{"id":32654,"date":"2025-05-02T09:26:15","date_gmt":"2025-05-02T07:26:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2025\/05\/der-widerstand-gegen-trump-ist-allgegenwaertig\/"},"modified":"2025-05-08T23:42:19","modified_gmt":"2025-05-08T21:42:19","slug":"der-widerstand-gegen-trump-ist-allgegenwaertig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2025\/05\/der-widerstand-gegen-trump-ist-allgegenwaertig\/","title":{"rendered":"Der Widerstand gegen Trump ist allgegenw\u00e4rtig"},"content":{"rendered":"<p>Von Massenverweigerungen \u00fcber Boykotte bis hin zu Streiks \u2013 normale Amerikaner*innen wehren sich mutig gegen die US-Regierung. Die Aktionen sind vielf\u00e4ltig, multiplizieren sich \u2013 und zeigen bereits Wirkung.<br \/>\nEs waren sechs lange Wochen, seit Donald Trump zwischen einer Art Nazigru\u00df und einem Maschinengewehrfeuer von 89 Dekreten in sein Amt eingef\u00fchrt wurde. Seitdem k\u00e4mpfen wir um unser Leben, unser Land und unsere Welt.<br \/>\nVon Boykotten \u00fcber Massenverweigerung bis zu Stra\u00dfendemonstrationen \u2013 die Reaktion auf die Politik der Trump-Regierung bestand aus einer beeindruckenden Bandbreite gewaltfreier Taktiken.<br \/>\nEs geht nicht nur um emp\u00f6rte Proteste: Menschen vereiteln Razzien, verweigern ungerechte Befehle, bleiben standhaft gegen\u00fcber politischer Schikane und gehen Risiken ein, um das Richtige zu tun. Der Widerstand ist vielf\u00e4ltig, vielschichtig und temperamentvoll \u2013 und einiges davon funktioniert. Er hat Trump gezwungen, seinen Kurs zu \u00e4ndern oder bei zahlreichen Punkten auf die Bremse zu treten, darunter sein urspr\u00fcnglicher Plan f\u00fcr 25-prozentige Z\u00f6lle, das Einfrieren der Finanzmittel, Abfindungen und Entlassungen f\u00fcr Bundesbedienstete (von USDA- und CFPB) und vieles mehr.<br \/>\nObwohl die Regierung eine Flut ungerechter Ma\u00dfnahmen ergriffen hat, zeigen Hunderttausende von Menschen, die aktiv werden, dass Widerstand nicht zwecklos ist. Im Gegenteil, er k\u00f6nnte entscheidend sein. Falls Ihre Freunde in Resignation versinken und sich fragen, ob Protestieren \u00fcberhaupt Sinn macht, finden Sie hier einen \u00dcberblick \u00fcber den Umfang des Widerstands \u2013 und warum es einen Unterschied macht, wenn sie mitmachen.<\/p>\n<p><strong>Erste Schritte des Widerstands<\/strong><\/p>\n<p>Am Tag der Amtseinf\u00fchrung herrschte im ganzen Land eine Atmosph\u00e4re aus erdr\u00fcckender Angst. Doch die mutige Pfarrerin Mariann Budde, die erste Bisch\u00f6fin der Episkopalkirche von Washington, D.C. \u2013 durchbrach dieses Entsetzen beim Er\u00f6ffnungsgottesdienst, indem sie ein direktes Pl\u00e4doyer f\u00fcr Mitgef\u00fchl mit Migrant*innen, Fl\u00fcchtlingen und der LGBTQ+-Gemeinschaft hielt.<br \/>\nBuddes offener Widerstand \u2013 direkt in Trumps Gesicht, der in der ersten Reihe sa\u00df, mit seinen milliardenschweren Unterst\u00fctzern direkt hinter ihm \u2013 l\u00f6ste eine Flut \u00f6ffentlicher Zuversicht aus. W\u00e4hrend Trump 89 Verordnungen gegen die DEIA-Politik, die Klimaforschung, Transgender-Rechte und mehr unterzeichnete, begannen die Menschen, in den sozialen Medien alarmierte Kommentare zu posten.<br \/>\nBei den Aktionen vor Ort schien jedoch eine gewisse Zur\u00fcckhaltung vorzuherrschen, auf die Stra\u00dfe zu gehen. Kundgebungen des People&#8217;s March fanden an 200 Orten im ganzen Land statt, darunter 100.000 Menschen in Washington, D.C., doch die Teilnehmer*innenzahl lag nur bei einem Bruchteil der Rekordzahl von 2017. Was hinzukam, als die ersten 50501-Proteste angek\u00fcndigt wurden, \u2013 ein Aufruf zu 50 Protesten in 50 Bundesstaaten am 5. Februar \u2013 es wurde von vielen Aktivist*innen in den sozialen Medien davor gewarnt, daran teilzunehmen. Sie bef\u00fcrchteten Razzien, Gewalt von Trump-Anh\u00e4ngern und ein das Kriegsrecht provozierendes Chaos.<br \/>\nGl\u00fccklicherweise gingen trotzdem Tausende in vielen St\u00e4dten in 47 Bundesstaaten auf die Stra\u00dfe und errangen so einen wichtigen fr\u00fchen Sieg gegen die Angst.