{"id":7929,"date":"2007-02-01T00:00:09","date_gmt":"2007-01-31T22:00:09","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/?p=7929"},"modified":"2022-07-26T14:14:55","modified_gmt":"2022-07-26T12:14:55","slug":"sie-haben-es-sich-selbst-zuzuschreiben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2007\/02\/sie-haben-es-sich-selbst-zuzuschreiben\/","title":{"rendered":"&#8222;Sie haben es sich selbst zuzuschreiben!&#8220;"},"content":{"rendered":"<h3>Der <em>&#8222;Mythos vom schie\u00dfenden Pfaffen&#8220;<\/em><\/h3>\n<p>In anarchistischen und pro-anarchistischen Darstellungen wird gerne behauptet, man habe lediglich solche Geistliche get\u00f6tet, die ihrerseits mit der Waffe in der Hand aufgegriffen worden seien. Der &#8222;Mythos vom schie\u00dfenden Pfaffen&#8220; wird von Zeitzeugen bis heute kolportiert. ((2)) Dabei sollte allein die Tatsache misstrauisch machen, dass, obwohl Mitglieder aller politischen Fraktionen auf republikanischer Seite &#8211; und auch die Truppen Francos &#8211; Morde an Kirchenangeh\u00f6rigen begingen, nur die Anarchisten es f\u00fcr n\u00f6tig hielten, eine M\u00e4r zu spinnen und weiterzuerz\u00e4hlen, die ihre Rolle in ein besseres Licht r\u00fcckt.<\/p>\n<p>Nicht, dass es keine Geistlichen gegeben h\u00e4tte, die begeistert zur Waffe griffen, als es hie\u00df, den &#8222;roten Satan&#8220; im eigenen Lande niederzuk\u00e4mpfen. Der britische Faschist Peter Kemp, der als Freiwilliger bei der Fremdenlegion in Navarra k\u00e4mpfte, berichtet in seinen halb-fiktionalen Erinnerungen von einem <em>&#8222;Padre Vicente&#8220;<\/em> [&#8218;Pater Vinzenz&#8216;], dessen Blutdurst selbst die hartgesottenen Legion\u00e4re in Schrecken versetzte. ((3)) Solche &#8222;Waffenpriester&#8220; waren aber die Ausnahme. Es war gewiss nicht das Blut von \u00fcber 7.000 <em>&#8222;Padre Vicentes&#8220;<\/em>, das Revolution\u00e4re bis Mitte 1937 vergossen.<\/p>\n<h3>V\u00f6lkermord von Stadt zu Stadt<\/h3>\n<p>Denn auch die Behauptung, bei den Morden an Bisch\u00f6fen, Priestern, Seminaristen, M\u00f6nchen und &#8211; zu einem weit geringeren Teil &#8211; Nonnen habe es sich um kurze, spontane, unorganisierte Ausbr\u00fcche des &#8222;Volkszorns&#8220; gehandelt, l\u00e4sst sich angesichts der j\u00fcngeren lokalhistorischen Forschung in Spanien nicht aufrecht erhalten.<\/p>\n<p>Zwar riefen weder die anarchosyndikalistische Gewerkschaft <em>Confederaci\u00f3n Nacional del Trabajo<\/em> (CNT) [&#8218;Nationale Konf\u00f6deration der Arbeit&#8216;] noch die orthodox-anarchistische <em>Federaci\u00f3n Anarquista Ib\u00e9rica<\/em> (FAI) [&#8218;Iberische Anarchistische F\u00f6deration&#8216;] w\u00e4hrend des B\u00fcrgerkriegs je zu Priestermorden auf. Der einflussreiche Syndikalist Joan Peir\u00f3 wetterte in der anarchistischen Zeitschrift <em>Llibertat<\/em> sogar unerm\u00fcdlich gegen den blutigen Irrsinn, der sich in der Etappe abspielte, und sch\u00fctzte einzelne Geistliche zum Teil unter Einsatz seines Lebens. ((4))<\/p>\n<p>Auch die relativ kurze Dauer der