{"id":7804,"date":"2006-12-01T00:00:02","date_gmt":"2006-11-30T22:00:02","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/?p=7804"},"modified":"2022-07-26T14:14:56","modified_gmt":"2022-07-26T12:14:56","slug":"helmut-kirschey-und-die-spanische-revolution","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2006\/12\/helmut-kirschey-und-die-spanische-revolution\/","title":{"rendered":"Helmut Kirschey und die Spanische Revolution"},"content":{"rendered":"<h3>Gelebtes Leben<\/h3>\n<p>1913 in Elberfeld geboren, aufgewachsen in proletarischen Verh\u00e4ltnissen in Wuppertal, engagierte sich Helmut fr\u00fch in kommunistischen Zusammenh\u00e4ngen, l\u00f6ste sich aber 1931 unter dem Eindruck der &#8222;Hexenprozesse&#8220; in der Sowjetunion vom kommunistischen Jugendverband und trat der anarchosyndikalistischen <em>Freien Arbeiter Union Deutschlands<\/em> (FAUD) bei.<\/p>\n<p>&#8222;Der Grund daf\u00fcr, dass ich die kommunistische Bewegung verlie\u00df, war der Zentralismus und wie Stalin seine Macht missbrauchte. Wir waren es auch m\u00fcde, st\u00e4ndig zu h\u00f6ren &#8218;Stalin ist das Licht, Stalin ist die Sonne&#8216; und all dieses Geschwafel. Au\u00dferdem war die Partei zentralistisch, und man durfte Kritik nicht einmal andeutungsweise \u00e4u\u00dfern. Es hie\u00df einfach: &#8218;Die Partei hat es so beschlossen.'&#8220;<\/p>\n<p>Die von AnarchistInnen vertretenen Ansichten \u00fcber die Machtverteilung zwischen unten und oben und der dezentrale Organisationsaufbau der <em>FAUD<\/em> zogen ihn an.<\/p>\n<p>&#8222;Die anarchosyndikalistische Bewegung in Deutschland war eine gewisse Zeitlang eine Massenbewegung mit Hunderttausenden von Mitgliedern gewesen, aber als ich eintrat, bestand sie nur noch aus etwa 4.000 Personen und war auf wenige St\u00e4dte konzentriert. Trotzdem war die Organisation aktiv.&#8220;<\/p>\n<p>Die antifaschistischen Aktivit\u00e4ten der Wuppertaler AnarchistInnen, an denen sich Helmut beteiligte, hatten Folgen. 1933, nach der nationalsozialistischen Macht\u00fcbernahme, wurde er verhaftet. Nach acht Monaten Haft im KZ Dinslaken floh er in die Niederlande und engagierte sich bei den <em>Deutschen Anarchosyndikalisten <\/em>(DAS). Als Exil-Organisation produzierten die <em>DAS<\/em> Zeitschriften wie <em>Die Internationale<\/em>, die getarnt als <em>Deutschtum im Ausland<\/em> ins Reichsgebiet geschmuggelt und dort konspirativ von anarchistischen Untergrundgruppen verbreitet wurden.<\/p>\n<p>Als sich im Sommer 1936 eine anarchosyndikalistische Massenbewegung erfolgreich gegen den Franco-Faschismus wehrte und eine soziale Revolution in Gang setzte, entschlossen sich Kirschey und andere Mitglieder der <em>DAS<\/em> die anarchistischen K\u00e4mpferInnen in Spanien zu unterst\u00fctzen. Nach einer gef\u00e4hrlichen Reise gelang es ihm, &#8222;aus der tiefsten Illegalit\u00e4t in Holland nach Port Bou zu kommen, wo es nur so wimmelte von Symbolen der <em>CNT-FAI <\/em>[Confederaci\u00f3n Nacional del Trabajo, &#8218;Nationale F\u00f6deration der Arbeit(er)&#8216; &#8211; Federaci\u00f3n Anarquista Ib\u00e9rica, &#8218;Anarchistische F\u00f6deration Spaniens&#8216;]: auf Armbinden, M\u00fctzen, Halst\u00fcchern und Fahrzeugen. Wir waren so \u00fcbergl\u00fccklich, dass wir weinen mussten.&#8220;<\/p>\n<p>In Barcelona produzierten die <em>DAS<\/em> unter anderem die deutschsprachige Zeitung <em>Soziale Revolution<\/em>, sowie Radiosendungen, die \u00fcber Kurzwelle ins Deutsche Reich ausgestrahlt wurden.