{"id":32504,"date":"2025-03-27T18:06:28","date_gmt":"2025-03-27T16:06:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2025\/03\/krieger-zweiter-klasse\/"},"modified":"2025-06-27T11:37:20","modified_gmt":"2025-06-27T09:37:20","slug":"krieger-zweiter-klasse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2025\/03\/krieger-zweiter-klasse\/","title":{"rendered":"Krieger zweiter Klasse"},"content":{"rendered":"<p>Wenn es Krieg gibt, wissen die Leute, was sie zu tun haben, wenn sie nicht mitmachen wollen: Sie verstecken sich oder fliehen, wenn sie k\u00f6nnen. Im Ukraine-Krieg trifft das auf jeder Seite auf etwa eine Million M\u00e4nner zu.<\/p>\n<p>Andererseits ist Krieg auch attraktiv, allerdings f\u00fcr andere: Sie wollen f\u00fcr eine gerechte Sache k\u00e4mpfen, erhoffen sich Geld oder wollen \u201ewas erleben\u201c. Sowohl auf ukrainischer, wie auch auf russischer Seite sprachen die Offiziellen schon bald von jeweils 20.000 M\u00e4nnern, die aus aller Welt mitk\u00e4mpfen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Aus welchen L\u00e4ndern kommen sie? Ihre Motive und Erfahrungen sollen im Folgenden anhand von Beispielen aus der Presseberichterstattung nachverfolgt werden.<\/p>\n<p>Damit Russland zu keiner Gegenmacht w\u00fcrde, \u201est\u00fctzten die Vereinigten Staaten die ehemaligen Sowjetrepubliken, die selbst\u00e4ndig geworden waren, besonders die Ukraine\u201c ((1)), schrieb 2003 der Journalist Peter Bender vom International Institute for Strategic Studies (IISS) in London.<\/p>\n<p>Bei dieser Aufgabe wollte auch Westeuropa nicht nachstehen, und so kam es, dass schon 2001 aus Deutschland der Oberstleutnant a.\u2009D. Wolfhart Saul ebenfalls in die Ukraine geschickt wurde. Vorher war er Pressechef beim Heeresf\u00fchrungskommando in Koblenz und dann Leiter der Grundsatzabteilung beim Zentrum Innere F\u00fchrung. Seine Aufgabe bestand darin, ein auf drei Jahre angelegtes \u201eMenschenrechtstraining\u201c f\u00fcr 1.000 Offiziere durchzuf\u00fchren. Das Geld daf\u00fcr, 500.000 Euro, kam von der EU. ((2)) Bei einem ist es sicherlich nicht geblieben. Einer seiner Nachfolger war Generalleutnant a.\u2009D. Volker Halbauer. Seine Aufgabe beschreibt er in der SZ vom 24. Februar 2024 so: \u201eDas sah harmlos aus und das sollte auch harmlos aussehen.\u201c Und \u00fcber die ukrainische Armee: \u201eDie Generalit\u00e4t schert sich einen Dreck um ihre Soldaten.\u201c<\/p>\n<p>Es ist \u00fcblich, dass insbesondere in den Bundeswehrhochschulen Milit\u00e4rs aus anderen L\u00e4ndern ausgebildet werden. \u00dcber sie erhofft man dann auch R\u00fcstung exportieren zu k\u00f6nnen. Aber nicht immer entwickelt sich das vorgebliche Menschenrechtstraining wie erhofft. Beispiel: Der malische Putschistengeneral ist an der Bundeswehrhochschule in Hamburg ausgebildet worden \u2013 und sorgte dann daf\u00fcr, dass die ausl\u00e4ndischen Truppen, darunter die Bundeswehr, aus Mali abziehen mussten.<\/p>\n<p>Ende Februar 2022 griff Russland die Ukraine an. Kurz darauf, Mitte M\u00e4rz, landete eine Rakete in der Kaserne in Jaworiw, n\u00f6rdlich von Lwiw, im Nordwesten des Landes. In der Kaserne seien Blauhelm-Soldaten der UNO ausgebildet worden, hie\u00df es. Das stimmte zwar, war aber trotzdem eine Falschmeldung. Tats\u00e4chlich hatte die Ukraine sie der UNO zur Verf\u00fcgung gestellt, aber Blauhelme waren zu diesem Zeitpunkt nicht mehr dort, sondern: Die Kaserne war ein Ankunftszentrum f\u00fcr Freiwillige aus anderen L\u00e4ndern. Das hatte Russland wohl mitbekommen und sie deswegen bevorzugt bombardiert. Die Presse sprach von 180 get\u00f6teten S\u00f6ldnern. ((3)) Auf ausl\u00e4ndische K\u00e4mpfer hat es der Kriegsgegner schon immer besonders abgesehen.