{"id":33053,"date":"2025-09-01T14:57:36","date_gmt":"2025-09-01T12:57:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2025\/09\/verdorbene-begriffe-ideologischer-missbrauch\/"},"modified":"2025-09-26T12:12:11","modified_gmt":"2025-09-26T10:12:11","slug":"verdorbene-begriffe-ideologischer-missbrauch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2025\/09\/verdorbene-begriffe-ideologischer-missbrauch\/","title":{"rendered":"Verdorbene Begriffe \u2013 ideologischer Missbrauch"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wertsch\u00e4tzung<\/strong><\/p>\n<p>Subtiler als solche abgegriffenen und gedankenlosen Wortkombinationen sind sprachliche Neusch\u00f6pfungen, die eine deutliche ideologische Pr\u00e4gung haben. In der Graswurzelrevolution Nr. 497 (M\u00e4rz 2025, S.12) kritisiert Elmar Wigand den neoliberalen Neusprech. Am Begriff \u201eWertsch\u00e4tzung\u201c legt er dar, dass damit eine Art Ersatzbefriedigung f\u00fcr ausbleibende materielle Entsch\u00e4digung geschaffen wird. Um die materiellen Verh\u00e4ltnisse, also Lohn, Arbeit und die Bedingungen, unter denen gearbeitet wird, nicht ver\u00e4ndern zu m\u00fcssen, speist man die Arbeitenden mit Wertsch\u00e4tzung ab, mit Worten der Anerkennung und maximal einer kleinen Gehaltserh\u00f6hung. Diese Ma\u00dfnahmen haben aber mehr symbolischen Charakter, als dass sie die Arbeitsverh\u00e4ltnisse grundlegend \u00e4ndern k\u00f6nnten oder wollten. Der Trick solcher Sprachverwendungen besteht darin, dass positive Assoziationen benutzt werden: Gerade in linken Kreisen bem\u00fcht man sich um eine respektvolle, wertsch\u00e4tzende Kommunikation, also um eine Debattenkultur, in der nicht ein Kampf um Sieg oder Niederlage ausgetragen wird, in der es nicht um Selbstbehauptung auf Kosten anderer geht. Wenn \u201eWertsch\u00e4tzung\u201c aber eine so gro\u00dfe Verbreitung hat, dass sie alles M\u00f6gliche bedeuten kann, verliert sie ihren Wert.<\/p>\n<p>Die Verw\u00e4sserung der Bedeutung von W\u00f6rtern ist dabei nicht einem schludrigen Sprachgebrauch geschuldet, sondern hat strategisch-manipulativen Ursprung. Sie soll ablenken von schlechten Zust\u00e4nden und Verh\u00e4ltnissen, die die Versprechungen der M\u00e4chtigen und Einflussreichen als sch\u00f6nen Schein, entlarven w\u00fcrden. Insofern verr\u00e4t der Sprachgebrauch viel \u00fcber vorherrschende Ideologien. Aber nicht nur Worterfindungen dienen dieser Ablenkung, sondern auch Umdeutungen von W\u00f6rtern k\u00f6nnen dazu benutzt werden, urspr\u00fcngliche Bedeutungen umzuleiten und f\u00fcr einen anderen Zweck einzusetzen und sie damit zu verderben. Dazu will ich ein paar Beispiele geben, die insbesondere die Leser*innen der Graswurzelrevolution (GWR) betreffen.<\/p>\n<p><strong>\u201eChaos und Anarchie\u201c <\/strong><\/p>\n<p>Wenn man das Wort \u201eAnarchie\u201c nicht f\u00fcr sich stehen l\u00e4sst, sondern mit einem anderen Wort, das von vornherein negative Assoziationen hervorruft, verkn\u00fcpft und diesem auch noch voranstellt, bringt man es in Misskredit. \u201aAnarchie\u2018 meint dann chaotische, also gewaltt\u00e4tige, kriminelle, gesetzlose, unberechenbare, willk\u00fcrliche Zust\u00e4nde. Jedenfalls denkt man nicht mehr an Selbstorganisation, freie und gleichberechtigte individuelle Entfaltung, zwanglose Kooperation und Vieles mehr. Auch das heute gewaltfreie Selbstverst\u00e4ndnis des Anarchismus wird durch den Zusatz \u201aChaos\u2018 aus dem Vorstellungsverm\u00f6gen entfernt.