{"id":4532,"date":"2002-02-01T00:00:59","date_gmt":"2002-01-31T22:00:59","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/?p=4532"},"modified":"2022-07-26T13:33:53","modified_gmt":"2022-07-26T11:33:53","slug":"zyklus-der-dummheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2002\/02\/zyklus-der-dummheit\/","title":{"rendered":"&#8222;Zyklus der Dummheit&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><em>&#8222;Die Fernsehbilder waren herzzerrei\u00dfend. Brennende Menschen, die aus dem hundertsten Stockwerk in den Tod sprangen, (&#8230;) Danach sahen wir unsere Politiker im Fernsehen. Wieder war ich erschrocken und wie gel\u00e4hmt. Die Politiker sprachen von Vergeltung, Rache und Bestrafung. Wir sind im Krieg, sagten sie. Ich dachte, sie haben aus der Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts, aus den hundert Jahren der Vergeltung, des Kriegs und der Rache nichts gelernt, absolut nichts &#8211; den hundert Jahren des Terrorismus und Anti-Terrorismus, den hundert Jahren der Gewalt und Gegengewalt und dem unendlichen Zyklus der Dummheit.&#8220; (Howard Zinn, in: Angriff auf die Freiheit?, S. 32)<\/em><\/p>\n<p><em>&#8222;Das B\u00f6se eliminieren? Was w\u00e4re das Gute ohne das B\u00f6se? Es sind nicht nur die religi\u00f6sen Fanatiker, die Feinde brauchen, um ihren Irrsinn zu rechtfertigen. Die Waffenindustrie und der riesige Milit\u00e4rapparat der Vereinigten Staaten brauchen ebenfalls Feinde, um ihre Existenz zu rechtfertigen. Gut und B\u00f6se, B\u00f6se und Gut, die Akteure wechseln ihre Masken, Helden werden zu Monstern und die Monster werden zu Helden, je nach den Anforderungen der Dramaturgen.&#8220; (Eduardo Galeano, a.a.O., S. 35)<\/em><\/p>\n<p>In den letzten Monaten haben viele b\u00fcrgerliche Verlage B\u00fccher herausgebracht, die im Zusammenhang mit dem 11.September und dem Krieg gegen Afghanistan stehen. Die Regale in den Buchl\u00e4den sind voll mit Bin-Laden-Biographien und anderen oft fragw\u00fcrdigen Druckwerken, die nach schnell verdientem Geld riechen.<\/p>\n<p>Auf ein gutes, wirklich lesenswertes Buch zum Themenkomplex 11. September und &#8222;Kreuzzug gegen den Terror&#8220; mussten wir lange warten. Jetzt ist es da!<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Mitte Dezember 2001 US-Piloten \u00fcber Afghanistan &#8222;Daisy Cutter&#8220; (G\u00e4nsebl\u00fcmchenschneider)- Bomben abwarfen, die im Umkreis von 600 Metern alles Leben vernichten, w\u00e4hrend afghanische Kinder von Streubomben zerfetzt wurden, die von den ebenfalls abgeworfenen gelben &#8222;Tagesrationsp\u00e4ckchen&#8220; kaum zu unterscheiden waren, und w\u00e4hrend gleichzeitig in westlichen Wohnstuben &#8222;Freue dich, oh Christenheit&#8220; gesungen wurde, erschien in Grafenau ein Buch, das das Zeug dazu hat, viele Menschen aufzur\u00fctteln und ihnen die Augen zu \u00f6ffnen: &#8222;Angriff auf die Freiheit? Die Anschl\u00e4ge in den USA und die &#8218;Neue Weltordnung\u2019. Hintergr\u00fcnde, Analysen, Positionen&#8220;.