<\/p>\n<p><strong>Nationale Minderheiten<\/strong><\/p>\n<p>Man m\u00f6chte denken, dass im Krieg Russlands gegen die Ukraine Russen gegen Ukrainer k\u00e4mpfen. Tats\u00e4chlich ist es aber bei genauer Betrachtung so, dass das Titularvolk an der Spitze der Armee gut vertreten ist, dass aber das Kanonenfutter sich \u00fcberproportional aus nationalen Minderheiten zusammensetzt. Das trifft insbesondere auf Russland zu. Russen wollte man zumindest anfangs schonen. In Moskau und St. Petersburg wurde kaum rekrutiert, daf\u00fcr umso intensiver im Kaukasus und im fernen Osten. So waren es herausragend viele Burjaten vom Baikalsee, Dagestaner und Tschetschenen, die in den Krieg geschickt wurden. Sie hatten ja auch nicht so viele verwandtschaftliche Beziehungen in die Ukraine. Die Burjaten hatten das bald durchschaut und sich dagegen gewehrt.<\/p>\n<p>In der Ukraine flohen alle Minderheiten, die den Krieg ablehnten: Adventisten, Baptisten, Juden, Roma ((4)), Ungarn, Gagausen, Hutzulen, Russen\u2026<br \/>\nJene, die aus diesen Bev\u00f6lkerungsgruppen blieben, sahen sich gezwungen, ihre patriotische Verpflichtung besonders unter Beweis zu stellen. Beispiel: Die ungarische Regierung verteilt an Ungarn in den Nachbarstaaten P\u00e4sse. Das ist besonders intensiv in Rum\u00e4nien der Fall. Dar\u00fcber holt sich die Regierungspartei bei Wahlen wichtige Stimmen. F\u00fcr Kriegsdienstunwillige in der Ukraine waren die ungarischen P\u00e4sse allerdings von gro\u00dfem Nutzen. So konnten sie ohne Probleme das Land verlassen und sich in Ungarn aufhalten. Die Anzahl der in der Ukraine lebenden Ungarn verringerte sich von 2011, als es noch 150.000 gegeben hat, auf 100.000 im Jahr 2022. \u201eSeitdem haben die Ukraine weitere Zehntausend verlassen.\u201c Die Verbliebenen dienen zumeist als Freiwillige in ungarischen Kampfeinheiten (\u201eMagyar Birds\u201c, unter dem ungarischen Kommandanten Roman Brovdi) an vorderster Front. So nimmt es kein Wunder, dass unter den Toten viele Ungarn zu finden sind, die als Helden geehrt werden. ((5)) Es gibt auch Berichte, dass ungarische D\u00f6rfer umstellt werden, um die M\u00e4nner zu rekrutieren. ((6))<\/p>\n<p>In Russland leben etwa drei Millionen Arbeitsmigrant*innen, zumeist aus zentralasiatischen L\u00e4ndern. So z.\u2009B. aus Tadschikistan 630.000. ((7)) Oft arbeiten sie schwarz in Schlachth\u00f6fen, Gem\u00fcseverteilzentren, Baustellen usw. Mit dem Krieg hat man begonnen, dort Razzien durchzuf\u00fchren und stellt sie vor die Wahl: Armee oder Ausweisung.<\/p>\n<p>Neben den Freiwilligen, die z.\u2009B. aus Serbien, Bosnien ((8)) und Israel ((9)) in Russland ankamen, wurden auch gezielt Krieger, aber auch Sanit\u00e4tsleute (Frauen) in anderen L\u00e4ndern angeworben. Sie sollen aus folgenden L\u00e4ndern kommen: Cuba, Jemen ((10)), Syrien ((11)), vielen afrikanischen L\u00e4ndern und Nepal, Sri Lanka und Indien. Das arme Nepal ist schon seit langem ein Rekrutierungsreservoir. Man denke nur an das Bergvolk der Gurkhas, welche seit 1815 eine Eliteeinheit der britischen Armee bilden.