<\/p>\n<figure id=\"attachment_32709\" aria-describedby=\"caption-attachment-32709\" style=\"width: 598px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-32709\" src=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/TrumpBild.jpg\" alt=\"Trumpbild\" width=\"598\" height=\"560\" srcset=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/TrumpBild.jpg 598w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/TrumpBild-300x281.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 598px) 100vw, 598px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-32709\" class=\"wp-caption-text\">Widerstand gegen Trumpismus in New York &#8211; Foto: Ed Hedemann \/ NYC War Resisters League<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine weitere Reihe fr\u00fcher Kampagnen, die die Menschen von der Sorge ins Handeln brachte, waren die Anstrengungen, die Spitzel-Hotlines zu \u00fcberschwemmen (von der Bundesregierung eingerichtete Hotlines und E-Mail-Adressen, um Berichte \u00fcber Verst\u00f6\u00dfe gegen Trumps Anordnungen entgegen zu nehmen). Diese relativ ungef\u00e4hrlichen Aktionen boten eine Mischung aus Emp\u00f6rung und Genugtuung, Systeme zu \u00fcberlasten, die gegen Migrant*innen, queere und transsexuelle Personen sowie DEIA-Richtlinien gerichtet waren. Die Jobb\u00f6rse von Elon Musks Department of Gouvernement Efficiency (DOGE) wurde ein weiteres beliebtes Angriffsziel. Jede eingereichte schr\u00e4ge Antwort \u2013 wie das Drehbuch zu \u201eThe Bee Movie\u201c oder eine Nachricht von Dagobert Duck \u2013, ermutigte durch Humor und Trotzreaktion zu weiterem Widerstand.<\/p>\n<p><strong>ICE-Razzien vereiteln<\/strong><\/p>\n<p>In der ersten Woche von Trumps zweiter Pr\u00e4sidentschaft begannen landesweit Razzien der Einwanderungsbeh\u00f6rde (ICE), um Millionen Migrant*innen ohne Aufenthaltspapiere festzunehmen und abzuschieben. Migrantische Gemeinschaften hatten sich monatelang auf diesen Ansturm vorbereitet. Im R\u00fcckgriff auf Jahrzehnte alte Widerstandsstrategien bereiteten einige Unternehmen Fluchtwege durch Hintert\u00fcren oder private Bereiche vor, die der ICE laut Gesetz nicht betreten durfte. In Kalifornien blieben Au\u00dfendienstmitarbeiter*innen zu Hause und streikten, um den Agenten zu entgehen, so dass bis zu 75 bis 85 % der Belegschaft fehlten.<br \/>\nIn Schulbezirken wie Los Angeles verweigerten Lehrer*innen den Beamt*innen den Zutritt auf das Schulgel\u00e4nde und Sch\u00fc-ler*innen erschienen aus Protest gegen die Razzien der ICE f\u00fcnf Tage lang nicht im Unterricht. Auch in Bakersfield, Sacramento und Redwood City kam es zu Sch\u00fcler*innenstreiks.<br \/>\nZufluchtsst\u00e4dte wie Chicago lehnten jegliche Zusammenarbeit mit der ICE ab. Kirchen verteidigten ihr historisches Recht, Unterdr\u00fcckten Schutz zu bieten. Unterdessen kam es im Rahmen der Initiative \u201eDay Without Immigrants\u201c (Tag ohne Einwanderer) \u2013 einem koordinierten Aktionstag gegen unfaire Einwanderungspolitik und Abschiebungen \u2013 in 120 St\u00e4dten in 40 Bundesstaaten zu Streiks und Arbeitsniederlegungen. In Los Angeles blockierten Tausende aus Protest gegen Abschiebungen eine wichtige Autobahn. \u00c4hnliche Proteste fanden in San Diego, Dallas, Houston und Olympia statt.<br \/>\nDer Widerstand gegen Massenabschiebungen reichte auch \u00fcber die Grenzen der USA hinaus. In Kolumbien, Mexiko, Brasilien und Honduras gab es koordinierten Widerstand. Papst Franziskus schrieb einen energischen Brief an die US-Bisch\u00f6fe, in dem er Trumps Pl\u00e4ne f\u00fcr Massenabschiebungen sowie Vizepr\u00e4sident Vances Berufung auf die katholische Theologie zur Rechtfertigung des harten Vorgehens verurteilte. Sogar die Steuerbeh\u00f6rde IRS verweigerte die Aush\u00e4ndigung pers\u00f6nlicher Daten von 700.000 Personen, w\u00e4hrend das Heimatschutzministerium versuchte, die Adressen von Einwanderern ohne Papiere herauszufinden. Es kam zu zahlreichen \u201eKenn-Deine-Rechte\u201c-Trainings, in denen Tausende darin geschult wurden, wie sie Agenten an der T\u00fcr aufhalten k\u00f6nnen. Dies war so effektiv, dass Tom Homan, Trumps sogenannter Grenz-Zar, sich beschwerte, die juristischen Schulungen w\u00fcrden Abschiebungen \u201esehr erschweren\u201c.