{"id":34054,"date":"2026-05-06T13:42:59","date_gmt":"2026-05-06T11:42:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2026\/05\/unsere-gemeinsame-sprache-ist-die-solidaritaet\/"},"modified":"2026-06-01T12:38:16","modified_gmt":"2026-06-01T10:38:16","slug":"unsere-gemeinsame-sprache-ist-die-solidaritaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2026\/05\/unsere-gemeinsame-sprache-ist-die-solidaritaet\/","title":{"rendered":"\u201eUnsere gemeinsame Sprache ist die Solidarit\u00e4t\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>Am 6. April 2026, dem 61. Tag seines Hungerstreiks, brach Aristot\u00e9lis Chantz\u00eds ohnm\u00e4chtig vor seiner Wohnung zusammen. Ein Notarztwagen brachte ihn ins Krankenhaus Ge\u00f3rgios Gennimat\u00e1s im Zentrum Athens. F\u00fcnf Tage sp\u00e4ter (Redaktionsschluss der GWR) bezeichnen die \u00c4rzte seinen Gesundheitszustand als \u201eernst\u201c. Chantz\u00eds versucht, mit dem Hungerstreik die angedrohte R\u00e4umung des gr\u00f6\u00dften Hausbesetzerprojekts in Griechenland abzuwenden. Denn die teilbesetzte Siedlung der Prosfygik\u00e1, der Fl\u00fcchtlingsh\u00e4user, an der Hauptverkehrsader Leof\u00f3ros Alex\u00e1ndras in Athen ist akut r\u00e4umungsbedroht. Der seit M\u00e4rz 2026 g\u00fcltige Sanierungsplan des Verwaltungsbezirks Attika benennt, laut einem Artikel der linken Efimer\u00edda ton Syntakt\u00f3n (EfSyn) von Ende Februar 2026, \u201eAufwertung\u201c und \u201eR\u00fcckgabe an die Gesellschaft\u201c als Zielvorgabe f\u00fcr 108 der insgesamt 228 Wohnungen der in den 1930er Jahren erbauten Wohnsiedlung.<\/strong><\/p>\n<p>Mit der zynischen L\u00fcge \u201eR\u00fcckgabe an die Gesellschaft\u201c begr\u00fcnden rechte Politiker*innen oftmals die R\u00e4umung besetzter H\u00e4user. Der damalige rechts-nationalistische Ministerpr\u00e4sident Ant\u00f3nis Samar\u00e1s (N\u00e9a Dimokrat\u00eda, ND) benutzte die Formel im Laufe einer Kampagne gegen Hausbesetzungen erstmals im August 2013 zur R\u00e4umung des anarchistischen Zentrums Antib\u00edosi in Io\u00e1nnina. Das ehemalige Krankenhaus wurde allerdings nicht der Gesellschaft zur\u00fcckgegeben sondern stand, staatlich bewacht, erneut zwei Jahre leer, bis es 2015 als anarchistisches Zentrum wiederbesetzt werden konnte. Seitdem wird es vom emanzipatorischen Teil der Bev\u00f6lkerung Io\u00e1nninas genutzt.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: right;\"><em><strong>In der Siedlung weht ein Wind der Freiheit, der Solidarit\u00e4t und Kreativit\u00e4t, der zeigt,<\/strong><\/em><br \/>\n<em><strong>dass eine andere Welt m\u00f6glich ist, auch wenn rundum die Gesetze des Dschungels herrschen<\/strong><\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Die \u201eGemeinschaft der besetzten Prosfygik\u00e1\u201c hat \u201eentschiedenen Widerstand\u201c gegen die drohende R\u00e4umung angek\u00fcndigt. \u201eSeit mehr als 15 Jahren zeigen wir, dass die Existenz einer selbstorganisierten Gemeinschaft im Zentrum einer europ\u00e4ischen Metropole m\u00f6glich ist. Der Kampf um die Rettung der Prosfygik\u00e1 ist ein Kampf f\u00fcr die Freiheit, das Leben und die Menschlichkeit&#8220;, hei\u00dft es in einem \u00e4lteren Soli-Aufruf. Unterst\u00fctzende Transparent- und Flugblatt-Aktionen, Kundgebungen und Demos finden seit Anfang Februar in ganz Griechenland statt. Mehrmals besuchten hunderte Demonstrant*innen die