{"id":9331,"date":"2009-04-01T00:00:27","date_gmt":"2009-03-31T22:00:27","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/?p=9331"},"modified":"2022-07-26T14:24:11","modified_gmt":"2022-07-26T12:24:11","slug":"den-kreislauf-der-gewalt-beenden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2009\/04\/den-kreislauf-der-gewalt-beenden\/","title":{"rendered":"Den Kreislauf der Gewalt beenden"},"content":{"rendered":"<p>Wenn man die aktuellen Bilder aus dem Gazastreifen sieht, wird man es nicht f\u00fcr m\u00f6glich halten, und doch gibt es ihn: den gewaltfreien Widerstand gegen die nun schon \u00fcber 40 Jahre w\u00e4hrende Besatzung der pal\u00e4stinensischen Gebiete.<\/p>\n<p>Darauf aufmerksam macht das von Sebastian Kalicha herausgegebene Buch <em>Barrieren durchbrechen!<\/em>, das im Oktober 2008 im Verlag Graswurzelrevolution erschienen ist. Auf 277 Seiten sind Beitr\u00e4ge israelischer, pal\u00e4stinensischer und internationaler AktivistInnen versammelt, die den Israel-Pal\u00e4stina-Konflikt von gewaltfreien, antimilitaristischen und libert\u00e4ren Standpunkten aus betrachten und beurteilen. Das Besondere dabei ist, dass ihre gewaltfreien Initiativen nicht losgel\u00f6st voneinander handeln. Es gibt ein kleines, aber dichtes Netzwerk von pal\u00e4stinensischen und israelischen AktivistInnen, die seit einigen Jahren gemeinsam den strikt gewaltfreien Aufstand gegen die israelische Besatzung proben.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen etwas in die Geschichte zur\u00fcckgehen, um zu verstehen, dass gewaltfreie Aktionen im Israel-Pal\u00e4stina-Konflikt eine Tradition haben.<\/p>\n<p>Die Lehren von Mahatma Gandhi und Martin Luther King haben die erste Intifada der Pal\u00e4stinenserInnen beeinflusst.<\/p>\n<p>Die israelische F\u00fchrung war und ist sich bewusst, welche Macht eine gewaltfreie Widerstandsbewegung entwickelt, an der sich nicht nur wenige junge K\u00e4mpfer sondern alle Schichten der Bev\u00f6lkerung beteiligen k\u00f6nnen. Mubarak Awad propagierte bereits 1983 in seiner Schrift &#8222;<em>Nonviolence in the Occupied Territories&#8220;<\/em> den gewaltfreien Widerstand und wurde gleich zu Beginn der ersten Intifada f\u00fcr immer des Landes verwiesen. Er hatte eine Reihe ziviler Widerstandsformen beschrieben, die w\u00e4hrend der ersten Intifada zum Einsatz kamen: Zahlreiche Gemeinden in den pal\u00e4stinensischen Gebieten weigerten sich, Steuern an den israelischen Staat zu bezahlen. Die Pal\u00e4stinenserInnen boykottierten Waren aus Israel und bauten eigene Versorgungsstrukturen auf. Nach Israel selbst sind die besetzten Gebiete bis heute f\u00fcr israelische Konsumwaren der wichtigste Absatzmarkt. Sari Nusseibeh, einer der bedeutendsten Vertreter der pal\u00e4stinensischen Zivilgesellschaft, beschreibt in seiner Biographie &#8222;Es war einmal ein Land&#8220; seine eigene \u00dcberraschung: Wie wenig ein hoch ger\u00fcsteter milit\u00e4rischer Apparat einer voller \u00dcberzeugung gef\u00fchrten gewaltfreien Kampagne zivilen Ungehorsams entgegensetzen kann.