{"id":4895,"date":"2002-09-01T00:00:27","date_gmt":"2002-08-31T22:00:27","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/?p=4895"},"modified":"2022-07-26T13:45:09","modified_gmt":"2022-07-26T11:45:09","slug":"ich-wurde-kunstlerin-weil-es-fur-mich-keine-alternative-gab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2002\/09\/ich-wurde-kunstlerin-weil-es-fur-mich-keine-alternative-gab\/","title":{"rendered":"&#8222;Ich wurde K\u00fcnstlerin, weil es f\u00fcr mich keine Alternative gab&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Am 21.Mai 2002 verstarb die K\u00fcnstlerin Niki de Saint Phalle im Alter von 72 Jahren. Das jahrzehntelange Arbeiten mit dem Werkstoff Polyester hatte schon seit vielen Jahren ihre Gesundheit angegriffen, immer wieder hatte es Wochen und Monate gegeben, in denen sie sich aufgrund von Asthma und rheumatischer Arthritis kaum zu bewegen vermochte<em>: &#8222;Ausgerechnet das Material, mit dem ich am liebsten arbeite, ist absolut mein Todfeind&#8220; <\/em><em>((*))<\/em><em>. <\/em><\/p>\n<p><em><\/em>So wie ihr Tod untrennbar mit ihrer Kunst verbunden ist, so gab es auch in ihrem Leben keine Trennung zwischen ihrem radikalen und vielschichtigen Werk und ihrer Person: jeder neue Lebensabschnitt wurde durch oftmals umfassende Stilwechsel in ihrem k\u00fcnstlerischen Schaffen gekennzeichnet.<\/p>\n<p>Marie Agnes de Saint Phalle wurde am 29.10.1930 in Paris geboren,<em> &#8222;ein Kind der Depression&#8220;<\/em>, wie sie selbst \u00fcber sich sagte. Der Vater stammte aus dem franz\u00f6sischen Landadel (<em>&#8222;Die dreizehnt\u00e4lteste Familie Frankreichs!&#8220;<\/em>), war Bankier und hatte im B\u00f6rsenkrach von 1929 soeben sein gesamtes Verm\u00f6gen verloren, die Mutter war Amerikanerin gro\u00dfb\u00fcrgerlicher Herkunft, so dass Niki, wie sie schon seit fr\u00fchester Kindheit genannt wurde, in verschiedenen Kulturen, jedoch stets in &#8222;gehobener Gesellschaft&#8220; aufwuchs. W\u00e4hrend des Faschismus lebte die Familie in Amerika, dann wieder in Frankreich, zum Teil lebte Niki bei den Gro\u00dfeltern, anschlie\u00dfend wieder bei den Eltern oder im Internat. Ihre Kindheitserfahrungen, wie der allt\u00e4gliche Rassismus, den sie in Amerika erlebte, eine strenge und katholische Erziehung durch die Eltern, die interne Gewalt in der Familie unter Wahrung des \u00e4u\u00dferen Scheins, die Konfrontation mit stereotypen weiblichen Rollenklischees, sowie verschiedene Konfessionsschulen, und ein Klosterinternat legten den Grundstein f\u00fcr ihr sp\u00e4teres Schaffen. Das einschneidendste Erlebnis aber war der Missbrauch durch den Vater im Alter von 11 Jahren. <em>&#8222;Ich wollte meinem Vater verzeihen, dass er mich, als ich elf Jahre alt war, zu seiner Geliebten zu machen versuchte. Ich fand nur Wut und leidenschaftlichen Hass in meinem Herzen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p><em><\/em>Bevor sich Niki de Saint Phalle der schaffenden Kunst zuwandte, arbeitete sie zun\u00e4chst sehr erfolgreich als Model, und war auf den Titelseiten der wichtigsten Modezeitschriften der fr\u00fchen 50er Jahre zu sehen. Sie nahm Schauspielunterricht, heiratete