{"id":6110,"date":"2004-04-01T00:00:10","date_gmt":"2004-03-31T22:00:10","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/?p=6110"},"modified":"2022-07-26T14:24:36","modified_gmt":"2022-07-26T12:24:36","slug":"die-schattenseiten-einer-hochglanzmetropole","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2004\/04\/die-schattenseiten-einer-hochglanzmetropole\/","title":{"rendered":"Die Schattenseiten einer Hochglanzmetropole"},"content":{"rendered":"<p>Nach dem Durchqueren einiger dunkler, streng riechender R\u00e4ume sitzen wir im von Neonlicht durchfluteten Zimmer Achmeds. Eingerichtet ist es mit M\u00f6beln von der Stra\u00dfe, zwei Sofas, ein Sessel, ein Regal, ein Bett. Adresse: Kasernen von Sant Andreu, Torras y Bages, Barcelona.<\/p>\n<p>Die Besetzung dieser vom Verteidigungsministerium aufgegebenen Kasernen begann vor gut drei Jahren. Anfangs waren es nur wenige, aber die Schwierigkeiten, eine bezahlbare Bleibe in Barcelona zu finden, lie\u00dfen immer mehr Menschen hierher kommen, Migranten, mit und ohne Papiere, Wohnungslose und Hausbesetzer.<\/p>\n<p>Der Fernseher zeigt tonlos strahlende Sieger, Achmed sch\u00fcttet einen Haufen Erdn\u00fcsse auf den Tisch und verschwindet hinter einem Vorhang, um Tee zu machen. Das Wasser muss t\u00e4glich auf der anderen Seite der Stra\u00dfe, welche die beiden Teile des 107.450 qm gro\u00dfen Gel\u00e4ndes voneinander trennt, an einem \u00f6ffentlichen Brunnen geholt werden. Strom wird gezapft oder kommt von Autobatterien, Heizung oder Duschen gibt es keine. Die wenigen Duschen, die von den &#8222;Architekten ohne Grenzen&#8220; installiert worden waren, wurden einige Tage sp\u00e4ter von der Polizei zerst\u00f6rt. Die Stadtverwaltung spricht offiziell von Aufr\u00e4umarbeiten und &#8222;Entrattung&#8220;, w\u00e4hrend sie sukzessive, unangek\u00fcndigt, wenn sich gerade niemand im Geb\u00e4ude befindet, die noch bewohnten Geb\u00e4ude abrei\u00dfen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Es ist Samstag, der 15. November 2003, gegen sieben Uhr abends. Die Teegesellschaft, allesamt in Jacken und M\u00fctzen, besteht aus Achmed, unserem Gastgeber, Agata, der Anthropologin aus Warschau, Juri, dem Geschichtsstudenten aus Katalonien, Elmer aus Chile und mir. Elmer z\u00fcckt seinen Pass aus der rechten Hosentasche und legt ihn sorgsam, fast z\u00e4rtlich auf den Tisch neben den gr\u00f6\u00dfer werdenden Berg Erdnussschalen. Obwohl er die ganze Zeit \u00fcber schweigt, erz\u00e4hlt er viel mit seinen H\u00e4nden, die den Pass wieder in die Hosentasche stecken und kurze Zeit sp\u00e4ter umst\u00e4ndlich hervorkramen, mit sichtlichem Unbehagen im Gesicht, mit so einem sperrigen Ausweisdokument in der Tasche kann einfach keine Gem\u00fctlichkeit aufkommen. Die Staatsgewalt hat ihre Pr\u00e4senz bis in die K\u00f6pfe hinein ausgeweitet.