Verfolgungen schien bisher die eingangs erw\u00e4hnte Behauptung zu best\u00e4tigen: Die meisten Opfer verloren ihr Leben zwischen Juli und September 1936, und viele sogar in den ersten Tagen der Revolution. Als Ende September 1936 die &#8222;Volkstribunale&#8220; in Katalonien der Autorit\u00e4t der <em>Generalitat<\/em> unterstellt wurden und die vom F\u00fchrer des POUM [<em>Partido Obrero de Unificaci\u00f3n Marxista<\/em>, &#8218;Arbeiterpartei vereinigter Marxisten&#8216;], Andr\u00e9s Nin, erarbeiteten Verfahrensrichtlinien \u00fcbernahmen, endeten die Morde an Geistlichen dort praktisch v\u00f6llig. ((5))<\/p>\n<p>In einigen St\u00e4dten unter anarchistischer Kontrolle waren die Verfolgungen zu diesem Zeitpunkt aber schon l\u00e4ngst vorbei. Der Grund war einfach: Es war niemand mehr \u00fcbrig, den man h\u00e4tte morden k\u00f6nnen. Die Kirchenverfolgungen hatten Formen eines organisierten Massenmords angenommen.<\/p>\n<h3>L\u00e9rida<\/h3>\n<p>Die katalanische Provinzhauptstadt L\u00e9rida (kat.: Lleida) liegt etwa 150 Kilometer westlich von Barcelona, an beiden Ufern des R\u00edo Segre, unmittelbar an der Grenze zur spanischen Region Arag\u00f3n.<\/p>\n<p>Im Juli 1936 gab es hier eine starke anarchistische Arbeiterbewegung. Auch der POUM war wohlorganisiert und einflussreich. Schon am 20. Juli befand sich die Stadt unter revolution\u00e4rer Kontrolle. Am gleichen Tag ging die alte Kirche von San Loren\u00e7, eines der Wahrzeichen L\u00e9ridas, in Flammen auf. Zwei Geistliche wurden auf offener Stra\u00dfe erschossen. Ein eilig gegr\u00fcndetes <em>Komitee f\u00fcr \u00f6ffentliche Gesundheit<\/em> [sic!], zu gleichen Teilen aus Mitgliedern der CNT und des POUM bestehend, machte sich daran, die Stadt von politischen Gegnerinnen und Gegnern zu &#8222;s\u00e4ubern&#8220;.<\/p>\n<p>In der Nacht vom 25. auf den 26. Juli gab es die erste Massenhinrichtung: 26 Mitglieder der <em>Guardia Civil<\/em>, ein Priester und 14 Seminaristen wurden ohne jedes Gerichtsverfahren auf dem Friedhof der Stadt erschossen und verscharrt.<\/p>\n<p>Zur Kenntlichkeit: In den drei\u00dfiger Jahren war es in Spanien nicht un\u00fcblich, bereits mit 15, 16 Jahren eine geistliche Laufbahn zu beginnen. Es ist wenig wahrscheinlich, dass zumindest die ermordeten Seminaristen je Gelegenheit hatten, den politischen Unwillen der Revolution\u00e4re zu erregen.<\/p>\n<p>Sie starben, weil sie Angeh\u00f6rige der Kirche waren.<\/p>\n<p>Monse\u00f1or Salvio Huix Miralpeix, der Bischof von L\u00e9rida, war am 21. Juli aus der Stadt geflohen. Am 23. Juli schloss er sich, zivil gekleidet, einer Gruppe fl\u00fcchtiger Zivilgardisten an. Diese geriet in eine Milizkontrolle. Huix wurde erkannt, als &#8222;dicker Fisch&#8220; nach L\u00e9rida zur\u00fcckgeschafft und im Gef\u00e4ngnis inhaftiert. Am 5. August teilte man ihm und einer Reihe seiner Mith\u00e4ftlinge mit, man werde sie nach Barcelona bringen.<\/p>\n<p>Der LKW mit den gefesselten Gefangenen hielt wiederum am Friedhof. 20 Menschen starben.