{"id":34162,"date":"2026-06-02T13:46:38","date_gmt":"2026-06-02T11:46:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2026\/06\/90-jahre-soziale-revolution-in-spanien\/"},"modified":"2026-06-05T16:54:10","modified_gmt":"2026-06-05T14:54:10","slug":"90-jahre-soziale-revolution-in-spanien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2026\/06\/90-jahre-soziale-revolution-in-spanien\/","title":{"rendered":"90 Jahre Soziale Revolution in Spanien"},"content":{"rendered":"<p>Am 19. Juli 2026 j\u00e4hrt sich zum 90. Mal der Beginn der Spanischen Revolution. Sie war und bleibt f\u00fcr die anarchistischen Bewegungen von gro\u00dfer Bedeutung. Aufgrund ihrer Radikalit\u00e4t und ihres hohen Grades an Freiwilligkeit gilt diese Soziale Revolution libert\u00e4ren Sozialist*innen in aller Welt als ein Beispiel f\u00fcr die Realisierbarkeit anarchistischer Ideen.<\/p>\n<p>Obwohl es viele B\u00fccher zum Spanischen B\u00fcrgerkrieg und, vor allem in anarchistischen Verlagen, auch zur Spanischen Revolution gibt, ist der \u201eKurze Sommer der Anarchie\u201c bis heute ein Ereignis, das in Schul- und Geschichtsb\u00fcchern kaum auftaucht. Dabei geh\u00f6rt die Soziale Revolution in der ersten Phase des Spanischen B\u00fcrgerkrieges zu den umfangreichsten gesellschaftlichen Umw\u00e4lzungen des 20. Jahrhunderts.<br \/>\nDer Augenzeuge Franz Borkenau beschrieb seine Eindr\u00fccke wie folgt: \u201eAls wir um die Ecke in die Ramblas (die Hauptverkehrsadern Barcelonas) einbogen, kam eine gewaltige \u00dcberraschung: Schlagartig breitete sich die Revolution vor unseren Augen aus. Es war \u00fcberw\u00e4ltigend. Es war, als w\u00e4ren wir auf einem Kontinent gelandet, der sich von allem unterschied, was ich bisher gesehen hatte.\u201c<br \/>\nGeorge Orwell erlebte 1937, als die Revolution bereits \u201eabgeflaut\u201c und zu einem gro\u00dfen Teil zwischen Faschisten und Stalinisten zerrieben worden war, noch einen Hauch von Anarchie: \u201eMan hatte das Gef\u00fchl, pl\u00f6tzlich in einer \u00c4ra der Gleichheit und Freiheit aufgetaucht zu sein. Menschliche Wesen versuchten, sich wie menschliche Wesen zu benehmen und nicht wie ein R\u00e4dchen in der kapitalistischen Maschine.\u201c ((1))<\/p>\n<p><strong>Der Milit\u00e4rputsch des General Franco<\/strong><\/p>\n<p>Der Spanische B\u00fcrgerkrieg begann, als am 17.\/18. Juli 1936 Milit\u00e4rs, unter der F\u00fchrung von General Franco, versuchten, die junge spanische Republik zu st\u00fcrzen. Ziel der Franquisten und katholischen Klerikalfaschisten war es, in Spanien eine Diktatur zu errichten. Anders als 1933 in Deutschland gab es in Spanien jedoch massiven und lange Zeit erfolgreichen Widerstand gro\u00dfer Teile der Bev\u00f6lkerung gegen die faschistische Machtergreifung.<\/p>\n<p>\u201eDer Milit\u00e4raufstand (&#8230;) war f\u00fcr gro\u00dfe Teile der spanischen Arbeiterschaft Katalysator und ausl\u00f6sende Bedingung einer Revolution, die innerhalb weniger Wochen auf lokaler und regionaler Ebene das bestehende politische, soziale und \u00f6konomische System weitgehend abschaffte, die wirtschaftliche und politische Macht an neue soziale Gruppen \u00fcberf\u00fchrte und das traditionelle System der Herrschaft von Grund auf ver\u00e4nderte\u201c ((2)), stellt der Romanist Walter L. Bernecker (siehe Nachruf in dieser GWR) fest.