{"id":3265,"date":"2000-04-01T00:00:14","date_gmt":"2000-03-31T22:00:14","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/?p=3265"},"modified":"2022-07-26T13:34:01","modified_gmt":"2022-07-26T11:34:01","slug":"antikriegsbewegung-personifizierung-und-geschlechterkampf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2000\/04\/antikriegsbewegung-personifizierung-und-geschlechterkampf\/","title":{"rendered":"Antikriegsbewegung, Personifizierung und Geschlechterkampf"},"content":{"rendered":"<p><strong>Vor einem Jahr hat die Nato Jugoslawien angegriffen. Wie hast du damals die \u00d6ffentlichkeit erlebt?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Samira:<\/strong> Wer bewusst Zeitung gelesen hat, wusste auch, dass es Krieg geben wird und dass es die Absicht aller Kriegsparteien ist, zu eskalieren, ob UCK, Nato, rest-jugoslawische Machthaber. Als der Angriff begann, wussten viele nicht, was richtig ist. Das hat mich irritiert. Beim Golfkrieg 1991 ging ein riesiger Schock durchs Land, und der hat auf der Stra\u00dfe schnell seinen Ausdruck gefunden. 1999 gab es weder eine klare Haltung gegen den Krieg, noch Strukturen, um \u00fcberhaupt zu reagieren. Die Desorientierung und Verunsicherung der Linken, sogar der Linksradikalen, ist noch gr\u00f6\u00dfer gewesen als vor zehn Jahren beim Golfkrieg.<\/p>\n<p><strong>Wie ist diese Verunsicherung entstanden?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Samira:<\/strong> Es gibt kaum noch Basisgruppen, die eine Utopie haben oder Perspektiven entwickeln. Viele Linke sind besch\u00e4ftigt, ihre Strukturen einfach nur aufrechtzuerhalten. Und innerhalb der autonomen und linksradikalen Szene hat es nie ein ausgepr\u00e4gtes antimilitaristisches Verst\u00e4ndnis gegeben. Das wurde dem Friedensspektrum zugeschrieben, den Gewaltfreien, den Totalverweigerern. In der linksradikalen Szene ging es in der Frage des Krieges eher um Imperialismus-Kritik, Kritik an den USA, an den Machtbl\u00f6cken. Mit diesen Begriffen ist dem Konflikt jetzt nicht beizukommen. Schon beim Angriff gegen den Irak hat die Linke gesucht, wo die \u201cgute\u201d Seite ist, anstatt festzustellen, dass es keine gibt. Fr\u00fcher konnte man \u201cdas Gute\u201d in Befreiungsbewegungen projizieren, man konnte die Sowjetunion als das kleinere \u00dcbel betrachten. Et cetera. Bei diesem Krieg jetzt ist das verschwunden. Die Linke war nicht in der Lage, ihre alten Positionen zu revidieren und der Wirklichkeit anzupassen. Der so genannte Ostblock ist immer ein blinder Fleck der Linken gewesen. Man hat sich wenig damit besch\u00e4ftigt, dass es in der jugoslawischen Geschichte schon lange Br\u00fcche entlang der nationalistischen Linien gegeben hat. Nicht alles l\u00e4sst sich mit den USA oder der BRD erkl\u00e4ren. Nat\u00fcrlich heizen die die Konflikte an. Aber die Konflikte existieren.<\/p>\n<p>Und wir sind sehr schwach geworden. Wir m\u00fcssen zusehen, wie in Rostock vier Tage lang ein Ausl\u00e4nderheim brennt. Das ist nicht ohne Wirkung auf unser Vertrauen in das, was wir noch erreichen k\u00f6nnen, wenn wir feststellen, mit welcher gnadenlosen H\u00e4rte Rassismus von oben durchgepeitscht und von unten umgesetzt wird. Das offenbart unsere Schw\u00e4che. Und viele Linke sehen sich jetzt auf der Seite der Herrschaft. Rot-Gr\u00fcn ist nur sichtbarer Ausdruck dessen. Eine Gesellschaft begehrt nicht mehr gegen den Krieg auf, weil sie keinen pers\u00f6nlichen Nachteil erkennen kann. Ihr Schweigen signalisiert mehr die Zustimmung zur Herrschaft als zum Krieg, so, wie sie auch dem Rassismus zustimmt. Nur wo eine subjektive Bedrohung empfunden wird, wird der Widerstand breiter, beispielsweise bei der Atompolitik.<\/p>\n<p><strong>Und wie bewertest du heute die Antikriegsaktionen?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Samira:<\/strong> Es hat keine Antikriegsbewegung gegeben. Wir sind am Punkt Null. Wir m\u00fcssen mit unseren Utopien und Ans\u00e4tzen in Klausur gehen und fragen: Wieviele sind wir, und wie bauen wir eine Antikriegsbewegung auf? Wie ist die EU-Fl\u00fcchtlingspolitik mit der Nato-Kriegspolitik verschr\u00e4nkt? Was bedeutet es, Deserteure zu unterst\u00fctzen?