{"id":3498,"date":"2000-10-01T00:00:02","date_gmt":"2000-09-30T22:00:02","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/?p=3498"},"modified":"2022-07-26T14:26:24","modified_gmt":"2022-07-26T12:26:24","slug":"zwischen-utopie-und-stimmabgabe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2000\/10\/zwischen-utopie-und-stimmabgabe\/","title":{"rendered":"Zwischen Utopie und Stimmabgabe"},"content":{"rendered":"<p>Da wir kein Aufnahmeger\u00e4t hatten, fasse ich die Ausf\u00fchrungen der beiden in freier \u00dcbersetzung zusammen. Dabei habe ich Aspekte, die mir aufgrund meiner Notizen in der \u00dcberarbeitung nicht mehr deutlich waren, gek\u00fcrzt oder ausgelassen, wichtig war es mir, keine falschen Widergaben (i.S. von nicht Gesagtem) zu machen. Das beinhaltet, das einzelne Informationen nicht von uns \u00fcberpr\u00fcft wurden, sondern allein die Wahrnehmung von Andrej und Rata dargestellt ist.<\/p>\n<h3>Belgrade Libertarian Group<\/h3>\n<p>Unsere Interviewpartner Rata und Andrej, beide Mitte zwanzig, sind in der lokalen Gruppe &#8222;Belgrade Libertarian Group&#8220; (BIG) aktiv, deren Schwerpunkt eindeutig in der theoretischen Arbeit liegt. Sie lesen und diskutieren gemeinsam anarchistische Literatur, wobei die einzelnen Themen von den Interessen der Mitglieder der Gruppe bestimmt werden, so bspw. Feminismus oder Anarchosyndikalismus. Zur Zeit beginnen sie damit, Klassiker wie Kropotkin, Tolstoi, Bakunin, Camus oder Gurine erstmals ins Serbische zu \u00fcbersetzen. Letzten Monat ist in Serbien Andrejs \u00dcbersetzung von &#8222;Necessary illusions &#8211; thought control in democratic socities&#8220; von Noam Chomsky erschienen. Die Gruppe besteht aktuell aus 10 bis 15 Leuten. Sie hat sich 1967 w\u00e4hrend der Studierendenunruhen informell gegr\u00fcndet und war bis in die 90er Jahre als Untergrundgruppe aktiv. Heute noch sind in der Gruppe auch Aktive aus den 60er Jahren dabei. Die BIG baute in Belgrad ein Zentrum f\u00fcr libert\u00e4re Studien auf, haupts\u00e4chlich um unter dem wissenschaftlichen Deckmantel anarchistische Aktivit\u00e4ten\/Aktionen durchzuf\u00fchren. Sie betreiben dort eine kleine Bibliothek. W\u00e4hrend des letzten Jahrzehnts lag ihr Aktionsschwerpunkt in der Teilnahme an Demonstrationen und Protesten gegen die Kriege im ehemaligen Jugoslawien. Daneben gab es in der Vergangenheit Aktionen z.B. zu Mumia Abu Jamal oder w\u00e4hrend der 1.Mai-Demo dieses Jahr, ohne dass jedes Mal das anarchistische Logo hochgehalten w\u00fcrde. Aus ihrer theoretischen Auseinandersetzung entstehen immer wieder Vorlesungen oder workshops, die auch von Au\u00dfenstehenden besucht werden. Die Atmosph\u00e4re in der BIG bezeichnen Rata und Andrej als sehr offen und diskussionsfreudig, das hei\u00dft dass unterschiedliche anarchistische Str\u00f6mungen wie Anarchosyndikalismus, Anarchoindividualismus oder AnarchaFeminismus dort zusammentreffen.