<br \/>\nDie Razzien der Einwanderungsbeh\u00f6rde waren ein erschreckendes Zeichen daf\u00fcr, dass Trump 2.0 fest entschlossen ist, einige seiner grausamen Versprechen wahrzumachen. Der Widerstand dagegen sendet eine klare Botschaft: Nur weil er etwas tun will, hei\u00dft das nicht, dass wir ihn lassen. Der anhaltende Widerstand gegen die Einwanderungsbeh\u00f6rde ICE war \u2013 und ist \u2013 eine der k\u00fchnsten und umfassendsten Kampagnen zur Verweigerung der Zusammenarbeit, die die USA seit langem erlebt haben.<br \/>\nDoch dieser bemerkenswerte Widerstand ist nur ein Teil der au\u00dfergew\u00f6hnlichen Reaktion, die sich gegen die Politik aus dem Oval Office richtete.<\/p>\n<p><strong>Alarm bei DOGE und Musk<\/strong><\/p>\n<p>Eine der sch\u00e4dlichsten Anordnungen, die Trump am ersten Tag unterzeichnete, war die Gr\u00fcndung von DOGE. Unter der Leitung des nicht gew\u00e4hlten Tech-Milliard\u00e4rs Elon Musk w\u00fctete dieses undurchsichtige Quasi-Ministerium in den Bundesbeh\u00f6rden, forderte illegal Informations- und Datenzugriff, entlie\u00df Bundesangestellte, k\u00fcrzte Budgets, fror Hilfsgelder ein und verschickte aggressive Befehle \u00fcber das Office of Personell Management. DOGE und Musk sind zum Symbol f\u00fcr die Herzlosigkeit, Korruption, L\u00fcgen und h\u00e4ufige Inkompetenz der Trump-Regierung geworden.<br \/>\nAls DOGE Beh\u00f6rden angriff, kam es \u00fcberall zu entsprechenden Gehorsamsverweigerungen und kreativen Protestaktionen \u2013 von den Zwischenrufern und der Halbzeitshow des Super Bowl, die Trump zur vorzeitigen Abreise zwangen, bis hin zu Tausenden von Protestierenden in Vermont, wegen denen Vance ohne Skifahren nach Hause eilte. Menschen h\u00e4ngten vor dem Au\u00dfenministerium und vor Nationalparks verkehrt herum Flaggen auf, unter anderem vom Gipfel des El Capitan im Yosemite-Nationalpark. Das Hackerkollektiv Anonymous drang in die Fernsehbildschirme des US-Ministeriums f\u00fcr Wohnungsbau und Stadtentwicklung in Washington ein und ver\u00f6ffentlichte ein KI-Video, das Trump beim Lecken von Musks F\u00fc\u00dfen zeigt. Menschen besuchten den Trump Tower in New York City, um Selfies mit erhobenem Mittelfinger zu machen.<br \/>\nMehrmals pro Woche finden gro\u00dfe Proteste zu verschiedenen Themen statt, darunter \u201e50501\u201c, \u201eTesla Takedown\u201c, \u201ePeople&#8217;s Marches\u201c, \u201eNo Kings On Presidents Day\u201c, \u201eSave Our Services\u201c, \u201eStand Up For Science\u201c und \u201eNationalpark-Proteste\u201c. Tausende Menschen versammeln sich an hunderten Orten in den gesamten Vereinigten Staaten. (Sehen Sie sich die k\u00fcrzlich gestartete Resist List auf https:\/\/choosedemocracy.us\/resist-list an, die soziale Medien nutzt, um diese Geschichten zu sammeln und zu teilen, von denen viele nicht in die Mainstream-Nachrichten gelangen.)<br \/>\nIn Washington versammelten sich unterdessen Gewerkschaften vor dem Arbeitsministerium, und \u00fcber 1.000 Menschen protestierten vor dem US-Finanzministerium. Hunderte, darunter demokratische Abgeordnete, schlossen sich der Blockade und Demonstration vor den geschlossenen USAID-B\u00fcros an. In den Geb\u00e4uden errichteten zahlreiche Beamt*innen Blockaden gegen DOGEs Kontrollbem\u00fchungen. Der Generalinspekteur des USDA weigerte sich zur\u00fcckzutreten und wurde des Geb\u00e4udes verwiesen. Beamte des Finanzministeriums weigerten sich so lange wie m\u00f6glich, den Datenzugriff freizugeben, schlugen dann aber Alarm, was eine Bundesklage ausl\u00f6ste, um die \u00dcbernahme zu stoppen. Als der US Digital Service in DOGE aufging, k\u00fcndigten 21 Tech-Mitarbeiter*innen aus Protest und unterzeichneten eine Erkl\u00e4rung, in der sie warnten, dass es bei diesem Amoklauf nicht um Effizienz, sondern um Zerst\u00f6rung gehe.