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Graswurzelrevolution (Hg.): 203 Seiten, 15,30 EUR (vergriffen) |
Vorstellung
Der gewaltfreie Anarchismus - seit Anfang der siebziger Jahre eine vergleichsweise einflußreiche Strömung innerhalb der neuen sozialen Bewegungen - muß aktuelle Entwicklungen berücksichtigen und sich gegenwärtigen Herausforderungen stellen, will er sein Ziel, eine herrschaftslose Gesellschaft erreichen. Die Textsammlung beschäftigt sich mit der Aktualität und der notwendigen Erneuerung libertärer und insbesondere gewaltfrei-anarchistischer Theorie und Praxis.
Inhalt
Herausforderung Krieg
Statt eines Vorwortes
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Ein »heißer Herbst« war nicht zu erwarten im Oktober 1997, als die Zeitung Graswurzelrevolution aus Anlaß ihres 25-jährigen Bestehens zum Kongreß »Anarchistischer Herbst« in die Alte Feuerwache nach Köln einlud. 250 Menschen diskutierten darüber, welchen Herausforderungen sich anarchistische und gewaltfrei-revolutionäre Theorie und Praxis am Ende des so blutigen 20. Jahrhunderts stellen muß. Die Redaktion der Graswurzelrevolution schilderte vor dem Hintergrund eigener und historischer Erfahrungen, wie zu libertären Perspektiven gefunden werden kann. |
Herausforderungen
an den gewaltfreien Anarchismus
Ein Versuch über graswurzelrevolutionäre Perspektiven
zur Jahrhundertwende
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Die Herrschenden sind scheinbar in der Offensive. Ihre Lösungskonzepte für die meisten grundlegenden gesellschaftspolitischen und ökologischen Probleme sind allerdings unzureichend und nicht überzeugend. Doch Skepsis und Frustration haben dem Anarchismus bislang keinen Aufschwung verschaffen können. Darin drückt sich auch ein Defizit anarchistischer Gesellschaftstheorie und aktueller libertärer und/oder gewaltfreier Ansätze aus. Wie können sich anarchistische Analysen und Lösungskonzepte den aktuellen Problemen stellen? Wie libertäre Theoriedefizite aufgearbeitet werden? Die folgenden Beiträge dokumentieren Themenfelder, die auf dem Kölner Kongreß in Arbeitsgruppen diskutiert wurden. |
Neue Frauenbewegung und Staat
Rückblick und Ausblick
Was ist vom Menschen noch zu halten?
Welche Lehren ziehen Libertäre aus dem Holocaust?
Kommunalismus/Transnationalismus oder Agenda 21?
Gibt es Anknüpfungspunkte für libertäre Politik
jenseits von Nachhaltigkeit und »global governance«?
Wo ist der Sand im nationalistischen Getriebe?
Die Herausforderungen »Neuer Nationalismus« und »Weltmacht
Deutschland«
Kritik der Trennungen
Eine historisch-soziologische Skizze zum Verhältnis von Anarchismus
und Kunst
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Am letzten Tag des Kölner Kongresses sprach Heinrich Friedetzky, der bereits in den zwanziger Jahren in der anarchosyndikalistischen Bewegung aktiv war, ein Grußwort. Er starb 1998. Zwei Beiträge beschreiben seinen Lebensweg und rufen seine Lebensfreude in Erinnerung. Vier internationale Gäste aus dem englischen und französischen Sprachraum waren eingeladen worden, um den Horizont der Diskussionen zu erweitern. Sie stellten ihre Sicht auf aktuelle Herausforderungen und Antworten anarchistischer und gewaltfreier Bewegungen dar. |
Heinrich Friedetzky (19101998)
Ein Leben für die anarchistische Bewegung
Schwarzrot ist die Lebensfreude: Anarchie und Rotwein
Persönliche Erinnerungen an Heinrich Friedetzky
Michael Randle, London
Anarchismus in einem Tunnel?
Herausforderungen und Antworten gewaltfreier und anarchistischer
Bewegungen im angloamerikanischen Sprachraum
Rudolf de Jong, Amsterdam
Anarchismus nach dem Fall der Berliner Mauer
Claire Auzias, Paris
Auf der Suche nach der Verwirklichung libertärer Ideen
in Frankreich und in Europa
Von der spielerischen Revolte 68 über die Frauenbewegung
zur utopischen Lebensweise der Roma
Marianne Enckell, Lausanne
»Die ganze Welt gehört uns, und wir gehören
der ganzen Welt!«
Warum soll der klassische Anarchismus »klassisch«
sein?