ihren ersten Mann, Harry Matthews, und bekam 1951 und 1955 ihre Kinder Laura und Philip. Zu dieser Zeit erlitt sie jedoch auch einen schweren Nervenzusammenbruch und wurde wegen Suizidgefahr in eine Klinik in Nizza eingewiesen. Dort erhielt sie einen Brief ihres Vaters, der zwar zugab, sie als Kind vergewaltigt zu haben, jedoch keine Reue zeigte. Nikis Therapeut glaubte ihr nicht, und ordnete eine Behandlung mit Elektroschocks an. Die anschlie\u00dfende Maltherapie half ihr wieder auf die Beine, sie beschloss K\u00fcnstlerin zu werden.<\/p>\n<p>Ihre Arbeit begann in den fr\u00fchen 50er Jahren mit \u00d6lbildern, Mitte der 50er trennte sie sich von Ihrem Mann und den Kindern und experimentierte mit Collage-Elementen, sogenannten Assemblagen, d.h. sie arbeitete Gegenst\u00e4nde und Materialien in ihre Bilder ein. Hier verwandte sie bereits Attribute, die traditionell eher der m\u00e4nnlichen Symbolik zugeordnet werden, wie Messer, Pistolen, Metzgerbeile, sp\u00e4ter Zielscheiben, auf die sie mit Pfeilen warf. Daraus wurden in den 60er Jahren die ersten Tirs, die Schie\u00dfbilder, mit denen Niki de Saint Phalle als Autodidaktin \u00fcber Nacht ber\u00fchmt wurde. Die Schie\u00dfbilder bestanden in der Regel aus Gipsreliefs, in die an verschieden Stellen Farbbeh\u00e4lter eingearbeitet waren. W\u00e4hrend &#8222;der Ausstellung&#8220;, wurden die Betrachtenden aufgefordert, mit Gewehren auf die Bilder zu schie\u00dfen und so die Farbbeutel zu zerst\u00f6ren, oder aber Niki schoss selbst.<\/p>\n<p>Diese ersten Schie\u00dfaktionen l\u00f6sten einen Skandal aus, denn dieses erste &#8222;Happening&#8220; der Kunstgeschichte war in vielerlei Hinsicht revolution\u00e4r. Die Kunst- konsumierenden wurden zu Teilen des Kunstwerkes, gleichzeitig war durch die Gewehre und die, wie Blut \u00fcber das &#8222;unschuldige&#8220; Wei\u00df laufende Farbe eindeutig Gewalt im Spiel, der Akt des Schaffens war gleichzeitig Akt der Zerst\u00f6rung, was nicht unbedingt zu der sch\u00f6nen jungen Frau zu passen schien, die all das inszenierte. Tats\u00e4chlich war genau das die Absicht der K\u00fcnstlerin: <em>&#8222;1961 scho\u00df ich gegen Daddy, gegen alle M\u00e4nner, gegen alle, gegen die Gesellschaft, gegen mich selbst (&#8230;)&#8220;<\/em>. Sie bezeichnete ihre Kunstform als <em>Krieg ohne Opfer<\/em> oder <em>Mord ohne Opfer<\/em> und betonte das dringende Gef\u00fchl von Wut und Zorn, die sich Bahn brechen mu\u00dften<em>: &#8222;Instead of becoming a terrorist, I became a terrorist in art.&#8220;<\/em> Die Schie\u00dfbilder standen einerseits im Zusammenhang mit den pers\u00f6nlichen Gewalterfahrungen, die Niki de Saint Phalle gemacht hatte, andererseits sind sie aber auch im Kontext des Gewaltklimas der 60er Jahre zu sehen, das in Paris durch die Kriege in Algerien und Kongo sehr gegenw\u00e4rtig war. Noch Jahre sp\u00e4ter reflektierte sie, wie nah sie daran gewesen war, ihren Gef\u00fchlen auf ganz andere Weise Ausdruck zu verleihen: <em>&#8222;Als ich im letzten Winter nach Stuttgart kam, sah ich am Flughafen eine Anzahl Fotos junger Terroristinnen. Mir wurde bewusst, wie viel Gl\u00fcck ich gehabt hatte, einen pazifistischen Ausdruck meiner inneren Gewalt gefunden zu haben.