{"id":3486,"date":"2000-09-01T00:00:14","date_gmt":"2000-08-31T22:00:14","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/?p=3486"},"modified":"2012-02-05T14:10:56","modified_gmt":"2012-02-05T12:10:56","slug":"welche-ihre-fuse-unter-unseren-tisch-stellt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2000\/09\/welche-ihre-fuse-unter-unseren-tisch-stellt\/","title":{"rendered":"Welche ihre F\u00fc\u00dfe unter unseren Tisch stellt&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Der Streik der Redakteurin und der sich solidarisierenden FrauenLesbenRedaktion, sowie der schon vorhergehende Schreibstreik des Ex-Redakteurs, der damit eine Entscheidung \u00fcber die Moderation herbeif\u00fchren wollte, und aller Streiksolidarischen in der Zeitung ist das Ergebnis eines langanhaltenden Versuches, seit November 99 Formen von Auseinandersetzung in der GWR zu bewirken. Seit \u00fcber einem halben Jahr werden Forderungen der FrauenLesbenRedaktion und des Ex-Redakteurs Andreas nicht gew\u00fcrdigt, sondern ignoriert und die Gemeinsamkeiten dieser Kritiken abgewehrt, um diese zu entsch\u00e4rfen. Generell ist die GWR von verschiedenen Problemen betroffen, die sich ineinander verzahnen und ein schwieriges Konglomerat von Konflikten hervorrufen: Allgemeine Erstarrung, Strukturprobleme und feministische Defizite in der GWR.<\/p>\n<h3>Erstarrung<\/h3>\n<p>Der Kern des Herausgeberkreises (es sind defacto nur noch M\u00e4nner, deshalb verzichte ich auf das gro\u00dfe I) &#8211; 4 M\u00e4nner, die schon 10, 15, gar 20 Jahren dabei sind &#8211; droht zu erstarren und eine Kommunikation ist aus unserer Perspektive sehr z\u00e4h.<\/p>\n<p>Der Herausgeberkreis sieht nicht die zunehmende Dynamik, da\u00df in der Zeitung durch alte Strukturen die n\u00f6tige Flexibilit\u00e4t verloren geht. Sondern h\u00e4lt im Gegenteil jetzt starr am bisherigen fest, aus Angst, da\u00df die Zeitung den Bach hinunter geht. Dabei wird Kritik als Angriff wahrgenommen und verabsolutiert, anstatt im Geben und Nehmen neue Flexibilit\u00e4t zu erarbeiten.<\/p>\n<p>Die Reaktion auf den Streik entsprach dieser Erstarrung:<\/p>\n<p>In klassischer Weise wurde der Streik mit Abbruch der Kommunikation bestraft, die Regeln eines kapitalistischen Arbeitgebers entsprechen (Arbeitsmoral: arbeiten bis nix mehr geht, L\u00e4cherlichmachen des Gegen\u00fcbers, Streik bedeutet &#8222;Vertrauensverlust&#8220;, Rauswurf als Antwort auf den Streik, der andere Redakteur wird zum Streikbruch aufgefordert, materielle Abfindung bei Stillschweigen).<\/p>\n<p>Die Redakteurin wurde in einem halb\u00f6ffentlichen Brief eines Mannes aus dem Herausgeberkreis an alle, die auf der HerausgeberInnenliste standen, in ihrem Engagement und ihrer Arbeit mit Unterstellungen und Falschbezichtigungen verunglimpft, soda\u00df es schwer ist, ad\u00e4quat darauf zu reagieren. Ohne die Redakteurin und die FrauenLesbenRedaktion je wieder gesprochen noch gesehen zu haben, stellte sich das obengenannte Team hinter die Inhalte und Tendenz des Schm\u00e4hbrief, der subjektive Einsch\u00e4tzungen mit einem formalen Antrag vermischte, und enthob die Redakteurin glattwegs von ihren Aufgaben. Zur Begr\u00fcndung wurden auch noch unwahre Beschuldigungen angef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Die informelle Hierarchie machte deutlich, da\u00df vor allem ein bis zwei M\u00e4nner das Sagen haben und deren autorit\u00e4re Art auch die Billigung fast aller Beteiligten erf\u00e4hrt. Auf dieser Basis sollen nun noch Gespr\u00e4che mit der FrauenLesbenRedaktion gef\u00fchrt werden.