{"id":460,"date":"1996-09-01T00:00:04","date_gmt":"1996-08-31T22:00:04","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/?p=460"},"modified":"2022-07-26T14:26:37","modified_gmt":"2022-07-26T12:26:37","slug":"burundi-ein-ethnischer-konflikt-als-koloniales-erbe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/1996\/09\/burundi-ein-ethnischer-konflikt-als-koloniales-erbe\/","title":{"rendered":"Burundi: Ein ethnischer Konflikt als koloniales Erbe"},"content":{"rendered":"<p>Buyoya versprach nach dem Putsch gleichzeitig Frieden und h\u00e4rtere milit\u00e4rische Aktionen gegen die Rebellen. Kurz zuvor hatte der gest\u00fcrzte Pr\u00e4sident Sylvestre Ntibantunganya der Entsendung einer regionalen Eingreiftruppe zugestimmt, was dem burundischen Milit\u00e4r ein Dorn im Auge war. Nach dem Putsch ist die Lage verworrener denn je, die Reaktionen des Auslandes konfus, und die meisten Medien bedienen sich wieder des vereinfachendes Klischees eines ethnischen Konflikts zwischen Hutu und Tutsi.<\/p>\n<p>In Burundi, wie auch im benachbarten Rwanda, setzt sich die Bev\u00f6lkerung aus drei sogenannten ethnischen Gruppen zusammen, den (Ba)Hutu, (Ba)Tutsi und (Ba)Twa. Die letzte Gruppe ist die kleinste und spielt politisch kaum eine Rolle. Hutu machen in beiden L\u00e4ndern jeweils 80 bis 85 % der Bev\u00f6lkerung aus, die Tutsi sind mit rund 15 bis 20 % eine Minderheit.<\/p>\n<h3>Hutu-Tutsi &#8211; ein ethnischer Konflikt wird konstruiert<\/h3>\n<p>\u00dcber die Ethnogenese der Hutu und Tutsi gibt es viele Theorien, aber bis heute keine endg\u00fcltige Klarheit. ((1)) Bekannt ist nur, da\u00df die europ\u00e4ischen Kolonialm\u00e4chte, die erst in der zweiten H\u00e4lfte des neunzehnten Jahrhunderts in Rwanda und Burundi eindrangen, dort die genannten drei Bev\u00f6lkerungsgruppen vorfanden. Ob es sich dabei um ethnische Gruppen handelte oder eher um soziale &#8222;Standes&#8220;bezeichnungen, ist unklar. Jedenfalls ist es bezeichnend, da\u00df die angeblichen Ethnien damals &#8222;durchl\u00e4ssig&#8220; waren, d.h., geb\u00fcrtige Hutu konnten bei Ver\u00e4nderung ihrer sozialen Stellung zu Tutsi werden und umgekehrt. Wahrscheinlich ist, da\u00df erst die Deutschen, die sich kurz vor der Jahrhundertwende Rwanda und Burundi als &#8222;Schutzgebiete&#8220; einverleibten, aus Hutu und Tutsi Ethnien konstruierten. Tutsi waren den ethnologischen, stark rassistisch gepr\u00e4gten Theorien zufolge Angeh\u00f6rige einer &#8222;h\u00f6herentwickelten&#8220; Bev\u00f6lkerungsgruppe, die aus dem heutigen \u00c4thiopien eingewandert sei und durch &#8222;rassische Merkmale&#8220; besser als die Hutu-Mehrheit f\u00fcr Verwaltungs- und F\u00fchrungsaufgaben geeignet sei. Kein Wunder, da\u00df sich unter den angeblichen oder tats\u00e4chlichen Tutsi alsbald eine Art ethnisches Bewu\u00dftsein verbreitete!