{"id":8995,"date":"2008-10-01T00:00:58","date_gmt":"2008-09-30T22:00:58","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/?p=8995"},"modified":"2022-07-26T14:14:45","modified_gmt":"2022-07-26T12:14:45","slug":"die-munchner-raterepublik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2008\/10\/die-munchner-raterepublik\/","title":{"rendered":"Die M\u00fcnchner R\u00e4terepublik"},"content":{"rendered":"<p>Die anf\u00e4ngliche Begeisterung, mit der ein Gro\u00dfteil (nicht nur)                 der deutschen Bev\u00f6lkerung den Ersten Weltkrieg 1914 noch begr\u00fc\u00dft                 hatte, wich schon bald einer Ern\u00fcchterung, die gegen Ende des                 Krieges in eine bittere Entt\u00e4uschung umschlug. <\/p>\n<p>Zu der Erfahrung \u00fcber den verlorenen Krieg kam eine sich immer                 weiter verschlechternde Lebensmittelversorgung. <\/p>\n<p>Die schmerzhaften Verluste des Krieges und die missliche Wirtschaftslage                 trugen dazu bei, dass ab dem Winter 1916\/17 immer mehr Menschen                 begannen, sich nach einem schnellen Ende des Krieges zu sehnen.<\/p>\n<h3>Der Januarstreik von 1918<\/h3>\n<p>Inspiriert durch die russische Oktoberrevolution streikten im                 Januar 1918 erstmals \u00fcber eine Million ArbeiterInnen in Deutschland                 f\u00fcr bessere Arbeitsbedingungen, demokratische Reformen und ein                 sofortiges Kriegsende. Der Streik wurde von Mitgliedern der Unabh\u00e4ngigen                 Sozialdemokratischen Partei (USPD) organisiert. Diese hatte sich                 ein Jahr zuvor von der SPD abgespalten und forderte mit ihrer                 radikalpazifistischen Haltung ein sofortiges Kriegsende. <\/p>\n<p>So streikten in M\u00fcnchen Munitionsarbeiter unter der Leitung von                 Kurt Eisner (USPD). <\/p>\n<p>Der Streik wurde erst durch den Einsatz der Polizei gewaltsam                 beendet. Kurt Eisner wurde zu einer Gef\u00e4ngnisstrafe verurteilt,                 und viele Arbeiter, die sich am Streik beteiligt hatten, wurden                 in die Armee eingezogen und zur Strafe an die Front geschickt.<\/p>\n<p>Die Kriegsniederlage war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr aufzuhalten.                 Das Deutsche Kaiserreich stand &#8211; innen- und au\u00dfenpolitisch &#8211; mit                 dem R\u00fccken zur Wand. In seiner Osterbotschaft von 1918 versprach                 Kaiser Wilhelm II. noch demokratische Reformen. Doch es war bereits                 zu sp\u00e4t, und mit dem verlorenen Krieg st\u00fcrzte auch die Monarchie.<\/p>\n<h3>Der Matrosenaufstand in Kiel<\/h3>\n<p>Obwohl die Verhandlungen f\u00fcr einen Waffenstillstand bereits eingeleitet                 waren, sollte die deutsche Marine am 24. Oktober 1918 zu einem                 letzten &#8222;ehrenvollen&#8220; Gefecht auslaufen.<\/p>\n<p>Damit verband die Deutsche Admiralit\u00e4t noch die Hoffnung auf                 eine Entscheidungsschlacht gegen die britische Marine. Die Matrosen                 aber hatten genug vom Krieg und waren nicht bereit, ihr Leben                 bei einer letzten aussichtslosen Seeschlacht aufs Spiel zu setzen.                 Der Befehl zum Auslaufen der Flotte l\u00f6ste zun\u00e4chst vereinzelte                 Meutereien aus und m\u00fcndete schlie\u00dflich in einen weit reichenden                 Matrosenaufstand. <\/p>\n<p>Als am 3. November 1918 in Kiel mehrere tausend Matrosen und                 Arbeiter f\u00fcr die Freilassung ihrer verhafteten Kameraden demonstrierten,                 schoss die Polizei in die Menge und t\u00f6tete dabei 7 Personen. Der                 allgemeine Aufruhr konnte nicht mehr gestoppt werden. Der Protest                 flammte auf. Am darauf folgenden Tag brachten aufst\u00e4ndische Matrosen,                 Arbeiter und Soldaten die \u00f6ffentlichen und milit\u00e4rischen Einrichtungen                 der Stadt unter ihre Kontrolle. <\/p>\n<p>Der Gouverneur der Marinebasis sah sich gezwungen, die inhaftierten                 Matrosen freizulassen. Ausw\u00e4rtige Truppen, die zur Niederschlagung                 der Bewegung anr\u00fcckten, konnten von den Aufst\u00e4ndischen abgefangen                 werden. Sie kehrten entweder um oder schlossen sich der Aufstandsbewegung                 an. Am Abend des 4. November 1918 war Kiel fest in der Hand von                 etwa 40.000 revoltierenden Matrosen, Arbeitern und Soldaten.