{"id":5322,"date":"2003-02-01T00:00:03","date_gmt":"2003-01-31T22:00:03","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/?p=5322"},"modified":"2022-07-26T13:56:54","modified_gmt":"2022-07-26T11:56:54","slug":"ein-wunschfeindbild-fur-die-kriegs-legitimierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2003\/02\/ein-wunschfeindbild-fur-die-kriegs-legitimierung\/","title":{"rendered":"Ein Wunschfeindbild f\u00fcr die Kriegs-Legitimierung"},"content":{"rendered":"<p>Doch solche Verharmlosungen der Nazis nimmt man in der <em>Jungle World<\/em> routiniert in Kauf, wenn es darauf geht, ein Wunschfeindbild ((1)) auszumalen.<\/p>\n<p>Das Feindbild &#8218;Saddam&#8216; bzw. &#8218;islamistische antisemitische Internationale oder auch &#8218;Islamofaschismus&#8216; l\u00e4sst sich vortrefflich komplettieren, indem man auf die neonazistischen Sympathiebekundungen f\u00fcr den Irak bzw. rabiat antisemitische Islamisten verweist. Erg\u00e4nzt wird dies dann noch um eine weitere innerstaatlich\/gesellschaftliche Feinderkl\u00e4rung: gegen die Friedensbewegung, der Gemeinsamkeiten mit den V\u00f6lkischen unterstellt werden.<\/p>\n<p>&#8222;Die Friedensbewegung in der Bundesrepublik mit ihren deutscht\u00fcmelnden und antiamerikanischen Parolen tr\u00e4gt nichts zur Verhinderung des Krieges bei, sie st\u00fctzt vielmehr die Verh\u00e4ltnisse, die zum Krieg f\u00fchren.&#8220; (<em>JuWo <\/em>50\/2002, S. 5) Bei soviel pauschaler Kritik an <em>der<\/em> Friedensbewegung, die selten mit Belegen (deren Repr\u00e4sentativit\u00e4t auch erst zu zeigen w\u00e4re) versehen wird, kann sich auch die Zeitschrift <em>Phase 2<\/em> nicht mehr zur\u00fcckhalten: Da ist die Rede von der &#8222;St\u00e4rkung eines unertr\u00e4glichen v\u00f6lkischen, antiamerikanischen Ressentiments, dass [sic] seine Exerzierer auf den Friedensdemos findet&#8220;. Die &#8222;deutsche Friedensbewegung&#8220; stecke &#8222;tief im Ressentiment&#8220; &#8211; im antiamerikanischen, versteht sich, hat die <em>Phase 2<\/em> doch einen &#8222;urdeutschen Antiamerikanismus&#8220; ausgemacht. ((2))<\/p>\n<p>&#8222;Antiamerikanismus&#8220; war schon eines der Zauberw\u00f6rter der Konservativen gegen die Friedensbewegung der fr\u00fchen 80er Jahre, es war das Zauberwort vieler linker Bellizisten gegen die Protestbewegung gegen den zweiten Golfkrieg, und auch heute ist es das Zauberwort aller Bellizisten. ((3)) Nun soll keineswegs ein von fundierter Kritik an der US-amerikanischen imperialen Au\u00dfenpolitik oder Ph\u00e4nomenen der US-Innenpolitik wie z.B. der Todesstrafe zu unterscheidender, ideologisch aufgeladener Antiamerikanismus auch in Teilen der Friedensbewegung geleugnet werden &#8211; diesem muss innerhalb der Friedensbewegung das Wasser abgegraben werden (wozu Pauschal-Verdammungen wie die oben zitierten allerdings nicht dienlich sind).