{"id":4469,"date":"2002-01-01T00:00:52","date_gmt":"2001-12-31T22:00:52","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/?p=4469"},"modified":"2022-07-26T13:56:55","modified_gmt":"2022-07-26T11:56:55","slug":"deutsche-soldaten-heldentaten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2002\/01\/deutsche-soldaten-heldentaten\/","title":{"rendered":"&#8222;Deutsche Soldaten &#8211; Heldentaten&#8220;"},"content":{"rendered":"<h3>Die Wehrmachtsaustellung<\/h3>\n<p>&#8222;Verbrechen der Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941-1944&#8220; ist der Titel der neu konzipierten Wehrmachtsausstellung. Vor ca. zwei Jahren hatte der Chef des Hamburger Instituts f\u00fcr Sozialforschung, Jan Philipp Reemtsma, die von ihm in Auftrag gegebene Ausstellung zur\u00fcckgezogen und von einer Historikerkommission \u00fcberpr\u00fcfen lassen. Recherchen des deutsch-polnischen Historikers Bogdan Musil hatten gezeigt, dass auf einigen Fotos nicht wie in der Bildlegende beschrieben Opfer der Wehrmacht, sondern des sowjetischen Geheimdienstes NKWD zu sehen waren.<\/p>\n<p>Die alte Ausstellung &#8222;Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944&#8220; zeigte anhand von zahlreichen Fotos, dass die Wehrmacht an der Planung und Durchf\u00fchrung eines Vernichtungskrieges gegen Juden, Kriegsgefangene und Zivilbev\u00f6lkerung aktiv beteiligt war. Sie ersch\u00fctterte das in der Bev\u00f6lkerung noch immer weit verbreitete Bild der &#8222;sauberen Wehrmacht&#8220;. Die Ausstellung war in 33 deutschen und \u00f6sterreichischen St\u00e4dten zu sehen und wurde von rund 900.000 Menschen besucht. Fast \u00fcberall protestierten ehemalige Wehrmachtssoldaten, meist zusammen mit der rechtsextremen Partei NPD, die sich durch die Wehrmachtsaustellung verunglimpft sahen. Auch konservative Politiker kritisierten die Ausstellung hart.<\/p>\n<p>Am 9. Juni 1996 wurden in Erfurt Tafeln der Ausstellung bespr\u00fcht, am 9. M\u00e4rz 1999 ver\u00fcbten Unbekannte in Saarbr\u00fccken sogar einen Sprengstoffanschlag. Zum Politikum war die Wehrmachsausstellung sp\u00e4testens seit ihrer Pr\u00e4sentation im M\u00e4rz 1997 im M\u00fcnchner Rathaus geworden, wo sie von gro\u00dfem Protest und Widerstand von der CSU bis tief in das rechtsextreme Spektrum begleitet wurde. Der M\u00fcnchner CSU-Vorsitzende Peter Gauweiler wandte sich in einer an 300.000 M\u00fcnchner Haushalte verschickten Postsendung mit harten Worten gegen die Ausstellung und ihren Initiator Jan Philipp Reemtsma. Am 1. M\u00e4rz 1997 fand in der bayerischen Landeshauptstadt eine NPD-Demonstration mit 4.000 bis 5.000 TeilnehmerInnen statt.<\/p>\n<p>Da nicht die Gesamtaussage der Ausstellung durch die Kontroversen \u00fcber einzelne Fotos Schaden nehmen sollte, zog Reemtsma im November 1999 die Ausstellung zur\u00fcck, um die Fotos und Texte von Historikern \u00fcberpr\u00fcfen zu lassen. Die \u00dcberarbeitung dauerte zwei Jahre, und nicht wie geplant drei Monate, und kam zu dem Ergebnis, dass es sich bei der Ausstellung nicht um Manipulation und F\u00e4lschung handele. Allerdings seien in der Dokumentation sachliche Fehler und zu pauschale Argumentationen enthalten. Daher, so die Untersuchungskommission, solle die Ausstellung in einer gr\u00fcndlich \u00fcberarbeiteten, gegebenenfalls neu zu gestaltenden Form weiter pr\u00e4sentiert werden.<\/p>\n<h3>Das neue Konzept<\/h3>\n<p>So entstand eine neue Ausstellung, die Ende November letzten Jahres unter hohen Sicherheitsvorkehrungen in den Berliner &#8222;Kunst-Werken&#8220; er\u00f6ffnet wurde. Nicht nur der Titel hat sich ge\u00e4ndert: Aus der schockierenden Bildersammlung ist eine ausf\u00fchrliche und fundierte Leseausstellung geworden.