{"id":3492,"date":"2000-09-01T00:00:17","date_gmt":"2000-08-31T22:00:17","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/?p=3492"},"modified":"2012-02-05T14:16:36","modified_gmt":"2012-02-05T12:16:36","slug":"fragen-und-antworten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2000\/09\/fragen-und-antworten\/","title":{"rendered":"Fragen und Antworten"},"content":{"rendered":"<p><strong>Dieter Schmidt:<\/strong> <em>Liebe Leute, wenn auch ich als einfacher Leser der Graswurzelrevolution mit internen Streitigkeiten konfrontiert werde, m\u00f6chte ich dann doch gerne die vollst\u00e4ndige Information. Beim Lesen der Artikel dar\u00fcber in der Nr. 250 stellen sich mir einige Fragen: &#8211; Wenn ein Papier &#8222;bundesweit&#8220; verschickt wird, wer bekommt es dann?<\/em><\/p>\n<p><strong>Bernd Dr\u00fccke (GWR-MS):<\/strong> Lieber Dieter Schmidt,<\/p>\n<p>vielen Dank f\u00fcr Deine Fragen, die ich hier versuche zu beantworten, soweit sie nicht schon durch das <a title=\"Verfehlte Wirklichkeitswahrnehmung\" href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2000\/09\/verfehlte-wirklichkeitswahrnehmung\/\">obige Papier<\/a> der Arbeitsgruppe des GWR-HerausgeberInnenkreises beantwortet werden.<\/p>\n<p>Wer alles das Papier der ehemals hauptamtlichen Redakteurin bzw. FrauenLesbenRedaktion bekommen hat, ist uns nicht klar. Wir haben aufgrund der R\u00fcckfragen und (z.T. Protest-) E-Mails, die uns erreicht haben, mitbekommen, dass es vor der Ver\u00f6ffentlichung in der GWR bereits an diverse FrauenLesbenprojekte, Graswurzelgruppen, AntimilitaristInnen und Zeitschriften geschickt\/gemailt und ins Internet gestellt worden war.<\/p>\n<p><em>Wer geh\u00f6rt zum HerausgeberInnenkreis, wie wird eine Person oder Gruppe in ihn aufgenommen bzw. aus ihm entfernt und welche Aufgaben hat er? Welche dieser Aufgaben wurde verschleppt?<\/em><\/p>\n<p>Der HerausgeberInnenkreis versteht sich als offenes, basisdemokratisches Entscheidungsgremium der Zeitung Graswurzelrevolution. In ihm k\u00f6nnen prinzipiell alle Menschen mitmachen, die etwas mit den Zielen der Grasurzelrevolution anfangen k\u00f6nnen, die sich auf die Formen der Zusammenarbeit einlassen m\u00f6chten und das den Redaktionen mitgeteilt haben. Zur Zeit erhalten ca. 30 M\u00e4nner und Frauen aus dem ganzen Bundesgebiet die Einladungen zu den etwa alle sechs bis zehn Wochen stattfindenden HerausgeberInnentreffen. An den ein- bis zweit\u00e4gigen Treffen beteiligen sich in der Regel etwa 10 bis 20 Leute und es werden u.a. die zwischen den Treffen herausgekommenen und zuk\u00fcnftige GWR-Ausgaben besprochen. Es werden alle f\u00fcr das Projekt wichtigen Entscheidungen getroffen. So entscheidet der GWR-HerausgeberInnenkreis auch \u00fcber die Einstellung, Suspendierung oder K\u00fcndigung von hauptamtlichen MitarbeiterInnen. Entscheidungen des HerausgeberInnenkreises werden nach M\u00f6glichkeit im Konsens getroffen.<\/p>\n<p>Da die Ex-Redakteurin den Vorwurf, der HerausgeberInnenkreis habe &#8222;seine Aufgaben verschleppt&#8220; nicht konkretisiert hat, bleiben Vermutungen. Sicher w\u00e4re es toll, wenn sich mehr HerausgeberInnen an der Planung und dem GWR-Produktionsprozess beteiligen w\u00fcrden. De facto bleibt bisher ein gro\u00dfer Teil der Arbeit (inhaltliche Planung, Koordination, Lektorat, Layout,&#8230;) bei den hauptamtlichen KoordinationsredakteurInnen.