Sitzung des Athener Stadtparlaments. Am 5. Februar 2026 trat ein Mitglied der Gemeinschaft, Aristot\u00e9lis Chantz\u00eds, in den unbefristeten Hungerstreik. Sollte sich die Lage zuspitzen, so die Ank\u00fcndigung, wollen weitere Bewoh-ner*innen folgen. Inzwischen schwebt Chantz\u00eds nach 66 Tagen Hungerstreik in Lebensgefahr. In der gemeinsamen Hungerstreikerkl\u00e4rung hei\u00dft es: \u201eAls Gemeinschaft haben wir uns kollektiv entschieden, unser gesellschaftliches Projekt, unsere Mitmenschen, unsere Strukturen und das historische Verm\u00e4chtnis der Prosfygik\u00e1 zu verteidigen. Es ist unsere Entscheidung und unsere Verantwortung, f\u00fcr die Fortf\u00fchrung des Lebens sogar unser Leben zu opfern&#8230;\u201c<\/p>\n<p>Die Siedlung wurde ab 2003 von Anarchist*innen, Gefl\u00fcchteten, Migrant*innen, Arbeits- und Obdachlosen sukzessiv besetzt und mit Unterst\u00fctzung der legalen Bewohner*innen und von Anwohner*innen des Stadtteils Ampel\u00f3kipoi, in dem sich die Siedlung befindet, bewohnbar gemacht. W\u00e4hrend der von IWF, Europ\u00e4ischer Zentralbank und EU-Kommission zwischen 2010 und 2015 gegen Griechenland verh\u00e4ngten Spardiktate, wandelte sich der urspr\u00fcngliche Versuch Einzelner, ein Dach \u00fcber dem Kopf und Zugang zu Wasser, Strom und Heizung zu erlangen, zur bewussten Entscheidung, sich kollektiv und gleichberechtigt zu organisieren, die eigene W\u00fcrde zu verteidigen und der kapitalistischen Ausbeutung gemeinsam Widerstand entgegen zu setzen.<\/p>\n<p><strong>Prosfygik\u00e1 \u2013 eine Siedlung mit bewegter Geschichte<\/strong><\/p>\n<p>Die Prosfygik\u00e1-Siedlung wurde 1933\u201336 im Bauhausstil errichtet, um nach der Kleinasiatischen Katastrophe (1921\u201323) gefl\u00fcchtete griechische Familien aus Kleinasien (Gebiete in der heutigen T\u00fcrkei) unterzubringen. Es handelt sich um acht Wohnbl\u00f6cke mit 228 Wohnungen und jeweils 52 qm auf einer Fl\u00e4che von 17.215 qm. Die noch heute gut sichtbaren Einschussl\u00f6cher in den H\u00e4userfassaden zeugen von den K\u00e4mpfen der griechischen Widerstandsbewegung EAM\/ELAS (Nationale Befreiungsfront\/Volksbefreiungsarmee) gegen die deutschen Besatzer im Zweiten Weltkrieg und den dramatischen Dezemberereignissen 1944, als rechte griechische Milit\u00e4reinheiten und Kollaborateure der deutschen Nazis, mit Unterst\u00fctzung der USA und Englands, die kommunistisch orientierten ELAS-Truppen nach erbitterten K\u00e4mpfen aus Athen vertrieben. Ein Vorspiel des folgenden griechischen B\u00fcrgerkriegs 1946 bis 1949. W\u00e4hrend der Milit\u00e4rjunta, 1967 bis 1974, wurden erstmals Pl\u00e4ne ver\u00f6ffentlicht, die H\u00e4user abzurei\u00dfen, um ein zentrales Gerichtsgeb\u00e4ude zu errichten. Der Plan wurde zwar fallen gelassen, doch seither hat fast jede Regierung neue Abrisspl\u00e4ne vorgelegt. Im Jahr 2000 wurden Zwangsenteignungen vorangetrieben und unter gro\u00dfem staatlichen Druck zogen die meisten Bewohner*innen schlie\u00dflich aus. Die \u201eSt\u00e4dtische Immobiliengesellschaft\u201c erwarb 137 Wohnungen und beschloss den Abriss von sechs der acht Bl\u00f6cke, die daraufhin erst einmal leer standen. In den folgenden Jahren wurden Teile der Siedlung untervermietet, die leerstehenden H\u00e4user nutzten diverse kleinkriminelle Banden und Drogenmafiosis f\u00fcr ihre Gesch\u00e4fte. Die Siedlung verkam zunehmend.