graswurzelrevolution
309 mai 2006
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stern / zerbrochenes gewehr
editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

ausnahmsweise erscheint diese GWR später als gedacht. Da viele der eingeplanten Artikel in den Osterferien nicht rechtzeitig fertig gestellt werden konnten, mussten wir den GWR 309-Drucktermin verschieben, und da kein früherer Termin frei war, um neun Tage.

Dafür habt Ihr jetzt eine hochaktuelle Ausgabe in der Hand, mit spannenden Artikeln nicht nur zu den Schwerpunkten Frankreich, Anti-Rassismus und Antimilitarismus. Ein Genuss!

Reichlich Stoff für Diskussionen haben auch die letzten Ausgaben geboten. Das spiegelt sich in den LeserInnenbriefen, die wir hier aus Platzmangel nur teilweise abdrucken können (S. 18 f.).

Freuen könnt Ihr Euch auch auf die nächsten Ausgaben: GWR 310 und GWR 311 werden sich intensiv u.a. dem Thema "70 Jahre Spanische Revolution" beschäftigen.

Gestiegene Kosten und die schlechte Zahlungsmoral einiger AbonnentInnen lassen uns zur Zeit knietief in roten Zahlen waten. Wir brauchen daher dringend Eure Spenden (siehe Anm. 1). Herzlichen Dank!

Leider müssen wir auch eine Preiserhöhung ab Oktober 2006 oder Januar 2007 in Erwägung ziehen.

Deshalb wurde beim letzten GWR-HerausgeberInnentreffen darüber diskutiert, den Normalabopreis auf 30 Euro zu erhöhen. Wer sich die Erhöhung nicht leisten kann, kann sich bei GWR-Vertrieb (Birkenhecker Str. 11, 53947 Nettersheim, Tel.: 02440/959-250; Fax: -351, abo@graswurzel.net) melden, um sein Abo in das dann neu einzuführende "Gut-und-Günstig-Abo" umzuwandeln.

Schluss mit dem Sozialabbau, organisiert den GWR-Handverkauf!

Die Rabatte für WiederverkäuferInnen wollen wir attraktiver gestalten. Ab 2 Exemplaren gibt es 30%, ab 30 Stück bereits 50% Rabatt. So könnt Ihr ohne finanzielles Risiko die GWR z.B. bei Demos und Aktionen unter die Leute bringen und gleichzeitig Eure bzw. die Finanzen Eurer Gruppe aufpeppen.

Und nun noch ein bisschen (Eigen-)Werbung:

Zum 1. Mai 2006 ist das Buch "ja! Anarchismus. Gelebte Utopie im 21. Jahrhundert" erschienen (siehe Anm. 2). Eigentlich sollte es so aussehen:

"ja! Anarchismus"-Coverentwurf

Nun waren aber mein Anwalt und viele FreundInnen der Meinung, dass dieses blau-weiß-rot-grüne Cover zu sehr an die "ja!"-Produkte des Rewe-Konzerns erinnern könnte und deshalb zu einer einstweiligen Verfügung und einem nervigen Prozess (Streitwert 200.000 Euro!) führen würde.

Sauerei! Das "ja" ist viel älter als Rewe! Es gehört uns allen!

Gerne hätte ich in den Supermärkten der Rewe-Kette, zwischen "ja!-Katzen Gala Menü" und "ja!"-Milchtüten, mit den 25 im Buch interviewten AnarchistInnen "ja! Anarchismus"-Lesungen organisiert. So wird nun die "Normalbevölkerung" wohl nie erfahren, dass ein anarchistisches "ja!" besser ist als alle Billigprodukte.

Wer wissen will, wie das Buch nun stattdessen aussieht, wende sich vertrauensvoll an den Karin Kramer Verlag, Niemetzstr. 19, 12055 Berlin, info@karin-kramer-verlag.de.

Li(e)bertäre Grüße,

Bernd Drücke (GWR-Koordinationsredakteur), 2. Mai

P.S.: Unserem Autor und Leser Arno Klönne gratulieren wir herzlich zum 75sten Geburtstag!