<\/p>\n<h3>Vernetzung<\/h3>\n<p>Anarchistische Gruppen haben in Jugoslawien nicht so eine lange Tradition wie in anderen L\u00e4ndern, 1910 haben sich die ersten AnarchistInnen organisiert. Von den 60er bis 80er Jahren war anarchistische Arbeit verboten, und es gab nur AktivistInnen im Untergrund. Seit Mitte der 90er existieren wieder verschiedene Gruppen. Neben der BIG trifft sich in Belgrad eine weitere anarchistische Gruppe, Group for Libertarian initiatives Belgrade oder GLIB, was im serbischem Schlamm bedeutet. Sie besteht seit M\u00e4rz 1998, engagiert sind dort vorwiegend m\u00e4nnliche Studierende Anfang zwanzig, die sich st\u00e4rker als die BIG an Aktionen wie an ihrer gemeinsamen Musikkultur orientieren. Des weiteren gibt es eine Gruppe in Kraljevo.<\/p>\n<p>Trotz der Kriege gab es durchgehend Kontakt zwischen AnarchistInnen aus den verschiedenen Republiken des ehemaligen Jugoslawiens, weil sie sich als InternationalistInnen verstehen. Haupts\u00e4chlich l\u00e4uft dieser Austausch \u00fcber eine e-mailing- Liste und private Kontakte. 1990 allerdings fand in Italien ein Seminar von AnarchistInnen aus den verschiedenen Teilen Jugoslawiens statt, welches damals an den Nationalismen verschiedener Personen scheiterte. Im Mai diesen Jahres trafen sich in der Republika Srbska vorwiegend junge AnarchistInnen (u.a. viele von GLIB), d.h. Menschen, die 1990 nicht beteiligt waren, aus Ex-Jugoslawien zur Koordinierung weiterer Zusammenarbeit und Vernetzung. Im Endeffekt stand erst einmal der pers\u00f6nliche Kontakt und das Kennenlernen im Vordergrund, so dass ein Folgetreffen geplant ist.<\/p>\n<p>In Belgrad selber ist die libert\u00e4re Graswurzelszene sehr schwach vernetzt, die BIG arbeitet mit einigen lokalen feministischen und \u00f6kologischen Gruppen zusammen, w\u00e4hrend sie mit politischen Gruppen wie &#8222;Women in Black&#8220; oder &#8222;Helsinki Committee for Human Rights&#8220; Schwierigkeiten haben. Women in Black werfen sie z.B. vor, w\u00e4hrend des Krieges in Bosnien-Herzegowina einseitig national bzw. religi\u00f6s Stellung f\u00fcr bosnische Muslime eingenommen zu haben, indem sie Gespr\u00e4che mit der bosnischen Regierung f\u00fchrten. KriegsgegnerInnen aber m\u00fcssten gegen die Kriegsf\u00fchrung auf allen Seiten protestieren. Auch sei die Gruppe zu pro-amerikanisch, da sie Geld aus den USA bezieht.<\/p>\n<p>Gegen\u00fcber Nichtregierungsorganisationen (NGOs; in Serbien bezeichnet sich alles als NGO, von der autonomen Frauengruppe bis zu OXFAM, einer gro\u00dfen brit. international t\u00e4tigen Hilfsorganisation, d. Verf.) haben Rata und Andrej eine sehr kritische Einsch\u00e4tzung. Intern benutzen sie Begriffe wie GO-NGO (govermental NGO) und MO-NGO (money- NGO), um ihre Kritik zu verbildlichen. Besonders aggressiv verh\u00e4lt sich SOROS, eine amerikanische Stiftung, die mittels ihrer Zuwendungen versucht, den neoliberalen Freiheits- und Marktgedanken in L\u00e4ndern Mittel- und Osteuropas zu f\u00f6rdern. Andrej bezeichnet solche Initiativen als gef\u00e4hrlicher f\u00fcr die weitere gesellschaftliche Entwicklung als die politischen Parteien.<\/p>\n<h3>Repression<\/h3>\n<p>Repression in Serbien bestand f\u00fcr Andrej und Rata lange Zeit eher in der Manipulation der Menschen als in offener Repression. Das hat sich jedoch in der letzten Zeit ver\u00e4ndert, so dass jetzt wesentlich st\u00e4rker offene Repression gegen politisch Andersdenkende, z. B. JournalistInnen oder Otpor!