<\/p>\n<p>Die erste Intifada f\u00fchrte zu Friedensverhandlungen in Madrid und Oslo, doch die hochgesteckten Erwartungen erf\u00fcllten sich in den 90er Jahren nicht. Trotz gegenteiliger Erkl\u00e4rungen erh\u00f6hte Israel das Tempo beim Ausbau der Siedlungen in den besetzten Gebieten. Die Bewegungsfreiheit der Pal\u00e4stinenserInnen wurde immer mehr eingeschr\u00e4nkt und ihre \u00f6konomische Situation verschlechterte sich dramatisch. Die Gewalt nahm wieder zu. Dabei spielte das Erstarken der islamistischen Bewegung eine Rolle. Die wechselnden israelischen Regierungen hatten in den islamistischen Gruppen die willkommenen Widersacher der s\u00e4kularen NationalistInnen um Arafat gesehen. Bereits zu Beginn der 70er Jahre finanzierte der israelische Milit\u00e4rgouverneur im Gazastreifen die <em>Gemeinde der Muslime aus Jordanien und Pal\u00e4stina<\/em>, aus der die Hamas hervorging, &#8211; als Gegengewicht zur PLO und zu den KommunistInnen. Lange Jahre glaubten die Israelis, den Islam f\u00fcr den Kampf gegen den pal\u00e4stinensischen Nationalismus instrumentalisieren zu k\u00f6nnen, ein &#8222;fataler Irrtum&#8220;, wie Jitzchak Rabin sp\u00e4ter bekannte.<\/p>\n<p>Im September 2000 marschierte Ariel Sharon mit 1.500 schwerbewaffneten Grenzsoldaten zur Al-Aksa-Moschee. W\u00e4hrend einer Rangelei wurde dem rangh\u00f6chsten Geistlichen der Al-Aksa-Moschee der Turban vom Kopf gerissen. Das Symbol seines geistlichen Status fiel in den Staub, ein schlimmer Akt der Beleidigung. Arabische Satellitensender bauschten das Ereignis zu einem Generalangriff auf den Islam auf.<\/p>\n<p>Die lang aufgestaute Wut brach sich Bahn, und der pal\u00e4stinensisch-israelische Konflikt versank in einem Strudel von Gewalt und Gegengewalt, der immer mehr Menschen mit sich riss und jeder Vernunft Hohn sprach. Die sogenannte zweite Intifada war, wie Sari Nusseibeh schreibt, &#8222;zumindest f\u00fcr die Pal\u00e4stinenser eine katastrophale, wild ausufernde Schlacht ohne jede F\u00fchrung, hinter der weder eine Strategie noch bestimmte Ideen standen; sie war ein verheerender, blutiger Anfall von Wahnsinn&#8220;.<\/p>\n<p>Auch die erste Intifada war auf Seiten der Pal\u00e4stinenserInnen nicht frei von Gewalt. Aber das Werfen von Steinen ist angesichts der milit\u00e4rischen \u00dcbermacht nur selten mehr als ein symbolischer Akt.<\/p>\n<p>Mit dem Bau der Mauer ab 2002 &#8211; wobei der gr\u00f6\u00dfte Teil der israelischen Sperranlagen aus Z\u00e4unen besteht &#8211; begann eine neue Revolte gegen die Besatzung, die an die erfolgreichen zivilen Widerstandsformen der ersten Intifada ankn\u00fcpft.<\/p>\n<p>Sie wurde von der Welt\u00f6ffentlichkeit erst wahrgenommen, als der Versuch des israelischen Milit\u00e4rs, sie mit Schusswaffen im Keim zu ersticken, ihre ersten nicht-pal\u00e4stinensischen Opfer forderte. In kurzem Zeitabstand wurden 2003 die US-amerikanische Aktivistin Rachel Corrie von einem Milit\u00e4r-Bulldozer \u00fcberrollt und der Brite Tom Hurndall durch einen gezielten Kopfschuss ermordet. Sie unterst\u00fctzten als internationale AktivistInnen eine gewaltfreie Graswurzelbewegung, die in dem Buch &#8222;Barrieren durchbrechen&#8220; vorgestellt wird.