{"id":7307,"date":"2006-02-01T00:00:43","date_gmt":"2006-01-31T22:00:43","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/?p=7307"},"modified":"2022-07-26T14:24:26","modified_gmt":"2022-07-26T12:24:26","slug":"el-alto","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2006\/02\/el-alto\/","title":{"rendered":"El Alto"},"content":{"rendered":"<h3>Die Situation<\/h3>\n<p>Wenn mensch von El Alto in den Kessel von La Paz blickt, wird die Angst der herrschenden (meist wei\u00dfen oder mestizischen) Eliten vor den protestierenden Indig\u00e9na aus El Alto fast greifbar.<\/p>\n<p>Als im Herbst 2003 Tausende Menschen von El Alto kommend in das 1.000 Meter tiefer liegende La Paz zogen, war es vorbei mit dem Recht auf freie Meinungs\u00e4u\u00dferung &#8211; Polizei und Milit\u00e4r er\u00f6ffneten das Feuer. Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen fielen 67 Menschen dem Terror der &#8222;Sicherheitskr\u00e4fte&#8220; zum Opfer.<\/p>\n<p>Dann wurde der damalige neoliberale Pr\u00e4sident Gonzalo Sanchez de Losada (kurz &#8222;Goni&#8220; genannt) vertrieben. Mit zwei getreuen Ministern floh er in die USA. Und die fast 70 Opfer?<\/p>\n<p>Der Oberbefehlshaber des bolivianischen Heeres verk\u00fcndete: &#8222;Die Toten haben sich selbst eliminiert.&#8220;<\/p>\n<p>Mit dem Sturz von &#8222;Goni&#8220; brachen zwei Jahre politischer Instabilit\u00e4t in Bolivien an. So jedenfalls verk\u00fcndeten es b\u00fcrgerliche Medien. Mensch kann es aber auch anders sehen: Erstmals f\u00fcr einen so langen Zeitraum vermochten es die verschiedenen Str\u00f6mungen des bolivianischen Widerstands, z.T. untereinander heftig zerstritten ((1)), in entscheidenden Momenten ihre Kraft zu b\u00fcndeln und einen gesellschaftlichen Umbruch zu erreichen, dessen Ausma\u00dfe wir uns im fernen Europa kaum vorstellen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Hauptforderung der Protestierenden war und ist die Nationalisierung der Bodensch\u00e4tze des Landes. Das richtet sich in erster Linie gegen den Ausverkauf der vor einigen Jahren entdeckten Erdgasvorkommen. Diese sollten \u00fcber Chile in die USA transportiert werden; f\u00fcr den bolivianischen Staat w\u00e4ren in diesem Fall ein paar Bolivianos (die Landesw\u00e4hrung, 8 Bolivianos entsprechen ca. einem US-Dollar) an Geb\u00fchren \u00fcbrig geblieben.<\/p>\n<p>Zum anderen wurde in einigen St\u00e4dten verhindert, dass die Wasserversorgung in die H\u00e4nde transnationaler Konzerne gelangte, sprich privatisiert wurde. In Cochabamba wurden die bereits geschlossenen Vertr\u00e4ge gek\u00fcndigt, die Unternehmen mussten die Stadt verlassen. Nun klagen sie gegen den Affront.<\/p>\n<p>Ein dritter Aspekt ist die Produktion von Koka. &#8222;Goni&#8220; versuchte auf Druck und mit Unterst\u00fctzung der USA, die Anbaufl\u00e4chen stark zu reduzieren. Die daraus entstehenden Konflikte f\u00fchrten zum Aufstieg von Evo Morales und seiner &#8222;Bewegung zum Sozialismus&#8220; \/ MAS. ((2))<\/p>\n<p>Was auf den ersten Blick wie eine klassische Auseinandersetzung in Zeiten des Neoliberalismus aussieht, hat jedoch tiefere Hintergr\u00fcnde.<\/p>\n<h3>Konfliktlinien<\/h3>\n<p>Wer den Cerro Rico, den &#8222;reichen Berg&#8220;, in der s\u00fcdbolivianischen Stadt Potos\u00ed besucht, versteht, was 500 Jahre Ausbeutung und Unterdr\u00fcckung bedeuten.