<\/p>\n<p>Die Bewohner der Kasernen von Sant Andreu kommen aus \u00fcber 30 verschiedenen Nationen, aus Liberia, aus Panama, aus Kasachstan, aus Ghana, aus Rum\u00e4nien, aus Sierra Leone, aus Chile, aus Russland, aus Ecuador, &#8230; in der Mehrheit aus Marokko, Subsahara Afrika und Osteuropa. Die meisten sind sogenannte &#8222;sin papeles&#8220;, ohne Papiere, ohne Aufenthaltserlaubnis, ohne Arbeitserlaubnis, mit t\u00e4glich schwindenden Hoffnungen auf ein w\u00fcrdiges Leben in der sich in Hochglanzprospekten zum Forum 2004 als multikulturell und weltoffen verkaufenden Metropole Kataloniens. Ein prickelndes &#8222;enjoy it&#8220; aus der Dose inmitten der polierten Vielfalt wird aber nur denen geboten, die den Eintritt von knapp vierzig Euro f\u00fcr drei Tage Forum bezahlen k\u00f6nnen. Die, die nicht aus touristischen Motiven kommen, erleben nichts vom angepriesenen Dialog der Kulturen, von nachhaltiger Entwicklung oder gar Frieden.<\/p>\n<p>Die physische Pr\u00e4senz der Staatsgewalt auf dem &#8222;Passeig Torras y Bages&#8220; wurde im August 2003 nochmals verst\u00e4rkt, so dass es f\u00fcr das t\u00e4gliche Wasserholen entscheidender geworden ist, Ausweisdokumente zu besitzen als einen Kanister. Das Verlassen und Betreten des Gel\u00e4ndes ist durch die massive Polizeipr\u00e4senz nicht mehr m\u00f6glich, ohne die Gefahr einer Kontrolle. F\u00fcr die &#8222;sin papeles&#8220; bedeutet dies immer die Internierung im Ausl\u00e4ndergef\u00e4ngnis &#8222;La Verneda&#8220;, und es droht die sofortige Abschiebung.<\/p>\n<p>Momentan leben in ganz Europa mehr als zehn Millionen Migrantinnen und Migranten, allein in Spanien mehr als drei Millionen, ein Drittel &#8222;sin papeles&#8220;. Die Migrationspolitik der Regierungsverantwortlichen besteht aus versch\u00e4rften Grenzkontrollen, systematischer Verfolgung und Erleichterung des Abschiebeverfahrens. &#8222;Ich habe immer etwas Kleingeld dabei, falls sie mich mitnehmen, um irgendwem Bescheid zu sagen. Meist nicht viel, aber immer genug zum Telefonieren.&#8220; Rodriguez aus Panama erz\u00e4hlt von seinen Erfahrungen mit der Polizei. &#8222;Ich hab Gl\u00fcck, ich kann perfekt Spanisch, da lassen sie mich in Ruhe.&#8220; Noch. Auch ihm kann es jeden Tag passieren, dass er in eine Kontrolle ger\u00e4t, irgendeinen Strafvorwurf erh\u00e4lt und binnen drei Tagen abgeschoben wird. Wird die Abschiebung nicht innerhalb dieser drei Tage durchgef\u00fchrt, muss er mit der l\u00e4ngsten Abschiebehaft ganz Europas rechnen; vierzig Tage in La Verneda.<\/p>\n<p>Seit Dezember ist das legal. Ohne Gerichtsverfahren, ohne Rechtssicherheit w\u00e4hrend des Verfahrens, ohne Skrupel.<\/p>\n<p>Die gleichzeitig mit der Abschiebung verh\u00e4ngte zehnj\u00e4hrige Einreisesperre bleibt auch dann g\u00fcltig, wenn im Nachhinein ein Freispruch erfolgt. Unschuldig ist, wer &#8222;legal&#8220; im Land ist.<\/p>\n<p>Eine echte L\u00f6sung f\u00fcr die in Spanien lebenden Migranten ist nicht vorgesehen. Die am 14. M\u00e4rz 2004 abgew\u00e4hlte Zentralregierung Aznars verfiel kurioserweise gemeinsam mit den Regierenden Kanariens auf die Idee, Migranten, die sich ohne Papiere in anderen Teilen Spaniens aufhielten, eine Fahrkarte nach Barcelona zu bezahlen. Als Residenz wurden ihnen die Kasernen von &#8222;Sant Andreu&#8220; empfohlen.