<\/p>\n<h3>Strukturprobleme<\/h3>\n<p>Die Struktur der GWR sieht derzeit folgenderma\u00dfen aus: Es gibt einen Herausgeberkreis, und zwei hautamtliche Redaktionen.<\/p>\n<p>a) Der Herausgeberkreis trifft sich alle 8 Wochen einen Tag lang. Seine Funktion, die Zeitungsverantwortung zu tragen, schaut seit l\u00e4ngerem so aus, da\u00df auf diesem Treffen etwas \u00fcber die letzten Nummern geplaudert und ein paar technische Regelungen getroffen, sowie die Finanzlage abgekl\u00e4rt wird.<\/p>\n<p>Alle politischen, inhaltlichen und technischen Entscheidungen treffen die Redaktionen f\u00fcr die Zeitung in ihrem Redaktionsalltag mit ihrer Graswurzelgruppe selbst. Die eigentliche redaktionelle Arbeit, die Artikel auszuwerten und zu besprechen, bleibt meist dem Zufall und der alleinigen Entscheidung der RedakteurInnen \u00fcberlassen. Es gibt keinen gr\u00f6\u00dferen Kreis, der sich mit inhaltlichen Kriterien bez\u00fcglich der Ver\u00f6ffentlichungen, mit einer tiefergehenden politischen Auseinandersetzung besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p>Die Entscheidungen bleiben letztendlich an Einzelpersonen h\u00e4ngen, die nach ihrem Empfinden urteilen.<\/p>\n<p>Der Herausgeberkreis \u00fcbernimmt derzeit wenig Verantwortung, weitere inhaltliche Rahmenbedingungen der Zeitung real zu tragen. Kritik und Gespr\u00e4che mit neuen Ideen, die die Zeitung zu ihrem Vorteil umstrukturieren (z.B. Redaktionsarbeit und Organisation zu trennen), finden wenig Raum. Es wird mehr \u00fcbereinander geredet als miteinander.<\/p>\n<p>Unter den Aktiven gibt es defacto einen Block: die alte Gruppe, die mit dem Graswurzel-Verlag identisch ist, mit dem sich der M\u00fcnsteraner Redakteur und der Finanzmensch solidarisieren.<\/p>\n<p>Und eine andere Str\u00f6mung: die M\u00fcnchner Redakteurin, der Ex-Redakteur, die einzige Frau des Herausgeberkreises und zwei weitere M\u00e4nner, die ihren Austritt aus dem HerausgeberInnenkreis bekundet haben, um ein Zeichen zu setzen und\/oder den Streik zu unterst\u00fctzen, sowie in G\u00e4nze die ganze FrauenLesbenRedaktion. Es handelt sich um insgesamt ungef\u00e4hr 15 Personen und noch weitere solidarische Autorinnen aus dem Umfeld der FL-Redaktion. Also, durchaus nicht wenige.<\/p>\n<p>b) Weitere Probleme gab es in der Zusammenarbeit der zwei Redaktionen in M\u00fcnster und M\u00fcnchen, da diese nie intensiver bearbeitet, problematisiert und diskutiert wurde.<\/p>\n<p>c) Dann gab es Probleme zwischen der sich entwickelnden FrauenLesbenRedaktion und dem Herausgeberkreis:<\/p>\n<p>Durch die \u00fcberregionale Vernetzung hat jede Redaktion Spielraum, regional die Dinge selbst zu gestalten. Durch die Entwicklung einer eigenst\u00e4ndigen Gruppe, wie der FrauenLesbenRedaktion, die einen eigenen mail und Postverteiler entwickelte, den die meisten M\u00e4nner der Zeitung nicht einsehen konnten, war es f\u00fcr sie nicht m\u00f6glich, die interne Entwicklung der FL-Redaktion nachzuvollziehen. Dies hinterlie\u00df Mi\u00dftrauen und den Eindruck, was die Redakteurin denn \u00fcberhaupt tue, bzw. da\u00df sie nichts tue. Aufgrund dessen, da\u00df die FL-Redaktion wenig thematisiert wurde, obwohl sie eine Menge Diskussionsbedarf aufwarf, wurde es der Redakteurin schwer gemacht, diese Prozesse zu vermitteln.