<\/p>\n<p>Erst recht kann \u00fcber den antisemitisch grundierten Antiamerikanismus der extremen Rechten, die in Teilen tats\u00e4chlich mit Agitation gegen den Irak-Krieg zu punkten versucht, nicht hinweg gesehen werden. Die ideologische Ausformulierung des Antiamerikanismus innerhalb der Neo-Nazi-Szene erfolgte insbesondere durch Michael K\u00fchnen. Der bediente sich dabei des in der damaligen Linken boomenden Begriffs &#8222;Kulturrevolution&#8220;, an den heute in der Linken kaum mehr jemand erinnert werden will. ((4)) Ohne an eher entlegende Vorarbeiten im v\u00f6lkischen Diskurs der 20er und 30er Jahre (z.B. Werner Deubel) explizit anzukn\u00fcpfen, transformierte K\u00fchnen die linke Konzeption von Kulturrevolution zur &#8222;v\u00f6lkischen&#8220; bzw. &#8222;deutschen Kulturrevolution&#8220;. Deren Hauptgegner war f\u00fcr K\u00fchnen der Amerikanismus. Die betreffenden Texte K\u00fchnens sind in deutscher Sprache heute auf der Homepage der NSDAP\/AO im Volltext zug\u00e4nglich; komprimiert sind diese Vorstellungen im &#8222;politischen Lexikon&#8220;, das K\u00fchnen 1987 f\u00fcr die Gesinnungsgemeinschaft der Neuen Front (GdNF) vorlegte. ((5))<\/p>\n<p>Die &#8222;v\u00f6lkische Kulturrevolution&#8220; bestimmt K\u00fchnen als f\u00fcr das \u00dcberleben des deutschen Volkes unerl\u00e4ssliches Heilmittel gegen den &#8222;Amerikanismus&#8220;: &#8222;Der Amerikanismus ist die extremste Auspr\u00e4gung b\u00fcrgerlich-materialistischer Lebenshaltung [&#8230;] und damit die Hauptkraft der heutigen Dekadenz. Es handelt sich hierbei allerdings nicht um einen nat\u00fcrlichen Verfallsproze\u00df altgewordener V\u00f6lker, sondern um eine gezielte und gesteuerte Entwicklung mit dem Ziel der Vernichtung der gewachsenen V\u00f6lker und zur Schaffung eines weltweiten, leicht lenkf\u00e4higen und manipulierbaren Einheitsmenschen in einer materialistischen Weltzivilisation.<\/p>\n<p>Machttr\u00e4ger des Amerikanismus und der geplanten Weltzivilisation sind die USA, nach deren Modell sie geformt werden soll. Der Amerikanismus ist damit die geistig-seelische Waffe des Liberalkapitalismus und erm\u00f6glicht einen kulturellen Kolonialismus seiner Hauptmacht [&#8230;], der den N\u00e4hrboden des us-amerikanischen Imperialismus bildet. [&#8230;] Urspr\u00fcnglich entstanden aus dem Profitstreben us-amerikanischer Kapitalisten, die von einer Welt manipulierter Massenkonsumenten tr\u00e4umten, wurde diese spezifisch us-amerikanische Auspr\u00e4gung des Materialismus auch mehr und mehr zum Werkzeug der Endziele des Zionismus bei seinem Kampf um die Weltherrschaft.<\/p>\n<p>[&#8230;] Der Amerikanismus ist [&#8230;] der gef\u00e4hrlichste Feind der V\u00f6lker, da er nicht nur ihre Freiheit, sondern auch und zuerst ihre Seele und ihren Willen zerst\u00f6rt. Seine Entsprechung in politischen Bereich ist die Demokratie westlichen Typs<em> <\/em>[&#8230;]<em>.<\/em> Die vom Amerikanismus zu rasenden Tempo beschleunigte Dekadenz ist also nicht schicksalhaft, sondern k\u00fcnstlich erzeugt. Hier setzt deshalb auch der nat\u00fcrliche \u00dcberlebenswille der V\u00f6lker ein und bek\u00e4mpft den Amerikanismus durch eine v\u00f6lkische Kulturrevolution.