{"id":8967,"date":"2008-10-01T00:00:55","date_gmt":"2008-09-30T22:00:55","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/?p=8967"},"modified":"2022-07-26T14:14:45","modified_gmt":"2022-07-26T12:14:45","slug":"streik-als-mittel-des-zivilen-ungehorsams","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2008\/10\/streik-als-mittel-des-zivilen-ungehorsams\/","title":{"rendered":"Streik als Mittel des Zivilen Ungehorsams"},"content":{"rendered":"<p><b>Graswurzelrevolution: Wie seid ihr auf die Idee gekommen,                 ein Streik-Buch zu machen? <\/b><\/p>\n<p><i>Matthias Seiffert (MS):<\/i> 2005 hatten wir eine Serie gleichen                 Namens &#8211; &#8218;Die gro\u00dfen Streiks&#8216; &#8211; in der anarchosyndikalistischen                 &#8218;Direkten Aktion&#8216; ver\u00f6ffentlicht. <\/p>\n<p>Der Ansto\u00df dazu war, dass damals diskutiert wurde, ob der Streik                 sich \u00fcberholt h\u00e4tte &#8211; er sei &#8218;unzeitgem\u00e4\u00df&#8216;. <\/p>\n<p>Das kam uns merkw\u00fcrdig vor. Wir recherchierten \u00fcber das Thema                 und stellten fest, dass es stiefm\u00fctterlich behandelt wird und                 dass das Bild, Streik sei etwas Langweiliges, wo es nur um Lohnauseinandersetzungen                 geht, weit verbreitet ist. Wir entdeckten, dass Streiks eine gr\u00f6\u00dfere                 Dimension haben.<\/p>\n<p><i>Holger Marcks (HM):<\/i> Die Resonanz auf die Serie war gut,                 daraus entwickelte sich die Idee. Wir entwickelten ein Konzept                 daf\u00fcr und meldeten uns beim Unrast-Verlag. Er hat sich durch gute                 B\u00fccher ausgezeichnet. Wir wollten unser Scherflein dazu beitragen.<\/p>\n<p><b>GWR: Ihr habt ein Spektrum von elf Streiks von 1905 bis 1995                 vorgestellt, von den USA \u00fcber Argentinien bis Europa. Gibt es                 Gemeinsamkeiten, einen schwarz-roten Faden, der die Streiks miteinander                 verbindet?<\/b><\/p>\n<p><i>MS:<\/i> Wir wollten die Bandbreite von Streiks aufzeigen,                 aber das ist es auch, was sie miteinander verbindet: Wir zeigen,                 was alles mit Streiks m\u00f6glich ist, aber auch, welche Fehler m\u00f6glich                 sind, worum es in Streiks gehen kann. Der Streik in S\u00fcdafrika                 1976 (S. 153-171) etwa ist ein klassischer &#8218;politischer&#8216; Streik,                 es gibt Streiks von internationalem Charakter usw. <\/p>\n<p><i>HM: <\/i>Ein roter Faden besteht darin, dass die Dynamik von                 Streiks sich aus der konkreten Interessenlage von ArbeiterInnen                 entwickelt. <\/p>\n<p>Wir wollen zeigen, dass es Strukturen gibt, gerade von ArbeiterInnenorganisationen,                 die entweder dieser Dynamik gerecht werden oder aber diese verebben                 lassen.<\/p>\n<p><i>MS: <\/i>Ein anderer Punkt, der alle vorgestellten Streiks                 miteinander verbindet, ist, dass bei vielen die Machtfrage gestellt                 wird, auch wenn sich nicht alle ProtagonistInnen dessen bewusst                 sind. Oft erkl\u00e4rt das, warum ein Streik gescheitert ist.<\/p>\n<p><b>GWR: Nach welchen Kriterien habt ihr die Streiks ausgesucht?