<\/p>\n<p>In Nepal und Indien werben Agenten \u00fcber YouTube und Facebook Leute f\u00fcr russische Sicherheitsdienste an. F\u00fcr manche ist das eine Verlockung. Sie kratzen ihr Erspartes zusammen und\/oder leihen sich Geld, um die Reise finanzieren zu k\u00f6nnen. Sie soll 2.500 Euro kosten. In Russland angekommen, nimmt man ihnen die P\u00e4sse ab, verpflichtet sie f\u00fcr ein Jahr zur Armee, und stellt viel Geld sowie die russische Staatsangeh\u00f6rigkeit ((12)) in Aussicht. Bis November 2024 bekamen 3.344 Ausl\u00e4nder aufgrund ihres Kriegseinsatzes die russische Staatsangeh\u00f6rigkeit.\u00a0((13))<\/p>\n<p>Ein Nepalese glaubte an eine bessere Zukunft, als er auf Facebook eine Anzeige sah, dass man in Luxemburg Bauern suche. Er meldete sich, fand sich aber nach dem Flug nach Dubai in Moskau und schlie\u00dflich in Rostow am Don wider. Er sollte ohne Ausbildung in den Krieg. Das lehnte er ab und stellte sich der russischen Polizei. Durch Druck seiner Familie und der nepalesischen Regierung konnte er nach 56 Tagen in der Arrestzelle schlie\u00dflich wieder heimreisen. Er hatte zwar Geld auf ein russisches Konto bekommen, aber nicht das, was vereinbart war. Ein Transfer der Summe nach Nepal erwies sich als unm\u00f6glich. 272 nepalesische Familien suchen in Russland nach verschwundenen Angeh\u00f6rigen. ((14))<\/p>\n<p><strong>Kleine Statistik<\/strong><\/p>\n<p>In der russischen Armee waren laut \u201eThe Insider\u201c (USA) vom 7.11.2024 im April 2024 (in Klammern, die Anzahl der im Krieg bis September 2024 Get\u00f6teten): Nepalesen 246 ((40)), Inder 91 ((9)), Sri Lanker 288 ((16)).<\/p>\n<p>12.000 Nord-Koreaner<\/p>\n<p>Viele arme Staaten verleihen ihre B\u00fcrger als Soldaten, um an Einnahmen zu kommen. Den Sold kassiert zum gr\u00f6\u00dften Teil der Staat. So ist das auch bei den viel ger\u00fchmten Blauhelm-Soldaten der UNO. Die \u00c4rmsten sollen die von den reichen Staaten verursachten Konflikte befrieden. Fidschi, das keine Armee hatte, entsandte z.\u2009B. vor vielen Jahren Blauhelme nach Libanon, die nach ihrer R\u00fcckkehr putschten und eine Milit\u00e4rdiktatur errichteten.<br \/>\nWenn die eigenen Soldaten zur Neige gehen oder zu wertvoll sind, kommen reiche Staaten gerne auf die Idee, solche aus anderen Staaten einzukaufen. So ist das vermutlich auch bei den 12.000 Nordkoreanern, die jetzt das von der Ukraine besetzte Gebiet um Kursk freik\u00e4mpfen sollen und auch in der R\u00fcstungsproduktion eingesetzt werden. Es wird berichtet, dass sie daf\u00fcr nur kurz vorbereitet wurden und russische Uniformen sowie Falschidentit\u00e4ten erhielten. Nordkorea erhofft sich dadurch Einnahmen, einen Verb\u00fcndeten f\u00fcr die Zukunft und nicht zuletzt Kriegserfahrung. An dieser mangelt es offensichtlich, denn die Erfolge sind bescheiden und es sind schon viele in Kriegsgefangenschaft. ((15))<\/p>\n<p><strong>Ukraine<\/strong><\/p>\n<p>Schon bald nach Kriegsbeginn behauptete die Ukraine die Ankunft von 20.000 Freiwilligen aus 52 L\u00e4ndern, darunter 3.000 US-Amerikaner, aus Gro\u00dfbritannien 120 ehemalige Fallschirmspringer und vier Deserteure der k\u00f6niglichen Leibgarde. Japaner und Australier seien in der Internationalen Legion. ((16)) Es gibt eine \u201eBelarussische Legion\u201c((17)) und die \u201eGeorgische Legion in der Ukraine\u201c, unter dem Anf\u00fchrer Mamuka Mamulaschwili, die bekannt daf\u00fcr ist, dass sie \u201eniemals Gefangene macht\u201c ((18)).