{"id":6151,"date":"2004-05-01T21:31:27","date_gmt":"2004-05-01T19:31:27","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/?p=6151"},"modified":"2022-07-26T14:24:35","modified_gmt":"2022-07-26T12:24:35","slug":"monstrose-widerstands-allianz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2004\/05\/monstrose-widerstands-allianz\/","title":{"rendered":"Monstr\u00f6se &#8222;Widerstands&#8220;-Allianz"},"content":{"rendered":"<p>Das musste ja so kommen: Ein einziger Satzfetzen aus Arundhati Roys Rede beim Weltsozialforum (WSF) in Mumbai, in ziemlich ungesicherter \u00dcberlieferung, variierenden \u00dcbersetzungen und isoliert vom engeren Kontext der Rede sowie vom weiteren Kontext anderer \u00c4u\u00dferungen Roys, erfreut sich allergr\u00f6\u00dfter Beliebtheit sowohl bei der Rumsfeld-Linken, als auch bei den &#8222;antiimperialistisch&#8220; gesonnenen Fans &#8218;des irakischen Widerstands&#8216;, deren deutscher Zweig nun auch die Unterst\u00fctzung eines bekannten Nazi-Kaders gefunden hat.<\/p>\n<p>Willi Langthaler, Anf\u00fchrer der Wiener Antiimperialistischen Koordination (AIK), kann offenbar gar nicht oft genug jenes strittige \u00c4u\u00dferungsfragment Roys im Munde f\u00fchren. So schreibt er in der Zeitschrift <em>Intifada<\/em> in seiner Auswertung von Mumbai Resistance 2004 (MR2004), der antiimperialistischen Begleit- und Gegenveranstaltung zum Weltsozialforum: &#8222;Als Arundhati Roy sagte, &#8218;dass wir zum irakischen Widerstand werden m\u00fcssen&#8216;, dr\u00fcckte sie damit ein verbreitetes Gef\u00fchl aus. Es war kein Zufall, dass sie sich dazu entschloss, nicht nur beim WS zu sprechen, sondern auch bei MR2004. Es war eine freie politische Entscheidung, die best\u00e4tigt, dass die vereinigten antiimperialistischen Kr\u00e4fte ein unbestreitbarer Faktor und ein Anziehungspunkt geworden sind.&#8220; ((1)) Sein Editorial derselben Ausgabe von Intifada ist mit &#8222;Zum irakischen Widerstand werden&#8220; \u00fcberschrieben. Vorangestellt ist dem Text ein Roy zugeschriebener Satz: &#8222;&#8218;Wenn wir gegen Imperialismus und Neoliberlismus sind, dann m\u00fcssen wir nicht nur den Widerstand im Irak unterst\u00fctzen; wir m\u00fcssen selbst zum Widerstand im Irak werden.&#8216; (Arundhati Roy, Mumbai 2004)&#8220;. ((2)) Damit habe Roy &#8222;unsere Aufgabe auf den Punkt gebracht&#8220;, schlie\u00dft Langthaler sogleich an, um alsbald seiner Anh\u00e4ngerschaft per Repetition die Botschaft erneut einzuh\u00e4mmern: &#8222;Arundhati Roy brachte auf den Punkt, was die Mehrheit der Weltbev\u00f6lkerung denkt. In der Causa Irak bietet sich eine einmalige Chance, den amerikanischen Hegemoniebestrebungen eine Abfuhr zu erteilen. Zum irakischen Widerstand zu werden bedeutet nicht, in den Irak zu gehen, sondern den Kampf gegen den von den USA gef\u00fchrten Imperialismus auf globaler Ebene aufzunehmen, die antiimperialistischen K\u00e4mpfe solidarisch zusammenzuf\u00fchren und ihnen auch vom Westen aus Unterst\u00fctzung zu geben. Das rief Roy gerade auch den in Bombay versammelten Europ\u00e4ern zu!&#8220;<\/p>\n<p>Tat sie das wirklich? Diesbez\u00fcglich k\u00f6nnte selbst Langthaler, wenn er denn gelegentlich zuzuh\u00f6ren und zu lesen verst\u00e4nde, zumindest leise Zweifel entwickeln. Immerhin stellt er n\u00e4mlich im n\u00e4chsten Satz fest: &#8222;Doch zu den daraus folgenden Konsequenzen stie\u00df sie [Roy; A.S.] nicht vor.