{"id":8623,"date":"2008-03-01T00:00:50","date_gmt":"2008-02-29T22:00:50","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/?p=8623"},"modified":"2022-07-26T12:58:59","modified_gmt":"2022-07-26T10:58:59","slug":"feminismus-heute","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2008\/03\/feminismus-heute\/","title":{"rendered":"Feminismus heute"},"content":{"rendered":"<p><strong>Graswurzelrevolution: Der Weltfrauentag bzw. <em>International Women&#8217;s Day<\/em> wird weltweit von Frauenorganisationen begangen. Er entstand im Kampf um die Gleichberechtigung f\u00fcr Frauen. Heute ist umstritten, auf welche Traditionen sich der Gedenktag bezieht. Am 8. M\u00e4rz 1917 begannen Textilarbeiterinnen in Petrograd mit der &#8222;Februarrevolution&#8220;, die den Sturz des Zaren und die Umw\u00e4lzung in Russland einleiten sollte. Auch in Erinnerung an dieses Ereignis feiert die sozialistische Frauenbewegung seit 1921 den 8. M\u00e4rz als Internationalen Frauenkampftag. <\/strong><\/p>\n<p><strong>Was bedeutet der Internationale Frauentag f\u00fcr Dich heute?<\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Lea: <\/em><\/strong>In den letzten Jahren vor allem viel Arbeit. Es ist leider so, dass wir als feministisches Magazin, wenn \u00fcberhaupt, nur zum 8. M\u00e4rz wahrgenommen werden und deshalb jedes Jahr den Stress haben, uns zu \u00fcberlegen, welche gute Aktion wir machen k\u00f6nnten, welche Forderungen wir jetzt noch mal pr\u00e4zise und m\u00f6glichst spritzig in die \u00d6ffentlichkeit bringen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich machen wir immer ein Special im Heft und in den letzten Jahren auch immer eine Fernsehsendung zum 8. M\u00e4rz.<\/p>\n<p>Dadurch ist mir der Frauentag ein bisschen verleidet, alle Kr\u00e4fte m\u00fcssen f\u00fcr dieses Datum mobilisiert werden, und danach ist es dann erst einmal wieder vorbei mit dem Interesse am Feminismus. Andererseits ist es aber sch\u00f6n, wenn ich dann auf der Demo bin und alle Frauen sehe, die ich sonst vielleicht nicht zu Gesicht bekomme, und es eine gro\u00dfe, sch\u00f6ne, laute Demo ist.<\/p>\n<p><strong>GWR: Wie wurdest Du Feministin?<\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Lea:<\/em><\/strong> Ich wei\u00df nicht, ob ich das wirklich wurde. Ich bin in einem linken Umfeld, in einer WG aufgewachsen, und meine Mutter und auch die anderen weiblichen Bezugspersonen um mich herum waren im Grunde Feministinnen. Deswegen hatte ich wohl von Anfang an eine gewisse feministische Grundhaltung. So richtig bewusst Feministin bin ich dann aber erst im Zuge meiner linken Politisierung geworden, so mit 16, 17 Jahren. Ich komme aus Mannheim und habe mich dann im Mannheimer JUZ anfangs in einer antirassistischen Initiative engagiert, dann auch in anderen Gruppen und bin schlie\u00dflich in eine Frauengruppe gekommen. Sp\u00e4ter habe ich in Wien Philosophie und Gender Studies studiert, was dann noch mal einen Schub auf einer anderen Ebene bewirkt hat. Und in Wien bin ich dann auch zu den <em>an.schl\u00e4gen<\/em> gekommen.<\/p>\n<p><strong>GWR: Wie beurteilst Du die Situation des Feminismus heute?<\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Lea:<\/em><\/strong> Schwierige Frage. Wenn ihr mir die vor einem Jahr gestellt h\u00e4ttet, h\u00e4tte ich sie wohl entschiedener beantworten k\u00f6nnen: Es ist alles schlecht, es gibt einen Riesenbacklash und alles ist furchtbar. Die Erfahrung, die ich vor allem w\u00e4hrend meines Studiums gemacht habe, war, dass Feminismus regelrecht zum Schimpfwort mutiert ist. Gerade junge Frauen haben sich selbst nie Feministin genannt, der klassische Satz war immer: &#8222;Ich bin keine Feministin, ABER ich will mein Ding machen, ich bin f\u00fcr Gleichberechtigung, f\u00fcr gleichen Lohn \u2026&#8220; Also durchaus feministische Forderungen, aber keine Frau wollte dieses schreckliche Wort in den Mund nehmen und sich selbst als Feministin outen.