{"id":429,"date":"1996-06-01T00:00:01","date_gmt":"1996-05-31T22:00:01","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/?p=429"},"modified":"2022-07-26T13:57:01","modified_gmt":"2022-07-26T11:57:01","slug":"wir-lassen-jetzt-nicht-mehr-locker","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/1996\/06\/wir-lassen-jetzt-nicht-mehr-locker\/","title":{"rendered":"Wir lassen jetzt nicht mehr locker!"},"content":{"rendered":"<p>Im Vordergrund dieser <cite>Aktionstage<\/cite> steht die unmenschliche und unbarmherzige staatliche Verordnungs-, Versorgungs-, Verwaltungs- und Abschiebemaschinerie. Diese <cite>arbeitsteilige Maschinerie<\/cite>, in der schlie\u00dflich niemand mehr f\u00fcr das Schicksal der betroffenen Menschen verantwortlich sein will, ist das vorrangige Ziel der unterschiedlichen Aktionen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Aktionstage soll diesem erbarmungslosen Treiben Einhalt geboten werden, soll die B\u00fcrokratie behindert, die Arbeitsteilung aufgedeckt und die Verantwortung der am Asyl-Unrecht und Abschiebung beteiligten Personen deutlich gemacht werden. Abschiebungen und Abschiebehaft werden skandalisiert und in dieser Woche m\u00f6glichst be- bzw. verhindert.<\/p>\n<p>Das <cite>Tribunal gegen die Stadt Hamburg<\/cite> vom 2. bis 4. Februar in Hamburg-Altona, ausgerichtet von \u00f6rtlichen Asyl- und Fl\u00fcchtlingsgruppen (vgl. GWR 206), hat in einer Vielzahl von Beispielen gezeigt, wie Willk\u00fcr und unmenschliche Behandlung gegen\u00fcber Fl\u00fcchtlingen durch Beh\u00f6rden und Polizei st\u00e4ndig zunehmen. Im Rahmen des Tribunals wurden neben einer sehr detaillierten Analyse der hamburgischen Verh\u00e4ltnisse, die gesetzlichen und administrativen Grundlagen hervorgehoben, die den staatlichen Rassismus in Form von Sondergesetzen und Sonderbehandlung auszeichnen.<\/p>\n<p>Die Untersuchungen und Ergebnisse des Tribunals bilden eine wesentliche Voraussetzung f\u00fcr die Aktionstage, die ein weiteres Mittel sind, bestehendes und fortgesetzes Unrecht aufzuzeigen, zu dramatisieren und dabei M\u00f6glichkeiten anzubieten, dieses Unrecht zu \u00fcberwinden.<\/p>\n<p>Wenngleich die Aktionen unbequem, ungehorsam und gewaltfrei sein werden (keine menschenverletzenden Handlungen), so sind nicht nur ausdr\u00fccklich gewaltfreie Gruppen und Einzelpersonen zur Teilnahme aufgerufen. <cite>Gemeinsam mit allen Anti-Rassismus, Asyl- und Fl\u00fcchtlingsgruppen<\/cite> soll der Rassismus kenntlich gemacht werden, der zur normalen politisch-administrativen Alltagspraxis geworden ist. <cite>Die Verantwortlichen und Beteiligten<\/cite> werden aufgefordert, ihr unmenschliches Tun einzustellen (z.B. &#8222;Sag Nein&#8220;-Appell). Dazu sind die vielf\u00e4ltigsten Aktionen m\u00f6glich und notwendig, die den <cite>Abschottungs-Mi\u00dfhandlungs-Deportationsapparat<\/cite> kennzeichnen, behindern und \u00fcberwinden helfen.<\/p>\n<p>Neben einer Vielzahl bereits geplanter Aktionen in Hamburg soll mit dem geplanten <cite>Aktionscamp<\/cite> in der N\u00e4he vom Abschiebeknast Glasmoor in diesen Tagen die Isolation der dort Gefangenen aufgehoben und gegen Abschiebehaft und Abschiebung protestiert werden. Da gewaltfreie Aktionen und Aktionen Zivilen Ungehorsams gegen staatlichen Rassismus zu Konflikten mit der Staatsgewalt f\u00fchren k\u00f6nnen, ist eine gute Vorbereitung f\u00fcr die Aktionsgruppen besonders wichtig. Bei Beratungs- und Koordinierungstreffen vor und w\u00e4hrend der Aktionstage sollen die verschiedenen Ideen und Aktionsans\u00e4tze vorgestellt und aufeinander abgestimmt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Vordergrund dieser Aktionstage steht die unmenschliche und unbarmherzige staatliche Verordnungs-, Versorgungs-, Verwaltungs- und Abschiebemaschinerie. Diese arbeitsteilige Maschinerie, in der schlie\u00dflich niemand mehr f\u00fcr das Schicksal der betroffenen Menschen verantwortlich sein will, ist das vorrangige Ziel der unterschiedlichen Aktionen. 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