{"id":3619,"date":"2000-11-01T00:00:14","date_gmt":"2000-10-31T22:00:14","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/?p=3619"},"modified":"2022-07-26T14:16:57","modified_gmt":"2022-07-26T12:16:57","slug":"literatur-und-anarchie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2000\/11\/literatur-und-anarchie\/","title":{"rendered":"Literatur und Anarchie"},"content":{"rendered":"<h3>&Uuml;ber &#8222;Krieg und Frieden&#8220;<\/h3>\n<p>Die Philosophie des Krieges, die Tolstoi in <i>Krieg und Frieden                 <\/i>entwickelt hatte, rief leidenschaftliche Diskussionen und                 scharfe Kritiken hervor, und dennoch kann man nicht umhin, sie                 als zutreffend anzuerkennen. In Wirklichkeit ist sie anerkannt                 von denen, die den Krieg aus eigener Anschauung kennen oder die                 Massen in ihren Handlungen beobachten konnten. Freilich solche,                 die den Krieg aus Zeitungsberichten kennen, und besonders solche                 Offiziere, die hinterher so und so oft einen &#8218;verbesserten&#8216; Schlachtbericht                 vorgetragen haben, wie er <i>ihnen <\/i>pa&szlig;te, und worin                 <i>sie <\/i>die f&uuml;hrende Rolle spielten &#8211; solche Leute werden                 mit Tolstojs Schilderung der &#8218;Helden&#8216; nicht einverstanden sein;                 aber es gen&uuml;gt, beispielsweise zu lesen, was Moltke und Bismarck                 in ihren Privatbriefen &uuml;ber den Krieg von 1970 und 1871 geschrieben                 haben, oder die einfache ehrliche Schilderung irgendeines historischen                 Ereignisses, wie wir ihr gelegentlich begegnen, um Tolstojs Ansichten                 vom Krieg und seine Auffassung von dem au&szlig;erordentlich begrenzten                 Anteil, den die &#8218;Helden&#8216; an den historischen Ereignissen nehmen,                 zu verstehen. Tolstoj hat den Artillerieoffizier Tuschin nicht                 frei erfunden, den seine Vorgesetzten mitten in der Stellung von                 Sch&ouml;ngraben vergessen hatten und der durch vorsichtige und                 kluge Verwendung seiner vier Kanonen den ganzen Tag hindurch die                 Aufreibung der russischen Arri&egrave;regarde verhindern konnte:                 er kannte solche Tuschins zu gut von (Tolstojs eigener fr&uuml;heren                 Kriegsteilnahme in; Red.) Sevastopol her. Sie sind die wahre Lebenskraft                 jedes Heeres in der Welt, und der Erfolg einer Armee h&auml;ngt                 unendlich mehr von der Anzahl der Tuschins ab als vom Genie der                 H&ouml;chstkommandierenden. Hierin stimmen Tolstoj und Moltke                 &uuml;berein, und hierin unterscheiden sie sich beide in gleicher                 Weise von den &#8218;Kriegskorrespondenten&#8216; und den Generalstabshistorikern.<\/p>\n<p>In den H&auml;nden eines Schriftstellers von geringerer Gestaltungskraft                 als Tolstoj h&auml;tte eine solche These vielleicht nicht &uuml;berzeugend                 wirken k&ouml;nnen; aber in <i>Krieg und Frieden <\/i>tritt sie                 fast mit der Gewalt der Selbstverst&auml;ndlichkeit auf. Tolstojs                 Kutuzov ist &#8211; was er in Wirklichkeit war &#8211; ein ganz gew&ouml;hnlicher                 Mann; aber er war ein gro&szlig;er Mann in dem Sinne, da&szlig;                 er in der Voraussicht des unvermeidlichen und fast schicksalsm&auml;&szlig;igen                 Verlaufs der Ereignisse wenigstens nicht vorgab, sie zu dirigieren,                 sondern einfach sein Bestes tat, um die Kr&auml;fte seiner Armee                 so zu verwenden, da&szlig; wenigstens gr&ouml;&szlig;eres Ungl&uuml;ck                 vermieden wurde.