<\/p>\n<p>Herausgeber dieser gut und schnell lesbaren Textsammlung ist Wolfgang Haug, <em>Trotzdem<\/em>-Verleger und Redakteur des <em>Schwarzen Fadens<\/em>, &#8222;Vierteljahresschrift f\u00fcr Lust und Freiheit&#8220;. In seinem ausf\u00fchrlichem Vorwort (S. 7-31) greift er die verschiedenen Konfliktlinien und Aspekte der Ereignisse auf und ordnet sie in eine \u00fcbersichtliche Form.<\/p>\n<p>Beitr\u00e4ge von international bekannten Intellektuellen aus Asien, Lateinamerika und den USA hat er in &#8222;Angriff auf die Freiheit?&#8220; ausgew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Ein herausragender Text ist &#8222;Die Algebra der Grenzenlosen Gerechtigkeit&#8220; von Arundhati Roy. Dieser Artikel der bekanntesten Autorin Indiens (&#8222;Der Gott der kleinen Dinge&#8220;) wurde international diskutiert und hat in Deutschland f\u00fcr Furore gesorgt. <em>Tagesthemen<\/em>-Moderator Ulrich Wickert hatte aus der ersten deutschsprachigen Version, abgedruckt am 28. September 2001 in der <em>Frankfurter Allgemeinen Zeitung<\/em>, folgenden Satz zitiert:<\/p>\n<p>&#8222;Osama bin Laden ist das amerikanische Familiengeheimnis, der dunkle Doppelg\u00e4nger des amerikanischen Pr\u00e4sidenten&#8220;.<\/p>\n<p>Wickert f\u00fcgte hinzu: &#8222;Bush ist kein M\u00f6rder oder Terrorist. Aber die Denkstrukturen sind die gleichen&#8220;.<\/p>\n<h3>Kampagne zur Eliminierung kritischen Denkens aus den Medien<\/h3>\n<p>Was dann folgte, war eine u.a. von der <em>BILD-<\/em>Zeitung und bellizistischen PolitikerInnen angezettelte, ehrabschneidende Medienkampagne gegen den Abweichler Wickert. So unter Druck gesetzt, sah sich der TV-Moderator gezwungen in einer <em>Tagesthemen<\/em>-Sendung den Vergleich zur\u00fcckzunehmen und eine \u00f6ffentliche Entschuldigung auszusprechen. Eine aufschlussreiche Posse, angesichts der Tatsache, dass die dichotome Weltsicht des Kampfes zwischen dem Guten und dem B\u00f6sen von Bin Laden und dem US-Pr\u00e4sidenten gleicherma\u00dfen geteilt wird und Roys These vom &#8222;dunklen Doppelg\u00e4nger&#8220; deshalb plausibel ist.<\/p>\n<p>Jetzt bietet das Buch &#8222;Angriff auf die Freiheit?&#8220; auch den vielen Nicht-<em>FAZ<\/em>-LeserInnen die M\u00f6glichkeit den umstrittenen Arundhati Roy-Artikel in voller L\u00e4nge zu genie\u00dfen.<\/p>\n<p>Zudem finden sich 17 weitere, bemerkenswerte Analysen und Diskussionsbeitr\u00e4ge.<\/p>\n<p>Die Liste der &#8222;Angriff auf die Freiheit?&#8220;-Autorinnen und -Autoren reicht von Vandana Shiva (siehe Nachdruck in dieser GWR, S. 3), Tr\u00e4gerin des alternativen Nobelpreises, \u00fcber den libert\u00e4ren US-Wissenschaftler Noam Chomsky, vom bekannten Kriegsgegner Uri Avnery aus Israel, \u00fcber Eduardo Galeano, Saskia Sassen, Robert Fisk, Uri Tariq Ali, Ariel Dorfman, George Montbiot, Howard Zinn und Martin A. Lee bis zu <em>Human Rights Watch<\/em>.