&#8220; Warum nur? Wieso gelingt ihr der doch nur logische Vorsto\u00df nicht? Die Antwort ist recht einfach: Da Roy Langthalers Pr\u00e4misse nicht teilt, kann sie auch nicht &#8222;zu den daraus folgenden Konsequenzen&#8220; kommen. Anl\u00e4sslich der Er\u00f6ffnung des WSF publizierte die franz\u00f6sische Tageszeitung <em>Lib\u00e9ration<\/em> am 16. Januar ein Statement Roys \u00fcber ihre Erwartungen an das Forum. Hier betonte sie abschlie\u00dfend: &#8222;Wie Gandhi hat das WSF den zivilen Ungehorsam wieder aufgewertet. Der gewaltfreie Widerstand muss in eine friedliche Waffe verwandelt werden. Denn zu den Waffen zu greifen hie\u00dfe zu versuchen, die Gegenwart auf Kosten von Belastungen f\u00fcr die Zukunft zu gewinnen.&#8220; ((3)) W\u00e4hrend diese Zeilen in der M\u00e9tro, in einer Brasserie oder anderswo gelesen wurden, hielt Roy in Mumbai ihre Rede beim Er\u00f6ffnungsplenum des WSF. Die indische Tageszeitung <em>The Hindu<\/em> berichtete dar\u00fcber am n\u00e4chsten Tag kurz und schrieb u.a.: &#8222;She [A. Roy; A.S.] said: &#8218;We must not just support resistance in Iraq but we must become the resistance.&#8216; To do this, she suggested that the WSF and MR 2004 jointly select two American companies, prepare a list of their offices around the world, and &#8217;shut them down&#8216;. She said that doing this was &#8218;a question of bringing our collective wisdom to one particular project.'&#8220; ((4)) Am 18. Januar erschien dann wiederum in <em>The Hindu<\/em> ein l\u00e4ngerer Text Roys, im Vorspann pr\u00e4sentiert als &#8222;der Text der Rede auf dem Er\u00f6ffnungsplenum des Welt-Sozial-Forums in Mumbai am 16. Januar 2004&#8220;. ((5)) In diesem Text findet sich das \u00c4u\u00dferungsfragment \u00fcber die &#8222;Unterst\u00fctzung des Widerstands im Irak&#8220; <em>nicht.<\/em> ((6)) Doch dieser <em>zuverl\u00e4ssig<\/em> \u00fcberlieferte Text (siehe GWR 286) spielte zun\u00e4chst in der deutschen Berichterstattung \u00fcber Roys Auftritt beim WSF keine Rolle, <em>FAZ<\/em> und <em>Taz<\/em> nahmen ihn in ihren Artikeln vom 19. Januar nicht zur Kenntnis, um von den erneuten Propaganda-Verbrechen der <em>Jungle World<\/em> zu schweigen. ((7))<\/p>\n<p>Auf dem von Langthaler geschriebenen Betriebssystem l\u00e4uft auch der <em>Intifada<\/em>-Artikel zur &#8222;10 Euro&#8220;-Kampagne von Henning von Stoltzenberg vom Duisburger Initiativ e.V. In seinem R\u00fcckblick auf die durch den miserablen Beitrag des ARD-Magazins &#8222;Panorama&#8220; \u00fcber die Kampagne losgetretene Diskussion schie\u00dft sich von Stoltzenberg auch auf die GWR ein. &#8222;Die Zeitung <em>Graswurzelrevolution<\/em> phantasiert gar Verbindungen [der internationalen Kampagne &#8222;10 Euro&#8230;&#8220;; A.S.] zur franz\u00f6sischen Neuen Rechten als Mittel der Diffamierung herbei und nennt die Unterst\u00fctzung des Widerstandes &#8218;anachronistisch'&#8220; ((8)). Der Duisburger Jung-Antiimperialist folgt hier der Logik, das nicht sein kann, was nicht sein darf. Auf die im Artikel (siehe GWR 285) dargelegten Fakten geht er nicht ein. Stattdessen giftet er gem\u00e4\u00df der Maxime &#8218;die Reihen fest geschlossen&#8216; (alles andere als eine emanzipatorische Parole) gegen Kritiker des Aufrufs: &#8222;Sie erkennen Widerstand nur dann als solchen an, wenn er gewaltfrei ist, also den eigenen Vorstellungen entspricht. Die realen Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnisse und die Brutalit\u00e4t der Aggressoren als Ursache werden ausgeblendet, die Bewegung gegen die Besatzung gespalten. Diejenigen, die eine breite Bewegung mit unterschiedlichen Widerstandsformen gegen die Besatzung unter Einbeziehung <em>aller gesellschaftlichen Gruppen<\/em> [Hrvh. v. A.S.; das schlie\u00dft Baath-Anh\u00e4nger und Islamisten ein &#8211; Hauptsache &#8218;Gegen die Besatzung!