<\/p>\n<p>Auf den Leichen von Millionen Menschen baute der Norden sein &#8222;wirtschaftliches Erfolgsmodell&#8220; auf. Und es funktioniert bis heute. ((3)) Insofern ist es bedeutsam, die Menschen aus dem Widerstand selbst zu Wort kommen zu lassen.<\/p>\n<p>Beatriz, unsere Gastgeberin und Begleiterin aus El Alto, beschreibt uns die Ans\u00e4tze indigener Philosophie aus ihrer Sicht. Es g\u00e4be bei allen Unterschieden einige gemeinsame Grundlagen des indigenen Denkens (und Beatriz meint: weltweit):<\/p>\n<ul>\n<li>eine Distanz zum Privatbesitz;<\/li>\n<li>die Ablehnung von Ausschlussmechanismen aus der Gemeinschaft und von Rassismus jeglicher Art;<\/li>\n<li>Ganzheitlichkeit der drei Welten &#8211; Kosmos, Erde, Unterwelt. Sie seien unser Lebensraum und die Grundlage unserer Existenz;<\/li>\n<li>Selbstorganisation von Individuen und Gemeinschaften;<\/li>\n<li>Realisierung des Konsensprinzips innerhalb der und zwischen den Gemeinschaften;<\/li>\n<li>Betonung der Gemeinsamkeiten, nicht des Trennenden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Herrschaft von Menschen \u00fcber Menschen sei unlogisch und verr\u00fcckt (loco), ebenso von Menschen gezogene Grenzen und Kriege.<\/p>\n<p>Ihre Utopie laute: eine Welt der Vielen &#8211; viele Welten in einer, denn alle Menschen sind Kinder und Kindeskinder der Mutter Natur.<\/p>\n<p>Darauf angesprochen, ob es sich bei den vielen in Lateinamerika zu beobachtenden indigenen Bewegungen um eine zweite Periode des &#8222;Indigenismo&#8220; handelt, kommt ein eindeutiges: Ja, aber.<\/p>\n<p>Beatriz bezeichnet die literarische und intellektuelle Bewegung des &#8222;Indigenismo&#8220; der 40er bis 60er Jahre als gescheitert, weil sie eben eine haupts\u00e4chlich intellektuelle Str\u00f6mung war, ohne Unterst\u00fctzung der indigenen Bev\u00f6lkerung. ((4))<\/p>\n<p>Heute ist die Situation eine andere. Es gibt starke Bewegungen, die u.a. die Frage nach einer indigenen Identit\u00e4t neu stellten. Es ist ein Weg von der Verherrlichung der Inka zu beobachten, diese waren auf dem gr\u00f6\u00dften Teil des Altiplano selbst Okkupanten. ((5)) Zudem sehen die modernen Bewegungen im Mittelpunkt ihres Strebens den Respekt der indigenen Identit\u00e4t durch die Wei\u00dfen, die Berufung auf die Gleichheit aller Menschen und die Ablehnung von Rassismus jeder Art. Auch das unterscheidet sie von den alten Bewegungen.<\/p>\n<p>Es l\u00e4sst sich erahnen, welches Beben in einer von der wei\u00dfen Oligarchie gepr\u00e4gten Gesellschaft solche Vorstellungen und Forderungen ausl\u00f6sen. Und wie auf der anderen Seite die Versuche wirken m\u00fcssen, die alte Kulturpflanze Koka zu vernichten, weil die Regierungen der USA und Europas nicht mit den Drogenproblemen in ihren L\u00e4ndern fertig werden.<\/p>\n<p>&#8222;Koka ist nicht Kokain&#8220; war auf T-Shirts in La Paz zu lesen.<\/p>\n<h3>Selbstorganisation in El Alto<\/h3>\n<p>El Alto ist eine Stadt ohne wirkliche Regierungskontrolle. Zwar patrouilliert auf den Stra\u00dfen bewaffnete Polizei, doch die Verwaltung der Stadt selbst obliegt den Juntas Vecinares, den Nachbarschaftsvereinigungen.<\/p>\n<p>Jeder der Barrios von El Alto wird von einer dieser Vereinigungen geleitet, 452 insgesamt. Die VertreterInnen der &#8222;kleinen&#8220; Vereinigungen treffen sich in 12 &#8222;gr\u00f6\u00dferen&#8220; Juntas und schicken gleichzeitig ihre VertreterInnen in die Federacion Juntas Vecinares (FEJUVE), die gemeinsame F\u00f6deration aller Nachbarschaftsvereinigungen.