<\/p>\n<p>Der Versuch, den gr\u00fcnen Parteitag in Bielefeld zu verhindern, war der klarste Ansatz, den es damals gegen den Krieg gegeben hat. Beim Ostermarsch in Berlin zum Beispiel gab es kein Verh\u00e4ltnis zum Nationalismus eines Teils der DemonstrantInnen. Bei einer anderen Demonstration, bei der gebeten wurde, Milosevic-Plakate zu entfernen, sind Menschen aus Ex-Jugoslawien ausgeschert, und der vorwiegend autonome deutsche Fl\u00fcgel hat getrennt demonstriert. Fragmente von Strukturen haben versucht, sich zu diesem Krieg zu verhalten und sich an bestimmten Punkten zusammenzuf\u00fcgen. Nichts davon stand in einem Verh\u00e4ltnis dazu, dass jeden Tag bombardiert worden ist und auch nicht dazu, was die Linke hier f\u00fcr eine Geschichte hat und was f\u00fcr ein Potenzial es einmal gab.<\/p>\n<p><strong>Bei vielen kleineren Aktionen kam die Friedensbewegung aber gerade nicht zusammen. Von manchen autonomen Aktionen zum Beispiel wird sich die b\u00fcrgerliche Friedensbewegung eher distanzieren.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Samira:<\/strong> Es gab nicht soviel Ber\u00fchrung, dass es n\u00f6tig gewesen w\u00e4re, sich zu distanzieren. Die Autonomen waren in der Auseinandersetzung, wo denn \u00fcberhaupt eine eigene Antikriegsposition ist. Man konnte nicht mit einer eigenen Position nach au\u00dfen gehen, weil man nicht wusste, wo diese eigene Position ist.<\/p>\n<p><strong>Wie hast du die Proteste beim Bielefelder Parteitag der Gr\u00fcnen erlebt?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Samira:<\/strong> In Bielefeld standen neben Autonomen auch w\u00fctende W\u00e4hlerInnen, ehemalige Gr\u00fcne und PazifistInnen, die gemeinsam Ketten bildeten, um die gr\u00fcnen Abgeordneten nicht reinzulassen. Da kam das Unterschiedliche mal zusammen. Angesichts einer bundesweiten Mobilisierung waren wenige Menschen da, aber viele mit Wut, die den Parteitag zum Platzen bringen wollten. Dass dann der Farbbeutel an Fischers Ohr geplatzt ist, war ein Ausdruck dessen. Der Bruch zu den Gr\u00fcnen wurde sichtbar hergestellt. Alle konnten nachvollziehen, dass man eine Blockade, urspr\u00fcnglich auch ein Arbeitsmittel der Gr\u00fcnen, jetzt gegen die Gr\u00fcnen wendet.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnen sind heute nicht mehr nur staatstragend, sondern sie \u00fcbernehmen tats\u00e4chlich eine treibende Funktion und trommeln st\u00e4rker f\u00fcr den Krieg als beispielsweise ein Sch\u00e4uble, der einmal anmahnte, die alte Generation habe Probleme mit diesem Krieg. Diese Gr\u00fcnen muss man gnadenlos angreifen in ihrer Funktion, Herrschaft zu modernisieren.<\/p>\n<p><strong>Siehst du das erst seit der gr\u00fcnen Regierungsbeteiligung?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Samira:<\/strong> Dass die Gr\u00fcnen ihre Antikriegsposition aufgeben, war schon sichtbar, als sie Ausnahmeregelungen f\u00fcr Bundeswehreins\u00e4tze diskutiert haben. Mit welcher Geschwindigkeit sie dann alles getan haben, an der Macht zu bleiben und ihre letzten Inhalte im Ausverkauf zu handeln, ist trotzdem frappierend. Es ist nicht nur die Kriegspolitik, es ist die Atompolitik, es ist die Sozialpolitik. Die arbeiten nicht dagegen, dass auf den Sozial\u00e4mtern demn\u00e4chst Kameras h\u00e4ngen!<\/p>\n<p><strong>Wie hast du die Gr\u00fcnen beim Parteitag erlebt?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Samira:<\/strong> Ich war gelinde gesagt erstaunt, wieviel Zustimmung dieser Volltreffer bei den Delegierten im Nachhinein gehabt hat.<\/p>\n<p><strong>Hat der Auftritt von Fischer mit der roten Farbe am Ohr und unter Schmerzen ihm nicht gen\u00fctzt?