<\/p>\n<p>Das Netzwerk f\u00fchlt sich weder auf pal\u00e4stinensischer noch auf israelischer Seite irgendeiner politischen Partei verpflichtet. Seine Aktionen richten sich vor allem gegen die Mauer, die tief in das Westjordanland einschneidet und tausende Menschen ihrer Existenzgrundlage beraubt. Mehrere AutorInnen des Buches weisen nach, dass das Sicherheitsbed\u00fcrfnis der Israelis ein vorgeschobenes Argument ist. Der Bau der Grenzanlagen nimmt einen Verlauf, der weniger sicherheitspolitisch als geopolitisch motiviert ist.<\/p>\n<p>Der gr\u00f6\u00dfte Teil der Siedlungsbl\u00f6cke wird durch die Mauer an das israelische Kernland angeschlossen. Dadurch verliert das Westjordanland weitere 10 % an Fl\u00e4che. Die Mauer rund um Ost-Jerusalem schneidet den arabischen Teil der Stadt vollst\u00e4ndig von den pal\u00e4stinensischen Gebieten ab.<\/p>\n<p>Einer Einsch\u00e4tzung der Weltbank zufolge w\u00e4re Jerusalem die Quelle f\u00fcr 40 % der Wirtschaftskraft eines zuk\u00fcnftigen pal\u00e4stinensischen Staates. Allein der Siedlungsblock Ariel reicht 22 km in das besetzte Gebiet hinein. Darunter befinden sich die gr\u00f6\u00dften nat\u00fcrliche Wasserreserven der Westbank. Mauer- und Zaunbau schaffen &#8222;facts on the ground&#8220;, die das Entstehen eines zusammenh\u00e4ngenden, \u00f6konomisch und sozio-kulturell \u00fcberlebensf\u00e4higen pal\u00e4stinensischen Staats mit Ost-Jerusalem als geteilter oder gemeinsamer Hauptstadt unm\u00f6glich machen. Der geopolitische Aspekt des Mauerbaus wird von israelischer Seite auch nicht bestritten. Im November 2005 sagte die israelische Au\u00dfenministerin Tzipi Livni, dass man kein Genie sein m\u00fcsste, um zu erkennen, welche Bedeutung der Zaun f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Grenze Israels habe.<\/p>\n<p>Ayed Morrar beschreibt in seinem Beitrag am Beispiel des Grenzdorfes Budrus die Strategie der Gewaltfreiheit bei der Revolte gegen die Besatzung. Budrus h\u00e4tte durch den Bau der Mauer 1.200 Dunam Land, bepflanzt mit 3.000 Olivenb\u00e4umen, verloren. Er gr\u00fcndete ein Komitee im Dorf, das von unten den Widerstand organisierte: &#8222;Man bedient sich der Methode der gewaltfreien direkten Aktion und setzt nur seinen K\u00f6rper ein, um das Ziel, an das man gelangen will, zu erreichen, ohne Steine zu werfen. Diese Taktik gestaltet sich \u00e4u\u00dferst schwierig, denn sie erfordert ein hohes Ma\u00df an Mut und eine gro\u00dfe Anzahl Menschen aller Generationen.&#8220; Die Ziele des Kampfes waren die Baumaschinen und nicht die SoldatInnen. Hunderte von DorfbewohnerInnen beteiligten sich, bis schlie\u00dflich der Verlauf der Mauer ge\u00e4ndert wurde. 95 % des Gemeindelands entging der Konfiszierung.<\/p>\n<p>In einem weiteren Beitrag des Buches berichtet Mohammed Kathib, wie 2005 in seinem Dorf Bil&#8217;in die gewaltfreien Proteste gegen die Mauer begannen: &#8222;Wir bevorzugen den gewaltfreien Basiswiderstand, weil alle daran teilhaben k\u00f6nnen. Er ist nicht f\u00fcr einen kleinen Kreis von Menschen bestimmt und schlie\u00dft die Mehrheit der Bev\u00f6lkerung nicht aus.