<\/p>\n<p>Auf der Suche nach differenzierten Antworten fragen die Autorinnen und Autoren nach den Ursachen der Anschl\u00e4ge und dem Sinn, Unsinn oder der Legitimit\u00e4t des Krieges einer internationalen Allianz gegen Afghanistan. Die einf\u00e4ltige Logik von Vergeltung und Rache wird abgelehnt, die Rolle der USA als einziger &#8222;Supermacht&#8220; und die Situation in vielen L\u00e4ndern der s\u00fcdlichen Hemisph\u00e4re analysiert. Den weit verbreiteten Theorien, die die Anschl\u00e4ge als Glaubens- oder Kulturkonflikt interpretieren, wird widersprochen. M\u00f6gliche Antworten auf die aktuelle Situation in der Politik werden formuliert:<\/p>\n<p><em>&#8222;Soll die Spirale der Gewalt gestoppt werden, d\u00fcrfen die Reaktionen auf die Anschl\u00e4ge nicht l\u00e4nger milit\u00e4risch gepr\u00e4gt sein. Sie m\u00fcssen auf die F\u00e4higkeit des Westens zur Selbstreflexion und auf der Korrektur von Fehlentwicklungen und falschen Handlungen beruhen.&#8220;<\/em> (Haug, S. 3)<\/p>\n<p>Mit ihren Fragen und der Suche nach L\u00f6sungen unterscheiden sich die AutorInnen wohltuend von der von Kanzler Schr\u00f6der, den meisten PolitikerInnen und Medien propagierten &#8222;bedingungslosen Solidarit\u00e4t&#8220;, der &#8222;Anfang November (&#8230;) 50% der Bundesb\u00fcrger einen Blankoscheck ausstellten.&#8220; (ebd.)<\/p>\n<p>Fesselnd wird die Textsammlung auch durch die detaillierten Hintergrundinformationen \u00fcber die Situation in Afghanistan, \u00fcber die Taliban, \u00fcber Bin Laden und al-Qaida, \u00fcber die Nordallianz und ihre Anf\u00fchrer, \u00fcber den Israel-Pal\u00e4stina-Konflikt, \u00fcber die Zielsetzung US-amerikanischer Au\u00dfenpolitik und die Vorgeschichte der Anschl\u00e4ge.<\/p>\n<p><em>&#8222;Wer die Frage nach den Hintergr\u00fcnden stellt, besch\u00e4ftigt sich (..) zwangsl\u00e4ufig mit verschiedenen Verbrechen der USA in aller Welt. Deshalb soll an dieser Stelle betont sein, dass alle erw\u00e4hnten Verbrechen die Anschl\u00e4ge am 11. September keinesfalls rechtfertigen!&#8220;<\/em> (S. 7)<\/p>\n<p>Es gehe dieser Auswahl nicht um eine Relativierung der Ereignisse, sondern darum, den N\u00e4hrboden zu verstehen, aus dem sich die gegenw\u00e4rtige Situation entwickelt hat, so Haug.<\/p>\n<p>Aus der Geschichte des Libanon und Israel\/Pal\u00e4stinas h\u00e4tten die Islamisten gelernt, dass es gelingen kann, &#8222;mit fortw\u00e4hrendem Terror jeden Dialog zu torpedieren, Gegenschl\u00e4ge herauszufordern, den Gegner zu neuem Unrecht zu verleiten und den sogenannten &#8218;Heiligen Krieg\u2019 zu eskalieren.&#8220; (S. 15)<\/p>\n<p>Als Bush den &#8222;Krieg gegen den Terror&#8220; ausgerufen hat, erkl\u00e4rte er jeden zum Feind, der terroristische Anschl\u00e4ge plant, ausf\u00fchrt und verteidigt, der wissentlich Terroristen Unterschlupf gew\u00e4hrt oder sie f\u00f6rdert. Terrorismus wird dabei verstanden als Angriff auf unschuldige ZivilistInnen. Die konkrete Kriegsrealit\u00e4t offenbare den unfreiwilligen Zynismus, der in solchen Definitionen stecke, so Haug. Der &#8222;Krieg gegen den Terrorismus&#8220; stelle einen Ersatz f\u00fcr den Verlust des Kalten Krieges dar. <em>&#8222;D.h. ein Mittel, um jederzeit Aufr\u00fcstung und ein &#8218;Mehr an innerer Sicherheit\u2019 der eigenen W\u00e4hlerklientel zu &#8218;verkaufen\u2019.&#8220;<\/em> (S. 16)<\/p>\n<p>Das Buch &#8222;Angriff auf die Freiheit?