<\/p>\n<h3>Feministische Defizite<\/h3>\n<p>Vor einem Jahr hat eine seit 10 Jahren m\u00e4nnlich gepr\u00e4gte GWR eine feministische Redakteurin angeworben. Sie leistete zus\u00e4tzlich zu der Bearbeitung der Gesamtzeitung konsequent feministische Aufbauarbeit in der GWR.<\/p>\n<p>Ihre Problematik bestand darin, einer m\u00e4nnlich bepr\u00e4gten Antikriegsarbeit, Gewaltfreienbewegung, Anarchismus ect. Feminismus angedeihen zu lassen. Die Redakteurin fing fast bei Null an: Zwei Welten, eine Heterom\u00e4nner gepr\u00e4gte Zeitungswelt mit der frauenlesbischen Zeitungs- und Lebenswelt zu verkn\u00fcpfen. Dies hatte aber sogar schon nach einem Jahr Erfolg. Die feministische \u201dSzene\u201d machte auf. Es entstand eine Gruppe von 15 bis 20 FrauenLesben \u00fcberregional und vor Ort in Bayern, die in Kontakt gekommen sind und sich immer mehr vernetzen. Sie sind zum Teil Redakteurinnen und Autorinnen der feministischen Presse, Aktivistinnen aus den FrauenLesbenZentren, zu Themen wie Antimilitarismus und R\u00fcstungsindustrie feministische wissenschaftlich Arbeitende. Dezidiert wendeten sich Menschen (um mal alle zu Kategorisieren: es waren in der Tat Frauen, Lesben, Transen und M\u00e4nner) \u00fcber die FrauenLesbenRedaktion und deren Redakteurin an die GWR, um ihre Artikel und feministischen Anliegen in die GWR einzubringen.<\/p>\n<p>Leider blies den FrauenLesben schon auf dem HerausgeberInnen-Treffen in Dezember 99 ein herber Wind ins Gesicht.<\/p>\n<p>Dem Dezember-Eklat war schon ein November-Eklat vorausgegangen, als der Redakteurin vom Redakteur verwehrt wurde, eine lesbische Aktion aufs Titelblatt der GWR zu setzen, und dies erst hart erk\u00e4mpft werden mu\u00dfte.<\/p>\n<p>Gro\u00dfen Teilen der GWR-M\u00e4nner ist der Umgang mit FrauenLesbeninteressen einfach ein Fremdwort. Die meisten Heterom\u00e4nner begegneten FrauenLesben interesse- und erfahrungslos und traten von einem Fettn\u00e4pfen ins andere. Sie h\u00e4tten eine Einsicht in die Unterdr\u00fcckungsproblematik von Lesben, Schwulen und Frauen in ihrer Allt\u00e4glichkeit erwerben m\u00fcssen, anstatt die feministische Redakteurin einfach hinauszuwerfen.<\/p>\n<p>Die Redakteurin erfuhr wenig Solidarit\u00e4t im praktischen Alltag au\u00dfer paternalistische Gesten, im Grunde absch\u00e4tzige oder \u00fcberh\u00f6hte Einsch\u00e4tzungen gegen\u00fcber Frauen und insbesondere Lesben.<\/p>\n<p>Die Zuwendungen blieben materiell, abstrakt und kognitiv. Nur m\u00fchsam lernte der an Feminismus wenig interessierte anarchistische Redakteur die feministische Welt in ihrer Alltagspraxis sch\u00e4tzen. F\u00fcr die Redakteurin (und f\u00fcr ihn auch) waren diese Streitigkeiten Knochenarbeit und aus ihrer Perspektive \u00fcberfl\u00fcssig, h\u00e4tte es mehr Erfahrung und Einsichten gegeben. MAN hatte keine praktische Vorstellung, was es bedeutet, in Kontakt mit einer FrauenLesbenSzene t\u00e4tig zu sein. Zum Beispiel stellte sich da ein Mann vor, einfach den Versand f\u00fcr die feministische Beilage \u00fcbernehmen zu k\u00f6nnen, obwohl dies Absprachen unter sich kennenden Frauen in verschiedenen St\u00e4dten beinhaltete.<\/p>\n<p>Dann regten sich M\u00e4nner dar\u00fcber auf, von der FL-Redaktion bevor- und benachteiligt zu werden (z.B. in den internen FrauenLesben-mail-Verteiler aufgenommen zu sein oder nicht). Dabei ist es selbst f\u00fcr institutionalisierte FrauenLesbenReferatsPolitik in Uni-Asten die Regel, ihre Soli-PartnerInnen nach belieben und in ihrer eigenen moralischen Verantwortung hinzuzunehmen und zu verabschieden.