&#8216;] politisch unterst\u00fctzen, sagen sie die Unterst\u00fctzung von Terror und politische N\u00e4he zu faschistischen Kr\u00e4ften nach.&#8220;<\/p>\n<p>Als aufgeweckter Jung-Antiimperialist hat von Stoltzenberg auch schon die Selbstbeweihr\u00e4ucherungs-Rhetorik linker Politik-Sekten drauf, die in der weltweiten Bewegung immer an vorderster Front von Erfolg zu Erfolg den Weg weisen: &#8222;Die an der Kampagne beteiligten Organisationen und Unterzeichner des Aufrufes haben bereits jetzt Einiges erreicht. In zahlreichen Initiativen, Vereinen und <em>Parteien<\/em> [Hrvh. v. A.S.] wurde eine Debatte \u00fcber die Besatzung des Irak und das Recht auf Widerstand der irakischen Bev\u00f6lkerung ausgel\u00f6st.&#8220; Henning von Stoltzenberg kann tats\u00e4chlich darauf verweisen, dass die von ihm mitgetragene Kampagne u.a. in Parteien Wirkung zeitigte. Nicht zuletzt in einer an vorderster Front gegen US-Imperialismus und Zionismus und f\u00fcr die Freiheit der V\u00f6lker k\u00e4mpfenden Partei namens Nationaldemokratische Partei Deutschlands, kurz NPD. Und er (falls er im zitierten Satz die NPD nicht gemeint hat) und die anderen Unterst\u00fctzer der Kampagne, so Joachim Guilliard vom Heidelberger Forum gegen Militarismus und Krieg, sein Ko-Autor R\u00fcdiger G\u00f6bel, Werner Pirker als Leit-Sudler der Tageszeitung <em>junge Welt<\/em>, die Dortmunder PDS<em> <\/em>u.a. k\u00f6nnen nicht behaupten, damit h\u00e4tten sie nichts zu tun. Ein Blick auf die Homepage <em>antiimperialista.com<\/em> mit der Liste der deutschen Unterst\u00fctzer zeigt, dass die Genannten &#8222;f\u00fcr das irakische Volk im Widerstand&#8220; gemeinsam mit einem NPD-Funktion\u00e4r agieren; da verwirklicht die breite Bewegung gegen die Besatzung unter Einbeziehung aller gesellschaftlichen Gruppen politische N\u00e4he zu faschistischen Kr\u00e4ften. In der &#8211; erfreulicherweise &#8211; insgesamt doch sehr kurzen Liste der deutschen Unterst\u00fctzer taucht auch G\u00fcnter Kursawe auf &#8211; besonders gut kommt das auf der Homepage des Duisburger Antifaschistischen Komitees, das die Kampagne unterst\u00fctzt. ((9))<\/p>\n<p>Kursawe ist wahrlich einschl\u00e4gig bekannt. Man kann sich auf der Homepage des Informationsdienstes gegen Rechtsextremismus (IDGR) leicht \u00fcber ihn informieren, und die &#8222;10-Euro&#8220;-Genossen waren gewarnt (dies zur Vorbeugung vor den erwartbaren Ausfl\u00fcchten). Hier &#8211; erg\u00e4nzend zu den Angaben des IDGR &#8211; einige Informationen \u00fcber Kursawe: Auf der Nazi-Homepage <em>wolf88.whitepower<\/em> fand sich der Name Kursawe in allerfeinster Gesellschaft bei den Unterst\u00fctzern der Aktion &#8222;Julpakete f\u00fcr inhaftierte Kameraden&#8220;: &#8222;Bei der Aktion &#8218;Julpakete f\u00fcr inhaftierte Kameraden&#8216; sind im Jahr 1999 stolze 2347,- DM zusammen gekommen, also \u00fcber 1000,- DM mehr als im Jahr zuvor. Es wurden 7 Pakete verschickt, 3x Bargeld und an 62 Kameraden wurden Briefmarken verschickt, meistens 20 St\u00fcck a 1,10 DM. Wie Ihr seht, leben viele noch Kameradschaft aus und reden nicht nur! Auch in Zukunft sollten wir unsere Kameraden im Kerker nicht vergessen und allen