{"id":33065,"date":"2025-09-01T14:57:40","date_gmt":"2025-09-01T12:57:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2025\/09\/krieg-dem-kriege-2\/"},"modified":"2025-09-11T12:57:40","modified_gmt":"2025-09-11T10:57:40","slug":"krieg-dem-kriege-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2025\/09\/krieg-dem-kriege-2\/","title":{"rendered":"Krieg dem Kriege!"},"content":{"rendered":"<p><strong>Liebe Leser*innen,<\/strong><\/p>\n<p>1925, vor einhundert Jahren, hat der antimilitaristische Anarchist Ernst Friedrich das Anti-Kriegs-Museum in Berlin gegr\u00fcndet ((1)). 1933 wurde es von den Nazis zerst\u00f6rt und 1982 wieder aufgebaut. Sein 1924 erstver\u00f6ffentlichtes Buch \u201eKrieg dem Kriege\u201c ist eines der wichtigsten Anti-Kriegs-B\u00fccher. Es war Grundstein des Museums und hat mich und viele andere schon als Sch\u00fcler politisiert. Dass im Sommer 2025 die Verwendung der seit \u00fcber 100 Jahren verbreiteten Parole \u201eKrieg dem Kriege\u201c von der Staatsanwaltschaft benutzt wurde, um das antimilitaristische \u201eRheinmetall entwaffnen\u201c-Camp zu verbieten, zeigt, wie krass die Remilitarisierung voranschreitet. Auch wenn das Camp-Verbot Mitte August doch noch aufgehoben wurde, ist es wichtig, sich gegen die Einsch\u00fcchterungsversuche zu stellen. Lasst uns \u00fcberall Anti-Kriegs-Museen gr\u00fcnden, die Propaganda der Kriegst\u00fcchtigmacher sabotieren und die Graswurzelrevolution als antimilitaristisches Organ lesen und verbreiten!<\/p>\n<p><strong>GWR 501<\/strong><\/p>\n<p>Die GWR 501 und mein Nachruf auf die \u201eStimme der Deserteur*innen\u201c (S. 2) ist unserem Freund Rudi Friedrich gewidmet, der im Juli in Italien verungl\u00fcckt ist.<br \/>\nRana Salman von der israelisch\/pal\u00e4stinensischen Graswurzelbewegung Combatants for Peace ist eine Autorin des soeben im Verlag Graswurzelrevolution erschienen Sammelbandes \u201eDie Kriegslogik durchbrechen! Graswurzelrevolution\u00e4re Stimmen zum Gaza-Krieg\u201c ((2)). In ihrem GWR-501-Artikel \u201eJenseits von Gaza\u201c (S. 3) beschreibt sie den \u201estillen Krieg\u201c im Westjordanland.<br \/>\nDer irisch-mexikanische Politikwissenschaftler John Holloway fragt in seinem GWR-501-Leitartikel \u201eDie Mitte h\u00e4lt nicht l\u00e4nger\u201c angesichts der globalen Entwicklungen: \u201eWas machen wir mit unserer Hoffnung, unserer Verzweiflung?\u201c<br \/>\nHoffnung machen kann der Artikel von Franziska Wittig \u00fcber \u201eWiderstand und Solidarit\u00e4t in Lissabon\u201c (S. 1,16) und das anarchistische Kulturzentrum Disgra\u00e7a.<br \/>\nDie Nachlese des Provisorischen Anarchistischen Antikriegsrats Berlin zu den antimilitaristischen Protesten vom 15. Juni macht klar: \u201eDie Kampagne gegen den \u201aNationalen Veteranentag\u2018 geht weiter\u201c (S. 6).<br \/>\nDie belarussische Menschenrechtsaktivistin Olga Karach skandalisiert die Rekrutierung von Belarussen f\u00fcr die russischen Streitkr\u00e4fte im Krieg gegen die Ukraine (S. 7). Alexander Amethystow analysiert die Situation in \u201eAserbaidschan nach der Wiedereroberung Bergkarabachs\u201c (S. 8).<br \/>\nDie \u201eStaatsb\u00fcrgerliche Mobilmachung\u201c (S. 10) in Deutschland beleuchtet Jens Kastner.<br \/>\nNach einem Aufruf von Abdullah \u00d6calan zerst\u00f6rten im Juli PKK-K\u00e4mpfer*innen ihre Waffen. Um den Weg zum Frieden in der T\u00fcrkei geht es in dem Artikel \u201eFreiheit f\u00fcr P\u0131nar Selek!\u201c (S. 11).<br \/>\nHanna Fuhrbach stellt uns die \u201eKampagne unserlidl\u201c (S. 11) vor. In den Kolumnen von Maurice Schuhmann und Elmar Wigand geht es diesmal um \u201eGewalt in Comics\u201c (S. 12) bzw. \u201eFlei\u00df versus Faulheit\u201c (S. 22). An den Utopie-Schwerpunkt der GWR 500 schlie\u00dft Benjamin Butters Comic auf Seite 13 an.