<\/p>\n<p>Von dort schw\u00e4rmten diese in alle gr\u00f6\u00dferen deutschen St\u00e4dte aus.                 Das Feuer der Revolution breitete sich in Windeseile \u00fcber Deutschland                 aus. <\/p>\n<p>Zuerst erfasste es alle gr\u00f6\u00dferen K\u00fcstenst\u00e4dte, danach Hannover,                 Braunschweig, Frankfurt am Main, M\u00fcnchen und schlie\u00dflich am 9.                 November 1918 Berlin.<\/p>\n<h3>&#8222;Bayern ist fortan ein Freistaat!&#8220;<\/h3>\n<p>In Bayern wurde die revolution\u00e4re Umw\u00e4lzung von dem einige Tage                 zuvor aus dem Gef\u00e4ngnis entlassenen Kurt Eisner angef\u00fchrt. Im                 Anschluss an eine Massenkundgebung auf der Theresienwiese am 7.                 November 1918 bildete sich ein gr\u00f6\u00dfer werdender Demonstrationszug.                 In einer spontanen Aktion wurden zuerst die M\u00fcnchner Kasernen                 und dann das Stadtzentrum besetzt, ohne auf einen nennenswerten                 Widerstand zu sto\u00dfen. <\/p>\n<p>In der Nacht zum 8. November 1918 rief Eisner in der ersten Sitzung                 des neu gebildeten Arbeiter- und Soldatenrates im Math\u00e4serbr\u00e4u                 den &#8222;Freistaat Bayern&#8220; aus und erkl\u00e4rte damit das herrschende                 K\u00f6nigshaus der Wittelsbacher f\u00fcr abgesetzt. Eisner wurde daraufhin                 vom M\u00fcnchner Arbeiter- und Soldatenrat zum ersten Ministerpr\u00e4sidenten                 der neuen bayerischen Republik gew\u00e4hlt und bildete ein erstes                 Regierungskabinett, das sich aus Mitgliedern der USPD und der                 MSPD zusammensetzte. <\/p>\n<p>In den darauf folgenden Tagen und Wochen breitete sich die R\u00e4te-Bewegung                 in beinahe alle Regierungsbezirke Bayerns aus und erreichte auch                 in der Provinz noch die kleinsten Ortschaften.<\/p>\n<p>Eisner war ein pazifistischer Sozialdemokrat j\u00fcdischer Abstammung,                 der w\u00e4hrend des Ersten Weltkriegs innerhalb der SPD als entschiedener                 Krieggegner auftrat und sp\u00e4ter die USPD mitgr\u00fcndete. <\/p>\n<p>Er hegte die Hoffnung, dass ein demokratisches Bayern zu einer                 Keimzelle f\u00fcr ein besseres Deutschland werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>F\u00fcr ihn war der Sozialismus mehr eine moralische denn eine politische                 Forderung, da er diesen als &#8222;Selbstst\u00e4ndigkeit m\u00fcndiger Individuen&#8220;                 verstand. <\/p>\n<p>Der Klassenkampf war f\u00fcr ihn nicht das bestimmende Prinzip der                 Revolution, weshalb er auch die &#8222;Sozialisierung der Produktionsmittel&#8220;                 nicht als vordringlichste Aufgabe der neuen Regierung erachtete.<\/p>\n<p>Sein Ziel war ein geregelter \u00dcbergang zu einer neuen demokratischen                 Ordnung. <\/p>\n<p>Die KommunistInnen sahen deshalb in ihm einen harmlosen B\u00fcrgerschreck.               <\/p>\n<p>F\u00fcr sie war Eisner nur ein Werkzeug der Bourgeoisie.<\/p>\n<p>In der Hoffnung, die Alliierten g\u00fctig zu stimmen und so deren                 harte Waffenstillstandsbedingungen etwas mildern zu k\u00f6nnen, anerkannte                 Eisner in einer \u00f6ffentlichen Erkl\u00e4rung die Alleinschuld der deutschen                 Reichsregierung am Weltkrieg. Eisners Appell stie\u00df jedoch auf                 taube Ohren und machte ihn unter den Deutschnationalen nur noch                 verhasster. <\/p>\n<p>In einer antisemitischen Hetzkampagne wurde er als j\u00fcdischer                 &#8222;Vaterlandsverr\u00e4ter&#8220; verleumdet. <\/p>\n<p>Den durch die Kriegsniederlage in Bedr\u00e4ngnis geratenen rechtskonservativen                 Kr\u00e4ften diente Eisner als optimale Projektionsfl\u00e4che f\u00fcr die von                 ihnen in Umlauf gebrachte &#8222;Dolchsto\u00df-Legende&#8220;.