-AktivistInnen zu verzeichnen ist. Der Staat hat sich in den letzten Jahren von einem undemokratischen zu einem diktatorischem Staat gewandelt. Das f\u00fchrt Andrej darauf zur\u00fcck, dass Milosevic mittlerweile nicht mehr gen\u00fcgend Unterst\u00fctzung in der Bev\u00f6lkerung hat (ob das an den verlorenen Kriegen, d.h. sehr nationalistischen Gr\u00fcnden, oder an der miesen und korrupten wirtschaftlichen Lage des Landes liegt, haben wir leider nicht angesprochen). Bisher gewann er alle Wahlen bis auf die Kommunalwahlen 1996, die er erst nach monatelangen Protesten der Bev\u00f6lkerung (den t\u00e4glichen Demonstrationen im Winter 1996\/97) anerkannte, ohne dass nennenswert manipuliert werden musste.<\/p>\n<p>Serbien ist ein Polizeistaat, doch sind die zivilen Rechte im Prinzip gew\u00e4hrleistet. Rata betont, dass die Polizei brutal sei und schnell k\u00f6rperliche Gewalt anwendet. Als schlimmer H\u00f6hepunkt gilt die Vergewaltigung eines Mannes durch Polizisten, der bei einer Demo im Winter 1997 eine Milosevic-Puppe trug. Es ist willk\u00fcrlich, ob mensch beispielsweise wegen Tragen eines Otpor!-T-Shirts arrestiert wird oder nicht. Andrej stimmt darin \u00fcberein, dass das Vorgehen der Polizei brutal sei, doch sei dies in anderen L\u00e4ndern, beispielsweise in Deutschland auch so, Polizei gehe immer hart gegen ihre GegnerInnen vor, und in Serbien sei die Situation nicht so gewaltt\u00e4tig wie in verschiedenen L\u00e4ndern Mittelamerikas, z.B. Nicaragua.<\/p>\n<p>Repression wird nicht nur \u00fcber Polizeigewalt ausge\u00fcbt. So liegt der Gesetzesvorschlag vor, dass zur Registrierung einer neuen NGO mindestens 100 Unterschriften notwendig sind. Dadurch wird vielen politischen Initiativen, aber z.B. auch Selbsthilfegruppen, die normalerweise wesentlich geringere Unterst\u00fctzung haben, die Registrierung verwehrt.<\/p>\n<h3>Otpor!<\/h3>\n<p>Es besteht pers\u00f6nlicher Kontakt zwischen Otpor-AktivistInnen und AnarchistInnen, doch es gibt keine politische Zusammenarbeit. Otpor! wird als neoliberale und nationalistische Organisation beschrieben, die stark hierarchisch organisiert ist. &#8222;Otpor! veranlasst jeden ordentlicheN AnarchistIn dazu, dass es ihr\/ihm aufst\u00f6\u00dft.&#8220; Dann allerdings spezifiziert Rata, dass dies f\u00fcr die F\u00fchrer der au\u00dferparlamentarischen Bewegung gilt, w\u00e4hrend bei den Mitgliedern alles anzutreffen ist, von AnarchistInnen bis hin zu NationalistInnen. So muss deutlich unterschieden werden zwischen der Bewegung in Belgrad und in der Provinz, bes. in Subotica gibt es eine progressive Gruppe. Viele sehen Otpor! als das kleinere \u00dcbel an und wollen irgendeine Ver\u00e4nderung, wobei es erst einmal egal ist, was f\u00fcr eine. Dabei wird dieser Bewegung die Kraft zugesprochen, wirklichen Einfluss auf politische Ver\u00e4nderungen in Serbien zu haben. Allerdings haben viele der Mitglieder wenig politisches Wissen, sind eigentlich eher unpolitische Menschen.<\/p>\n<p>Von Rata und Andrej wird die gesellschaftliche Energie gew\u00fcrdigt, die Otpor! entfalten konnte, sie hat sich in den letzten Monaten von einer Studierenden- zu einer Bewegung der Bev\u00f6lkerung ausgeweitet. Dieses Mobilisierungspotential, ihre Struktur sowie ihr Geld, (gro\u00dfe Unterst\u00fctzung bekommt Otpor! indirekt vom CIA aus der Schweiz,) machen sie zu einer einflussreichen Bewegung.