zeigen, dass Zusammenhalt unsere St\u00e4rke ist. Wie im letzten Jahr nun die Spender: [&#8230;] Der Schwarze Drache, HNG, [&#8230;] Feuer &amp; Sturm, Ostara-Team, [&#8230;] Freie Kameradschaft Bad Doberan, G\u00fcnter Kursawe [&#8230;]. Dieses Jahr verzichte ich bewusst auf die Angabe, wer wie viel gespendet hat. Nicht jeder kann viel spenden und das ist auch nicht wichtig. Jeder wie er kann, der Wille zur Spende und somit zur Gemeinschaft ist wichtig und nichts anderes, oder sehe ich das falsch? Im Namen der inhaftierten Kameraden m\u00f6chte ich mich bedanken und hoffen, dass es in diesem Jahr <em>noch<\/em> besser wird!!! Jeden kann es treffen &#8211; unterst\u00fctzt die Kameraden in Haft!!!&#8220;<\/p>\n<p>In der NPD hat sich Kursawe mittlerweile vom eifrigen Leserbriefschreiber im Zentralorgan <em>Deutsche Stimme<\/em> zum Funktion\u00e4r auf Landesebene hoch gearbeitet. Auf dem Parteitag des<em> <\/em>bayerischen Landesverbandes der NPD 2002 im niederbayerischen Salching wurde er in den Landesvorstand gew\u00e4hlt; er ist zust\u00e4ndig f\u00fcr Pressearbeit. In dieser Funktion k\u00fcndigte Kursawe Mitte Januar diesen Jahres eine Mobilisierung der NPD gegen den EU-Beitritt der T\u00fcrkei an, deren inhaltliche Begr\u00fcndung den Kern seiner geopolitischen Vorstellungen freilegt: &#8222;Wir Nationaldemokraten f\u00fchlen uns in der Pflicht, praktikable Alternativen vorzuschlagen. Die nationaldemokratische Vorstellung einer politischen Neuordnung Europas sieht eine auf Europa bezogene &#8218;v\u00f6lkerrechtliche Gro\u00dfraumordnung mit Interventionsverbot f\u00fcr raumfremde M\u00e4chte&#8216; (Carl Schmitt) vor. Als &#8218;raumfremde Macht&#8216; definieren wir heute schon die T\u00fcrkei. L\u00e4nder, die stark abweichende soziale und wirtschaftliche Strukturen zu den europ\u00e4ischen Nationalstaaten aufweisen, wie beispielsweise die T\u00fcrkei, k\u00f6nnen keine Mitglieder des Europ\u00e4ischen Gro\u00dfraums werden.<\/p>\n<p>Was wir brauchen und wollen, ist ein grundlegend anderes Europa, ein an den Volksinteressen orientiertes Europa.&#8220; Kursawe appliziert hier Schmitts nazistisches &#8222;Gro\u00dfraum&#8220;-Denken auf das Problem des EU-Beitritts der T\u00fcrkei, wie Alain de Benoist als konzeptiver Ideologe<em> <\/em>der Nouvelle Droite es ihm vorgemacht hat. ((10))<\/p>\n<p>Kursawe z\u00e4hlt zu den Erstunterzeichnern des Appells des Komitees &#8222;Freiheit f\u00fcr Horst Mahler, Reinhold Oberlercher und Uwe Meenen!&#8220;, die zur Zeit in Berlin wegen Holocaust-Leugnung vor Gericht stehen. Mit dem Angeklagten Meenen verbindet Kursawe die gemeinsame Parteizugeh\u00f6rigkeit; der W\u00fcrzburger Meenen wurde &#8211; im Beisein Kursawes &#8211; zum Vorsitzenden des Bezirks Unterfranken gew\u00e4hlt. Mit den &#8222;Reichsb\u00fcrgern&#8220; Mahler, Meenen und Oberlercher teilt Kursawe den Glauben an das Deutsche Reich: &#8222;Das Deutsche Reich als Staat ist weder durch die Kapitulationsurkunde der deutschen Wehrmacht vom 8. Mai 1945 noch zu einem anderen Zeitpunkt untergegangen. Also ist die Staatlichkeit des Deutschen Reiches nach wie vor als bestehend anzusehen&#8220;, schrieb er in einem Leserbrief an die rechtsextreme Wochenzeitung <em>Junge Freiheit<\/em> (33\/2003).