<\/p>\n<p>Das Konstrukt des Hutu-Tutsi-Gegensatzes bekam weiteren Auftrieb, nachdem Rwanda und Burundi zu Mandatsgebieten des V\u00f6lkerbundes unter belgischer Verwaltung wurden. Als &#8222;B-Mandate&#8220; wurden sie praktisch wie Kolonien verwaltet, und Belgien, tatkr\u00e4ftig unterst\u00fctzt von der eifrig missionierenden katholischen Kirche, verfestigte in beiden L\u00e4ndern eine Zwei-Klassen-Gesellschaft: Tutsi wurden protegiert, bekamen bessere Ausbildungsm\u00f6glichkeiten, und ab den 30er Jahren waren fast alle politisch und wirtschaftlich entscheidenden Stellen mit Tutsi besetzt. Die Hutu hingegen blieben von h\u00f6herer Bildung und dementsprechend auch von gesellschaftlichen oder politischen Aufstiegschancen ausgeschlossen.<\/p>\n<p>Die rigorose Abgrenzung zwischen Hutu und Tutsi wie auch die aus Europa mitgebrachte Geschichtsschreibung, die diese Abgrenzung ethnologisch und historisch zu begr\u00fcnden versuchte, schuf binnen weniger Jahrzehnte eine Spaltung der Gesellschaft in eine deklassierte Hutu-Bev\u00f6lkerungsmehrheit und eine privilegierte Tutsi-Minderheit. Als in Rwanda 1959 durch eine Revolution das Ende der Kolonialherrschaft eingel\u00e4utet wurde, spielte der Hutu-Tutsi-Gegensatz bereits eine wichtige Rolle. Hunderttausende von Tutsi fl\u00fcchteten ins Ausland, da viele Hutu in ihnen KollaborateurInnen sahen, wenn nicht gar eine &#8222;eingewanderte&#8220; Minderheit, die sie &#8222;jahrhundertelang&#8220; unterdr\u00fcckt h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Rassistische Theorien, die aus h\u00f6chstwahrscheinlich nur sozialen Gruppenbezeichnungen Ethnien konstruiert hatten, f\u00fchrten damals zum ersten Mal zu schweren Auseinandersetzungen. Ein ethnischer Konflikt war geschaffen.<\/p>\n<h3>Entwicklungen nach der Unabh\u00e4ngigkeit<\/h3>\n<p>1962 wurden Rwanda und Burundi unabh\u00e4ngig. Die beiden Nachbarl\u00e4nder entwickelten sich sehr unterschiedlich. W\u00e4hrend in Rwanda die Bev\u00f6lkerungsmehrheit der Hutu nun das Sagen hatte und sich an den westlichen &#8222;Demokratien&#8220; orientierte, etablierte sich in Burundi nach einigen Wirren eine politische Elite, die sich aus einigen wenigen Tutsi-Familien zusammensetzte. Der w\u00e4hrend der Kolonialzeit geschaffene ethnische Gegensatz blieb dort fast unver\u00e4ndert erhalten. Die Armee bestand bis in die untersten R\u00e4nge fast ausschlie\u00dflich aus Tutsi; Verwaltung, politische und wirtschaftliche Macht blieben ebenfalls fest in H\u00e4nden der &#8211; nach alten deutschen und belgischen Theorien &#8211; angeblich &#8222;\u00fcberlegenen Rasse&#8220;. Mehrfach regte sich dagegen Widerstand, und es kam zu blutigen Massakern. Hutu massakrierten Tutsi (ungeachtet der Tatsache, da\u00df auch die Mehrheit der Tutsi von vielen politischen und wirtschaftlichen Chancen ausgeschlossen ist, die Herrschaft also nur von einer Minderheit innerhalb einer Minderheit ausge\u00fcbt wird); und die Armee reagierte mit brutalster Vergeltung und massakrierte, \u00e4hnlich unterschiedslos, Teile der Hutu-Bev\u00f6lkerung. Auch unter Pr\u00e4sident Pierre Buyoya, der sich 1987 zum ersten Mal an die Macht putschte, kam es 1988 zu pogromartigen Auseinandersetzungen. Dennoch machte Buyoya sich im westlichen Ausland einen guten Namen. Er f\u00fchrte politische Reformen durch, f\u00fchrte ein Mehrparteiensystem ein, sorgte f\u00fcr die ersten Wahlen im Juni 1993 &#8211; und trat sogar zur\u00fcck, nachdem er seinem Konkurrenten Melchior Ndadaye (dessen Partei &#8222;Frodebu&#8220; 73 % aller Stimmen erhalten hatte) unterlegen war. Anschlie\u00dfend gr\u00fcndete er eine wohlt\u00e4tige Stiftung f\u00fcr Einheit, Frieden und Demokratie, die von den USA gro\u00dfz\u00fcgig gesponsort wurde.