<\/p>\n<figure id=\"attachment_34135\" aria-describedby=\"caption-attachment-34135\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-34135\" src=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/1600-1050-max-300x197.jpg\" alt=\"1600 1050 max\" width=\"300\" height=\"197\" srcset=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/1600-1050-max-300x197.jpg 300w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/1600-1050-max-768x504.jpg 768w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/1600-1050-max-600x394.jpg 600w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/1600-1050-max.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-34135\" class=\"wp-caption-text\">Konzert 2023. Parole auf einem der besetzten H\u00e4user: \u201eUnsere gemeinsame Sprache, die Solidarit\u00e4t\u201c<br \/>Foto: https:\/\/sykaprosquat.noblogs.org\/save-prosfygika\/<\/figcaption><\/figure>\n<p>Ab 2003 zogen dann erste Be-setzer*innen in leerstehende Wohnungen ein. Die 51 verbliebenen Wohnungsinhaber*innen, die sich gegen die Enteignung gewehrt hatten, erk\u00e4mpften in den folgenden Jahren, unterst\u00fctzt von Anwohner*innen des Stadtteils und der Architektonischen Hochschule des Polytechnikums, den Beschluss des Staatsrats, die Siedlung als modernes Baudenkmal zu werten. Seit 2009 stehen die H\u00e4user mit der endg\u00fcltigen Entscheidung der Nationalen Denkmalschutzbeh\u00f6rde, die ihnen \u201eeine besondere soziale und historische Bedeutung\u201c bescheinigt, unter Denkmalschutz. Im Rahmen der Spardiktate wurden sie 2014 der TAIPED (Beh\u00f6rde zur Ver\u00e4u\u00dferung \u00f6ffentlichen Besitzes) \u00fcberschrieben, was das Athener Stadtparlament einstimmig verurteilte. Inzwischen wird das innerst\u00e4dtische Filetst\u00fcck von der \u201eSanierungsgesellschaft Athen A.E.\u201c verwaltet, die mehr als 15 Millionen Euro in die \u201eAufwertung der Prosfygik\u00e1\u201c investieren will. Ein kleiner Teil soll als Sozialwohnungen erhalten bleiben.<\/p>\n<p><strong>Vielf\u00e4ltige kollektive Strukturen statt Kommerzialisierung<\/strong><\/p>\n<p>Schrittweise zogen ab 2003 immer mehr Besetzer*innen ein und vertrieben die Dealer. Seit 2010 tagt w\u00f6chentlich das \u201ePlenum der Gemeinschaft der besetzten Fl\u00fcchtlingsh\u00e4user\u201c. Das \u00e4lteste kollektive Projekt ist die seit 2014 bestehende B\u00e4ckerei, die die Siedlung und die Nachbarschaft t\u00e4glich mit frischem Brot und Geb\u00e4ck versorgt. Etwa 450 Menschen aus 27 L\u00e4ndern, mit vielen unterschiedlichen Sprachen und Gebr\u00e4uchen leben in der Gemeinschaft. Es gelang, den vielen staatlichen Angriffen zum Trotz, eine solidarische Nachbarschaft mit bed\u00fcrfnisorientierten Strukturen aufzubauen. Dar\u00fcber hinaus werden viele lokale und internationale politische K\u00e4mpfe, wie die der politischen Gefangenen, zur Verteidigung besetzter H\u00e4user oder die Solidarit\u00e4tsbewegung mit Rojava unterst\u00fctzt. Entscheidungen, die alle betreffen, werden im w\u00f6chentlichen Plenum auf Basis von Gleichberechtigung, kollektiver Selbstorganisierung und Solidarit\u00e4t getroffen. Die Siedlung beherbergt ein soziales Zentrum, einen Kindergarten, eine Bibliothek, eine Gemeinschaftsk\u00fcche und Frauenr\u00e4ume mit Schlafpl\u00e4tzen f\u00fcr Frauen in Notsituationen. F\u00fcr schulpflichtige Kinder gibt es die Hausaufgabenhilfe und Griechischunterricht, einmal in