Anmerkungen

(1) Spenden auf das Konto des Fördervereins für Freiheit und Gewaltlosigkeit e.V. sind steuerlich absetzbar. Bitte schreibt auf den Überweisungsträger deutlich Eure Anschrift. Spendenbescheinigungen werden automatisch zu Anfang des Jahres verschickt. Bankverbindung Förderverein für Freiheit und Gewaltlosigkeit e.V., Konto: 317 617-59 o BLZ: 660 100 75 o Postbank Karlsruhe. Verwendungszweck: Spende: StNr. 2.2, VerzNr 615 FA HD

(2) Bernd Drücke (Hg.): ja! Anarchismus. Gelebte Utopie im 21. Jahrhundert. Interviews und Gespräche, 280 Seiten, ISBN 3-87956-307-1, 19,80 Euro, www.karin-kramer-verlag.de

 

inhalt
schwerpunkt: frankreich

Fest des Widerstands
>> Eine soziale Massenbewegung drängt Frankreich an den Rand der Regierungsunfähigkeit

Die Besiegten und Vergessenen des Algerienkrieges
>> Teil 5: Kriegsdienstverweigerung auf französischer Seite und die gewaltfreien Aktionen der Action civique non violente (ACNV)

Basisdemokratie als AGisme?

Die Bewegung und die Diskussion um die Gewaltfrage


antimilitarismus

Deutschland wird auch in Kinshasa "verteidigt"
>> Der neokoloniale Militäreinsatz der EU in der DR Kongo

Ein Nein ist nicht genug
>> Bericht von den Ostermärschen in Fretzdorf und Colbitz


antirassismus

Deutschland blüht auf
>> Selbstbewusst und optimistisch - von Sozialen Fragen und nationalen Antworten

Wir wollen sein ein dreigliedrig Volk von Schlafmützen

Es ist deutsch in Kaltland
>> Neu: "Bundesdeutsche Flüchtlingspolitik und ihre tödlichen Folgen" - 13. Auflage

Rechtswidrige Praxis bei Abschiebungshaft
>> Fachtagung gegen Abschiebungshaft beklagt häufige Verfahrensmängel bei Abschiebungshaft


aktuelles

Neuer THTR in China
>> Am deutschen Wesen soll die Reaktor-Welt genesen!

Gewaltfreier Widerstand der Irokesen setzt Kanadas Regierung unter Druck

Für den Erhalt linker Freiräume
>> Erfolgreiche Demo für den Wagenplatz "Schwarzer Kanal"

Haymarket auf der Briefmarke

Entschlossen gegen die Agro-Gentechnik
>> Imker, Bäuerinnen und Bauern kündigen Freiwillige Feldbefreiungen auch für 2006 an

Die rechte Junge Freiheit hetzt gegen das DISS

D.I.Y. in Freiburg, 26. bis 30. Juli
>> do it yourself against the state - an intergalactical activist & anarchist convention


concert for anarchy

Ungehorsam, lachend, zivil


gewaltfreiheit

Kämpfer für den Frieden
>> Eine neue israelisch-palästinensische Friedensorganisation kämpft mit gewaltfreien Mitteln gegen die Besatzung


nachruf

Mechthild Demel
>> 10.12.1924 - 10.04.2006. Ein Abschiedsbrief


bücher

Über die Verengung des Denkbaren und die Notwendigkeit imperialer Herrschaft
>> Eine Kritik an Herfried Münklers Buch Imperien

Münklers blinder Fleck:
>> Demokratische Friedensprozesse jenseits von Staat und Imperium

Sind Banker die wahren Anarchisten?
>> Fernando Pessoas Erzählung neu aufgelegt

Die Kunst der Propaganda

Mögliche Welten
>> Das Ende des Kapitalismus, wie wir ihn kennen, und die Perspektiven einer solidarischen Ökonomie


aktion

G8 delegitimieren
>> Alternativen aufzeigen


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