{"id":15677,"date":"2021-10-03T17:54:30","date_gmt":"2021-10-03T15:54:30","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/produkt\/krieg-ist-der-mord-auf-kommando\/"},"modified":"2022-02-28T21:01:30","modified_gmt":"2022-02-28T19:01:30","slug":"krieg-ist-der-mord-auf-kommando","status":"publish","type":"product","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/produkt\/krieg-ist-der-mord-auf-kommando\/","title":{"rendered":"\u00bbKrieg ist der Mord auf Kommando\u00ab"},"content":{"rendered":"<p>Beatrix M\u00fcller-Kampel (Hg.)<br \/>\n<b>\u00bbKrieg ist der Mord auf Kommando\u00ab<\/b><br \/>\nB\u00fcrgerliche und anarchistische Friedenskonzepte. Bertha von Suttner und Pierre Ramus<\/p>\n<p>Mit Dokumenten von Lev Tolstoj, Petr Kropotkin, Erich M\u00fchsam, Stefan Zweig, Romain Rolland, Alfred H. Fried, Olga Misar u. a.<\/p>\n<p>288 Seiten<br \/>\nISBN 3-9806353-7-6<\/p>\n<p>Politik, die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln, kommt auf ihre alten Rechtfertigungen zur\u00fcck: Kriege sind unvermeidlich, gegen Krieg n\u00fctzt nur die Drohung mit Milit\u00e4r, es gibt \u00bbgerechte\u00ab Kriege. Ist eine Programmatik, die Krieg durch die Beseitigung von Kriegsursachen ganz verhindern will, nicht hoffnungslos utopisch? Die prinzipielle Kritik des Krieges braucht die Erinnerung an pazifistische und antimilitaristische Traditionen, die aufs Ganze gingen. Deren St\u00e4rken, aber auch Grenzen neu zu diskutieren, ist aktuell notwendig, damit gegen den Mord auf Kommando mobil gemacht wird. Die von Beatrix M\u00fcller-Kampel herausgegebene und eingeleitete Sammlung historischer Texte zeigt zwei Traditionen im Kampf gegen den Krieg: die pazifistische, die darauf setzte, da\u00df durch zunehmende Rationalit\u00e4t auch die zwischenstaatlichen Beziehungen zivilisiert w\u00fcrden. Dagegen stand die anarchistische Konzeption, die im Staat die entscheidende Kriegsursache erkannte und zur Verweigerung und schlie\u00dflich zur Revolution gegen den Krieg aufrief, damit eine freie Gesellschaft mit allen Wurzeln der Gewalt breche. Beide Ans\u00e4tze wirken bis heute fort.<\/p>\n<p>Die Person Bertha von Suttners l\u00e4\u00dft erkennen, da\u00df die pazifistische Position ihre St\u00e4rke oft aus vehementer Ablehnung der tats\u00e4chlich barbarischen Praxis des Krieges bezog. Sie denunzierte Krieg als Mord. Romain Rolland, Stefan Zweig und Erich M\u00fchsam versuchen, St\u00e4rken und Grenzen des Pazifismus der Friedensgesellschaften zu benennen.<\/p>\n<p>Die anarchistischen Positionen werden durch Kropotkin, Tolstoi und Pierre Ramus deutlich, die im Patriotismus\/Nationalismus als der Religion des modernen Staates eine entscheidende Kriegsursache sehen und zur gro\u00dfen Verweigerung aufrufen: Kriegsdienstverweigerung bis zum Generalstreik.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Politik, die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln, kommt auf ihre alten Rechtfertigungen zur\u00fcck: Kriege sind unvermeidlich, gegen Krieg n\u00fctzt nur die Drohung mit Milit\u00e4r, es gibt \u00bbgerechte\u00ab Kriege. Ist eine Programmatik, die Krieg durch die Beseitigung von Kriegsursachen ganz verhindern will, nicht hoffnungslos utopisch? Die prinzipielle Kritik des Krieges braucht die Erinnerung an pazifistische und antimilitaristische Traditionen, die aufs Ganze gingen. Deren St\u00e4rken, aber auch Grenzen neu zu diskutieren, ist aktuell notwendig, damit gegen den Mord auf Kommando mobil gemacht wird. Die von Beatrix M\u00fcller-Kampel herausgegebene und eingeleitete Sammlung historischer Texte zeigt zwei Traditionen im Kampf gegen den Krieg: die pazifistische, die darauf setzte, da\u00df durch zunehmende Rationalit\u00e4t auch die zwischenstaatlichen Beziehungen zivilisiert w\u00fcrden. Dagegen stand die anarchistische Konzeption, die im Staat die entscheidende Kriegsursache erkannte und zur Verweigerung und schlie\u00dflich zur Revolution gegen den Krieg aufrief, damit eine freie Gesellschaft mit allen Wurzeln der Gewalt breche. 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