<\/p>\n<p>Tr\u00e4ger der deutschen Kulturrevolution ist die Neue Front, deren Kampf gegen den Amerikanismus einen wesentlichen Teil ihrer politischen Taktik bildet. Da in der BRD der Amerikanismus seit 1945\/56 JdF [= Jahr des F\u00fchrers; AS] au\u00dferhalb der USA am weitesten fortgeschritten ist und sich am verheerendsten ausgewirkt hat, ist die Kulturrevolution gegen diesen Amerikanismus hier auch am wichtigsten und dr\u00e4ngendsten, wenn das deutsche Volk \u00fcberleben soll!&#8220;<\/p>\n<p>Die &#8222;deutsche Kulturrevolution&#8220; gegen den Amerikanismus ist, da dieser als Instrument des Zionismus gilt, im Kern antisemitisch. Hier liegt tats\u00e4chlich eine enge Verkn\u00fcpfung von Antiamerikanismus und Antisemitismus vor. Ausdr\u00fccklich grenzt sich K\u00fchnens vom linken Antizionismus ab. Die linken Antizionisten seien im Irrtum, wenn sie Israel als staatlichen Erf\u00fcllungsgehilfen des US-Imperialismus ansehen. Demgegen\u00fcber betont K\u00fchnen, das die USA und der US-Imperialismus ein Instrument j\u00fcdischen Weltherrschaftsstrebens seien.<\/p>\n<p>Aus der Bestimmung der &#8222;v\u00f6lkischen Kulturrevolution&#8220;<em> <\/em>gegen den (als j\u00fcdisch verstandenen) Amerikanismus ergibt sich f\u00fcr K\u00fchnen eine b\u00fcndnispolitische \u00dcberlegung. Als Gegner Israels gilt ihm die arabische Welt. Gem\u00e4\u00df der simplen Logik, der zufolge der Feind meines Freundes mein Freund sei, sieht er die arabische bzw. islamische Welt als B\u00fcndnispartner der &#8222;deutschen Kulturrevolution&#8220;. Entsprechend hei\u00dft es in K\u00fchnen &#8222;Lexikon&#8220; unter dem Stichwort &#8222;Araber&#8220; u.a.: &#8222;Die Araber sind die nat\u00fcrlichen B\u00fcndnispartner eines nationalsozialistischen Europa : Der arabische Nationalismus k\u00e4mpft, wie der europ\u00e4ische, gegen den Imperialismus und f\u00fcr die Freiheit. Nationalsozialismus und Islam verbindet zudem der Kampf gegen die Zinsknechtschaft als Voraussetzung eines nichtmarxistischen Sozialismus . Und schlie\u00dflich leidet die arabische Nation unter dem Terror des Zionismus, der auf arabischen Boden seinen Piratenstaat Israel errichtete und das arabische Volk der Pal\u00e4stinenser teils t\u00f6tete und vertrieb, teils unterwarf und bis heute unterdr\u00fcckt. Der Zionismus aber ist bekanntlich der Hauptfeind des Nationalsozialismus, der dem zionistischen Streben nach Weltherrschaft einen erbarmungslosen Widerstand entgegensetzt. Dies alles sind Voraussetzungen zur Bildung eines europ\u00e4isch-arabischen Gro\u00dfraumes, der die \u00dcberwindung des Imperialismus der Superm\u00e4chte erm\u00f6glicht, eine zinsfreie, sozialistische Wirtschaftsordnung aufbaut und die Anma\u00dfungen des Zionismus zerschl\u00e4gt.&#8220;<\/p>\n<p>Nach den Vorarbeiten K\u00fchnens und dem Boom des von der Nouvelle Droite um Alain de Benoist \u00fcbernommenen Schlagwortes &#8222;Kulturrevolution von rechts&#8220; diente<em> <\/em>&#8222;Kulturrevolution&#8220;<em> <\/em>auch als Schlagwort im Grundsatzprogramm der Nationalistischen Front (NF) von 1986. Diese Truppe verstand sich auf einen rebellischen, gar revolution\u00e4ren Appeal, der gerade auch durch nicht ungeschickte verdrehte \u00dcbernahmen gegnerischer Parolen und