<\/p>\n<p>Die monatlich wechselnde Verantwortlichkeit f\u00fcr Inhalt und Layout der GWR war in diesem Zusammenhang m.E. f\u00fcr beide KoordinationsredakteurInnen eine Arbeitserleichterung. Leider hat sich aber die M\u00fcnchner Redakteurin an den von mir verantworteten und layouteten Ausgaben Nr. 247, 249 ff. nicht mehr beteiligt, w\u00e4hrend ich einen nicht kleinen Teil der Artikel in den von ihr verantworteten Ausgaben 246 und 248 organisiert und ihr auch die Aufgabe des Lektorats soweit wie m\u00f6glich abgenommen habe. Dies wurde, wie ich nun \u00fcber Dritte erfahren habe, von ihr als &#8222;Paternalismus und Kontrolle&#8220; gesehen.<\/p>\n<p>Die hauptamtlichen RedakteurInnen sind einerseits Angestellte des GWR-Verlags\/HerausgeberInnenkreises, andererseits haben sie &#8222;Macht&#8220;, da sie den Inhalt der GWR wesentlich mitverantworten\/pr\u00e4gen.<\/p>\n<p><em>Liegt die beklagte M\u00e4nnerdominanz im HerausgeberInnenkreis an einer zahlenm\u00e4ssigen \u00dcberlegenheit der M\u00e4nner oder daran, dass diese nicht in der Lage sind, Frauen als menschliche Wesen und damit gleichberechtigt zu erkennen? Was behindert die \u00c4nderung dieses Zustandes? <\/em><\/p>\n<p>Die M\u00e4nnerdominanz im HerausgeberInnenkreis liegt sicher an einer zahlenm\u00e4ssigen \u00dcberlegenheit der M\u00e4nner (s.S. 15-17).<\/p>\n<p>Es ist schwierig, auf diese Vorw\u00fcrfe (&#8222;M\u00e4nnerb\u00fcndelei, Sexismus, Homophobie&#8220;&#8230;) einzugehen, da sie von der Redakteurin nicht konkretisiert werden. Was den menschlichen Umgang miteinander angeht, so gab es tats\u00e4chlich gro\u00dfe Probleme, auf die ich hier anhand des ebenfalls nicht konkretisierten &#8222;Homophobie&#8220;-Vorwurfs eingehen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Ich betrachte es als eine St\u00e4rke der GWR und des HerausgeberInnenkreises, dass sich hier Menschen mit unterschiedlichen politischen Schwerpunkten generations\u00fcbergreifend wiederfinden k\u00f6nnen. Da gab es mit meiner Ex- Kollegin einen Dissens. Sie hat hinter dem R\u00fccken der Betroffenen u.a. gefordert, dass &#8222;die Alten&#8220; nicht mehr kommen sollten. Einem &#8222;Alten&#8220; hat sie hinter seinem R\u00fccken vorgeworfen, er habe sich auf dem HerausgeberInnentreffen im M\u00e4rz in der K\u00f6lner Graswurzelwerkstatt &#8222;homophob&#8220; ge\u00e4u\u00dfert. Das sehe ich als falsch an und ich habe ihr das auch direkt gesagt. Konkret: Bei der Besprechung der GWR 244 \u00e4u\u00dferte ein &#8222;Alter&#8220; die Kritik, dass der Autor des &#8222;Schwuler Militarismus&#8220;-Textes (S. 3) offenbar davon ausgehe, dass Schwule automatisch Antimilitaristen seien m\u00fcssten. Das sei aber falsch, da es bei Schwulen sicher \u00e4hnlich viele Militaristen gebe, wie bei Heteros. Diese (inhaltlich nicht falsche) Kritik des &#8222;Alten&#8220; sehe ich nicht als &#8222;homophob&#8220; an. Problematisch ist die Art, wie er die Kritik ge\u00fcbt hat, wenn also ein alter, erfahrener Autor einen jungen Autor kritisiert, kann das als &#8222;scharfe Kritik&#8220; r\u00fcberkommen. Aber ist das homophob?<\/p>\n<p>Die nach dem Berliner HerausgeberInnentreffen im Dezember 1999 erhobene Forderung der Redakteurin und des Oldenburger Ex-Koordinationsredakteurs nach Moderation der HerausgeberInnentreffen in K\u00f6ln und M\u00fcnster war richtig. Die sehr gute Arbeit der ModeratorInnen erwies sich als hilfreich um die Probleme im HerausgeberInnenkreis zu l\u00f6sen. Leider hat der Ex-Redakteur bereits Anfang des Jahres seinen Austritt aus dem HerausgeberInnenkreis erkl\u00e4rt und seit Dezember 1999 nicht mehr an den Treffen teilgenommen. Die M\u00fcnchner Redakteurin hat leider an dem moderierten Treffen in M\u00fcnster nicht mehr teilgenommen.