<br \/>\nEs gibt etwa tausend Russen, die in mehreren Einheiten, zumeist unter der Schirmherrschaft des Milit\u00e4rgeheimdienstes GRU, vor allem russisches Territorium angreifen, oft auch auf eigene Faust. Dazu geh\u00f6rt das Freiwilligenkorps RDK des russischen Rechtsextremisten Denis Nikitin (Kampfname \u201eWhite Rex\u201c). Er hat in Westeuropa Einreiseverbot, da er 2016 bei einem Fu\u00dfballspiel in Marseille an Auseinandersetzungen mit britischen Fans beteiligt war. Weitere Einheiten sind: \u201eFreiheit Russlands\u201c und das \u201eSibirische Bataillon\u201c. ((19))<\/p>\n<p>Beispiel Kolumbianer:<\/p>\n<p>Jahrzehntelang k\u00e4mpften in Kolumbien Paramilit\u00e4rs, verschiedene Guerillagruppen und die Armee mit- und gegeneinander. Nachdem das Kriegsgeschehen weitestgehend zum Erliegen kam, sollte es f\u00fcr die nun Arbeitslosen Unterst\u00fctzung geben. Gab es auch, aber nur f\u00fcr wenige. Und so machte sich wohl eine nicht unbetr\u00e4chtliche Anzahl auf in die Ukraine. Sie wurden in Ternopil vorbereitet und dann im Karpaten-Bataillon \u201eSitsch\u201c oder dem Internationalen Bataillon eingesetzt ((20)). Sie stellten bald fest, dass sie verheizt werden. Die Bezahlung kam nicht, und: Wer stirbt, bekommt nichts.<\/p>\n<p><strong>S\u00f6ldnertruppen Asow und Wagner<\/strong><\/p>\n<p>Schon bei der Einnahme der Krim 2014 spielten Freiwillige und S\u00f6ldner aus Russland eine herausragende Rolle. In der Folgezeit entstanden auf beiden Seiten immer mehr solcher Einheiten. Die bekanntesten sind das ukrainische Asow-Bataillon und die Wagner-Truppe in Russland.<\/p>\n<p>Asow, urspr\u00fcnglich finanziert von einem ukrainischen Oligarchen, war ein Ergebnis des Majdan. Asow rekrutierte in der Ukraine Nationalisten und Faschisten und versuchte das auch in anderen L\u00e4ndern, wobei man in Gro\u00dfbritannien, \u00d6sterreich, Deutschland und Israel erfolgreich war. ((21)) Die mehrere tausend S\u00f6ldner umfassende Truppe hatte ihren Sitz im Stahlwerk in Mariupol. Bei der Eroberung durch russische Einheiten kamen laut SZ vom 4. Februar 2024 gesch\u00e4tzt 1.000 in Kriegsgefangenschaft. Einige davon kamen inzwischen wieder frei. Die Reste von Asow wurden in die ukrainische Armee integriert.<\/p>\n<p>In Russland soll es etwa 30 Privatarmeen geben. Sie erhalten Geld und Waffen vom Staat, von Unternehmen oder Oligarchen. In der Ukraine k\u00e4mpfen Achmat (Tschetschenen, geschickt vom Pr\u00e4sidenten Kadyrow), das Sparta-Bataillon, das Slawische Corps, die Kosaken-Einheit, der St. Andreas-Kreuz-Verband (gegr\u00fcndet von der russischen Orthodoxie), Convoy, Enot, Redut, Patriot (unter Verteidigungsminister Schoigu aus Sondereinheiten zusammengestellt). Fakel und Plamya, wurden eigentlich vom Gas- und \u00d6lkonzern Gazprom f\u00fcr den Syrienkrieg eingerichtet. ((22))<br \/>\nDie bekannteste ist Wagner unter ihrem Anf\u00fchrer Prigoschin, einem Vertrauten Putins. Wagner entstand 2014 und war sowohl bei der Krim-Besetzung und dann auch im S\u00fcdosten der Ukraine aktiv. Laut FR vom 11. November 2023 rekrutierte Prigoschin 50.000 M\u00e4nner aus Gef\u00e4ngnissen. Ihnen werden viele Kriegsverbrechen angelastet. Prigoschin forderte mehr Waffen und ein vehementeres Vorgehen. Als er dann eine Art Putsch versuchte, st\u00fcrzte wenig sp\u00e4ter sein Flugzeug ab. Seine S\u00f6ldner sollten zum Gro\u00dfteil nach Belarus, waren aber mit den Bedingungen dort nicht zufrieden und sind dann doch in die russische Armee integriert worden. Auch die von Wagner in Syrien und etlichen afrikanischen L\u00e4ndern get\u00e4tigten Unternehmungen sind von der russischen Armee \u00fcbernommen worden. ((23))<\/p>\n<p><strong>Kriegsgefangene<\/strong><\/p>\n<p>Vom Gegner gefangen genommen zu werden, als Ausweg aus dem Krieg, ist gar nicht so einfach. Die Behandlung der ukrainischen Kriegsgefangenen durch Russland ist nach allen Berichten katastrophal. Am 29. Juli 2022 landete im russischen Kriegsgefangenenlager Oleniwka eine ukrainische Rakete, dabei starben laut SZ-Magazin vom 24. M\u00e4rz 2023 mindestens 53 ukrainische Kriegsgefangene aus Mariupol. Zudem behauptete Russland, dass in einem von der Ukraine abgeschossenen Flugzeug Kriegsgefangene gewesen seien, die zum Austausch vorgesehen waren.