&#8220;<\/p>\n<p>Dass die Idee der gewaltfreien Aktion nicht schon viel breitere Bev\u00f6lkerungskreise ergriffen hat, h\u00e4ngt, so glaubt Kathib, mit der gewaltt\u00e4tigen Reaktion der israelischen SoldatInnen zusammen. Daher haben sie in Bi&#8217;lin die Strategie angewendet, durch eigene Gewaltfreiheit die Gewalt der Armee aufzuzeigen. In der Welt\u00f6ffentlichkeit herrscht das Bild vor, dass es sich bei dem israelisch-pal\u00e4stinensischen Konflikt um einen Krieg zwischen zwei Armeen handelt. Die Hamas m\u00f6chte selbst daran glauben und liefert damit dem aktuellen Krieg im Gazastreifen den willkommenen Vorwand.<\/p>\n<p>In Wirklichkeit handelt es sich nicht um einen ebenb\u00fcrtigen Kampf. Israel begr\u00fcndet die Anwendung von Gewalt mit den Sicherheitsbed\u00fcrfnissen seiner Bev\u00f6lkerung und hat damit die Weltmeinung auf seiner Seite. Die BewohnerInnen von Bi&#8217;lin haben dieses Selbstbildnis der Israelis angekratzt.<\/p>\n<p>Sie haben sich mit ihren K\u00f6rpern vor die Bulldozer gestellt und an die Olivenb\u00e4ume angekettet, die entwurzelt werden sollten. Die Armee sah sich mit keiner Gewaltt\u00e4tigkeit konfrontiert und wendete doch Gewalt an, wie Kathib beschreibt: &#8222;Das war der Punkt, an dem alle sehen konnten, wer hier die Opfer und wer die T\u00e4ter waren, wer mit Gewalt auf Gewaltfreiheit reagierte. Und wenn sie keine Gewalt mehr anwendeten, w\u00fcrde das ebenfalls bedeuten, dass wir gewonnen haben. Wir h\u00e4tten gewonnen, da wir sie davon abgehalten haben, sich so zu verhalten.&#8220;<\/p>\n<p>Die pal\u00e4stinensische gewaltfreie Bewegung ist auf die Unterst\u00fctzung von au\u00dfen angewiesen. Die Teilnahme von israelischen AktivistInnen verschafft ihr mehr \u00d6ffentlichkeit und hindert die Armee daran, im \u00dcberma\u00df Gewalt anzuwenden. Ein Grenzpolizist sagte in einem Prozess gegen den israelischen Anarchisten Jonathan Pollak aus, dass &#8222;wir die Israelis fortschaffen, um sie aus der Schusslinie zu bekommen, um dann gegen die Pal\u00e4stinenser vorgehen zu k\u00f6nnen&#8220;.<\/p>\n<p>Dennoch sind auch israelische AktivistInnen gef\u00e4hrdet. Es hat bereits zahlreiche Schwerverletzte gegeben und nur durch Gl\u00fcck bisher noch keine Toten.<\/p>\n<p>Durch die Mauer werden viele D\u00f6rfer in Grenzlage von ihren Olivenhainen getrennt bzw. wird den Bauern der Zugang zu ihren Feldern erschwert.<\/p>\n<p>Die <em>Rabbis for Human Rights<\/em> organisieren die Begleitung der Bauern bei der Olivenernte, um sie vor den immer h\u00e4ufigeren \u00dcbergriffen militanter SiedlerInnen zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Die Ernteeins\u00e4tze bieten israelischen und internationalen ErntehelferInnen die Gelegenheit, direkt mit der pal\u00e4stinensischen Bev\u00f6lkerung in Kontakt zu kommen. Menschen, die eher aus der Mitte der israelischen Gesellschaft stammen, trauen sich zum ersten Mal in die pal\u00e4stinensischen Gebiete und lernen das Leben auf der anderen Seite kennen. Nur so kann Vers\u00f6hnung langfristig gelingen.