<\/b><\/p>\n<p><i>HM: <\/i>Grundlegend darf man den Titel &#8218;Die gro\u00dfen Streiks&#8216;                 nicht so verstehen, dass wir eine Hitliste der gr\u00f6\u00dften Streiks                 der Weltgeschichte gesammelt h\u00e4tten. Es gibt Hunderte, die das                 Pr\u00e4dikat &#8218;gro\u00df&#8216; verdient haben. Die Streiks, die wir ausgew\u00e4hlt                 haben, stehen exemplarisch f\u00fcr bestimmte Phasen der ArbeiterInnenbewegung                 in einer bestimmten Region oder f\u00fcr bestimmte Streikformen. Wir                 haben bewusst Streiks ausgeklammert, die von Weltruhm sind und                 zu denen entsprechend Literatur vorliegt. Stattdessen wollten                 wir uns Streiks zuwenden, die in Vergessenheit geraten sind. Vor                 allem wollen wir dazu anregen, sich mit der eigenen Situation                 zu besch\u00e4ftigen und Lektionen aus der Geschichte zu ziehen. <\/p>\n<p><b>GWR: Als Beispiele aus Deutschland beschreiben die AutorInnen                 den Ruhrkampf 1919\/1920 (S. 33-46) und die Hungerm\u00e4rsche 1946\/47                 (S. 103-115). <\/b><\/p>\n<p><b>Welche Konsequenzen sind daraus zu ziehen?<\/b><\/p>\n<p><i>HM: <\/i>Das Beispiel der Ruhrgebietsstreiks 1919 ist ein herausragendes                 in der Geschichte der deutschen ArbeiterInnenbewegung, das in                 Vergessenheit geraten ist. Wir werden oft darauf angesprochen,                 ob wir nicht den Generalstreik gegen den Kapp-Putsch 1920 meinen,                 der vielen pr\u00e4sent ist. Nein, den meinen wir nicht. Wir meinen                 eine 1919 eigenst\u00e4ndig agierende Bewegung, die ein sch\u00f6nes Beispiel                 in der deutschen Geschichte ist, wie ArbeiterInnen sich gegen                 ein entm\u00fcndigendes sozialdemokratisches Gewerkschaftsmodell emanzipieren                 k\u00f6nnen und Politik und Kampf auf eigene Faust machen. <\/p>\n<p><i>MS: <\/i>Vergessen ist auch die Streikbewegung von 1946 bis                 1948. Was viele kaum glauben, ist, dass dieser Streik eine ernsthafte                 Entnazifizierung in der Wirtschaft forderte. Viele haben das Bild,                 die deutsche ArbeiterInnenschaft w\u00e4re durch und durch braun gewesen.                 Dem ist jedoch nicht so gewesen. Es hat auch im Dritten Reich                 zahlreiche Streiks gegeben, was kaum bekannt ist. Man kann sich                 nun nicht vorstellen, dass die ArbeiterInnen 1946 allein davon                 ablenken wollten, dass sie alle Dreck am Stecken gehabt h\u00e4tten.                 Es war eine Massenbewegung, in der gerade heimgekehrte AntifaschistInnen                 eine herausragende Rolle gespielt haben als InitiatorInnen, die                 in den Betrieben mobilisiert haben.<\/p>\n<p>Es ist erstaunlich, wie sich der, mit Unterst\u00fctzung der West-Alliierten                 gegr\u00fcndete DGB in dieser Situation verhalten hat. Von Anfang an                 bekam er die Aufgabe, diese Streikbewegung zu befrieden und in                 Zukunft Sorge daf\u00fcr zu tragen, dass die deutsche ArbeiterInnenschaft                 sich nicht radikalisiert oder &#8218;kommunistisch&#8216; w\u00fcrde. Die Behauptung                 des DGB, er sei als Konsequenz aus dem Fehlverhalten der SozialdemokratInnen                 und KommunistInnen bei der Machtergreifung der Nazis entstanden,                 ist dreist. Dass sie deshalb eine Einheitsgewerkschaft gegr\u00fcndet                 h\u00e4tten, ist Augenwischerei. Die Einheitsgewerkschaft DGB bedeutet                 vor allem, dass es keine politische Gewerkschaft mehr gibt und                 Politik nur noch Sache der Parteien ist. Dadurch wird keine antifaschistische                 &#8218;Arbeitereinheitsfront&#8216; geschaffen, sondern im Gegenteil die Entm\u00fcndigung                 der ArbeiterInnen. <\/p>\n<p><b>GWR: Was macht einen Streik zum Streik?