<\/p>\n<p>In der Ukraine sollen dagegen die Kriegsgefangenen musterg\u00fcltig behandelt werden. Aber, so der Spiegel vom 16 April 2022: \u201eAuch ukrainische Soldaten haben offenbar Kriegsgefangene erschossen oder gefoltert.\u201c<\/p>\n<p>Es kommt immer wieder zum Austausch, zumeist 100 gegen 100. Was aber, wenn der Einzelne gar nicht zur\u00fcck will? Offenbar gibt es da keine Hemmnisse. Man erinnere sich nur an den in die Ukraine desertierten Wagner-S\u00f6ldner, der nach seiner R\u00fcckkehr mit einem Hammer erschlagen wurde. ((24))<br \/>\nAfrikaner kommen auf vier Wegen ins russische Milit\u00e4r: Da sind diejenigen, die \u00fcber Belarus in die EU kommen wollten, dann jene, die in Russland studieren, jene, die angeworben werden, und jene, die auf eigene Faust ihr Gl\u00fcck versuchen. Zu Letzteren geh\u00f6rt R aus Sierra Leone, einem Staat, der in 50 Jahren 13 Milit\u00e4rputsche und Versuche hinter sich hat. R hatte zehn Jahre gedient, wollte mit Milit\u00e4r und Krieg nichts mehr zu tun haben und stattdessen f\u00fcr seine Familie sorgen. Er sparte, sah, dass er keine Chance hat, nach Westeuropa zu kommen, beauftragte einen Agenten, der ihm in Guinea ein Visum f\u00fcr Russland besorgte. 7.000 Euro hat er daf\u00fcr bezahlt. Im September 2023 kam er in St. Petersburg an, wollte arbeiten, aber ohne Sprachkenntnisse blieb ihm schlie\u00dflich nichts anderes als einen Vertrag zu unterschreiben, von dem er blo\u00df verstand: 2.000 Euro\/Monat. Zwei Wochen Ausbildung. Handy und Dokumente wurden ihm abgenommen. Schon bald war er an der Front und wurde am Bein verletzt. Kaum genesen musste er erneut in den Einsatz, diesmal: schwere Verwundung. Ukrainische Soldaten fanden ihn \u2013 und jetzt ist er seit acht Monaten in ukrainischer Kriegsgefangenschaft. Ihm ergeht es wie zig Ausl\u00e4ndern: Keiner von ihnen wurde von Russland je auf Austauschlisten aufgef\u00fchrt. Ohne Geld und Papiere ist sein Schicksal ungewiss. Er kann nicht mal seine Familie informieren. Er sieht auch Schwierigkeiten, die eigene Regierung um Hilfe zu bitten, denn er k\u00f6nnte wegen S\u00f6ldnertum angeklagt werden. ((25))<\/p>\n<p><strong>\u00dcberl\u00e4ufer<\/strong><\/p>\n<p>\u00dcberl\u00e4ufer, also Soldaten, die aus zumeist politischen Gr\u00fcnden die Seiten wechseln, gibt es oft in Kriegen. Klar, dass die eigenen Geheimdienste sie besonders im Visier haben. Auf etliche Ukrainer in Russland wurden Attentate ver\u00fcbt. In der Ukraine gibt es eine aus mehreren Dutzend Personen bestehende Einheit, an der auch \u00fcbergelaufene Russen mitwirken, die darauf spezialisiert ist, z.\u2009B. \u00fcber soziale Medien mit Hotline zum \u00dcberlaufen bereite russische Soldaten ausfindig zu machen. Man entwickelt dann passende Fluchtpl\u00e4ne. Es soll bislang 220 \u00dcberl\u00e4ufer geben. ((26)) Sie kommen in \u201eSchutzhaft f\u00fcr Kriegsgefangene\u201c. Wem es gelingt, den H\u00e4schern zu entkommen und dann z.