<\/p>\n<p>Diese Aktionen hielten das DOGE selten lange auf, aber sie machten bekannt, was vor sich ging und veranlassten die Bundesgerichte, einstweilige Verf\u00fcgungen zu erlassen und entsprechende Klagen im Schnellverfahren zu bearbeiten. Die Ma\u00dfnahmen der Richter sind zur st\u00e4rksten institutionellen Verteidigungslinie geworden. Sie blockierten (zumindest vor\u00fcbergehend) das Einfrieren der Bundesmittel, \u00c4nderungen von Finanzdaten, Angriffe auf die Staatsb\u00fcrgerschaft als Geburtsrecht, Anordnungen zur Verlegung von inhaftierten trans-Frauen in M\u00e4nnertrakte, das Verbot geschlechtsangleichender Pflege, K\u00fcrzungen der Forschungsgelder der Bundes-Gesundheits-Institutionen und die Frist f\u00fcr die Trump-Musk-Abfindungsvertr\u00e4ge f\u00fcr Bundesangestellte. Unter Berufung auf den ersten Verfassungszusatz erlie\u00df ein Bundesrichter au\u00dferdem eine einstweilige Verf\u00fcgung zu Teilen von Trumps Anti-DEIA-Verordnung. Au\u00dferdem wurde die Trump-Regierung angewiesen, zwei Milliarden Dollar an ausgesetzten USAID-Mitteln f\u00fcr bereits abgeschlossene Arbeiten freizugeben. Viele weitere F\u00e4lle sind noch anh\u00e4ngig.<br \/>\nAuch wenn Trump und Musk gegen einige Aspekte bestimmter Urteile versto\u00dfen, bilden die einstweiligen Verf\u00fcgungen eine klare Bilanz der Gesetzlosigkeit, die die Glaubw\u00fcrdigkeit der Regierung untergr\u00e4bt und den Boden f\u00fcr k\u00fcnftige rechtliche Konsequenzen bereitet. Sie beweisen, dass diese Regierung nicht normal ist und dass man ihr widerstehen \u2013 und sie beenden \u2013 muss.<br \/>\nEs ist auch erw\u00e4hnenswert, dass es ein bedeutender Sieg f\u00fcr unsere Bewegungen gewesen w\u00e4re, wenn wir diese einstweiligen Verf\u00fcgungen f\u00fcr irgendeines dieser Themen vor diesem Jahr erreicht h\u00e4tten. Dies sind keine normalen Zeiten. Tag f\u00fcr Tag leisten normale Amerikaner*innen Unm\u00f6gliches und nehmen dabei kaum wahr, was der Widerstand der Bev\u00f6lkerung bereits in Angriff genommen und geleistet hat.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: right;\"><em><strong>In wenigen Wochen entwickelte sich aus l\u00e4hmender Angst ein breiter Protest. Die Widerstandsbewegung mobilisierte wiederholt Zehntausende. Sie hat die Regierung veranlasst, eine lange Liste ihrer Politik zur\u00fcckzunehmen und zu stoppen. In den n\u00e4chsten Monaten kann der Widerstand auf diesen Erfolgen aufbauen und das Unm\u00f6gliche wagen.<\/strong><\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Trump ist nicht unbesiegbar. Der Widerstand zwang ihn z.B., sein eigenm\u00e4chtiges Memo zur Einfrierung von Bundesmitteln zur\u00fcckzunehmen, von seinem urspr\u00fcnglichen Zollplan abzur\u00fccken und sich w\u00e4hrend einer 30-t\u00e4gigen Pause mit geringf\u00fcgigen Zugest\u00e4ndnissen zufrieden zu geben. Trump musste seinen Stellenabbau beim National Park Service und dem Consumer Finance Protection Bureau, bei den Mitarbeitern des USDA zur Bek\u00e4mpfung der Vogelgrippe und bei den \u00f6ffentlichen Energieversorgern zur\u00fccknehmen. Er stellte zudem einige Wissenschaftler*innen der CDC, Mitarbeiter*innen der nuklearen Sicherheit und der EPA sowie 6.000 USDA-Mitarbeiter wieder ein. Dar\u00fcber hinaus war er gezwungen, die Rechtshilfe f\u00fcr in Internierungslagern festgehaltene Migrant*innenenkinder sowie die Finanzierung eines Programms f\u00fcr \u00dcberlebende der Anschl\u00e4ge vom 11. September wieder aufzunehmen.<\/p>\n<p><strong>Gehorche nicht im Voraus<\/strong><\/p>\n<p>Was die Proteste so wirkungsvoll macht, ist die Kombination von Aktionen der Verweigerung des Gehorsams und der Zusammenarbeit \u2013 einige der wirksamsten Mittel des gewaltlosen Kampfes. Proteste k\u00f6nnen zwar die Bev\u00f6lkerung mobilisieren, Alarm schlagen und ihre Unterst\u00fctzer*innen zum Handeln bewegen, sind aber allein selten stark genug, um Entscheidungstr\u00e4ger*innen zu einem Kurswechsel zu bewegen. Andererseits haben Gehorsamsverweigerung, Missachtung ungerechter Anordnungen, Boykotte, Streiks und Arbeitsniederlegungen sowohl unmittelbare als auch langfristige Auswirkungen, die die Kosten der Aufrechterhaltung der verwerflichen Politik erh\u00f6hen. Wir beobachten einen deutlichen Anstieg dieser Taktiken, insbesondere unter Bundesbediensteten.<\/p>\n<p><strong>Wir sind st\u00e4rker als wir denken<\/strong><\/p>\n<p>Am ersten Tag versuchte Elon Musk, Bundesangestellte mit einem Abfindungsangebot zur freiwilligen K\u00fcndigung zu bewegen. Doch der Schuss ging nach hinten los. Die Angestellten f\u00fchlten sich durch seine Drohung beleidigt. Emp\u00f6rte Aktivist*innen, Gewerkschaften und Politiker*innen forderten die Angestellten auf, dieses m\u00f6glicherweise illegale Angebot nicht anzunehmen. Auf Reddit reagierten Bundesangestellte mit Aussagen wie: \u201eEhrlich gesagt, bevor diese E-Mail rausging, habe ich nach einem Ausweg aus dieser neuen H\u00f6lle gesucht. Aber jetzt bin ich hei\u00df drauf, diese Schl\u00e4ger so weit wie m\u00f6glich zu frustrieren, RTO hin oder her. Bleibt standhaft!