<\/p>\n<p>Nachfolger Ndadaye, ein gem\u00e4\u00dfigter Hutu, wollte sich sogleich an eine Reform heranwagen, die Buyoya wohlweislich unterlassen hatte: die Umstrukturierung der Armee (fast hundertprozentig Tutsi) entsprechend der ethnischen Verteilung der Gesamtbev\u00f6lkerung (\u00fcber achtzig Prozent Hutu). Er kam nicht mehr dazu. Bei einem Putschversuch am 21.Oktober 1993 wurde er von Milit\u00e4rs ermordet. Bei schweren Unruhen in den folgenden Wochen kamen auf beiden Seiten &#8211; Hutu wie Tutsi &#8211; rund 50 000 Menschen ums Leben. Eine Koalitionsregierung aus Buyoyas ehemaliger Einheitspartei und Ndadayes Frodebu bewahrte nach dem Scheitern des Putschversuchs einen letzten Anschein von &#8222;Ordnung&#8220;. Doch die Macht lag l\u00e4ngst in den H\u00e4nden derer, die Waffen hatten: der extremistischen Hutu-Milizen und der kaum weniger extremistischen &#8222;regul\u00e4ren&#8220; Armee. Morde und pogromartige Zwischenf\u00e4lle sind seither an der Tagesordnung.<\/p>\n<h3>Die aktuelle Szenerie: Wer ermordet wen?<\/h3>\n<p>Im aktuellen politischen Geschehen Burundis sind folgende Gruppen von Bedeutung:<\/p>\n<ol>\n<li>das &#8222;regul\u00e4re&#8220; burundische Milit\u00e4r: Es setzt sich, wie schon erw\u00e4hnt, zu fast hundert Prozent aus Tutsi zusammen und ist das wichtigste Herrschaftsinstrument der Clique, die seit Mitte der 60er Jahre das Sagen hat. Innerhalb der Milit\u00e4rf\u00fchrung streiten sich extremistische Hardliner mit eher gem\u00e4\u00dfigten, zu denen bislang auch Pierre Buyoya gez\u00e4hlt wurde. Doch auch die gem\u00e4\u00dfigte Str\u00f6mung ist in jedem Fall daran interessiert, von ihrem Einflu\u00df auf die burundische Politik m\u00f6glichst wenig zu verlieren. Ihre Bereitschaft, mit der Hutu-Partei Frodebu zusammenzuarbeiten, entspricht eher der rationalen Einsicht, da\u00df der Ausschlu\u00df der Hutu-Mehrheit aus der burundischen Politik sich nicht f\u00fcr alle Zeiten aufrechterhalten l\u00e4\u00dft.<br clear=\"none\" \/><br \/>\nNach dem Putsch hat Buyoya eine neue Rekrutierungswelle f\u00fcr das Milit\u00e4r eingeleitet. Die Rekrutierungen beschr\u00e4nkten sich auf M\u00e4nner der Tutsi, womit der einseitige ethnische Charakter des Milit\u00e4rs unver\u00e4ndert fortbesteht. Bei neuen Angriffen gegen die Hutu-Milizen (siehe 3.) ging die Armee wahllos gegen die Hutu-Bev\u00f6lkerung vor und ermordete auch Frauen und Kinder. Colonel Jean-Bosco Daradangwe, Chef des milit\u00e4rischen Nachrichtendienstes, sagte dazu: &#8222;Die Armee ist manchmal undiszipliniert. Es gibt ab und zu bedauernswerte Situationen. Aber wir haben eine Kommission gebildet, um herauszufinden, was los ist, und es sind jetzt zwei Offiziere im Gef\u00e4ngnis.