\u2009B. mit einer sogenannten Gro\u00dfwaffe ankommt, dem wird eine nicht unbetr\u00e4chtliche Belohnung versprochen. Versprochen wird nach verschiedenen Meldungen eine neue Identit\u00e4t und Asyl in den Niederlanden oder Deutschland. ((27)) Wie und ob das \u00fcberhaupt funktioniert, konnte ich bislang nicht herausfinden.<\/p>\n<p>Soldaten werden nach dem \u00dcberlaufen geheimdienstlich vernommen und gefragt, ob sie jetzt f\u00fcr die Ukraine k\u00e4mpfen wollen. Ein Fall ist durch die Medien gegangen: Nach sechs Monaten Vorbereitungszeit gelangte der russische Hubschrauberpilot Maxim Kuzminov im August 2023 in die Ukraine. Er wurde prominent in den Medien gezeigt und bekam f\u00fcr den Hubschrauber die versprochenen 500.000 Euro. Im Februar 2024 machte er im spanischen K\u00fcstenort Villajoyosa Urlaub. Dort wurde er Opfer eines Verkehrsunfalls mit sechs Kugeln im Kopf. ((28)) Er war aber nicht der Einzige im Hubschrauber. Die unbewaffnete restliche Besatzung wollte mit der Flucht nichts zu tun haben und wieder zur\u00fcck. Der ukrainische Milit\u00e4rgeheimdienst GRU, gefragt, was mit ihnen geschehen sei, antwortete: \u201eDie anderen Crew-Mitglieder wurden eliminiert.\u201c ((29))<\/p>\n<p>Auf russischer Seite k\u00e4mpfen gesch\u00e4tzt \u00fcber 10.000 Ukrainer. Es gibt darunter wohl auch Freiwillige, aber es sind doch vor allem jene, die aus den besetzten Gebieten zwangsrekrutiert wurden. (40.000 wurden laut Nowaya Gazeta vom 8. September 2024 per Dekret eingeb\u00fcrgert. Auf ukrainischer Seite k\u00e4mpfen mehrere russische Einheiten, vermutlich mit \u00fcber 1.000 Mann.<\/p>\n<p>Es stellt sich die Frage, was mit den \u00dcberl\u00e4ufern wird, wenn der Krieg dann doch irgendwann zu Ende geht? Sie k\u00f6nnen wohl kaum zur\u00fcckkehren.<\/p>\n<p>Die Toten und Verletzten des Ukraine-Krieges sollen nach neuesten Angaben bei einer Million liegen. Um den Krieg weiterf\u00fchren zu k\u00f6nnen, hat man begonnen, die Ausreise zu erschweren bzw. die Grenze zu schlie\u00dfen. \u00dcberall gibt es jetzt die eigentlich verbotene Zwangsrekrutierung. Auch die Ausschlusskriterien bei der Musterung wurden reduziert und man rekrutiert auch in Gef\u00e4ngnissen. Die Anzahl der Inhaftierten soll in Russland um 135.000 abgenommen haben ((30)), aus der Ukraine werden \u00fcber 3.000 H\u00e4ftlinge gemeldet, die man rekrutiert hat. Auch Frauen sind ein Reservoir, auf das gerne zur\u00fcckgegriffen wird. In der ukrainischen Armee dienten schon seit Jahren \u00fcber 20 Prozent Frauen, das ist der h\u00f6chste Anteil in Europa. Nach einer aktuellen Meldung aus Russland bewerben sich immer mehr, gerade auch junge Frauen aus den Gef\u00e4ngnissen f\u00fcr einen Dienst in der Armee, und hoffen so, ihre Strafe auf ein halbes bzw. ein Jahr reduzieren zu k\u00f6nnen. ((31))<\/p>\n<p><strong>Deutsche<\/strong><\/p>\n<p>Schon bald nach Kriegsbeginn konnte man vernehmen, dass die deutschen Rechtsau\u00dfen-Parteien f\u00fcr den Krieg werben. Die AfD f\u00fcr Russland und \u201eDer Dritte Weg\u201c f\u00fcr die Ukraine. Wie viele tats\u00e4chlich den Weg in den Krieg gegangen sind, und wie es ihnen dort ergangen ist, wei\u00df ich nicht.<\/p>\n<p>Mitte Mai 2023 fand ein Soli-Konzert f\u00fcr Connection e.V. in der Au, einem besetzten Kommunikationszentrum in Frankfurt\/M., statt. Ich sollte eine kleine Rede dazu halten. Mich wunderten die merkw\u00fcrdigen Plakate und Transparente, die dort \u00fcberall hingen: \u201eGegen alle imperialistischen Kriege\u201c usw. Es waren auch Aufkleber zu finden: \u201estatt unterwerfungspazifismus \u2013 Let\u2019s burn the Kremlin down!