<\/p>\n<p>In den St\u00e4dten \u00fcbernahmen revolution\u00e4re Arbeiter*innen die<br \/>\nFabriken. Auf dem Land ergriffen B\u00e4uer*innen, Landarbei-<br \/>\nter*innen und Tagel\u00f6hner*in-nen die Initiative, gr\u00fcndeten Agrarkollektive und bem\u00e4chtigten sich des Landes. Durch die Schaffung unz\u00e4hliger freier Schulen und die autodidaktische Aneignung gelang den Anarchist*innen eine Alphabetisierungskampagne, die historisch beispiellos ist.<\/p>\n<p>\u201eDie Spanische Revolution schien zeitweise die Politik ihrer eigenen Organisationen \u00fcberholen zu wollen. Diese Organisationen waren vor allem die 1910 gegr\u00fcndete anarchosyndikalistische Massengewerkschaft CNT [Confederaci\u00f3n Nacional del Trabajo, dt.: \u201aNationale F\u00f6deration der Arbeit\u2018] mit mehr als 1,5 Millionen Mitgliedern, die 1927 gegr\u00fcndete FAI [Federaci\u00f3n Anarquista Ib\u00e9rica, \u201aAnarchistische F\u00f6deration Spaniens\u2018], die POUM [Partido Obrero de Unificaci\u00f3n Marxista, \u201aArbeiterpartei vereinigter Marxisten\u2018], eine Gruppe stalinkritischer Marxist*innen, sowie ein bedeutender Teil der in der sozialistischen Massengewerkschaft UGT [Uni\u00f3n General de Trabajadores, \u201aAllgemeine Arbeiterunion\u2018] organisierten Arbeiterschaft.\u201c ((3))<\/p>\n<p><strong>Der Anarchismus in Spanien<\/strong><\/p>\n<p>Nachdem die sozialrevolution\u00e4ren Ideen und Schriften der russischen Anarchisten Michail Bakunin und Pjotr Kropotkin in Spanien auf fruchtbaren Boden gefallen waren, kam es zwischen 1880 und 1910 zu einer betr\u00e4chtlichen Verbreitung anarchistischen Gedankenguts, vor allem in Andalusien. Die Basis der Sozialen Revolution war der spanische Anarchismus, der sich schon vor 1936 zu einer Massenbewegung entwickelt hatte. Die anarchosyndikalistische CNT z\u00e4hlte 1918 bereits rund 700.000 Mitglieder. 18 Jahre sp\u00e4ter hatte sich ihre Mitgliederzahl verdoppelt. Die CNT war die gr\u00f6\u00dfte politische Organisation eines Landes, das zu dieser Zeit etwa 23 Millionen Einwohner*innen hatte. Zentren des Anarchismus waren das industrialisierte Katalonien, Aragonien und das agrar-feudalistische Andalusien.<br \/>\nSeine Anh\u00e4nger*innen waren in erster Linie Menschen, die in den Industriebetrieben des Nordostens, in der Landwirtschaft und in den Handwerksbetrieben des S\u00fcdens arbeiteten. Die Soziale Revolution wurde von ihrer Spontaneit\u00e4t, ihren Hoffnungen und Tr\u00e4umen befl\u00fcgelt. Sie funktionierte ohne zentrale Leitung und ohne die Eroberung des Staatsapparates, der im Juli 1936 vorerst in Agonie verfiel. Die Menschen setzten freiheitlich-sozialistische Ideen in die Tat um: Ordnung ohne Herrschaft, die Utopie einer klassenlosen und herrschaftsfreien Gesellschaft, Dezentralisierung, Selbstverwaltung und gegenseitige Hilfe statt Konkurrenz.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: right;\"><em><strong> \u201eDie Emanzipation der Menschheit wird sich so lange nicht verwirklichen lassen, solange noch ein Geschlecht das andere beherrscht.