der Woche finden Filmvorf\u00fchrungen statt. Sehr wichtig ist das Gesundheitsprojekt, da die Gesundheitsversorgung in Griechenland stark privatisiert ist. Deshalb und durch das verbreitete Fehlen von Krankenversicherungen ist der Zugang zum Gesundheitssystem f\u00fcr Gefl\u00fcchtete sehr schwierig und f\u00fcr alle anderen sehr teuer. Das Gesundheitsprojekt ber\u00e4t, begleitet zu Arztterminen, und \u00fcbernimmt bei Mitgliedern der Gemeinschaft mit schweren Erkrankungen Anteile der Kosten. In Absprache mit Angestellten des benachbarten, auf Krebsbehandlung spezialisierten Krankenhauses \u00c1gios S\u00e1vvas wurden zwei Wohnungen in Prosfygik\u00e1 renoviert, in denen mittellose Patient*innen und pflegende Angeh\u00f6rige untergebracht werden, wenn sie zur Behandlung nach Athen anreisen m\u00fcssen.<\/p>\n<p><strong>\u201eUnsere Gelder f\u00fcr soziale Projekte, nicht f\u00fcr die R\u00e4umung des Sozialprojekts Prosfygik\u00e1!\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Nicht zuletzt aufgrund solcher sozialpolitischer Projekte geht die Unterst\u00fctzung der Prosfygik\u00e1 weit \u00fcber die anarchistische Bewegung hinaus. So meldete sich am 23. M\u00e4rz 2026 die Pangriechische Vereinigung der Sozial- und Arbeitsamtsangestellten (PANSYPO) per EfSyn zu Wort. Sie betonen, dass \u201eein Gro\u00dfteil der Gelder, die zur R\u00e4umung und Aufwertung der Prosfygik\u00e1 vorgesehen sind, aus Beitr\u00e4gen der staatlichen Angestellten, besteht\u201c und sie sich auch aus diesem Grund dagegen wehren, \u201edie H\u00e4user, die ein wirkliches Sozialprojekt beherbergen\u201c, r\u00e4umen zu lassen. Sie unterst\u00fctzen die Forderung der Bewohner*innen, die Siedlung in Eigenregie zu sanieren und erkl\u00e4ren sich solidarisch mit dem Hungerstreik von Aristot\u00e9lis Chantz\u00eds.<\/p>\n<p><strong>Angriffe und Repression<\/strong><\/p>\n<p>Seit Bestehen der Gemeinschaft gab es zahlreiche Angriffe staatlicher Repressionskr\u00e4fte. Tr\u00e4nengas wurde in die H\u00e4user geschossen, T\u00fcren wurden eingetreten, Fenster und sanit\u00e4re Anlagen zerschlagen, die Nachbarschaft terrorisiert und mit Gerichtsverfahren \u00fcberzogen. Exemplarisch ist ein Polizei\u00fcberfall am 22. November 2022. Der damals 27-j\u00e4hrige Anarchist K\u00f3stas Dimal\u00e9xis wurde vor seiner Wohnung brutal verhaftet und des \u201eBrandanschlags auf ein Immobilienb\u00fcro\u201c beschuldigt. Dimal\u00e9xis sprach von Beginn an von einem \u201ePolizeikonstrukt\u201c und dem Versuch, die besetzte Nachbarschaft mit Terrorismus in Verbindung zu bringen. Weitere 79 Bewohner*innen und Menschen, die sich solidarisch mit ihm gezeigt hatten und zu dem in Sichtweite gelegenen Polizeipr\u00e4sidium gezogen waren, wurden wegen \u201eWiderstands\u201c verhaftet und angeklagt. Vor dem Berufungsgericht brachen alle Anklagepunkte gegen Dimal\u00e9xis zusammen.<br \/>\nNoch brutalere Szenen gab es am 20. Juni 2024, als starke Polizeikr\u00e4fte in H\u00e4user eindrangen, Wohnungen zerst\u00f6rten und zwei 19- und 20-j\u00e4hrige Bewohner verschleppten. Obwohl beiden die H\u00e4nde mit Kabelbindern auf den R\u00fccken gefesselt waren, sollen sie vehement Widerstand geleistet und mehrere Beamte verletzt haben, einige davon schwer. \u00dcber die konstruierten Anklagen hinaus begann eine Hexenjagd, als \u00f6ffentlich nach \u201eweiteren 70 unbekannten T\u00e4tern\u201c gefahndet wurde. Die staatliche Botschaft war klar: Die Bewohner*innen der Prosfygik\u00e1 und alle, die Widerstand gegen die autorit\u00e4r-neoliberale Politik der N\u00e9a-Dimokrat\u00eda-Regierung leisten, sind kriminell und werden entsprechend verfolgt.