&#8220; ((2)) &#8211; F\u00fcr Menschenrechtsorganisationen und \u00dcberlebende der Massaker mu\u00df diese Aussage zynisch klingen. Denn die angeblichen Einzelf\u00e4lle scheinen allen AugenzeugInnenberichten zufolge eher die Regel zu sein.<br clear=\"none\" \/><br clear=\"none\" \/><\/li>\n<li>die gest\u00fcrzte Regierung von Sylvestre Ntibantunganya: F\u00fcr die internationale Diplomatie ist sie vielleicht noch von Bedeutung, aber ihre Machtstellung war schon vor dem Putsch nur noch marginal. Die Regierung, bestehend aus einer mehr schlecht als recht zusammengekleisterten Koalition der alten Herrschaftsclique (der Tutsi-dominierten Einheitspartei, die den Premierminister stellte) und der 1993 mit \u00fcberw\u00e4ltigender Mehrheit gew\u00e4hlten, Hutu-dominierten Frodebu (die den Pr\u00e4sidenten stellte), hatte den Staat schon lange nicht mehr unter Kontrolle. In den Augen der internationalen Diplomatie ist die Regierung Ntibantunganyas immerhin &#8222;demokratisch&#8220; legitimiert.<br clear=\"none\" \/><br clear=\"none\" \/><\/li>\n<li>extremistische Hutu-Milizen: Die Unterdr\u00fcckung durch den herrschenden Teil der Tutsi und rassistische Hetzpropaganda, insbesondere durch Radiosender, haben in Rwanda wie Burundi einen Teil der Hutu-Bev\u00f6lkerung in den Extremismus getrieben. Die Milizen gehen auf brutalste Weise gegen alle Tutsi vor. Gegen\u00fcber dem V\u00f6lkermord, den diese Milizen an den Tutsi begehen, waren die &#8222;ethnischen S\u00e4uberungen&#8220; im ehemaligen Jugoslawien fast noch harmlos. Wurden auf dem Balkan die Menschen meist &#8222;nur&#8220; vertrieben, so werden sie in Rwanda wie Burundi massakriert &#8211; M\u00e4nner, Frauen und Kinder gleicherma\u00dfen. Gerade der V\u00f6lkermord in Rwanda, dem mehrere hunderttausend Tutsi zum Opfer fielen, ist mit ein Hauptgrund f\u00fcr das brutale Vorgehen des Tutsi-dominierten burundischen Milit\u00e4rs, dessen Methoden sich von denen der Milizen kaum unterscheiden.Was den Hutu-Milizen sehr viel Auftrieb gab, war die Flucht der damaligen rwandischen Regierung 1994 nach Zaire. Die Regierung kam nicht nur mit einem gro\u00dfen Teil der damaligen regul\u00e4ren rwandischen Armee (Hutu-dominiert und oft in engem Kontakt zu den Milizen), sondern auch mit der Staatskasse \u00fcber die Grenze. Es wird vermutet, da\u00df die Milizen, die derzeit Burundi terrorisieren, von den rwandischen Hutu-Milizen unterst\u00fctzt werden. Stimmt diese Vermutung, so verf\u00fcgen sie \u00fcber bedeutende Ressourcen und k\u00f6nnen ihren Terror wahrscheinlich noch \u00fcber Jahre hinweg fortsetzen.<br clear=\"none\" \/><br clear=\"none\" \/><\/li>\n<li>die Zivilbev\u00f6lkerung: Die Mehrheit beider Bev\u00f6lkerungsgruppen, Hutu wie Tutsi, will nichts als Frieden. Der angebliche &#8222;B\u00fcrgerkrieg&#8220; wird nicht etwa von allen B\u00fcrgerInnen gef\u00fchrt, sondern von einer Minderheit: von rassistisch-extremistischen Hutu-Milizen und von einer ebenso rassistisch-extremistischen &#8222;regul\u00e4ren&#8220; Armee. Die beiden bewaffneten Gruppen bek\u00e4mpfen sich nicht nur gegenseitig; Hutu-Milizen begehen einen V\u00f6lkermord an den Tutsi, da sie generell alle Tutsi zu FeindInnen abstempeln; die Armee tut entsprechendes an den Hutu, da sie alle Hutu als FeindInnen ansieht. Der Bev\u00f6lkerung des kleinen Landes bleibt nichts \u00fcbrig als die Flucht.