{"id":9841,"date":"2010-02-01T00:00:29","date_gmt":"2010-01-31T22:00:29","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/?p=9841"},"modified":"2022-07-26T13:11:41","modified_gmt":"2022-07-26T11:11:41","slug":"coole-anti-atom-demo-in-ahaus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2010\/02\/coole-anti-atom-demo-in-ahaus\/","title":{"rendered":"&#8222;Coole&#8220; Anti-Atom-Demo in Ahaus"},"content":{"rendered":"<p>Die Anfangsfrage kann ich fr\u00fch beantworten: Ja, wir kamen an,                 wenn auch mit einst\u00fcndiger Versp\u00e4tung, dank kurzzeitiger technischer                 Probleme mit dem Auto, schlechter Sicht, verschneiter Stra\u00dfen                 und zu allem \u00dcberfluss auch noch einer Umleitung der Polizei.<\/p>\n<p>Endlich angekommen am Zwischenlager Ahaus, musste erst einmal                 die schwarz-rote Fahne ausgepackt werden, denn eine solche fehlte                 definitiv noch unter den \u00fcberwiegend atomsonnengelben und parteigr\u00fcnen                 Bannern. Die Kundgebung neigte sich schon dem Ende zu, sodass                 sich die &#8211; wahrscheinlich schneebedingt kleine &#8211; Gruppe von etwa                 300 bis 350 DemonstrantInnen, &#8222;begleitet&#8220; von gr\u00fcnen M\u00e4nnchen                 und M\u00e4dchen, aufmachte, das Zwischenlager auf dem Schienenweg                 zu umrunden. <\/p>\n<p>Auf dem Weg um das BEZ (Brennelementezwischenlager) trafen wir                 C\u00e9cile Lecomte, deren Rede auf der Kundgebung wir leider verpasst                 hatten, ebenso wie die von Janne Bj\u00f6rklund vom finnischen Naturschutzverband,                 der extra aus Helsinki angereist war, um \u00fcber EONs Pl\u00e4ne zu berichten,                 in Finnland ein sechstes AKW zu bauen.<\/p>\n<p>Trotz der Eisesk\u00e4lte war die Stimmung gut, wozu sicherlich die                 vielen Fackeln und Trommeln beigetragen haben. Und schlie\u00dflich                 m\u00fcsste doch der Gedanke aufmuntern, dass man sich gegen Atomkraft                 einsetzt, genauer gesagt daf\u00fcr, einen sofortigen Ausstieg aus                 der Atomkraft zu fordern und den Transport von Atomm\u00fcll nach Ahaus                 zu stoppen. Denn schon ab diesem Jahr sollen laut Bundesregierung                 1800 Gebinde mit schwach- und mittelradioaktivem Atomm\u00fcll nach                 Ahaus rollen, verteilt \u00fcber zehn Jahre.<\/p>\n<p>Das w\u00e4ren etwa zwei Transporte pro Woche, zu denen sich ab 2011                 auch noch 152 Castoren mit hochradioaktiven Brennelementkugeln                 aus J\u00fclich gesellen w\u00fcrden. Angesichts dieser Tatsache waren die                 h\u00f6chstens 350 DemonstrantInnen echt wenig! Angenommen, sowohl                 die Atomstromproduktion als auch der Transport von radioaktivem                 M\u00fcll w\u00fcrden bei schlechtem Wetter eingestellt &#8211; dann h\u00e4tten wir                 im M\u00fcnsterland aber keine Probleme! Nat\u00fcrlich ist es nicht nur                 angenehm, im Schnee zu demonstrieren &#8211; ich will unsere eingefrorenen                 F\u00fc\u00dfe gar nicht bestreiten &#8211; aber man sollte jede Chance nutzen,                 um laut &#8222;nein&#8220; zur Atomkraft zu sagen. So wie die AtomkraftgegnerInnen,                 die u.a. aus dem Wendland, aus Bonn, ja sogar aus Frankreich und                 Finnland ins M\u00fcnsterland kamen. <\/p>\n<p>Wen selbst der Gedanke, sich der b\u00f6sen Atomkraft entgegenzustellen,                 nicht ausreichend motivieren kann, an einer Demo im Schnee teilzunehmen,                 dem kann ich einen letzten aufmunternden Gedanken mit auf den                 Weg geben: Die Bullen hatten bestimmt auch kalte F\u00fc\u00dfe!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Anfangsfrage kann ich fr\u00fch beantworten: Ja, wir kamen an, wenn auch mit einst\u00fcndiger Versp\u00e4tung, dank kurzzeitiger technischer Probleme mit dem Auto, schlechter Sicht, verschneiter Stra\u00dfen und zu allem \u00dcberfluss auch noch einer Umleitung der Polizei. 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