<\/p>\n<p>Weitere Abschnitte des Buches widmen sich den gewaltfreien Gruppen auf israelischer Seite: Die Frauen von &#8222;<em>Machsom Watch&#8220;<\/em> versuchen, an den zahlreichen Checkpoints (machsomim), Pal\u00e4stinenserInnen vor \u00dcbergriffen durch die Armee zu sch\u00fctzen. Daf\u00fcr wurden sie 2008 mit dem Internationalen Aachener Friedenspreis ausgezeichnet.<\/p>\n<p><em>New Profile<\/em> analysiert, welche Folgen die zunehmende Militarisierung f\u00fcr die israelische Gesellschaft hat. In Sommercamps und Jugendgruppen vermittelt die Gruppe zivile Konfliktl\u00f6sungsstrategien und ber\u00e4t junge Israelis, die den Milit\u00e4rdienst ablehnen. Seit Beginn der sogenannten zweiten Intifada gibt es eine neue Generation von KriegsdienstverweigerInnen, die den Milit\u00e4rdienst generell ablehnt und nicht nur selektiv, wie zum Beispiel den Einsatz in den besetzten Gebieten.<\/p>\n<p>Die Totalverweigerung bricht mit dem herrschenden Konsens, dass das \u00dcberleben Israels nur durch eine starke Armee von Wehrpflichtigen und ReservistInnen gesichert ist. <em>Yesh Gvu<\/em>l, die \u00e4lteste der Verweigerungsgruppen, scheut sich nicht, israelische Milit\u00e4raktionen als Kriegsverbrechen zu deklarieren und ihre Verfolgung vor einem Internationalen Gerichtshof zu fordern.<\/p>\n<p>Eine der aktivsten Unterst\u00fctzergruppen gewaltfreier pal\u00e4stinensischer Widerstandsformen sind die &#8222;<em>Anarchists against the Wall&#8220;<\/em>, die sich 2003 gegr\u00fcndet haben.<\/p>\n<p>Ihr gemeinsamer Kampf mit den BewohnerInnen von Bi&#8217;lin hat dazu gef\u00fchrt, dass der oberste Gerichtshof Israels zu dem Schluss kam, dass der Verlauf des Grenzzauns bei Bi&#8217;lin nicht den israelischen Sicherheitsinteressen entspricht, sondern das Territorium einer nahe gelegenen Siedlung vergr\u00f6\u00dfert.<\/p>\n<p>Das Dorf-Komitee von Bi&#8217;lin und die <em>Anarchists against the Wall<\/em> erhielten gemeinsam im Dezember 2008 die von der<em> Internationalen Liga f\u00fcr Menschenrechte<\/em> vergebene Carl-von-Ossietzky Medaille.<\/p>\n<p>Die in dem Buch <em>Barrieren durchbrechen!<\/em> vorgestellten Initiativen unterliegen nicht der Gefahr der Selbstt\u00e4uschung. Sie wissen genau, wie klein ihre Bewegung ist und wie sehr sie von den etablierten Eliten auf israelischer wie auf pal\u00e4stinensischer Seite abgelehnt werden. Dennoch setzen sie das ermutigende Signal, dass es auf beiden Seiten eine ernstzunehmende Perspektive f\u00fcr eine Zivilgesellschaft gibt, die nicht auf den Faktor Gewalt setzt, sondern auf Konsensfindung, bei der die Rechte der jeweils anderen Seite anerkannt werden.<\/p>\n<p>Das macht das Buch besonders in diesen Tagen so lesenswert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn man die aktuellen Bilder aus dem Gazastreifen sieht, wird man es nicht f\u00fcr m\u00f6glich halten, und doch gibt es ihn: den gewaltfreien Widerstand gegen die nun schon \u00fcber 40 Jahre w\u00e4hrende Besatzung der pal\u00e4stinensischen Gebiete. 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