<\/p>\n<p>Ich habe aber den Eindruck, dass es sich jetzt ein bisschen \u00e4ndert. Vielleicht gerade deshalb, weil der schwelende Antifeminismus von Eva Herman so auf die Spitze getrieben wurde. Das hat Gegenreaktionen hervorgerufen, viele Promifrauen haben sich als Feministinnen positioniert, was uns erfreut hat.<\/p>\n<p>Das sind Konjunkturen und das kann schnell wieder vorbei sein. Ich habe da vermutlich auch einen eingeschr\u00e4nkten Fokus. Sobald in den Medien von Feminismus die Rede ist, nehme ich das vermutlich hundertmal st\u00e4rker wahr als andere, und deswegen kann es auch sein, dass ich das \u00fcbersch\u00e4tze.<\/p>\n<p>Aber ich glaube, es ist jetzt wieder ein bisschen schicker zu sagen &#8222;ich bin feministisch&#8220;, wobei man solche Entwicklungen mit Vorsicht genie\u00dfen muss.<\/p>\n<p>Wenn etwas ein Trend ist, dann hei\u00dft das noch lange nicht, dass sich das auch inhaltlich f\u00fcllt. Aber wir k\u00f6nnen jetzt mal optimistisch sein und hoffen, dass sich daran auch eine inhaltliche Diskussion kn\u00fcpfen wird.<\/p>\n<p><strong>GWR: Ich denke, auch Personen wie Anne Will, die jetzt \u00f6fter mal einen neuen Feminismus gefordert haben, haben etwas dazu beigetragen, dass sich das verbessert hat.<\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Lea:<\/em><\/strong> Auf jeden Fall. Die Feminismus-Reihe in der <em>ZEIT<\/em>, bei der Anne Will eine von mehreren Frauen war, das war sicher wichtig. Auch, dass sie sich jetzt als Lesbe geoutet hat.<\/p>\n<p><strong>GWR: Wie beurteilst Du die Situation der Frauen?<\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Lea:<\/em><\/strong> Das ist eine Riesenfrage. Da muss ich gegenfragen: Welche Frauen? Wo?<\/p>\n<p>Und in welcher Situation? Wenn ich mir das global anschaue, dann ist die Situation der Frauen nach wie vor zum Heulen, da entsteht leicht der Eindruck, dass sich \u00fcberhaupt nichts getan hat in den letzten 40 Jahren. Sie ist furchtbar, wenn man sich Besitzverh\u00e4ltnisse und Machtverteilung anschaut \u2026<\/p>\n<p><strong>GWR: &#8230; wobei die <em>EMMA <\/em>ja gejubelt hat, dass so viele Frauen jetzt in Machtpositionen sind. Wie siehst Du das?<\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Lea:<\/em><\/strong> Erst einmal hei\u00dft das noch lange nicht, dass sie feministische Politik machen, was ja deutlich zu sehen ist. Zweitens sind es nicht so viele, die kann man an einer Hand abz\u00e4hlen. Und dann ist die Frage, wovon wir sprechen, von EU-Europa und US-Amerika?<\/p>\n<p>Wie gesagt, es ist katastrophal, wenn man die Lage von Frauen weltweit betrachtet. Trotzdem d\u00fcrfen wir nicht aus dem Blick verlieren, was sich alles schon getan hat, zumindest hier. Es ist wichtig, die Errungenschaften, die wir in den letzten Jahrzehnten erreichen konnten, zu sehen, um sich selbst zu motivieren weiter zu machen. Das ist vielleicht eine der wichtigsten feministischen Anforderungen an Aktivistinnen, sich selbst bei Laune zu halten und nicht zu resignieren angesichts der vielen R\u00fcckschl\u00e4ge. Daf\u00fcr braucht es auch die Best\u00e4tigung, dass sich doch etwas getan hat und dass es eben doch einen Unterschied macht, ob ich vor 50 Jahren als M\u00e4dchen zur Welt kam oder ob ich heute als M\u00e4dchen geboren werde. Zweitens ist es auch deshalb wichtig, weil wir die Errungenschaften, die wir haben, verteidigen m\u00fcssen. Mit dem Gef\u00fchl, dass nichts weitergeht bzw. uns alles gleich wieder genommen wird, fehlt mir auch der Biss zu verteidigen, was wir trotz allem schon erreicht haben.