Aktuelles

Ein kleiner Rest Leben

Neu im Kino: High Life

| Nicolai Hagedorn

High Life, der neue Film von Claire Denis ist zwanghaft diskursiv. An allen Ecken und Enden werden Fragen aufgeworfen, moralische, philosophische, politische. Und in der Selbstbetrachtung des Werkes schließlich die Frage danach, inwiefern solche Diskurse durch die künstlerische Verfremdung indiskutabel werden. Wo und wie kommt menschliche Sozialität an ihre Grenzen? Bzw. wodurch ist sie begrenzt? Welche Rolle spielt dabei Gewalt? Macht? Autorität? Triebhaftigkeit? Einerseits stellt Denis Geschlechterrollen zementiert stereotyp dar, gleichzeitig stellt sie sie auf den Kopf – und die Männer ziehen meist den Kürzeren. Nur totale Askese bildet  einen Ausweg aus dem toxischen Mannsein und der daraus resultierenden Unmündigkeit. Weiterlesen

Voller Erfolg

Anarchistische Buchmesse in Mannheim

| Anarchistische Gruppe Mannheim

Die GWR dokumentiert als Medienpartner der Mannheimer Anarchistischen Buchmesse die Presseinformation der Veranstalter im Wortlaut: „Vom 10. bis 12. Mai 2019 fand im Jugendkulturzentrum forum zum fünften Mal die Anarchistische Buchmesse Mannheim statt, die seit 2011 alle zwei Jahre organisiert wird. „Die Anarchistische Buchmesse wächst beständig. Im Vergleich zu 2017 konnten wir einen weiteren Publikumszulauf … Weiterlesen

Eine Matratze hinter dem Vorhang

Neu im Kino: Ayka

| Moppel Wehnemann

Die Handlung beginnt in einem russischen Krankenhaus, in der Entbindungsstation. Der Ton der Krankenschwestern ist militaristisch-rau, die Krankenzimmer spärlich eingerichtet, die kürzlich gewordenen Mütter sind sichtlich entkräftet. Babygeschrei. Die junge Mutter Ayka (Samal Yeslyamova) wird angewiesen, ihr Neugeborenes zu stillen. Zuvor begibt sie sich ins Bad, um sich vermeintlich frisch zu machen, bevor sie ihr … Weiterlesen

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Die anarchistische Zeitung Graswurzelrevolution bemüht sich seit 1972, Theorie und Praxis der gewaltfreien Revolution zu verbreitern und weiterzuentwickeln.

Buchverlag

Über den Tag hinaus

Theaterkritiken stellen bisweilen literarische Ansprüche „über den Tag hinaus“. Um solche geht es bei der hier getroffenen Auswahl von rund dreißig Bühnenbesprechungen aus fünfundzwanzig Jahren überwiegend Berliner Inszenierungen. Der Autor hat nicht den Ehrgeiz, Maßstäbe kritischen Theaters zur Diskussion zu stellen, wohl aber Maßstäbe für die Theaterkritik und sehr wohl der politischen Thematik bekannter oder weniger bekannter klassischer Stücke aktuelles Gehör zu verschaffen – auch insofern also: „Über den Tag hinaus“.

14,90
Ekkehart Krippendorff: Lebensfäden

Ekkehart Krippendorff (1934–2018), Mitbegründer der deutschen Friedensforschung und Autor des für die Friedensbewegung der Achtzigerjahre wichtigen Buches „Staat und Krieg. Die historische Logik politischer Unvernunft“, hat sein Leben exemplarisch entflochten. Zeitgeschichtlich bedeutsame Fäden hat er thematisch herausgezogen und erzählt kulturgeschichtlich von den Lebensfäden Krieg, Theater, Universitäten, Nazismus, Amerika, Juden, Italien, DDR, Musik und Religion.

24,90
Vom revolutionären Elan

Renate Brucker bietet mit dieser Auswahl bislang noch nicht übersetzter Texte Clara Wichmanns aus den Jahren 1917-1922 einen prägnanten Einblick in Leben und Werk dieser beeindruckenden und inspirierenden Kämpferin für eine gerechte, solidarische und freie Gesellschaft.

14,90
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