&#8220; <\/em>Inhaltlich befasste sie sich einerseits mit pers\u00f6nlichen Motiven, wie z.B. &#8222;Portrait of my lover&#8220; (1961), andererseits mit allgemein politischen Themen, wie z.B. einer Serie von Alt\u00e4ren oder dem &#8222;Tir des hommes politiques&#8220; (1963), auf dem K\u00f6pfe von Staatsoberh\u00e4uptern damaliger und vergangener Zeiten zu sehen waren: <em>&#8222;das wahrscheinlich wichtigste Werk&#8220;.<\/em><\/p>\n<p>W\u00e4hrend dieser Zeit in Paris lernte sie auch ihren sp\u00e4teren zweiten Ehemann und lebenslangen Gef\u00e4hrten Jean Tinguely kennen, der Teil der progressiven avantgardistischen K\u00fcnstlergruppierung Nouveau Realisme war. Die Mitglieder (u.a. auch Yves Klein, Marcel Duchamp) einte ihr Widerstand gegen alles, was die Kunst zu etwas Exklusivem und Elit\u00e4ren machte und Niki wurde dort als einzige Frau mit ihren Schie\u00dfbildern und Assemblagen als ihrem eigenst\u00e4ndigem Beitrag aufgenommen. Die Gemeinschaft mit Jean Tinguely war bis zu seinem Tod 1991 gepr\u00e4gt von k\u00fcnstlerischer Zusammenarbeit und gegenseitiger Unterst\u00fctzung, die auch \u00fcber pers\u00f6nliche Trennungen hinweg anhielten. Jean, zun\u00e4chst Anarchist, dann Kommunist, der als Arbeiterkind in der Schweiz Arbeit und Armut von allen Seiten kennen gelernt hatte und Niki, die Tochter aus sogenanntem &#8222;guten Hause&#8220;, verband gerade das Gegens\u00e4tzliche, das sich auch in sp\u00e4teren Kunstprojekten der beiden wiederspiegelte, in denen sie sich gegenseitig als Personen wie als Kunstschaffende inspirierten.<\/p>\n<p>Eine ihrer ersten gemeinsamen Aktionen war ein Kunsthappening in der W\u00fcste von Nevada, USA, das Atombombentests thematisierte. Bei &#8222;End of the World&#8220; (1962) sprengten sie riesige Schrottkunstwerke in die Luft und freuten sich anschlie\u00dfend dar\u00fcber, dass bei diesem Happening eindeutig mehr G\u00e4ste waren, als bei den ersten Explosionen 15 Jahre zuvor.<\/p>\n<p>Mitte der 60er Jahre gab es dann eine weitere Z\u00e4sur im Leben, wie im k\u00fcnstlerischen Schaffen Niki de Saint Phalles: es erfolgte eine Wende weg von der Wut, hin zum Schmerz und vom Schmerz zur Freude: die ersten Nanas entstanden. Nana, in franz\u00f6sischer Umgangssprache bis dato ein leicht anz\u00fcgliches Wort f\u00fcr freches M\u00e4dchen, G\u00f6re oder Mieze, ist seitdem auch untrennbar verbunden mit Niki de Saint Phalles Werk. Seit 1964 die lebensbejahenden, fr\u00f6hlichen, bunten, meist tanzenden, oft \u00fcber lebensgro\u00dfen, dicken Frauenskulpturen zum ersten Mal auftauchten, waren sie nicht mehr wegzudenken aus dem Schaffen Niki de Saint Phalles. Die Nanas stehen f\u00fcr Lebenskraft, Weiblichkeit, freie Gestaltung ohne Hemmungen und Konventionen, sie vereinigen alle Frauen in sich, sind eine umfassende Reflexion der weiblichen Existenz. Die erste Ausstellung der Skulpturen, <em>Nana Power,<\/em> 1965, erregte abermals gro\u00dfes Aufsehen: <em>&#8222;Kein Wunder, denn eine K\u00fcnstlerin, die den &#8222;heiligen Phallus&#8220; im Namen tr\u00e4gt, schickte sich an, weibliche K\u00f6rper selbstbewusst, sinnlich und k\u00f6rperbetont darzustellen und die Sexualit\u00e4t der Frau zu thematisieren.