<\/p>\n<p><em>Bestreitet die suspendierte Redakteurin die Vorw\u00fcrfe, die in der Antwort des HerausgeberInnenkreises vom 7. Juni auf das zweite Streikpapier der Frauen-Lesben-Redaktion erhoben werden? (Zerst\u00f6rtes Vertrauensverh\u00e4ltnis und Nichtanerkennung des HerausgeberInnenkreises als verantwortlichem Gremium der Zeitung)<\/em><\/p>\n<p>Sie hat zu mir und den meisten M\u00e4nnern des HerausgeberInnenkreises jegliche Kommunikation einseitig abgebrochen.<\/p>\n<p>Meine Neutralit\u00e4t ist verloren gegangen, nachdem ich mitbekommen habe, dass hinter meinem R\u00fccken auch L\u00fcgen \u00fcber mich verbreitet werden und die Ex-Kollegin z.B. in ihrem 1. Streikpapier auch mich diffamiert hat (s.S.16). Das Vertrauensverh\u00e4ltnis ist zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p>Problematisch finde ich, dass die Ex-Redakteurin Kritik nicht direkt (z.B. w\u00e4hrend des Treffens in K\u00f6ln), sondern nur hinter dem R\u00fccken der Personen \u00fcbt. Das wirkt dann schnell als Mobbing und zerst\u00f6rt, wenn es oft vorkommt, die Vertrauensbasis. Problematisch ist auch, wenn sie wiederum auf jegliche Kritik (z.B. am &#8222;Bleiw\u00fcstenlayout&#8220; der GWR 246 und 248) mit Sexismusvorw\u00fcrfen reagiert. Ebenso haben Spr\u00fcche wie z.B. &#8222;Die (Totalen) Kriegsdienstverweigerer interessieren mich nicht. Das sind doch nur M\u00e4nnerbiographien. Am liebsten w\u00fcrde ich diese Texte nicht mehr in der Zeitung haben&#8220; oder &#8222;Ich werde als Tippse f\u00fcr den Anarchismus missbraucht&#8220; (sinngem\u00e4\u00df aus dem Ged\u00e4chtnis zitiert) sicher bei vielen GWR-MitherausgeberInnen die Kinnladen herunterklappen lassen. Schlie\u00dflich kamen sie von einer Frau, die Mitverantwortung f\u00fcr eine Zeitung tr\u00e4gt, die immer schon Sprachrohr auch Totaler Kriegsdienstverweigerer und AnarchistInnen war und das m. E. auch bleiben sollte. Problematisch ist, wenn eine hauptamtliche Redakteurin eines gemischten Graswurzelprojekts Menschen gegeneinander ausspielt und gegen\u00fcber Dritten diffamiert.<\/p>\n<p>Die Redakteurin hat sich auf diese Arbeitsstelle hin beworben, die Aufgaben und die Tatsache, dass seit einigen Jahren mehr M\u00e4nner als Frauen im HerausgeberInnenkreis aktiv sind, war ihr beim Bewerbungsgespr\u00e4ch bekannt.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnde, warum sie anscheinend Probleme hat mit so vielen Heteros im GWR-HRSG zusammenzuarbeiten, lassen sich vielleicht nachvollziehen, aber es l\u00e4sst sich m. E. nur schwer nachvollziehen, warum sie sich dann auf den Job in einem gemischten Projekt beworben hat.<\/p>\n<p><em>Ich bin bestimmt nicht der einzige, der das alles nicht weiss. Zu diesen Fragen sollte in der GWR mal Stellung genommen werden. Auch das 1. Streikpapier sowie &#8211; wenn vorhanden &#8211; die Reaktion des HerausgeberInnenkreises sollten mal abgedruckt werden.<\/em><\/p>\n<p>Das 1. Streikpapier aus M\u00fcnchen enth\u00e4lt Falschaussagen und pers\u00f6nliche Diffamierungen gegen mehrere Mitglieder des HerausgeberInnenkreises, die namentlich genannt werden. Das spricht gegen eine Ver\u00f6ffentlichung in der GWR.<\/p>\n<p>Das Papier eines Mitherausgebers enth\u00e4lt sehr schwere Vorw\u00fcrfe gegen die Redakteurin, so dass eine Ver\u00f6ffentlichung in der GWR ohne ihre Zustimmung aus Gr\u00fcnden des Pers\u00f6nlichkeitsschutzes nicht in Frage kommt.<\/p>\n<p>Der Abdruck aller kursierenden Papiere w\u00fcrde den Rahmen der GWR sprengen.