{"id":5970,"date":"2004-02-01T00:00:28","date_gmt":"2004-01-31T22:00:28","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/?p=5970"},"modified":"2022-07-26T14:24:36","modified_gmt":"2022-07-26T12:24:36","slug":"schon-wieder-wir","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2004\/02\/schon-wieder-wir\/","title":{"rendered":"Schon wieder wir?"},"content":{"rendered":"<p>Versetzen wir uns zur\u00fcck in die Bundesrepublik der 1970er und 80er Jahre, in die Zeit der &#8222;Terroristenhysterie&#8220;. Auf den Fahndungsplakaten prangten unter dem Titel &#8222;ANARCHISTEN &#8211; Vorsicht Schusswaffen&#8220; die Gesichter von gesuchten Mitgliedern der Roten Armee Fraktion (RAF). Obwohl sich die RAF selbst als marxistisch-leninistische Kadergruppe verstand und sich vom Anarchismus distanzierte, wurden die &#8222;Leninisten mit Knarre&#8220; ((2)) als &#8222;anarchistische Gewaltt\u00e4ter&#8220; gejagt. Die permanente Verwendung der Begriffe &#8222;Anarchist&#8220; und &#8222;Anarchie&#8220; als Schlagw\u00f6rter diente zur Schaffung eines Reizklimas ((3)). Das Klischee vom Bomben werfenden Anarchisten spukte nicht nur in den K\u00f6pfen von Politikern wie Willy Brandt (SPD) und Franz Josef Strau\u00df (CSU). Der Hass auf &#8222;Anarchisten&#8220; war Teil des Mainstreams und das Wort in aller Munde. Das hei\u00dft nicht, dass den Leuten die Bedeutung des Begriffs bekannt war. Das b\u00fcrgerlich-liberale Bewu\u00dftsein hat nicht unterschieden zwischen Kommunisten, Anarchisten, Militanten und Linken. F\u00fcr die meisten Leute war das alles &#8222;ein Sumpf&#8220;.<\/p>\n<p>Eine \u00f6ffentliche Wahrnehmung von Libert\u00e4ren als Solche? Fehlanzeige.<\/p>\n<p>Die Kommunikationswissenschaftlerin Gabriele Voser, die die Rezeption der Anarchie- und Anarchismusbegriffe am Beispiel der Magazine <em>Weltwoche<\/em> und <em>Der Spiegel<\/em> im Zeitraum 1968 bis 1975 untersucht hat, kommt zu dem Schluss, dass die von ihr festgestellte journalistische Denunzierung des Anarchismus zur Schaffung eines Reizklimas und einer &#8222;kollektiven Psychose&#8220; beitragen k\u00f6nne: &#8222;Ist die Psychose erst einmal da, so ist die Voraussetzung zum Pogrom geschaffen. Die Geschichte lehrt, dass verbale Gewalt zu Verfolgung und physischer Vernichtung f\u00fchren kann&#8220;.<\/p>\n<h3>Haben sich die Zeiten ge\u00e4ndert?<\/h3>\n<p>Franz Josef Strau\u00df hat die Flinte 1988 f\u00fcr immer ins Korn geworfen. Seine Jagd auf &#8222;Anarchisten&#8220; und &#8222;langhaarige, verdreckte Vietconganh\u00e4nger, die da \u00f6ffentlich Geschlechtsverkehr treiben unter B\u00e4umen&#8220; ((4)), ist Geschichte. Aber die Gleichsetzung von &#8222;Anarchie&#8220; mit &#8222;Chaos und Terror&#8220; und von &#8222;Anarchisten&#8220; mit &#8222;Terroristen&#8220; ist immer noch \u00fcblich. Beispielhaft daf\u00fcr ist die derzeitige Berichterstattung \u00fcber die &#8222;Briefbomben&#8220;-Anschl\u00e4ge gegen f\u00fchrende Politiker der Europ\u00e4ischen Union.<\/p>\n<h3>Anarchistische Briefbombenanschl\u00e4ge gegen die EU?