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>1966 folgte direkt der n\u00e4chste und ungleich gr\u00f6\u00dfere Skandal, als Niki de Saint Phalle zusammen mit Jean Tinguely, der f\u00fcr die Konstruktion zust\u00e4ndig war, eine riesige 28 x 6 x 9 Meter gro\u00dfe liegende Nana erbaute. Dieses Kunstwerk, namens <em>HON, die Kathedrale<\/em>, im Moderna Museet zu Stockholm war begehbar, Zu- und Ausgang war die Vagina, in der linken Brust befand sich ein Planetarium, in der rechten eine Milchbar. Trotz der Emp\u00f6rung, liebten die Besuchenden ihre Hon und bis zu ihrer Zerst\u00f6rung am Ende der Ausstellungsdauer, besuchten tausende Menschen die heitere Frauenplastik.<\/p>\n<p>Die Hon war gleichzeitig auch der Beginn vieler noch folgender Monumentalplastiken, die teilweise begehbar, oder aber auch bewohnbar waren, bekannt sind die gro\u00dfen Nanas in Hannover am Leineufer, es gibt gro\u00dfe phantasievolle Gebilde, die Spielger\u00e4te f\u00fcr Kinder sind, den Golem in Israel, oder einen Kindergarten.<\/p>\n<p>Durch die Nanas setzte Niki schon lange vor der Frauenbewegung ihre pers\u00f6nliche Befreiung in feministische Kunst um, in Kunst, die die Frauen, ihre Pr\u00e4senz und St\u00e4rke in den Mittelpunkt stellte. Diese bewusste &#8222;Frauensicht&#8220; bedeutete f\u00fcr sie aber niemals die vollst\u00e4ndige Abgrenzung von den M\u00e4nnern, sondern immer auch die vergleichende Konkurrenz: <em>&#8222;Ich werde die gr\u00f6\u00dften Skulpturen meiner Generation machen. Gr\u00f6\u00dfer. H\u00f6her und st\u00e4rker als die der M\u00e4nner.&#8220; <\/em>Und die Auseinandersetzung: <em>&#8222;Die M\u00e4nner in meinem Leben, diese Bestien, waren meine Musen, das Leiden, davon zehrte viele Jahre meine Kunst &#8211; ich danke ihnen.&#8220;<\/em>, <em>&#8222;Ich habe mich oft gefragt, warum in meinen Arbeiten so wenig M\u00e4nner vorkommen. Wenn sie nett sind, dann sind sie Tiere und V\u00f6gel; sind sie gr\u00e4sslich, dann sind sie Monster.&#8220;. <\/em>Sie lehnte es auch stets ab, an reinen K\u00fcnstlerinnen- Ausstellungen teilzunehmen, teils aus dieser Suche nach der Gegen\u00fcberstellung, teils jedoch auch, weil f\u00fcr sie die Frage nach Identit\u00e4t und somit auch nach Geschlecht stets eine offene Frage blieb:<\/p>\n<p><em>&#8222;Als junges M\u00e4dchen lehnte ich Mutter und Vater als Modelle f\u00fcr mein zuk\u00fcnftiges Verhalten ab. Was mich mit dem enormen Problem, mich neu zu erfinden und neu zu erschaffen konfrontierte. Ich hatte keine klare nationale Identit\u00e4t. Ich f\u00fchlte mich halb als Franz\u00f6sin und halb als Amerikanerin. Ich wollte auch halb Mann halb Frau sein. In einer M\u00e4nnerrolle schien man viel mehr Freiheiten zu besitzen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Gleichzeitig zu der Periode der lebensbejahenden und lebensfrohen Gro\u00dfplastiken, gab es in den 70er Jahren eine weitere Phase der Bew\u00e4ltigung alter Verletzungserfahrungen: Niki de Saint Phalle drehte eine Reihe von Filmen, in denen sie geheime Phantasien und ihre eigene zerst\u00f6rerische Kraft auslebte, der wichtigste dieser Filme hie\u00df &#8222;Daddy&#8220; (1972) und war eine teils autobiographische, teils fiktive Geschichte zwischen Vater und Tochter. <em>&#8222;Der Film ist ein Angriff auf das Patriarchat, ein Racheakt.