<\/p>\n<p><strong>GWR: Daran w\u00fcrde ich gerne ankn\u00fcpfen, auch an das, was du eben als Backlash bezeichnet hast. Hier wird erfolgreichen Fraueninitiativen und Frauenh\u00e4usern das Budget zusammengestrichen. Ist das ein allgemeiner, \u00fcberregionaler Trend? <\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Lea:<\/em><\/strong> Ja, das kann ich zumindest bei allen Organisationen, mit denen wir in Kontakt sind, beobachten. \u00dcberall werden Basisf\u00f6rderungen gestrichen oder massiv gek\u00fcrzt. Es gibt vor allem einen allgemeinen Trend zur Projektf\u00f6rderung, d.h., da wird dann f\u00fcr ein oder zwei Jahre ein bestimmtes Projektprofil erstellt und ein Schwerpunkt festgelegt, was jetzt gef\u00f6rdert wird, und alle Organisationen m\u00fcssen sich dann verbiegen, um in dieses Profil reinzupassen, und schaffen es vielleicht mit H\u00e4ngen und W\u00fcrgen, f\u00fcr diesen kurzen Zeitraum eine F\u00f6rderung zu kriegen. Das ist z. B. in \u00d6sterreich gerade der Schwerpunkt &#8222;Gegen Gewalt an Frauen&#8220;, was nat\u00fcrlich wichtig und toll ist, dass es daf\u00fcr jetzt mehr Geld gibt. Aber es hat keinen Sinn, da einmal Geld reinzupumpen und die Organisationen danach wieder sich selbst zu \u00fcberlassen. Dass da \u00fcberhaupt etwas erreicht wurde, ist der kontinuierlichen Arbeit der Frauen in den Frauenh\u00e4usern und anderen Gewaltschutz-Organisationen zu verdanken.<\/p>\n<p>Die arbeiten seit Jahrzehnten und haben eine Infrastruktur aufgebaut, die es braucht und die dauerhaft finanziert werden muss, sonst hat das Ganze wenig Sinn.<\/p>\n<p>Wir bei den <em>an.schl\u00e4gen<\/em> versuchen z.B. kleine Kulturf\u00f6rdert\u00f6pfe anzuzapfen und kriegen dort mal 500 Euro und da mal ein bisschen was. Diese Antr\u00e4ge und dieser B\u00fcrokratiekram fressen aber viel Zeit und Energie, die uns dann woanders fehlen.<\/p>\n<p><strong>GWR: Das klingt ein bisschen frustrierend, was Du da gerade beschreibst. Wie kann frau gegensteuern, um eine kontinuierliche Arbeit zu sichern?<\/strong><em><\/em><\/p>\n<p><strong><em>Lea:<\/em><\/strong> Wenn ich das genau w\u00fcsste oder wenn es da ein Patentrezept g\u00e4be, s\u00e4he die Situation wahrscheinlich anders aus. Wir haben uns f\u00fcr feministische Medienarbeit entschieden als Gegenstrategie, weil wir denken, dass Medien ein zentraler Ort gesellschaftlicher Auseinandersetzung sind und dass es wichtig ist, da zu arbeiten und Bewusstseinsbildung voranzutreiben.<\/p>\n<p><strong>GWR: Viele GWR-LeserInnen kennen Eure Zeitung noch nicht. Kannst Du etwas zur Geschichte der <em>an.schl\u00e4ge<\/em> erz\u00e4hlen?<\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Lea:<\/em><\/strong> Die <em>an.schl\u00e4ge<\/em> sind 1983 gegr\u00fcndet worden und am Anfang viertelj\u00e4hrlich erschienen, dann ab 1988 monatlich. Die Zeitung hat eine bewegte Geschichte, es hat sich immer wieder viel ver\u00e4ndert, aber was sich vielleicht als ein roter Faden durchzieht, ist der Existenzkampf des Magazins. Es gab immer wieder finanzielle Schwierigkeiten, mehrmals stand die Zeitung vor dem Aus. Anfang der 90er sind die <em>an.schl\u00e4ge<\/em> auch eine zeitlang eingestellt worden bzw. nur in abgespeckter Form als d\u00fcnnes Infoheft erschienen. 1994 wurde sie wiederbelebt, aber auch danach gab es die Frage, ob das \u00fcberhaupt noch tragbar ist, ob sie z. B. vielleicht nur noch online erscheinen soll. Letztlich haben wir immer wieder die Kurve gekriegt, und es jetzt geschafft 25 Jahre alt zu werden.<\/p>\n<p><strong>GWR: Herzlichen Gl\u00fcckwunsch! <\/strong><\/p>\n<p><strong>Du hast es ja gerade schon angedeutet. Ihr seid ein Kollektiv und auf Eurer Homepage stehst Du nicht als &#8222;Chefredakteurin&#8220;, sondern da steht &#8222;koordinierende Redakteurin&#8220;. Wie arbeitet Ihr? Wie ist die Zeitung organisiert? Basisdemokratisch?<\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Lea:<\/em><\/strong> Auf jeden Fall, wir arbeiten als Kollektiv, das ist uns wichtig und ein Kerngedanke des Projekts. Wobei es da immer wieder Diskussionsprozesse gab. Eine Frau hat darauf gepocht, &#8222;Chefredakteurin&#8220; genannt zu werden, vielleicht weil sie der Meinung war, dass Frauen auch bei uns genau das passiert, was ihnen sowieso immer passiert: dass ihre Arbeit nicht gesehen und ihre Leistung nicht gew\u00fcrdigt wird. Das ist ein Aspekt, der sicherlich nicht ganz von der Hand zu weisen ist. Trotzdem wurde gegen diese Hierarchie wieder rebelliert, was ich gut finde, und wir sind zum Kollektivgedanken zur\u00fcckgekehrt. Derzeit gibt es zwei Fixangestellte, Saskya Rudigier und mich, die die Redaktionskoordination machen. Daneben gibt es viele freie Redakteurinnen und Mitarbeiterinnen, die mit uns das Kollektiv bilden. Wir haben w\u00f6chentlich Redaktionssitzungen und legen die Themen der n\u00e4chsten Nummern fest.