<\/h3>\n<p>Titelschlagzeilen im Januar 2004:<\/p>\n<p><em>&#8222;Anarchistengruppe bekennt sich zu Briefbombenanschl\u00e4gen \/ Briefbomben: Anarchisten sagen EU den Kampf an \/ Bolognas Anarcho-Szene mit neuem Feind \/ Europa-Anarchisten sind kaum zu fassen \/ Anarchisten im Blick der Fahnder \/<\/em><em> Sondereinheit gegen &#8218;Anarchisten&#8216; \/ <\/em><em>Die Anarchisten und ihr neuer Feind&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Mindestens 77 &#8222;Paket- und Briefbomben&#8220; sollen nach Angaben italienischer Beh\u00f6rden seit Oktober 2003 von &#8222;Anarchisten&#8220; versand worden sein (Stand: 21.01.2004). Hinter den Anschl\u00e4gen stehe die &#8222;anarchistische Gruppe&#8220; FAI (Federazione Anarchica Informale). Der frei erfundene Name dieser Fraktion ist eine Modifikation der real existierenden FAI (Federazione Anarchica Italiana).<\/p>\n<p>Italiens rechtsgerichteter Innenminister Pisanu behauptete, die FAI &#8222;vereinige die extremsten Verfechter der Anarchie und des Marxismus-Leninismus&#8220;. Als dann auch in anderen EU-Staaten &#8222;Briefbomben&#8220; auftauchten, redete er ein &#8222;Kartell europ\u00e4ischer Anarchistengruppen&#8220; herbei. Es sei eine &#8222;Liste mit den Namen von 250 Personen erstellt worden, die mit der anarchistischen Szene in Verbindung gebracht werden&#8220;. Seitdem werden Razzien in besetzten H\u00e4usern Bolognas durchgef\u00fchrt und eine EU-weite &#8222;Anti-Anarchisten Sonderkommission&#8220; wurde eingerichtet.<\/p>\n<p>Um ein Klima der Angst zu schaffen, waren sich die italienischen Repressionsorgane und Medien auch in j\u00fcngster Zeit nicht zu schade haarstr\u00e4ubendste Konstruktionen f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit zu erfinden. Ein Beispiel: Da sich eine anarchistische Gruppe in Rovereto im Zusammenhang mit den Protesten gegen das Treffen der EU-Au\u00dfenminister im September 2003 in Riva del Garda in einem Artikel mit der Privatisierung und Verknappung des Trinkwassers besch\u00e4ftigt hat und die Rolle der multinationalen Konzerne betonte, galten vergiftete Mineralwasserflaschen, die in einigen italienischen Superm\u00e4rkten verkauft wurden, als &#8222;anarchistischer Anschlag&#8220;. ((5))<\/p>\n<p>Nun ist in den Agenturmeldungen von Brief- und Paketbomben die Rede, obwohl keiner der Briefe Sprengstoff enthielt. Nach Angaben des Kriminologen Christian Pfeiffer enthalten diese Umschl\u00e4ge &#8222;keinen Sprengstoff, sondern eine brennbare Substanz, die beim \u00d6ffnen in eine Stichflamme aufgeht.&#8220; ((6))<\/p>\n<p>Die vom rechten Staatschef Berlusconi dominierten Massenmedien in Italien und auch die Boulevardpresse in Deutschland betreiben unhinterfragt, ohne Durchblick und kritische Recherche eine Hetzkampagne gegen Anarchisten.<\/p>\n<p>Diese anti-libert\u00e4re Propaganda wird hierzulande aber keineswegs nur von der rechten Springerpresse \u00fcbernommen.