<\/p>\n<p><em>Die FrauenLesbenRedaktion sollte weiterbestehen, solange eine der beteiligten Frauen dies f\u00fcr n\u00f6tig h\u00e4lt. Dass diese Notwendigkeit besteht, halte ich allerdings f\u00fcr ein Armutszeugnis f\u00fcr den HerausgeberInnenkreis. Das Fernziel der FrauenLesbenRedaktion sollte die eigene Aufl\u00f6sung sein, und zwar dann, wenn die beteiligten FrauenLesben ihre Arbeit innerhalb der regul\u00e4ren Redaktionen leisten k\u00f6nnen. (Es ist f\u00fcr mich schon \u00fcberraschend, dass das bei einer Zeitung wie der GWR ein Problem darstellt.) <\/em><\/p>\n<p>Es ist nicht klar, wer die FrauenLesbenRedaktion ist (s. S. 15-17). Auch im neuen Papier aus M\u00fcnchen (s.S. 14) schreibt die Ex-Redakteurin zwar wieder in der &#8222;ich&#8220;-Form, unterschreibt ihr offensichtliches Ein-Frau-Papier dann aber mit &#8222;die feministische Redaktion&#8220;. Diese Instrumentalisierung von angeblich so vielen Feministinnen, die angeblich in der FrauenLesbenRedaktion mitmachen, die das Papier aber offensichtlich gar nicht geschrieben haben, riecht nach &#8222;Ich bin das ganze chinesische Volk und alles was ich sage ist richtig&#8220; und soll wohl auch den falschen Eindruck erwecken, als gebe es in den anderen GWR-Gruppen\/-Redaktionen\/-Zusammenh\u00e4ngen und im GWR- HerausgeberInnenkreis keine Feministinnen.<\/p>\n<p><em>Was heisst es aber, dass &#8222;MAN sich eine FL-Redaktion hereingeholt hat&#8220;? (Zitat aus dem ersten Streikpapier laut Artikel S. 13.) Klingt f\u00fcr mich ein bisschen nach Feigenblatt &#8211; wenn es eine FrauenLesbenRedaktion gibt, dann ist die f\u00fcr die &#8222;Frauensachen&#8220; zust\u00e4ndig und die anderen (&#8222;MAN&#8220; selbst) m\u00fcssen sich nicht mehr drum k\u00fcmmern. Dann ist die FrauenLesbenRedaktion nat\u00fcrlich eher ein Hindernis im Kampf um die Gleichberechtigung.<\/em><\/p>\n<p>Auf die Stellenanzeige in der GWR 231 haben sich zehn M\u00e4nner und eine Frau beworben. W\u00e4hrend des HRSG- Treffens im November 1998 in FfM wurde nach einem mehrst\u00fcndigen Kl\u00e4rungsprozess \u00fcber die Einstellung entschieden. Nach den Vorstellungsgespr\u00e4chen und einer langen Diskussion, bei der wir BewerberInnen nicht anwesend waren, erhielten die anderen Bewerber eine Absage, die Bewerberin und ich wurden von den ca. 20 anwesenden Herausgeberinnen und Herausgebern gefragt, ob wir uns vorstellen k\u00f6nnten, die Arbeit gemeinsam zu machen und die Stelle zu teilen. Sie wollten uns gerne beideals hauptamtliche KoordinationsredakteurInnen einstellen. Wir haben zugestimmt und nach einer zu kurzen Einarbeitungsphase in Oldenburg und der Schlie\u00dfung des dortigen B\u00fcros, im Februar 1999 die Redaktionsb\u00fcros in M\u00fcnster und M\u00fcnchen ge\u00f6ffnet. Zu diesem Zeitpunkt war von einer FrauenLesbenRedaktion noch keine Rede und in den ersten gemeinsam produzierten GWR 237 und GWR 238 taucht dieser oft auch als Selbstbezeichnung von der Koordinationsredakteurin verwendete Begriff noch nicht auf. Es wurde keine &#8222;FL-Redaktion hereingeholt&#8220;, sondern eine hauptamtliche Koordinationsredakteurin eingestellt.<\/p>\n<p><em>Ebenfalls aus dem Streikpapier zitiert wird der Satz: &#8222;Deshalb fehlt ihnen die entsprechende Sensibilit\u00e4t im Umgang mit der FrauenLesbenRedaktion sowie mit schwulen M\u00e4nnern.&#8220; Die Nennung der FL-Red. und der schwulen M\u00e4nner in einem Atemzug ist Unsinn, denn: Ich kann mir durchaus vorstellen, sensibel mit Frauen, Lesben und schwulen M\u00e4nnern oder auch nicht n\u00e4her bezeichneten, ganz normalen Menschen (als Einzelpersonen) umzugehen, andererseits aber mit einer bestimmten Gruppe von Menschen erhebliche Schwierigkeiten zu haben, und zwar aufgrund ihres Verhaltens. Anders ausgedr\u00fcckt: Ob ich ein Problem im Umgang mit bestimmten Personen habe ist v\u00f6llig unabh\u00e4ngig davon, ob ich ein Problem im Umgang mit Menschen habe. Damit sich Aussenstehende ein Bild machen k\u00f6nnen, w\u00e4re es auch wichtig zu erfahren, was nun eigentlich zuerst geschehen ist: Streik, Suspendierung oder was? Wenn sich die FrauenLesbenRedaktion und der HerausgeberInnenkreis nicht mal auf den zeitlichen Ablauf, Ursache und Wirkung einigen k\u00f6nnen, sind weitere Diskussionen wohl zum Scheitern verurteilt. Leider hat es diesen Anschein, wenn man das zweite Streikpapier und die Antwort darauf vergleicht.