\u201c von einer U.L. Brigade Nestor Machno (siehe Abbildung auf dieser Seite). Diese Brigade k\u00e4mpft mit anarchistischer Flagge im Donbass und arbeitet mit dem Netzwerk Solidarity Collectives zusammen, das die K\u00e4mpfer mit Ausr\u00fcstung versorgt. ((32)) Ich erkundigte mich bei den Einladenden, was das alles zu bedeuten habe und bekam zur Antwort, dass sich am vergangenen Wochenende einige Dutzend Anarchisten, auch aus anderen L\u00e4ndern, in der Au getroffen h\u00e4tten, um sich auf die Reise in die Ukraine vorzubereiten. Laut ABC Kyiw vom 8. Mai 2024 \u201ehaben antiautorit\u00e4re Aktivist:innen beschlossen, sich dem milit\u00e4rischen Kampf anzuschlie\u00dfen, auch wenn dies bedeutet, mit dem ukrainischen Staat zu kooperieren\u201c.<br \/>\nMit ihnen wollte man nichts zu tun haben, darum auch das Soli-Konzert f\u00fcr Connection e. V., den Offenbacher Verein, der Deserteure unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Nach Angaben der Bundesregierung sind laut FR vom 15. November 2024 seit Beginn des Krieges zehn Deutsche in der Ukraine umgekommen, darunter welche in der Internationalen Legion.<\/p>\n<p><strong>Ben E., ein deutscher Deserteur im ukrainischen Sch\u00fctzengraben<\/strong><\/p>\n<p>Ben. E. aus Oberfranken hatte sich f\u00fcr zw\u00f6lf Jahre bei der Bundeswehr verpflichtet, dort aber zuletzt Schwierigkeiten, denn er bekam ein \u201eUniformtrage- und Dienstaus\u00fcbungsverbot\u201c. Er ist aus der Bundeswehr desertiert und half zuerst bei der Flutkatastrophe im Ahrtal, wo es Anzeigen von Frauen gegen ihn wegen Vergewaltigung gab. Daraufhin setzte er sich in die Ukraine ab. Bei einer Wohnungsdurchsuchung fand man Waffen und Bundeswehr-Munition. Auch aus der Ukraine werden nun weitere Vergewaltigungen und Kinderpornografie gemeldet, die er postete. Aber er ist seit Sommer 2023 Teil der ukrainischen Armee und erh\u00e4lt dort das \u00dcbliche: 2-2.500 Euro\/Monat. Die deutsche Staatsanwaltschaft stellte mehrere Auslieferungsantr\u00e4ge, darunter zwei europ\u00e4ische, aber die ukrainischen Beh\u00f6rden reagieren nicht. Die Gerichte wollen sich offensichtlich nicht mit der Armee anlegen. ((33))<\/p>\n<p>Unter anderem \u00fcber Deutsche, die auf russischer Seite k\u00e4mpfen, schreibt The Insider\/USA vom 7. November 2024: \u201eGrob gesch\u00e4tzt haben sich etwa 2.000 aus \u00fcber 50 L\u00e4ndern an den K\u00e4mpfen im Donbass beteiligt. Die gr\u00f6\u00dften Kontingente kommen aus Belarus (800), Deutschland (160), Georgien (150) und den Vereinigten Staaten ((30)). Viele davon dienten bei der Internationalen Brigade \u201ePyatnashka\u201c und bei Wagner.\u201c Ich gehe davon aus, dass sich darunter eine nicht unbetr\u00e4chtliche Anzahl von AfD-Anh\u00e4ngern befindet. Diese Partei hat den h\u00f6chsten Anteil von Milit\u00e4rs in seinen Reihen und wird zudem von vielen sogenannten Russlanddeutschen unterst\u00fctzt, die schon gleich zu Kriegsbeginn z.\u2009B. mit Autocorsos und russischen Flaggen auffielen.<\/p>\n<p><strong>Res\u00fcmee und rechtliche Wertung<\/strong><\/p>\n<p>Als Kriegsgegner kann ich nur davon abraten, in den Krieg zu ziehen. Egal, ob f\u00fcr Angriff oder Verteidigung. In der Praxis stellt sich das nicht so viel anders dar.