<\/p>\n<h3>&#8222;Die EU im Visier. Internationale Ermittlergruppe soll nach Briefbomben-Attent\u00e4tern fahnden&#8220;<\/h3>\n<p>So der Titel des Artikels von Olaf Stanke, der am 8. Januar 2004 in der PDS-nahen Tageszeitung <em>Neues Deutschland<\/em> (ND) erschienen ist. Auch dieser ND-Text erweckt den Eindruck, als handele es sich bei den Attent\u00e4tern tats\u00e4chlich um Anarchisten und Mitglieder der FAI. Das ist irref\u00fchrend. Die anarchistische FAI organisiert zum Beispiel Anti-Kriegs-Kampagnen, Demonstrationen, Streiks und direkte gewaltfreie Aktionen. Mit den Anschl\u00e4gen hat dieser libert\u00e4r-sozialistische Zusammenhang nichts zu tun. Am 28. Dezember 2003 hat sich die FAI von den T\u00e4tern ausdr\u00fccklich distanziert (siehe Erkl\u00e4rung auf dieser Seite). Die mit &#8222;FAI&#8220; unterzeichneten Selbstbezichtigungsschreiben sind offensichtlich als Versuch zu werten, die Taten der libert\u00e4ren Szene unterzuschieben. Durch die verdrehende Berichterstattung \u00fcber die Attentate, bei denen Menschen gef\u00e4hrdet werden k\u00f6nnten und die deshalb grunds\u00e4tzlich von Graswurzelrevolution\u00e4rInnen abgelehnt werden, soll der Begriff &#8222;Anarchist&#8220; wieder einmal mit &#8222;Terrorist&#8220; assoziiert werden.<\/p>\n<p>Briefbombenanschl\u00e4ge waren bisher eine &#8222;Spezialit\u00e4t&#8220; rechtsextremer und faschistischer Gruppen, also der erkl\u00e4rten Feinde der AnarchistInnen. Die Federazione Anarchica Italiana vermutet, dass die Taten von Agenten oder Kollaborateuren der Polizei begangen wurden. Auch die Sprache der &#8222;Federazione Anarchica Informale&#8220; n\u00e4hrt den Verdacht, dass es sich bei den T\u00e4tern um Faschisten oder verdeckt operierende Polizisten handelt. In einem der Bekennerschreiben ist von einem &#8222;marxistische[n] Krebsgeschw\u00fcr&#8220; die Rede.<\/p>\n<p>Der Stil der Anschl\u00e4ge weckt Erinnerungen an die &#8222;Strategie der Spannung&#8220; in den 1970er Jahren, als viele Bluttaten von Rechten ver\u00fcbt wurden, aber linken und anarchistischen Gruppen in die Schuhe geschoben werden sollten.<\/p>\n<p>&#8222;Polizeiagenten, meist Faschisten, f\u00fchrten (&#8230;) unz\u00e4hlige Terroranschl\u00e4ge durch, f\u00fcr die dann Anarchisten und Autonome verfolgt und oft jahrelang unschuldig eingesperrt wurden. Netzwerke wie P2 und Gladio waren in Italien federf\u00fchrend. Das Netzwerk P2 (Propaganda Due) wurde 1969 vom Faschisten Licio Gelli gegr\u00fcndet. Gelli war bereits bei den &#8218;Schwarzhemden&#8216; Mussolinis aktiv. (&#8230;) In der P2 waren rund 2500 f\u00fchrende Personen der italienischen Gesellschaft. (&#8230;) Berlusconi hatte damals die Mitgliedsnummer 1816. Ziel der Organisation, so das Ergebnis der Untersuchungen sei der Umsturz der verfassungsm\u00e4\u00dfigen Ordnung durch einen &#8218;colpo bianco&#8216;, einen wei\u00dfen Staatsstreich. (&#8230;) Bereits beim ersten Anschlag der Spannungsstrategen am 12. Dezember 1969 in der Mail\u00e4nder Landwirtschaftsbank auf der Piazza Fontana (16 Tote, \u00fcber 80 Verletzte), den neofaschistische Terroristen durchf\u00fchrten, war ein Agent provocateur am Werk, der die Spuren nach links