<\/p>\n<p>Wichtig ist auch, dass das Projekt zwar in erster Linie in der Herausgabe einer Zeitung besteht und dass darauf auch die meiste Kraft verwendet wird, wir dar\u00fcber hinaus aber auch ein Frauenprojekt sind, das, wie man heute so sagt, Frauen empowert. Ein Projekt, das Frauen die M\u00f6glichkeit bieten soll, journalistische Erfahrungen zu sammeln, in einem Frauenprojekt Kompetenzen zu erwerben und da auch ohne die geringsten Vorkenntnisse einsteigen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Es ist gesamtgesellschaftlich ohnehin so, dass Frauen oft nicht zum Zug kommen, aber es ist auch in linken Projekten weiterhin so, dass Frauen sich viel schwerer damit tun, sich zu behaupten. Aus dieser Erfahrung heraus wollen wir auch eine andere Art des Arbeitens, einen anderen Umgang miteinander schaffen.<\/p>\n<p>Ich erinnere mich an meine ersten Plena in der linken Szene, wie schlimm das f\u00fcr mich war, mich zu Wort zu melden. Wenn ich ein Anliegen hatte, habe ich mir vorher die S\u00e4tze zurechtgelegt, mir ein Herz gefasst und sie schlie\u00dflich mit hochrotem Kopf und zitternd vorgebracht. Danach kamen dann drei Typen, die halbst\u00fcndige Monologe gehalten haben, auf die ich nichts mehr erwidern konnte. Ich spreche den Gruppen nicht ab, dass da eine Reflektion stattfindet und dass das problematisiert wird, aber ich glaube, es ist grunds\u00e4tzlich schwierig f\u00fcr junge Frauen, in so ein Projekt zu kommen und sich dann gegen die &#8222;alten Rebellen mit Erfahrung&#8220; durchzusetzen, die belesen sind und besser argumentieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich ist das bei uns in gewisser Weise auch so. Die &#8222;alten&#8220; Redakteurinnen fl\u00f6\u00dfen den jungen auch Respekt ein, aber es ist ein anderes Klima, w\u00fcrde ich sagen. In dem es eben m\u00f6glich ist, dass sie lernen, sich zu behaupten und ihre Dinge einzubringen. Da haben die <em>an.schl\u00e4ge<\/em> sicher viel auf den Weg gebracht. Es gibt viele Frauen, die \u00fcber die <em>an.schl\u00e4ge<\/em> zum Journalismus gekommen sind und jetzt bei Tageszeitungen, beim ORF oder anderen gro\u00dfen Medien arbeiten. Oder auch in autonomen Zusammenh\u00e4ngen oder in Frauenprojekten geblieben sind, aber trotzdem wichtige Kompetenzen durchs feministische Zeitungsmachen erlangt haben.<\/p>\n<p><strong>GWR: Eure Themen sind sehr unterschiedlich. In der neuesten Ausgabe z.B. habt Ihr einen Schwerpunkt &#8222;PornRevolution&#8220;. Was ist darunter zu verstehen?<\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Lea:<\/em><\/strong> Das war ein Themenschwerpunkt, der sich mehr oder weniger aus der von der <em>EMMA<\/em> aufgeworfenen Debatte ergeben hat. Die <em>EMMA<\/em> hat mittlerweile die dritte PorNO-Kampagne gestartet. Wir haben im Heft eine Diskussionsrubrik, die &#8222;an.sage&#8220;, in der zwei Frauen ein bestimmtes Thema m\u00f6glichst kontrovers diskutieren.<\/p>\n<p>Wir haben Alice Schwarzer um einen Kommentar zur PorNO-Kampagne gebeten, den sie uns allerdings versagt hat. In der Folge haben wir die Diskussion \u00fcber diese Kampagne bzw. \u00fcber Pornographie insgesamt weitergef\u00fchrt. Das war in dieser Ausgabe ein Beitrag \u00fcber das Pornfilmfestival in Berlin, bei dem erotische Filme von Lesben, queere Erotika, k\u00fcnstlerische Pornos gezeigt wurden. Der zweite Bericht war ein Interview mit der feministischen Filmemacherin Nana Swiczinsky, die jetzt ihren ersten lesbischen Porno gedreht hat. Ganz allgemein ging es darum, die Frage zu kl\u00e4ren, ob es tats\u00e4chlich so ist, dass Pornographie per se Gewalt ist, wie die <em>EMMA<\/em> das behauptet. Das ist ja eine lange Debatte im Feminismus, und die <em>EMMA<\/em> tut wie immer so, als h\u00e4tte es diese Debatte nie gegeben, sondern nur eine feministische Wahrheit. Dem ist nicht so.