\u201c<\/strong><\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Der Sieg \u00fcber die franquistischen Milit\u00e4rs in Barcelona, Madrid, Valencia und anderen St\u00e4dten machte es m\u00f6glich, in der republikanischen Zone Spaniens die Utopie einer anarchistischen Gesellschaft zu verwirklichen. Den schwierigen Bedingungen zum Trotz und unter der Last des B\u00fcrgerkrieges steigerte sich in vielen Industriezweigen die Produktion. Ein Grund daf\u00fcr war der revolution\u00e4re Elan, der gro\u00dfe Teile der Bev\u00f6lkerung ergriffen hatte. Arbeiter*innen und Land-arbeiter*innen kollektivierten Industrie und Gro\u00dfgrundbesitz, setzten R\u00e4te ein, parallel zur zeitweise bedeutungslosen Regierung.<br \/>\nDer spanische Anarchosyndikalist Abel Paz bescheibt die Situation der Arbeiter*innen im Sommer 1936 so: \u201eDer Alltag der Arbeiter hat sich eigentlich nicht ge\u00e4ndert. Sie mussten ja weiter arbeiten. Was sich ge\u00e4ndert hat, war, dass sie die Unterdr\u00fcckung nicht mehr erleben mussten, von den Chefs, von der Polizei, von der Justiz, vom Staat, &#8230; der Staat war weg. Was sich wirklich ge\u00e4ndert hat, war der Alltag der Bourgeoisie, weil die Bourgeoisie die Kontrolle verloren hat. Deren Leben hat sich ge\u00e4ndert.\u201c ((4))<\/p>\n<p>Die revolution\u00e4ren Hoffnungen der Anarchist*innen wurden jedoch nach wenigen Monaten zunichte gemacht. Die enorme Unterst\u00fctzung, die die Franco-Truppen durch Portugal, das faschistische Mussolini-Italien und Nazi-Deutschland erhielten, sorgte f\u00fcr einen ungleichen Kampf auf dem Schlachtfeld. Die Regierungen Deutschlands, Italiens, Gro\u00dfbritanniens und Frankreichs hatten im August 1936 zwar einen Nichteinmischungspakt unterschrieben, an den sich die beiden demokratischen L\u00e4nder, nicht jedoch die beiden Diktaturen hielten. Trotzdem weigerten sich England und Frankreich weiterhin, die spanische Republik zu unterst\u00fctzen. Nur die stalinistische Sowjetunion und Mexiko lieferten der spanischen Republik Waffen. Stalin stellte sicher, dass die mit dem spanischen Staatsgold teuer bezahlten Waffen nicht an die Anarchist*innen, sondern stattdessen an die bis dahin bedeutungslosen spanischen Stali-nist*innen der PCE (Partido Comunista Espa\u00f1ol, &#8218;Kommunistische Partei Spaniens&#8216;) geliefert wurden.<br \/>\nDer Hispanist Martin Baxmeyer analysiert: \u201eIm republikanischen Lager kam es zu Spannungen. Die PCE (&#8230;) verzeichnete als vorrangiger Empf\u00e4nger sowjetischer Waffenlieferungen einen betr\u00e4chtlichen Macht- und Mitgliederzuwachs. Ihre Politik war w\u00e4hrend des B\u00fcrgerkriegs dezidiert antirevolution\u00e4r. Sie beharrte auf dem Primat der Kriegsf\u00fchrung, einer zentralen politischen F\u00fchrung, der Notwendigkeit eines festen Heeres mit milit\u00e4rischer Rangordnung. Den anarchistisch-revolution\u00e4ren \u201aWildwuchs\u2018 sah sie mit Unbehagen.\u201c ((3))<br \/>\nSpanische Stalinisten und sowjetische Agenten dominierten nun die F\u00fchrungsspitze der PCE und dr\u00e4ngten den anarchistischen Einfluss zur\u00fcck. Sowohl die PCE als auch die parlamentarisch-demokratischen Parteien waren gegen die libert\u00e4r-sozialistische Revolution. Mit dem Fortschreiten des Krieges gelang es der Regierung und der kommunistischen Partei, \u00fcber ihren Zugang zu sowjetischen Waffen die Kontrolle \u00fcber die kriegswichtige Produktion zur\u00fcckzuerlangen.