lenken sollte. Der als Geheimdienstagent angeworbene Neofaschist Mario Merlino gr\u00fcndete einen anarchistischen Zirkel, f\u00fcr den er den Ballett-T\u00e4nzer Pietro Valpreda anwarb, der danach mit falschen Zeugenaussagen als einer der Organisatoren des Attentats pr\u00e4sentiert wurde. (&#8230;) Der Neofaschist und Angeh\u00f6rige der NATO-Gruppe &#8218;Gladio&#8216;, Gianfranco Bertoli, f\u00fchrte im Mai 1973 einen Bombenanschlag auf das Mail\u00e4nder Polizeipr\u00e4sidium durch (vier Tote, 52 Verletzte). Dabei sollte auch Ministerpr\u00e4sident Rumor get\u00f6tet werden, der jedoch zu sp\u00e4t eintraf und so dem Attentat entging. P2 ist Anfang der 80er Jahre au\u00dferdem als f\u00fcr etliche Morde verantwortlich bekannt geworden (sic!) (politische Gefangene fielen bei Polizeiverh\u00f6ren aus dem Fenster (nachzulesen auch bei Dario Fo: &#8218;Zuf\u00e4lliger Tod eines Anarchisten&#8216;). (&#8230;) Das blutigste Attentat der Nachkriegsgeschichte war der Anschlag auf den Bahnhof von Bologna am 2. August 1980. 85 Menschen wurden get\u00f6tet und mehr als 200 verletzt. Auch hier konnte die F\u00fchrungsspitze der P2 als verantwortlich ausgemacht werden. (&#8230;) 1982 wurde P2 f\u00fcr aufgel\u00f6st erkl\u00e4rt. (&#8230;) Kenner der Szene gehen davon aus, dass einzelne Strukturen erhalten blieben und heute als &#8218;P3&#8216; weiter im Untergrund operieren.&#8220; ((7))<\/p>\n<p>Nichts ist unm\u00f6glich, nicht alle AnarchistInnen sind gewaltfrei, und auch in libert\u00e4ren Zusammenh\u00e4ngen mag es Knallk\u00f6ppe geben, aber es ist eher unwahrscheinlich, dass hinter den &#8222;FAI&#8220;-Anschl\u00e4gen tats\u00e4chlich AnarchistInnen stecken.<\/p>\n<p>Es ist ein Skandal, dass Medien, wie z.B. <em>ND<\/em>, <em>tagesschau<\/em>, <em>S\u00fcddeutsche Zeitung<\/em> und <em>Telepolis<\/em>, die oben skizzierten Sachverhalte nicht herausstellen und die Distanzierungserkl\u00e4rung der real existierenden FAI unterschlagen. In der Berliner <em>taz<\/em> war immerhin zu lesen, dass es sich bei den Attent\u00e4tern nicht um Mitglieder der FAI handelt.<\/p>\n<h3>&#8222;Anarchie im Irak&#8220;<\/h3>\n<p>Auf den ersten Blick und im Vergleich zur Anti-FAI-Hetze wohl eher harmlos, aber ein weiteres Beispiel f\u00fcr die Verdrehung des Anarchiebegriffs liefert die Berichterstattung zum Angriffskrieg der USA und ihrer &#8222;Koalition der Willigen&#8220; im Irak. So behauptet das Nachrichtenmagazin <em>Der Spiegel<\/em> unter der \u00dcberschrift &#8222;Kampf gegen die Anarchie&#8220; ((8)): &#8222;Die Amerikaner wollen der wuchernden Anarchie im Irak nicht l\u00e4nger zusehen.&#8220; Auch die <em>S\u00fcddeutsche Zeitung<\/em> ((9)) besch\u00e4ftigt sich mit der angeblichen &#8222;Anarchie im Irak&#8220;. So kommentiert SZ-Redakteur Stefan Kornelius die Situation nach dem Anschlag auf das UNO-Geb\u00e4ude als &#8222;Logik der Anarchie&#8220;: &#8222;Anarchie ist der Zustand der Rechtlosigkeit, Anarchie steht f\u00fcr die Aufl\u00f6sung aller Herrschaft, f\u00fcr Willk\u00fcr, Chaos, die Abwesenheit aller ordnenden Gewalt.