<\/p>\n<p>Das K\u00f6rperthema war immer schon sehr wichtig im Feminismus. F\u00fcr Feministinnen ist es wichtig, sich den eigenen K\u00f6rper, die eigene Lust, die eigene Sexualit\u00e4t zur\u00fcckzuerobern. Das beginnt mit der Abtreibungskampagne und &#8222;Mein Bauch geh\u00f6rt mir&#8220;, geht \u00fcber Frauengesundheit und endet jetzt bei queeren K\u00f6rperentw\u00fcrfen und der Forderung, den K\u00f6rper selbst definieren zu d\u00fcrfen und ihn eben auch geschlechtlich uneindeutig zu definieren.<\/p>\n<p>In dieser Tradition denke ich, dass es richtig und gut ist, dass sich Feministinnen nun auch diesen Sektor aneignen, dass sie im Zuge dieser R\u00fcckeroberung der eigenen Lust und der eigenen Sexualit\u00e4t auch eigene Bilder entwerfen. Es ist ja nicht grunds\u00e4tzlich verwerflich, lustvolle Bilder zu schaffen. Im Gegenteil, es ist wichtig, dass es eine feministische Antwort gibt auf Malestream-Porno, mit all dem Ekeligen, was da stattfindet. Das bestreiten wir gar nicht, dass das, was unter &#8222;Porno&#8220; firmiert, oft Gewaltdarstellungen sind, dass Frauen dort oft entw\u00fcrdigt werden etc.<\/p>\n<p>Aber gerade deshalb ist es wichtig, dass Feministinnen ihre Gegenentw\u00fcrfe schaffen.<\/p>\n<p><strong>GWR: In dem Sammelband &#8222;Hot topics &#8211; Popfeminismus heute&#8220; geht es u.a. auch um Pornografie und Feminismus. Wie beurteilst Du diese Konzeption eines Feminismus, der sich sozusagen an eine jugendliche oder junge Popszene anschmiegt?<\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Lea:<\/em><\/strong> Es geht beim Popfeminismus nicht darum, junge Frauen anzusprechen und ihnen Feminismus schmackhaft zu machen, sondern es geht um eine Analyse von Popkultur und um die Frage, was Popkultur mit Unterdr\u00fcckung zu tun hat.<\/p>\n<p>Nebenbei bemerkt finde ich es auch o.k., die jungen Frauen manchmal da abzuholen, wo sie sind. Ein bisschen stylischer zu werden, um Frauen, die sonst gr\u00f6\u00dfere Ber\u00fchrungs\u00e4ngste h\u00e4tten, vielleicht auch anzulocken.<\/p>\n<p>Aber Popfeminismus ist ja kein oberfl\u00e4chlicher Feminismus, sondern einer, der sich die Frage stellt, wie kulturelle Repr\u00e4sentationen die Unterdr\u00fcckung von Frauen fortschreiben.<\/p>\n<p>Es war sehr wichtig, dass Feministinnen eine Analyse von Popkultur vorgenommen und gezeigt haben, dass sich z.B. in der Musik, im Fernsehen und in der Werbung Geschlechterbilder manifestieren und dass ihnen eine gro\u00dfe Rolle dabei zukommt, wenn es darum geht, solche Machtverh\u00e4ltnisse zu stabilisieren. Insofern finde ich es toll, dass es so etwas gibt wie die Zeitschrift <em>FIBER<\/em>, ein feministisches Magazin, das sich nur mit Popkultur besch\u00e4ftigt. Das spricht f\u00fcr die feministische Vielfalt, dass so etwas nebeneinander m\u00f6glich sein kann.<\/p>\n<p><strong>GWR: Eine der erfolgreichsten Initiativen in Deutschland war die von Alice Schwarzer und <em>EMMA<\/em> initiierte &#8222;Frauen zum Bund&#8220; &#8211; Kampagne. Heute tragen sowohl M\u00e4nner als auch Frauen den olivgr\u00fcnen M\u00f6rderkittel der Bundeswehr.<\/strong><\/p>\n<p><strong>W\u00e4re es nicht sinnvoller, eine antimilitaristische Kampagne f\u00fcr die Abschaffung des Milit\u00e4rs zu machen, anstatt ihm neue, diesmal weibliche Mordfachkr\u00e4fte zuzusteuern? Wie siehst Du diese &#8222;Frauen zum Bund&#8220;-Kampagne?<\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Lea:<\/em><\/strong> Furchtbar. Bl\u00f6d. Ich bin grunds\u00e4tzlich Pazifistin und deshalb gegen jede Form der Militarisierung, egal ob die jetzt weiblich oder m\u00e4nnlich ist. Aber das ist eine grunds\u00e4tzlich falsche Argumentation vieler so genannter Gleichheitsfeministinnen, zu sagen: &#8222;Wenn man f\u00fcr Gleichberechtigung ist, dann muss man konsequenter Weise fordern, dass Frauen in allen Bereichen \u00fcberall und ausnahmslos das Gleiche machen k\u00f6nnen.