<\/em><\/p>\n<p>Durch das Verhalten der Redakteurin, war das Vertrauen in sie bereits vor dem &#8222;Streik&#8220; zerst\u00f6rt. Angesichts der schwelenden Konflikte hat ihr &#8222;Streik&#8220; das Fa\u00df zum \u00dcberlaufen gebracht. Nachdem sie sich mit einem anderen Mitherausgeber am Telefon gestritten hatte, teilte sie mir und einem Heidelberger Redakteur telefonisch mit, dass sie die Produktion der GWR 250 bestreikt. Daraufhin hat er einen langen Brief an den HerausgeberInnenkreis (inklusive Redakteurin) geschrieben, in dem er u.a. ihre K\u00fcndigung gefordert hat. Als Reaktion darauf, aber ohne auf die Vorw\u00fcrfe gegen sie einzugehen, erreichte u.a. das 1. Streik-Papier aus M\u00fcnchen den HRSG-Kreis.<\/p>\n<p>Die Redakteurin hat sich der Kritik an ihrem Verhalten &#8211; trotz anwesender ModeratorInnen &#8211; nicht gestellt und nahm nicht am HRSG-Treffen teil.<\/p>\n<p>Nach zweit\u00e4gigem Konsensprozess hat der HerausgeberInnenkreis sie von ihren hauptamtlichen Aufgaben entbunden. Ein Mitherausgeber erkl\u00e4rte zuvor seinen Austritt aus dem Kreis und verlie\u00df das Treffen fr\u00fchzeitig.<\/p>\n<p>Leider kam ein m.E. sinnvolles Mediationsverfahren bisher nicht zustande und es ist noch nicht gelungen die Konflikte durch eine gewaltfreie Kommunikation beizulegen.<\/p>\n<p><em>Vielen Dank an Ilka f\u00fcr ihren Mut, das erste Streikpapier kritisch zu beleuchten und ihre F\u00e4higkeit, dies zu tun, ohne dabei Einzelpersonen oder Gruppen sinnlos zu beleidigen, wie es bei solchen Streitigkeiten leider sehr h\u00e4ufig ist. Bis denn, Dieter (Hetero-Mann, weiss. Kann ich auch nix f\u00fcr. Ich hoffe, ich darf trotzdem meinen Senf dazu geben.)<\/em><\/p>\n<p>Vielen Dank f\u00fcr Deinen Brief. Mit li(e)bert\u00e4ren Gr\u00fc\u00dfen,<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieter Schmidt: Liebe Leute, wenn auch ich als einfacher Leser der Graswurzelrevolution mit internen Streitigkeiten konfrontiert werde, m\u00f6chte ich dann doch gerne die vollst\u00e4ndige Information. Beim Lesen der Artikel dar\u00fcber in der Nr. 250 stellen sich mir einige Fragen: &#8211; Wenn ein Papier &#8222;bundesweit&#8220; verschickt wird, wer bekommt es dann? Bernd Dr\u00fccke (GWR-MS): Lieber Dieter &hellip; <a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2000\/09\/fragen-und-antworten\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"slim_seo":{"title":"Fragen und Antworten - graswurzelrevolution","description":"Dieter Schmidt: Liebe Leute, wenn auch ich als einfacher Leser der Graswurzelrevolution mit internen Streitigkeiten konfrontiert werde, m\u00f6chte ich dann doch ger"},"footnotes":""},"categories":[224,59],"tags":[],"class_list":["post-3492","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-251-september-2000","category-graswurzelrevolution"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3492","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3492"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3492\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3492"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3492"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3492"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}