<\/p>\n<p>Der Bomben legende Attent\u00e4ter von prominenten Herrschenden aus dem 19. Jahrhundert wird reaktiviert und die moderne Version durch diese Assoziation versch\u00fcttet und begraben. Will man in politischen Diskussionen eine anarchistische Position vertreten, diese aus dem anarchistischen Politikverst\u00e4ndnis begr\u00fcnden, findet man schon gar kein Geh\u00f6r mehr, weil die negativen Assoziationen Argumenten gegen\u00fcber immun sind. Eine M\u00f6glichkeit, sich gegen diesen Ausschluss aus politischen Diskussionen zu wehren, kann das Ausweichen auf andere, noch unbelastete Begriffe sein. Im deutschsprachigen Raum bezeichnen sich Anarchist*innen oft als libert\u00e4r.<\/p>\n<p><strong> \u201elibert\u00e4r\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Leider ist aber auch dieser Ausdruck bereits sprachlich verdorben. In den USA wird unter libert\u00e4r eine extreme Form des Liberalismus verstanden, bei der die Freiheit Einzelner \u00fcber alle anderen Werte gestellt wird. Kein Wunder, dass von einer solchen Ideologie diejenigen profitieren, die bereits Macht, Einfluss und Geld haben, die ihre Freiheit also ausleben k\u00f6nnen. Dieser Freiheitsbegriff, der keinerlei R\u00fccksicht auf Andere, also schon gar nicht auf Minderheiten, Schwache, Arme, Au\u00dfenseiter, nimmt, greift sogar die liberal-repr\u00e4sentative Demokratie an, weil selbst diese gelegentlich die kapitalistische Wirtschaftsweise reguliert (Stichwort \u201esoziale Marktwirtschaft\u201c).<\/p>\n<p>Libert\u00e4re in den USA treten f\u00fcr die Abschaffung staatlicher Strukturen ein, ein eigentlich anarchistisches Ziel, das aber mit Anarchie \u00fcberhaupt nichts zu tun hat. Denn gleichzeitig schwebt ihnen eine v\u00f6llig unkontrollierte Macht von Gro\u00dfunternehmen, eine vollst\u00e4ndige Herrschaft von Konzernen \u00fcber alle anderen gesellschaftlichen Bereiche, vor.<\/p>\n<p>Parlamentarische Prozesse dauern diesen K\u00e4mpfern f\u00fcr das schrankenlose Ausleben ihrer eigenen Freiheit auf Kosten der Freiheit aller anderen viel zu lange. Deshalb tr\u00e4umen sie von einer \u201aDisruption\u2018, einer schockartigen Ver\u00e4nderung der gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnisse\u00a0((1)). Das klingt ein wenig nach Revolution, passt aber nicht zu den autorit\u00e4ren Vorstellungen solcher Bestrebungen. Immerhin benutzen diese Kreise nicht den Revolutionsbegriff, sodass er \u2013 jedenfalls von dieser Seite \u2013 einigerma\u00dfen immun gegen seine missbr\u00e4uchliche Verwendung zu sein scheint. Einer solchen r\u00fccksichtslosen Diktatur der Starken stehen alle kulturell und gesellschaftlich emanzipatorischen Gruppierungen und Bewegungen im Weg.<\/p>\n<p>Letztlich l\u00e4sst sich die r\u00fccksichtslose Freiheit der Wenigen nur repressiv mit Polizei und Milit\u00e4r durchsetzen, wie man in den USA oder in Argentinien erleben kann.