<\/p>\n<p>Es braucht kaum gesagt zu werden, da&szlig; <i>Krieg und Frieden                 <\/i>eine machtvolle Verurteilung des Krieges bedeutet. Die Wirkung,                 die der gro&szlig;e Schriftsteller in dieser Beziehung auf seine                 Generation ausge&uuml;bt hat, l&auml;&szlig;t sich tats&auml;chlich                 in Ru&szlig;land verfolgen. Sie trat bereits w&auml;hrend des                 gro&szlig;en t&uuml;rkischen Krieges von 1877 und 1878 zutage,                 als es absolut unm&ouml;glich war, in Ru&szlig;land einen Kriegskorrespondenten                 zu finden, der da beschrieben h&auml;tte, wie &#8222;wir die Granaten                 in den Feind hineingepfeffert&#8220; haben, oder wie &#8222;wir sie wie Kegel                 umgeschossen haben.&#8220; Und selbst wenn ein Mann sich gefunden h&auml;tte,                 der in seinen Berichten solche &Uuml;berbleibsel von Kannibalismus                 gebraucht h&auml;tte, so w&uuml;rde keine Zeitung mehr gewagt                 haben, sie zu drucken. Der allgemeine Charakter des russischen                 Kriegskorrespondenten war v&ouml;llig umgeformt worden, und w&auml;hrend                 desselben Krieges tauchten M&auml;nner auf, wie der Novelist Garsin                 und der Maler Vererscagin, die ihre Lebensaufgabe darin sahen,                 den Krieg zu bek&auml;mpfen.<\/p>\n<p>Jeder, der <i>Krieg und Frieden <\/i>gelesen hat, erinnert sich                 nat&uuml;rlich des harten Schicksals Pierres und seiner Freundschaft                 mit dem Soldaten Karataev. Man f&uuml;hlt, da&szlig; Tolstoj f&uuml;r                 die ruhige Philosophie dieses Mannes aus dem Volke, eines typischen                 Repr&auml;sentanten des gew&ouml;hnlichen, mit gesundem Menschenverstand                 begabten russischen Bauern, gro&szlig;e Bewunderung hegt. Einige                 Kritiker haben deswegen gemeint, da&szlig; Tolstoj in Karataev                 eine Art orientalischen Fatalismus predige. Nach der Ansicht des                 Schreibers ist das aber ganz falsch. Karataev, ein konsequenter                 Pantheist, wei&szlig; nur, da&szlig; es Ungl&uuml;cksf&auml;lle                 gibt, denen zu widersprechen unm&ouml;glich ist, und er wei&szlig;,                 da&szlig; das Mi&szlig;geschick, das ihn befallen hat, seine eigenen                 Leiden und vielleicht die Erschie&szlig;ung einer Anzahl von Gefangenen,                 unter denen er morgen geradesogut wie nicht sich ebenfalls befinden                 kann -, da&szlig; all dies die unvermeidlichen Folgen eines viel                 gr&ouml;&szlig;eren Ereignisses sind: des bewaffneten Konfliktes                 zwischen Nationen, der, wenn er einmal begonnen hat, sich mit                 all seinen furchtbaren und absolut unkontrollierbaren Konsequenzen                 abspielen mu&szlig;. Karataev handelt wie eine von den K&uuml;hen                 an den Alpenabh&auml;ngen, von denen der Philosoph Guyau erw&auml;hnt,                 da&szlig;, wenn eine f&uuml;hlt, da&szlig; sie an einem steilen                 Abhange ins Rutschen kommt, sie zuerst verzweifelte Anstrengungen                 macht, sich zu halten, aber wenn sie sieht, da&szlig; keine M&uuml;he                 hilft, sich ruhig in den Abgrund gleiten l&auml;&szlig;t. Karataev                 nimmt das Unvermeidliche hin, aber er ist kein Fatalist. Wenn                 er geglaubt h&auml;tte, da&szlig; er irgendwie den Krieg verhindern                 k&ouml;nnte, so w&uuml;rde er alles dazu aufgeboten haben. Ja,                 als Pierre gegen Ende des Werkes seiner Frau Natascha sagt, da&szlig;                 er sich mit den Dekabristen (russische Aufst&auml;ndische von                 1825 gegen den Zaren; Red.) verbinden will &#8211; es wird wegen der                 Zensur in verschleierten Worten gesagt, aber der russische Leser                 versteht es nichtsdestoweniger -, und als sie ihn fragt: &#8222;W&uuml;rde                 Platon Karataev es guthei&szlig;en?