<\/p>\n<p>&#8222;Au\u00dferdem fungierten wir als eine Art Anlaufstelle f\u00fcr ausl\u00e4ndische Journalisten, Anarchisten und Syndikalisten, die nach Barcelona kamen, um sich \u00fcber die Ereignisse zu informieren. Die international bekannteste Anarchistin, Emma Goldman, kam im Oktober 1936 nach Spanien. Emma Goldman war eine phantastische Frau, und wir f\u00fchrten lange Gespr\u00e4che mit ihr. Sie stand der <em>CNT<\/em> sehr kritisch gegen\u00fcber, weil die Organisation sich darauf eingelassen hatte, die Funktion des Staatsapparates zu \u00fcbernehmen. Sie fand, es sei nicht passend f\u00fcr eine anarchistische Bewegung, sich mit so etwas zu besch\u00e4ftigen. Wir erkl\u00e4rten ihr, dass wir keine Wahl gehabt hatten und dass es vielmehr darum ging, zu retten, was zu retten war. Wir k\u00e4mpften gegen eine ganze Welt: Deutschland, Italien und Portugal gaben Franco ihre ganze Unterst\u00fctzung.&#8220;<\/p>\n<p>Anfang 1937 ging Helmut Kirschey als Milizion\u00e4r der anarchistischen Kolonne Durruti an die Front. Im Mai 1937 wurde er Zeuge der Stra\u00dfenk\u00e4mpfe zwischen Stalinisten und AnarchistInnen.<\/p>\n<p>Kurz darauf wurde er gemeinsam mit anderen deutschen AnarchosyndikalistInnen von sowjetischen Geheimagenten verhaftet und sieben Monate lang in ein Gef\u00e4ngnis bei Valencia gesperrt und verh\u00f6rt. Im April 1938 wurde er freigelassen.<\/p>\n<p>Mittlerweile hatten die von Moskau unterst\u00fctzten Stalinisten die libert\u00e4re Revolution erstickt: die anarchosyndikalistische <em>CNT<\/em> und die anarchistische <em>FAI<\/em> hatten ihre herausragenden Positionen verloren. Der Sieg des Faschismus r\u00fcckte n\u00e4her, und zudem wurden libert\u00e4re und antiautorit\u00e4re SozialistInnen von Stalins Schergen bedroht. Helmut Kirschey floh deshalb \u00fcber Paris nach Amsterdam und schlie\u00dflich nach Schweden.<\/p>\n<p>Dort wurde er f\u00fcr einige Jahre Mitglied der syndikalistischen <em>Sveriges Arbetares Centralorganisation<\/em> (SAC). Trotz der Gefahr als &#8222;unerw\u00fcnschter Ausl\u00e4nder&#8220; ins nationalsozialistische Deutschland abgeschoben zu werden, schmuggelte er mit schwedischen Eisenbahnern Flugbl\u00e4tter in die Z\u00fcge, in denen Soldaten der Wehrmacht durchs &#8222;neutrale&#8220; Schweden transportiert wurden.<\/p>\n<p>1943 erhielt er seine erste Arbeitserlaubnis, und 1955 wurde er schwedischer Staatsb\u00fcrger.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend seines Vortrags am 8. Oktober 2001 in der Aula der ESG M\u00fcnster sparte Helmut Kirschey nicht mit Kritik an Teilen der autonomen Szene: W\u00e4hrend der Proteste gegen den EU-Gipfel im Sommer 2001 seien Teile seiner Heimatstadt G\u00f6teborg von &#8222;angeblichen Anarchisten&#8220; (Kirschey) verw\u00fcstet worden. Das habe rein gar nichts mit Anarchismus zu tun und sei v\u00f6llig kontraproduktiv. So entspann sich eine hei\u00dfe &#8222;Gewalt&#8220;-Diskussion mit den etwa 80 Zuh\u00f6rerInnen, die Helmuts Meinung zu den Ausschreitungen in G\u00f6teborg nur zum Teil akzeptieren wollten.<\/p>\n<p>Helmut sprach ein rheinl\u00e4ndisches Deutsch der 20er Jahre, wie es wohl nur jemand sprechen kann, dessen Jugendsprache sich quasi &#8222;konserviert&#8220; hat.