<\/p>\n<p>Diese Struktur erlebte im Oktober 2003 im wahrsten Sinne des Wortes ihre &#8222;Feuertaufe&#8220;. Die FEJUVE war es, die die gro\u00dfen Demonstrationen organisierte und koordinierte, die Juntas Vecinares mobilisierten die Menschen in den Barrios.<\/p>\n<p>Neben diesen Nachbarschaftsvereinigungen gibt es verschiedene andere Gruppen und Organisationsformen: Frauen, Kinder, Berufsvereinigungen, Gewerkschaften, &#8230;<\/p>\n<p>Beatriz sieht in diesen Strukturen erste Anzeichen f\u00fcr eine St\u00e4rkung der indigenen Selbstorganisation.<\/p>\n<p>Wir sprechen mit drei VertreterInnen des Nachbarschaftskomitees des Barrio Mariscal Sucre.<\/p>\n<p>Nach ihren Aussagen setzt sich ein Nachbarschaftskomitee aus 12 bis 15 gew\u00e4hlten Personen zusammen. Es g\u00e4be zwar eine\/n Pr\u00e4sidentin\/en sowie eine\/n Vizepr\u00e4sidentin\/en, diese h\u00e4tten jedoch nur koordinierende Aufgaben, keine Entscheidungsbefugnisse. Alle VertreterInnen seien per Akklamation und im Konsens gew\u00e4hlt. Ihre Funktionen erg\u00e4ben sich aus den Bed\u00fcrfnissen der Barrios.<\/p>\n<p>Aufgabe des Nachbarschaftskomitees sei die &#8222;Kanalisierung&#8220; der Interessen des Barrio. Inhaltlich w\u00fcrden sie die Struktur des Viertels organisieren, f\u00fcr Kommunikation und Bildung sorgen, Parks anlegen, usw. &#8211; also Infrastruktur schaffen. Auf der anderen Seite seien sie jedoch auch die Verbindung zu den sozialen Bewegungen und w\u00fcrden direkte Aktionen durchf\u00fchren.<\/p>\n<p>Die Nachbarschaftskomitees seien autonom. Grundlage daf\u00fcr sei ihre finanzielle Unabh\u00e4ngigkeit und die Praxis der Asambleas, der gemeinsamen Versammlungen (in der historischen Praxis der Aymar\u00e1 &#8222;Ayll\u00fa&#8220; genannt). Bis zu 90 % der Barrio-Bev\u00f6lkerung n\u00e4hmen an den Asambleas teil. Die Teilhabe sei freiwillig und jederzeit m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Allerdings machen auch kritische Bemerkungen die Runde: Noch immer seien es oft die M\u00e4nner, die gro\u00dfe Reden schwingen w\u00fcrden, die Frauen aber handelten. Andere M\u00e4nner verwehrten den Frauen die Teilnahme an den Asambleas. Viele Frauen w\u00fcrden zudem kaum spanisch sprechen, haupts\u00e4chlich Aymar\u00e1, was ein zus\u00e4tzliches Hindernis sei.<\/p>\n<p>Ein weiteres Problem ist die teilweise klare Ablehnung der Kooperation mit &#8222;den&#8220; Wei\u00dfen.<\/p>\n<p>Salvador von der Junta Vecinar aus Mariscal Sucre erkl\u00e4rt, f\u00fcr ihn sei eine Kooperation mit Wei\u00dfen nicht vorstellbar, weil diese nicht von ihren Privilegien lassen wollten, weil Denken und Handeln von Wei\u00dfen und Indig\u00e9na zu unterschiedlich seien. Im besten Fall sei Koexistenz denkbar. Allerdings unter der Voraussetzung, dass die Wei\u00dfen die Identit\u00e4t der Indig\u00e9na und ihre F\u00e4higkeit, sich selbst zu organisieren, endlich anerkennen und sich somit von ihrem latenten Rassismus l\u00f6sen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Andere Sprecher betonen M\u00f6glichkeiten der Zusammenarbeit mit einigen bereitwilligen Menschen der anderen Seite. Allerdings stellen sie eine eindeutige Bedingung:<\/p>\n<p>&#8222;Es geht nicht um Toleranz, wir fordern Respekt und Gleichheit!&#8220;<\/p>\n<p>Vom Staat sei nichts zu erwarten. Die Erfahrungen mit internationalen Hilfsorganisationen seien eher negativ. Diese w\u00fcrden die alte koloniale Praxis nicht ver\u00e4ndern: &#8222;Wir wissen, was gut f\u00fcr euch ist. Wenn ihr Geld haben wollt, dann nur zu unseren Bedingungen.