\u201c<br \/>\nDies f\u00fchrte zu einer Strategie des Bleibens und Trotzens, bei der die Arbeiter*innen nicht k\u00fcndigten, sondern von innen Widerstand leisteten, bis sie entlassen werden. Zahlreiche Gruppen verteilten Leitf\u00e4den zum Widerstand, die den Menschen zeigten, wie sie die Zusammenarbeit verweigern und ungerechte Gesetze oder Richtlinien missachten konnten. \u201eGehorche nicht im Voraus\u201c wurde zu einer viel zitierten Strategie, die aus dem Buch \u201eOn Tyranny\u201c des Autoritarismusexperten Timothy Snyder stammt. Von Gouverneuren, die die Inklusion von Transsexuellen unterst\u00fctzen bis hin zu Schulen, die DEI-Initiativen durchf\u00fchren, gibt es einen wachsenden Trend, freiwillige Einhaltung von Gesetzen abzulehnen und mit Trotz zu beginnen \u2013 und so die Verwaltung zu zwingen, Zeit, Geld und M\u00fche aufzuwenden, um ihre Politik durchzusetzen.<br \/>\nEines der dramatischsten Beispiele hierf\u00fcr war, als Elon Musk alle 2,4 Millionen Bundesbediensteten aufforderte, eine E-Mail mit der Auflistung \u201e5 Dinge, die Sie diese Woche getan haben\u201c an das Personalamt zu schicken, da sie sonst ihre Entlassung riskieren w\u00fcrden.<br \/>\nDer Pressesprecher des Wei\u00dfen Hauses behauptete zwar, rund eine Million Bundesangestellte seien der Aufforderung nachgekommen, doch diese Zahl wurde nicht verifiziert und enthielt wahrscheinlich auch Protestbotschaften. Selbst wenn man das f\u00fcr bare M\u00fcnze nimmt, ist es wahrscheinlich, dass 60 Prozent der 2,4 Millionen zivilen Bundesangestellten sich rundweg weigerten, was dies zu einem der gr\u00f6\u00dften Akte der Massenverweigerung in der Geschichte der USA macht.<br \/>\nDieses Gef\u00fchl direkter Macht ist attraktiv \u2013 und das nicht nur f\u00fcr Bundesbedienstete. Boykotte und wirtschaftlicher Widerstand erfreuen sich in der Bev\u00f6lkerung gro\u00dfer Beliebtheit.<br \/>\nEine der bisher erfolgreichsten Kampagnen des wirtschaftlichen Widerstands war Tesla Takedown. Nachdem Musk bei Trumps Amtseinf\u00fchrung einen Nazigru\u00df gezeigt hatte, benannte das Internet seine Fahrzeuge in #swasticars (Hakenkreuzautos). Tesla Takedown baute auf dieser brennenden Abneigung gegen Musk auf und kanalisierte sie in eine robuste, koordinierte Anstrengung, um die Tesla-Aktien und -Ums\u00e4tze in den Keller zu schicken. Mit Desinvestitionsbem\u00fchungen und Protesten vor Tesla-L\u00e4den mobilisierte die Kampagne Tausende Menschen in den USA und im Ausland, um Musks wichtigste Einnahmequelle zu zerst\u00f6ren. Ihre Anstrengungen zeigen Wirkung. Die Tesla-Aktie brach im Februar 2025 um 28 Prozent ein, und die Ums\u00e4tze gingen in den USA um 8 bis 12 Prozent zur\u00fcck, in Europa um 45 Prozent, in Australien um 70 Prozent und in China um 49 Prozent. Musk verlor au\u00dferdem \u2013 nach massiven Aufschreien gegen die Bevorzugung \u2013 einen 400-Millionen-Dollar-Vertrag mit der US-Bundesregierung \u00fcber gepanzerte Fahrzeuge. Die Kampagne sendet eine wichtige Botschaft an alle Milliard\u00e4re: Finger weg, sonst kommt es Euch teuer zu stehen.<br \/>\nAndere Kampagnen des wirtschaftlichen Widerstands nehmen Megakonzerne ins Visier, insbesondere jene, die ihre DEI-Richtlinien r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht oder sich mit der Trump-Regierung verb\u00fcndet haben. Im Januar und Februar haben \u00fcber 25 Prozent aller US-B\u00fcrger*innen eine oder mehrere ihrer Lieblingsmarken aus politischen Gr\u00fcnden aufgegeben, wobei der Trend eher in Richtung Unterst\u00fctzung von DEI, sozialer Gerechtigkeit und progressiven Werten ging. Nachdem Target seine DEI-Richtlinien aufgegeben hatte, rief Black Lives Matter zum Boykott des Unternehmens auf. Die mittlerweile breiter angelegte 40-t\u00e4gige \u201eTarget Fasten-Kampagne\u201c zielt darauf ab, die \u201eKaufkraft der Schwarzen in Echtzeit\u201c zu zeigen. Target hat bereits zu k\u00e4mpfen und