<\/p>\n<p>&#8222;Eh chico&#8220;, die trotz andalusischem Akzent schneidenden Worte richten sich an einen jungen Schwarzen, &#8222;Los papeles. Pronto.&#8220; Augenblicklich ist er von vier &#8222;Guardia Civil&#8220; umstellt. Einer, klein, drahtig, nerv\u00f6s, packt den Schwarzen am Kragen, zieht ihn zu sich hin und st\u00f6\u00dft ihn wieder von sich weg. &#8222;Los papeles, chico, eh \u00bfdonde est\u00e1n?&#8220; ((2)) L\u00e4ngst ist klar, dass das Leeren der Taschen keine Papiere zum Vorschein bringen wird. Wieder packt der kleine Nerv\u00f6se &#8211; die anderen bleiben Statisten &#8211; sein Opfer und versetzt ihm einen Schlag. Der so Misshandelte f\u00e4llt r\u00fccklings zu Boden, wird jedoch sofort hochgerissen und mit Wucht wieder zu Boden geschlagen.<\/p>\n<p>Erst als Agata und ich, beide wei\u00df, eindeutig &#8222;europ\u00e4isch&#8220;, uns aus der ohnm\u00e4chtigen Beobachterperspektive heraus n\u00e4hern, um unsere Wut zu artikulieren und wenigstens irgendwie verbal einzugreifen, l\u00e4sst er ab. &#8222;Hier hat niemand irgendwen geschlagen. Das ist eine L\u00fcge, eine verdammte L\u00fcge!&#8220; st\u00f6\u00dft er uns erregt entgegen. W\u00e4hrend seine Kollegen im Hintergrund den Menschen &#8222;sin papeles&#8220; abf\u00fchren, verlangt er mit einem untergr\u00fcndigen Grinsen der \u00dcberlegenheit unsere Papiere. Daran, wer hier die Macht hat, soll blo\u00df kein Zweifel aufkommen. In dem falschen Glauben, er h\u00e4tte kein Recht dazu, und mit der Sicherheit der EU-Staatsb\u00fcrgerschaft verweigere ich trotz seines aggressiven Insistierens.<\/p>\n<p>\u00dcberraschender weise gibt er nach dem dritten Mal auf.<\/p>\n<p>Willk\u00fcr und rassistische Kontrollen sind hier weder ungew\u00f6hnlich, noch beschr\u00e4nken sie sich auf den \u00f6ffentlichen Raum, die Stra\u00dfe zwischen den beiden Teilen des Gel\u00e4ndes. Ende September drangen zehn Polizisten in ein Geb\u00e4ude ein, kontrollierten die drei anwesenden Bewohner, alle aus Osteuropa stammend, und zerst\u00f6rten einen Gro\u00dfteil der vorhandenen Einrichtung. Zum Abschied verteilten sie den Inhalt mehrerer M\u00fclls\u00e4cke und verlie\u00dfen den Tatort mit der Aufforderung, doch bitte aufzur\u00e4umen.<\/p>\n<p>Die Berichterstattung in den lokalen Medien beschr\u00e4nkt sich, wenn sie denn stattfindet, meist auf die Deskription unter der \u00dcbernahme der offiziellen Perspektive oder reproduziert schlimmstenfalls die in Stadtverwaltung und Nachbarschaft gel\u00e4ufigen Rassismen; die Medien loben die humanit\u00e4ren Leistungen des Roten Kreuzes f\u00fcr jeden &#8222;woanders&#8220; untergebrachten Migranten, ob kurzfristig in einer Pension oder f\u00fcr maximal drei Monate in dem ehemaligen Kloster in Tiana, in dem das Rote Kreuz ein Arbeits- und Sozialisierungsprogramm mit rigiden Auflagen durchf\u00fchrt. Bei Nachfragen, worin denn die in Tiana geleistete Arbeit bestehe und unter welchen Bedingungen die Migranten dort leben, reagieren die mit roter Jacke uniformierten Mitarbeiter br\u00fcsk. &#8222;Steht doch in der Presse, hier, lies den Artikel vor!