<br \/>\nObwohl sie immer noch der gr\u00f6\u00dfte Machtfaktor in der republikanischen Zone war, schwenkte die CNT auf eine reformistische Politik ein und entsandte Minister*innen in die von den Kommunist*innen beherrschte Regierung des Sozialisten Largo Caballero.<\/p>\n<p>Im Mai 1937 kam es in Barcelona zum \u201eB\u00fcrgerkrieg im B\u00fcrgerkrieg\u201c: Antifaschist*innen schossen aufeinander beim Kampf um die Kontrolle strategischer Punkte in Barcelona. Bei den \u201eMaik\u00e4mpfen\u201c hat die stalinistische PCE Anarchist*innen und viele Mitglieder der mit der CNT verb\u00fcndeten POUM get\u00f6tet. Andreu Nin i P\u00e9rez, Mitgr\u00fcnder der POUM, wurde von Stalinisten verschleppt, gefoltert und ermordet. Die Taktiker der PCE starteten eine Hetzkampagne gegen die FAI und die POUM und diffamierten sie als \u201ef\u00fcnfte Kolonne Francos\u201c. Die anarchistischen Minister*innen traten zur\u00fcck.<br \/>\nIm Herbst 1937 begannen stalinistische Truppen, gewaltsam die anarchistischen Kollektive auf dem Land zu zerschlagen.<br \/>\n1939 marschierten die siegreichen Franco-Truppen durch Madrid. Es folgte eine faschistische Diktatur, die erst mit dem Tod Francos 1975 endete.<\/p>\n<p><strong>Schattenseiten<\/strong><\/p>\n<p>Wo Licht ist, ist auch Schatten. Die Spanische Revolution war nicht gewaltfrei. Gewalttaten, die zum Beispiel gegen Priester und Nonnen ver\u00fcbt wurden, sind auch nicht mit der damals \u00fcberwiegend pro-faschistischen Politik der katholischen Kirche zu rechtfertigen. Andererseits werden der anarchistischen Bewegung von der konservativen spanischen Geschichtsschreibung Verbrechen w\u00e4hrend des B\u00fcrgerkriegs angelastet, die ihre Mitglieder mit gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit nie begangen haben.<br \/>\nMachistische Vorstellungen gab es auch unter den spanischen Anarchisten (siehe Artikel in dieser GWR). Dieser Machismo l\u00e4sst sich zum Beispiel erahnen, wenn der Spanienk\u00e4mpfer Abel Paz im Interview mit der GWR eine antifeministische Sichtweise auf die Rolle der Frauen in der Spanischen Revolution von sich gibt: Abel Paz: \u201eDie Frauen hatten eine sehr wichtige Rolle. Aber anders, als es der Feminismus heutzutage versteht. (&#8230;) In der Revolution an sich waren die Frauen sogar an den Waffen. W\u00e4hrend der revolution\u00e4ren Phase haben sie neben ihren M\u00e4nnern gek\u00e4mpft. Und in der zweiten Phase, wo die Revolution zum Krieg wurde, da haben die Frauen nicht mehr an der Front gek\u00e4mpft, aus dem einfachen Grund, dass die Frauen hygienischer, sauberer sind, und die Front ist sehr dreckig. Dann haben sie eher die Rollen hinter der Front \u00fcbernommen (&#8230;) Es ist so, dass die Frauen, die schon im Mittelalter schlauer waren als die M\u00e4nner, sich sozial sozusagen einen sechsten Sinn angeeignet haben und durch eine bestimmte Art und Weise der Unterw\u00fcrfigkeit, die sie dann dem Mann gegen\u00fcber an den Tag legen mussten, trotzdem Kontrolle \u00fcber den Mann in vielen Bereichen, vor allem im h\u00e4uslichen Bereich usw., entwickeln und erhalten konnten. Das zeigt nur, dass die Frauen zum gro\u00dfen Teil eigentlich wesentlich f\u00e4higer sind als die M\u00e4nner.