verlor bis Ende Februar 12,4 Milliarden Dollar an Marktwert. Zusammen mit Walmart musste das Unternehmen am 28. Februar, dem National Economic Blackout, auch Einbu\u00dfen bei den Internet-Ums\u00e4tzen hinnehmen. Eine wechselnde Liste von Unternehmensboykotten nimmt Target, Walmart, McDonalds, Lowe&#8217;s und Amazon ins Visier. #LatinoFreeze zielt darauf ab, Latinos dazu zu bringen, so wenig Geld wie m\u00f6glich auszugeben, bis die Angriffe auf Einwanderung, DEI und andere Bereiche enden. Die Menschen werden aktiv dazu ermutigt, in Gesch\u00e4ften wie Costco und Aldi einzukaufen, die \u00f6ffentlich erkl\u00e4rt haben, dass sie ihre DEI-Richtlinien einhalten werden.<\/p>\n<p><strong>Der Wirtschaftsboykott hat Feuer gefangen. Wie geht es weiter?<\/strong><\/p>\n<p>Angesichts der Popularit\u00e4t und des Interesses an solchen Aktionen hat Boycott Central einen Online-Tracker eingerichtet, der die vielen Kampagnen, ihre Wirksamkeit und M\u00f6glichkeiten zur Beteiligung dokumentiert. Der Trend, Dienste zu k\u00fcndigen, die nicht den eigenen Werten entsprechen, hat auch Google getroffen, dessen Nutzer*innen zu anderen Suchmaschinen und Kartendiensten wechselten, nachdem das Unternehmen auf Trumps Anordnung hin den Golf von Mexiko in den \u201eGolf von Amerika\u201c umbenannt hatte. Aufrufe zum Boykott aller Musk-Produkte f\u00fchrten zu einem \u201eX-odus\u201c seiner Social-Media-Plattform. So viele Nutzer*innen wechselten zu Bluesky, dass die neue Social-Media-Seite auf \u00fcber 30 Millionen Nutzer*innen anwuchs.<br \/>\nApropos soziale Medien: Der Multiplattform-Account \u201eAlt National Park Service\u201c \u2013 der 2017 auf Twitter startete, als Trump Proteste auf den offiziellen Webseiten der Parks verbot \u2013 hat den Verwaltungsputsch detailliert dokumentiert und den Widerstand mobilisiert. In den letzten sechs Wochen ist sein Netzwerk von Bundesangestellten von 10.000 auf \u00fcber 160.000 angewachsen und hat sich zu einer Koalition von 40 #AltGov-Einheiten ausgeweitet, darunter Alt CDC (they\/them &#8211; sie\/ihnen), Alt FAA, Alt FDA, Alt FEMA, Alt Library of Congress und Rogue NASA.<br \/>\nGemeinsam organisieren sie Widerstand in den Bundesbeh\u00f6rden, berichten \u00fcber aktuelle Entwicklungen und ver\u00f6ffentlichen faktenbasierte Informationen, die in ihren Organisationen derzeit verboten sind (wie Klimaforschung, aktuelle Informationen zum \u00f6ffentlichen Gesundheitswesen und geschlechtergerechte Pflege). Gemeinsam mit den Resistance Rangers und anderen Gruppen haben sie au\u00dferdem Hunderte Proteste in Nationalparks organisiert, um Entlassungen und Budgetk\u00fcrzungen zu verhindern. Dabei kamen Taktiken wie Sandmalereien an Str\u00e4nden, umgedrehte Flaggen als Zeichen der Notlage, Kundgebungen vor Eingangstoren und vieles mehr zum Einsatz.<br \/>\nAll dies \u2013 von Stra\u00dfenprotesten bis hin zu einer Welle von Aufforderungen an Parla-mentarier*innen und Bundesbedienstete zur Nicht-Zusammenarbeit mit der Regierung \u2013 hat auch Politiker*innen zu mutigeren Positionen bewegt. Immer mehr Schulen und Bezirke weigern sich, von ihrer Transgender-Politik abzur\u00fccken und bekr\u00e4ftigen ihr Engagement f\u00fcr einige ihrer schutzbed\u00fcrftigsten Sch\u00fcler*innen. Alaskas Parlament lehnte Trumps Namens\u00e4nderung f\u00fcr Denali (h\u00f6chster Berg Nordamerikas, 6190 Meter) ab. Gouverneure bezogen mutig Stellung und wurden zu einem wichtigen Bollwerk der Verteidigung gegen Trumps Politik. Der Gouverneur von Maine setzte sich f\u00fcr Transfrauen im Sport ein, Michigan erweiterte seine Anti-Hass-Gesetze, um LGBTQ+-Personen zu sch\u00fctzen. Delaware weigerte sich, an Razzien gegen Migrant*innen teilzunehmen. Massachusetts hielt an der DEI-Politik fest. Es lohnt sich, diese Positionen der Gouverneur*innen im Auge zu behalten, denn sie sind wichtige Verteidigungslinien, und Poli-tiker*innen gehen Risiken ein, um sie aufrechtzuerhalten. Da Bundesmittel auf dem Spiel stehen, ist es wichtig, die \u00dcberzeugungen der Gouverneur*innen zu st\u00e4rken und standhaft zu bleiben.