&#8220; Das ist Quatsch, ich muss nicht jeden Schei\u00df machen. Feminismus bedeutet f\u00fcr mich eben gerade nicht, dass ich Frauen ins bestehende System reinreklamiere, sondern dass ich mich immer frage, was das System damit zu tun hat, dass Frauen in der beschissenen Lage sind, in der sie sich befinden. Ich glaube nicht, dass es funktioniert, dass ich erst Partizipation fordere und dann die Revolution mache.<\/p>\n<p>Das hat sich ja auch mehrfach gezeigt, dass das der falsche Weg ist. Das muss, um es salopp zu sagen, in einem Aufwasch passieren.<\/p>\n<p>Aber es gibt noch einen vielleicht nicht unwichtigen Aspekt, warum die K\u00e4mpferin oder die bewaffnete Frau auf viele Feministinnen eine gewisse Faszination aus\u00fcbt. Einmal gibt es das Klischee vom friedfertigen weiblichen Wesen, gegen das sich Frauen damit sicherlich wehren wollten. Und dann ist es auch nachvollziehbar, dass eine Gruppe, die immer unterschiedlichen Gewalterfahrungen ausgesetzt war, die wehrhafte Rebellin irgendwie auch toll findet, um aus der passiven Opferrolle herauszukommen. Der K\u00e4mpfer ist au\u00dferdem eine der letzten m\u00e4nnlichen Bastionen, symbolisch gesehen, Frauen hatten keinen Che oder \u00e4hnliches. Vielleicht gibt es deshalb diese Sehnsucht nach einer Heldin, die sich zu wehren wei\u00df, notfalls eben auch mit Waffengewalt.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df, dass mich Gioconda Belli immer fasziniert hat, auch ihre Schilderung, wie sie auf Kuba schie\u00dfen lernt. Das jetzt aber nur als Erkl\u00e4rung, warum das m\u00f6glicherweise f\u00fcr viele Feministinnen doch eine Option ist oder etwas, das sie zumindest reizvoll finden. Keineswegs ein Pl\u00e4doyer f\u00fcr einen weiblichen Rambo.<\/p>\n<p><strong>GWR: Stichwort: Gleichheitsfeminismus. <em>EMMA<\/em> hat eine Auflage von 50.000. Sie ist in Deutschland die erfolgreichste feministische Zeitschrift, w\u00e4hrend die <em>an.schl\u00e4ge<\/em>, die den Feminismus auch mit Gesellschaftskritik und der Systemfrage verbindet, eher am Rande der medialen Wahrnehmung krebst. Ist die Frauenbewegung nur dort erfolgreich, wo sie die Klassengesellschaft bzw. das staatliche System nicht infrage stellt?<\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Lea:<\/em><\/strong> Was hei\u00dft erfolgreich? Auflagenst\u00e4rke? Wenn ja, stimmt die These wohl. Aber das ist f\u00fcr mich kein Feminismus. Im Gegenteil. F\u00fcr mich ist etwas, das den Namen Feminismus verdient, nicht etwas, das sich rein auf die Forderung nach Inklusion ins Bestehende beschr\u00e4nkt, sondern es muss die Regeln dieser Inklusion und Exklusion immer auch in Frage stellen.<\/p>\n<p>Deswegen ist es umso schlimmer, dass die <em>EMMA<\/em> als DAS feministische Paradebeispiel wahrgenommen wird, denn eigentlich haben Feministinnen immer die Regeln in Frage gestellt, ganz egal, wo sie angesetzt haben. Sie haben sich selten damit begn\u00fcgt, zu sagen &#8222;wir wollen jetzt hier mitmischen und wir wollen auch ein St\u00fcck vom Kuchen&#8220;, sondern sie haben letztlich immer eine Fundamentalkritik am gesamten System ge\u00fcbt. Ob das jetzt in der Wissenschaft war, wo es eben auch nicht darauf hinauslief, dass Frauen nur Lehrst\u00fchle gefordert haben und auch einen Nobelpreis wollten. Sondern sie haben kritisiert, wie z.B. die Geschichtswissenschaften funktionieren. Sie haben die Objektivit\u00e4t von Wissenschaft in Frage gestellt, sie haben gezeigt, dass Forschung immer positioniert ist usw. Bei der Gesellschaftskritik war es letztlich genauso, aber da hatten sie wieder die Doppelbelastung, dass sie, wenn sie sich linker Gesellschafts- und Staatskritik angeschlossen haben, gleichzeitig aufpassen mussten, nicht wieder zum &#8222;Nebenwiderspruch&#8220; degradiert wurden.