<\/p>\n<p>In der Nacht vom 20. auf den 21. August schlie\u00dflich kam es in L\u00e9rida zum schlimmsten Massaker an katholischen Geistlichen w\u00e4hrend des gesamten B\u00fcrgerkriegs: 74 Geistliche wurden aus dem Gef\u00e4ngnis geholt, auf einen LKW verladen, zum Friedhof geschafft und erschossen. Aber selbst nach diesem Blutbad nahm das Morden kein Ende.<\/p>\n<p>Am 24. August r\u00fcckte die anarchistische Milizkolonne <em>&#8222;Los Aguiluchos&#8220;<\/em> auf ihrem Marsch zur Arag\u00f3n-Front in L\u00e9rida ein. Ihr Kommandeur, Juan Garc\u00eda Oliver, ein &#8222;Drittel&#8220; des ber\u00fchmten &#8222;Kleeblatts&#8220; (mit Fransico Ascaso und Buenaventura Durruti) und &#8211; ironischerweise &#8211; nachmaliger Justizminister der Regierung Caballero, war mit der &#8222;Arbeit&#8220; des <em>Komitees f\u00fcr \u00f6ffentliche Gesundheit<\/em> unzufrieden.<\/p>\n<p>Die bisher verschont gebliebene Neue Kathedrale wurde in Brand gesteckt. Mit dem <em>Komitee<\/em> vereinbarte Garc\u00eda Oliver au\u00dferdem die &#8222;\u00dcbergabe&#8220; der wenigen noch im Gef\u00e4ngnis verbliebenen Gefangenen. 22 weitere Menschen mussten ihr Leben lassen. (7) von ihnen waren Geistliche.<\/p>\n<p>Insgesamt wurden in L\u00e9rida innerhalb eines Monats 268 Geistliche systematisch ermordet &#8211; 64,7 % des gesamten Klerus. ((6))<\/p>\n<h3>Barbastro<\/h3>\n<p>Barbastro liegt kaum 70 Kilometer nordwestlich von L\u00e9rida, im Norden von Arag\u00f3n, nahe der Provinzhauptstadt Huesca.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu dem gro\u00dfen und vergleichsweise wohlhabenden L\u00e9rida hatte Barbastro 1930 gerade einmal 6.601 Einwohnerinnen und Einwohner &#8211; ein verlorenes Provinznest, gelegen an den letzten Ausl\u00e4ufern der Pyren\u00e4en.<\/p>\n<p>Die Gegenwart des Klerus war un\u00fcbersehbar: Barbastro war Bischofsitz und z\u00e4hlte insgesamt 11 Konvente. Der geistliche Klerus bestand mehrheitlich aus Mitgliedern des Klaretiner-Ordens. Das hinderte die Bewohnerinnen und Bewohner Barbastros nicht daran, den Linksparteien bei den Februarwahlen des Jahres 1936 einen rauschenden Erfolg zu bescheren. Die Stadt hatte eine der niedrigsten Analphabetismusraten in ganz Arag\u00f3n: 22 % im Gegensatz zu sonst g\u00e4ngigen 40,9 %. Au\u00dferdem gab es in Barbastro 1936 die st\u00e4rkste Gewerkschaftsgruppe der CNT in der ganzen Provinz (440 Mitglieder). Ihr stand die minorit\u00e4re <em>Agrarpartei<\/em> des Grundbesitzers Jos\u00e9 Moncasi Sangenis gegen\u00fcber, die \u00fcber die Zeitung <em>El Cruzado Aragon\u00e9s <\/em>[&#8218;Der aragonesische Kreuzz\u00fcgler&#8216;] Kontakte zur Kirche unterhielt. ((7))<\/p>\n<p>Bei Ausbruch des B\u00fcrgerkriegs verhielt sich die Garnison von Barbastro loyal zur Republik.<\/p>\n<p>Ihr Kommandeur soll, glaubt man dem neofranquistischen Historiker Mart\u00ednez Bande, zwar kurzzeitig mit dem Putsch sympathisiert haben.<\/p>\n<p>Da die CNT aber gute Kontakte zu seinen Soldaten unterhielt, besann er sich eines Besseren.