<\/b><\/p>\n<p><i>MS: <\/i>Das ist eine philosophische Frage. Lohnstreiks sind                 auch Streiks, aber sie sind in Deutschland derartig ritualisiert                 und juristisch eingebunden, dass sie kaum noch etwas damit zu                 tun haben, was ein Streik eigentlich sein sollte. Ich glaube,                 dass es da Zusammenh\u00e4nge mit dem Aufbau des DGB gibt, wie Gewerkschaften                 in das politische, juristische und \u00f6konomische System eingebunden                 sind: dass gerade den streikenden ArbeiterInnen die politische                 Dimension entzogen werden soll, dass die politische Machtfrage                 nicht mehr aufgeworfen werden soll. Was einen Streik zum Streik                 macht, ist die Dimension, dass es um Macht geht, ohne dass es                 bewaffnete Auseinandersetzungen sind. Es kommt zu Konflikten,                 die die Frage aufwerfen: Wer hat hier das Sagen: die Unternehmer,                 der Staat oder die ArbeiterInnen?<\/p>\n<p><i>HM: <\/i>Wir betrachten den Komplex Streik weniger aus einer                 theoretischen Ebene, man darf den Streik nicht zu sehr in ein                 definitorisches oder theoretisches Korsett zw\u00e4ngen.<\/p>\n<p>F\u00fcr uns ist ein Streik das Mittel der ArbeiterInnenklasse, sich                 f\u00fcr ihre Probleme Geh\u00f6r zu verschaffen, soziale Verbesserungen                 zu erreichen oder wenigstens soziale Verschlechterungen abzuwenden.<\/p>\n<p>Er ist ein Mittel des Zivilen Ungehorsams.<\/p>\n<p><b>GWR: Wo lagen die gr\u00f6\u00dften Erfolge einer ArbeiterInnenbewegung?                 Welche Streiks und Bewegungen haben euch pers\u00f6nlich besonders                 gefallen?<\/b><\/p>\n<p><i>HM: <\/i>Erfolg oder Niederlage ist relativ. Wir haben auch                 Streiks dargestellt, die sich im konkreten historischen Moment                 als Niederlage dargestellt haben, aber teilweise neue Impulse                 gesetzt haben und langfristig historische Z\u00e4suren darstellen,                 z.B. wenn daraus ein neuer Arbeiterkampfzyklus ausgel\u00f6st wurde.                 Bei anderen Streiks wurden die konkreten Forderungen zwar nicht                 durchgesetzt, aber sie f\u00fchrten dazu, dass etablierte Gewerkschaften,                 die vorher erstarrt waren, durch die Bewegung in Zugzwang gerieten                 und ein Reformierungsprozess begann, was auch eine Grundlage sozialer                 Verbesserungen war. Generell haben wir Streiks vorgestellt, die                 zeigen, wo die Ursachen eines Scheiterns einer Streikbewegung                 liegen, die teilweise auch Katastrophen waren, z.B. der Streik                 der Landarbeiter in Patagonien (Argentinien) 1921 (S. 47-62).                 Das ist auch die Geschichte des Versagens einer anarchosyndikalistischen                 Massenorganisation, die nicht begriffen hat, wie hier die Situation                 eskalierte und zur Machtfrage wurde.<\/p>\n<p><i>MS: <\/i>Mir hat bei der Recherche besonders der britische                 Bergarbeiterstreik 1984\/85 (S. 172-190) imponiert, der aber ein                 Fiasko war. Das war der Genickbruch der ArbeiterInnenbewegung                 Britanniens. Aber es ist beeindruckend, wie leidenschaftlich und                 ausdauernd die ArbeiterInnen gek\u00e4mpft haben. <\/p>\n<p>Ich habe mit ZeitzeugInnen gesprochen, die daran teilgenommen                 haben, die sehr offen waren. Der Bergarbeiterstreik der 1980er                 bewegt und spaltet die britische Gesellschaft bis heute, und es                 ist unm\u00f6glich, mit Briten dar\u00fcber zu sprechen, ohne dass es emotional                 wird.