<\/p>\n<p>Brachte die Redakteurin Kritik an, war diese oft nebens\u00e4chlich oder schon zu viel.<\/p>\n<p>In dieser Weise ist feministische Arbeit nur mit Hemmnissen m\u00f6glich gewesen und macht wenig Spa\u00df. FrauenLesben haben sich einen feministischen Standard von Zusammenarbeit untereinander erarbeitet, von dem gemischte Gruppen lernen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Die FrauenLesbenRedaktion war jedoch nicht ganz alleine auf sich gestellt, sondern hatten von Anfang an die sofortige Solidarit\u00e4t und Zusammenarbeit mit der einzigen Herausgeberin des alten Kreises auf ihrer Seite und die Unterst\u00fctzung der schwulen Herausgeber.<\/p>\n<p>Eine Gesamtverantwortung des Herausgeberkreises f\u00fcr die FrauenLesbenRedaktion, ein Sicheindenken und solidarisches Handeln, und trotzdem die eigenen Grenzen kennen, war allerdings nur vereinzelt und nur in Ans\u00e4tzen vorhanden. Die feministische Redakteurin drohte, st\u00fcckweise aufgerieben und ihre feministische Funktion ad absurdum gef\u00fchren zu werden.<\/p>\n<p>In selbstzufriedener Unwissenheit behauptet dann diese M\u00e4nnergruppe, da\u00df sie nichts daf\u00fcr k\u00f6nne, da\u00df keine Frauen k\u00e4men. Frauen w\u00e4ren aus individuellen Gr\u00fcnden gegangen und irgendwie selbst schuld, so wie jetzt die Redakteurin an allem schuld w\u00e4re. In dem Schm\u00e4hbrief des Herausgebers wird sogar FrauenLesben generell das Interesse und die Verantwortlichkeit f\u00fcr die GWR abgesprochen. Eine wirklich sexistische These, Menschen aufgrund ihres Geschlecht generell die politische Arbeit abzusprechen.<\/p>\n<h3>Homophobie<\/h3>\n<p>In Zeitungsbesprechungen auf dem letzten K\u00f6lner Treffen kamen versteckte homophobe Anspielungen zum Tragen. Als FrauenLesbenRedaktion hatten wir gesamtheitlich den Eindruck, das wir im Grunde nur in Ma\u00dfen erw\u00fcnscht sind, und das es sehr fraglich ist, wieviel autonome Schwulen-, Lesben-, Behinderten- und Multikultibewegung die Graswurzelrevolution \u00fcberhaupt vertr\u00e4gt. Eine \u00d6ffnung k\u00f6nnte noch Jahre dauern, wenn sowas \u00fcberhaupt in Erw\u00e4gung gezogen wurde. Erheben wir Kritik und geben diesem Verhalten einen Namen, n\u00e4mlich Homophobie, gilt dies als Todschlagargument, anstatt sich mit dem Vorwurf in allen Einzelheiten wirklich zu befassen.<\/p>\n<p>Artikel \u00fcber &#8222;diese&#8220; Menschen mit ihren &#8222;Andersartigkeiten&#8220; w\u00e4ren wohl noch zu verkraften gewesen, aber die Idee der FrauenLesbenRedaktion, die Zeitung und den HerausgeberInnenkreis neu zu strukturieren, Menschen aus verschiedenen Bewegungen mit ihren Unterschieden zeitungsorganisatorisch teilhaben und Verantwortung \u00fcbernehmen zu lassen, r\u00fcckte immer mehr in weite Ferne.<\/p>\n<h3>Streik ist ein Mittel der Auseinandersetzung<\/h3>\n<p>Aus diesen Gr\u00fcnden haben wir den Vorwurf der Homophobie, des Sexismus und des A-Label-Anarchismus &#8211; ein Anarchismus, der nur auf Vordergr\u00fcndigkeiten und Etikettenpolitik abzielt &#8211; formuliert.