<\/p>\n<p>Es macht wohl schon einen Unterschied, ob sich jemand freiwillig meldete, ob er angeworben oder vom jeweiligen Staat entsandt wurde. Aber im Endeffekt haben alle Ausl\u00e4nder \u00e4hnlich schlechte Bedingungen: Sie sind Krieger zweiter Klasse. Das f\u00e4ngt bei der unzureichenden Ausbildung an. Sie sollen einen Gro\u00dfteil der Ausr\u00fcstung selbst kaufen, sie werden unzureichend ausger\u00fcstet, sie bekommen die schlechtesten Waffen, rationierte Munition und werden grunds\u00e4tzlich an den schwierigsten Stellen eingesetzt. Zumeist bekommen sie zwar Vertr\u00e4ge, z.\u2009B. \u00fcber ein halbes Jahr oder ein Jahr, aber wenn der Krieg dann noch nicht beendet ist, zwingt man sie, weiterzumachen. Der Kriegsdienst endet erst mit dem Krieg. Oder schon vorher mit Verletzung oder Tod. Verletzte Ausl\u00e4nder werden nicht bevorzugt behandelt, sie werden auch nicht, wie z.\u2009B. Ukrainer, in deutsche Krankenh\u00e4user ausgeflogen. Und wer im Krieg get\u00f6tet wird, da sparen sich die Kriegsparteien gerne das Geld. Ein beliebtes Mittel zu diesem Zweck ist, die Toten als Vermisste zu kategorisieren. Wer nicht spurt, ist oft brutalster Gewalt ausgesetzt. Wer seine Kriegsteilnahme beenden will, sieht sich vor gr\u00f6\u00dften Problemen. Zwar wird ihnen in der Regel ein durchaus verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig hoher Sold versprochen, aber wieviel davon dann tats\u00e4chlich ausbezahlt wird, ist ungewiss.<\/p>\n<p>Dazu kommt:<\/p>\n<p>Die gravierendsten Kriegsverbrechen werden in der Regel von S\u00f6ldnertruppen begangen. Brutalste Gewalt herrscht nicht nur in diesen Gruppen, sie \u00fcben sie auch aus. Darum stellt sich die rechtliche Frage. W\u00e4hrend der Verteidigungskrieg der Ukraine allgemein als gerechtfertigt angesehen wird, ist jede Beteiligung auf russischer Seite an und f\u00fcr sich ein Verbrechen, f\u00fcr das jeder Soldat individuell verantwortlich gemacht werden kann. Gem\u00e4\u00df dem Weltrechtsprinzip ist jeder Staat verpflichtet, das Mitwirken zu ahnden. Da vermutlich auch auf ukrainischer Seite Kriegsverbrechen begangen wurden ((34)), k\u00f6nnen diese ebenfalls verfolgt werden.<br \/>\nAuch wenn es einen gro\u00dfen Fortschritt darstellt, dass es den Internationalen Strafgerichtshof gibt, der Kriegsverbrechen ahndet, so muss man auch feststellen, dass die kriegf\u00fchrenden M\u00e4chte ihn nicht akzeptieren. USA, Russland und andere Krieg f\u00fchrende Staaten erkennen ihn nicht an, denn sie wollen sich bei ihrer eigenen Kriegf\u00fchrung nicht g\u00e4ngeln lassen. Die Ukraine erkennt ihn erst seit November 2024 an, mit der Einschr\u00e4nkung, dass die eigenen Soldaten \u00fcber sieben Jahre nicht verfolgt werden. ((35)) Deutschland erkennt ihn zwar an, aber ob man geneigt ist, z.\u2009B. den Haftbefehl gegen den israelischen Pr\u00e4sidenten Netanjahu zu vollstrecken, ist aufgrund der bisherigen Stellungnahmen, z.\u2009B. auch vom voraussichtlich k\u00fcnftigen Bundeskanzler Merz, zu bezweifeln. Verst\u00f6\u00dfe k\u00f6nnen nach dem Weltrechtsprinzip auch in Drittstaaten verfolgt werden.<br \/>\nDer Sinn des Krieges, so viele Feinde wie m\u00f6glich zu t\u00f6ten, wird mit der Dauer immer mehr zur Schim\u00e4re. Er habe das Gef\u00fchl, \u201edass wir nur ein Werkzeug sind, das Russland schw\u00e4chen soll\u201c, so ein ukrainischer Soldat. ((36))<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn es Krieg gibt, wissen die Leute, was sie zu tun haben, wenn sie nicht mitmachen wollen: Sie verstecken sich oder fliehen, wenn sie k\u00f6nnen. Im Ukraine-Krieg trifft das auf jeder Seite auf etwa eine Million M\u00e4nner zu. 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