&#8220; Diese Praxis lehne man ab. Wenn Kooperation, dann auf gleicher Augenh\u00f6he.<\/p>\n<h3>Eine radikale Gewerkschaft<\/h3>\n<p>Der Sitz des Central Obrera Regional El Alto \/ COR ((6)) macht den Eindruck eines Bienenhauses. Er befindet sich mitten auf der Hauptstra\u00dfenkreuzung El Altos. Mensch muss erst die Stra\u00dfen \u00fcberwinden (was nicht ganz ungef\u00e4hrlich ist) und ein paar Treppen nach oben steigen. Dann eine Art Vorraum. Hier sitzt eine junge Frau am Telefon, die Kontakte organisiert, Personen zum Telefon ruft und Auskunft gibt, wo gerade welche Besprechung stattfindet.<\/p>\n<p>Unterst\u00fctzung erh\u00e4lt sie von einem \u00e4lteren Mann. Kleiner, schmaler Eingang, abgenutztes Mobiliar. Ein st\u00e4ndiges Kommen und Gehen. Vergleiche zu deutschen Gewerkschaftszentralen dr\u00e4ngen sich auf. Nein, lieber nicht &#8230;<\/p>\n<p>Ein Gespr\u00e4ch mit Edgar Patana, Sekret\u00e4r des Exekutivkomitees des COR, Justo Cruz, &#8222;Chef&#8220; der Comision Social, und Javier Sandoval, einem alten Recken der Bewegung und derzeitigen Vizepr\u00e4sidenten der Vereinigung der aus politischen Gr\u00fcnden Inhaftierten und Exilierten.<\/p>\n<p>Hier geht es um die gr\u00f6\u00dfere Politik.<\/p>\n<p>Das COR ist als Teil der Gewerkschaftszentrale COB weitgehend autonom. Die gro\u00dfen Zeiten der einst m\u00e4chtigen Zentralgewerkschaft sind mit den Massenentlassungen der Bergarbeiter in den 80er Jahren und der Korrumpierung eines Teils ihrer Funktion\u00e4re vorerst vorbei. Das er\u00f6ffnet horizontalen, selbstorganisierten Strukturen gute Chancen.<\/p>\n<p>Wie bei den meisten Gewerkschaften liegt der Fokus auch bei COR auf den Besch\u00e4ftigten. Da jedoch die meisten Menschen in El Alto ohne bezahlte Arbeit auskommen m\u00fcssen, ist die Gewerkschaft offen f\u00fcr alle: Familien, Arbeitslose, Menschen, die Hilfe brauchen.<\/p>\n<p>&#8222;Wir sind mehr als eine Gewerkschaft&#8220;, konstatiert Edgar Patana.<\/p>\n<p>Der Comision Social gehe es z.B. vor allem um Selbstversorgung der Menschen El Altos, um soziale Perspektiven und &#8222;Autoorganisacion&#8220;.<\/p>\n<p>Konsequenz: COR hat in El Alto 350.000 Mitglieder (bei einer Gesamtbev\u00f6lkerung von gesch\u00e4tzten 800.000 Menschen!). Diese verteilen sich auf 350 Organisationen und Gruppen in 42 F\u00f6derationen. Oberste Beschlussebenen sind das Exekutivkomitee und die VertreterInnen der F\u00f6derationen.<\/p>\n<p>Alle drei Gewerkschafter betonen immer wieder die Prinzipien von Selbstorganisation und direkter Partizipation als Grundlagen der Arbeit von COR. Diese Grundlagen seien f\u00fcr die Menschen wichtiger als die Organisation in straff gef\u00fchrten Parteien. Deshalb seien die Parteien in El Alto schw\u00e4cher als die Selbstorganisationsebenen.<\/p>\n<p>Und die traditionellen Parteien der Linken h\u00e4tten sowieso abgegessen. &#8222;Der Direktkandidat der Rechten ist ehemaliges Mitglied der Bewegung der Revolution\u00e4ren Linken (MIR), und die Kommunistische Partei ist eine Partei der Cham\u00e4leons&#8220;, er\u00f6rtert Javier.<\/p>\n<p>Das Verh\u00e4ltnis zur MAS und Evo Morales wird als &#8222;freundlich und indirekt&#8220; beschrieben. Keine Partei werde direkt unterst\u00fctzt. Die Verbindung zu MAS oder MIP entstehe durch die politischen Kampagnen. Klar, Morales sei Sympathie- und Hoffnungstr\u00e4ger. Aber man mache sich keine Illusionen \u00fcber Parteien und ihre Repr\u00e4sentantInnen.