&#8220; antwortet Pierre nach einem                 Augenblick der &Uuml;berlegung mit Entschiedenheit: &#8222;Ja, er w&uuml;rde                 es tun.&#8220;<\/p>\n<p>Ich wei&szlig; nicht, was ein Engl&auml;nder oder Franzose oder                 Deutscher f&uuml;hlt, wenn er <i>Krieg und Frieden <\/i>liest &#8211;                 gebildete Engl&auml;nder haben mir gesagt, da&szlig; sie es langweilig                 finden -; aber ich wei&szlig;, da&szlig; f&uuml;r gebildete Russen                 die Lekt&uuml;re fast jeder Szene in <i>Krieg und Frieden <\/i>eine                 Quelle unbeschreiblichen &auml;sthetischen Genusses ist. Ich habe,                 wie so viele Russen, das Werk viele Male gelesen und konnte doch                 nicht, wenn ich gefragt wurde, die Szenen nennen, die mich am                 meisten entz&uuml;ckt haben: die Kindergeschichten, die Masseneffekte                 in den Kriegsszenen, das Regimentsleben, die unnachahmlichen Szenen                 aus dem Leben des Hofes und der Aristokratie, die kleinen Details                 &uuml;ber Napoleon oder Kutuzov oder aus dem Leben der Rostovs                 &#8211; das Gastmahl, die Jagd, das Verlassen Moskaus usw.<\/p>\n<p>Viele f&uuml;hlen sich verletzt, wenn sie beim Lesen des Werkes                 ihren Helden Napoleon auf einen so kleinen Ma&szlig;stab reduziert                 und selbst l&auml;cherlich gemacht sehen. Aber der Napoleon, der                 nach Ru&szlig;land kam, war nicht mehr der Mann, der die Armeen                 der Sanskulotten begeisterte und sie in den ersten Feldz&uuml;gen                 gegen Leibeigenschaft, Absolutismus und Inquisition gef&uuml;hrt                 hatte. Alle M&auml;nner in hoher Stellung sind in gewissem Grade                 Schauspieler, wie Tolstoj so deutlich an vielen Stellen seines                 gro&szlig;en Werkes zeigt, und Napoleon war sicherlich nicht der                 schlechteste Schauspieler unter ihnen. Aber zur Zeit, als er nach                 Ru&szlig;land kam &#8211; als ein Kaiser, der inzwischen durch die Lobhudeleien                 der H&ouml;flinge ganz Europas und die Verehrung der Massen verdorben                 war, die <i>ihm <\/i>zuschrieben, was der durch die gro&szlig;e                 Revolution (in Frankreich; Red.) hervorgerufenen Bewegung der                 Geister zuzuschreiben war, und die infolgedessen in ihm einen                 Halbgott sahen &#8211; da hatte der Schauspieler in ihm die Oberhand                 gewonnen &uuml;ber den Mann, in dem vorher die jugendliche Energie                 der pl&ouml;tzlich erwachten franz&ouml;sischen Nation verk&ouml;rpert                 gewesen, in dem der Ausdruck jenes Erwachens erschienen und durch                 den die St&auml;rke dieser Bewegung noch erh&ouml;ht worden war.                 