Digitale Selbstverteidigung

Sicherer browsen

 428 april 2018 Bastian Ballmann

Spätestens seit Edward Snowden wissen wir, dass digitale Verschlüsselung unerlässlich ist, um sich vor Überwachung zu schützen. Im Dezember 2017 erschien in der GWR 424 als Grundlagen- und Einführungstext der erste Teil von Bastian Ballmanns GWR-Artikelserie zum Thema "Digitale Selbstverteidigung". Daran knüpft sein folgender Artikel an. (GWR-Red.) Weiterlesen

„Welche Welt wollen wir schaffen?“

Ein Interview mit Scott Crow über die Situation in den USA, selbstorganisierte Katastrophenhilfe und mögliche Perspektiven eines anarchistischen Infrastrukturaufbaus

 428 april 2018 Interview: Emil Nordswan

Scott Crow ist seit über 30 Jahren in der anarchistischen Bewegung in den USA aktiv. Während dieser Zeit hat er sich an zahlreichen Projekten in Bereichen wie Antifaschismus, Katastrophenhilfe und Medien beteiligt. Nach dem Hurrikan Katrina 2005 im Südosten der USA (vgl. GWR 305 & 313) baute er das Kollektiv Common Ground mit auf. Hierüber schrieb er das Buch "Black Flags and Windmills: Hope, Anarchy, and the Common Ground Collective". Sein gerade neu erschienenes Buch "Setting Sights: Histories and Reflections on Community Armed Self-Defense" setzt sich mit den Auswirkungen bewaffneter Selbstverteidigung auf Gemeinschaften auseinander. Emil Nordswan sprach für die Graswurzelrevolution mit Scott Crow über die Lage in den USA nach der Wahl von Donald Trump, die dortigen Klimakatastrophen und warum Anarchist*innen mehr als nur Abwehrkämpfe führen sollten. (GWR-Red.) Weiterlesen

Erinnerung an Ekkehart Krippendorff

geboren am 22. März 1934 in Eisenach - gestorben am 27. Februar 2018 in Berlin

 428 april 2018 Lou Marin

Am 4. April 1968 wurde Martin Luther King, Jr., in den USA ermordet. Mit diesem rassistischen Mord eskalierte in den USA und vielen anderen Ländern die Revolte, an die jetzt zum 50. Mal erinnert wird. Am Abend dieses 4. April 1968 zog in Berlin ein spontaner Demonstrationszug von mehreren tausend Menschen zum Schöneberger Rathaus. Die Erinnerungsrede an M.L. King hielt damals, vor 50 Jahren, Ekkehart Krippendorff. Er sprach von dem "anderen Amerika", das "größer und besser ist als seine Regierungen und deren Politik" (E. Krippendorff: Lebensfäden. Zehn autobiographische Versuche, Verlag Graswurzelrevolution 2012, S. 250; im Folgenden: LF, 250). Zu Kings Vermächtnis meinte er später: "Uns mit diesem mutigen Visionär eines Amerika identifizieren zu können, das die großen Ideale der eigenen Revolution wieder ernst nimmt und zur Richtschnur ethisch begründeter Politik macht, gab der APO Kraft und Perspektive" (ebd.). Im damaligen Westdeutschland und in Berlin begann die StudentInnenbewegung in Wirklichkeit schon drei Jahre früher, mit dem sogenannten "Fall Krippendorff", der in die Geschichte der APO als zündendes Ereignis eingegangen ist. Weiterlesen

In memoriam Ekkehart Krippendorff

Von der Friedensforschung zur Staats- und Militärkritik

 428 april 2018 Lou Marin

Ekkehart Krippendorff, geb. 1934 in Eisenach, hat den Nationalsozialismus während des Zweiten Weltkriegs als acht- bis elfjähriger Junge noch bewusst miterlebt. Ekkehart war ein urgermanischer, typischerweise in Nazifamilien verliehener Vorname: "Teutscher als mit zwei KK und dem T am Ende ging es kaum" (Lebensfäden, S. 459, im Folgenden LF). Die Scham darüber war für ihn eine Antriebsfeder, in seinem weiteren Leben einen ganz anderen Weg einzuschlagen. Er wurde zum Mitbegründer der kritischen Friedensforschung und publizierte auch für AnarchistInnen unverzichtbare Werke zur Staats- und Militärkritik. Sein gesamtes weiteres Leben lang blieb er unbeugsamer Kriegsgegner - eine beeindruckende Konsequenz, mit seiner Kindheitserfahrung produktiv umzugehen. Weiterlesen

Dario Fo erleben!

Ekkehart Krippendorff und das Theater

 428 april 2018 Ekkehart Krippendorff

Keiner seiner "Lebensfäden", so schrieb Ekkehart Krippendorff in seiner gleichnamigen Autobiographie, durchziehe seine Biographie so sehr wie das Theater, weder Literatur noch Musik, weder sein Studium noch sein Berufsleben. Von der Bühne her, "vom Schauspiel, aber auch vom Musikdrama, der Oper" (LF, 71) her, setzte er sich mit Leben und politischen Inhalten auseinander. Das Theater war ihm "ein Lebensmittel". Weiterlesen