<br \/>\nDie demokratischen US-Kongressabgeordneten hinken ihren Kolleg*innen auf Staats- und lokaler Ebene hinterher, obwohl sie an Protesten vor Bundesbeh\u00f6rden teilgenommen, sich in den Medien zu Wort gemeldet und die ganze Nacht lang eine \u201eFilibuster\u201c-Debatte abgehalten haben, um die Nominierung eines Kabinettsmitglieds zu verhindern. W\u00e4hrend Trumps gemeinsamer Ansprache vor dem Kongress st\u00f6rte der Abgeordnete Al Green die Rede so lange, bis er hinausgeworfen wurde; andere hielten Schilder hoch oder verlie\u00dfen aus Protest den Saal. Diese insgesamt glanzlose Resonanz ist jedoch ein Grund, warum traditionell linksgerichtete Wahlpolitik- und Gesetzgebungsinitiativen wie Indivisible und MoveOn.org Druck auf Politiker*innen sowohl des linken als auch des rechten Fl\u00fcgels aus\u00fcben und Tools wie 5Calls nutzen, um Telefonleitungen zu \u00fcberfluten und die Telefonsysteme des Kongresses zu \u00fcberlasten. Au\u00dferdem haben W\u00e4hler*innen im ganzen Land umstrittene B\u00fcrgerversammlungen \u00fcberf\u00fcllt, was Konservative dazu veranlasst hat, von \u00f6ffentlichen Versammlungen abzuraten \u2013 einem eklatanten Angriff auf die Demokratie. Mit dem neuen Toolkit von Indivisible f\u00fcr die Kongresspause wollen sie die Demokraten ermutigen und einen Keil zwischen Konservative und Trump treiben.<\/p>\n<figure id=\"attachment_32711\" aria-describedby=\"caption-attachment-32711\" style=\"width: 919px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-32711\" src=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/1049-639-max.jpg\" alt=\"1049 639 max\" width=\"919\" height=\"560\" srcset=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/1049-639-max.jpg 919w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/1049-639-max-300x183.jpg 300w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/1049-639-max-768x468.jpg 768w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/1049-639-max-600x366.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 919px) 100vw, 919px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-32711\" class=\"wp-caption-text\">\u201eLass nicht zu, dass die Regierung deinen Spielplatz kontrolliert!\u201c. New York, 5. April 2025, Demo gegen Trumps Angriff auf die Menschenrechte. &#8211; Foto: Ed Hedemann \/ NYC War Resisters League<\/figcaption><\/figure>\n<p>Gleichzeitig hat die internationale Emp\u00f6rung \u00fcber Z\u00f6lle und Imperialismus die Kanadier*innen dazu veranlasst, die US-Nationalhymne auszubuhen, ihre USA-Urlaube abzusagen, US-Unternehmen zugunsten kanadischer Produkte zu boykottieren, einen 100-Millionen-Dollar-Starlink-Vertrag aufzuk\u00fcndigen, 100-prozentige Z\u00f6lle auf Tesla-Fahrzeuge vorzuschlagen, mit 25-prozentigen Stromz\u00f6llen zu drohen und 263.000 B\u00fcrger*innen dazu zu bewegen, eine Petition zur Aberkennung von Musks Staatsb\u00fcrgerschaft zu unterzeichnen. In D\u00e4nemark haben Tausende eine satirische Petition zum Kauf Kaliforniens unterzeichnet und damit gegen Trumps Idee protestiert, Gr\u00f6nland in \u201erot-wei\u00df-blaues Land\u201c zu verwandeln. S\u00fcdafrika suspendierte US-Unternehmen, nachdem die Regierung als Vergeltung f\u00fcr S\u00fcdafrikas Bem\u00fchungen um Landreparationen rassistische Sanktionen verh\u00e4ngt hatte. In Panama brachen Proteste wegen Trumps Drohungen aus, den Kanal zu \u00fcbernehmen. Trumps Vorgehen in Bezug auf Gaza und die Ukraine ist bei f\u00fchrenden Politiker*innen der Welt auf breite Kritik gesto\u00dfen, und die Umbenennung des Golfs von Mexiko hat Menschen rund um den Globus w\u00fctend gemacht.<\/p>\n<p><strong>Auf Erfolgen aufbauen und expandieren<\/strong><\/p>\n<p>All diese Aktionen \u2013 von Protesten bis hin zu Ungehorsam im In- und Ausland \u2013 sind nur ein Vorgeschmack dessen, was als N\u00e4chstes kommt. W\u00e4hrend der Kongresspause vom 15. bis 23. M\u00e4rz \u00fcbt Indivisible Druck auf Politiker*innen aus, um die K\u00fcrzungen des Bundeshaushalts und den Missbrauch von DOGE zu stoppen. Es gibt ein wachsendes Engagement in Kampagnen f\u00fcr Steuerverweigerung. Eine lange Liste von Boykotten richtet sich gegen wechselnde Unternehmen wegen ihrer Anti-DEI-Politik und der Razzien gegen Eingewanderte und Illegalisierte. Es wurde wiederholt zum Generalstreik aufgerufen, und fast 300.000 Menschen haben eine \u201eStreikkarte\u201c unterzeichnet, die ihre Bereitschaft zur Teilnahme signalisiert.