&#8220; soll Material an die Hand geben, um eindimensionalen Argumentationsweisen zu kontern. <em>&#8222;Es handelt sich, wie die Schriftstellerin Susan Sontag geschrieben hat, nicht um einen &#8218;Angriff auf die Freiheit\u2019, sondern um &#8218;einen Angriff auf die Vereinigten Staaten als Konsequenz der Politik, Interessen und Handlungen\u2019 der einzig verbliebenen Supermacht. Die vorliegenden Texte sollen \u00f6ffentliches Bewusstsein schaffen und &#8218;bedingungslos solidarische\u2019, politische Entscheidungstr\u00e4ger dazu bringen, auch eine andere Sicht der Dinge wahrzunehmen und einzubeziehen.&#8220;<\/em> (S. 30)<\/p>\n<h3>Kritik<\/h3>\n<p>Eine Kritik, die mir zu Ohren gekommen ist: &#8222;Es wurden ausschlie\u00dflich prominente &#8218;Mainstream\u2019-AutorInnen ausgew\u00e4hlt&#8220;. Tats\u00e4chlich fehlen Texte weniger prominenter PublizistInnen, die sich z.B. konkret mit der von Re-Militarisierung und Abbau von Rechten gepr\u00e4gten Situation in Europa besch\u00e4ftigen. Sieben der 18 Beitr\u00e4ge kannte ich schon, z.B. aus diversen E-Mails, aus dem <em>Z-Magazine<\/em> (www.zmag.org), dem <em>Rundbrief KDV im Krieg<\/em>, der <em>Contraste<\/em>, der <em>GWR<\/em>,&#8230; Aber bekanntlich haben nur wenige Menschen Zugang zu Alternativmedien und von daher bin ich in gewisser Weise privilegiert.<\/p>\n<p>In den tagespolitisch gepr\u00e4gten Aufs\u00e4tzen finden sich auch Passagen, die Widerspruch ausl\u00f6sen. Etwa, wenn die Soziologin Saskia Sassen die staatsfreundliche Behauptung aufstellt, dass die &#8222;Regierungen wieder etwas mehr regieren m\u00fcssen.&#8220; (S. 79) Auch das Fazit ihres Aufsatzes \u00fcber &#8222;Unentrinnbare Fallen f\u00fcr die reichen L\u00e4nder&#8220; st\u00f6\u00dft bei mir nicht auf Zustimmung:<\/p>\n<p><em>&#8222;Nachdem die Unterdr\u00fcckten und Verfolgten in vielen Sprachen versucht haben, uns ihre Botschaft zu \u00fcbermitteln, haben sie mit ihren Angriffen zur letzten noch verf\u00fcgbaren Sprache gegriffen.&#8220;<\/em> (S. 81)<\/p>\n<p>Die gut ausgebildeten Massenm\u00f6rder von New York wurden durch eine menschenverachtende Ideologie inspiriert. Sie als &#8222;Unterdr\u00fcckte und Verfolgte&#8220; bzw. als R\u00e4cher der &#8222;Unterdr\u00fcckten und Verfolgten&#8220; zu verkl\u00e4ren ist absurd und \u00e4rgerlich.<\/p>\n<p>Fragw\u00fcrdig sind auch historische Vergleiche, wie sie Robert Fisk zieht: <em>&#8222;Mehr als 6.000 Tote; das ist ein Srebrenica des Massakers.&#8220; <\/em>(S. 100).<\/p>\n<p>Mittlerweile sch\u00e4tzen die US-Beh\u00f6rden die Zahl der am 11. September in New York und Washington get\u00f6teten Menschen auf &#8222;weniger als 2.900&#8220;.<\/p>\n<p>Einiges in &#8222;Angriff auf die Freiheit?&#8220; ist aufgrund der sich t\u00e4glich \u00fcberschlagenden Ereignisse mittlerweile Geschichte. Anderes wurde best\u00e4tigt; etwa, wenn <em>Human Rights Watch<\/em> bef\u00fcrchtet, &#8222;dass die Fraktionen der Vereinten Front Vergeltungsaktionen gegen die Taliban und die ethnischen Paschtunen im allgemeinen anstreben k\u00f6nnten, wenn es der Vereinten Front zum Beispiel gelingen w\u00fcrde, Mazar-i Sharif zur\u00fcckzuerobern.