<\/p>\n<p>\u00dcberhaupt: Es gehe nur vordergr\u00fcndig um die Wahl am 18. Dezember. Viel wichtiger sei die gemeinsame Suche nach neuen Wegen, neuen Horizonten. Im Mittelpunkt stehe ein Prozess hin zur Demokratie f\u00fcr alle anstatt der gegenw\u00e4rtigen &#8222;demokratischen&#8220; Diktatur. Im zuk\u00fcnftigen Nationalkongress m\u00fcssten sich alle Gruppen der Gesellschaft wiederfinden.<\/p>\n<p>Nur dadurch sei es m\u00f6glich, die schwerwiegenden Probleme zu l\u00f6sen &#8211; die Frage des nationalen Eigentums an den Bodensch\u00e4tzen, die Versuche der Abspaltung der Ostprovinz Santa Cruz durch m\u00e4chtige Unternehmergruppen, die Durchsetzung einer realen Demokratie, die Anerkennung der Identit\u00e4t der Indig\u00e9na und die drohende Einmischung der USA.<\/p>\n<p>Auch in diesem Gespr\u00e4ch ist oft die Rede von den k\u00fcnstlichen Grenzen, die Menschen trennen. Die sozialen Bewegungen der Indig\u00e9na w\u00fcrden aber eine gemeinsame Welt f\u00fcr alle Menschen anstreben. Deshalb m\u00fcssten die Grenzen \u00fcberwunden werden.<\/p>\n<h3>Fazit<\/h3>\n<p>Diese Aufbruchsstimmung!<\/p>\n<p>Bewegung \u00fcberall. Skeptisch &#8211; ob es diesmal klappt?<\/p>\n<p>Aber selbstbewusst. \u00dcberall steht eine Warnung im Raum: Wenn wir am 18. Dezember wieder um den Sieg betrogen werden &#8230;<\/p>\n<p>Die indigenen Bewegungen werden nicht so schnell wieder locker lassen. F\u00fcr europ\u00e4ische Verh\u00e4ltnisse scheinen viele Forderungen utopisch, wie aus einer l\u00e4ngst vergangenen Zeit eigener Aufbruchsbem\u00fchungen.<\/p>\n<p>Dabei machen sie sich keine Illusionen \u00fcber die Chancen und M\u00f6glichkeiten von Evo Morales als Pr\u00e4sident. Keine\/r unserer Gespr\u00e4chspartnerInnen schwelgt im Taumel \u00fcber die tollen Entwicklungen nach dem Wahlsieg. Aber eines erwarten die Menschen, mit denen wir sprechen: Morales muss die einfachen Leute in den Mittelpunkt seiner Politik stellen, und er muss die T\u00fcr \u00f6ffnen f\u00fcr die notwendigen gesellschaftlichen Ver\u00e4nderungen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Situation Wenn mensch von El Alto in den Kessel von La Paz blickt, wird die Angst der herrschenden (meist wei\u00dfen oder mestizischen) Eliten vor den protestierenden Indig\u00e9na aus El Alto fast greifbar. Als im Herbst 2003 Tausende Menschen von El Alto kommend in das 1.000 Meter tiefer liegende La Paz zogen, war es vorbei &hellip; <a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2006\/02\/el-alto\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"slim_seo":{"title":"El Alto - graswurzelrevolution","description":"Die Situation Wenn mensch von El Alto in den Kessel von La Paz blickt, wird die Angst der herrschenden (meist wei\u00dfen oder mestizischen) Eliten vor den protestie"},"footnotes":""},"categories":[439],"tags":[],"class_list":["post-7307","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-306-februar-2006"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7307","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7307"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7307\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7307"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7307"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7307"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}