<\/p>\n<p>Am 20. Juli drang ein bewaffnetes Kommando der CNT ins Seminar der Klaretiner ein, um es nach Waffen zu durchsuchen.<\/p>\n<p>Als Einwohnerinnen und Einwohner Barbastros, die die Gruppe begleiteten, lauthals forderten, die jungen Seminaristen und Priester <em>&#8222;zu erschie\u00dfen, aufzuh\u00e4ngen&#8220;<\/em>, wurden sie von Eugenio Sopena Buil, einem Verantwortlichen der CNT, zur\u00fcckgedr\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Man werde die Priester als Geiseln nehmen.<\/p>\n<p>Die F\u00fchrer des Ordens sperrte man ins Gef\u00e4ngnis. Geistliche \u00fcber 49 Jahre wurden in ein nahes Altenheim gebracht. Die Seminaristen sperrte man in einen Veranstaltungssaal in der N\u00e4he des Rathauses.<\/p>\n<p>Keinem einzigen wurde w\u00e4hrend der ersten Tage ein Haar gekr\u00fcmmt. ((8))<\/p>\n<h3>Die Milizkolonne &#8222;Francisco Ascaso&#8220;<\/h3>\n<p>Aber auch durch Barbastro marschierten anarchistische Milizen. Diesmal war es die Kolonne <em>&#8222;Francisco Ascaso&#8220;<\/em>, kommandiert von dessen Bruder Domingo, der auch der bekannte anarchistische Schriftsteller \u00c1ngel Semblancat angeh\u00f6rte. Es waren mehrheitlich Arbeiterinnen und Arbeiter aus Barcelona, die kamen, um an den K\u00e4mpfen um Huesca teilzunehmen und nur wenig Kenntnis hatten von Sitten und Gebr\u00e4uchen der spanischen Provinz. Die Kirche war f\u00fcr die oft altgedienten Genossinnen und Genossen einfach Teil eines Systems, das sie vollst\u00e4ndig ausl\u00f6schen wollten.<\/p>\n<p>Mit ihrer Ankunft \u00e4nderte sich die Stimmung in Barbastro praktisch \u00fcber Nacht. Freundschaften, gutnachbarliche Beziehungen oder stille Toleranz gegen\u00fcber dem Klerus, die bisher Schlimmeres verh\u00fctet hatten und in einer Kleinstadt auch nichts Ungew\u00f6hnliches waren, spielten keine Rolle mehr. Es folgte eine Blutorgie.<\/p>\n<p>Sie begann in der Nacht vom 1. auf den 2. August: Die drei f\u00fchrenden K\u00f6pfe des Klaretiner-Ordens und eine Reihe weiterer Geistlicher wurden aus ihren Zellen geschleift und umgebracht. Der Rest wurde am 12., 13. und 14. August auf LKWs verladen und ins Viertel San Hip\u00f3lito gefahren. Dort hatte man die (mehrheitlich streng katholischen) Roma der Stadt gezwungen, Massengr\u00e4ber auszuheben. Sie wurden blutig gef\u00fcllt: Von 60 Geistlichen, die im Juli 1936 in der Stadt waren, starben 51 &#8211; insgesamt 87,7 % Prozent. ((9)) Dabei war nicht eine einzige Nonne zu Schaden gekommen, und auch zwei argentinische Seminaristen lie\u00df man ungeschoren. ((10))<\/p>\n<p>Nach Ansicht der Anarchisten ging es darum, die widernat\u00fcrliche &#8222;F\u00e4ulnis&#8220; des kirchlichen Lebens in Spanien auszutilgen. Nach einer Ausl\u00f6schung des Christentums stand ihnen nie der Sinn.