<\/p>\n<h3>Wahlen am 24. September und Nationalismus<\/h3>\n<p>Auf die Wahlen angesprochen, unterscheiden sich die Antworten der beiden Interviewpartner sehr stark, so dass ich sie trenne. Es ist auch hier keine w\u00f6rtliche Wiedergabe, aber sehr eng an den w\u00f6rtlichen Antworten.<\/p>\n<p>Andrej: Deutschland ist eine Sache, Serbien heute ist eine andere Sache. Ich gehe w\u00e4hlen und werde f\u00fcr Kostunica, den Kandidaten des Oppositionsb\u00fcndnisses, stimmen. Dieses ist das erste Mal im Leben, dass ich w\u00e4hlen werde. Warum? Ich bin \u00fcberzeugt, Milosevic wird die Macht in keinem Fall abgeben, so dass es wichtig ist, dass Kostunica m\u00f6glichst hoch gewinnt, denn nur dann werden die Menschen auf die Strasse gehen und protestieren. Sollte es dazu kommen, dass Milosevic die Macht doch abgibt, dann wird es in jedem Fall mehr Freiraum f\u00fcr politische Arbeit geben und wenn es nur dazu f\u00fchrt, dass wir unser Magazin mit unseren Veranstaltungen und Diskussionen ver\u00f6ffentlichen k\u00f6nnen. Jetzt kannst du f\u00fcr so etwas sofort arrestiert werden.<\/p>\n<p>Rata: Nat\u00fcrlich gilt hier auch der Spruch &#8218;wenn Wahlen was ver\u00e4ndern w\u00fcrden, w\u00e4ren sie verboten&#8216;. Ich gehe nicht w\u00e4hlen. Dieses theoretische Argument des Anarchismus habe ich abgewogen mit situationsspezifischen Argumenten. Wenn ich sicher w\u00e4re, dass es mit Kostunica den Menschen besser gehen w\u00fcrde, w\u00fcrde ich w\u00e4hlen. Doch dazu br\u00e4uchte er die Unterst\u00fctzung des Westens und die hat er meiner Meinung nach nicht. Also werden die Wahlen nichts ver\u00e4ndern. Au\u00dferdem ist er ein Nationalist, macht Wahlkampf mit nationalistischen Parolen. Das einzige Bild, auf dem er l\u00e4chelt, und ich habe viele gesehen, ist eines mit einem MG im Arm in Kosovo\/a.<\/p>\n<p>Andrej: Kostunica ist Politiker, Intellektueller, er verh\u00e4lt sich wie jeder Politiker, arrangiert sich mit den Rechten, redet mit Linken, da transportiert er eben auch nationalistische Ideen, wenn es opportun ist. Er will gew\u00e4hlt werden.<\/p>\n<p>N\u00e4her auf den Nationalismus angesprochen, mit dem alle Parteien Wahlkampf machen, wird er teilweise mit dem realsozialistischen Regime erkl\u00e4rt. Historisch gibt es auf dem Balkan eine andere Nationalit\u00e4tenstruktur als in Mittel &#8211; und Westeuropa, die als solche einfach erst einmal zur Kenntnis genommen werden muss. Tito allerdings versuchte nationalistische Tendenzen mit Gewalt zu unterdr\u00fccken, was sich auf lange Sicht hin als kontraproduktiv erwies. In den letzten zehn Jahren kann der Nationalismus in Serbien in Wellenbewegungen beschrieben werden, auf und ab. Nach der Bombardierung von Jugoslawien 1999 durch die NATO stieg er radikal an und ist seitdem in der Bev\u00f6lkerung wieder sehr hoch.