<\/p>\n<p><strong>GWR: Es gibt ja auch einen sozialdemokratischen, feministischen Diskurs, der in den Gewerkschaftskreisen verbreitet ist, \u00e1 la &#8222;Gleichberechtigung bedeutet, dass alle gleiche L\u00f6hne bekommen.&#8220; Wie verh\u00e4lt sich die <em>an.schl\u00e4ge<\/em>, wie verh\u00e4ltst Du dich pers\u00f6nlich zu solchen Forderungen?<\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Lea:<\/em><\/strong> Ich finde, dass die \u00f6konomische Unabh\u00e4ngigkeit ein zentraler Punkt ist. Dass Frauen ihr eigenes Geld haben, ist die Voraussetzung f\u00fcr alles weitere. Das f\u00e4ngt damit an, dass es wesentlich leichter ist, einen pr\u00fcgelnden Ehemann zu verlassen, wenn ich nicht finanziell von ihm abh\u00e4ngig bin. Und das h\u00f6rt damit auf, dass ich mir feministisches Engagement nur leisten kann, wenn ich nicht st\u00e4ndig meine ganze Kraft in die eigene Existenzsicherung stecken muss. Deswegen ist die Forderung nach gleichem Lohn wichtig. Aber wenn die Forderung nach Gleichberechtigung beim Lohn schon wieder aufh\u00f6rt, ist das nat\u00fcrlich erb\u00e4rmlich.<\/p>\n<p>Da gibt es noch eine Menge weiterer Dinge, die anstehen.<\/p>\n<p>In kommunistischen Staaten ging das ja durchaus Hand in Hand, dass Frauen teilweise im Beruf gleichgestellt waren, das Gleiche verdient haben, und dann trotzdem zu Hause weiterhin den Macker sitzen hatten, der ihnen sagte, wo es lang geht, und sie trotzdem f\u00fcr die Reproduktionsarbeit alleine zust\u00e4ndig waren. Da muss schon noch etwas folgen. Und da schlie\u00dft sich wieder die notwendige Systemkritik an. Ich denke, Feministinnen sind z. B. aufgefordert, Neoliberalismus feministisch zu analysieren und zu kritisieren. Aber das tun sie auch. Gerade hat Frigga Haug eine Debatte \u00fcber das Verh\u00e4ltnis von Feminismus und Neoliberalismus losgetreten. Vor kurzem ist auch im Unrast Verlag ein Buch erschienen, in dem es dezidiert um feministische und queere Kritiken am Neoliberalismus geht.<\/p>\n<p><strong>GWR: Der Feminismus in Deutschland wird vor allem durch die Zeitung <em>EMMA<\/em> wahrgenommen, jetzt im Moment vor allem durch die <em>BILD<\/em>zeitungsverk\u00e4uferin Alice Schwarzer, die an jeder Bushaltestelle zu sehen ist mit &#8222;BILD dir deine Meinung&#8220;. Andere feministische bzw. pro-feministische Projekte, die eher eine emanzipatorische Entwicklung anstreben, also nicht nur auf Gleichberechtigung, sondern vielleicht sogar auf einen freiheitlich-sozialistischen Wandel setzen, sind im Gegensatz dazu eher in Nischen zu finden und kommen im herrschenden Diskurs so gut wie gar nicht vor. Hast Du daf\u00fcr eine Erkl\u00e4rung? <\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Lea:<\/em><\/strong> Sie kommen vor, sie sind sogar die Mehrheit. Sie werden nicht wahrgenommen. Das ist das Problem. Ich denke, die meisten feministischen Projekte k\u00e4mpfen f\u00fcr mehr als f\u00fcr &#8222;gleichen Lohn f\u00fcr gleiche Arbeit&#8220; etc. Da ist die <em>EMMA<\/em> das Negativbeispiel, das ungl\u00fccklicherweise so im Rampenlicht steht. Das hat einerseits mit der Politik der <em>EMMA<\/em> selbst zu tun, mit der Personalisierung durch Alice Schwarzer. Andererseits aber auch damit, dass die Medien scheinbar genau so etwas wollen, dass es keinen Modus gibt, mit dem Medien andere Formen von Feminismen aufgreifen. Da braucht es anscheinend ein Zugpferd, das ein knackiges Zitat liefert. Das ist ja ungl\u00fccklicherweise nicht nur in Deutschland so. Selbst in \u00d6sterreich bedeutet Feminismus Alice Schwarzer und die feministische Zeitung ist <em>EMMA<\/em>. Das ist furchtbar.<\/p>\n<p>Da gibt es ein bezeichnendes Beispiel von den <em>FIBER<\/em>-Frauen. <em>FIBER<\/em>, die Zeitschrift, die ich vorhin schon erw\u00e4hnt habe, hat ein Festival organisiert, bei dem sie sich weiblichem Musikschaffen gewidmet hat. Es gab Konzerte, Filme und Diskussionen. Sie haben es geschafft, eine relativ gute Pressearbeit zu machen, auch der ORF, also das staatliche Fernsehen, kam mit einer Interviewanfrage.