<\/p>\n<p>Als NPD-Kader trat Kursawe unter anderem bei der NPD-Demonstration gegen den Irak-Krieg am US-Truppen\u00fcbungsplatz Grafenw\u00f6hr auf. Dass die NPD gerade mal 90 Kameraden f\u00fcr diese Aktion mobilisieren konnte, hielt Kursawe nicht davon ab, starke Spr\u00fcche zu klopfen &#8211; was die <em>Bush World<\/em> begierig aufgriff, konnte man damit doch, freilich um den Preis, der NPD &#8222;Friedensaktivit\u00e4ten&#8220; zu attestieren, der verhassten Friedensbewegung eins auswischen. ((11)) Es sollte doch selbstverst\u00e4ndlich sein, dass eine Friedensbewegung (oder falls jemand darauf besteht: eine Antikriegs-Bewegung) mit Faschisten nichts zu tun hat und dies nicht nur proklamiert, sondern auch praktisch umsetzt. Und zwar l\u00e4ngst nicht nur, um sich gegen\u00fcber den Kriegstreibern von der Rumsfeld-Linken keine Bl\u00f6\u00dfe zu geben.<\/p>\n<p>Man darf auf die beleidigten Reaktionen auf diesen Artikel gespannt sein, einige lassen sich bereits prognostisch simulieren: Sicher wird jemand oder gar ein ganzer Chor den Oldie anstimmen, dass diese Kritik doch die Bewegung spalte, und vielleicht legt jemand auch den Evergreen (gr\u00fcn wie gewisse Fahnen) auf, diese Kritik sei doch offenkundig im Dienste des Mossad formuliert. Es falle doch auf, dass diese Operation psychologischer Kriegsf\u00fchrung exakt in dem Moment formuliert werde, in dem die US-Besatzung im Irak zunehmend durch &#8218;den entschlossenen Widerstand des irakischen Volkes&#8216; in Bedr\u00e4ngnis gerate. Weshalb es, wie andere vielleicht sogar ohne den Hinweis auf angebliche psy ops im Dienste Washingtons sagen werden, nun doch wohl weit Wichtigeres gebe, als sich mit so Randst\u00e4ndigem wie einem Nazi innerhalb der Kampagne &#8222;10 Euro&#8230;&#8220; zu besch\u00e4ftigen. Zudem verdiene insbesondere der italienische Zweig der Kampagne nun unsere Solidarit\u00e4t gegen die staatliche Repression, Kritik sei also gerade jetzt, wo Zusammenhalt dringlich sei, einfach nur unsolidarisch usw. usw. usw. &#8211; Es w\u00e4re sch\u00f6n, wenn sich diese prognostische Simulation als self destroying prophecy erweisen w\u00fcrde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das musste ja so kommen: Ein einziger Satzfetzen aus Arundhati Roys Rede beim Weltsozialforum (WSF) in Mumbai, in ziemlich ungesicherter \u00dcberlieferung, variierenden \u00dcbersetzungen und isoliert vom engeren Kontext der Rede sowie vom weiteren Kontext anderer \u00c4u\u00dferungen Roys, erfreut sich allergr\u00f6\u00dfter Beliebtheit sowohl bei der Rumsfeld-Linken, als auch bei den &#8222;antiimperialistisch&#8220; gesonnenen Fans &#8218;des irakischen Widerstands&#8216;, &hellip; <a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2004\/05\/monstrose-widerstands-allianz\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"slim_seo":{"title":"Monstr\u00f6se \"Widerstands\"-Allianz - graswurzelrevolution","description":"Das musste ja so kommen: Ein einziger Satzfetzen aus Arundhati Roys Rede beim Weltsozialforum (WSF) in Mumbai, in ziemlich ungesicherter \u00dcberlieferung, variiere"},"footnotes":""},"categories":[381,1025,1033],"tags":[],"class_list":["post-6151","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-289-mai-2004","category-die-waffen-nieder","category-so-viele-farben"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6151","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6151"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6151\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6151"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6151"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6151"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}