<\/p>\n<p>Der Rauswurf der Redakteurin und der FrauenLesbenRedaktion zeugt von mangelnder Konfliktf\u00e4higkeit, ist selbstherrlich und autorit\u00e4r. So mancher kapitalistische Betrieb hat mehr Schutzfunktion f\u00fcr seine f\u00fcr ihn Arbeitenden als solch ein Graswurzel-Projekt. Wir fragen uns, auf welcher historischen Tradition dieses Verhalten eigentlich fu\u00dft, etwa auf der anarchistischen?<\/p>\n<p>Strukturelle Probleme werden indivualisiert:<\/p>\n<p>der Charakter der Redakteurin sei an allem schuld, sonst w\u00fcrde der Laden schon laufen (Vorwurf, da\u00df die Redakteurin den Austausch unterbinde und zu empfindlich auf Kritik sei, sie intrigiere &#8211; es fehlte nur noch das &#8222;typisch Frau&#8220; -, Alibi-Frauen werden herangezogen und der Versuch gemacht, Frauen gegeneinander mi\u00dftrauisch zu machen).<\/p>\n<p>Das Verhalten, bei der Streikank\u00fcndigung ein einziges Mal zu telefonieren, einen h\u00e4\u00dflichen Brief zu schreiben, und dann gesamtheitlich als M\u00e4nnergruppe auch noch die Redakteurin einfach rauszuwerfen, ist uns nicht mehr erkl\u00e4rlich.<\/p>\n<p>Wir distanzieren uns von solch einem Verhalten und wollen in der GWR endlich ehrliche, offene Diskussionen. Streik ist f\u00fcr uns das allerletzte Mittel, zu zeigen, da\u00df es brennt und das wir versuchen, etwas zu \u00e4ndern. Wir wollen nicht, da\u00df die Redakteurin verheizt und aufgerieben wird.<\/p>\n<p>Wir fordern auf, faire, sachliche Gespr\u00e4che zu f\u00fchren, und aufzuh\u00f6ren, unterhalb der G\u00fcrtellinie auf Schw\u00e4chere loszugehen, Mi\u00dfverst\u00e4ndisse auszur\u00e4umen und sich tiefergehend auf unsere Kritik einzulassen.<\/p>\n<p>Wir fordern, die pers\u00f6nlichen Beleidigungen, Diffamierungen und Unterstellungen gegen\u00fcber der Redakteurin zur\u00fcckzunehmen und sich zu entschuldigen.<\/p>\n<p>Die Redakteurin hat nichts falsch gemacht, sondern eine ernsthafte Auseinandersetzung gesucht, die durch diesen Schm\u00e4hbrief erschwert wird.<\/p>\n<p>Der Herausgeberkreis soll die Wiedereinstellung vornehmen und auf einer reflektierteren antisexistischen, homophilen Basis die Redakteurin weiterarbeiten lassen.<\/p>\n<p>Sie hat in einem Jahr viel erreicht und neue Wege in Fragen Antimilitarismus und Gewaltfreiheit beschritten. Behauptungen \u00fcber ihre mangelnde Arbeitsweise und Desinteresse sind aus der Luft gegriffen.<\/p>\n<p>Falls der Herausgeberkreis, nicht bereit ist, sich bei der Redakteurin und der FrauenLesbenRedaktion zu entschuldigen und den Rauswurf zur\u00fcckzunehmen, suchen wir neue Wege au\u00dferhalb der GWR mit faireren Mitteln, angenehmerem Umgang, weniger Machtinteressen, weniger Gewalt und einem differenzierterem Verhalten gegen\u00fcber Menschen und ihren Bed\u00fcrfnissen. Ruft an, faxt und mailt: FrauenLesbenRedaktion Tel: 089\/48954302 -Fax: -3, email: <a href=\"mailto:gwr-muenchen@link-m.de\">gwr-muenchen@link-m.de<\/a>. Wir brauchen weiterhin Solidarit\u00e4t! Unsere neue homepage mit mehr Informationen und Ausblick: <a href=\"http:\/\/buerger.metropolis.de\/graswurzelfem\">http:\/\/buerger.metropolis.de\/graswurzelfem<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Streik der Redakteurin und der sich solidarisierenden FrauenLesbenRedaktion, sowie der schon vorhergehende Schreibstreik des Ex-Redakteurs, der damit eine Entscheidung \u00fcber die Moderation herbeif\u00fchren wollte, und aller Streiksolidarischen in der Zeitung ist das Ergebnis eines langanhaltenden Versuches, seit November 99 Formen von Auseinandersetzung in der GWR zu bewirken. 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