&#8220;, befielt der Rotkreuzmitarbeiter Xavi beim spontanen Ortstermin in Tiana. Der Artikel lobt die mildt\u00e4tige Arbeit von Xavi und seinen Kollegen. Im Verlauf des Gespr\u00e4chs mit den kritisch nachfragenden Besuchern der Plattform f\u00fcr Migration zieht er alle Register.<\/p>\n<p>Vom harten Verhandlungspartner, der uns die Welt erkl\u00e4rt, &#8222;also so nicht, ihr m\u00fcsst seri\u00f6ser auftreten, mit Organisationsnamen, Aktivit\u00e4ten, konkreten Zielen, einem Organisationsprofil. So l\u00e4uft&#8217;s&#8220; bis zum besten Freund, zeigt sich mal cholerisch, mal schmeichlerisch anbiedernd, &#8222;wir sitzen ja schlie\u00dflich alle im selben Boot&#8220;; nur von der Arbeit erz\u00e4hlt er nichts. Nur soviel: &#8222;Ist ganz sch\u00f6n schwierig mit den Negern. Viele k\u00f6nnen noch nicht mal einen Besen halten und benutzen den Wischmopp zum Tischabwischen. Denen m\u00fcssen wir eine Menge beibringen.&#8220;<\/p>\n<p>Das Geb\u00e4ude betreten oder gar mit den Bewohnern sprechen d\u00fcrfen wir nicht. Noch Fragen?<\/p>\n<p>Was aus dem f\u00fcr uns namenlos bleibenden Schwarzen, den ich deswegen nicht anders zu benennen wei\u00df, geworden ist, konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Es ist durchaus m\u00f6glich, dass er nach der Internierung in La Verneda l\u00e4ngst aus Barcelona abgeschoben wurde. Die Zahl der Abschiebungen aus Spanien bel\u00e4uft sich f\u00fcr das Jahr 2003 auf \u00fcber 900.000. Im Herbst 2003 wurden auf dem &#8222;Passeig Torras y Bages&#8220; \u00fcber 400 Menschen festgenommen und 270 in ihre Herkunftsl\u00e4nder abgeschoben. Die einzig \u00f6ffentlich gewordene Verhaftung ist die Yerko Torros, des Pressesprechers der Kasernenbewohner und des sichtbarsten Repr\u00e4sentanten. Wegen des Vorwurfs, er habe keine g\u00fcltigen Papiere &#8211; zum Zeitpunkt der Kontrolle konnte er sie nicht vollst\u00e4ndig vorweisen -, verbrachte er mehr als 30 Tage im Ausl\u00e4ndergef\u00e4ngnis La Verneda und stand kurz davor, nach Chile abgeschoben zu werden. Durch \u00f6ffentliche Proteste und das Einschreiten einer Anw\u00e4ltin konnte die Abschiebung verhindert werden.<\/p>\n<p>Der Vorfall kann durchaus als deutlicher Hinweis auf die Regeln und darauf, wer sie bestimmt, verstanden werden.<\/p>\n<p>Zwischen den offiziell Verantwortlichen, dem Verteidigungsministerium als Eigent\u00fcmer und der Stadtverwaltung als potentiellem K\u00e4ufer, kam es zu keiner Einigung. Niemand wollte die Verantwortung \u00fcbernehmen. Erst im Fr\u00fchjahr 2003 wurden sie aus der Lethargie aufgeweckt, sei es durch das N\u00e4herr\u00fccken des Er\u00f6ffnungstermins des Forums 2004 (siehe <a href=\"\/285\/barcelona.shtml\">GWR 285<\/a>), die Beschwerden der Nachbarschaft oder die wachsende Selbstorganisation der Migranten.