<\/p>\n<h3>R\u00e4te oder Parlament?<\/h3>\n<p>Nach der Novemberrevolution von 1918 stellte sich f\u00fcr die deutsche                 Politik die Frage, welche Stellung die w\u00e4hrend der Revolution                 gebildeten Arbeiter- und Soldatenr\u00e4te k\u00fcnftig im politischen Leben                 einnehmen sollten. Die Frage spitze sich schlie\u00dflich landesweit                 auf die Alternative &#8222;R\u00e4te oder Parlament&#8220; zu. <\/p>\n<p>Dabei machte sich bereits die immer tiefer greifende Spaltung                 zwischen den Sozialdemokraten auf der einen und den Kommunisten                 auf der anderen Seite bemerkbar. Eisner versuchte zu vermitteln                 und schlug f\u00fcr die bayerische Republik eine Kompromissl\u00f6sung vor.                 &#8222;R\u00e4te und Parlament&#8220; lautete sein Vorschlag. Er vermochte jedoch                 keine der beiden Seiten von dem &#8222;gemischten&#8220; System zu \u00fcberzeugen.<\/p>\n<p>Die KommunistInnen, welche in M\u00fcnchen zu diesem Zeitpunkt von                 Max Levien angef\u00fchrt wurden, sowie auch die anarchistischen Intellektuellen                 im Umkreis von Erich M\u00fchsam und Gustav Landauer u.a. standen dem                 neuen Regierungskabinett von Kurt Eisner von Anfang an skeptisch                 gegen\u00fcber.<\/p>\n<p>Als die neue Regierung am 8. November 1918 die Bayerische Republik                 proklamierte, gr\u00fcndeten diese noch am gleichen Tag einen eigenen                 &#8222;Revolution\u00e4ren Arbeiterrat&#8220;, dessen Mitgliederzahl kurzfristig                 auf etwa 50 Personen anwuchs. <\/p>\n<p>Am 30. November 1918 gr\u00fcndete M\u00fchsam zus\u00e4tzlich eine &#8222;Vereinigung                 revolution\u00e4rer Internationalisten&#8220;, welche mit den Aktivit\u00e4ten                 des Spartakusbundes sympathisierte und bestrebt war, auch in M\u00fcnchen                 die Revolution in Richtung Kommunismus vorw\u00e4rts zu treiben.<\/p>\n<p>Auf einer Versammlung am 6. Dezember 1918 kritisierte M\u00fchsam                 scharf die b\u00fcrgerliche Presse und polemisierte gegen den Innenminister                 des neuen Regierungskabinetts und Vorsitzenden der bayerischen                 MSPD, Erhard Auer, dem er vorwarf, mit seiner R\u00e4tefeindlichen                 Politik die Revolution zu sabotieren.<\/p>\n<p>Nach der Versammlung besetzten mehrere hundert Personen die b\u00fcrgerlichen                 Zeitungen M\u00fcnchens, w\u00e4hrend eine kleinere Gruppe zur Privatwohnung                 des Innenministers weiter zog und diesen unter vorgehaltenen Pistolen                 zu seinem R\u00fccktritt aufforderte. <\/p>\n<p>Eisner, der davon Wind bekommen hatte, erschien sofort in Begleitung                 des Stadtkommandanten und des Polizeipr\u00e4sidenten am Tatort und                 versuchte, den Konflikt zu schlichten. Er war darum bem\u00fcht, eine                 Eskalation der Situation zu vermeiden. Schlie\u00dflich gelang es ihm,                 die Gruppe zum R\u00fcckzug zu bewegen.<\/p>\n<p>Erhard Auer war allerdings auch Eisners \u00e4rgster Gegner innerhalb                 der neuen Regierung. <\/p>\n<p>Auer hatte zun\u00e4chst erfolglos versucht, den Januarstreik und                 dann die Revolution zu verhindern. Eisner verd\u00e4chtigte ihn sogar,                 f\u00fcr seine Verhaftung nach dem Januarstreik verantwortlich zu sein.               <\/p>\n<p>Nach der Revolution im November entschied sich Auer erst dann                 f\u00fcr eine Mitarbeit in der Regierung von Eisner, als endg\u00fcltig                 feststand, dass eine gegenrevolution\u00e4re Aktion nicht zustande                 kommen wird. <\/p>\n<p>Die USPD musste in ein B\u00fcndnis mit der MSPD einwilligen, da sie                 selber nicht in der Lage gewesen w\u00e4re, eine eigenst\u00e4ndige Regierung                 zu bilden. <\/p>\n<p>In seinem Amt als Innenminister versuchte Auer gezielt, den Einfluss                 der R\u00e4te zur\u00fcckzudr\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Einem Skandal kam es gleich, als er am 27. Dezember 1918 zusammen                 mit Rudolf Buttmann, dem F\u00fchrer einer Gruppe von Konservativen,                 und Oberst Franz Ritter von Epp, der rechtsextremen Kreisen nahe                 stand, \u00f6ffentlich zur Gr\u00fcndung einer B\u00fcrgerwehr aufrief.