&#8220;<\/em> Nach Beendigung des Filmes erlitt Niki einen Zusammenbruch, die erhofften Erinnerungen an die eigenen Gewalterfahrungen blieben jedoch aus, sie entschied sich, sich nun endg\u00fcltig wieder der Bildhauerei zuzuwenden.<\/p>\n<p>Von 1978 an arbeitete Niki de Saint Phalle bis 1997 in der Toscana an ihrem umfangreichsten und gr\u00f6\u00dften Projekt, dem Tarotgarten. Der Tarotgarten ist ein park\u00e4hnlicher Garten mit Monumentalskulpturen, die sich an den Figuren des Tarot orientieren. Er soll ein begehbares Sinnbild sein f\u00fcr die Pr\u00fcfungen, die ein Mensch durchlaufen mu\u00df, um geistig zu reifen und beinhaltet sowohl Elemente aus der traditionellen Gartenkunst, wie auch mystische Elemente aus der Kabbala. <em>&#8222;Ich sehe mich in der Karte des Narren. Der Narr geht herum mit der Nase in der Luft auf der Suche nach seiner geistigen Identit\u00e4t &#8211; und genau das tat ich, als ich den Garten baute&#8220;.<\/em> Um das gigantische Projekt zu finanzieren, kreierte Niki ein Parfum und verkaufte einige kleinere sogenannte &#8222;Multiples&#8220;, sie wohnte im inneren der &#8222;Sphinx&#8220;, lebte in und f\u00fcr ihre Kunst.<\/p>\n<p><em><\/em>Auf \u00e4rztlichen Rat hin zog sie von Italien ein weiteres mal um, diesmal nach San Diego. Ihre Lungen waren so weit angegriffen, dass das Klima an der K\u00fcste f\u00fcr sie \u00fcberlebenswichtig wurde. Auch dies schlug sich als biographisches Element in ihrer Kunst nieder: die &#8222;Skinnies&#8220;, die D\u00fcnnh\u00e4utigen, durchbrochene Transparentplastiken, pr\u00e4gten eine weitere Schaffensphase.<\/p>\n<p>Neben den eher bekannteren Werken schuf sie Kunstm\u00f6bel, polierte Bronzen, kinetische Skulpturen, die sie als Hommage an Jean Tinguely nach dessen Tod entwarf, sowie B\u00fccher, wie zum Beispiel ein Buch zur Aufkl\u00e4rung \u00fcber AIDS, oder B\u00fccher mit poetischen Briefen, Teile einer Autobiographie und vieles mehr. Niki de Saint Phalle sch\u00f6pfte Kraft aus ihrem Zorn und ihrer Lebensfreude und suchte immer wieder neue Wege, ihren Gef\u00fchlen Gestalt zu geben. Ihre Kunst ist eine Kunst, die nicht schwer zu verstehen ist, die leicht und menschennah bleibt, auch wenn sie monumental gro\u00df ist. Trotz all dieser Vielseitigkeit ihres Lebens und ihres Lebenswerkes, suchte sie immer noch nach neuen Ausdrucksm\u00f6glichkeiten f\u00fcr ihre Kreativit\u00e4t und Phantasie, der Tod war dabei f\u00fcr sie nur die Fortsetzung des Lebens:<\/p>\n<p><em>&#8222;In meinem n\u00e4chsten Leben m\u00f6chte ich Musikerin sein, ein Instrument spielen oder singen&#8230; singen ist eigentlich besser! Vielleicht werde ich als M\u00fccke oder vielleicht als Schmetterling wiedergeboren.&#8220;<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 21.Mai 2002 verstarb die K\u00fcnstlerin Niki de Saint Phalle im Alter von 72 Jahren. 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