<\/p>\n<h3>Die Schrecken des Erinnerns<\/h3>\n<p>Die Quellenlage zu Morden an Geistlichen w\u00e4hrend des Spanischen B\u00fcrgerkriegs ist schwierig. Man wird die Ergebnisse weiterer lokalhistorischer Forschung abwarten m\u00fcssen, die in Spanien zur Zeit mit Macht vorangetrieben wird, um beurteilen zu k\u00f6nnen, inwieweit die Verfolgungen &#8211; nicht nur, aber eben auch durch Anarchistinnen und Anarchisten &#8211; allgemein systematischen Charakter hatte. Nach wie vor sind die Mehrzahl der Untersuchungen zum Thema kirchliche, oft hoch parteiische Darstellungen, die nicht selten als Teil einer <em>Positio<\/em> erstellt wurden, um in Rom Seligsprechungsverfahren f\u00fcr ermordete Bisch\u00f6fe, Priester oder Nonnen voranzubringen. ((11)) Die katholische Kirche Spaniens hat sich bis heute in ihrer Lesart der Ereignisse nicht wesentlich bewegt. ((12)) Begr\u00fcndetes Misstrauen gegen\u00fcber allzu drastischen Schilderungen ist allerdings kein Gegenbeweis.<\/p>\n<p>Die massenhafte Ermordung unbewaffneter Kirchenangeh\u00f6riger durch spanische Anarchistinnen und Anarchisten war nicht nur eine furchtbare Unmenschlichkeit, die s\u00e4mtlichen Idealen der libert\u00e4ren Revolution Hohn sprach. Sie war auch &#8211; wollte man ihn angesichts der begangenen Verbrechen denn einnehmen &#8211; von einem pragmatisch-revolution\u00e4ren Standpunkt aus betrachtet sinnlos. Die Kirche war im Sommer 1936 in der republikanischen Zone faktisch entmachtet: Ihr Verm\u00f6gen war eingezogen, ihre Gottesh\u00e4user waren geschlossen, ihre Priester waren auf der Flucht. Sie stellte keine Gefahr f\u00fcr die revolution\u00e4re Linke dar.<\/p>\n<p>Die blutigen Verfolgungen dagegen f\u00fchrten zu massiver weltweiter Solidarisierung der katholischen Christenheit mit Franco, die sich \u00f6konomisch wie milit\u00e4risch niederschlug und wesentlich zur Niederlage der Republik beitrug. ((13)) Im Rauch brennender Kirchen konnte sich Franco weit leichter als &#8222;Retter des christlichen Abendlandes&#8220; aufspielen, und man war geneigt zu \u00fcbersehen, dass auch seine Truppen im Baskenland katholische Geistliche als &#8222;Separatisten&#8220; erschossen.<\/p>\n<p>Was die europ\u00e4ischen Anarchistinnen und Anarchisten betrifft, so kann ihre bisherige Auseinandersetzung mit diesem dunklen Kapitel nur als kl\u00e4glich bezeichnet werden. Die Glaubw\u00fcrdigkeit des Anarchismus als einer aktuellen sozialen Utopie nimmt Schaden, wenn fortgesetzt eine gesch\u00f6nte Version seiner Geschichte vorgestellt wird; zumal, wenn der spanische Anarchismus vielen Libert\u00e4ren weltweit bis heute als vorbildlich gilt. ((14)) Es ist, als halle noch immer ein Echo jenes Standardsatzes der libert\u00e4ren Presse nach, in dem sich damals der ganze Kirchenhass zu b\u00fcndeln schien: <em>&#8222;\u00a1Ellos se lo buscaron!&#8220; <\/em>((15)) &#8211; &#8222;Sie haben es sich selbst zuzuschreiben!&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der &#8222;Mythos vom schie\u00dfenden Pfaffen&#8220; In anarchistischen und pro-anarchistischen Darstellungen wird gerne behauptet, man habe lediglich solche Geistliche get\u00f6tet, die ihrerseits mit der Waffe in der Hand aufgegriffen worden seien. Der &#8222;Mythos vom schie\u00dfenden Pfaffen&#8220; wird von Zeitzeugen bis heute kolportiert. 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