<\/p>\n<p>Der Ministerrat konnte Auer dazu bringen, den Aufruf zur\u00fcckzuziehen,                 aber die Aff\u00e4re bedeutete f\u00fcr die Regierung von Eisner einen tiefen                 Einschnitt, durch den sie bei einem gro\u00dfen Teil der M\u00fcnchner ArbeiterInnenschaft                 ihre Glaubw\u00fcrdigkeit endg\u00fcltig verlor.<\/p>\n<h3>Spartakusaufstand in Berlin &#8211; Unruhen in M\u00fcnchen<\/h3>\n<p>Als am 5. Januar 1919 in Berlin der Polizeipr\u00e4sident Emil Eichhorn                 (USPD) durch die Regierung von Friedrich Ebert (SPD) abgesetzt                 wurde, besetzen Arbeiter verschiedene Zeitungsredaktionen, darunter                 auch das Redaktionszentrum der sozialdemokratischen Parteizeitung                 &#8222;Vorw\u00e4rts&#8220;, und errichteten einzelne Barrikaden in den Stra\u00dfen.               <\/p>\n<p>Nach gescheiterten Verhandlungen und um der Ausweitung eines                 Generalstreiks zuvorzukommen, gab Ebert am 8. Januar dem Milit\u00e4r                 den Befehl, den so genannten Spartakusaufstand niederzuschlagen.<\/p>\n<p>Zudem r\u00fcckten am 10. Januar die Freikorps ins Stadtzentrum ein,                 die zuvor von Gustav Noske zusammengezogen wurden. Noske erhielt                 den Oberbefehl \u00fcber die Truppen in Berlin.<\/p>\n<p>Es kam zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen den Spartakisten                 und den vorr\u00fcckenden Freikorps, welche auch nicht vor der Anwendung                 exzessiver Gewalt zur\u00fcckschreckten. <\/p>\n<p>Nachdem am 15. Januar die beiden wichtigsten SpartakistInnen                 und KPD-F\u00fchrerInnen, Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, von Angeh\u00f6rigen                 eines Freikorps gefangen genommen, schwer misshandelt und ermordet                 wurden, brach der Widerstand des Spartakusbundes in Berlin endg\u00fcltig                 zusammen. In M\u00fcnchen kam es w\u00e4hrend des Spartakusaufstands ebenfalls                 zu Unruhen. Nach der offiziellen Gr\u00fcndung der KPD Anfang Januar                 1919 entstand in M\u00fcnchen eine eigene Ortsgruppe. <\/p>\n<p>Auf der ersten Versammlung der Kommunisten am 3. Januar im M\u00fcnchner                 L\u00f6wenbr\u00e4u erschienen etwa 5.000 Personen. Am 7. Januar wurden                 nach einer Protestkundgebung 3 Demonstranten von der Republikanischen                 Schutztruppe erschossen. Am 8. Januar verh\u00e4ngte die Regierung                 Eisner ein allgemeines Demonstrationsverbot. <\/p>\n<p>In der Nacht auf den 10. Januar wurden 10 M\u00e4nner &#8211; darunter M\u00fchsam,                 Landauer, Levien u.a. &#8211; verhaftet. Am n\u00e4chsten Morgen versammelten                 sich trotz des Verbots etwa 4.000 Menschen, um gegen die willk\u00fcrlichen                 Verhaftungen ihrer Kameraden zu protestieren. <\/p>\n<p>Die Gefangenen wurden daraufhin wieder freigelassen. Am Abend                 des gleichen Tages kam es jedoch erneut zu einer Schie\u00dferei mit                 der Republikanischen Schutztruppe, wobei weitere 6 Personen get\u00f6tet                 wurden. <\/p>\n<p>Die Situation in M\u00fcnchen war zu diesem Zeitpunkt \u00e4u\u00dferst angespannt,                 und es brauchte nur noch wenig, um sie vollends zum Explodieren                 zu bringen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die anf\u00e4ngliche Begeisterung, mit der ein Gro\u00dfteil (nicht nur) der deutschen Bev\u00f6lkerung den Ersten Weltkrieg 1914 noch begr\u00fc\u00dft hatte, wich schon bald einer Ern\u00fcchterung, die gegen Ende des Krieges in eine bittere Entt\u00e4uschung umschlug. Zu der Erfahrung \u00fcber den verlorenen Krieg kam eine sich immer weiter verschlechternde Lebensmittelversorgung. 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