<\/p>\n<p><i>HM:<\/i> Die meisten Streiks, die wir behandeln, waren keine                 Erfolge. Genau da wollen wir den Finger in die Wunde legen, da                 wir der \u00dcberzeugung sind, dass sie gescheitert sind, weil die                 Strukturen der ArbeiterInnenorganisationen nicht ad\u00e4quat waren,                 weil diese nicht in der Lage waren, der aus einem Streik entstehenden                 Dynamik gerecht zu werden. W\u00e4ren die von uns vorgestellten Streiks                 erfolgreich gewesen, h\u00e4tten wir heute eine andere historische                 Situation.<\/p>\n<p><i>MS: <\/i>Bei einigen Streiks haben wir festgestellt, dass viel                 mehr m\u00f6glich gewesen w\u00e4re. Da hat sich ein Zeitfenster aufgetan                 und in diesem war eine Chance da, die niemand ergriffen hat. Z.B.                 beim Generalstreik 1936 in Frankreich (S. 63-79), der eigentlich                 ein erfolgreicher Streik war, denn er hat dazu gef\u00fchrt, dass weltweit                 erstmals bezahlter Urlaub gesetzlich eingef\u00fchrt wurde. <\/p>\n<p><b>GWR: In Sachen Streik hat sich auch hier etwas getan. Alle                 haben den Streik der GDL bei der Deutschen Bahn in Erinnerung.                 Es gab spektakul\u00e4re Streiks wie die Besetzung der Fahrradfabrik                 Bike Systems in Nordhausen, deren ArbeiterInnen einen Selbstverwaltungsversuch                 begonnen haben (vgl. GWR 323); der zweitl\u00e4ngste Streik der bundesdeutschen                 Geschichte beim Flughafen-Caterer Gate Gourmet in D\u00fcsseldorf,                 der &#8218;wilde Streik&#8216; bei Opel Bochum oder der Streik bei den Bosch-Siemens-Haushaltsger\u00e4tewerken                 in Berlin. K\u00f6nnen die LeserInnen eures Buches aus diesem Konsequenzen                 f\u00fcr das heutige Streikgeschehen ziehen?<\/b><\/p>\n<p><i>MS: <\/i>Jeder Streik zeigt Lehren auf, die man daraus ziehen                 kann. Sei es, was Organisationsformen betrifft, was Methoden betrifft,                 sei es, dass man sich vorher einen Plan zurechtlegt. Bei dem j\u00fcngsten                 Streik von ver.di in Berlin im \u00d6ffentlichen Nahverkehr, bei der                 BVG, habe ich den Eindruck, dass man gar nicht daran gedacht hat,                 dass der Arbeitgeber auch sagen kann &#8218;N\u00f6, machn wa nich&#8216;. Gehn                 wa nich drauf ein. Streikt ma sch\u00f6n weita, wa&#8216;. Und dann waren                 sie ratlos. Es gab keinen Plan B &#8211; das ist dilettantisch. ver.di                 will eine moderne Gewerkschaft sein und sie haben es verlernt,                 richtig zu streiken. Die sollten sich dieses Buch mal kaufen.<\/p>\n<p><i>HM: <\/i>Die Idee des Buches entstand gerade vor dem Hintergrund,                 dass die deutsche Gewerkschaftslandschaft so arm war an alternativen                 Ideen, was Streik und Protestkultur bedeuten k\u00f6nnten. Da ist mittlerweile                 auch durch die benannten Streiks etwas aufgebrochen. Die haben                 Impulse in soziale und ArbeiterInnenk\u00e4mpfe gebracht, auch und                 gerade jenseits des DGB, und diesen unter Zugzwang gesetzt. Wir                 zeigen Beispiele auf, die typisch f\u00fcr eine solche Situation sind,                 die sich in der Geschichte \u00f6fter wiederholt hat. Z.B. bei dem                 Streik von McKees Rocks 1909 in den USA (S. 15-31), wo mit der                 IWW (Industrial Workers of the World) eine Gewerkschaft jenseits                 des gro\u00dfen Gewerkschaftsapparates der AFL (American Federation                 of Labour) die B\u00fchne betrat und eine neue Streikkultur entwickelte,                 die auch den Apparat der AFL unter Zugzwang und damit die Grundlage                 f\u00fcr Verbesserungen in den USA setzte. Genauso wie die autonomen                 Organisierungsversuche im Hei\u00dfen Herbst 1969 in Italien (S. 134-152),                 die einen Reformierungsprozess der etablierten und erstarrten                 Gewerkschaften zur Folge hatten. Eine Situation, die mit der momentanen                 in Deutschland vergleichbar ist, wo es m\u00f6glich werden k\u00f6nnte,                 auch jenseits des DGB-Mainstreams gewerkschaftliche Strukturen                 zu etablieren.