<\/li>\n<\/ol>\n<h3>Die Rolle des Westens<\/h3>\n<p>Auch vor der Ankunft der Kolonialm\u00e4chte hat es in Rwanda und Burundi kriegerische Auseinandersetzungen gegeben, Unterdr\u00fcckung, Ausbeutung, soziale Konflikte. Doch was sich heute dort abspielt, w\u00e4re ohne die aus Deutschland und Belgien importierten rassistischen Theorien und Praktiken niemals denkbar gewesen. Zun\u00e4chst definierten die Kolonialm\u00e4chte ganz klar, wer Tutsi und wer Hutu sei, ohne jemals die von den Betroffenen selbst traditionell praktizierte Einteilung verstanden zu haben. Anschlie\u00dfend protegierten sie die angeblich \u00fcberlegenen Tutsi und schlossen die angeblich unterentwickelten Hutu &#8211; und damit \u00fcber achtzig Prozent der Bev\u00f6lkerung &#8211; vom politischen Geschehen aus. Da zudem die Geschichtsb\u00fccher in Rwanda und Burundi aus belgischer Feder stammen (bei den AfrikanerInnen existierte zuvor nur eine m\u00fcndliche Weitergabe), wurde in k\u00fcrzester Zeit den Tutsi wie Hutu ein rassistisch gepr\u00e4gtes, ethnisches Bewu\u00dftsein indoktriniert. Ohne dieses g\u00e4be es vielleicht heute auch Krieg in Rwanda und Burundi &#8211; aber sicher nicht einen solch brutalen, umfassenden V\u00f6lkermord, wie er sich seit einigen Jahren in der Region abspielt.<\/p>\n<p>Gelgentlich geistert heute wieder das Gespenst einer Milit\u00e4rintervention durch die Medien. Eine solche wird stets dann gefordert, wenn der &#8222;point of no return&#8220; l\u00e4ngst \u00fcberschritten ist und kurzfristige L\u00f6sungen nicht mehr m\u00f6glich sind. Frankreich, das die Hutu-dominierte rwandische Regierung jahrzehntelang unterst\u00fctzte, intervenierte ab 1990 mehrfach in den Krieg zwischen der rwandischen Regierung und den Tutsi-dominierten, exilrwandischen Streitkr\u00e4ften der FPR. Die Regierungsarmee wurde auch dann noch gro\u00dfz\u00fcgig mit Waffen versorgt, als bekannt war, da\u00df Teile der Armee Hand in den Hand mit den Hutu-Milizen arbeiteten. Der Schwenk auf eine neutrale Politik in Form der Einrichtung einer Sicherheitszone im Sommer 1994 war der vor\u00fcbergehende Versuch, das mit den Waffenlieferungen angerichtete Unheil wieder gutzumachen. F\u00fcr viele Menschen in Rwanda mag dies ein hilfreicher Schritt gewesen sein, doch in den Fl\u00fcchtlingslagern in Zaire und in Burundi gingen die Massaker weiter &#8211; unter Verwendung franz\u00f6sischer Waffen aus den Best\u00e4nden der fr\u00fcheren rwandischen Armee.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Buyoya versprach nach dem Putsch gleichzeitig Frieden und h\u00e4rtere milit\u00e4rische Aktionen gegen die Rebellen. Kurz zuvor hatte der gest\u00fcrzte Pr\u00e4sident Sylvestre Ntibantunganya der Entsendung einer regionalen Eingreiftruppe zugestimmt, was dem burundischen Milit\u00e4r ein Dorn im Auge war. 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