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Samira:<\/strong> Ich streite das ab. Wenn die Frage Krieg oder Frieden gestellt ist und Gr\u00fcne nur f\u00fcr den Krieg stimmen, weil Fischer sich als Opfer darstellt, dann stimmt was nicht. Die Politik stand fest. Der opportunistische Fl\u00fcgel der Gr\u00fcnen, der sich \u201clinks\u201d nannte, hat keinen Machtkampf riskiert. Sie h\u00e4tten sonst die Optionen gehabt, den Parteitag zu zwingen, aus der Regierung auszuscheren, oder selbst die Partei zu verlassen. Die Gr\u00fcnen h\u00e4tten ihre Pro-Kriegspolitik in jedem Fall weitergef\u00fchrt, weil es allen, einschliesslich der scheinheiligen Fraktion um Str\u00f6bele, um Machterhalt und Regierungsbeteiligung ging. Das ist die Geschichte der Gr\u00fcnen: Opportunismus, um an die Macht zu kommen.<\/p>\n<p><strong>Was hat der Farbbeutel dann aber bewirkt?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Samira:<\/strong> In Bielefeld waren tausend JournalistInnen, die auf die Entscheidung der Gr\u00fcnen zum Krieg warteten. Die Aktion hat nicht gewartet, sondern gesagt: Dieser Mann ist so oder so f\u00fcr den Krieg. Diese Partei ist eine Kriegspartei. Es gibt keine Verst\u00e4ndigung mehr. Und im Ausland haben Menschen, die im Widerstand sind, gesehen, dass es hier eine Opposition gegen den Krieg gibt.<\/p>\n<p><strong>Der Farbbeutel hat aber auch Sympathien von b\u00fcrgerlichen Friedensbewegten gekostet, die sich nicht mit solchen W\u00fcrfen solidarisieren wollen. Wie bewertest du das?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Samira:<\/strong> Tragisch. Das Ziel der Aktion war nicht, ihm das Trommelfell zu zerrei\u00dfen. Aber diejenigen, die nicht dazu ins Verh\u00e4ltnis setzen k\u00f6nnen, dass 120 Bomben t\u00e4glich abgeschmissen werden und dass es deshalb darum geht, einen Fischer blutrot zu markieren und in seiner Funktion als M\u00f6rder sichtbar zu machen, m\u00fcssen sich fragen, was ist eigentlich die Wirksamkeit ihrer Politik. Laut Human Rights Watch wurden nachweislich 500 ZivilistInnen durch Nato-Bomben get\u00f6tet. Ich sch\u00e4tze jede entschlossene gewaltfreie Aktion. Aber dann sollen die Leute ihre ad\u00e4quate Form finden, radikale Kritik gewaltfrei zum Ausdruck zu bringen. Was wollen wir machen? Ertragen wir einen Krieg? Wollen wir zusehen? Wollen wir im stillen K\u00e4mmerchen sitzen? Man muss Widerstand immer zu den Zeiten und zu den Utopien ins Verh\u00e4ltnis setzen.<\/p>\n<p><strong>Fischer hat Vorschl\u00e4ge gemacht, die Sache au\u00dfergerichtlich zu regeln.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Samira:<\/strong> Fischer kennt zwei Wege: Er r\u00e4umt seine Gegner aus dem Weg oder er kauft sie ein. Er wollte die Arztkosten und eine Spende an die Kosovo-Hilfe und lancierte dieses scheinheilige Angebot im Spiegel, nie an die Anw\u00e4lte, nie an mich&#8230; Wir haben angeboten, die Arztkosten zu zahlen, wenn er als Au\u00dfenminister daf\u00fcr Sorge tr\u00e4gt, dass die Verst\u00fcmmelten, die Verwundeten, die Hinterbliebenen der sogenannten Kollateralsch\u00e4den finanziell unterst\u00fctzt werden. Der Kosovo-Hilfe spenden wir nicht, das k\u00f6nnte missverstanden werden, dass ich f\u00fcr die Unterbringung von Fl\u00fcchtlingen in Lagern w\u00e4re. Die sollen statt dessen hierher kommen, und ich w\u00fcrde drei Deserteure aufnehmen, einen von der Nato, einen von der UCK und einen vom serbischen Milit\u00e4r. Fischer m\u00f6ge die Patenschaft \u00fcbernehmen. Darauf kam keine Reaktion.<\/p>\n<p><strong>Deine Verteidigung hat beantragt, Fischer gerichtlich zu vernehmen. Das fand Ende Februar im Au\u00dfenministerium statt. Welche Fragen hast du an Fischer?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Samira:<\/strong> Die Verteidigung hat die Frage gestellt, ob Fischer die Beteiligung der Bundesrepublik am Krieg der Nato gegen Jugoslawien mit durchgesetzt habe. Das hat der Richter als nicht wichtig f\u00fcr den Prozess abgelehnt. Es wurde deshalb ein Befangenheitsantrag gestellt, weil er parteilich ist. Ob ich Fragen an Fischer habe? Der Farbbeutel war eine Antwort. Mein Schwerpunkt ist, wie wir einen au\u00dferparlamentarischen Widerstand gegen den Krieg und gegen kommende Kriege entwickeln.