<\/p>\n<p><strong>Anarchokapitalismus <\/strong><\/p>\n<p>Das libert\u00e4re Verst\u00e4ndnis von Freiheit ist eine paradoxe Angelegenheit, weil sie nur funktioniert, wenn die Freiheit aller zerst\u00f6rt wird. \u00c4hnlich paradox ist die Wortzusammensetzung \u201eAnarchokapitalismus\u201c. Hier wird Anarchie als Willk\u00fcrherrschaft des entfesselten (\u201afreien\u2018) Kapitalismus verstanden. Die politische Praxis des Anarchokapitalismus funktioniert ganz im Sinn der libert\u00e4ren Disruption, erzeugt also die Freiheit weniger M\u00e4chtiger durch die Gewalt gegen\u00fcber allen anderen, insbesondere gegen\u00fcber allen, die im Kapitalismus nicht n\u00fctzlich sind, also wenig konsumieren k\u00f6nnen oder wollen.<\/p>\n<p>Gleichzeitig ben\u00f6tigen die Unternehmen genau diese Menschen, die ihre Arbeitskraft billig zur Verf\u00fcgung stellen m\u00fcssen, um Gewinne und Macht, also das, was sie unter ihrer Freiheit verstehen, zu vergr\u00f6\u00dfern.<\/p>\n<p><strong>Gegen\u00f6ffentlichkeit und Alternativmedien: von Rechten gekapert<\/strong><\/p>\n<p>Wenn ich an der Uni Seminare zum Thema \u201aGegen\u00f6ffentlichkeit und Alternativmedien\u2018 durchf\u00fchre, f\u00fchlen sich die Studierenden sofort an rechte Hassmedien (nius, Compact, Junge Freiheit usw.) erinnert. Dabei entstanden Gegen\u00f6ffentlichkeit und Alternativmedien aus der 68er-Bewegung und waren mit emanzipatorischen Anspr\u00fcchen verbunden: Medien sollten nicht mehr konsumiert, sondern produktiv genutzt werden, sie sollten nicht-hierarchisch, kollektiv organisiert und nicht auf Gewinn ausgerichtet sein, sie sollten sich f\u00fcr emanzipatorische Politik einsetzen, also alles Eigenschaften, die wir mit der GWR verbinden.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: right;\"><em><strong>Auch Umdeutungen von W\u00f6rtern k\u00f6nnen dazu benutzt werden, urspr\u00fcngliche Bedeutungen umzuleiten und f\u00fcr einen anderen Zweck einzusetzen und sie damit zu verderben<\/strong><\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Rechtsextreme Alternativmedien sind auch alternativ zum Mainstream, aber sie sind inhaltlich autorit\u00e4r, sprachlich im hetzerischen Stil verfasst, meistens hierarchisch organisiert. Und finanziellen Reibach mit allerlei rechtem Propaganda-Material machen sie auch. Sie machen sich die sprachlich scheinbar inhaltsleeren Versatzst\u00fccke \u201aGegen\u2018 und \u201aAlternativ\u2018 zu nutze. Dass historisch jedoch damit kein beliebiges Dagegensein gemeint war, sondern ein Streben nach Emanzipation, Partizipation, Freiheit, Anerkennung, geht durch die rechte Umpolung v\u00f6llig verloren. Pl\u00f6tzlich erscheinen alle Alternativmedien nur noch gegen den b\u00fcrgerlichen Mainstream zu sein, sodass sich die GWR in der gleichen Kategorie wiederfindet wie Compact. Hier muss also in \u00f6ffentlichen Debatten immer wieder verdeutlicht werden, dass alternativ nicht gleich alternativ ist, dass es auf die inhaltliche Qualifizierung ankommt, um konkrete Medienorgane bewerten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong> \u201eGraswurzelbewegung\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Am schlimmsten ist es, wenn man sich sprachlich der eigenen Sache sicher ist und W\u00f6rter benutzt, die eindeutig definiert zu sein scheinen. Dass