Auf diese Umst&auml;nde war der Zauber zur&uuml;ckzuf&uuml;hren,                 den Napoleons Name auf seine Zeitgenossen aus&uuml;bte&#8230;<\/p>\n<p>In <i>Krieg und Frieden <\/i>entwickelte Tolstoj die Philosophie                 der <i>Massen gegen die Helden, <\/i>eine Philosophie, die nur                 wenige unter den Gebildeten ganz Europas bereit gefunden h&auml;tte,                 sich ihr anzuschlie&szlig;en. War es sein dichterisches Genie,                 das ihm die Rolle, die die Massen in dem gro&szlig;en Kriege von                 1812 gespielt hatten, enth&uuml;llte und das ihn lehrte, da&szlig;                 sie &#8211; die Massen und nicht die Helden &#8211; alle gro&szlig;en Dinge                 in der Geschichte geleistet haben? Oder war es nur eine Weiterentwicklung                 der Ideen, die ihn in der Schule von Jasnaja Poljana erf&uuml;llten                 und die sich im Gegensatz befanden zu allen Erziehungstheorien,                 die von Kirche und Staat im Interesse der privilegierten Klasse                 ausgearbeitet worden waren? Auf alle F&auml;lle mu&szlig; <i>Krieg                 und Frieden <\/i>ihm ein gen&uuml;gend gro&szlig;es Problem zu                 l&ouml;sen gegeben haben, um seine Gedanken f&uuml;r eine Reihe                 von Jahren zu absorbieren, und w&auml;hrend der Abfassung dieses                 Monumentalwerkes, in dem er versuchte, eine neue Geschichtsauffassung                 zu bieten, mu&szlig; er gef&uuml;hlt haben, da&szlig; er auf dem                 rechten Wege war.<\/p>\n<h3>&Uuml;ber &#8222;passiven Widerstand&#8220;<\/h3>\n<p>Das Schwergewicht der christlichen Lehre sieht Tolstoj in der                 Vorschrift: &#8222;Widersteht nicht dem B&ouml;sen.&#8220; W&auml;hrend der                 ersten Jahre nach seiner (Lebens-; Red.)-Krise predigte er absolute                 Passivit&auml;t gegen&uuml;ber dem &Uuml;bel &#8211; in voller &Uuml;bereinstimmung                 mit dem buchst&auml;blichen und ganz bestimmten Sinne der Worte                 des Evangeliums, welche Worte im Zusammenhang mit dem von der                 rechten und der linken Wange offenbar vollst&auml;ndige Demut                 und Ergebung bedeuten. Er mu&szlig;te aber bald erkannt haben,                 da&szlig; eine solche Lehre nicht nur mit seiner Auffassung von                 Gott im Widerspruch stand, sondern da&szlig; sie auch darauf hinauslief,                 einfach dem B&ouml;sen Vorschub zu leisten. Sie enth&auml;lt direkt                 die Erlaubnis zum B&ouml;sen, die immer im Interesse der herrschenden                 Klassen von den Staatsreligionen gepredigt worden ist, und Tolstoj                 mu&szlig; dies erkannt haben. Er erz&auml;hlt uns, wie er einmal                 in einem Zug einen Gouverneur der Provinz Tula an der Spitze eines                 Trupps Soldaten antraf, die mit Gewehren und einer Wagenladung                 von Birkenruten ausger&uuml;stet waren. Sie waren im Begriff,                 die Bauern eines Dorfes auszupeitschen, um einen Akt einfacher                 R&auml;uberei durchzusetzen, den die Administration zugunsten                 eines Gutsbesitzers und in offener Verletzung des Gesetzes erzwingen                 wollte. Er schildert mit seiner wohlbekannten Macht des Ausdrucks,                 wie eine &#8218;liberale Dame&#8216; offen, laut und in starken Worten dem                 Gouverneur und seinen Leuten Vorhaltungen machte und wie sie sich                 dar&uuml;ber sch&auml;mten. Dann beschreibt er, wie die Bauern,                 wenn eine solche Expedition ihre Arbeit begann, sich in echt christlicher                 Resignation mit zitternden H&auml;nden bekreuzten, sich auf den                 Boden legten und sich peitschen lie&szlig;en, bis das Herz zu                 schlagen aufh&ouml;rte, ohne da&szlig; die Soldaten oder der Gouverneur                 im mindesten durch diese christliche Demut