<\/p>\n<p>Als wir nach der Veranstaltung auf Helmuts Wunsch hin in das gutb\u00fcrgerliche Restaurant <em>Zum Alten Pulverturm<\/em> einkehrten, war er begeistert, dass er mit Sara, einer jungen Genossin, Thorsten, einem <em>FAU<\/em>-Aktivisten, sowie einem zuf\u00e4llig am Nebentisch sitzenden D\u00e4nischlehrer auch Schwedisch sprechen konnte.<\/p>\n<p>Helmut und Dieter \u00fcbernachteten bei mir und blieben bis zum folgenden Nachmittag in M\u00fcnster. So konnten wir noch lange diskutieren und uns austauschen.<\/p>\n<p>Beeindruckend fand (nicht nur) mein damals achtj\u00e4hriger Sohn Deniz Helmut Kirscheys riesige Pillendose auf dem Nachttisch, in der diverse Medikamente zu finden waren, die Helmut jeweils zu unterschiedlichen, genau vermerkten Tageszeiten einnehmen musste.<\/p>\n<p>Helmut erz\u00e4hlte, dass er seine schwedische Frau 1940 kennen und lieben gelernt hatte. Die Beiden f\u00fchrten eine lange und gl\u00fcckliche Beziehung. Einmal, in den 1940er Jahren hatte er sich jedoch kurzzeitig in eine andere G\u00f6teborgerin verliebt.<\/p>\n<p>Um die Ehe mit seiner geliebten Frau nicht zu gef\u00e4hrden, hatte er dann aber nach kurzer Zeit den Kontakt zu seiner Freundin abgebrochen.<\/p>\n<p>50 Jahre sp\u00e4ter, seine Frau war schon gestorben, trafen sich beide unverhofft im Altenheim wieder. Die alte Liebe flackerte wieder neu auf, und so schwebte der 88-j\u00e4hrige Helmut auf rosa Wolken, als er uns mit leuchtenden Augen erz\u00e4hlte, wie er nun mit seiner Freundin Hand in Hand durchs Leben gehe.<\/p>\n<p>Zu seiner Freude konnte ich ihm einen kleinen Schatz pr\u00e4sentieren: Ausgaben der oben schon erw\u00e4hnten <em>Internationale(n)<\/em> und der <em>Soziale(n) Revolution<\/em>. Ich hatte diese anarchosyndikalistischen Zeitungen in den 1990ern im Zusammenhang mit den Forschungsarbeiten f\u00fcr meine Dissertation \u00fcber &#8222;Libert\u00e4re Presse&#8220; im <em>Internationalen Institut f\u00fcr Sozialgeschichte<\/em> (IISG Amsterdam) und in der <em>Geschichtswerkstatt Dortmund<\/em> gefunden und kopiert. Helmut war begeistert, nach so langer Zeit die von ihm mitproduzierten (und noch heute sehr lesenswerten!) Organe des Anarchosyndikalismus wieder in den H\u00e4nden zu halten. &#8222;Die habe ich seit \u00fcber 60 Jahren nicht gesehen!&#8220;<\/p>\n<p>Und da spielte es auch keine Rolle, dass ich nur Kopien hatte.<\/p>\n<h3>Am 23. August 2003 starb Helmut Kirschey im Alter von 90 Jahren in G\u00f6teborg<\/h3>\n<p>&#8222;Er war vermutlich der letzte \u00fcberlebende deutsche Freiwillige, der im Spanischen B\u00fcrgerkrieg in der legend\u00e4ren &#8218;Kolonne Durruti&#8216; k\u00e4mpfte. (&#8230;) In den letzten 15 Jahren seines Lebens wurde Helmut in Schweden eine Figur des \u00f6ffentlichen Lebens. Als deutscher Antifaschist und Spanienk\u00e4mpfer genoss er gro\u00dfes \u00f6ffentliches Ansehen, und er war ein gefragter Zeitzeuge in Schulen, Universit\u00e4ten und bei politischen Jugendorganisationen. (&#8230;) Als wir uns im Mai in Wuppertal verabschiedeten, sprach er davon, dass es vermutlich ein Abschied f\u00fcr immer sei. Er sah seinem Tod gelassen entgegen. Halb ernst, halb spa\u00dfhaft sagte er immer, jeder Tag, den er Hitler \u00fcberlebt habe, sei f\u00fcr ihn ein Geschenk&#8220;, so Dieter Nelles in einem bewegenden Nachruf. ((2))<\/p>\n<h3>A las Barricadas &#8211; Ein Film \u00fcber Helmut Kirschey<\/h3>\n<p>Drei Jahre nach Helmut Kirscheys Tod und 70 Jahre nach Beginn der Spanischen Revolution haben Volker Hoffmann, Dieter Nelles, J\u00f6rg Lange und Angelika Feld eine DVD \u00fcber den Spanienk\u00e4mpfer vorgelegt: &#8222;A las barricadas&#8220; ((3)). Der knapp einst\u00fcndige Film des Wuppertaler Teams begleitet Helmut Kirschey auf einer Erinnerungsfahrt nach Spanien an die St\u00e4tten, wo er zwischen 1936 und 1939 aktiv an den K\u00e4mpfen des B\u00fcrgerkriegs teilnahm.