\u201c ((4))<br \/>\nEs ist kurios, dass Abel Paz das Zur\u00fcckdr\u00e4ngen von k\u00e4mpfenden Frauen an die \u201eHeimatfront\u201c damit begr\u00fcndete, dass \u201edie Frauen hygienischer, sauberer sind\u201c. \u201ePositiv-sexistisch\u201c und befremdlich ist auch die These, dass ein Geschlecht von Grund auf \u201eschlauer\u201c als das andere sei.<\/p>\n<p>Die Soziale Revolution war nicht deshalb so gro\u00dfartig, weil \u201eFrauen sogar an den Waffen waren\u201c, sondern weil gro\u00dfe Teile der Bev\u00f6lkerung von der Basis her die Gesellschaft und das Leben selbst in die Hand nahmen und sich kollektivistisch organisierten. Vera Bianchi ((5)) beschreibt in ihrem Buch \u201eFeministinnen in der Revolution\u201c und in dieser GWR die Gruppe Mujeres Libres im Spanischen B\u00fcrgerkrieg. Demnach beteiligten sich viele der 20.000 in dieser anarchistischen Frauenorganisation zusammengeschlossenen Frauen nicht am milit\u00e4rischen Abwehrkampf gegen die Franquisten. Sie fanden auch gewaltlose Wege des antifaschistischen Kampfes. Es ging ihnen um die Umw\u00e4lzung der Gesellschaft in wichtigen Lebensbereichen (z.\u2009\u2009B. P\u00e4dagogik, Medizin, Landwirtschaft) hin zur herrschaftsfreien Gesellschaft.<br \/>\nDer militaristische Waffenkult war und ist immer problematisch, auch im Zusammenhang mit dem Spanischen B\u00fcrgerkrieg. \u201eEr zeigt lediglich eine Form der Nachahmung m\u00e4nnlich-patriarchalischer Kriegsgewalt. Psychologisch mag das verst\u00e4ndlich sein, es symbolisiert jedoch keine eigentliche Befreiung\u201c, so eine Graswurzelrevolution\u00e4rin. Schon die Anarchistin<br \/>\nEmma Goldman stellte fest, dass es solange keine wirkliche Emanzipation geben wird, solange ein Mensch \u00fcber einen anderen herrscht oder eine Klasse \u00fcber eine andere. \u201eDie Emanzipation der Menschheit wird sich so lange nicht verwirklichen lassen, solange noch ein Geschlecht das andere beherrscht.\u201c<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Trotz ihrer Schattenseiten ist die Spanische Revolution ein Lichtblick f\u00fcr Menschen, die nach Alternativen zur Herrschaft des Kapitalismus und nach einem selbstbestimmten Leben suchen.<br \/>\n\u201eDas Leben lehrt die Menschen mehr, als alle Theorien und B\u00fccher es je verm\u00f6gen. Die, die meinen, das, was sie sich h\u00e4ppchenweise aus B\u00fcchern angeeignet haben, einfach in die Praxis \u00fcbernehmen zu k\u00f6nnen, machen sich selbst etwas vor; die, die solche B\u00fccher aber mit den Erfahrungen des Lebens bereichern, k\u00f6nnen ein Meisterwerk schaffen\u201c, so ein spanischer Sozialrevolution\u00e4r im M\u00e4rz 1937.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 19. Juli 2026 j\u00e4hrt sich zum 90. Mal der Beginn der Spanischen Revolution. Sie war und bleibt f\u00fcr die anarchistischen Bewegungen von gro\u00dfer Bedeutung. Aufgrund ihrer Radikalit\u00e4t und ihres hohen Grades an Freiwilligkeit gilt diese Soziale Revolution libert\u00e4ren Sozialist*innen in aller Welt als ein Beispiel f\u00fcr die Realisierbarkeit anarchistischer Ideen. 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