<\/p>\n<p><strong>Ich sehe den Krieg nicht als Erstereignis, sondern als Teil einer Kontinuit\u00e4t von Ereignissen.Was bedeutet der Wurf f\u00fcr dich in der Kontinuit\u00e4t deiner politischen T\u00e4tigkeit \u00fcber viele Jahre?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Samira:<\/strong> Ich finde diesen Krieg bedrohlich f\u00fcr mich. Ich finde die Entwicklung, die in der Gesellschaft vor sich geht, bedrohlich. Ein Land, das in der Lage ist, Krieg zu f\u00fchren, ver\u00e4ndert sich, und die Identifikation einer Gesellschaft damit ist auch eine subjektive Bedrohung. Das hei\u00dft, auf der Stra\u00dfe ist mit einer Brutalisierung zu rechnen. Auch eine Gesellschaft, die mit dem Wissen lebt, dass t\u00e4glich ein Ausl\u00e4nder oder eine Ausl\u00e4nderin angegriffen wird, ver\u00e4ndert sich. Es bedeutet etwas f\u00fcr die Offensivit\u00e4t, mit der du dich traust, zu leben und mit anderen eine Utopie zu entwickeln und andere gesellschaftliche Entw\u00fcrfe durchzuk\u00e4mpfen. Dass es augenblicklich keinen Hurra-Patriotismus gibt, hei\u00dft nicht, dass der nicht in den n\u00e4chsten Jahren kommen wird.<\/p>\n<p><strong>Der Farbbeutelwurf hat f\u00fcr dich pers\u00f6nlich gravierende Folgen gehabt.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Samira:<\/strong> F\u00fcr mich ist wichtig, keine Heldin zu werden, ohne dass ich dabei negiere, dass ich in eine besondere Situation gekommen bin, von der Arbeit gek\u00fcndigt, und Monate sp\u00e4ter erkennen mich noch fremde Menschen auf der Stra\u00dfe. Ich wurde als Transgender in der Zeitung angegriffen, mit der \u00dcberschrift &#8222;Transvestit besudelt Fischer&#8220;. Das Interesse verlagerte sich von der Tat auf meine Person. &#8222;Ganz Berlin sucht den Mann im Rock&#8220;. Das war der Zeitpunkt, wo ich mit meinem Anwalt beim Polizeipr\u00e4sidium in Bielefeld vorgesprochen habe, was hier eigentlich gegen mich vorliegt. Es ist eine beeindruckende Erfahrung, wenn du pl\u00f6tzlich zu einer \u00f6ffentlichen Person wirst. Selbst die Szene hat damit keinen Umgang.<\/p>\n<p><strong>Mit Personen, die Transgender sind?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Samira:<\/strong> Damit auch nicht. Und nicht mit einer \u00f6ffentlichen Person. Leute kamen und wollten von mir ein Autogramm. In der Szene. Ich finde das schwer, sich nicht fremd bestimmen zu lassen \u00fcber eine Szene, die etwas in dich hinein projiziert.<\/p>\n<p><strong>Die Boulevardpresse will eine Person eindeutig zuordnen. Eine Person, deren geschlechtliche Identit\u00e4t nicht unmittelbar erkennbar ist, wird dem Unterhaltungsbereich zugeordnet. Dass sie eine dezidierte politische Meinung vortr\u00e4gt, wird nicht erwartet. Das denke ich, war es f\u00fcr BILD: Jetzt macht die oder der auch noch Radau. Eigentlich soll die Person froh sein<\/strong><\/p>\n<p><strong>Samira:<\/strong> dass sie leben darf, dass sie ihre Nische hat.<\/p>\n<p><strong>Sie st\u00f6rt.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Samira:<\/strong> Der Krieg mobilisiert die patriarchalen Strukturen. In die Institution Milit\u00e4r ist die patriarchale Funktion Mann eingeschrieben, auch wenn sie von einer biologischen Frau ausgekleidet werden kann. Wenn Frauen als Soldatinnen mit der M\u00e4nnlichkeitsmaschine Milit\u00e4r in Konflikt geraten, wird es als &#8222;Defekt&#8220; einzelner Soldaten interpretiert werden, die bel\u00e4stigen oder vergewaltigen. Das Milit\u00e4r braucht die Bipolarit\u00e4t Mann-Frau. Mein Bild in der Presse hat diese bipolare Sicht, die in der Gesellschaft verbreitet ist, gebrochen.<\/p>\n<p><strong>Ich danke dir f\u00fcr das Gespr\u00e4ch.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor einem Jahr hat die Nato Jugoslawien angegriffen. 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