<br \/>\nIn den folgenden Tagen kam es zum Beschuss mit Tr\u00e4nengas- und Blendschockgranaten und zur polizeilichen Belagerung der Siedlung.<br \/>\nErst als durch Presseberichte die Verhaftung und psychische sowie physische Folterung eines 15-j\u00e4hrigen Sch\u00fclers bekannt wurde, zogen die Polizeitruppen ab. Der aus Venezuela stammende Jugendliche lebt mit seiner Mutter und dem kleinen Bruder in einem der H\u00e4user. Damit er gesteht, an Angriffen auf Polizeibeamte beteiligt gewesen zu sein, wurde ihm mit Vergewaltigung und Abschiebung gedroht.<\/p>\n<figure id=\"attachment_34137\" aria-describedby=\"caption-attachment-34137\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-34137\" src=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/1600-1066-max-300x200.jpg\" alt=\"1600 1066 max\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/1600-1066-max-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/1600-1066-max-768x511.jpg 768w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/1600-1066-max-600x400.jpg 600w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/1600-1066-max.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-34137\" class=\"wp-caption-text\">Foto: https:\/\/sykaprosquat.noblogs.org\/save-prosfygika\/<\/figcaption><\/figure>\n<p>In einem in der EfSyn vom 31. M\u00e4rz ver\u00f6ffentlichten offenen Brief wenden sich 48 Pers\u00f6nlichkeiten der antidiktatorischen Student*innenbewegung von 1967\u20131974 gegen die \u201ePl\u00e4ne zur Aufwertung \u2013 R\u00e4umung \u2013 Kommerzialisierung\u201c der Prosfygik\u00e1. Sie setzen diesen Pl\u00e4nen, in Absprache mit den Besetzer*innen, die \u201eAufwertung von unten\u201c entgegen, die \u201eselbstfinanzierte Sanierung der H\u00e4user durch die Bewohner*innen mittels kollektive Arbeit mit Unterst\u00fctzung zahlreicher Architekt*innen und Bauingenieur*innen\u201c. Denn in der Siedlung \u201eweht ein Wind der Freiheit, der Solidarit\u00e4t und Kreativit\u00e4t\u201c, der zumindest \u201einnerhalb dieses Mikrokosmos zeigt, dass eine andere Welt m\u00f6glich ist, auch wenn rundum die Gesetze des Dschungels herrschen\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 6. April 2026, dem 61. Tag seines Hungerstreiks, brach Aristot\u00e9lis Chantz\u00eds ohnm\u00e4chtig vor seiner Wohnung zusammen. Ein Notarztwagen brachte ihn ins Krankenhaus Ge\u00f3rgios Gennimat\u00e1s im Zentrum Athens. F\u00fcnf Tage sp\u00e4ter (Redaktionsschluss der GWR) bezeichnen die \u00c4rzte seinen Gesundheitszustand als \u201eernst\u201c. Chantz\u00eds versucht, mit dem Hungerstreik die angedrohte R\u00e4umung des gr\u00f6\u00dften Hausbesetzerprojekts in Griechenland abzuwenden. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2026\/05\/unsere-gemeinsame-sprache-ist-die-solidaritaet\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":502,"featured_media":34133,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"slim_seo":{"title":"\u201eUnsere gemeinsame Sprache ist die Solidarit\u00e4t\u201c - graswurzelrevolution","description":"Am 6. April 2026, dem 61. 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