ausgerechnet \u201aGraswurzelbewegung\u2018 sprachlich umgepolt werden kann, geht an den Kern eines modernen anarchistischen Selbstverst\u00e4ndnisses. Leider ist also noch nicht einmal dieser Begriff vor Missbrauch gesch\u00fctzt (vom Copyright will ich in anarchistischen Kreisen lieber nicht reden). Unter dem merkw\u00fcrdigen Namen \u201eAstroturfing\u201c wird eine Propagandatechnik verstanden, die Graswurzelinitiativen nachahmt, aber politischen Zwecken von staatlichen Einrichtungen oder Unternehmen dienen, also strategisch manipuliert werden. <span style=\"font-size: 1rem;\">Dabei werden zur Teilnahme an Demonstrationen Menschen daf\u00fcr eingekauft, dass sie f\u00fcr eine Meinung auf die Stra\u00dfe gehen, die nicht von ihnen selbst kommt. Damit soll der Anschein erweckt werden, dass sich Basisinitiativen f\u00fcr diese Meinung einsetzen. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 1rem;\">Der Ausdruck \u201eAstroturfing\u201c geht auf eine US-Firma zur\u00fcck, die Kunstrasen zum Beispiel f\u00fcr Sportfelder produziert, der t\u00e4uschend echt wie biologisch gewachsener Rasen aussehen soll. Dies beschreibt den Zweck der manipulierten Graswurzelinitiativen ziemlich gut: Hier wird nicht nur Politik von unten simuliert, sondern auch der hohe Glaubw\u00fcrdigkeitsbonus von Menschen, die f\u00fcr ihre Interessen auf die Stra\u00dfen gehen, ausgenutzt. Es sind also Herrschaftsinteressen, denen man nicht ansieht, dass sie von den M\u00e4chtigen kommen, weil sie scheinbar von der Basis artikuliert werden. Mittlerweile kommt das Astroturfing nicht mehr so plump daher, dass es gleich enttarnt und als verdeckte Herrschaftsinteressen erkannt wird. Auf Social-Media-Plattformen werden scheinbare Basiskampagnen durchgef\u00fchrt, oft sogar v\u00f6llig automatisiert (mit sogenannten Bots), um die Reichweite und Wirkung der Botschaft zu verst\u00e4rken<\/span>((3)).<\/p>\n<p>Solche Manipulationen von \u00f6ffentlicher Meinung durch Vort\u00e4uschung authentischer Meinungsbildung sind sowohl in der b\u00fcrgerlichen \u00d6ffentlichkeit als auch f\u00fcr soziale Bewegungen ein Problem, weil sie langfristig die Glaubw\u00fcrdigkeit der Anliegen sozialer Bewegungen untergraben k\u00f6nnen \u2013 die Demonstrationen k\u00f6nnten ja gef\u00e4lscht oder vorget\u00e4uscht sein. Soziale Bewegungen sind aber immer auch auf die Resonanz in b\u00fcrgerlichen Massenmedien und in der b\u00fcrgerlichen \u00d6ffentlichkeit angewiesen, um ihre Ziele zu verbreiten.<\/p>\n<p>Graswurzelbewegung und Basisinitiativen sollten also ein Interesse haben, solche herrschaftsgesteuerten Trittbrettfahrer zu enttarnen und zu diskreditieren, um nicht bei politisch weniger erfahrenen Menschen mit ihnen verwechselt zu werden.<\/p>\n<p><strong>Ausblick<\/strong><\/p>\n<p>Ich will nicht bei einer resignativen Betrachtung der sprachlichen Enteignung und Verwirrung stehen bleiben. Zugegeben, bei einigen sprachlichen Verirrungen ist es zwecklos, sie korrigieren zu wollen, weil sie so tief ins Alltagssprachliche eingesickert sind. Dazu geh\u00f6rt das Begriffspaar \u201eChaos und Anarchie\u201c. Sollte jemand in einem Gespr\u00e4ch diese Formulierung achtlos verwenden, kann man die betreffende Person darauf hinweisen, wie unsinnig sie ist. Im besten Fall l\u00f6st man damit einen produktiven Prozess des Nachdenkens aus, aber die Macht der Gewohnheit l\u00e4sst sich nicht so leicht aushebeln.