<\/p>\n<p>Am Beispiel MonteNegro erkl\u00e4ren die beiden ihre Einstellung zum Selbstbestimmungsrecht. MonteNegro hat in der Geschichte schon lange als Staat bestanden, doch es gab keine Ethnie von MonteNegrienerInnen. Es lebten in MonteNegro SerbInnen, so wie auch in Teilen Kroatiens, Bosniens oder im Kosovo\/a. Nach dem 2. Weltkrieg erschien es einigen regionalen Politikern opportun, explizit eine eigene Nation von MonteNegrienerInnen zu kreieren. W\u00e4hrend Andrej mit dem historischen Exkurs deutlich machen will, dass nationale Gedanken den Interessen der Herrschenden dienen und von diesen je nach Nutzen forciert oder unterdr\u00fcckt werden, ist f\u00fcr Rata der Aspekt von gr\u00f6\u00dfter Wichtigkeit, dass sich heute die Menschen dort als MonteNegrienerInnen f\u00fchlen. Das muss einfach akzeptiert werden, denn jedeR besitzt das Recht, sich als das zu bezeichnen, als was er\/sie m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Auf die Frage, worin sich nationalistische Ideen der Regierungsparteien (SPS und JUL) von solchen der Opposition und speziell Kostunica als Herausforderer im Pr\u00e4sidentenwahlkampf unterscheiden, blieben die Antworten sehr allgemein. Jede Form von Nationalismus ist zu verurteilen, und f\u00fcr Rata bestehen auch \u00fcberhaupt keine nennenswerten Unterschiede. Andrej hingegen differenziert zwischen einem eher subtilen Nationalismus von Kostunica und offenem Chauvinismus von Milosevic, der nicht nur ein positives Selbstbild der eigenen Nation, sondern auch Verachtung anderer Nationalit\u00e4ten beinhalte.<\/p>\n<h3>Anti-Amerikanismus<\/h3>\n<p>Uns ist hier ein starker Anti-Amerikanismus begegnet, w\u00e4hrend Deutschlands Rolle (wie auch die anderer Nato- Mitglieder) unseres Erachtens nach marginalisiert wird. Darauf angesprochen, teilen beide Interviewpartner die allgemein hier herrschende Meinung. Die deutschen Interessen seien gering und nicht so ernst zu nehmen. Allerdings bezeichnen sie es nicht als Anti-Amerikanismus, sondern treffender sei Anti-Neoliberalismus, um zu verdeutlichen, wogegen sich die Kritik richtet. Amerika sei das weltweit herrschende Imperium und vertrete, eben auch mittels der Nato, die Ideologie eines Imperialisten. Somit stehe die Nato unter der faktischen Kontrolle der USA oder um es mit Noam Chomskys Worten zu sagen: &#8222;Die Nato ist eine globale Macht unter der Vorherrschaft des amerikanischen Imperiums und zwar milit\u00e4risch, ideologisch, kulturell sowie \u00f6konomisch.&#8220;. Als Beispiel wird eine serbische Gewerkschaft zitiert, die die Interessen ihrer Mitglieder damit zu vertreten versucht, indem sie auf den Slogan setzt: &#8222;Lasst uns privatisieren!&#8220; Ob es sich dabei um amerikanischen, deutschen oder anderen Neoliberalismus handelt, das sei im Endeffekt egal, doch vertrete die USA diese Einstellung am offensivsten.<\/p>\n<p>Der Anti-Amerikanismus sei der einzige positive Aspekt in der Politik Milosevics. Allerdings sei er chauvinistisch zu erkl\u00e4ren, so gehe es Milosevic darum, die Menschen damit f\u00fcr sich einzunehmen. Er biete sich den Menschen als Retter vor den USA an, somit ben\u00f6tige er die Feindschaft der Bev\u00f6lkerung gegen die USA, um seine Macht zu stabilisieren.<\/p>\n<p>Wir danken Rata und Andrej f\u00fcr das Interview.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da wir kein Aufnahmeger\u00e4t hatten, fasse ich die Ausf\u00fchrungen der beiden in freier \u00dcbersetzung zusammen. 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