&#8220;<\/p>\n<p>Unsinn! Die chaotischen, menschenfeindlichen Verh\u00e4ltnisse im Irak wurden und werden durch die Herrschaft von Menschen \u00fcber Menschen, durch Staatsterrorismus, Milit\u00e4r und Krieg herbeigef\u00fchrt. Das, was im Irak geschieht, hat viel mit staatlicher Gewalt und Gegengewalt, aber nichts mit &#8222;Anarchie&#8220; (griech. &#8222;ohne Herrschaft&#8220;) zu tun.<\/p>\n<p>F\u00fcr Immanuel Kant war Anarchie &#8222;Gesetz und Freiheit ohne Gewalt&#8220;, f\u00fcr Graswurzelrevolution\u00e4rInnen ist Anarchie eine gewaltfreie, herrschaftslose Gesellschaft. ((10)) Anarchie ist das Ziel, Anarchismus der Weg dahin. AnarchistInnen und andere libert\u00e4re SozialistInnen wollen nicht Chaos und Terror. Der italienische Anarchist Errico Malatesta (1853-1932) beantwortete die Frage &#8222;Warum sind wir Anarchisten?&#8220; wie folgt:<\/p>\n<p>&#8222;Abgesehen von unseren Vorstellungen \u00fcber den politischen Staat und die Regierung, das hei\u00dft die zwangsm\u00e4\u00dfige Organisation der Gesellschaft, die unser spezifisches Wesensmerkmal bilden, abgesehen auch von unseren Ideen \u00fcber die beste M\u00f6glichkeit, allen Menschen die Benutzung der Produktionsmittel und die Beteiligung an den Vorteilen des gesellschaftlichen Zusammenlebens zu garantieren, sind wir Anarchisten aufgrund unseres Gef\u00fchls, das die Triebfeder s\u00e4mtlicher gesellschaftlicher Erneuerer ist, ohne das unser Anarchismus eine L\u00fcge oder ohne Sinn w\u00e4re. Dieses Gef\u00fchl ist die Liebe zu den Menschen, ist die Tatsache, an den Leiden der anderen zu leiden. (&#8230;) wenn ich esse, dann kann ich keinen Geschmack daran finden, wenn ich denke, dass Menschen Hungers sterben; wenn ich meiner kleinen Tochter ein Spielzeug kaufe und ganz gl\u00fccklich \u00fcber ihre Freude bin, dann wird diese Freude schnell getr\u00fcbt, wenn ich vor dem Schaufenster des H\u00e4ndlers Kinder mit weit aufgerissenen Augen sehe, die mit einem Pfennigp\u00fcppchen gl\u00fccklich gemacht werden k\u00f6nnten; wenn ich mich vergn\u00fcge, dann verd\u00fcstert sich mein Gem\u00fct, sobald mir in den Sinn kommt, dass es Ungl\u00fcckliche gibt, die im Kerker schmachten; wenn ich studiere oder eine Arbeit mache, die mir gef\u00e4llt, empfinde ich so etwas wie Gewissensbisse, wenn ich daran denke, wie viele es gibt, die kl\u00fcger sind als ich und gezwungen sind, ihr Leben in einer abstumpfenden, oft unn\u00fctzen oder sch\u00e4dlichen Arbeit zu vergeuden. Reiner Egoismus, wie ihr seht, doch ein Egoismus, den andere Altruismus nennen und ohne den niemand ein wirklicher Anarchist sein kann.&#8220; ((11))<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Versetzen wir uns zur\u00fcck in die Bundesrepublik der 1970er und 80er Jahre, in die Zeit der &#8222;Terroristenhysterie&#8220;. Auf den Fahndungsplakaten prangten unter dem Titel &#8222;ANARCHISTEN &#8211; Vorsicht Schusswaffen&#8220; die Gesichter von gesuchten Mitgliedern der Roten Armee Fraktion (RAF). 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