<\/p>\n<p>Die Angefragte hat gesagt, sie muss sich noch mal mit den anderen beraten, weil sie ein Kollektiv sind und abkl\u00e4ren m\u00f6chten, wer was wozu sagt. Daraufhin wurde sie von dem Redakteur angeschnauzt, dass sie total kompliziert sei und dass es dann auch kein Wunder sei, dass sie nirgendwo vorkommen, wenn sie sich so zieren und so ein Theater machen. Das ist ein gutes Beispiel, weil es zeigt, dass es tats\u00e4chlich nicht m\u00f6glich ist, eine andere Form der Kommunikation zu praktizieren und damit trotzdem Erfolg zu haben und geh\u00f6rt zu werden. Ich sitze jetzt hier und rede f\u00fcr die <em>an.schl\u00e4ge<\/em>. Uns ist klar, dass wir Sprecherinnen brauchen, weil es uns handlungsf\u00e4hig und sichtbar macht. Aber ich spreche jetzt hier nicht und sage, das ist mein Wort und das hat absolutes Gewicht und daneben gibt es nichts.<\/p>\n<p>Andere <em>an.schl\u00e4ge<\/em>-Frauen repr\u00e4sentieren in anderen Zusammenh\u00e4ngen die <em>an.schl\u00e4ge<\/em> und haben andere Ansichten. Das halten wir aus und das halten wir f\u00fcr wichtig.<\/p>\n<p><strong>GWR: Es gibt verschiedene soziale Bewegungen. Eine soziale Bewegung, die derzeit eher in einer Nische zu finden ist, ist der Anarchismus, der f\u00fcr eine herrschaftsfreie Gesellschaft eintritt, f\u00fcr ein menschengerechtes Leben f\u00fcr alle, f\u00fcr Selbstorganisation und Selbstverwaltung in allen Lebensbereichen. Siehst Du eine Verkn\u00fcpfung von Anarchismus und Feminismus? Was h\u00e4ltst du vom Anarchafeminismus?<\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Lea:<\/em><\/strong> Ich wei\u00df nicht, ob ich mich jetzt bei euch unbeliebt mache, aber die Anarchafeministinnen sind in Wien und auch in der Szene sonst fast unterhalb der Wahrnehmungsgrenze. In Wien hat sich, glaube ich, unl\u00e4ngst eine kleine anarchafeministische Gruppe gebildet, aber wir stehen mit denen nicht im Austausch. Es kann sein, dass die tolle Sachen machen und dass es spannend w\u00e4re, da zu kooperieren, aber sie sind irgendwie verschwunden aus der aktiven feministischen Szene. Von daher kann ich da leider kaum etwas Qualifiziertes zu sagen. Ich kann aber sagen, dass ich es gut finde, dass es unter den Anarchistinnen Feministinnen gibt, weil das nat\u00fcrlich immer gut ist.<\/p>\n<p><strong>GWR: Was w\u00fcnscht Du dir f\u00fcr die Zukunft? F\u00fcr den Feminismus? F\u00fcr Deine Zeitung? F\u00fcr alles?<\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Lea:<\/em><\/strong> Allgemein nat\u00fcrlich die feministische Weltrevolution, langfristig. Mittelfristig w\u00e4re ich auch mit ein paar neuen Abos gl\u00fccklich. Ich w\u00fcnsche mir neue Leserinnen und vor allem auch Leser. Das ist mir wichtig zu sagen, dass wir ein feministisches Magazin sind und kein Frauenmagazin, und dass wir das toll f\u00e4nden, wenn wir auch von M\u00e4nnern gelesen werden w\u00fcrden.<\/p>\n<p><strong>GWR: Dankesch\u00f6n f\u00fcr das Interview und die tolle Zeitung.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Graswurzelrevolution: Der Weltfrauentag bzw. International Women&#8217;s Day wird weltweit von Frauenorganisationen begangen. Er entstand im Kampf um die Gleichberechtigung f\u00fcr Frauen. Heute ist umstritten, auf welche Traditionen sich der Gedenktag bezieht. Am 8. M\u00e4rz 1917 begannen Textilarbeiterinnen in Petrograd mit der &#8222;Februarrevolution&#8220;, die den Sturz des Zaren und die Umw\u00e4lzung in Russland einleiten sollte. Auch &hellip; <a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2008\/03\/feminismus-heute\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"slim_seo":{"title":"Feminismus heute - graswurzelrevolution","description":"Graswurzelrevolution: Der Weltfrauentag bzw. International Women's Day wird weltweit von Frauenorganisationen begangen. 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