Symbole realisiert wurde. Auch die aus der Linken bekannte materialistische Konzeption von Kulturrevolution erfuhr bei der NF eine (Ver)Drehung: In den &#8222;10 Punkten&#8220; des Grundsatzprogrammes der NF folgt auf &#8222;Befreiungsnationalismus&#8220;, &#8222;Gesamtdeutschlands Einheit und Volksraum&#8220;, &#8222;Nationale Identit\u00e4t&#8220; und &#8222;Kampf der Volksverhetzung&#8220; (f\u00fcr die &#8222;Wiedergutmachung des Deutschland nach 1945 zugef\u00fcgten Unrechts&#8220;) und noch vor dem Programmpunkt &#8222;Antikapitalistische Sozialrevolution&#8220; das Bekenntnis zu einer &#8222;Antimaterialistische[n] Kulturrevolution&#8220; &#8211; hier sieht man einmal mehr den Versuch, Themen der \u00d6kologie- und Friedensbewegung aufzugreifen und neonazistisch zu artikulieren: &#8222;Die zerst\u00f6rerische Einheitszivilisation des lebensfeindlichen westlichen Materialismus [= USA; AS] verhindert die Selbstverwirklichung des Menschen und der V\u00f6lker. Sie beschleunigt die Entfremdung von Mensch und Natur, von Mensch und Arbeit. Sie beschleunigt vor allem den rasanten Proze\u00df der Vernichtung der nat\u00fcrlichen Lebensgrundlagen.<\/p>\n<p>Der Kulturzerfall der Gegenwart, besonders in Bildungseinrichtungen und darstellenden K\u00fcnsten, f\u00fchrt zur totalen Daseinsverunsicherung des Menschen, zur Vernichtung des Sch\u00f6nen und damit zur Zerst\u00f6rung des Menschenbildes.&#8220;<\/p>\n<p>So weit die Diagnose der NF. Zumeist werden die hier diagnostizierten Verfallserscheinungen ja ausdr\u00fccklich auf das <em>Schuldenkonto<\/em> einer Kulturrevolution gebucht, der von 68. Das unterl\u00e4sst die NF an dieser Stelle. Die Abgrenzung erfolgt in den nachfolgenden Kampfparolen \u00fcber die n\u00e4here Kennzeichnung der ihrerseits geforderten &#8222;Kulturrevolution&#8220; als &#8222;antimaterialistisch&#8220;: &#8222;Wir fordern Kampf allen lebensfeindlichen materialistischen Wahnideen westlicher und \u00f6stlicher Pr\u00e4gung, Kampf der Vergewaltigung der Natur.<\/p>\n<p>Wir tragen die antimaterialistischen Kulturrevolution des neuen Naturalismus.&#8220;<\/p>\n<p>In dieser befreiungsnationalistischen Variante gelangte die Forderung nach einer &#8222;kulturellen Revolution&#8220; 1990 in abgemilderter Diktion auch in die programmatische Debatte der Jungen Republikaner in Nordrhein-Westfalen &#8211; die treibende Kraft war Marcus Bauer, sp\u00e4ter u.a. als Autor thematisch einschl\u00e4giger Artikel in den Zeitschriften <em>Europa vorn<\/em> von Manfred Rouhs und <em>Junge Freiheit<\/em> t\u00e4tig. Als F\u00e4hre in den etablierten Diskurs diente dabei \u00fcbrigens eine Aussage des S\u00e4ngers und Texters Heinz Rudolf Kunze, die dem Kapitel als Motto voran gestellt war: &#8222;Wir sind nicht nur politisch, sondern auch kulturell ein besetztes Land.&#8220;<em> <\/em>Die Nachwuchs-REPs hielten eine &#8222;kulturelle Revolution&#8220; gegen US-amerikanischen &#8222;Kulturimperialismus&#8220; f\u00fcr so bedeutsam und so werbewirksam, dass sie auch in Kurzdarstellungen im Propagandamaterial auftauchte.