<\/p>\n<p>Der 1989 und 2006 produzierte Streifen ist liebevoll und einf\u00fchlsam gemacht. Geschichte von unten, im besten Sinne. F\u00fcr die, die Helmut Kirscheys Biographie gelesen und ihn bei einem seiner zahlreichen Vortr\u00e4ge erlebt haben, bietet er zudem sch\u00f6ne <em>dej\u00e1 vues<\/em>. Vieles von dem, was Helmut dort berichtet hatte, erz\u00e4hlt er auch hier, an den Originalschaupl\u00e4tzen des Spanischen B\u00fcrgerkriegs. Der Film ist nicht nur allen zu empfehlen, die sich f\u00fcr die Geschichte des B\u00fcrgerkriegs und f\u00fcr das gelebte Leben des Revolution\u00e4rs und gro\u00dfen Menschenfreunds Helmut Kirschey interessieren. &#8222;Wenn ich erz\u00e4hle, versuche ich, der Zeit zwischen 1914 und 1945 ein Gesicht zu geben, und die Reaktionen darauf sind immer sehr positiv. Viele Male habe ich S\u00e4tze geh\u00f6rt wie: \u201aDie Lehrer haben davon erz\u00e4hlt, und wir haben nicht alles verstanden, aber wenn Sie dar\u00fcber sprechen, ist es etwas ganz anderes.&#8216; Das freut mich zu h\u00f6ren, dabei habe ich nur das erste Jahr der Hitlerzeit mitgemacht, das Allermeiste blieb mir erspart.&#8220;<\/p>\n<p>Der Film sollte nicht nur in Libert\u00e4ren Zentren, sondern unbedingt auch in Schulen und Universit\u00e4ten gezeigt werden. Denn das sozialrevolution\u00e4re Feuer, das ein Leben lang im Herzen des Antifaschisten Helmut Kirschey loderte, k\u00f6nnte auch jene erfassen, die dieses dokumentarische Werk sehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gelebtes Leben 1913 in Elberfeld geboren, aufgewachsen in proletarischen Verh\u00e4ltnissen in Wuppertal, engagierte sich Helmut fr\u00fch in kommunistischen Zusammenh\u00e4ngen, l\u00f6ste sich aber 1931 unter dem Eindruck der &#8222;Hexenprozesse&#8220; in der Sowjetunion vom kommunistischen Jugendverband und trat der anarchosyndikalistischen Freien Arbeiter Union Deutschlands (FAUD) bei. &#8222;Der Grund daf\u00fcr, dass ich die kommunistische Bewegung verlie\u00df, war der &hellip; <a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2006\/12\/helmut-kirschey-und-die-spanische-revolution\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"slim_seo":{"title":"Helmut Kirschey und die Spanische Revolution - graswurzelrevolution","description":"Gelebtes Leben 1913 in Elberfeld geboren, aufgewachsen in proletarischen Verh\u00e4ltnissen in Wuppertal, engagierte sich Helmut fr\u00fch in kommunistischen Zusammenh\u00e4ng"},"footnotes":""},"categories":[463,1042,1033],"tags":[],"class_list":["post-7804","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-314-dezember-2006","category-ohne-chef-und-staat","category-so-viele-farben"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7804","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7804"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7804\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7804"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7804"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7804"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}