<\/p>\n<p>Von den etwa 1.400 zum Gro\u00dfteil ersch\u00fctternden Fotos sind noch knapp zehn Prozent in der Pr\u00e4sentation enthalten, die zumeist keine grausamen Szenen zeigen. Keine Texttafel wurde \u00fcbernommen und auch das begehbare Eiserne Kreuz, das den Mittelpunkt der alten Ausstellung bildete, ist nicht mehr zu sehen. An seine Stelle r\u00fcckte eine Dokumentation \u00fcber Kriegs- und V\u00f6lkerrecht im Jahre 1939. Mit fast 1.000 Quadratmetern Ausstellungsfl\u00e4che ist die Schau doppelt so gro\u00df wie die alte.<\/p>\n<p>Akribisch werden die Verbrechen der Wehrmacht anhand von schriftlichen Befehlen, Berichten und Meldungen in Erg\u00e4nzung mit H\u00f6r- und Filmbeispielen dokumentiert. Die Dimension des Vernichtungskrieges wird nicht mehr in nur drei thematischen Schwerpunkten behandelt, sondern in sechs: V\u00f6lkermord an sowjetischen Juden, Massensterben der sowjetischen Kriegsgefangenen, Ern\u00e4hrungskrieg, Deportation von ZwangsarbeiterInnen, PartisanInnenkrieg, Repressalien und Geiselerschie\u00dfungen. Neu ist auch der Teil \u00fcber Handlungsspielr\u00e4ume am Ende der Ausstellung, der zeigt, dass es auch f\u00fcr Wehrmachtssoldaten die M\u00f6glichkeit gab, sich den Verbrechen zu entziehen.<\/p>\n<p>Von der alten Ausstellung wurde nur die These \u00fcbernommen: Im Zweiten Weltkrieg war die Wehrmacht systematisch an Verbrechen gegen die Zivilbev\u00f6lkerung und an der Ermordung der Juden in Ost- und S\u00fcdosteuropa beteiligt.<\/p>\n<p>Die Neuauflage der Ausstellung ist umfassender, differenzierter und analytischer als ihre Vorg\u00e4ngerin. Aufgrund der fehlenden Fotos von Leichenbergen und anderen F\u00fcrchterlichkeiten, werden die Besucher weniger mit der Grausamkeit des Verhaltens der Wehrmachtssoldaten konfrontiert, sondern vielmehr mit den von oben befohlenen &#8222;Dimensionen des Vernichtungskrieges&#8220;. Diese stellten in ihrer Art und Weise eine nicht gekannte Neuigkeit in den Unmenschlichkeiten des Krieges dar, wie eine einleitende Tafel der Ausstellung beschreibt: &#8222;Die politische F\u00fchrung Deutschlands und das Oberkommando der Wehrmacht setzten f\u00fcr sich zentrale Bestandteile des damals geltenden Kriegs- und V\u00f6lkerrechtes au\u00dfer Kraft. Sie definierten damit den Charakter eines Rassen- und Vernichtungskrieges, wie es ihn zuvor noch nicht gegeben hatte. Der Krieg im Osten kennzeichnet den radikalen Bruch mit dem Verst\u00e4ndnis zivilisatorischer Normen.&#8220;<\/p>\n<h3>Die NPD will an jeder Station der Ausstellung demonstrieren<\/h3>\n<p>Unter den Mottos &#8222;Wer einmal l\u00fcgt, dem glaubt man nicht&#8220; und &#8222;Unsere V\u00e4ter waren keine M\u00f6rder&#8220; hatte die NPD zusammen mit unabh\u00e4ngigen Kameradschaften f\u00fcr den 1. Dezember 2001 eine Demonstration in Berlin-Mitte angemeldet, um gegen die &#8222;Wanderausstellung des Volksverhetzers Jan Philip Reemtsma&#8220;, so die NPD, zu protestieren.<\/p>\n<p>Die rechtsextreme Partei bezeichnet die Wehrmachtsaustellung als geschichtsf\u00e4lschend und k\u00fcndigte an, auf jeder ihrer Stationen gegen sie zu demonstrieren. Die Partei hofft, an ihren Erfolg des Jahres 1999, die Aussetzung der Ausstellung, anschlie\u00dfen zu k\u00f6nnen. Da die NPD keine verbotene Partei sei, teilte der Berliner Innensenator Ehrhart K\u00f6rting (SPD) mit, k\u00f6nne die Demonstration auch nicht verboten werden. Nicht erlaubt waren allerdings Fackeln, Trommeln, rot-wei\u00df-schwarze Reichsfahnen und die Parole &#8222;Ruhm und Ehre der Waffen-SS&#8220;.