<br \/>\nObwohl viele der bisherigen Aktionen bereits erfolgreich waren, haben sie noch nicht die n\u00f6tige Gr\u00f6\u00dfe erreicht, um ihre Ziele zu erreichen. Statt ein paar Hundert Menschen, die gegen die Schlie\u00dfung von Bundesbeh\u00f6rden protestieren, m\u00fcssen Tausende tagelang die T\u00fcren blockieren \u2013 oder wie lange es dauernd mag, bis Trump und Musk zum R\u00fcckzug gezwungen werden. \u00dcber einen eint\u00e4gigen Einkaufsstreik hinaus braucht es anhaltende Boykotte, an denen sich Millionen beteiligen, die die Unternehmen der Milliard\u00e4re angreifen. Rekrutierung, Expansion und die Ansprache immer gr\u00f6\u00dferer Kreise erfordern eine konzertierte Anstrengung Aller. B\u00fcndnisse und koordinierte Kampagnen sind entscheidend.<br \/>\nIn den n\u00e4chsten Wochen und Monaten werden wir wahrscheinlich erleben, dass vereinzelte Akte der Nichtbefolgung von Anordnungen in koordinierte Kampagnen der Nichtkooperation \u00fcbergehen. Wir werden dieses Niveau an Training und Vorbereitung brauchen. In der n\u00e4chsten Runde werden sich die Kosten und Risiken f\u00fcr alle Seiten des Kampfes erh\u00f6hen. Trump behauptet bereits f\u00e4lschlicherweise, der Tesla-Boykott sei illegal. Seine Regierung droht damit, Millionen an Bundesmitteln f\u00fcr Bundesstaaten einzufrieren, die sich gegen seine Politik wehren. Angesichts dessen m\u00fcssen Aktivist*innen strategischer vorgehen und darauf vorbereitet sein, Repressionen zu \u00fcberstehen und sie nach hinten losgehen zu lassen. Schnelle Reaktionen sind wichtig, aber die n\u00e4chste Phase erfordert nachhaltige Kampagnen und eine sorgf\u00e4ltige Strategie.<\/p>\n<p><strong>Was die USA von den S\u00fcdkoreaner*innen lernen k\u00f6nnen, die eine autorit\u00e4re Machtergreifung verhinderten<\/strong><\/p>\n<p>Was ist das Ziel? Trump hat einen administrativen Putsch durchgef\u00fchrt, die \u00f6ffentlichen Dienste b\u00f6swillig demontiert, die nationale Sicherheit bedroht, den Aktienmarkt zum Absturz gebracht, internationale Beziehungen zerst\u00f6rt, die Rechtsstaatlichkeit ignoriert, sich an eigenn\u00fctziger Korruption beteiligt, Menschen- und B\u00fcrgerrechte verletzt. Wenn wir nicht vier Jahre damit verbringen wollen, eine verheerende Politik nach der anderen zu bek\u00e4mpfen, m\u00fcssen wir uns die lange Liste der Missst\u00e4nde ansehen und unseren Mitb\u00fcrger*innen eindringlich klarmachen, dass eine beispiellose politische Krise wie diese eine beispiellose Reaktion erfordert. (Beispiellos jedenfalls in den Vereinigten Staaten \u2013 denn in zahlreichen L\u00e4ndern weltweit haben sich Bewegungen erhoben, um autokratische F\u00fchrer von der Macht zu vertreiben, darunter Serbien, die Philippinen, Chile, Pakistan, Bangladesch, Liberia, Indonesien und zuletzt S\u00fcdkorea.)<br \/>\nGleichzeitig m\u00fcssen wir uns fragen: Reicht es aus, Trumps missbr\u00e4uchliche Politik Schritt f\u00fcr Schritt zu beenden? Oder haben die vielen Str\u00e4nge des Widerstands eine gemeinsame Vision f\u00fcr die Zukunft dieses Landes, die artikuliert und gewonnen werden kann?<br \/>\nIn wenigen Wochen entwickelte sich aus l\u00e4hmender Angst ein breiter Protest. Die Widerstandsbewegung hat bereits Wichtiges erreicht. Sie mobilisierte wiederholt Zehntausende. Sie \u00fcbte an mehreren Fronten erheblichen wirtschaftlichen Druck auf Trump und Musk aus. Sie hat die Regierung veranlasst, eine lange Liste ihrer Politik zur\u00fcckzunehmen und zu stoppen. In den n\u00e4chsten Monaten kann der Widerstand auf diesen Erfolgen aufbauen und das Unm\u00f6gliche wagen. Trump mag zwar jeden angreifen, aber er ist von allen Seiten umzingelt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Massenverweigerungen \u00fcber Boykotte bis hin zu Streiks \u2013 normale Amerikaner*innen wehren sich mutig gegen die US-Regierung. Die Aktionen sind vielf\u00e4ltig, multiplizieren sich \u2013 und zeigen bereits Wirkung. Es waren sechs lange Wochen, seit Donald Trump zwischen einer Art Nazigru\u00df und einem Maschinengewehrfeuer von 89 Dekreten in sein Amt eingef\u00fchrt wurde. 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