<br \/>\nLesenswert ist auch Armin Scholls Artikel \u201eVerdorbene Begriffe \u2013 ideologischer Missbrauch\u201c (S. 14 f.) \u00fcber die strategisch-manipulative Verdrehung von W\u00f6rtern.<\/p>\n<figure id=\"attachment_33086\" aria-describedby=\"caption-attachment-33086\" style=\"width: 240px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-33086\" src=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/1024-1280-240x300.jpg\" alt=\"1024 1280\" width=\"240\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/1024-1280-240x300.jpg 240w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/1024-1280-300x375.jpg 300w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/1024-1280.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 240px) 100vw, 240px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-33086\" class=\"wp-caption-text\">Zeichnung: Wilfried Porwol<\/figcaption><\/figure>\n<p>Ebenso Volker Riehls Bericht aus dem S\u00fcdsudan, dem \u201egef\u00e4hrlichsten Ort der Welt\u201c (S. 15 f.).<br \/>\nEinen Schwerpunkt dieser Ausgabe bilden die Beitr\u00e4ge von Silke, Antonia Greco und Horst Blume \u00fcber den Widerstand gegen Klimakiller in Indonesien, Peru und Deutschland (S. 17ff.).<br \/>\nGisela Notz erz\u00e4hlt in jeder GWR die Geschichte einer wenig bekannten Anarchistin. Diesmal geht es um Aim\u00e9e K\u00f6ster (S. 23).<br \/>\nF\u00fcr den Neustart des selbstorganisierten Caf\u00e9 Klatsch in Wiesbaden trommelt Ralf Dreis (S. 24).<br \/>\nLeider konnten wir aufgrund von Platzmangel viele Texte und Leser*innenbriefe nicht abdrucken. Das wollen wir nachholen.<\/p>\n<p><strong>Presseecho<\/strong><\/p>\n<p>Am 25. Juni ist unter dem Titel \u201eEs ist wichtig, den Krieg zu sabotieren\u201c in der taz ((3)) ein Interview von Peter Nowak mit mir erschienen. Leider stark gek\u00fcrzt. So fehlt im taz-Text der Anlass des Interviews: GWR 500. Statt Zerbrochenem Gewehr auf Schwarzem Stern, dem GWR-Symbol, hat die taz eine Friedenstaube f\u00fcrs Layout verwendet. Es fehlt auch meine Kritik: \u201eAnders als die taz, bieten wir S\u00f6nke Neitzel und anderen Propagandisten der Militarisierung keine B\u00fchne und drucken keine Bundeswehr-Anzeigen ab.\u201c Eine ungek\u00fcrzte Version des Interviews erschien nun unter dem Titel \u201eGegen den Zeitgeist der Kriegst\u00fcchtigen\u201c im Schweizer untergrund-bl\u00e4ttle ((4)).<br \/>\nIm taz-Artikel \u201eWas sorgt f\u00fcr Frieden?\u201c vom 23. Juli kommt u.a. GWR-Mitherausgeber Lou Marin zu Wort: \u201eLou Marin betont im Gespr\u00e4ch mit der taz, dass die Rolle des zivilen Widerstands gegen den russischen Einmarsch in der Ukraine weitgehend untersch\u00e4tzt werde. \u201aDer gro\u00dfe Panzerkonvoi nach Kyjiw zu Beginn des russischen Einmarsches kam auch aufgrund von Sabotageaktionen russischer Soldaten in den Panzern und Transportern und wegen des unbewaffneten Widerstands der ukrainischen Bev\u00f6lkerung zum Stehen\u2018, betont Marin.\u201c ((5))<br \/>\nZum Schluss m\u00f6chte ich Euch noch auf \u201eZwei unterschiedliche Wege zum Weltfrieden?\u201c aufmerksam machen. Unter diesem Titel habe ich einen Gastbeitrag f\u00fcr die September-Ausgabe der ZivilCourage ((6)) geschrieben, in dem es um Erich M\u00fchsams antimilitaristischen Anarchismus und Bertha von Suttners Pazifismus geht.<\/p>\n<p>Viel Spa\u00df beim Lesen, Anarchie und Gl\u00fcck,<br \/>\nBernd Dr\u00fccke (GWR-Koordinationsredakteur)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Leser*innen, 1925, vor einhundert Jahren, hat der antimilitaristische Anarchist Ernst Friedrich das Anti-Kriegs-Museum in Berlin gegr\u00fcndet ((1)). 1933 wurde es von den Nazis zerst\u00f6rt und 1982 wieder aufgebaut. Sein 1924 erstver\u00f6ffentlichtes Buch \u201eKrieg dem Kriege\u201c ist eines der wichtigsten Anti-Kriegs-B\u00fccher. 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