<\/p>\n<p>F\u00fcr Emp\u00f6rung im Vorfeld der Demonstration sorgte die angek\u00fcndigte Route des Naziaufmarsches. Am Sabbat wollte die NPD durch das Scheunenviertel, den traditionell j\u00fcdischen Teil Berlins, und an der Neuen Synagoge vorbeimarschieren. Rund um die Synagoge und die Oranienburger Stra\u00dfe lebten vor dem Zweiten Weltkrieg mehrere tausend Juden. Heute sind dort j\u00fcdische Gesch\u00e4fte, der j\u00fcdische Kulturverein, das Anne Frank Zentrum, das Centrum Judaicum und eine Gedenktafel f\u00fcr einen 1943 von der Gestapo zerst\u00f6rten j\u00fcdischen Friedhof zu finden. &#8222;Es ist unvorstellbar, wenn die an dem Tag zum Sabbat in der Synagoge versammelten Gl\u00e4ubigen beim Verlassen des Gebetsraumes Neonazis begegnen&#8220;, sagte der Sprecher der J\u00fcdischen Gemeinde zu Berlin, Hendrik Kosche, gegen\u00fcber dem Nachrichtenmagazin &#8222;Der Spiegel&#8220;.<\/p>\n<p>Ebenso wie die j\u00fcdische Gemeinde, die ank\u00fcndigte, sich vor der Neuen Synagoge auf die Stra\u00dfe zu setzen, um den Nazi-Aufmarsch zu stoppen, protestierten die Bundesregierung, prominente Pers\u00f6nlichkeiten, AnwohnerInnen, antifaschistische Gruppen und das Simon-Wiesenthal-Zentrum in Los Angeles gegen diese Provokation.<\/p>\n<p>Erst in den Tagen nach der Demonstration wurde bekannt, dass von Polizei und Innenbeh\u00f6rde bereits am 6. November eine alternative Route mit der NPD vereinbart wurde, die weder an der Ausstellung und der Neuen Synagoge vorbei, noch durch das Scheunenviertel f\u00fchren sollte. Diese Tatsache wurde von den Beh\u00f6rden allerdings geheim gehalten, um zu verhindern, dass AntifaschistInnen die Demonstration der Nazis blockieren konnten, wie es wenige Wochen vorher in Leipzig und ein Jahr zuvor auf dem Berliner Alexanderplatz geschehen war. Die NPD konnte sich so in den Tagen vor ihrem Aufmarsch gro\u00dfer Medienaufmerksamkeit erfreuen. Innensenator K\u00f6rting bezeichnete seine Informationspolitik im Nachhinein als falsch: &#8222;Wir h\u00e4tten von vorneherein klarstellen m\u00fcssen, dass wir die NPD nicht durch das Scheunenviertel ziehen lassen.&#8220;<\/p>\n<p>Besch\u00fctzt von einem Gro\u00dfaufgebot der Polizei, es waren 4.000 Beamte im Einsatz, zogen die Nazis, angef\u00fchrt von dem NPD-Vorsitzenden Udo Voigt und dem ehemaligen RAF-Anwalt Horst Mahler, durch die abgesperrte Innenstadt.<\/p>\n<p>Mit 3.500 TeilnehmerInnen aus dem gesamten Bundesgebiet war dies der gr\u00f6\u00dfte Naziaufmarsch in Berlin seit 1945. Die Rechten trugen Schilder und Transparente mit den Aufschriften &#8222;Gott mit uns &#8211; alles f\u00fcr Deutschland&#8220; oder &#8222;Deutsche Soldaten &#8211; Heldentaten&#8220; und skandierten Parolen wie &#8222;Sch\u00fctzt unsere V\u00e4ter &#8211; stoppt die Verr\u00e4ter&#8220; und &#8222;Reemtsma, lass das Hetzen sein, pack die Koffer und fahr heim&#8220;. Auf einer Zwischenkundgebung sprach Roberto Fiure, Parteivorsitzender der rechtsextremen italienischen &#8222;Fuerza Nuova&#8220;.<\/p>\n<p>Sein deutsches Pendant Udo Voigt sprach auf einer Abschlusskundgebung, die gegen die Auflagen der Polizei durchgesetzt wurde. Der NPD-Vorsitzende nannte die Bundesregierung &#8222;Vasallen fremder M\u00e4chte&#8220; und Reemtsma einen &#8222;schwadronierenden Geldsack&#8220;. Auch die Vertreter der J\u00fcdischen Gemeinde griff Voigt an: &#8222;Hier ist noch nicht Israel sondern Deutschland und wir werden uns von Euch niemals behandeln lassen, wie die Pal\u00e4stinenser in Israel!