ger&uuml;hrt worden                 w&auml;ren. Was Tolstoj tat, als er mit der Expedition zusammentraf,                 wissen wir nicht: er sagt uns nichts dar&uuml;ber. Wahrscheinlich                 machte er den Offizieren Vorhaltungen und empfahl den Soldaten,                 ihnen nicht zu gehorchen, d.h. zu revoltieren. Auf alle F&auml;lle                 mu&szlig; er gef&uuml;hlt haben, da&szlig; eine passive Haltung                 angesichts dieses Unrechtes einer schweigenden Billigung gleichgekommen                 w&auml;re; &#8211; es h&auml;tte eine Aufmunterung darin gelegen. Ja,                 die passive Haltung der Resignation angesichts des Unrechtes ist                 so sehr der Natur Tolstojs entgegengesetzt, da&szlig; er nicht                 lange solch eine Lehre guthei&szlig;en konnte, und er &auml;nderte                 bald seine Interpretation des Evangelienwortes in dem Sinne um:                 &#8222;Du sollst dich dem Unrecht nicht mittels Gewalt widersetzen.&#8220;                 Alle seine sp&auml;teren Schriften sind daher eine leidenschaftliche                 Auflehnung gegen die verschiedenen Formen des Unrechtes, denen                 er in der Welt begegnet war. Fortw&auml;hrend l&auml;&szlig;t                 er seine m&auml;chtige Stimme gegen Unrecht und gegen &Uuml;belt&auml;ter                 ert&ouml;nen &#8211; nur die physische Gewalt weist er bei der Auflehnung                 gegen Unrecht zur&uuml;ck, weil er glaubt, da&szlig; sie nur neues                 Unheil stiften w&uuml;rde&#8230;<\/p>\n<p>Er besteht auf der Vereinfachung des Lebens &#8211; in Nahrung, Kleidung                 und Wohnung -, die sich &uuml;brigens aus k&ouml;rperlicher Arbeit,                 speziell auf dem Lande, ergibt und zeigt die Vorteile, die selbst                 die Reichen und die M&uuml;&szlig;igg&auml;nger unserer Zeit in                 solcher Arbeit finden w&uuml;rden. Er zeigt, wie alle die &Uuml;belst&auml;nde                 der gegenw&auml;rtigen Mi&szlig;wirtschaft sich aus der Ursache                 herleiten, da&szlig; gerade diejenigen, die gegen die schlechte                 Regierung protestieren, sich alle m&ouml;gliche M&uuml;he geben,                 ein Teil dieser Regierungsgewalt zu werden.<\/p>\n<p>So nachdr&uuml;cklich, wie er gegen die Kirche protestiert, protestiert                 er auch gegen den Staat und sieht in diesem Protest das einzige                 wirkliche Mittel, die gegenw&auml;rtige, den Menschen durch diese                 Einrichtung aufgeb&uuml;rdete Sklaverei aus der Welt zu schaffen.                 Er r&auml;t dazu, sich zu weigern, irgend etwas f&uuml;r den Staat                 zu tun. Und schlie&szlig;lich beweist er mit einer F&uuml;lle                 von Beispielen, in welchen seine Kunst voll zur Geltung kommt,                 da&szlig; in dem Verlangen der Reichen nach Reichtum und Luxus                 &#8211; ein Verlangen, das keine Grenzen kennt und keine haben kann                 -, das zu erblicken ist, was all diese Sklaverei aufrechterh&auml;lt,                 all diese unnat&uuml;rlichen Lebensbedingungen und all die Vorurteile                 und Lehren, die heute im Interesse der herrschenden Klassen von                 Kirche und Staat verbreitet werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&Uuml;ber &#8222;Krieg und Frieden&#8220; Die Philosophie des Krieges, die Tolstoi in Krieg und Frieden entwickelt hatte, rief leidenschaftliche Diskussionen und scharfe Kritiken hervor, und dennoch kann man nicht umhin, sie als zutreffend anzuerkennen. 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