<\/p>\n<p>&#8222;Wir wurden immer st\u00e4rker, waren im Sommer gut 800, die konnten uns nicht mehr \u00fcbersehen&#8220;, berichtet William aus Ghana auf englisch. Nach einer Odyssee \u00fcber Libyen, Algerien, Marokko nach Malaga, wo er lange zeit interniert und verh\u00f6rt wurde, kam er schlie\u00dflich nach Barcelona. Drei Monate lang schlief er am Strand, bis er von den Kasernen erfuhr und als einer der ersten einzog. Er ist jeden Mittwoch auf Plena, zu denen sich Unterst\u00fctzer und Bewohner zusammenfinden, anzutreffen. &#8222;Ich bleibe, bis alles zusammenbricht&#8220;, sagt er mit fester Stimme.<\/p>\n<p>Schon im November drohte, was am 9. Februar Wirklichkeit wurde: Der komplette Abriss aller auf dem Gel\u00e4nde vorhandenen Geb\u00e4ude.<\/p>\n<p>&#8222;An diesem Morgen war ich mit einer Freundin aus Rum\u00e4nien, die in den Kasernen lebt, zum Fr\u00fchst\u00fccken verabredet&#8220;, erz\u00e4hlt Veronica von &#8222;papeles para todos&#8220;. &#8222;Sonst h\u00e4tte ich die R\u00e4umung nicht gesehen. Sie kamen gegen neun Uhr morgens, 200 Polizisten, ohne Ank\u00fcndigung, sperrten die Zufahrtswege, klopften an die T\u00fcren und holten die Leute heraus, ohne ihnen die M\u00f6glichkeit zu geben, ihre Sachen zu packen. Keiner wusste wohin, es war ein absolutes Chaos.&#8220;<\/p>\n<p>Den noch anwesenden Bewohnern wurden 15 Tage Unterbringung in Pensionen geboten, andere zogen es vor, nicht polizeilich registriert zu werden, und die, die erst gegen Abend von ihrer Arbeit zur\u00fcckkehrten, fanden nur noch Ruinen vor.<\/p>\n<p>Die R\u00e4umung verlief von Seiten der Polizei betont friedlich ab, und in der noch am selben Abend stattfindenden Versammlung von Nachbarschaft, Stadtverwaltung und Generalit\u00e4t (autonome Regierung Kataloniens) wurde die schnelle R\u00e4umung als voller Erfolg gefeiert. Drei Tage nach dem Abriss wurde das Gel\u00e4nde an das Bau- und Immobilienkonsortium Zona Franca verkauft. Dasselbe Konsortium ist f\u00fcr die gigantischen Neubauten des Forums 2004 verantwortlich und z\u00e4hlt zu seinen Vorstandsmitgliedern den B\u00fcrgermeister Barcelonas.<\/p>\n<p>Die 15 Tage sind vorbei. &#8222;Von einigen Freunden wei\u00df ich nicht, wo sie sind. Sie sind schon nach 10 Tagen aus den Pensionen herausgeschmissen worden. Am selben Tag kamen acht direkt ins Abschiebegef\u00e4ngnis.&#8220; William blickt auf die knapp 200 Menschen, die bei bestem Touristenwetter zu einem \u00f6ffentlichen Plenum zum Thema Migration auf dem Plaza Catalunya zusammengekommen sind. &#8222;Es ist schwer geworden, die Leute jetzt zusammenzutrommeln.&#8220;<\/p>\n<p>Wie er die R\u00e4umung erlebt hat, frage ich ihn. Er schweigt. &#8222;It&#8217;s very painfull. It&#8217;s all very painfull. Es ist so schwer, das Meer zu \u00fcberqueren. Du kommst endlich an Land, und wieder lassen sie Dich leiden.&#8220;<\/p>\n<p>Wir verabschieden uns mit einem &#8222;see you&#8220;, am Donnertag trifft sich &#8222;papeles para todos&#8220;. La lucha sigue.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach dem Durchqueren einiger dunkler, streng riechender R\u00e4ume sitzen wir im von Neonlicht durchfluteten Zimmer Achmeds. 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