<\/p>\n<p><b>GWR: Eine Frage zum Untertitel &#8218;Episoden aus dem Klassenkampf&#8216;:                 In Zeiten der Globalisierung wird behauptet, dass Klassenkampf                 kein zeitgem\u00e4\u00dfes Konzept w\u00e4re. <\/b><\/p>\n<p><i>MS: <\/i>Das Gegenteil ist der Fall. Klassenkampf findet statt.                 Viele wundern sich, wenn vom &#8218;Klassenkampf von oben&#8216; die Rede                 ist, weil der Begriff missverstanden wird. Klassenkampf bedeutet                 nicht, dass es eine militant organisierte ArbeiterInnenbewegung                 gibt, die auf den Putz haut, sondern eine permanente Auseinandersetzung                 zwischen den Interessen des Kapitals und denen derjenigen, die                 f\u00fcr es arbeiten m\u00fcssen. <\/p>\n<p>Das haben wir in den letzten Jahren gerade in der EU gesehen,                 wo es einen Rollback gab: Sozialabbau, Abbau gewerkschaftlicher                 Rechte, Austritte aus Tarifgemeinschaften und Unternehmerverb\u00e4nden                 mit den Konsequenzen, dass die Reall\u00f6hne sinken, die Arbeitszeit                 verl\u00e4ngert wird, die Zahl der Arbeitslosen steigt.<\/p>\n<p><i>HM:<\/i> Streiks k\u00f6nnen subversive Momente sein, die befl\u00fcgeln.<\/p>\n<p>Das sind K\u00e4mpfe, die aus konkreten Alltagsinteressen entstehen                 und in denen man den Produktionsalltag \u00fcberwindet, gelebte Solidarit\u00e4t                 unter Belegschaften erf\u00e4hrt und wo daher auch ein Bewusstsein                 heranreift. Die Frage ist: Wie k\u00f6nnen sich solche subversiven                 Momente des Streiks in einer Organisation, die in der Lage ist,                 der neoliberalen Offensive entgegenzutreten, verstetigen?<\/p>\n<p><b>GWR: Was muss man tun?<\/b><\/p>\n<p><i>MS: <\/i>Aufh\u00f6ren, den Kopf in den Sand zu stecken. Gerade                 wenn ich an die vielen Leute denke, die von Hartz IV leben, bei                 denen es verbreitet ist, sich depressiv in die eigenen vier W\u00e4nde                 zur\u00fcckzuziehen und damit das Falscheste zu machen, was man tun                 kann. <\/p>\n<p>Der erste Schritt ist, raus auf die Stra\u00dfe zu gehen, Leute suchen,                 die in einer \u00e4hnlichen Situation sind, und gemachte Erfahrungen                 auszutauschen. Dann ergibt sich vieles von selbst.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Graswurzelrevolution: Wie seid ihr auf die Idee gekommen, ein Streik-Buch zu machen? Matthias Seiffert (MS): 2005 hatten wir eine Serie gleichen Namens &#8211; &#8218;Die gro\u00dfen Streiks&#8216; &#8211; in der anarchosyndikalistischen &#8218;Direkten Aktion&#8216; ver\u00f6ffentlicht. Der Ansto\u00df dazu war, dass damals diskutiert wurde, ob der Streik sich \u00fcberholt h\u00e4tte &#8211; er sei &#8218;unzeitgem\u00e4\u00df&#8216;. Das kam uns merkw\u00fcrdig &hellip; <a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2008\/10\/streik-als-mittel-des-zivilen-ungehorsams\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"slim_seo":{"title":"Streik als Mittel des Zivilen Ungehorsams - graswurzelrevolution","description":"Graswurzelrevolution: Wie seid ihr auf die Idee gekommen, ein Streik-Buch zu machen? 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