<\/p>\n<p>Entsprechend ihrer geopolitischen B\u00fcndnisfantasie agitierten K\u00fchnen &amp; Co gegen den zweiten Golfkrieg. Ein besonderer Mediencoup gelang dem damals schon todkranken und v\u00f6llig geschw\u00e4chten K\u00fchnen mit der aus der Luft gegriffenen Ank\u00fcndigung, er w\u00fcrde 500 S\u00f6ldner f\u00fcr Saddam Hussein mobilisieren; der Journalist Rainer Fromm verschaffte K\u00fchnen daf\u00fcr die Medien-Aufmerksamkeit. Das entsprach einem spezifisch deutschen Supplement des Wunschfeindbildes Saddam und erg\u00e4nzte die demagogische Gleichung &#8218;Saddam = Hitler&#8216;. Die vage Erinnerung an K\u00fchnens Ank\u00fcndigung ist im Zentralorgan des linken Bellizismus bereits wieder in den Diskurs eingespeist worden. &#8222;Die Solidarit\u00e4t der Neonazis mit dem Regime im Irak hat eine lange Tradition. Bereits 1991 anl\u00e4sslich des zweiten Golfkriegs [&#8230;] boten sich Neonazis dem Irak als S\u00f6ldner an&#8220; schrieb die <em>Jungle World<\/em> (50\/2002, S. 12) &#8211; freilich ohne Angaben, was aus diesem &#8222;Angebot&#8220; praktisch wurde.<\/p>\n<p>Der Gedanke von der &#8222;nat\u00fcrlichen&#8220; und &#8222;geopolitischen&#8220; Bande mit der arabischen Welt auch ist die Grundlage der propal\u00e4stinensischen Propaganda und Agitation der Nazis nach Ausbruch der zweiten Intifada und wird nun auf den anstehenden Krieg gegen den Irak angewendet, antiamerikanisch und antisemitisch. Dieser Zusammenhang l\u00e4sst sich bis in die grafische Gestaltung von Nazi-Plakaten verfolgen. Auf der Homepage des &#8222;mitteldeutschen&#8220; Neo-Nazi-Truppe findet sich eine Flyer- oder Plakatvorlage mit dem Slogan: &#8222;Der Terror ist ein Meister aus Amerika&#8220; (siehe Abb. 1). Die \u00fcber mehrere Permutationen laufende Anspielung ist relativ leicht zu entschl\u00fcsseln; sie zielt auf eine ber\u00fchmte Zeile Paul Celans in seinem Gedicht die Todesfuge &#8211; das gleichnamige Bild des anonymen Aachener Wandmalers zierte \u00fcbrigens das Plakat der Demonstration &#8222;Nie wieder Deutschland&#8220; in Frankfurt 1990 (siehe Abb. 2). In Nazi-Publikationen taucht h\u00e4ufiger der Slogan &#8222;Der Tod ist ein Meister aus Israel&#8220; auf ((6)); auch auf der Berliner Pal\u00e4stina-Demonstration war dies auf einem Schild zu sehen &#8211; statt des Namens Israel stand da die Abbildung der israelischen Flagge. Diese Perversion der Celan-Zeile konzentriert in wenigen Worten den Deutschland entlastenden psychischen Mechanismus, deutsche Vergangenheit auf israelische (bzw. nun auch US-amerikanische) Gegenwart zu projizieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Doch solche Verharmlosungen der Nazis nimmt man in der Jungle World routiniert in Kauf, wenn es darauf geht, ein Wunschfeindbild ((1)) auszumalen. Das Feindbild &#8218;Saddam&#8216; bzw. &#8218;islamistische antisemitische Internationale oder auch &#8218;Islamofaschismus&#8216; l\u00e4sst sich vortrefflich komplettieren, indem man auf die neonazistischen Sympathiebekundungen f\u00fcr den Irak bzw. rabiat antisemitische Islamisten verweist. 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