&#8220; Am Schluss der Kundgebung skandierten die Nazis die verbotene Parole &#8222;Ruhm und Ehre der Waffen-SS&#8220; und sangen alle drei Strophen des Deutschlandliedes. Erlaubt ist nur das Singen der dritten Strophe. Derweil demonstrierten mehrere Tausend Menschen gegen den NPD-Aufmarsch. Die 4.000 TeilnehmerInnen einer von der Antifaschistischen Aktion Berlin angemeldeten Demonstration mit dem erkl\u00e4rten Ziel, die Route der Nazis zu blockieren, wurde von der Polizei auf der Oranienburger Stra\u00dfe in H\u00f6he der Neuen Synagoge gestoppt. Als Demonstranten versuchten, die Polizeisperre zu durchbrechen, eskalierte die Situation: Steine und Flaschen flogen auf die Polizisten, diese antworteten mit dem Einsatz von Kn\u00fcppeln, Tr\u00e4nengas und Wasserwerfern. Es kam zum Bau von Barrikaden und Polizeiautos wurden demoliert. Die Versuche von zahlreichen AntifaschistInnen, die Strecke des Naziaufmarsches zu blockieren, scheiterten, da die genaue Route nicht bekannt war und die Polizei weitr\u00e4umig alles absperrte. Um gegen das Vorgehen der Polizei zu protestieren, setzten sich Mitglieder der J\u00fcdischen Gemeinde vor der Polizei auf die Stra\u00dfe. Eberhard Sch\u00f6nberg, Landesvorsitzender der Polizeigewerkschaft GdP, kritisierte gegen\u00fcber der &#8222;Berliner Zeitung&#8220; die J\u00fcdische Gemeinde f\u00fcr dieses Verhalten, da diese nicht das Recht h\u00e4tte, sich mit Steinewerfern und anderen Straft\u00e4tern zu verb\u00fcnden oder diesen Schutz zu gew\u00e4hren. Eine Entschuldigung, sagte Sch\u00f6nberg, w\u00e4re das richtige Zeichen.<\/p>\n<p>Der Polizeieinsatz vor der Synagoge wurde nicht nur von der J\u00fcdischen Gemeinde, die den Beamten vorwarf keinerlei Respekt f\u00fcr den Raum vor der Synagoge gehabt zu haben, scharf kritisiert. Hans-Christian Str\u00f6bele, Rechtsexperte der Gr\u00fcnen, warf der Polizei vor, sie habe die Gewalt eskalieren lassen. PDS-Politiker Gregor Gysi k\u00fcndigte an, einen Untersuchungsausschuss zu beantragen.<\/p>\n<h3>Wie es weitergeht<\/h3>\n<p>Es bleibt abzuwarten, ob die NPD durch ihre Proteste die politische Defensive \u00fcberwindet, in die sie durch die Diskussion um das drohende Verbot der Partei geriet, und ihre Position als die radikalste Vertreterin der extremen Rechten verteidigen kann. Die n\u00e4chste Station der Wehrmachsausstellung ist Bielefeld, und die NPD erwartet f\u00fcr ihre dortige Demonstration die nicht realistische Anzahl von 10.000 Teilnehmern.<\/p>\n<p>Unterst\u00fctzung f\u00fcr ihre Kritik an der Ausstellung d\u00fcrfen die Rechtsextremen auch wieder aus dem konservativen Lager erwarten. Der CSU-Bundestagsabgeordnete Peter Ramsauer bezeichnete die Wehrmachtsausstellung als &#8222;rot-gr\u00fcne Geschichtsklitterung&#8220;, die unfair sei und dem Selbstbewusstsein einer gereiften, demokratischen Nation schade.<\/p>\n<p>Dass eine &#8222;gereifte und demokratische Nation&#8220; das Selbstbewusstsein haben muss, sich mit den unangenehmen Seiten der eigenen Geschichte gr\u00fcndlich auseinander zu setzen, sieht Ramsauer nicht. Ebenso sollte sie das Selbstbewusstsein haben, sich den Nazis entgegenzustellen. Denn wenn sie es nicht tut, schadet ihr das vielmehr als jede Ausstellung.<\/p>\n<p>Der Journalist Gereon Asmuth weist in der &#8222;taz&#8220; daraufhin, dass solche Aufm\u00e4rsche verhindert werden k\u00f6nnen: &#8222;Wenn schon nicht durch Verbote, was laut Innenverwaltung angeblich nicht m\u00f6glich ist, dann durch die viel propagierte Zivilgesellschaft, die ihnen entgegentritt. So wie am Alexanderplatz vor einem Jahr. Oder wie in Leipzig vor wenigen Wochen. Das erfordert Mut von den politisch Verantwortlichen und von der Polizeif\u00fchrung.&#8220; Und es fordert von der Bev\u00f6lkerung, endlich mit dem &#8222;Aufstand der Anst\u00e4ndigen&#8220; zu beginnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Wehrmachtsaustellung &#8222;Verbrechen der Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941-1944&#8220; ist der Titel der neu konzipierten Wehrmachtsausstellung. Vor ca. zwei Jahren hatte der Chef des Hamburger Instituts f\u00fcr Sozialforschung, Jan Philipp Reemtsma, die von ihm in Auftrag gegebene Ausstellung zur\u00fcckgezogen und von einer Historikerkommission \u00fcberpr\u00fcfen lassen. 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