&#8220; (S. 119)<\/p>\n<p>Diese Bef\u00fcrchtungen waren berechtigt. Nordallianz-General Dostam hat im November\/Dezember mit seinen Truppen Mazar-i-Sharif erobert. Presseberichten zufolge massakrierte er ca. 300 Menschen nach deren Kapitulation. Die US-Luftwaffe hatte seine Truppen mit Bombenangriffen unterst\u00fctzt. Nach der anschlie\u00dfenden Eroberung von Kunduz wurden gefangene Taliban in die Festung Qala-e-Janghi gebracht und machten dort angeblich einen Gef\u00e4ngnisaufstand. Mit Unterst\u00fctzung der US-Luftwaffe ver\u00fcbte der f\u00fcr seine in vorangegangenen Kriegen begangenen Grausamkeiten bekannte Kriegsverbrecher Dostam erneut ein Massaker. Westliche Journalisten z\u00e4hlten hier mehr als 600 Leichen.<\/p>\n<p>Das ist nur die Spitze des Leichenbergs!<\/p>\n<p>Wieviele zivile Opfer die am 7. Oktober begonnenen US-Luftangriffe bisher gefordert haben, ist unbekannt. Der US-\u00d6konom Marc Herold von der US-Universit\u00e4t New Hampshire kommt nach Auswertung verf\u00fcgbarer Berichte auf mindestens 4.050 Tote bis zum 3. Januar (vgl. taz, 15.1.2002). Darin sind keine indirekten Opfer der Angriffe enthalten. Wieviele der Millionen afghanischen Fl\u00fcchtlinge verhungert sind (und in diesem Winter noch verhungern werden), ist unbekannt.<\/p>\n<p><em>&#8222;Die Hungernden werden lautlos sterben, auf den vergessenen Pfaden, die durch die Berge f\u00fchren, zusammengekauert hinter Felsen, bei der Suche in den Stra\u00dfen verlassener St\u00e4dte, nach Wurzeln grabend auf leeren Feldern.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Satelliten k\u00f6nnen jedes einzelne Gescho\u00df, das hinter einer Haubitze aufgestapelt ist, erkennen. In die Gesichter der Verhungernden k\u00f6nnen sie nicht sp\u00e4hen.&#8220;<\/em> (George Montbiot, S. 106)<\/p>\n<h3>Fazit<\/h3>\n<p>Die Detailkritik an einzelnen Passagen kann nicht dar\u00fcber hinwegt\u00e4uschen, dass es der libert\u00e4ren Trotzdem-Verlagsgenossenschaft gelungen ist, das bisher wichtigste Buch zu den Themen herauszubringen, die seit dem 11. September \u00fcberall und alles dominieren.<\/p>\n<p>&#8222;Wenn Pr\u00e4sident Bush der ganzen Welt das Ultimatum stellt &#8218;Entweder ihr seid f\u00fcr uns oder f\u00fcr die Terroristen\u2019, dann beweist er damit nur seine arrogante Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung. Vor dieser Wahl m\u00f6chten die Menschen nicht stehen. Sie m\u00fcssen es auch nicht. Und sie d\u00fcrfen es auch nicht.&#8220; (Arundhati Roy, S. 69)<\/p>\n<p>&#8222;Angriff auf die Freiheit?&#8220; ist ein ausgezeichneter Beitrag, der gute Argumente liefert, um den BellizistInnen, der Re-Militarisierung und dem Abbau demokratischer Freiheiten entgegenzutreten. Es ist zu hoffen, dass dieses Buch weit verbreitet wird. Unbedingt lesen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Die Fernsehbilder waren herzzerrei\u00dfend. Brennende Menschen, die aus dem hundertsten Stockwerk in den Tod sprangen, (&#8230;) Danach sahen wir unsere Politiker im Fernsehen. Wieder war ich erschrocken und wie gel\u00e4hmt. 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