt \u201eM\u00e4nner\u201c wie \u201eFrauen\u201c in die zugeschriebenen Rollen. Die erzwungene Reproduktion dient einer patriarchalen Produktion bis hin zum Krieg als Mittel der Eroberung. In Friedens- wie in Kriegszeiten ist das Zerbrechen der Autonomie selbstbewusster Frauen und der zu erobernde K\u00f6rper und deren Identit\u00e4ten als freie Wesen ein wesentliches Kriegsziel. Eine starke Bewegung w\u00fcrde Geb\u00e4r- und Sexstreik und die Entwaffnung <a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2020\/04\/hanau-und-maenner-crash\/\">toxischer M\u00e4nnlichkeit<\/a> zur Diskussion stellen.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\">Das nonbin\u00e4re Einhorn?<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir entkommen dem permanenten Kriegszustand nicht, indem wir \u201enonbin\u00e4re Einh\u00f6rner\u201c werden und uns den Rollenzuweisungen individuell zu entziehen versuchen, sondern indem wir patriarchale Strukturen angreifen, sie zersetzen und anfangen, die Waffen des Patriarchats zu zerbrechen. Die materielle Zerst\u00f6rung von Waffen ist niemals zu verachten. Doch die ideologische Entwaffnung greift auch die Tr\u00e4ger (und Tr\u00e4ger*innen) und ihre Kommandos fundamental an. Greifen wir den patriarchalen Normalzustand als permanenten Krieg an und konfrontieren wir m\u00e4nnlich gelesene Menschen mit einer anderen Perspektive, braucht es den Mut und die Kraft zur Konfrontation, denn damit geht es ans Eingemachte patriarchaler Identit\u00e4t, an Privilegien und liebgewonnener Kriegslogik, in der sich \u201emann\u201c eingerichtet hat. Ein antipatriarchaler Kampf unterminiert die Kriegsf\u00e4higkeit schon vor Kriegseintritt. Auch die Klassenfrage definiert sich neu, indem der wei\u00dfe Arbeiter als revolution\u00e4res Subjekt ausgedient hat. Wie s\u00e4he eine militante soziale Kultur aus, die sich zu verteidigen und anzugreifen wei\u00df und zugleich jenseits der Rollenzuweisungen und patriarchalen Normierungen soziale R\u00e4ume schafft, die attraktiv sind, die gut tun, die es wert sind, verteidigt zu werden?<br \/>\nDie Herausbildung sozialer Zusammenh\u00e4nge, die im Kampfverh\u00e4ltnis stehen zu dem Rollback des Patriarchats und seiner gleichzeitigen Modernisierung und der Vereinzelung der Menschen in den reichen L\u00e4ndern, ist eines der wichtigen Ansatzpunkte, um \u00fcberhaupt Ausgangsbasen f\u00fcr kollektive K\u00e4mpfe zu etablieren, die uns gerade schmerzlich fehlen.<br \/>\nEs geht um eine Entwaffnung fundamentalistischer und patriarchaler Strukturen \u00fcber jede Landesgrenze hinweg. Das Patriarchat ist international organisiert. Dass sich verschiedene patriarchale Kommandos bek\u00e4mpfen, ist f\u00fcr uns kein Widerspruch, sondern Sinn der kriegerischen Logik.<br \/>\nDie Perspektive eines sozialrevolution\u00e4ren Ansatzes gegen Militarisierung ist es, hier einen Fu\u00df zwischen die T\u00fcr zu bekommen und die Formierung m\u00e4nnlich gelesener Menschen schon vom Kindesalter an zu unterbrechen und umzukehren. Die m\u00e4nnlich gelesenen K\u00f6rper aus den Sch\u00fctzengr\u00e4ben rauszuholen, damit sie diese Waffen gegen ihre Herren drehen oder die Waffen zerbrechen und desertieren, das entspricht einer Idee der Entwaffnung, die eine antimilitaristisch zu entwickelnde Bewegung diskutieren und offensiv kommunizieren m\u00fcsste. Im Vietnamkrieg brach die Front der USA auch am starken Widerstand innerhalb des Milit\u00e4rs und an der \u201eHeimatfront\u201c zusammen.<br \/>\nVor die Kriege zu kommen hei\u00dft, die gesellschaftliche Formierung zu M\u00e4nnern und Frauen zu durchbrechen und beide Seiten aus den Sch\u00fctzengr\u00e4ben auch im Alltag rauszuholen. Das schlie\u00dft uns ein. Konsequentes Eingreifen bei patriarchaler Alltagsgewalt ist eine Antikriegshandlung. Die Entwaffnung jener, die mit misogynen und queerfeindlichen Worten die Taten vorbereiten, schw\u00e4cht die Kriegst\u00fcchtigkeit.<br \/>\nErkennen wir nicht den patriarchalen Rollback, der in der aktuellen Entwicklung von Konflikten und Brandherden hin zu sich immer vermeintlich un\u00fcbersichtlicheren Kriegen ausweitet, kommen wir nicht vor die Kriege. Wenn wir nicht erneut zuschauen wollen, wie die vielen kleinen Kriege zu einem gro\u00dfen, noch verheerenderen Krieg werden, dann brauchen wir neue Analysen, die den eingeschliffenen, traditionellen Blick ver\u00e4ndern. Dazu braucht es eine Erprobung von Praxen, sei es eine Internationale zum Schutz aller Deserteure, sei es die Solidarit\u00e4t mit K\u00e4mpfen, denen ein antipatriarchales Moment innewohnt, um neue Bez\u00fcge herzustellen. Sei es eine Antifa, die sich und ihre Ziele neu definiert, sei es eine sozialrevolution\u00e4re, anarchistische Bewegung, die mit anderen Gleichgesinnten losgeht, um diesen und alle zuk\u00fcnftigen Kriege jeder Mobilisierungsm\u00f6glichkeit und jedes Fundaments zu berauben.<br \/>\nWas es definitiv nicht braucht, sind Menschen, die jeden Konflikt militarisieren und sich auf eine Seite von Kriegsparteien schlagen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die andere Variante dieser f\u00fcr Kriegslogik \u00fcblichen Polarisierung findet sich bei vielen kommunistischen Wiederg\u00e4ngern, die gerade Zulauf haben. Die Antworten sind auch dort einfach: Der russische Angriffskrieg wird relativiert, die NATO ist der Hauptgegner. Auch in Bezug auf den Nahost-Konflikt erleben wir stereotype Schubladen, welche die patriarchale Logik von Freund und Feind best\u00e4ndig zementieren. Die &hellip; <a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2024\/10\/wie-kommen-wir-in-die-initiative\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":502,"featured_media":31945,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"slim_seo":{"title":"Wie kommen wir in die Initiative? - graswurzelrevolution","description":"Die andere Variante dieser f\u00fcr Kriegslogik \u00fcblichen Polarisierung findet sich bei vielen kommunistischen Wiederg\u00e4ngern, die gerade Zulauf haben. Die Antworten s"},"footnotes":""},"categories":[2059,1139,1038],"tags":[1086,2063],"class_list":["post-31861","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-493-november-2024","category-das-schlachten-beenden","category-kleine-unterschiede","tag-krieg","tag-patriarchat"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31861","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/users\/502"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=31861"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31861\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":31947,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31861\/revisions\/31947"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/media\/31945"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=31861"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=31861"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=31861"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}