<\/p>\n<p>Selbst die taz, die zwar selbst keineswegs anarchistisch ist, aber zumindest aus dem Umfeld von sozialen Bewegungen heraus entstanden ist, benutzt dieses Begriffspaar immer wieder, ob absichtlich oder nicht, ist dabei v\u00f6llig egal. In anderen F\u00e4llen ist eine sprachliche Gegenwehr unbedingt n\u00f6tig: Weder darf \u201alibert\u00e4r\u2018 mit durchgeknallten Turbokapitalisten gleichgesetzt werden, noch darf \u201eAnarcho\u201c mit \u201eKapitalismus\u201c kombiniert werden. Hier sehe ich gute Chancen f\u00fcr eine aufkl\u00e4rerische Argumentation, weil die jeweiligen Vertreter dieser irref\u00fchrenden Begriffsverwendungen ideologisch leicht entlarvt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Vielleicht kann man die Kritik daran auch gut nutzen, um gleichzeitig klarzustellen, was ein emanzipatorisches Verst\u00e4ndnis von \u201alibert\u00e4r\u2018 oder \u201aanarchistisch\u2018 ist oder sein kann. Auch wenn es ein wenig nach abgehobenem Philosophieren klingt, aber eine Auseinandersetzung mit dem Freiheitsverst\u00e4ndnis kann gerade bei der Benutzung dieser W\u00f6rter ganz praktisch und anschaulich aufzeigen, wie verlogen sie umgedreht und manipuliert werden k\u00f6nnen. Ebenfalls nicht ignorieren darf man die Strategie des Astroturfing. Zwar muss dann nicht mehr der Begriff \u201aGraswurzelbewegung\u2018 gegen seine Scheinverwendung verteidigt werden, weil es f\u00fcr diese Pseudobedeutung bereits den kritischen Gegenbegriff des Astroturfing gibt. Aber die dahintersteckende politische Praxis sollte in anarchistischen Kreisen und sozialen Bewegungen bekannt sein, um sie wirksam bek\u00e4mpfen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die manipulativen Herrschaftsinteressen, die von einer vorget\u00e4uschten \u201aGraswurzelbewegung\u2018 propagiert werden, sollte man allerdings in aufkl\u00e4rerischen Flugbl\u00e4ttern, Posts, bei Demos usw. so wenig wie m\u00f6glich erw\u00e4hnen, auch nicht kritisch, damit sich nicht die manipulierten politischen Ziele einpr\u00e4gen. Denn dies hat die kommunikationswissenschaftliche Forschung zur Aufdeckung von Fake News leider als Ergebnis gebracht: Wenn man Fake News als falsch bezeichnet, sie widerlegt und sie dabei wiederholen muss, um ihre Falschheit nachzuweisen, pr\u00e4gt sich dummerweise eher der Inhalt der Fake News ein als der Inhalt der Widerlegung. Aber so wie man mit Sprache manipulieren kann, so kann man mit ihr auch aufkl\u00e4ren. Es kommt auf das Wie an.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wertsch\u00e4tzung Subtiler als solche abgegriffenen und gedankenlosen Wortkombinationen sind sprachliche Neusch\u00f6pfungen, die eine deutliche ideologische Pr\u00e4gung haben. In der Graswurzelrevolution Nr. 497 (M\u00e4rz 2025, S.12) kritisiert Elmar Wigand den neoliberalen Neusprech. Am Begriff \u201eWertsch\u00e4tzung\u201c legt er dar, dass damit eine Art Ersatzbefriedigung f\u00fcr ausbleibende materielle Entsch\u00e4digung geschaffen wird. 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